Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Danislesestube:
Hervorragender dritter Teil
Brennende Narben von Leo Born
Wie sagt man so schön? „Die Zeit heilt alle Wunden.“ Was passiert, wenn diese immer wieder aufreißen und Narben hinterlassen, die bei jeder Bewegung wie Feuer brennen?
Da hilft kein Warten, kein Pflaster, nichts. Ohne die Gewissheit, die als wohltuende Heilsalbe dient, wird es immer so weitergehen.
Mara möchte endgültig mit ihrer Vergangenheit abschließen. Warum musste ihre Mutter sterben? Was ist an diesem Tag passiert? Sie greift nach jedem Strohhalm, der sich ihr anbietet. Sei er noch so kurz. Mit ihrer forschen und direkten Art macht sie sich noch viel weniger Freunde als sie ohnehin schon hat.
Allerdings verlangt der aktuelle Fall einen Großteil ihrer Aufmerksamkeit. Eine Edel Prostituierte wurde bestialisch, gerade zu qualvoll hingerichtet. Nicht nur sie musste auf diese Art und Weise sterben. Dies passiert jedem, der auf der Abschussliste eines bestimmten Täters steht. Dieser kennt keine Gnade. Ohne Skrupel, oder schlechtes Gewissen führt er seinen Plan aus.
Direkt zu Beginn wird klar, die letzten beiden Teile waren im Hinblick auf Gewalt ein Kinderspaziergang. Die Widersacher in diesem Buch sind ein komplett anderes Kaliber.
Dies wird auch Mara klar, die tatsächlich über die Handlung hinweg Angst und Sorge empfindet. Dazu kommt noch, dass ein alter Bekannter in der Stadt ist und es auf sie abgesehen hat. Sie hetzt also von Schauplatz zu Schauplatz, egal ob privat oder beruflich.
Jedoch behält Mara die meiste Zeit über einen kühlen Kopf. Besonders überrascht war ich von ihrem Partner, der sich diesmal todesmutig in die Schlacht stürzt, und damit aus dem Schatten seiner Kollegin tritt.
Das Buch war ein Erlebnis. Der Autor hat die Stimmung perfekt rübergebracht. Die Charaktere kommen genauso rüber, wie sie beschrieben wurden. Die Widersacher strahlen über die ganze Handlung hinweg eine sehr bedrohliche Aura aus, die einem immer wieder eine Gänsehaut beschert. Was die Spannung betrifft, war das Ganze ohnehin eine Punktlandung.
Traurig und wunderschön zugleich
Howbourne von Anna K. Rhodes
Es fühlt sich an, als sei es erst gestern gewesen, als Amelia Zeit mit ihrer Mutter verbracht hat. Jedoch ist dieser letzte Moment schon eine Weile her, und die Dinge haben sich geändert. Das Verhältnis zu ihrem Vater wurde nach dem Ableben der Mutter immer schlechter, was auch unter anderem daran liegt, dass sich dieser neu verliebt hat.
Und auch sonst könnte ihr Leben etwas angenehmer sein.
Das Schicksal meint es gut mit ihr, oder ein naher Mensch, der mal ausgemistet hat, übergibt Amelia eine Box, die für sie bestimmt ist. Neben schönen Erinnerungen enthält diese ein Foto, welches ihren Bruder zeigen soll. Jedoch wusste unsere Protagonistin bisher nichts davon. Auch der Vater ist ratlos. Ein zweites Foto beweist scheinbar, dass sie an dem Tag nicht alleine das Licht der Welt erblicken sollte. Warum ist sie dann trotzdem als Einzelkind aufgewachsen? Was ist damals passiert?
Die Vorstellung, ihren Bruder nach all den Jahren kennenzulernen, feuert Amelia an, nach ihm zu suchen. Während ihrer Suche wird sie von einem gut aussehenden Unbekannten namens Jonathan aufgelesen. Dieser kennt ihren Bruder und führt unsere Protagonistin an einen tief im Wald versteckten Ort, den Menschen niemals finden dürfen. Dieser beinhaltet ein Dorf inklusive schöner Landschaft. Die Bewohner erlitten das gleiche Schicksal wie ihr Bruder.
Das Rad im Fantasy Genre neu zu erfinden scheint unmöglich zu sein, jedoch hat es diese Autorin geschafft, etwas Neues zu schaffen, was ich zuvor noch nicht gelesen habe. Sie hat es vollbracht, ein trauriges und schmerzhaftes Thema lebhaft und schön zu erzählen.
Natürlich gibt es auch traurige und herzzerreißende Stellen. Im Mittelpunkt standen immer Liebe und Hoffnung. Natürlich ist nichts für die Ewigkeit gemacht. Dennoch hinterlassen Erinnerungen immer ihre Spuren, die aber nicht komplett verschwinden werden. Diese Botschaft wird uns mit jedem Kapitel vermittelt.
Der Aufbau der Romanze zwischen Amelia und Jonathan findet auf sehr natürlichem Wege statt. Nichts wirkt gehetzt, unnatürlich oder gar übertrieben. Auch die Begegnung mit ihrem Bruder und die darauffolgende schöne Zeit lässt einen für einen Moment vergessen, was einst geschah und dass dieses Zusammentreffen eigentlich nicht passieren hätte können. Dennoch kam es dazu. Da kann nur Magie ihre Finger im Spiel haben. Oder ein Wunder. Wer weiß das schon so genau.
Ein guter Abschluss
Cards of Love 2. Der Zauber der Welt von Nena Tramountani
Nach den Ereignissen aus dem letzten Buch erwacht Giulietta unversehrt in einem Hotelzimmer. Obwohl sie stark verwundet wurde und sterben hätte müssen, ist ihr Körper frei von tödlichen Verletzungen. Dadurch ist es unserer Protagonistin direkt möglich, die Flucht aus Venedig anzutreten. Sie möchte einfach nur weg.
Weg vom Verräter namens Malvolio, der sich in ihr Herz geschlichen hat. Weg von den wahnsinnigen „Kartenfiguren“. Und von ihrem wahnsinnigen Onkel möchte sie erst recht fliehen.
Bevor sie auch nur ans Ende der schönen Stadt kommt, wird sie von einer starken Macht zurückgestoßen. Warum kann Giulietta nicht fliehen?
Nachdem sich Giulietta mit der Situation mehr oder weniger abgefunden hat, versucht sie herauszufinden, was nach ihrem „Tod“ passiert ist. Nach und nach wird klar, welche Rolle ihr von ihrem Liebhaber aus Versehen zugeteilt wurde. Als wäre das nicht genug, werden die nicht freundlich gesinnten und leicht manipulierbaren Kartenfiguren auf sie gehetzt. Ihr bleibt also nicht viel Zeit, um hinter das Geheimnis des Fluches der Karten zu kommen.
Auch möchte Giulietta endgültig herausfinden, was mit ihrem Vater wirklich geschah. Die Todesumstände lagen auch nach dem ersten Teil immer noch im Schatten der Wahrheit.
Es gibt also einiges zu tun. Zum Glück ist sie nicht alleine und sterben scheint auch ein nebensächliches Problem geworden zu sein.
Das überraschende Ende des ersten Teiles machte mich neugierig. Welche Ereignisse werden durch den Mord an einer der Schlüsselfiguren ausgelöst? Welche Rolle spielen Giulietta und Malvolio? Bekommen wir mehr Informationen zu den Tarotkarten?
Die ersten beiden Frage/Punkte bilden den Schwerpunkt der Handlung. Letztere grätscht sich dazwischen, und kommt leider etwas zu kurz. Zugegeben, wenn sich die Autorin nicht „nur“ auf die großen Arkana konzentriert hätte, wäre das Buch sehr lang geworden.
Außerdem steht, wie auch in Teil 1, die Beziehung unseres Paares im Vordergrund. Welche gut umgesetzt wurde. Mit allen ihren Dramen, den wenigen gemeinsamen Stunden und Streitereien. Letztere waren mir stellenweise etwas zu viel, zumal ich lieber mehr vom Umfeld mitbekommen hätte. Gegen Ende des Buches wurde mir dieser Wunsch erfüllt und es ging um Alles oder nichts.
Insgesamt war ich zufrieden mit dem zweiten Teil. Die „Schwächen“ hielten sich in Grenzen. Lediglich das Tarot Thema, inklusive von den großen Arkana und ein paar Nebencharakteren, gingen etwas unter.
Ein schöner Liebesroman mit Tiefgang
Hart erkämpfte Sehnsucht von Celeste Ealain
Es ist immer wieder schön zu sehen, dass es Autoren gibt, die in ihren Liebesromanen ernste Themen ansprechen.
Dieses Buch ist genauso ein Fall. Vom Klappentext solltet ihr euch nicht täuschen lassen. Was zunächst wirkt wie das x-te Liebesdrama, in dem die Protagonisten ein ach so schweres Leben haben und nur die eine Person ihr Leben retten kann, entpuppt sich als ein Roman, der sehr viel Schmerz und Emotionen beinhaltet.
Es ist der Ansatz da, dass die eine Person der Protagonistin die Sonnenseiten des Lebens zeigt, aber hier findet ihr nicht nur das.
Ja, es stimmt auch, als Alex in Deleilas Leben tritt, sich ihre Einstellung ändert und ihre Krankheit nicht mehr Mittelpunkt ihres Lebens steht.
Die letzten Monate vor seiner Reise liegen lange im Dunkeln, und selbst zum Zeitpunkt der Enthüllung kann man sich nur schwer vorstellen, wie sehr er seitdem leidet. Auch seine Freunde können sich nicht wirklich vorstellen, wie es in ihm aussieht.
Nur Deleila, welche selbst schon einiges erlebt hat, scheint ihn zu verstehen.
Deleila erkennt schon bald, dass nicht nur sie für ein besseres Leben kämpfen muss. Ihr Lebensretter braucht ebenfalls Hilfe.
Die Geschichte zweier Menschen, die sich zufällig, aber zum richtigen Zeitpunkt begegnen, wurde toll umgesetzt.
Als Leser:in weiß man zu jedem Zeitpunkt wie es Deleila und Alex geht. Welche Zweifel sie haben, welche Gedanken ihnen durch den Kopf gehen, wie sehr sich die von emotionalen und körperlich geplagten Menschen nach Hoffnung sehnen ist jederzeit spürbar. Was vor allem an dem angenehmen und gefühlvollen Schreibstil der Autorin liegt.
Um Zwischendurch etwas verschnaufen zu können, pendelt die Handlung immer wieder zwischen verschiedenen Perspektiven und Zeiten hin und her. Dadurch bekommen wir einen besseren Zugang zu den Gedanken/Handlungen der beiden Charaktere und können diese so besser verstehen.
Allerdings kann es passieren, dass man zwischendurch den Faden verliert, weil man gerne mal von Erlebnissen und Informationen erschlagen wird. Der Anfang ist etwas zäh, daher brauchte ich etwas, um vollends in die emotionale Geschichte eintauchen zu können.
Diese Kritik soll euch jedoch nicht davon abhalten, euch das Buch bei Interesse näher anzuschauen. Das ist wie immer meine persönliche Meinung.
Zum Schluss noch etwas Positives. Denn trotz der emotionsgeladenen Handlung musste ich immer wieder grinsen. Sei es aufgrund Alex besonderen Trainingsmethoden und Deleila zu helfen oder die Streitereien der beiden. Diese Szenen lockerten die Handlung etwas auf.
Gelungener zweiter Teil
Die Drachenhexe - Krone und Ehre von J. K. Bloom
Eines kann ich euch vorwegsagen. Teil 2 hat mich nicht enttäuscht. Wie schon Anfang erwähnt konnte mir dieses Buch viele Fragen beantworten. Damit nicht genug. Es zeigte auch in welche Richtung sich die Handlung schlussendlich bewegen wird, und dass es nicht immer ein glückliches Ende geben kann.
Während Freyjas helle Seite wieder an Kraft gewinnt, und sie neue Fähigkeiten erlernt, tritt bei ihrem einstigen Retter genau das Gegenteil auf.
Das wurde sehr spannend und interessant beschrieben. Seine inneren Kämpfe, Zwiespälte und sein schlechtes Gewissen lieferten sehr viel Stoff zum Nachdenken.
Auch der neu eingeführte Charakter Zero, ist eine spannende Person. Er wirkt zunächst wie ein relativ gewöhnlicher Mensch, wenn man seine dunkle Aura ausblendet, versteht sich. Er scheint ein dunkles Geheimnis mit sich herumzutragen, genauso wie ein immenses Wissen im Hinblick auf Magie.
Der Fokus der Handlung wechselt immer wieder zwischen Freyja und Lucien hin und her. So wird der Leser regelmäßig kurz im Dunkeln gelassen, wenn ein Kapitel im Nichts endet, und dessen Geheimnis erst später gelüftet wird. Abseits davon bietet das Buch noch viele andere spannende Passagen, Orte, Geheimnisse und vieles mehr.
Auch werden wir Zeuge davon, dass die Dunkelheit noch lange nicht geschlagen ist.
Ihr seht schon, auch dieses Buch konnte mich in seinen Bann ziehen und dementsprechend überzeugen. J. K. Bloom schreibt einfach tolle Fantasy Romane. Selbst wenn ich wieder meine imaginäre Lupe auspacke und nach Makeln suche. Ich werde nichts finden. Was definitiv für die Reihe und natürlich für die Autorin spricht.
Zehn Jahre du und ich
Zehn Jahre du und ich von Pernille Hughes
Mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch beendet habe war: Meine Güte, war das eine schwere Geburt. Was sich auf die Beziehung von Charlie und Becca bezogen hat und nicht auf Werk selbst. Denn dieses war unglaublich gut.
Vielleicht kommt man vor dem Lesen auf den Gedanken, dass wir die bereits bestehende Beziehung der beiden zehn Jahre mitverfolgen, jedoch ist das nicht der Fall.
Denn das Cover und der Klappentext deuten nur an, um was es gehen könnte, was auch in Ordnung ist. So sind die folgenden Kapitel und Abschnitte umso spannender.
Wir begleiten die beiden Liebsten in diesen zehn Jahren durch ihr Leben. Erleben ihre Pannen, Zusammenbrüche, dumme Entscheidungen, Gewissensbisse, Freuden, schöne Erlebnisse und vieles mehr. Glücklicherweise wurden diese Dinge nicht einfach stumpf aneinander gereiht, sondern in Episoden bzw. in Jahresabschnitte eingeteilt. Gleiches gilt für die Aufgaben. Jedes Jahr kommt eine an die Reihe. So müssen sich die beiden nicht zu lange gegenseitig ertragen.
Dabei steigt der Spannungsbogen, ähnlich wie bei einer Serie, immer weiter an, bis es schlussendlich zu einem Finale kommt. Dazu kommt, dass es Charlie und Becca es sich alles andere als einfach machen.
Selbst wenn das Leben ihnen in die Hände spielt, sind die beiden so unglaublich stur und hängen dabei immer wieder der Vergangenheit hinterher, sodass sie ihr Ziel immer wieder aus den Augen verlieren.
Wisst ihr was? Ich mochte das gerne. Denn wie es im richtigen Leben so ist. Es läuft nicht immer alles glatt, manchmal bekommt einfach etwas vor den Latz geknallt und man muss entweder damit zurechtkommen oder nach einer anderen Möglichkeit suchen. Genauso ist es hier. Dieses Buch spiegelt die Realität in vielen Punkten hervorragend wider.
Selbstverständlich habe ich meine Augen mehrmals verdreht, als ein Charakter wieder irgendeine Entscheidung getroffen hat, die komplett bekloppt war. Jedoch kann man diese jederzeit nachvollziehen und das wichtigste, der Charakter lernt daraus.
Frei nach dem Motto: Danach ist man immer klüger.
Die beiden Hauptcharaktere haben mir ausgezeichnet gefallen. Sie zeigten im Laufe des Buches so viele Facetten und wurden fantastisch in Szene gesetzt. Die Nebencharaktere, sprich Freunde, Familienmitglieder, Bekannte, Passanten u. v. m. wurden auch schön in die Handlung eingegliedert. Niemand wirkte fehl am Platz und war genau da, wo er oder sie hingehört.
Die rührenden Szenen, die immer häufiger wurden, je näher sich Charlie und Becca gekommen sind, fand ich unglaublich schön. Das ist eine Sache, die ich bei vergangenen Liebesromanen immer wieder vermisst habe. In diesem Buch findet ihr eine große Auswahl an Gefühlen in allen möglichen Intensitäten. Da sollte für jeden Leser/jede Leserin etwas dabei sein.
Ihr wisst, was jetzt kommt. Ich liebe das Buch. Genau danach suche ich, genau danach habe ich gesucht.
Starker erster Teil der Reihe
Das Lied der Nacht von C. E. Bernard
Es kommt wirklich selten vor, dass ich einen Fantasy Roman an zwei Abenden zu Ende lese.
Aber dieser hier hat mich in seinen Bann gezogen und nicht mehr los gelassen. Woran lag das?
Beginnen wir mit der grundsätzlichen Situation, also mit dem Grundgerüst. Die Charaktere verbringen einen Großteil der Handlung damit, durch ein von Schatten heimgesuchtes Tal zu wandern, um eine Lösung für die tödliche Finsternis zu finden.
Schnell wird klar, eine Waffe aus Stahl, ist nicht das, wonach sie suchen.
Eine hohe Intelligenz, oder ein großes Lagerfeuer, um die Dunkelheit zu besiegen, ist auch nicht das Wahre.
Die Kraft der Musik, genauer gesagt ein bestimmter Text, der von einem Barden gesungen werden soll, scheint die endgültige Lösung zu sein. Im Gegensatz zu materiellen Problemlösern ist ein mächtiger Text schwierig bis kaum auffindbar. Dennoch macht sich eine kleine Truppe auf, um genau danach zu suchen.
Diese Idee wurde unfassbar gut umgesetzt und durchdacht. Ich weiß nicht, wann mir ein Buch zuletzt eine Gänsehaut beschert oder mir bei bestimmten Szenen einen Schauer über den Rücken gejagt hat. Die Atmosphäre ist der Wahnsinn. Faszinierend und tödlich zugleich.
Wenn die Sonne untergeht, und du noch nicht in deinem Dorf bist, heißt es für dich: Lauf, oder stirb einen qualvollen Tod.
Was bringt eine gute Handlung, wenn die Charaktere so gar nicht hineinpassen? Richtig. Nichts.
Zum Glück wurden diese hervorragend in die Handlung integriert und sehr detailliert und glaubhaft geschrieben. Die Interaktion untereinander findet ohne Unterbrechung (Neues Kapitel) oder großartigen Perspektivenwechsel statt. Als ob man selbst daneben steht und ihnen zuhört. Auch deren Geschichten (Vergangenheit, Waffen und Kampfstil, Grund für die Reise etc.) sind spannend zu lesen.
Wer separate Kapitel, wo ein Charakter quasi die Hauptrolle spielt, gewohnt ist, ist zu Beginn etwas verwirrt, weil die Autorin teilweise ohne Vorwarnung mitten in einem Absatz zum Gesprächspartner wechselt, aber man gewöhnt sich schnell daran.
Wo wir schon beim Schreibstil wären.
Dieser ist, wie schon angedeutet, sehr umfangreich und detailliert. Bei anderen Büchern habe ich automatisch langsamer gelesen, um keine Details zu verpassen, aber hier konnte ich in der Geschwindigkeit des Geschehens lesen.
Schnelles Lesen bei Kämpfen, langsames Lesen bei Fußmärschen oder Gesprächen. Ihr versteht, was ich meine. Sonst beobachtet euch doch mal selber beim Lesen. Fiel mir auch erst nach und nach auf.
Fazit: ein unfassbar gelungener High Fantasy Roman mit einer spannenden, eher gewalttätigen und allem voran sehr düsteren Handlung. Spannende Charaktere und eine hervorragend umgesetzte Idee.
Ein besonderes Lied, welches die Finsternis vertreiben soll, hatte ich bisher wirklich noch nie.
Wenn euch der Klappentext auch nur ansatzweise anspricht, holt euch das Buch.
Ich werde mich Teil zwei auf jeden Fall holen und euch dann wieder berichten, ob mich dieser überzeugen konnte.
Cards of Love: Die Magie des Todes
Cards of Love 1. Die Magie des Todes von Nena Tramountani
Giulietta liebt es, Tarotkarten mit ihren Freunden zu legen. Erstere sind für sie ein mächtiges Werkzeug, um in die Seele eines Menschen blicken zu können, und Dinge zu erfahren, die keiner einfach so ausplaudern würde. Eines Abends, als ihr die Karten gelegt werden, glaubt sie zunächst an einen Scherz, oder ein Missverständnis.
Wenig später eignet sich ein Todesfall eines Menschen, der Giulietta sehr nahestand. Damit nicht genug. Das Begräbnis soll in Venedig, einem Ort, von dem sie gewarnt wurde, stattfinden.
So beginnt eine Reise ins Ungewisse. Mindestens genauso unbekannt wie die Stadt ist der bisher kaum erwähnte Onkel, der plötzlich in ihr Leben tritt, und unsere Kartenlegerin bis zu jenem Tag in einem noblen Hotel wohnen lässt, in dessen ersten Stockwerkes sich seltsame Gestalten rumtreiben. Die Gerüchte, die düstere Stimmung und der geheimnisvolle Malvolio können sie nicht davon abhalten, nach Antworten zu suchen. Auch nicht die Tatsache, dass die Macht der Tarotkarten nicht nur ein „Hirngespinst“ ist, sondern durchaus bedrohliche Ausmaße annehmen könnte.
Als ich das Buch auf der Instagram Seite der Autorin entdeckt habe, war es um mich geschehen. Ein Fantasy Roman, in dem es um eines meiner neuen Hobbys geht, klingt nach einem Volltreffer. Oder? Kurze Antwort. Ja. Für Fans der mystischen Karten kann ich auf jeden Fall eine Empfehlung aussprechen.
Vom Anfang bis Ende werden wir von der Autorin durch eine spannende Handlung begleitet. Immer wieder wechselt die Perspektive zwischen Giulietta und Malvolio hin und her, was der Spannung auf jeden Fall guttut.
Die Geschichte selbst baut sich gemütlich auf, hat ein paar Twists, interessante Erklärungen zu den großen Arkanas (also den Trumpfkarten) und allgemein ein sehr angenehmes Tempo. Der Schreibstil passt perfekt zur Thematik. Alles wirkt immer greifbar und (einigermaßen) logisch erklärt. So verlieren auch nicht Fans des Themas nie den Faden. Da es sich hierbei um einen Zweiteiler handelt, ist das Ende noch einmal besonders spannend gestaltet worden. Natürlich ist dieser schon in meinen Einkaufswagen gewandert. Was glaubt ihr denn?^^
Cards of Love ist eine Reihe, die für Tarot Fans, oder die Italien lieben eine Empfehlung wert.
Mehr Krimi als Thriller
Lautlose Schreie von Leo Born
Toller Einstieg in die Geschichte, interessante Charaktere, spannende Handlung, verpackt in ein schönes Gesamtpaket.
Bei Lautlose Schreie schienen zunächst die Punkte die mir am ersten Teil so gut gefielen ebenfalls zuzutreffen.
Doch leider wurden mir auf den ersten 100 Seiten die ersten Hinweise auf dem Präsentierteller serviert wie die Handlung ausgehen wird.
Daher verlor diese sehr schnell an Spannung bis sie am Ende noch kurz zurückkehrte und dann das Ende einläutete.
Die Story relevanten Charaktere erweckten entweder einen eindeutigen verdächtigen oder unschuldigen Eindruck, so wusste ich immer ungefähr was dieser für eine Rolle im weiteren Verlauf spielte.
Alles in allem sehr vorhersehbar und ohne Überraschungen oder Wendungen.
Einzig der Schreibstil, die Geschichten der Charaktere, ob alt oder neu, konnten mich bis zum Ende hin fesseln.
Am Ende war es für mich ein äußerst ruhiger, vorhersehbarer aber gut geschriebener Thriller. Leider kein Vergleich zum ersten Teil.
Den Nachfolger von diesem Teil werde ich trotzdem lesen. Ich mag die vom Autor geschaffene Umgebung.
Guter erster Teil
Blinde Rache von Leo Born
Hallöchen liebe Bücherfreunde. Hoffe, es geht euch gut, und eure Woche war den Umständen entsprechend angenehm.
Das schöne Werk geisterte schon seit einiger Zeit durch die Weiten von Instagram. Schon bald fand sich das Buch auch in meiner Sammlung wieder.
Was mir direkt auffiel, ist die Tatsache, dass wir keinen jungen bis älteren Herrn Kommissar in der Hauptrolle haben.
Sondern eine bissige, eigensinnige, nicht unbedingt anständige junge Frau namens Mara Billinsky.
Wie ihr dem Klappentext entnehmen könnt, schenkt man ihr auf der Dienststelle nicht viel Beachtung, ihr Vorgesetzter scheint sie regelrecht zu verabscheuen.
Daher ist es kein Wunder, dass sie zunächst nur harmlose Fälle bearbeiten darf, da ist sie niemanden im Weg und richtet keinen Schaden an. Die Geschichte wäre an der Stelle schnell zu Ende, wenn die liebe Mara nicht doch in einen Fall verwickelt wird, der größer ist, als es zunächst scheint.
Nacheinander werden Männer brutal gefoltert und dann getötet.
Wer steckt dahinter? Was ist das Motiv?
Dies versucht Mara auf eigene Faust herauszufinden…
Ich fand diesen Thriller erfrischend anders. Nicht selten gesellte sich ein kleiner Anteil an Krimi hinzu. Eine hervorragende und vor allem harmonische Mischung. Die Spannung blieb immer konstant und nach und nach lernte man auch Mara besser kennen. Auch Nebencharaktere wurden gut ausgearbeitet.
Das Ende konnte ich nicht vorhersehen, es kam gerade zu überraschend.
Gute Arbeit. Ich werde mir definitiv die anderen Bücher zulegen.











