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Rezensionen von yellowdog:

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13 Texte über Schriftsteller

»Ach, eine Fanfare!« von Elke Heidenreich

Ach, eine Fanfare versammelt Buchbesprechungen, Reden und Vorträge von Elke Heidenreich über Schriftsteller und Dichter.
Auch Vor und Nachwörter zu Büchern sind enthalten.

Für Langeweile ist bei ihr kein Platz und sie schafft es eigentlich immer, uns die Schriftsteller nahezubringen. Man bekommt oft Lust, von den porträtierten wenigsten einige Passagen zu lesen, z.

B. Dylan Thomas, Hesse, Ruth Klüger.
Heidenreich zitiert auch viel und treffend.
Es lohnt, sich in dieses Buch zu vertiefen.

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13 Texte über Schriftsteller
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Free Olympia

Orca von Franziska Gänsler


Orca ist ein Roman, der von jungen Frauen erzählt, die Aktivistinnen sind.
Ein Thema dabei ist die Gefahr der Radikalisierung und den Folgen.

Hauptfigur ist die stille Cora, die Olympia und deren Freunde kennen lernt, die sich für die Umwelt einsetzen und sogar auf der Straße festkleben.
Cora entwickelt schnell ein Zusammengehörigkeitsgefühl.

Doch es gibt auch eine gewissen Gewaltpotential, das zur Eskalation führen wird. Auch Cora verstrickt sich darin.

Franziska Gänsler schreibt sensibel und verschafft dem Leser Zugang zu ihren Figuren.

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Free Olympia
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Niecy und Annie

Goodbye, Honeysuckle von Tayari Jones

Vom ersten Satz an ist diese Buch intensiv. Im Original heißt es Kin. Das es auf der Obamas Summer Reading list 2026 steht, liegt aber wohl vor allen an den Themen und das Porträt einer Zeit der fünfziger und sechziger im Süden der USA.

Erzählerin ist Vernice, die schon als Baby ihre Mutter verliert.

Sie wurde von ihrem eigenen Mann erschossen.
Zweite Erzählerin ist Annie, die mit Vernice seit der Kindheit befreundet ist. Auch sie wächst ohne Mutter auf.
Die Lücken der Vergangenheit prägen sie.
Die Perspektiven wechseln sich mit den Kapiteln ab. Man folgt den beiden auf ihren Weg über einen längeren Zeitraum von ca.20 jahren.
Der Erzählton wird vor allen durch Dialoge erzeugt und diese sind wirklich brillant. Tiefe erhält das Buch dadurch, wie die Figuren angelegt sind. Das betrifft nicht nur die beiden Protagonistinnen sondern auch die Menschen in ihrem Umfeld.

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Titus Crown

Der letzte Wolf von S. A. Cosby

S.A.Cosby hat in seinen Romane oft Außenseiter als Protagonisten, aber in diesem Krimi ist der schwarze Titus Crown Sheriff in Charon County in Virginia.
Es gibt einen Amoklauf an der Schule, wobei ein Lehrer erschossen wird.
Ein junger schwarzer Mann wird als mutmaßlicher Täter erschossen, aber was steckt dahinter.

Die Stimmung in der Bevölkerung ist aufgewühlt. Die Ermittlungen stehen im Mittelpunkt, aber auch Titus als Mensch. Er ist eine starke Figur, die das Buch trägt.
S.A. Cosby schafft auch in seinem vierten Kriminalroman wieder viel Atmosphäre.

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Hallo Haus

Alleinruhelage von Eva Menasse

Alleinruhelage ist der ungewöhnliche Titel des neuen Romans der österreichischen Schriftstellerin Eva Menasse.
Eine Frau kehrt zu ihrem Wochenendhaus zurück. Es stellt sich die Frage: renovieren oder verkaufen. Die Erzählerin steht an einem Wendepunkt in ihrem Leben. Eine Trennung beschäftigt sie sehr.

Es sind Entscheidungen für einen Neuanfang zu treffen.
Sie erinnert sich an die alten Zeiten, z.B. an die Zeit mit ihren Kindern und Freunden, dann auch an ihre eigene Kindheit.

Es dauert nicht lange, bis man in den Sog des Erzählflusses hinein gesogen wird. Das Ganze ist sehr intensiv!
Es wird ein Buch der Erinnerungen und des Bilanz-ziehens.

Eva Menasse verfügt über eine Sprache, die es ihr ermöglicht, den Text so klar und dicht zu gestalten.

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Der verschwundene Onyx

Die Tote von Lichtenberg von Armin Öhri

Die Tote von Lichtenberg ist zugleich historischer Roman wie auch Krimi. Das ist eine Spezialität des Gmeiner-Verlags.
Der Roman führt uns ins Jahr 1860 zurück und hat originellerweise einen Tatortzeichner als Hauptfigur. Das ergibt eine andere Vorgehensweise als bei dem üblichen Ermittler.

Der Liechtensteinische Autor Armin Öhri gibt seinen Figuren nicht so viel Tiefe oder Profil, aber Julius Bentheim als Tatortzeichner funktioniert auch so.

Es ist ein routinierter Roman, bei dem man als Leser nicht viel falsch macht, wenn man ihn sich zulegt.

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Such Dir eine Farbe aus

Frag nach Susan von Souvankham Thammavongsa

Souvankham Thammavongsa ist eine kanadische Autorin, geboren in Thailand.
Das Buch wirkt wie eine Bestandsaufnahme. Es zeigt einen Tag in einem Schönheitssalon.
Es sind die Gedanken von der 42jährigen Besitzerin Ning, die das Buch durchziehen.
Sie war früher Boxerin und ist ziemlich tough. Ihre Mitarbeiterinnen müssen alle ungefähr gleich aussehen und tragen alle das Namensschild Susan.

So gibt Ning dem Laden ihren Ausdruck.

Obwohl eigentlich fast nichts passiert, bekommt man als Leser einen Eindruck vom Leben der Frauen in diesem Salon. Mögen sie sich auch alle ähnlich sehen, sind sie doch unterschiedlich. Eine ganze Reihe von Emotionen verbergen sich im Text, der eigentlich zu kurz ist. Aber Souvankham Thammavongsa hat einen prägnanten Schreibstil

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Von Haltestelle zu Haltestelle

Öffentlicher Nahverkehr von Thea Mengeler

Thea Mengeler hatte viel Aufmerksamkeit für ihren ungewöhnlichen Roman Nach den Fähren bekommen und auch ihr neuer Roman hat eine besondere Energie.
Man begleitet die Protagonistin auf ihren zahlreichen Busfahrten und ihren Gedanken über andere Passagiere. Da sie oft die selben Leute sieht, bekommen diese auch eine Identität.

Sie ist offensichtlich in einer seelischen Krisensituation, da sie als ehemals erfolgreiche Influencerin sich jetzt nicht mehr in der Welt der Social Media befindet. Ein Vorfall mit ihrem Ex-Partner, der ein Video von ihr verbreitete, schickte sie in soziale Abseits. Erschreckend, wie alleine sie ist. Sie hat ihre Beziehung verloren und außer ein paar Anrufe bei ihrer Mutter anscheinend keine Kontakte mehr. Das ändert sich erst durch die Begegnung mit der älteren Rosa im Bus.

Thea Mengeler schafft es, mit den intensiven Innensichten ihrer Protagonistin deren Situation zu vermitteln. Keine kleine Leistung! Applaus für diesen Roman!

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Südstaaten-Noir

My Darkest Prayer von S. A. Cosby

My Darkest Prayer ist der Debütroman von S.A.Cosby und schon sehr gut, auch wenn der Autor später noch komplexere Texte schrieb.
Das Buch hat einen toughen Protagonisten: Nathan Waymaker, aus denen Blickwinkel erzählt wird. Es wirkt wie bei klassischen Kriminalromanen.
Schauplatz ist eine Kleinstadt in Winchester.

Ein Reverend ist verstorben, manche denken, es könnte Mord gewesen sein, doch ermittelt wird nicht.
Das macht dann Nathan auf Wunsch einiger Kirchenmitglieder. Dabei geht er als großer und kräftiger Mann kompromisslos vor und seine Entschlossenheit und Körpermasse machen ihn wirkungsvoll.

Das Buch hat ein Vorwort des Autors von 2022. Er hat den Roman 2019 geschrieben. Er steht immer noch zu seinem Buch.
Zu Recht, denn der Roman ist geradlinig und ausgewogen zwischen Dialogen und Action.

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Roman nach Motiven aus dem Leben der Štefka Cobelj

Feuer von Ales Steger

Der bedeutende slowenische Autor Aleš Šteger schreibt in seinem Roman Feuer über das Leben einer Frau.
Die Kindheit mit einem tyrannischen Vater und einer schwachen Mutter zwingt sie dazu, innere Stärke zu entwickeln. Mit 17 wird sie von Partisanen aufgenommen, Zora genannt und sie übernimmt 1942 die Versorgung des organisierten Widerstands gegen die Besatzer.

Nach dem Krieg wird sie Mitglied der kommunistischen Partei, geht schließlich nach Belgrad. Der Autor folgt ihrem Lebensweg.

Aleš Štegers Stil ist konzentriert und intensiv. Unbedingt lesenswert!

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Roman nach Motiven aus dem Leben der Štefka Cobelj