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Rezensionen von yellowdog:

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Die Scharfschützen

Der grillende Killer von Chang Kuo-Li

Asiatische Literatur interessiert mich sehr. Der grillende Killer (leicht missratender Titel) ist aber in erster Linie ein Kriminalroman mit Thrillermotiven. Über Taiwan erfährt man nicht so viel.
An mir ist das Buch weitgehend vorbeigegangen, aber ein paar Dinge sind mir doch aufgefallen, z.B. eine gewisse Rasanz, die dennoch auch ruhige Passagen zulässt, schnelle Ortswechsel zwischen Taiwan, Italien und Ungarn sowie einem Kommissar, der kurz vor dem Ruhestand steht.

Für Krmifans könnte das Buch daher ein Highlight sein.

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Die Scharfschützen
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mysteriöses Verschwinden

Mrs Agatha Christie von Marie Benedict

Marie Benedikt zeigt den Menschen und das Privatleben der berühmtesten Kriminalroman-Autorin. Man begegnet ihr als junge Frau und wie sie ihren Ehemann kennenlernt sowie erste Schreibversuche.
Dann gibt es den Handlungsstrang 1926, als Agatha Christi rätselhafterweise für mehrere Tage verschwunden war.

Die Polizei suchte die Vermisste vergebens.
Dies ist kein Kriminalroman, aber dieses Ereignis gibt immerhin ein paar mysteriöse Momente.

Die Erzählperspektiven wechseln zwischen Agatha und ihren Mann Archie. Das funktioniert sehr gut und hält die Spannung hoch.

Da es sich bei Marie Benedikt um eine Autorin aus den USA handelt, fehlt dem Text das typisch britische, was man sonst mit Agatha Christie verbindet.
Meinem Lesegeschmack kommt das aber entgegen.
Auch glaube ich nicht, dass diese Romanfigur wirklich der echten Agatha Christies Charakter entspricht, aber das sollte man bei einem Unterhaltungsroman dieser Art auch nicht unbedingt erwarten.

Marie Benedikt hatte mich schon mit Frau Einstein beeindruckt. Auch diesmal wählt sie als Schwerpunkt eine schwierige Beziehung. Dieser Roman ist ebenfalls stilistisch geschmeidig und sehr zugänglich.

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Meditation mit Federvieh

Brüten von Jackie Polzin

Die amerikanische Schriftstellerin Jackie Polzin hat mit Brüten einen Debütroman mit unerwarteten Thema vorgelegt.
Die Gedanken der Erzählerin drehen sich die ganze Zeit um ihre Hühner.
Eigentlich interessieren mit Hühner nicht. Aber was an dem Roman dran ist, ist der einnehmende, warmherzige Erzählton.

Die Geschichte des Hühnerhofs ist aber auch eine des Niedergangs.
Ein Hauch von Nature writing und es ist auch ein wenig eine Meditation.

Ich habe das originelle Buch gerne gelesen und würde gerne wieder etwas von Jackie Polzin lesen.

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Meditation mit Federvieh
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bewegend

Was es braucht in der Nacht von Laurent Petitmangin

Was es braucht in der Nacht ist ein Roman, der durch seine Erzählart besticht. Es ist fast eine Art Bericht, den der Icherzähler von seinem Leben mit seinen 2 Söhnen schildert. Diee Erzählperspektive wird aufrechterhalten.
Es wirkt sehr persönlich und lässt mich als Leser nicht kalt.

Nachdem die Mutter 3 Jahre krank war, erlag sie ihrem Krebsleiden.

Für die beiden Söhne Fus und Gillou war und ist es eine schwere Zeit.
Gleichzeitig ist es auch eine wirtschaftlich schwierige Zeit für ganz Frankreich und die politische Stimmung im Land angespannt.
Das trägt dazu bei, dass der ältere Sohn Fus in eine radikale Szene gerät.
Das zieht auch Gefahren mit sich und eine Spirale der Gewalt.

Die Sorgen und Hilflosigkeit des Vaters macht der Schriftsteller Laurent Petitmangin deutlich. Als Leser kann man die Situation nachvollziehen und daher wirkt der Roman so intensiv.

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bewegend
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Das Pulsieren der Emotionen

Atemhaut von Iris Blauensteiner

Der eigenwillig gemachte Roman besteht aus 3 Teilen dazu gehörigen Tracks voller Klangeffekte, die man über Link hören kann. Das passt, denn auch die Sprache hat eine Musikalität. Und es geht viel um Wahrnehmung.

Die Österreichische Autorin Iris Blauensteiner ist auch Filmregisseurin. Ich empfehle ihren Kurzfilm Schwitzen.

Ich denke, ihre Erfahrung als Filmemacherin wirken auch auf den Text ein.

Der Protagonist Edin arbeitet in der gleichen Firma wie seine Freundin Vanessa, als er unerwartet entlassen wird. Das bringt ihn in eine Krise.
Es gibt wenig Dialog, dafür erfährt man kontinuierlich Edins Gedanken.
Dadurch gerät man als Leser nahe an die Figur und seine Emotionen werden erfahrbar.

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Die Rufe der Seeadler

Der Fluss ist eine Wunde voller Fische von Lorena Salazar

der fluss ist eine wunde voller fische ist ein poetischer Titel.
Der Roman wurde aus dem Spanischen von Grit Weirauch übersetzt und ist bei Blumenbar erschienen.

Eine weiße Frau ist mit ihrem schwarzen Sohn auf einer Reise, um das Kind wieder mit der leiblichen Mutter zusammenzuführen.
Diese hat den Jungen geboren, ihm aber nicht gegeben und die weiße Mutter hat ihn nicht geboren, ihm aber alles gegeben.

Als sie schließlich zusammentreffen merkt man, es geht auch viel um Lebensbedingungen. Es folgt ein dramatisches Finale.

Die Handlung des Romans ist in Kolumbien in der Region Chocó mit seiner üppigen Natur und vielen Flüssen und der Hauptstadt Quibdo angesiedelt.
Dort ist die Autorin Lorena Salazar aufgewachsen und es geht ihr viel um Zugehörigkeit.
Die Umgebung prägt auch die Sprache, die dieses Buch zuallererst ausmacht.
Es ist Lorena Salazars erster Roman und bietet dem deutschen Leser Exotik ohne Klischees.

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Deutsch-dänische Zusammenarbeit

Gezeitenmord von Dennis Jürgensen

Gezeitenmord ist ein leicht zugänglicher Thriller, der routiniert geschrieben ist. Der dänische Autor Dennis Jürgensen ist offensichtlich ein erfahrener Schriftsteller.
Es ist der erste Fall für Lykke Teit und Rudi Lehmann und damit ein vermutlich Serienbeginn.
Mich interessierte, dass der Fall im Watt an der Grenze zwischen Deutschland und Dänemark erfolgt und daher die Ermittler dieser Länder zusammenarbeiten.

Lykke Telt ist eine spannende Figur. Sie ist noch jung und als Kriminal-Assistentin noch nicht so erfahren.
Eine originelle Figur ist Hand Odin, ihr Chef.
Der deutsche Kommissar Rudolf Lehmann ist aber auch nicht schlecht. Locker, offen und humorvoll.
Der Roman lebt von seinen Figuren!
Sprachlich ist der Roman nicht herausfordernd, fast schon ein wenig flach.

Der Mordfall hat mich dann auch nicht unbedingt besonders gefesselt. Da ich kein richtiger Krimifan bin, ist das nicht maßgebend. Mich hat mehr das drumherum interessiert.

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eigenwilliger bayrischer Krimi

Gezeitenmord von Dennis Jürgensen

Gloria Gray hat diesen Roman mit Hilfe des Co-Autors Roben Felder geschrieben.
Zurück nach Übertreibling ist ein etwas anderer Krimi aus Bayern mit eigenwilligen Figuren. Das gilt insbesondere für die Hauptfigur Vikki, aber auch für Toni und Wolf.
Der Roman wird deutlich von der Icherzählerin Vikki und ihren Gedankengängen geprägt.

Sie spricht den Leser praktisch permanent an und erzählt so die Geschichte.

Zum Plot: Toni ist aus dem Gefängnis ausgebrochen. Wolf glaubt, dass Vikki daher in Gefahr ist. Eine spannende Ausgangssituation. Gemeinsam flüchten sie in Vikkis Heimatort Übertreibling.

Dieser Name ist Programm, denn der Roman ist schon sehr überdreht.
Manchmal ist es wirklich witzig, dann gibt es Passagen, in denen der Humor eher gequält ist. Das lässt mich zwiegespalten zurück.
Der Untertitel Vikki Victorias erster Zwischenfall deutet an, das es ein Wiedersehen geben wird.

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Tessiner Familiengeschichte

Casa Conti von Aline Valangin

Alina Valangins Roman Casa Conti ist zwar überwiegend verhalten geschrieben, aber es gibt durchaus eine Dramatik, die sich zwischen den Figuren entfaltet.Streckenweise ging die Handlung an mir vorbei, aber es gab auch wirklich zwingende Passagen.

Casa Conti stammt schon aus dem Jahr 1944, aber altmodisch wirkt der Roman eigentlich nicht.

Das ergibt sich aus der Lebendigkeit der Figuren.
Gut, dass der Züricher Verlag Limmat dieses Stück Schweizer Literatur herausgegeben hat.

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Debütroman

Wir wissen, wir könnten, und fallen synchron von Yade Yasemin Önder

Wir wissen, wir könnten, und fallen synchron. Was für ein geheimnisvoller Titel, vielleicht aber auch etwas übertrieben.

Der Text ist dann durch die Wahrnehmung der Hauptfigur geprägt. Es wird auf überaus sensible Art erzählt, was ich sehr schätze.

Der Tod des türkischstämmingen Vaters lässt die deutsche Mutter und Tochter verloren zurück.

Dass der Vater stark übergewichtig war, ist auch für die Tochter ein Problem, das offenbar in Essstörungen mündet. Das Thema Essen durchzieht den Roman.

Yade Yasemin Önder geht in ihrem Debütroman sprachlich in die vollen und wagt etwas. Auch wenn mich nicht jede Formulierung wirklich erreicht, bleiben Momente. Die Autorin ist schon eine Entdeckung.

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Debütroman