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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Harakiri:

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gelungener Serienstart

Tatort Trelleborg - Gunni Hilding ermittelt von Mattias Edvardsson

Ein neuer Serienstart des Autors der Erfolgsbücher „Die Wahrheit“ und „Die Lüge“
Gunni ist Streifenpolizistin, wird aber zu einem Mordfall hinzugezogen und darf sich beweisen. Ihre Vorgesetzten halten große Stücke auf sie und sie will unbedingt den Mörder des kleinen Robin finden. Verdächtige gibt es viele in dem kleinen Ort in Schonen, doch bald erhärtet sich ein böser Verdacht.

5 Jahre später passiert ein ähnlicher Mord – und Gunni ist nicht sicher, ob sie damals den richtigen Täter erwischt hat.
Die neue Serie startet verheißungsvoll. Ein wenig verliert sich die Handlung aber in Gunnis Privatleben. Das ja per se nicht uninteressant ist, aber der Ermittlung ein wenig den Wind aus den Segeln nimmt. Die Kapitel sind recht kurz gehalten und wechseln zwischen den Charakteren ab, was dazu verleitet, immer noch ein Kapitel mehr lesen zu wollen.
Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt: 1989 und 1994 – hier hat sich mir die Frage aufgedrängt, ob das Buch nicht vielleicht schon ein älteres Buch des Autors ist, das jetzt auf die Erfolge der anderen Bücher aufsetzt. Es ist nicht ganz so spannend wie die Vorgängerbände, aber dennoch rasant zu lesen. Und irgendwie auch witzig, mit welchen Mitteln man damals hat ermitteln müssen. Computer waren gerade erst so auf dem Markt und Handys noch weit und breit nicht in Sicht.
Edvardsson bleibt seinem Stil treu: ruhig, präzise und psychologisch dicht, mit Fokus auf den Protagonisten und Nebendarstellern. Statt auf schnelle Action setzt der Autor auf Spannung durch Atmosphäre und Charakterentwicklung. Die schwedische Provinz wird dabei nicht nur Kulisse, sondern ein zentraler Bestandteil der Geschichte – düster, eng und von Geheimnissen durchzogen, was sehr gut zur Handlung passt und die Vorstellungskraft des Lesers anspricht.
Besonders gelungen ist die Darstellung der Ermittlungsarbeit: realistisch, oft zäh und sich wiederholend, aber genau dadurch authentisch. Der Fall entfaltet sich nur langsam und fordert Geduld – belohnt diese jedoch mit einer stetig wachsenden Spannung, die das Ende aber etwas überhastet erscheinen lässt.
Fazit: Ein vielversprechender Start, der neugierig auf die weiteren Fälle von Gunni Hilding macht, vor allem wegen des Cliffhangers am Ende.

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gelungener Serienstart

Rezensionen von liesmal:

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Mitreißend wie der Fluss

Der Fährmann von Regina Denk

Schon nach wenigen Seiten spüre ich die Verbundenheit und die Liebe der Autorin zu ihrer Heimat. Dabei ist die Geschichte kein Heimatroman im üblichen Sinn, in denen man von Intrigen und Lügen, aber auch von viel Liebe lesen kann.

Der Roman von Regina Denk geht zurück in den Anfang des 20. Jahrhunderts, dorthin, wo der Salzach die Grenze bildet zwischen Österreich und Deutschland, mit den Ortschaften Hohenwart und Siegering.

„Vier junge Menschen… Ihre Schicksale sind fest miteinander verwoben: durch Freundschaft und Liebe, durch Traditionen und Verpflichtungen.“ So steht es in der Buchbeschreibung. Einer der vier Menschen ist Hannes, Titelfigur und Hauptprotagonist. Alles, was die vier Menschen aus den beiden Nachbarorten schon in Kindheit und Jugend über die Grenzen hinaus verbindet, beschreibt die Autorin in einem fesselnden, der Zeit entsprechenden großartigen Erzählstil.

Aufwühlend, mitreißend und spannend liest sich die Geschichte, die mich nicht loslässt. Bald schon habe ich das Gefühl, die Menschen, die zu der damaligen Zeit dort lebten, hatten kaum eine eigene Meinung. Sie leben nach einem vorgegebenen Plan, der von Generation zu Generation weitergegeben wird. Vor allem die Frauen kommen dabei nicht gut weg, müssen vieles ertragen. Worte wie Zufriedenheit und Glück scheinen nicht zu existieren. In meinem Kopfkino sehe ich keine Farben, alles ist düster und grau.

„Ihr Körper, ihre Seele, es kam ihr vor, als wäre alles zu einer einzigen Narbe verwachsen.“ Mit Sätzen dieser Art gelingt es der Autorin immer wieder, den Schmerz fast körperlich fühlbar werden zu lassen.

Nur sehr wenige Glücksmomente hellen die Geschichte auf, und wenn, dann ist der Fährmann Hannes daran beteiligt, dessen Aufgabe es ist, die Menschen gefahrlos von einem Ufer der Salzach an das andere zu bringen.

Selten erkenne ich in einem Cover die Geschichte. „Der Fährmann“, der groß und fest als Titel in dem reißenden Fluss und der düsteren Landschaft zu sehen ist, beschreibt die Geschichte für mich mit einem einzigen Bild.

„Der Fährmann“ beschreibt ein Stück Geschichte und ist ein großartiger Roman, der auf jeden Fall zu den Highlights des Jahres zählt.

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Mitreißend wie der Fluss

Rezensionen von Magdalena E.:

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Kraftvoll, berührend, wichtig

Das Tränenhaus. Roman von Gabriele Reuter

„Das Tränenhaus“ von Gabriele Reuter wurde bei seinem Erscheinen vor beinahe 120 Jahren zum Skandal. Seither hat sich vieles verändert, besonders auch die Situation von unverheirateten Müttern. Dennoch ist das Buch hochaktuell, denn es befasst sich nicht nur mit dem Schicksal ungewollt schwangerer Frauen zu Beginn des 20.

Jahrhunderts, sondern auch mit zeitlosen Fragen zu Mutterschaft und der Rolle von Vätern, mit Fragen nach Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Verantwortung und darüberhinaus mit dem literarisch-künstlerischen Schaffensprozess. Es ist ein modernes Werk, das zu Unrecht vergessen wurde.
Im Gegensatz zum Inhalt mag die sprachliche Gestaltung für den Geschmack vieler Lesender heute ungewohnt und herausfordernd sein, mich stört dies jedoch nicht. Ich finde vielmehr, dass sie die Atmosphäre des Buches unterstreicht - und den Kontrast verdeutlicht zwischen dem, was wir als Frauen und Gesellschaft nach Außen hin erreicht haben, und der noch immer unerfüllten Forderung der Autorin nach weiblicher Solidarität. Die berührenden Schilderungen der verschiedenen Frauenschicksale verleihen dieser Forderung deutlichen Nachdruck.
„Solche Macht und Gewalt könnten die Frauen bekommen, wenn sie sich nicht länger um eines Dogmas willen gegenseitig hassen, verachten und verfolgen würden.“

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Kraftvoll, berührend, wichtig

Rezensionen von Francesca :

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Gelungener Abschluss - 4,5 Sterne

Kiss of the Broken - Seine Liebe ist ihre Verdammnis von Julia Pauss

Der zweite Band, Kiss of the Broken von Julia Pauss, knüpft direkt an die Ereignisse des ersten Teils an und schafft es dadurch, einen sehr gelungenen Einstieg zu liefern.

Schreibstil & Lesefluss

Der Schreibstil bleibt angenehm flüssig, atmosphärisch dicht und sehr zugänglich. Man kommt schnell durch, ohne dass dabei die Intensität verloren geht.

Besonders die emotionalen Momente sind eindringlich und bildhaft beschrieben.

Worldbuilding & Atmosphäre

Ein großer Pluspunkt dieses Bandes ist das erweiterte Worldbuilding. Während wir im ersten Teil hauptsächlich die Menschenwelt kennengelernt haben, öffnet sich die Geschichte nun stärker in Richtung Tenebria – dem Reich der Dämonen. Das sorgt für frischen Wind und macht die Welt noch vielschichtiger. Gleichzeitig wird auch die ohnehin schon düstere Atmosphäre noch intensiver. Die Brutalität dieser Welt tritt deutlicher hervor, was stellenweise wirklich unter die Haut geht.

Ein kleiner Kritikpunkt: Die verschiedenen Dämonenarten waren zwar spannend gedacht, aber ich hatte manchmal Schwierigkeiten, mir diese klar vorzustellen.

Charaktere & Dynamik

Die Dynamik zwischen Ren und Scarlet bleibt ein zentraler Bestandteil der Geschichte. Ihre Verbindung ist weiterhin emotional greifbar, und gerade Rens innerer Konflikt – zwischen Wut, Enttäuschung und seinen Gefühlen – wurde sehr gut ausgearbeitet. Allerdings hat sich die Beziehung der beiden im Vergleich zum ersten Band etwas anders angefühlt. Während sie dort fast durchgehend gemeinsam unterwegs waren und man ihre Entwicklung sehr intensiv miterleben konnte, sind sie hier zeitweise getrennt. Dadurch rückt ihre direkte Dynamik etwas in den Hintergrund. Gleichzeitig bekommen Nebenfiguren mehr Raum, was die Welt bereichert, aber eben auch dazu führt, dass der Fokus sich stärker verteilt.

Romantik & Emotionen

Die romantischen und körperlichen Szenen sind sehr intensiv und atmosphärisch geschrieben, das kann die Autorin definitiv. Für meinen Geschmack waren es stellenweise jedoch etwas viele dieser Szenen, vor allem in Momenten, in denen sie sich nicht ganz natürlich in die Situation eingefügt haben. Was mir im ersten Band besonders gefallen hat, war die langsame Annäherung. Diese feine Entwicklung tritt hier etwas in den Hintergrund zugunsten von mehr Intensität.

Spannung & Handlung

Im Vergleich zum ersten Band gibt es weniger überraschende Wendungen und große Twists. Das sorgt für ein etwas anderes Lesegefühl: weniger „Wow“-Momente, dafür mehr Fokus auf Entwicklung, Atmosphäre und die Gesamtgeschichte.

Trotzdem bleibt die Spannung erhalten, vor allem durch die Frage, wie sich alles zum Ende hin auflösen wird. Besonders ein neuer Handlungsstrang rund um Scarlet zum Ende hin konnte mich nochmal richtig packen.

Kritikpunkte

Trotz der vielen positiven Aspekte sind mir jedoch auch ein paar kleinere Kritikpunkte aufgefallen. Zum einen lag der Fokus weniger stark auf der zentralen Dynamik zwischen Ren und Scarlet, was für mich einen Teil der emotionalen Intensität aus dem ersten Band etwas abgeschwächt hat. Auch die Anzahl an überraschenden Wendungen war geringer. An manchen Stellen hätte ich mir außerdem mehr Klarheit gewünscht. Besonders das Magiesystem, das hier stärker in den Fokus rückt, wirkte zwar spannend, blieb aber nicht immer vollständig greifbar. Gerade gegen Ende gab es Momente, in denen ich mir eine genauere Erklärung gewünscht hätte, um die Abläufe besser nachvollziehen zu können. Auch die verschiedenen Dämonenarten waren interessant, aber nicht immer leicht vorstellbar, wodurch ein Teil der Atmosphäre etwas an Wirkung verloren hat.

Finale

Das Ende ist für mich ein echtes Highlight. Die Autorin nimmt sich Zeit, die Geschichte sauber abzuschließen, gibt einen Ausblick und lässt die Welt nicht einfach abrupt zurück. Genau so sollte ein Finale sein: rund, durchdacht und befriedigend.

Fazit

Insgesamt ist Kiss of the Broken ein würdiges Finale, das die Geschichte rund abschließt, auch wenn es mich nicht ganz so stark begeistern konnte wie der Auftakt. Für mich sind es daher starke 4,5 Sterne – mit Tendenz nach oben, je nachdem, welche Aspekte man persönlich am meisten gewichtet.

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Gelungener Abschluss - 4,5 Sterne

Rezensionen von peedee:

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Märchenhaft

Cordina's Royal Family 1. Eine königliche Affäre von Nora Roberts

Cordina's Royal Family, Band 1: Prinzessin Gabriella „Brie“ de Cordina wurde entführt, konnte sich aber selbst befreien. Nun leidet sie unter Gedächtnisverlust. Ihrem Vater, Fürst Armand, ist bewusst, dass sie nach wie vor in Gefahr schwebt, denn die Entführer wurden noch nicht gefasst. Wenn sich Brie wieder erinnert, wird es brenzlig.

Der Fürst engagiert den ehemaligen Geheimagenten Reeve MacGee, der für ihre Sicherheit sorgen soll…

Erster Eindruck: Ein zum Buchtitel passendes Cover – gefällt mir.

Dies ist Band 1 der Reihe; das englische Original erschien 1986.

Ein Alptraum: Die Prinzessin wurde entführt! Glücklicherweise konnte sie entkommen, aber sie erinnert sich nicht, erkennt nicht einmal ihren Vater oder ihre beiden Brüder. Die Ärzte meinen, es ist nur eine Frage der Zeit. Eine sehr schwierige Zeit für alle. Der Fürst ist nicht nur Vater, sondern auch der Regent von Cordina. Und dabei muss er dafür sorgen, dass der Gedächtnisverlust nicht ans Licht kommt. Er engagiert Reeve MacGee, den Sohn eines langjährigen Freundes, zu Bries Sicherheit. Er hat auch einen Plan.
Der Gedächtnisverlust ist schlimm: Nicht zu wissen, wer man selbst ist oder nicht weiss, wo man aufgewachsen ist. Oder wer der Mann ist, der ihr sagt, dass er ihr Vater sei. Geduld ist nicht Bries Ding – wer kann es ihr verübeln? Sie ist zudem wenig erfreut, dass Reeve nun andauernd an ihrer Seite zu sein hat. Sie mag ihn nämlich nicht. Oder vielleicht doch ein bisschen. Ein bisschen zu sehr…

Das Buch ist vor vierzig Jahren geschrieben worden; diese Zeitspanne musste ich im Hinterkopf behalten, da sich der Schreibstil von Nora Roberts bestimmt verändert hat. Des Weiteren musste ich mir bewusst sein, dass es ein Märchen ist und die zuweilen etwas schwülstigen Formulierungen (und das Machogehabe einiger Männer) einfach so hinnehmen. Es hat mich überrascht, dass gegen aussen wenig passierte, um die Entführer zu finden (erst spät erfährt man mehr darüber, was im Hintergrund lief); das ist schade. Der Aufenthalt im fiktiven Cordina hat mir gut gefallen – 3 Sterne.

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Märchenhaft

Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

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Testleserin HANNAH, Tyrolia-Filiale Innsbruck (13 Jahre, Götzis)

Joshua Jackelby von Benedict Mirow

Testleserin HANNAH, Tyrolia-Filiale Innsbruck (13 Jahre, Götzis)

Joshua, genannt Josh, ist ein einfacher Zeitungsjunge, der in London im Jahr 1851 wie viele, viele andere Straßenkinder versucht, seine Zeitungen zu verkaufen. Als er eines Tages die Welpin Hazel aus der Themse rettet, wird er Zeuge eines Diebstahls.

Einem Professor werden die Pläne für seine bahnbrechende Erfindung gestohlen, ein Flugapparat. Außerdem brennt der Zirkus, der in der Stadt ist ab. Dort verstecken sich zwei Geschwister, bei denen es sich um geflohene Dienstboten handelt. Zusammen mit seinen Freunden Leroy, Charlotte, dem Arzt Doctor Snow und seiner treuen Hündin Hazel macht er sich auf eine gefährliche Verbrecherjagd.

Ich fand dieses Buch spannend, weil es in der Vergangenheit in London spielt. Außerdem gab es den Arzt Doctor Snow wirklich, was ich interessant finde. Das Buch behandelt Themen wie Sklaverei und Straßenkinder. Es liest sich wie ein Krimi und trotzdem handelt es auch von Freundschaft. Das Cover ist ebenfalls sehr ansprechend. Ich finde es ist für Jungs und Mädchen ab 11 Jahren geeignet, die gerne lesen und Abenteuer-Geschichten mögen.

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Testleserin HANNAH, Tyrolia-Filiale Innsbruck (13 Jahre, Götzis)

Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

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Testleserin SONJA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (Vösendorf)

Eine glückliche Zuflucht von Catherine Ryan Hyde

Testleserin SONJA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (Vösendorf)

Norma ist Mitglied eines Suchtrupps in einem Nationalpark zwischen Utah und Nevada. Alls die junge Jill vermisst wird, ist es Norma die sie findet. Doch statt dies zu melden, bringt sie Jill, die auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Freund war, heimlich zu ihren Eltern, die ihr eine neue Identität verschaffen, sodass sie weiterhin als vermisst gemeldet bleibt.

Nach 5 Jahren wird Jill für tot erklärt. Dies hat zu Folge, dass ihr damals gewalttätiger Freund des Mordes angeklagt wird. Für alle Beteiligten kommt die Zeit der verschiedenen Gefühlsempfindungen als auch Zweifel an ihren Taten und schließlich steht Norma vor dem Dilemma, ob sie die Wahrheit über Jill öffentlich machen soll.
Die Autorin hat sich mit dem Thema der häuslichen Gewalt beschäftigt. Beeindruckend zeigt sie auf, wie aus einem öffentlich bekanntgewordenen Fall, die Medien eine Person in den Vordergrund stellen und welche Auswirkungen dieser eine Fall nicht nur auf die betroffenen Akteure hat, sondern auch auf die Menschen allgemein. Dabei kommt die Rolle der Medienmacht nicht zu kurz und zeigt u.a. auch die Typisierung von Frauen auf – blond und blaue Augen finden mehr Aufmerksamkeit als Frauen mit braunen Haaren, was sehr zum Nachdenken anregt. Norma, die ihre Mithilfe zur Flucht von Jill leistet ist selbst Opfer eines gewalttätigen Ehemannes gewesen und die Autorin hat es geschafft, die Zweifel an ihrer Handlung Jill zu schützen, sehr interessant darzustellen. Als dann Wanda, eine junge schwangere Frau, die von Jake beinahe umgebracht worden wäre ins Leben von Norma tritt, wird das Gefühlschaos für Norma noch komplizierter. Die Autorin bringt die verschiedene Gefühlswelt der Eltern von Jill, Jill selbst, Norma als auch Wanda gekonnt rüber, sodass man als Leser angeregt wird, sich seine eigene Meinung zu machen aber auch versucht ist, die unterschiedlichen Meinungen der Akteure nachzuvollziehen. Die Macht der Medien, zeigt sich auch durch die Tat einer außenstehenden Person, die als Leser oder Hörer des Falles, angeregt wird, einen Prozess von Jake nicht abzuwarten, sondern Jake zu töten. Die Autorin möchte im Buch hervorheben, dass es kein gerechtes System in Amerika gibt, sondern ein Rechtssystem und zeigt dies auch durch die Vorgehensweise des Staatsanwaltes auf, den Jill mit der Wahrheit zu Jill konfrontiert. Ein sehr interessantes Buch, mit dem Thema der häuslichen Gewalt an Frauen, der Macht der Medien und deren Folgen auf die Menschen und der Erkenntnis, dass das Rechtssystem nicht immer gerecht ist.

Sehr zu empfehlen!

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Testleserin SONJA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (Vösendorf)

Rezensionen von La Calavera Catrina:

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Mein erstes Mal mit dem Känguru

Die Känguru-Rebellion von Marc-Uwe Kling

Ich kannte das anarchistische Känguru und sein Mitbewohner bisher nur vom Hörensagen. Wenn man politische Satire mag, sind die Känguru-Chroniken offenbar Pflichtprogramm, leider kannte ich sie bisher nicht. Marc-Uwe Klings «Die Känguru-Rebellion» ist eine unverhoffte Fortsetzung in großer Rebellier-Mission und die offizielle Rückkehr des Känguru.

Das Hörbuch spielt, da gesprochen vom Autor, seine facettenreichen Stärken aus und macht doppelt Spaß, aber die absurden und tiefgründigen Dialoge in den kurzweiligen Geschichten sind so gut, dass es sich auch lohnt, das Buch zu lesen, weil man immer ein Päuschen für rebellische Haltung gegenüber politischen Missständen findet. Es wird gesödert, mit dem Skandale-sammel-Spahn und der KI abgerechnet und Mangojoghurt weggeputzt. Die satirischen Spitzen sind brandaktuell und werden dringend gebraucht, genauso wie die Freundschaft zwischen Marc-Uwe und dem Känguru. Komplexe Themen werden zugänglich gemacht und so fühlt man sich nicht nur informiert, sondern auch gesellschaftskritisch unterhalten, während man «von der Schwerkraft in Kombination mit der weltpolitischen Lage niedergedrückt» wird und einem das Lachen im Hals stecken bleibt.

«Ab und zu erlaube ich mir fünf Sekunden Verzweiflung. Dann geht der Kampf weiter.»

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Mein erstes Mal mit dem Känguru

Rezensionen von La Calavera Catrina:

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Was bleibt, wenn das Leben vergeht?

Wenn die Kraniche nach Süden ziehen von Lisa Ridzén

«Ich denke darüber nach, warum die Dinge so gekommen sind»

Bo schwelgt in Erinnerungen, seit seine demente Frau im Pflegeheim lebt, nachdem sie ihn nicht mehr erkannt hat. Durch seine aufgeschriebenen Schilderungen an seine Frau erfährt man, wie schwer das Älterwerden mit den körperlichen Einschränkungen gegen Ende des achten Lebensjahrzehnts sein kann.

Bo kann keine Schraubgläser mehr öffnen, vergisst Dinge und kann durch sein schlechtes Gleichgewicht nicht täglich mit Sixten Gassi gehen. Er ist auf Hilfe angewiesen und deshalb kommt regelmäßig der Pflegedienst. Bo liebt seinen Hund sehr und ist wütend auf seinen Sohn Hans, der ihm Sixten wegnehmen will, da er den Bedürfnissen des Hundes nicht mehr gerecht werden kann. Bo hatte ein erfüllendes Familienleben, in dem häufig Hans zu den schönsten Erinnerungen gehört. Die Beziehung zu seinem Sohn, dem gegenüber er oft laut geworden ist und mit dem er eigentlich gern anderes umgegangen wäre, ist ihm wichtig und er möchte die Fehler seines tyrannischen Vaters nicht wiederholen.

Dazwischen gibt es kurze Notizen vom Pflegeperson, die als Information für die Pflegekräfte hinterlassen werden, wobei hier besonders Ingrid sich hervorhebt, da sie sich auch um Sixten kümmert und versteht, was der Verlust des Hundes für Bo bedeutet. Der Schreibstil ist unaufgeregt und lässt einen zur Ruhe kommen.

Es ist ein Roman über das Älterwerden – den körperlichen Verfall und die Entmündigung, die Bedeutung von Liebe und Verlust sowie die Frage, was bleibt, wenn das Leben vergeht. «Alle denken, sie könnten über mein Leben bestimmen – nur ich selbst darf es nicht.»
Berührend und tiefgründig weckt diese Geschichte Mitgefühl für Menschen im Alter und für diejenigen, die mit Verlust und Veränderung kämpfen. Der Roman zeigt, wie zerbrechlich das Leben ist und wie wichtig es ist, mit Würde und Respekt behandelt zu werden. Welche Spuren hinterlässt man und wie findet man Frieden? Dieses Buch ist wie stille Begleiter, der hilft, das Unvermeidliche anzunehmen und das Menschliche darin zu sehen. «Es ist verflucht noch eins nicht leicht, ein Mensch zu sein.»

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Was bleibt, wenn das Leben vergeht?

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Cozy Fantasy-Highlight mit Tiefe und Herz

The Faraway Inn von Sarah Beth Durst

Die etwa 17-jährige Calisa flieht mit gebrochenem Herzen aus Brooklyn nach Vermont zu ihrer Großtante, um möglichst weit von ihrem Ex-Freund entfernt zu sein. Mitten in der abgelegenen Wildnis steht ein in die Jahre gekommenes Gasthaus: das Faraway Inn. Alles ist ganz anders als erwartet. Unkraut, Straub, nötigte Reparaturen, wo man hinsieht.

Tante Zee ist mürrisch und abweisend, nur wenige seltsame Gäste besuchen das Inn und zwei strenge Regeln gelten: keine Fragen stellen und nicht ohne Erlaubnis Türen öffnen. Zum Glück ist da noch der gleichaltrige aufgeschlossene Jack, der Calisa zuhört, ihr hilft und eine ansteckende Freundlichkeit ausstrahlt. Trotzdem, kein herzlicher Empfang, aber eine stets warme und einladenden Atmosphäre, magische Geheimnisse und cozy Vibes, die ahnen lassen, was diesen Ort einmal so besonders gemacht hat. Die Geschichte richtete sich an eine jüngere Leserschaft, denen die Autorin Sarah Beth Durst einen Zufluchtsort schenken wollte, aber auch Erwachsene sind herzlich willkommen und werden sich angesprochen fühlen.

Calisa macht eine inspirierende Entwicklung durch und demonstriert Reife und Selbstbewusstsein. Tatkräftig ergreift sie Eigeninitiative, gibt nicht auf und beweist großen Mut. Ihr entgeht natürlich nicht, dass man versucht, etwas vor ihr zu verbergen und die seltsamen Begebenheiten kann sie sich auch irgendwann nicht mehr logisch erklären. Die Dialoge zwischen Calisa und Jack fühlen sich leicht und unbeschwert an, der Humor ist erfrischend und die Sympathie der beiden Hauptfiguren ist spürbar. Ihre zarte, romantische Zuneigung wirkt natürlich und unschuldig und beruht auf kleinen Gesten, Vertrauen sowie Unterstützung. Die magischen Elemente eröffnen eine faszinierende Welt voller Wunder und Möglichkeiten, sorgen für Witz, Charme und magische Gefühle. Da möchte ich gar nicht verraten, welche Highlights euch erwarten.

Die erste Hälfte ist richtig entschleunigend und es macht Spaß, gemeinsam mit Calisa die Geheimnisse zu enthüllen, Vertrauen aufzubauen und mehr zu erfahren. Sarah Beth Durst lässt eine raffinierte Spannung entstehen, die die behagliche magische Stimmung nicht beeinträchtigt. Selbst mit zunehmender Seitenanzahl wird es abwechslungsreicher, packend und herzerwärmend emotional, aber immer wieder kommt die cozy Stimmung durch und ich habe mich durchgehend mit den Figuren wohlgefühlt. Das macht die Botschaft, fernab von Magie und Abenteuern, zugänglich und ermutigt dazu, Mut zu fassen, innere Klarheit zu finden und Verantwortung zu übernehmen. Das Ende vermittelt ein Gefühl von Hoffnung und Zufriedenheit, und die Entwicklung der Handlung und all ihrer Charaktere wirkt dadurch sehr stimmig und rundum gelungen.

Wer es cozy, spannend und herzerwärmend mag, wird das Setting, die Vibes und die Charaktere lieben. Es wird alles harmonisch miteinander vereint. «The Faraway Inn - Wo Magie zu Hause ist» ist ein Ort zum Verweilen, Flüchten und Genießen für alle, die eine magische Wohlfühlgeschichte brauchen. Die liebevolle Aufmachung und der einzigartige Farbschitt machen diesen Schmöker zu einem Lieblingsbuch und tollen Geschenk. Uneingeschränkte Leseempfehlung für dieses Schmuckstück.

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Cozy Fantasy-Highlight mit Tiefe und Herz