Kunden em pfehlungen
Rezensionen von thora01:
Tante Frieda im Visier der Polizei - toller Krimi
Inhalt/Klappentext:
Tante Frieda, leidenschaftliche Köchin, erfolgreiche Hobbyermittlerin und zarte 80 Jahre alt, ist empört: Im idyllischen Frankfurter Viertel Hohe Tanne gehen neuerdings »leichte Mädchen« in der Nachbarschaft ein und aus. Eines Abends wird Frieda in jenes zweifelhafte Haus gerufen.
Dort angekommen, entdeckt sie eine blutüberströmte Frau in Minirock und Lackstiefeln. Da steht plötzlich die Polizei im Raum. Frieda ist die Hauptverdächtige in dem Mordfall. Jetzt kann nur noch Lena helfen ? ihre immer hungrige Nichte. Und vielleicht auch die beiden verliebten Hauptkommissare Bärbel König und Peter Bruchfeld, falls sie sich kurz etwas anderem als ihrer jungen Liebe zuwenden können.
Meine Meinung:
Sehr guter Krimi. Die Geschichte hat es wirklich in sich. Sie ist sehr spannend und mit Überraschungen gespickt. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Sehr interessant war für mich die Einblicke in die Vergangenheit von Frieda. Die Protagonisten sind sehr sympathisch und tiefgründig geschrieben. Die Charaktere haben alle ihre ganz besonderen Eigenheiten. Sehr schön finde ich die verschiedenen Stränge der Geschichte. Den Täter zu finden war in diesem Buch gar nicht so leicht. Der berühmte rote Faden war sehr gut versteckt und es wurden dem Leser einige falsche Fährten vorgesetzt. Der Abschluss war eine Überraschung. Ganz besonders spannend waren die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Protagonisten.
Mein Fazit:
Toller Krimi. Er ist relativ kurz und lässt sich wunderbar lesen. Er konnte mich sofort überzeugen.
Rezensionen von rewa:
Dreh dich nicht um, das Rumpelstilzchen geht um
Nora Bendzkos Galgenmärchen / Kindsräuber von Nora Bendzko
Im Jahre 1620 werden die Menschen erschüttert von Krieg, Hunger, Not und der Angst, dass wieder ein Kind spurlos verschwindet, denn ein toter Junge mit dem Namen ,, Rumpelstilzchen´´ schleicht sich in den Gassen von Prag herum.
So ergeht es auch Alene, die nicht nur die grausame Gabe besitzt, die Geister der Toten zu sehen, sondern auch noch schwanger ist und um ihr Kind fürchtet.
So quält sich Alene Tag für Tag mit Hilfe ihres alten und schwachen Vaters durch. Zum Leben zu viel und zum Sterben zu wenig. Als ihr Kindheitsfreund Patrik Emil auftaucht, ahnt sie nicht was ihr und ihrem ungeborenen Kind noch bevorstehen wird, vor allem weil auf Königin Elisabeth ein grausamer Fluch lastet und sie mit einer ungewöhnlichen Bitte an Alene heran tritt.
Drei Tage erbittet Alene um Bedenkzeit. Ohne Patrik würde Alene die Tage nicht überstehen und überleben. Grausame Geschehnisse erschüttern die Menschen auf dem Schloss. Was sie zu sehen und zu hören bekommen, lassen sie an ihrem Verstand zweifeln. Die Zeit verrinnt und noch immer weiß Alene nicht, wer der Kinderdieb ist. Ein Wettlauf um Leben und Tod hat begonnen. Mysteriöse Geistererscheinungen bringen Tod und Unglück und als Alene ihr Kind zur Welt bringt, dauert es nicht lange und sie muss um das Leben ihrer Tochter Marcella fürchten. Wem kann Alene noch trauen? Was verbirgt sich im Keller des Veitsdom´s? Gelingt es Alene noch rechtzeitig den Kinderdieb zu überführen? Denn auch die kriegerischen Feinde stehen vor den Toren Prag´s und sind bereit alles und jeden zu vernichten.
,, Kindsräuber´´ ist der 2 Band aus der Reihe ,,Nora Bendzkos Galgenmärchen 2´´. In der Fassung des Märchens Rumpelstilzchen, darf sich der Leser auf einen düsteren, geheimnisvollen und spannenden Roman gefasst machen. Die dunkelfantastische Thriller-Adaption ist zur Zeit des 30-jährigen Krieges angelehnt und die Stimmung von Düsternis, Elend und Hexenverfolgung kommt mit gruseligen Schritten immer näher und näher. Nora Bendzko schafft es den Leser von Beginn an mit ihrer Geschichte zu fesseln. Alene wird mit ihren 16 Jahren als taffe, selbstbewusste aber auch sensible junge Frau dargestellt, die sich in einer Männer dominierten Welt durch zu setzen weiß. Ihre Ängste, Sorgen und ihre Willensstärke kommen sehr gut zur Geltung. Sie kann lachen, fluchen und auch schimpfen wenn es sein muss, trotzdem ist sie eine sympathische Person, die das Herz am rechten Fleck hat. Ihre Gegenspieler sind geheimnisvoll, verschlagen, böse aber auch liebevoll, warmherzig und selbstaufopfernd. Eine gute Mischung also, die eine breite Handlungs- und Gefühlspalette abdeckt.
Rumpelstilzchen´s Spruch und gruselige Horrorelemente erzeugen immer wieder Gänsehautgefühl . Aber Achtung, gruselige und unheimliche Erscheinungen werden so intensiv beschrieben, dass es einem die Nackenhaare aufstellen und man froh ist, wenn man weiter lesen kann. Die Beschreibungen von Orten und Plätzen, sowie die Elend und Not der armen Bevölkerung passen wunderbar zusammen. Der Roman überzeugt durch Spannung, Emotionen, Horrorelementen und feinsinnigem Humor. Dass das Ende anders kommt als erwartet , ist der Autorin gut gelungen.
Rezensionen von niknak:
Auf der Suche nach der eigenen Vergangenheit
Nora Bendzkos Galgenmärchen / Kindsräuber von Nora Bendzko
Inhalt:
Larissa Awen ist Bankerin mit Leib und Seele und kann sich ein Leben außerhalb der Großstadt gar nicht vorstellen. Kurz vor dem Tod ihrer Mutter erfährt sie, dass sie adoptiert wurde.
Larissa macht sich auf die Suche nach ihren Wurzeln. Dabei entdeckt Larissa einige Geheimnisse rund um die Vergangenheit ihrer leiblichen Mutter, welche leider inzwischen auch schon verstorben ist.
Nun bleibt Larissa nur noch die Suche nach ihrem Vater, um noch mehr über sich und ihre Mutter zu erfahren.
Warum hat sie damals ihr Kind nach der Geburt weggegeben?
Was hat die Vergangenheit ihrer Mutter mit ihrem eigenen Leben zu tun?
Bei der Suche lernt sie auch Maurice kennen, der sie tatkräftig unterstützt. Werden sie trotz ihrer Vergangenheit zueinander finden können?
Mein Kommentar:
Die Autorin Christine Lawens hat einen flüssigen und angenehmen Schreibstil und erzählt die Geschichte mit sehr vielen Emotionen und viel Gefühl.
Das Buch ist aus der Sicht eines Erzählers geschrieben und somit erfährt man von allen Protagonisten recht viel. Trotzdem sind Larissa und ihre Mutter Isabelle die zwei wichtigsten Hauptpersonen und deren Geschichte wird sehr klar und ausführlich geschildert. Man erfährt sehr viele Gefühle und Emotionen der Personen und somit bekommt man eine sehr lebendige Geschichte, welche den Leser mitreißt und auch mitfiebern lässt. Man kann mit den Personen lachen und weinen, da alles so genau beschrieben ist. Auch die Nebencharaktere fand ich toll, da sie auch einen tollen Charakter aufweisen, welcher sehr gut zur Geschichte passt und gut dargestellt wurde.
Im Buch wird abwechselnd aus der Gegenwart und der Vergangenheit erzählt. Dabei werden am Beginn eines Kapitels immer der Ort und die Zeit genannt, sodass der Leser immer weiß, wo und in welcher Zeit man sich gerade befindet. Dadurch entstehen keinerlei Unklarheiten, was mir sehr gut gefallen hat.
Die Autorin hat die Landschaft sehr genau beschrieben. Man hatte als Leser das Gefühl die Gegend selbst zu sehen, wodurch man sich alles sehr gut vorstellen konnte.
Die Liebesgeschichte zwischen Larissa und Maurice lockerte die emotionalen und traurigen Erzählungen der Vergangenheit etwas auf. Aber ihr ewiges Hin und her am Schluss fand ich fast etwas zu viel des Guten. Ich fand es auch schade, dass es ein offenes Ende gab, obwohl es sehr gut zum Inhalt der Geschichte passt. Trotzdem hätte ich ein fixes Ende fast besser gefunden, aber so kann sich der Leser selbst noch seine Meinung bilden.
Mein Fazit:
Ein wirklich tolles Buch mit sehr viel Gefühlen und vielen gut dargestellten Emotionen, die den Leser berühren.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von niknak:
Eine Auszeit in den Bergen
Nora Bendzkos Galgenmärchen / Kindsräuber von Nora Bendzko
Inhalt:
Marlen Peters ist eine aufstrebende Autorin, aber bald überfällt sie eine Schreibblockade. Ihr Verleger will sie unterstützen und schlägt ihr vor in den Bergen Südtirols eine Auszeit zu nehmen, um auf andere Gedanken zu kommen. Marlen nimmt dankend an und versucht in den Bergen zu neuen Ideen zu finden.
Aber es will ihr nicht so recht gelingen bis sie eines Tages bei einem Schneesturm einen hilflosen Bergsteiger hinter ihrer Hütte entdeckt. Sie will ihm helfen und nimmt ihn in ihrer Hütte auf.
Er ist jung und attraktiv, aber er redet nicht.
Trotzdem bewirkt die Begegnung mit ihm, dass Marlen wieder mit dem Schreiben beginnt. Sie empfindet mehr für den Fremden, als sie anfangs vermutet hat. Doch kann sie ihm trauen? Immerhin weiß sie nichts von ihm.
Mein Kommentar:
Die Autorin Marlene Toulouse hat einen leichten und flüssigen Schreibstil. Die Geschichte ist aus Marlens Perspektive geschrieben und der Leser kann sich sehr gut in ihre Lage hineinversetzen. Durch die Ich - Form erfährt man auch etwas über ihre Gedanken und Gefühle, was mir sehr gut gefallen hat. Besonders toll fand ich die Idee der Autorin Marlens Gedanken etwas kleiner zu drucken und die Abschnitte, welche aus ihrem neuen Roman stammen, waren fettgedruckt. So konnte der Leser diese Zeilen vom Rest der Geschichte sehr gut unterscheiden und es gibt keine Verständigungsschwierigkeiten.
Trotz der Kürze der Geschichte konnte man sich in Marlens Lage recht gut hineinversetzen.
Auch das Ende nahm eine recht überraschende Wendung, die ich als Leser nicht erwartet hätte. So wurde ich noch überrascht, was mir sehr gut gefallen hat.
Mir gefiel auch, dass einige lustige Szenen in der Geschichte enthalten waren, sodass ich als Leser auch schmunzeln konnte. Dadurch war es eine leichte und unterhaltsame Lektüre, die sich durch die wenigen Seiten schnell und leicht lesen lässt.
Mein Fazit:
Eine wirklich gelungene Geschichte, die von einer Autorin mit Schreibblockade erzählt und dabei auch ein wenig zum Schmunzeln einlädt.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von niknak:
Eine starke Frau versucht alles, für eine bessere Zukunft
Der Himmel über Ceylon von Linda Cuir
Inhalt:
(Klappentext)
Ceylon 1960: Der jungen Teepflückerin Anjali ist ein entbehrungsreiches Leben vorherbestimmt. Sie möchte sich ihrem Schicksal nicht fügen und sucht verzweifelt nach einem Ausweg aus ihrem Elend. Während eines Tempelbesuches trifft sie den Engländer Tom. Er vermittelt ihr eine Anstellung im Haus seiner Eltern, doch selbst hier stößt sie auf Ablehnung und muss das Anwesen bald darauf verlassen.
Trotz Unrecht und Not kämpft sie weiter und gibt den Traum eines besseren Lebens nie auf ? ebenso wenig wie die Hoffnung, ihrem Retter Tom noch einmal zu begegnen. Auf verschlungenen Wegen reist Anjali in die größten Metropolen Europas, in denen sie Glanz und Luxus kennenlernt, doch sie kann Ceylon nicht vergessen ? das Land, in dem sie ihr Herz verlor.
Mein Kommentar:
Die Autorin Linda Cuir hat die Geschichte aus der Sicht eines Erzählers geschildert. Sie hat einen flüssigen und leicht zu lesenden Schreibstil. Man möchte das Buch gar nicht mehr zur Seite legen, da es den Leser vom Anfang bis zum Ende fesselt.
Es wird die Geschichte der Teepflückerin Anjali erzählt, welche versucht sich ein besseres Leben aufzubauen, da sie nicht immer in dieser Armut leben möchte. Dabei werden die Schwierigkeiten und Probleme, welche ihr dabei widerfahren, sehr genau und ausführlich geschildert. Man leidet die ganze Zeit mit ihr mit.
Auch die Nebencharaktere sind gut beschrieben und man kann sich auch von ihnen ein recht gutes Bild machen.
Als Leser erfährt man auch sehr viel über ihre Gedanken und Gefühle und kann sich ein sehr gutes Bild von ihr machen. Anjali ist meiner Meinung nach sehr genau dargestellt und man versteht ihre Beweggründe für ihr Handeln. Sie ist eine sehr starke Persönlichkeit, welche sich auch durch die vielen Niederlagen und Rückschläge nicht aus der Ruhe bringen lässt und immer wieder voller Mut neu anzufangen beginnt. Das finde ich sehr bewundernswert.
Allerdings muss man sich teilweise bewusst vor Augen halten, dass die Geschichte nicht in der heutigen Zeit, sondern 1960 spielt und damals die Kasteneinteilung in Ceylon sicher noch viel extremer war, als sie heute ist. Trotzdem hat es die Autorin sehr gut geschafft, dem Leser dieses System etwas näher zu bringen und ihn über all das zum Nachdenken anzuregen.
Man leidet von Beginn an mit Anjali mit und freut sich, wenn ihr wieder ein Neuanfang gelungen ist. Leider bleibt das in diesen Buch nicht lange erhalten und sie erfährt immer wieder Rückschläge, welche sehr anschaulich geschildert sind. Man kann sich ihre Lage sehr gut vorstellen. Dadurch weiß man als Leser nie genau was als nächstes passieren wird, da immer wieder eine unerwartete Wendung kommt.
Auch die Landschaft ist sehr gut dargestellt und man möchte sich manche Orte am liebsten sofort anschauen, da sie so lebendig beschrieben sind. Man hat beinahe das Gefühl selbst vor Ort zu sein.
Mein Fazit:
Ein wirklich bewegendes und emotionales Buch über eine sehr starke Frau, welche versucht sich eine bessere Zukunft aufzubauen und trotz vieler Rückschläge nie den Mut verliert und nie aufgibt. Es lässt den Leser auch nach dem Ende nicht los und regt ihn zum Nachdenken an.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von Mrslaw:
Perfekter Abschluss einer wunderbaren Buchreihe
Das Labyrinth der Lichter von Ruiz Zafón Carlos
Mit dem neuen Buch ?Labyrinth der Lichter? schließt sich der Zyklus rund um den Friedhof der vergessenen Bücher.
In diesem Band ? welches man auch unabhängig von den davor erschienenen Bänden lesen und verstehen kann ? steht Alicia Gris, ein ?gefallener Engel? im Mittelpunkt der Erzählung.
Sie kehrt im Auftrag ihres Chefs nach Barcelona zurück um das Verschwinden des Ministers Mauricio Valls aufzuklären.
In seinem Besitz befand sich bei seinem Verschwinden ein Buch aus der Reihe ?Das Labyrinth der Lichter? und so verbindet sich Alicias eigenen Vergangenheit mit dem aktuellen Fall und führt sie erneut zur Buchhandlung Sempere & Söhne.
Am Anfang des Buches lernt man ganz unterschiedliche Charaktere kennen und es gibt viele Handlungsstränge, die am Ende meisterlich zusammengeführt werden. Die Liebe zur Sprache und zu Barcelona kann man richtiggehend spüren beim Lesen dieses Meisterwerks.
Es ist allerdings ein Buch für das man sich Zeit und Muße nehmen sollte um es richtig genießen zu können. Zum einen ist es mit über 900 Seiten sehr umfangreich, zum anderen ist die Geschichte sehr komplex und die anspruchsvolle Sprache erfordert die Aufmerksamkeit des Lesers. Wenn man sich aber darauf einlässt, so entfaltet sich die Magie der sprachlichen Finessen und man kann in der Welt rund um den Friedhof der vergessenen Bücher eintauchen.
Sehr schön fand ich auch die Schwarz-weiß Fotografien zu Beginn eines neuen Abschnittes, die die Stimmung perfekt transportiert haben.
Für mich ist das Buch der perfekte Abschluss, es liest sich flüssig und ist teilweise so spannend wie ein Thriller. Von mir eine klare Leseempfehlung!
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Fabian, 7 Jahre aus Wattens,
Die Schattenjäger - Frankensteins Bestie von Ruiz Zafón Carlos
Das Buch hat mir sehr gut gefallen!!!
Der Aphoteker FRANK N.STEIN hatte im Keller ein Monster erschaffen und Olli und Ricky haben es entdeckt. Und dann hatte es gelebt. Dann war eine Verfolgungsjagd, die war richtig spannend. Das Monster war eigentlich gar nicht böse, es wollte nur Freunde haben und konnte die Jungs richtig verstehen, was sie gesagt haben.
Es hat sich im Spiegel gesehen, wie hässlich es ist. Da war es furchtbar traurig und zündete sich an.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Maja, 7 Jahre aus Aldrans,
Lauf! Hase lauf! von Christine Rettl
D
ie Häsin hat drei Hasenkinder. Die drei Hasenkinder müssen sich verstecken, weil der Fuchs, der Schleicher, der Schlaue, kommen will. Ihre Mutter war gerade weg. Der Traktor ist der größte Feind. Die Hasenkinder kuschelten sich zusammen. Im Nest ist es warm und kuschelig.
Das Buch hat mir Spaß gemacht!
Rezensionen von Krimine:
Typisch englischer Krimigenuss mit viel Atmosphäre
Lauf! Hase lauf! von Christine Rettl
In einer Ausgrabungsstätte auf den britischen Shetlandinseln werden die Überreste eines menschlichen Skeletts entdeckt. Bevor allerdings geklärt werden kann, wie alt die Gebeine sind, ist die Besitzerin des Grundstücks tot und der Verdacht steht im Raum, dass sie von ihrem Kaninchen jagenden Nachbarn erschossen wurde.
Doch sie ist nicht die einzige Bewohnerin der Insel, deren Ableben unter merkwürdigen Umständen geschieht. Auch ein zu Recherchezwecken auf der Insel weilender Journalist, eine siebzehnjährige Babysitterin und eine anerkannte Vogelkundlerin werden Opfer eines Verbrechens, das geahndet werden muss.
Detective Inspector Jimmy Perez, der ursprünglich von den Shetlandinseln stammt, kehrt nach dem frühen Tod seiner Frau auf die landschaftlich karge Inselgruppe zurück. Hier möchte er gemeinsam mit seiner Stieftochter Cassie einen Neuanfang wagen, obwohl diese nicht begeistert von dem tristen Leben und von einigen seltsam agierenden Bewohnern ist. Denn immer wieder werden sie misstrauisch beäugt und wie Fremde ausgegrenzt und das vor allem, weil ihr mit den Mordermittlungen betrauter Stiefvater tief in die Geheimnisse ihrer eingeschworenen Gemeinschaft dringt. Unterstützt wird er dabei von dem Dorfpolizisten Sandy Wilson, dem der erste Fall persönlich schwer zu schaffen macht und von Detective Sergeant Alison McIntosh, die ihm als Einheimische so manchen Weg ebnet.
Die vier in sich abgeschlossenen Fälle befinden sich auf jeweils einer DVD und umfassen eine Gesamtlaufzeit von 480 Minuten. Basierend auf den Kriminalromanen der Bestsellerautorin Ann Cleeves zeichnen sie sich vor allem durch ihre Realitätsnähe und stimmungsvolle Atmosphäre aus. Hinzu kommen eine Vielzahl von Figuren, die genauso kühl in Erscheinung treten, wie die Landschaft selbst und ein Handlungsverlauf, der voller schwelender Konflikte steckt. Ein Krimigenuss, der ruhig in Erscheinung tritt, es aber ordentlich in sich hat.
Optisch weiß die eher nüchtern wirkende Produktion mit unverfälscht in Szene gesetzten Landschaften und natürlichen Farben zu überzeugen. Gut verständliche Dialoge, unaufdringliche Nebengeräusche und eine zur Atmosphäre passende Hintergrundmusik runden die stetig voranschreitende Handlung gekonnt ab. So kommt die Ruhe und Abgeschiedenheit der abgelegenen Insel gut zum Tragen, die zu einem großen Teil verantwortlich für die verschlossene und raue Art der Bewohner ist, ohne die den Fällen innewohnende Dramatik abzudrängen.
Fazit:
"Mord auf Shetland" überzeugt mit gut erdachten und in sich logischen Fällen, die mit akribischer Ermittlungsarbeit einhergehen und einen unverfälschten Einblick in die Eigenheiten der Shetland-Bewohner gewähren. Eine Empfehlung für alle Fans typisch englischer Krimis, die auch ohne Action und Effekthascherei sehenswert sind.
Rezensionen von blackdeathconny@gmx.de:
Kurzweiliges für zwischendurch
Lauf! Hase lauf! von Christine Rettl
Im Buch ?Neues von Frau Meyer ? Französische Zweigtomaten oder der ganz normale Alltagswahnsinn? bekommen wir Lustiges aus dem Leben der Autorin, Britta Meyer, erzählt.
Die Kurzgeschichten sind Alltagssituationen, die der Autorin wirklich passiert sind. So erfahren wir, was es mit den überteuerten französischen Zweigtomaten aus dem Titel auf sich hat.
Das Payback-Punkte allgegenwärtig sind. Wie das perfekte Passwort sein muss und was ?Am Arsch? damit zu tun hat. :)
Es werden dem Leser auch die Vorzüge eines Thermomix aufgezählt und wie dieses Gerät es schafft, so manche Frau glücklich zu machen. Auch sind die Hintergründe fremder Freundschaftsanfragen auf facebook ein Thema, ebenso ein Sex-Traum mit Jürgen Klinsmann und die erste Wohnung in einer fremden Stadt, die im Sommer viel zu heiß und im Winter viel zu kalt ist.
Es gibt auch noch Schaffner, die gebaut sind wie Chuck Norris, aber ?Rücken? haben. Andere Exemplare dieses Berufsbildes muss frau einfach lieben :) Der Urlaub in Spanien im Familienhotel entpuppt sich als feindliche Spatzenbrutstation samt Sonnenbrand und Mickey Mouse-Shirt.
Wir bekommen auch noch erklärt, was GGS sind (Grummel-Gesicht-Selfies) und dass man diese am Besten vermeiden sollte ? klar, oder? Außerdem kann auch Mettwurst romantisch sein. :)
Es macht Spaß, diese Kurzgeschichten-Sammlung zu lesen. Sie sind kurzweilig geschrieben und jeder von uns kennt mindestens eine erzählte Situation, die man selbst auch schon erlebt hat. :)






