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Rezensionen von csac:

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Drei Könige - Eine kleine Parabel über die Freude des Schenkens

Drei Könige von Heinz Janisch

Das Bilderbuch "Drei Könige" erzählt von einem, der "vergessen hatte, wer er war". Und weil es in ihm so still geworden war, machte er sich auf die Suche nach etwas, ohne zu wissen, was es sein könnte. Doch mitten im großen, lauten Weihnachtswirbel findet er nichts, das sein Herz erwärmen könnte.

Erst als er auf zwei Bekannte trifft, ändert sich seine innere Haltung: Gemeinsam mit ihnen macht er sich auf zur Familie Nowak, um diese - verkleidet als Heilige Drei Könige - zu erfreuen und zu beschenken. Dabei bestehen ihre Geschenke aus kleinen Gaben, einem Apfel, einer Schneekugel und dem Kostbarsten: Zeit. "Heute waren wir Könige", sagt einer der Männer zum Abschied leise und als sie wieder hinaus treten auf die Straße, kommt ihnen vor, als hätte der Himmel noch nie heller gestrahlt.

Fazit: Ein nachdenklich machendes Büchlein für Groß und Klein in der nicht immer stillsten Zeit des Jahres. Abseits des hektischen Trubels läd es ein, innezuhalten und darüber nachzudenken, was das eigene Herz erfüllt.

Geeignet für Kinder ab dem Kindergartenalter, um sich auf den Advent und Weihnachten einzustimmen, den oft übertriebenen Konsum zu hinterfragen und wieder zurück zu führen zu den Wurzeln.

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Drei Könige - Eine kleine Parabel über die Freude des Schenkens

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Ratzfatz - Ein wunderschön gestaltetes Bilderbuch zum Thema Hyperaktivität bei Kindern

Ratzfatz von Heinz Janisch

Ratzfatz ist ein flinkes Wiesel. Ein ganz besonders Flinkes. Er liebt es zu zappeln, zu wuseln, zu rasen und zu toben. Während seine Schwester lieber mit Mama und Papa kuschelt, flitzt er lieber noch schnell eine Runde um den Block, denkt sich etwas Spannendes aus oder erkundet die Gegend. Nur manchmal ist er dabei zu schnell für andere, zu laut, zu unruhig und die ärgern sich dann über ihn.

Und auch wenn er der schnellste "Aufgaben-Erlediger" weit und breit ist, geht dabei manchmal auch etwas schief. Etwa dann, wenn die Eier, die er für Mama besorgen soll, in der Hitze des Gefechts auf den Boden plumpsen.
Ratzfatz ist dort, wo es laut ist und bunt. Dort, wo er mit seinen Freunden spielen kann, die auch groß und klein, wuschelig und glatt, hibbelig und zappelig, träumerisch und nachdenklich, grimmig und lustig sind. Für sie alle ist Platz in ihrem kunterbunten Haufen. Und beim Verstecken spielen sind sie alle ein tolles Team und haben viel Spass. Nur manchmal ist es ganz schön schwierig für Ratzfatz, mucksmäuschenstill zu bleiben, bis er gefunden wird. Da geht er dann doch lieber mit Papa schwimmen oder zur Füchsin toben und klettern, um danach sein Herz ganz fest schlagen zu hören - im ganzen Körper. Und manchmal, ganz manchmal, freut sich Ratzfatz über Momente der Stille und Ruhe, um danach gestärkt zu neuen Ufern aufzubrechen.

Faszit: Ein liebevoll bebildertes Kinderbuch mit einem sehr einfühlsamen, nicht wertenden Text, mit dem sich nicht nur schnelle und besonders aktive kleine Leser und Leserinnen identifizieren können. Auf anschauliche Weise wird gezeigt, was es für kleine Menschen bedeutet, "wenn der Kopf schon in der Früh bummvoll mit neuen Ideen ist". Gleichzeitig werden im Buch sanft einzelne Lösungsansätze vorgestellt, wobei die tragende Botschaft stets lautet: "Du bist liebenswert und richtig, so wie Du bist".

Ein Buch, das neben privaten Haushalten sicher auch gut im therapeutischen Setting, in Kindergärten und (Vor-)Schulen eingesetzt werden kann.

Absolute Kaufempfehlung.

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Ratzfatz - Ein wunderschön gestaltetes Bilderbuch zum Thema Hyperaktivität bei Kindern

Rezensionen von Nepomurks:

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Ein sehr übersichtliches und umfassend informatives Buch!

Kleine Schilddrüse - große Wirkung von Gertrud Teusen

Mit „Kleine Schilddrüse, große Wirkung“ hat Gertrud Teusen, wie ich finde, einen sehr guten und hilfreichen Leitfaden zum Thema Schilddrüsenerkrankungen herausgegeben. Wie schon der Untertitel verspricht, findet man im Grunde „Alles über Hashimoto, Über- und Unterfunktion“! Ich war überrascht, wie vielfältig die Autorin die möglichen Erkrankungen und Probleme der Schilddrüse hier schildert und dass dabei doch sehr verschiedene hilfreiche Themenbereiche aufgegriffen und behandelt werden.

Ich bekam selber vor einigen Jahren die Diagnose „latente Hashimoto“ und habe seither Vieles zum Thema Schilddrüse gelesen. Hier im vorliegenden Buch werden alle erdenklichen Symptome, Zusammenhänge, Funktionsweisen, Behandlungsmöglichkeiten, sowie Probleme mit Knoten und Derartigem erklärt.
Gut fand ich, dass die Autorin alle Inhalte sehr klar und eingängig erläutert und das Geschriebene durchweg sehr verständlich ist. Selbst die unterschiedliche (und maßgebliche) Bedeutung von „TSH, T3 und T4“ und anderen unspezifischen Werten wird hier sehr gut erklärt. Im Ganzen fand ich das Buch ziemlich umfassend und informativ. Zudem ist es meiner Meinung wirklich gut strukturiert und übersichtlich. Man kann durch teils vereinfachte, aber dennoch detaillierte Darstellungen (manchmal tabellarisch oder schematisch) sofort sehen, in welchem Themenbereich man sich befindet und worum es inhaltlich geht.
Selbst für mich gab es noch einige neue und überraschende Informationen, obwohl ich doch schon einige andere Bücher gelesen habe. Zwar ist das Buch sehr in der klassischen Medizin verwurzelt (was mir persönlich eher zusagt), doch sind die möglichen Einflussfaktoren auf die Schilddrüse auch sehr ganzheitlich bedacht. Dazu gibt es noch weiterführende Ratschläge, z.B. hinsichtlich der Erkrankung von Kindern, Auswirkungen in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren. Auch Faktoren, die man nicht unbedingt mit einer Schilddrüsenerkrankung in Verbindung bringen würde, werden aufgegriffen.
Für mich war das Buch durchgängig sehr interessant und lesenswert. Wer umfangreiche und gleichzeitig spezifische, fachlich fundierte aber verständliche Informationen, Ratschläge oder einfach eine hilfreiche „Übersetzung des Ärzte-Lateins“ benötigt und sucht, ist bei diesem Buch richtig. Ich kann es absolut empfehlen, zumal das Preis-/Leistungsverhältnis absolut stimmt! 5 Sterne.

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Ein sehr übersichtliches und umfassend informatives Buch!

Rezensionen von Nepomurks:

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Ein gutes Buch für den ersten Überblick!

Kleine Schilddrüse - große Wirkung von Gertrud Teusen

Tara Fraser hat mit „Yoga für Einsteiger – Das Übungsprogramm für Zu Hause“ meiner Meinung nach ein ziemlich gut strukturiertes und absolut brauchbares Buch vorgelegt. Es gliedert sich in 5 übergreifende Kapitel, die sich den Themen „Einfache Prinzipien“, „Einfache Stellungen“, „Einfache Lösungen“, „Einfache Entspannungen“ und „Yoga als Ergänzung zum Sport“ widmen.

Die Texte sind in recht großer, gut leserlicher Schrift abgedruckt und alle Yoga-Übungen oder Asanas sind mit gut sichtbaren Bildern versehen. Hier ist mir gleich die sehr genaue und extrem gut sichtbare Umsetzung der Stellungen durch Tara Fraser aufgefallen, was man eigentlich nur löblich hervorheben kann - denn es gibt andere Bücher, die die Asanas längst nicht so exakt darstellen..!
Mir gefielen auch Aufbau und Strukturierung des Buches insgesamt sehr gut, da es recht intuitiv und übersichtlich ist. Zunächst werden die Basics besprochen und erläutert, die Übungen / Asanas sind dabei durchweg klassischer Art und setzen sich im Grunde aus den bekanntesten Stellungen zusammen. Zudem sind wichtige Hinweise bzgl. Fehlhaltungen oder Vorsichtsmaßnahmen bei vorhergehenden / bestehenden Verletzungen vermerkt. Wenn die Asanas zu schwierig sein sollten, bietet die Autorin im nachfolgenden Kapitel einige Abwandlungen und Vereinfachungen, dann teilweise mit Hilfsmitteln. Hier werden zu vielen Stellungen die möglichen Probleme in der Durchführung und entsprechende Lösungsansätze besprochen. Ich fand es in der Art der Darstellung ganz gut gelungen und für mich fanden sich auch noch einige brauchbare Abstufungen.. Abschließend folgen noch Entspannungstechniken inkl. Atmung, sowie Yoga-Stellungen für bestimmte Sportarten (z.B. Tennisspieler, Tänzer oder Turner, etc.) zur Stärkung spezieller Muskelgruppen (oder entsprechender Dehnung). Das Entspannungskapitel war für mich nicht so wichtig. Ich habe mich mit diesem Themenbereich nicht so sehr beschäftigt, weil ich hier schon Kenntnisse aus anderen Büchern hatte.
Insgesamt fand ich das Buch sehr ansprechend gestaltet und schön umgesetzt. Die Übungen waren gut dargestellt, sind für den Anfang sicherlich ausreichend und meiner Meinung nach auch für Einsteiger geeignet. Da ich jedoch in letzter Zeit viel Yin-Yoga praktiziere und für diesen „Yoga-Stil“ (vorwiegend Dehnung) ein anderes tolles Buch gefunden habe, kann „Yoga für Einsteiger“ nur bedingt mithalten. Die Auswahl der Asanas / Stellungen sind mir persönlich im vorliegenden Buch ein wenig zu stark durchmischt und verschiedenen Yoga-Arten entnommen (Stärkung & Dehnung, Entspannung und Atmung, etc.), was vielen Lesern / anderen Anwendern vielleicht zu gute kommt und durchaus gut gefallen könnte - mir aber nicht spezifisch genug erschien. Das Preis-/Leistungs-Verhältnis stimmt absolut und das Buch ist inhaltlich einwandfrei, aber es geht vielleicht auch noch ein wenig besser. Deshalb sehr gute 4 Sterne.

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Ein sehr übersichtliches und umfassend informatives Buch!

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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"Ich habe Angst, dass es stimmt"

Tod von oben von Jürgen Ehlers


Der Hamburger Autor Jürgen Ehlers, entführt uns in eine dunkle Zeit: in die Jahre 1941/42 in die von der Deutschen Wehrmacht besetzten Niederlande.
Um der drohenden Internierung aller Deutschen in England zu entgehen, lässt sich der Student Gerhard Prange vom englischen Geheimdienst als Agent anwerben, ein wenig schwingt auch der Glaube mit, etwas „Gutes zu tun“.

Er soll über den Niederlanden mit dem Fallschirm abspringen und mit Gleichgesinnten eine Widerstandsorganisation gegen die Nazis aufbauen.
Gleich nach seiner Landung in der Nähe von Den Haag wird er entdeckt und verhaftet. Er entgeht der Hinrichtung nur, weil erstens, der Statthalter der Niederlande. Arthur Seyß-Inquart sein Nennonkel ist und zweitens, weil er sich von nun an gezwungenermaßen, als deutscher Spion verdingt.
Gerhard lernt Sofieke kennen und wohnt im selben Haus. Was er vorerst nicht weiß ist, dass Sofieke eine untergetauchte Jüdin ist, die mit dem Widerstand in Kontakt ist.
Obwohl Gerhard, nun ein Doppelagent, versucht London zu warnen, werden seine chiffrierten Funksprüche scheinbar nicht beachtet. Was wird da gespielt? Nach und nach werden die abgesprungenen englischen Spione verhaftet. Manche gleich bei ihrer Landung.
Die Lage spitzt sich dramatisch zu, als Gerhard in ein Attentat auf seinen Nennonkel verwickelt werden soll.
Meine Meinung:
Autor Jürgen Ehlers ist in seinem Roman ganz dicht bei der Wahrheit geblieben. So sind bis auf Gerhard und Sofieke bzw. deren Familien alle anderen Protagonisten historisch belegt. Selbst die indifferenten Rollen, die ein Girske, Schreieder und Christmann im wirklichen Leben gespielt haben, sind authentisch dargestellt.
Auch die von England angeworbenen und per Fallschirm abgesetzten Spione haben wirklich gelebt. Die meisten von ihnen haben das Ende des Zweiten Weltkrieges nicht erlebt.
Gerhards Charakter ist geprägt von Idealismus. Obwohl Deutscher, lässt er sich von den Engländern gegen Deutschland einspannen. Anfangs glaubt er, wie so viele andere Deutsche, die Märchen der Propaganda von der „Umsiedlung der Juden in ein Arbeitslager“ als „Wiedergutmachung für die Kriegstreiberei“. Da denkt er nicht wirklich nach. Umso härter trifft ihn die Wahrheit, nämlich das Seyß-Inquart die Judenvernichtung befiehlt. Das Gespräch mit Dorli, Seyß-Inquarts Tochter, ist hier aufschlussreich. Die knapp 14-Jährige vermutet, dass ihr Vater ein Massenmörder ist, und fürchtet zu Recht die Wahrheit. Das Mädel wirkt klüger als Gerhard. (S. 269)
Auch die Gespräche mit Christmann, von dem man nicht weiß, auf welcher Seite (außer auf seiner eigenen) er steht, sind deutlich. Mehrmals kann Christmann helfend eingreifen. Was wird sein Lohn dafür sein?
Besonders fies ist Anton, der Spitzel, der als „hundsäugig“ beschrieben wird.
Interessant finde ich auch die Überlegungen von Schreieder, der schon 1942 glaubt, dass eine Invasion der Alliierten an der französischen Küste erfolgen muss/wird. Alles andere mache wenig bis keinen Sinn (S.236).
Nicht ausgespart wird auch die bedenkliche Rolle des „jüdischen Rates“, der seine Glaubensbrüder in die Vernichtungslager geschickt hat, obwohl er es eigentlich schon besser wissen hätte müssen.
Gut ist auch die Animosität zwischen Abwehr unter Admiral Canaris und der SS (Heydrich, Keitel usw.) herausgearbeitet.
Interessant ist wie sich die Menschen in ihren Alltag scheinbar gleichgültig mit den Besatzern arrangiert haben. Doch unter der Oberfläche gärt es. Aktiver und passiver Widerstand regt sich aller Orte. Der Mut der Betreuerinnen im Kinderheim, als sie die kleine Sara wieder an Gerhard und Sofieke ausfolgen, ist bewundernswert.
Gerhard macht, als er sicher ist, dass die Gerüchte rund um die Judenverfolgung stimmen, eine Wandlung durch. Hier kommt nun wieder der „Idealist“ in ihm durch, der wenigstens die Leben von Sofieke und Sara retten will.
„Man sollte keine Fragen stellen, wenn man die Antwort nicht hören will.“ (S.275)
Schreibstil:
Der ist für viele Leser wahrscheinlich gewöhnungsbedürftig. Kurz, knapp, präzise ohne Schnörksel – militärisch streng eben. Selbst die aufkeimende Liebesgeschichte zwischen Gerhard und Sofieke ist karg und schmucklos.
Mir gefällt dieser Schreibstil sehr gut, da er dem Thema angepasst ist. Die Szenen, die den Büros der Wehrmacht bzw. Abwehr spielen, unterscheiden sich von der Welt außerhalb. Noch einen Tick strenger, knapper.
Beeindruckend ist auch das Cover: Der bedrohlich wirkende Schatten Flugzeugs, Fallschirmspringer und letztlich die Samen des Löwenzahns. Den interpretiere ich als Metapher für den Widerstand, der ebenso wie der Löwenzahn auf jeder noch so kleinen und unwirtlichen Stellen wachsen kann.
Bei einigen der historischen Figuren werde ich noch zusätzliches Material suchen müssen.
Fazit:
Eine gelungene Darstellung der Situation im besetzten Holland. Gerne gebe ich 5 Sterne und warte (un)geduldig auf eine Fortsetzung.

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"Ich habe Angst, dass es stimmt"

Rezensionen von Krimine:

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Clevere britische Krimiunterhaltung mit viel Charme und einer ordentlichen Portion Nostalgie

Der junge Inspektor Morse.Staffel.2,2 DVDs von Jürgen Ehlers

Nachdem Inspektor Morse einige Tiefschläge und eine Schussverletzung verkraften musste, kehrt er nach einer viermonatigen Zeit der Rekonvaleszenz auf die Wache zurück. Dort erwartet ihn auch gleich ein neuer Fall, der überaus verworren ist und seine volle Aufmerksamkeit verlangt. Denn während eine Schönheitskönigin mit Farbe beschossen worden ist, stürzt ein falscher Zahnarzt in den Tod.

Aber nicht nur diese beiden völlig zusammenhanglosen Verbrechen halten Morse auf Trab. Auch das Verschwinden einer jungen Frau lässt ihn nicht ruhen und entgegen der Mutmaßungen seiner Kollegen findet er einen Zusammenhang, der alle drei Taten in ein und demselben Licht erscheinen lassen.

Vier neue Fälle erwarten die Zuschauer in der zweiten Staffel, die es mit wunderbar kniffligen Mordermittlungen, einem eigenbrötlerischen jungen Morse und einer ordentlichen Portion Atmosphäre verstehen, den Zuschauer zu fesseln. Dabei ist es vor allem Shaun Evans, der in der Rolle des ambivalenten und scharfsinnigen Morse zu Höchstform aufläuft und ihn dermaßen überzeugend spielt, dass alle anderen Ermittler seltsam blass erscheinen. Nur Roger Allam als Detective Inspector Thursday gelingt es, neben ihm zu bestehen, da er in der Rolle des erfahrenen und ihm väterlich zur Seite stehenden Kollegen genauso präsent und an den Ermittlungserfolgen beteiligt ist.

Zeitlich gesehen beginnt die Rückkehr des von vorangegangenen Ereignissen stark gezeichneten Morse im Februar 1966, wo er sich zunächst einmal seinen eigenen Ängsten stellen muss. Zudem wird er mehrfach zusammengeschlagen und von einigen Kollegen als Wunderkind verhöhnt. Eine Zeit, die für ihn prägend ist und sich in einem auflebenden Hang zum Alkohol und einer immer mehr hervortretenden inneren Zerrissenheit manifestiert. Deshalb ist es für das Verständnis von Morses persönlicher Entwicklung und seinem Kampf gegen die inneren Dämonen von Vorteil, die Folgen in chronologischer Reihenfolge zu sehen.

Fazit:
Clevere britische Krimiunterhaltung mit viel Charme und einer ordentlichen Portion Nostalgie. Einfach sehenswert!

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Clevere britische Krimiunterhaltung mit viel Charme und einer ordentlichen Portion Nostalgie

Rezensionen von Nepomurks:

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Eine tragische Geschichte, die unter die Haut geht...

Dann schlaf auch du von Leïla Slimani

Leila Slimani erzählt in ihrem Roman „Dann schlaf auch du“ die Geschichte von Louise und der Familie Massé. Eine Geschichte, die verstörend, dramatisch und erschreckend zugleich ist.
Louise wird als Nanny von der Familie Massé eingestellt und soll sich somit vorwiegend um die beiden Kinder Mila und Adam kümmern.

Doch sie nimmt zunehmend einen zentralen Platz im Leben und Alltag der Familie ein. Was anfangs nicht so geplant war, entwickelt sich hier scheinbar wie von selbst und sorgt beim Lesen für jede Menge beklemmender Gänsehaut-Momente..
Slimani geht mit ihrem Roman sehr in die Tiefe der Menschen vor, von denen sie erzählt. Trotz eines vollkommen unaufgeregten Erzählstils und eines scheinbar oberflächlichen Geplänkels innerhalb der Dialoge erahnt man schnell die Kluft, die sich zwischen Louise und der Familie Massé auftut. Ich persönlich habe durch den satten und eindringlichen Schreibstil der Autorin schnell eine arge Abneigung gegenüber den Gepflogenheiten der Familie Massé empfunden. Die gesellschaftlichen Schichten sind hier derart klar abgegrenzt, dass die gesamte Szenerie bedrückend wirkt. Slimani beschreibt sehr direkt und doch oftmals unterschwellig eine äußerst beschämende Oberflächlichkeit und einen widerlichen „Großmut“ der Familie Massé, selbst wenn dies gar nicht immer offen zur Schau gestellt wird – manchmal sind es auch nur die Gedankengänge der Protagonisten, die eine tragende Rolle spielen. Louise dagegen polarisiert. Man empfindet Mitleid, aber auch tiefe Abneigung. Interessant fand ich in diesem Kontext, wie selbstverständlich Slimani in ihrem Roman mit Rollenklischees umgeht oder sogar mit ihnen spielt. Ich hatte z.B. anfangs ein völlig anderes Bild von Louise vor Augen, welches nichts mit der tatsächlichen Figur zu tun hatte und dem nicht einmal nahe kam. Leila Slimani hat mit ihrer Erzählung wie ich finde sehr großes Können bewiesen, denn in Aufbau und Inhalt wirkt der gesamte Roman einfach nur stimmig und sehr authentisch! Die Szenerien scheinen immer sehr reell und man durchlebt so manche kleinere bis größere Tragödie in einer erschütternden und zugleich packenden Atmosphäre. Die Geschichte berührt und wirft Fragen auf. Für mich war der Roman im Ganzen zudem ziemlich spannend, da schließlich gleich am Anfang des Buches das Verbrechen steht, man anschließend aber in Unwissenheit über die genauen Verläufe oder Umstände gelassen wird und sogar zurück zu den Anfängen von Louise‘s Beschäftigung bei den Massés geht. Einzig das Ende des Buches hätte ich mir anders vorgestellt, aber das mag Geschmackssache sein.. Insgesamt fand ich den Roman wirklich toll und die Inhalte klingen definitiv noch nach. Lesenswert ist das Buch allemal und ich würde es absolut weiterempfehlen!

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Eine tragische Geschichte, die unter die Haut geht...

Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

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Maja, 7 Jahre aus Aldrans:

Dann schlaf auch du von Leïla Slimani

Pompöschen ist eine Fee aus dem Regenbogenland. Als Prinzessin Aliki und der Pirat Janino gerade beim Früstick sitzen, fällt Pompöschen in ihre Torte. Pompöschen erzählt ihnen vom Problem im Regenbogenland: Die Blumen sind verschwunden und ohne den Blütenstaub können die Blumenfeen den Regenbogen nicht mehr färben.

Im Regenbogenland ist alles traurig und grau. Vor lauter Langeweile streiten die Blumenfeen nur mehr miteinander. Und obendrein haben sie jetzt einen bösen, grantigen König, der sich freut, wenn die Feen miteinander streiten.

Aliki und Janino kommen mit Pompöschen ins Regenbogenland, um ihr zu helfen. Aliki hat eine Idee, wie sie wieder einen bunten Regenbogen bekommen. Pompöschen trommelt alle Feen zusammen, um den Regenbogen wieder in die richtigen Farben zu kriegen. Als Despino, der König, der immer Streit haben will, den Regenbogen sieht, ist er ziemlich grantig.

Das Buch war cool und verrückt!

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Eine tragische Geschichte, die unter die Haut geht...

Rezensionen von csac:

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Vertraute Fremde - Einsichten in die Lebenswelt muslimischer Frauen in Österreich und Deutschland

Mehr Kopf als Tuch von Leyla Derman; Kübra Gümüsay; Soufeina Hamed; Anja Hilscher; Dudu Kücükgöl; Haliemah Mocevic; Kevser Muratovic; Maisa Pargan; Nadia Shehadeh; Betül Ulusoy; Menerva Hammad; Munira Mohamud; Fatima Moumouni

Mehr Kopf als Tuch" ist ein Buch über starke, selbstbewusste, gebildete muslimische Frauen aus Österreich und Deutschland, die in insgesamt elf persönlichen Geschichten und gesellschaftskritischen Analysen Einblick in ihre Lebenswelten geben. Dabei fügen sich die einzelnen Erzählungen zu einem bunten Kaleidoskop an Bildern, Gefühlen, Erfahrungen und Erlebnisse dieser Frauen zusammen, die berühren, verwundern, irritieren, beschämen.

.. in jedem Fall aber bereichern und zum Nachdenken anregen.

Ich habe dieses Buch in einem Rutsch durchgelesen und konnte es gar nicht mehr zur Seite legen. Bereits das Vorwort ließ mich schallend lachen: Eine Wienerin mit Kopftuch, genauer gesagt eine Kassierin, die den Kunden an der Kasse im breiten Wiener Dialekt fragt, ob er auch eine Tüte braucht: "A Sakkal ah"? Der Kunde blickt kurz verwirrt von seiner Geldtasche auf, lächelt dann und antwortet in einem leichten Sing-Sang, während er mit Kopf und Oberkörper vor und zurück wippt: "Asakkallah, Asakallah". Er verlässt den Laden in dem Glauben, sich weltoffen und kosmopolitisch präsentiert zu haben und lässt dabei eine völlig irritierte, Kopftuch tragende Wienerin zurück.
Solche und ähnliche Begebenheiten im Buch lassen den Leser Schmunzeln, sich stellenweise auch ärgern oder aber selbstkritisch fragen: Wie hätte ich in einer solchen Situation reagiert?

Es stimmt nachdenklich, wenn Kevser Muratovic in ihrer Abwandlung über den langen Weg der Integration feststellt: "Die Festschreibung auf ein einziges Identitätsmerkmal ist ein enges Korsett, dessen einschränkende Wirkung mal mehr, mal weniger stark empfunden wird", und sich infolge fragt: "Es war und ist mir schon immer ein großes Rätsel gewesen, warum Menschen mit Migrationshintergrund bestenfalls Spezialisten für Migrationsthemen sein konnten". Diese Reduzierung auf das, was anders ist bzw. als fremdartig wahrgenommen wird, verstellt den Blick auf die unzähligen anderen Identitätsanteile, die einen solchen Menschen noch ausmachen. Befreiung erfährt die Autorin laut eigenen Angaben erst in der Anonymität der Masse, in der sie eine unter vielen, gleich und doch einzigartig bleibt.

Amani Abuzahra betrachtet in ihrem Essay Europas Verhältnis zu Muslimen im historischen Kontext und streicht hervor, wie lange diese in unseren Breitengraden bereits beheimatet sind bzw. wie nahe und vertraut uns das vermeintlich Fremde als Teil unseres Kulturgutes tatsächlich ist.

Haliemah Mocevic zeigt auf, dass Schubladisierung und klischeehafte Denkmuster selbst vor dem universitären Bereich nicht Halt machen. So wird sie als ausgebildete Psychologin und Teil des Uni-Teams in ihrer Vorbereitung einer Veranstaltung von einer vor Ort anwesenden Lehrerin mit der Feststellung begrüßt, die Abendschule befinde sich in einem anderen Raum. Offenbar war dieser Frau das Klischeebild der bildungsfernen Muslimin wesentlich vertrauter, als der offensichtlichere Gedanke, die "Kopftuchträgerin" mit dem Projektmaterial in Händen könnte tatsächlich Teil des vorangekündigten Uni-Teams sein.

Lelya Derman wiederum beschreibt eine gar nicht so sonderbar anmutende Woche einer muslimischen Frau, Ehefrau und Mutter, die sich - mit Ausnahme des Kopftuches und des Rituals, abends noch Kaffee zu konsumieren - gar nicht sonderlich vom eigenen Leben zu unterscheiden scheint. Und nein, es kommen darin weder gewalttätige, böse Ehemänner, noch Schläge, Blutvergießen und Racheakte vor. Dafür aber wird von Rangeleien mit dem Partner berichtet, wer morgens mit den Kids aufsteht, das Abendessen zubereitet etc,... Selbst die geschilderten Ärgernisse mit ungeduldigen Mitmenschen, die sich an der Kasse frech an Müttern vorbei drängeln, die greinenden Kinder dabei wohlweislich ignorieren und auf empörte Aufschreie mit unflätigen Aussagen reagieren, erscheinen nicht völlig unbekannt und neu. Das scheinbar Fremde zeigt sich hier vertraulich nahe.

Faszit: Abseits von der Klischeefigur der muslimischen Frau, wie sie in vielen Medien und Teilen der Politik verkörpert wird, die unterdrückt und zwangsverheiratet, ungebildet und unmündig ein Schattendasein fristet, leben die vorgestellten muslimischen Frauen ein "ganz normales" Leben, haben Träume, Wünsche und Sehnsüchte und treten für diese ein. Sie sind Ärztinnen, Technikerinnen, Mütter, Geschäftsfrauen, Hausfrauen, Lehrerinnen, Anwältinnen, Akademikerinnen, Ehefrauen, Pädagoginnen, Nachbarinnen, Freunde und vieles mehr.
Das augenscheinlich Fremde dieser Frauen in Form eines Kopftuches kann dabei nicht mehr über das Vertraute, das Vereinende und Nähe-Stiftende hinwegtäuschen.

In diesem Sinne regt das Buch dazu an, "die Scheuklappen abzunehmen, den Kopf zu heben, sich umzuschauen und zu sehen", was nicht auf den ersten Blick sichtbar gemacht wird. Und es ermutigt, sich für ein solidarisches "Wir" einzusetzen, Frauen mit unterschiedlichen Selbstkonzepten in den unterschiedlichsten Lebenswelten als Bereicherung zu erleben und sich für diese Vielfalt und Einzigartigkeit stark zu machen – Ja zu sagen zu Menschen, mit oder ohne Kopftuch.

Absolute Kaufempfehlung.

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Vertraute Fremde - Einsichten in die Lebenswelt muslimischer Frauen in Österreich und Deutschland

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Starker dritter Teil!

Die Geschichte der getrennten Wege - Erwachsenenjahre (Neapolitanische Saga 3) von Elena Ferrante

Bereits die ersten beiden Teile der Neapolitanischen Saga konnten mich restlos begeistern und so habe ich mich unheimlich auf den dritten Teil gefreut! Man ist auch sofort wieder im Geschehen drin und findet zur Not auch eine Zusammenfassung der bisherigen Handlung ganz zu Beginn des Buches.

Wir begleiten Elena und Lila in den 70er Jahren in Italien.

Beide sind nun verheiratet und führen ihr Familienleben größtenteils getrennt voneinander. Dennoch kommen sie nie wirklich voneinander los. Elenas Leben verläuft ganz anders als das von Lila. Sie hat eine gute Partie gemacht und ist erfolgreich mit ihrem ersten Roman. Lila hat sich von Ihrem Mann getrennt und schlägt sich allein mit ihrem Sohn durch.

Man könnte meinen, dass Elena das bessere Los gezogen hat, dennoch beneidet sie ihre Freundin. Während Elena versucht es allen recht zu machen und oft unsicher ist, sagt Lila gerade heraus ihre Meinung und handelt auch danach, eckt damit aber auch an. Dennoch wird sie gerade wegen ihres starken Charakters geachtet. Dass merkt auch Elena und bewundert ihre Freundin dafür, hegt aber auch dunkle Gedanken in Bezug auf ihre Jugendfreundin, weil sie selbst gerne so stark wäre.
Der dritte Teil ist der bisher politischste der Reihe. Es gibt viele Unruhen und Elena und Lila sind ebenfalls betroffen und müssen Stellung beziehen, wodurch wieder Spannungen zwischen ihnen entstehen.

Elena Ferrantes Schreibstil ist ganz ausgezeichnet. Sie versteht es die Spannung zu halten, auch wenn sie viel über alltägliches schreibt. Ich finde, es ist nicht selbstverständlich eine Geschichte über zwei Freundinnen so aufregend zu erzählen und das vor allem über vier dicke Bücher lang. Die Autorin hat Charaktere geschaffen, die unbeschönigt dargestellt werden. Man soll sie nicht bewundern oder gern haben, sondern auch ihre dunklen Seiten kennenlernen, die in jedem Menschen stecken können. Dennoch möchte man Elena und Lila begleiten und giert nach jeder Information, die man zu ihnen erhalten kann.

Nun heißt es auf den vierten und letzten Teil warten! Ich bin schon sehr gespannt, wie es ausgehen wird und kann es kaum erwarten weiterzulesen.

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Starker dritter Teil!