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Rezensionen von robert.wentz@gmx.at:

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Ein Aufruf zur Selbstbeschränkung als Heilmittel für die kapitalistische Wirtschaftsform?

Der Autor erinnert zu Recht daran, dass es der heutigen Gesellschaft - gedacht ist hier natürlich an die hochentwickelten Industrieländer - in materieller Hinsicht viel besser geht als jeder früheren Generation. Er weist ebenfalls darauf hin, dass für das subjektive Glücksempfinden ein weiteres Wirtschaftswachstum nur bedingt - wenn überhaupt - notwendig und hilfreich sei.

Statt ständig nur auf eine wachsende Wirtschaft zu schielen, sollte man sich besser wieder stärker auf vergessene Tugenden wie Bescheidenheit und Sparsamkeit besinnen. Denn die derzeitige Wirtschaftskrise sei v.a. darauf zurückzuführen, dass man zu lange über seine Verhältnisse gelebt und viel zu viele Schulden angehäuft habe. Es gelte nun, die Schulden möglichst rasch zurückzuzahlen und in Zukunft sparsamer und bescheidener zu leben.
So berechtigt manche erwähnten Kritikpunkte am derzeitigen Wirtschaftssystem sind, so wenig überzeugend erscheint mir die vom Autor empfohlene Strategie ein wirklich hilfreicher und realistischer Weg aus der Krise zu sein. So bleibt für mich z.B. die Frage unbeantwortet, wie sich in einem Wettbewerb stehende Betriebe oder auch nationale Volkswirtschaften erfolgreich gegen den Konkurrenzdruck behaupten können, wenn sie praktisch kaum Gewinne machen sollen bzw. dürfen. Als Einzelner kann ich ja bescheiden und sparsam leben - aber kann dies auch eine Wirtschaft? Leider wurde auch nicht die damit zusammenhängende Frage erörtert, was mit den vielen Arbeitslosen geschieht, wenn die Wirtschaft nicht wächst ... Ich bestreite nicht, dass die Staatsschulden insgesamt viel zu hoch sind; aber ein nicht unbeträchtlicher Teil dieser Last dürfte wohl auch auf die Rettung des Bankensystems zurückzuführen sein. Die Krise ist v. a. eine Krise des Finanzkapitalismus und ihrer "Spielregeln" und nicht eine Krise der Wirtschaft als solcher.

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Eine gerne verdrängte Tatsache wird zur Provokation

Limits to Growth von Dennis Meadows; Donella Meadows; Jorgen Randers

In der aktualisierten Auflage des Klassikers von 1972 wird erneut deutlich, dass wir auf einem Planeten mit begrenzten physischen Ressourcen und begrenzter Aufnahmekapazität für verschiedenste Schadstoffe leben. Diese Tatsache wird im Allgemeinen jedoch verdrängt, v. a. wenn man an die gebetsmühlenartige Wachstums-Rhetorik in Politik und Wirtschaft denkt.

Inwieweit die im Buch vorgestellten Modelle - und die darin enthaltenen Annahmen - der Wirklichkeit entsprechen, wird die Zukunft zeigen. Die bisherigen Annahmen von 1972 sind jedenfalls in wichtigen Bereichen von der tatsächlichen Entwicklung weitgehend bestätigt worden, was die Glaubwürdigkeit und Dringlichkeit der Aussagen in der Neuauflage nur unterstreicht. Die Autoren schließen übrigens nicht jede Form des Wachstums aus; sie bevorzugen aber stattdessen den Begriff der Entwicklung. Wachstum ist daher auch weiterhin möglich und wünschenswert, aber nur in jenen Bereichen, in denen es einer nachhaltigen Entwicklung dient.

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Eine gerne verdrängte Tatsache wird zur Provokation

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Eine moderne Apologie des Christentums

Glaube als Option von Hans Joas

Der Autor weist gleich zu Beginn zwei gängige Thesen zurück: (1) Modernisierung führe nicht zwangsläufig zur Säkularisierung; (2) Die Säkularisierung führe umgekehrt nicht zwangsläufig zu moralischem Verfall.
These 2 wird von manchen kirchlich-konservativen Kreisen vertreten, jedoch bleiben sie empirische Belege dafür meist schuldig.

Stärker umstritten ist These 1, wobei hier gerne auf die USA verwiesen wird, an dessen Beispiel offenkundig sei, dass Modernisierung nicht zur Säkularisierung geführt habe. Allerdings liegt dabei dem Modernisierungsbegriff eine Bestimmung zugrunde, die sie v.a. in wirtschaftlicher und technischer Hinsicht als 'modern' erscheinen lässt. Nimmt man hingegen die kulturelle Dimension - und mit ihr die in einer Gesellschaft vertretenen Werthaltungen - hinzu, dann zeigt sich in Bezug auf die USA ein anderes Bild: wirtschaftlich und technisch hochmodern, kulturell sehr konservativ und in vieler Hinsicht eben nicht 'modern', sondern sehr traditionell. Ob der religiöse Pluralismus in den USA tatsächlich Ursache für eine intensivere Religiosität ist, sei dahingestellt; im europäischen Kontext gibt es jedenfalls einige gewichtige Gegenbeispiele, wo gerade die Religiosität in jenen Ländern am höchsten ist, in denen nur eine Religion dominiert (Irland, Polen, Italien). Die Auffassung, religiöser Pluralismus führe gleichsam automatisch zu einer höheren Religiosität, ist wenig überzeugend, zumindest konnte dies außerhalb der USA meines Wissens noch nirgends empirisch nachgewiesen werden.
Wie dem auch sei, die Zurückweisung der These 1 macht sich der Autor m.E. etwas zu leicht, indem er einerseits darauf hinweist, dass sie heute nur mehr von wenigen vertreten werde - ist das ein Argument? - und andererseits den noch verbliebenen Vertretern der Säkularisierungsthese vorwirft, sie würden kaum Sorgfalt auf empirische Evidenz verwenden (S. 31). Ironischerweise arbeiten aber genau jene wenigen Vertreter der Säkularisierungsthese, die der Autor anführt - nämlich Ronald Inglehart, Steven Bruce und Detlef Pollack - durchwegs empirisch, während Joas in seinem Buch gänzlich auf Datensätze verzichtet.
Ein weiterer Schwachpunkt des Buches liegt in der ungeklärten Begrifflichkeit: Sowohl der Begriff der 'Modernisierung', der nur unter wirtschaftlicher und wissenschaftlich-technischer Hinsicht begriffen wird, als auch der Begriff der 'Säkularisierung', verstanden als 'Schwächung der Religion', die letztlich zu ihrem Verschwinden (S. 45) führen werde, sind wenig geeignet, das zu widerlegen, was in der Säkularisierungsthese - zumindest von deren wichtigsten Vertretern - tatsächlich behauptet wird: Nämlich ein zunehmender Bedeutungsverlust von Religion, was nicht mit dem Verschwinden von Religion gleichzusetzen ist. Weil der Autor Modernisierung mit wirtschaftlich-technischer Entwicklung gleichsetzt, kann er auch behaupten, dass Modernisierung und Demokratisierung nicht notwendigerweise zusammenhängen (S. 84).
Wird Säkularisierung als ein notwendiger und unumkehrbarer Prozess verstanden, dann ist das ebenso ideologisch wie die Auffassung, Säkularisierungsprozesse seien zwangsläufig kontingent (S. 80), weshalb ein erneutes Erstarken christlichen Glaubens dann jederzeit möglich sein müsste. Dass dem aber nicht so ist, scheint mit dem oft unterschätzten Kirchgang zu tun zu haben: Es mag sein, dass man glauben kann, ohne regelmäßig zum Gottesdienst zu gehen (S. 27) - allerdings dürfte dann, nach allem, was man empirisch weiß, der christliche Gehalt des Glaubens im Laufe der Zeit zunehmend schwinden … Überhaupt wird im Vermittlungsprozess christlichen Glaubens das Hineinwachsen des Kindes in einen gläubigen 'Habitus' oft zu wenig in Rechnung gestellt. Wenn man aber nicht schon als Kind sich diesen gläubigen Blick auf die Welt und eine bestimmte Glaubenspraxis angeeignet hat - und dies ist in säkularisierten Gesellschaften immer weniger der Fall - dann dürfte dies nicht ohne Folgen für die weitere Entwicklung bleiben. Natürlich kann man auch in modernen Gesellschaften religiöse Erfahrungen machen und insofern gläubig sein; die Frage ist nur, in welcher Form sich diese Gläubigkeit in säkularisierten Gesellschaften manifestiert und zum Ausdruck gebracht wird.

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Eine moderne Apologie des Christentums

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Ein eindringlicher 'Weckruf', sich der Zukunft zu stellen

2052. Der neue Bericht an den Club of Rome von Jorgen Randers

Anders als im Buch 'Limits to Growth' von 1972, an dem Randers bereits mitgearbeitet hatte und in dem von jeweils unterschiedlichen Voraussetzungen verschiedene zukünftige Szenarien abgeleitet und beschrieben wurden, versucht der Autor zum 40-jährigen Jubiläum einen Blick in die Zukunft. Genauer: Welche zukünftige Entwicklungen sind aufgrund heutiger Datenlage am wahrscheinlichsten für die nächsten 40 Jahre?

Das wohl überraschendste Ergebnis dürfte darin liegen, dass nach Randers' Prognose die Weltbevölkerung bereits um 2040 ihren Höhepunkt bei ca.

8 Milliarden erreicht haben soll. Viele seiner wirtschaftlichen und ökologischen Annahmen hängen aber eng mit der prognostizierten Bevölkerungsentwicklung zusammen, weshalb eine - m. E. durchaus wahrscheinliche - höhere Bevölkerungszahl manche aufgezeigten Probleme noch verschärfen dürften.

So sei etwa zu erwarten, dass es nicht gelingen werde, bis zur Mitte des 21. Jh. die Erderwärmung unter der 2-Grad-Schwelle zu halten, also unter jenem Grenzwert, bei dem aller Voraussicht nach der Klimawandel sich laufend selbst verstärkt und kaum mehr zu kontrollieren ist. Betrachtet man jedoch die derzeitige Klimapolitik, so ist zu befürchten, dass der von Randers prognostizierte - und jetzt schon (!) beginnen sollende - Rückgang von CO2-Emissionen in den USA und in den übrigen OECD-Ländern bei weitem nicht so stark ausfallen wird, wie er in seinen Berechnungen veranschlagt, was zur Folge hätte, dass sich die Erde noch mehr erwärmt als erwartet.

Eine für mich noch offene Frage ist, wie sich China in Zukunft entwickeln wird. Randers geht wie selbstverständlich davon aus, dass China auch 2052 autoritär regiert werde. Vieles könnte aber auch dafür sprechen, dass sich Menschen auf Dauer nicht ihre bürgerlichen Freiheiten nehmen lassen, auch und gerade weil es ihnen inzwischen in materieller Hinsicht besser geht.

Alles in allem ein lesenswertes Buch mit reichlich Datenmaterial, auch wenn manches darin nach schlechter Science-Fiction klingt, wie z. B. die Erwartung, im Jahre 2052 würden Computer über künstliche Intelligenz verfügen und ein eigenes Bewusstsein entwickeln oder auch die Behauptung, direkte (face to face) Kommunikation sei bloß eine Frage des Geschmacks und könnte in Zukunft einer technisch vermittelten Kommunikation weichen, ohne dass dabei Wesentliches verloren ginge.

Die 'praktischen Tipps' gegen Ende des Buches sind wohl eher ironisch-sarkastisch gemeint, als dass man sie ernst nehmen sollte.

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Ein eindringlicher 'Weckruf', sich der Zukunft zu stellen

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Ein zwiespältiges Buch

Der Wert der Bildung von Renate Girmes

Kritik am Bildungssystem gehört zur Aufgabe der Bildungswissenschaften – und dass hier vieles verbesserungsbedürftig ist, wird wohl kaum jemand bestreiten. Schließlich soll Bildung zur 'Menschwerdung des Menschen' führen, wie Girmes treffend formuliert, und dies geschehe im herkömmlichen Bildungssystem zu wenig.

Letzteres sei zu stark von einer Marktideologie der Knappheit und Konkurrenz geprägt, weshalb es den Heranwachsenden erschwert werde, einen Habitus der Kooperation zu entwickeln und oft die Zeit dafür fehle, sich neugierig und angstfrei mit den wirklich relevanten 'Objekten' zu beschäftigen.

Die Autorin vermutet, dass dies mit Absicht geschehe, um „gegen die Anteilnahme am Geschick der Erde und der von ihr getragenen Welt und Menschen“ (47) zu immunisieren. Innerhalb der knappheitsorientierten Logik heutigen Wirtschaftens gelte es vor allem, gute Noten, Kompetenzen und Abschlüsse zu erreichen, wodurch konkurrierendes Verhalten anstelle eines anteilnehmenden Interesses an der Welt und an den Menschen trete.

Gleichsam als ideologischen 'Überbau' hinter dem herkömmlichen Bildungssystem ortet die Autorin nichts weniger als den biblischen Sündenfall des Ungehorsams im Paradiesgarten. Diese m. E. wenig überzeugende Herleitung ist für den Argumentationsgang eigentlich unnötig und nicht wirklich hilfreich, zumal wenn damit zugleich vorausgesetzt wird, dass der Mensch nur ohne Gott wirklich frei und selbstständig handeln könne. Natürlich kann es auch die Freiheit einengende Ersatzgötter geben – wie z. B. einen 'Marktgott', dem sich viele 'unterwerfen'. Aber Unterwerfung ist nicht der einzig denkbare Modus einer persönlichen Gottesbeziehung wie die Autorin anzunehmen scheint.

Ziemlich abstrus wird die Argumentation schließlich dann, wenn Noten, Abschlüsse und Auszeichnungen des Bildungssystems mit dem Genuss der verbotenen Früchte im Paradies verglichen werden. Damit versucht die Autorin aufzuzeigen, dass das Bildungssystem noch immer in Kontinuität mit dem überlieferten Mythos des Sündenfalls stehe, den es zu überwinden gelte. Jegliche Form der Bewertung orientiere sich an Leistung, sie untergrabe die Wertschätzung und Freude an der eigenen Kraft und halte Menschen schwach und abhängig (73).

Wie sehr die Autorin von einer Art Verschwörungstheorie ausgeht, die sich hinter dem herkömmlichen Bildungssystem verberge, zeigt folgendes Zitat: „Unterstellt man einerseits ein intellektuell potentes lernfähiges Wesen Mensch, und will man andererseits jedenfalls gesellschaftlich nicht, dass dieses Wesen die 'Ungerechtigkeit' vieler Zustände in der Welt wahrnimmt, dann braucht man eine Systemkonfiguration, die die Wirksamkeit der gegebenen menschlichen Potenz 'ausbremsen' kann. Und so wird als reale Funktion des bestehenden und etablierten Systems die 'Immunisierung gegenüber der Wahrnehmung der 'Ungerechtigkeit'' [. . .] aufdeckbar und zugleich verständlich. Das 'Medium', in dem sich das vollzieht, ist die 'Konkurrenz um Anerkennung', die qua Leistungserhebung, Leistungsfeststellung und Leistungsbewertung durch die Instanzen des Systems kommuniziert wird und insofern beobachtbarerweise die operative Oberfläche der immunisierenden 'Arbeitsweise' des bestehenden Bildungswesens ausmacht. Das geschieht allerdings in einer Weise, dass diese Operationslogik den Mitgliedern des Systems selbst verborgen bleibt“ (111, Anm. 27).

Das Buch ist auf hohem Abstraktionsniveau verfasst und daher nicht leicht zu lesen; leider finden sich darin auch etliche orthografische Fehler. Den Werten, die die Autorin vertritt, wird man inhaltlich voll zustimmen können – man kann das Buch daher mit Gewinn lesen, wenn man die Verschwörungstheorien und die Sündenfallerzählung dort belässt, wo sie hingehören – ins Reich der Mythen.

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Ein zwiespältiges Buch

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Ein zwiespältiges Buch

Der Wert der Bildung von Renate Girmes

Kritik am Bildungssystem gehört zur Aufgabe der Bildungswissenschaften – und dass hier vieles verbesserungsbedürftig ist, wird wohl kaum jemand bestreiten. Schließlich soll Bildung zur 'Menschwerdung des Menschen' führen, wie Girmes treffend formuliert, und dies geschehe im herkömmlichen Bildungssystem zu wenig.

Letzteres sei zu stark von einer Marktideologie der Knappheit und Konkurrenz geprägt, weshalb es den Heranwachsenden erschwert werde, einen Habitus der Kooperation zu entwickeln und oft die Zeit dafür fehle, sich neugierig und angstfrei mit den wirklich relevanten 'Objekten' zu beschäftigen.

Die Autorin vermutet, dass dies mit Absicht geschehe, um „gegen die Anteilnahme am Geschick der Erde und der von ihr getragenen Welt und Menschen“ (47) zu immunisieren. Innerhalb der knappheitsorientierten Logik heutigen Wirtschaftens gelte es vor allem, gute Noten, Kompetenzen und Abschlüsse zu erreichen, wodurch konkurrierendes Verhalten anstelle eines anteilnehmenden Interesses an der Welt und an den Menschen trete.

Gleichsam als ideologischen 'Überbau' hinter dem herkömmlichen Bildungssystem ortet die Autorin nichts weniger als den biblischen Sündenfall des Ungehorsams im Paradiesgarten. Diese m. E. wenig überzeugende Herleitung ist für den Argumentationsgang eigentlich unnötig und nicht wirklich hilfreich, zumal wenn damit zugleich vorausgesetzt wird, dass der Mensch nur ohne Gott wirklich frei und selbstständig handeln könne. Natürlich kann es auch die Freiheit einengende Ersatzgötter geben – wie z. B. einen 'Marktgott', dem sich viele 'unterwerfen'. Aber Unterwerfung ist nicht der einzig denkbare Modus einer persönlichen Gottesbeziehung wie die Autorin anzunehmen scheint.

Ziemlich abstrus wird die Argumentation schließlich dann, wenn Noten, Abschlüsse und Auszeichnungen des Bildungssystems mit dem Genuss der verbotenen Früchte im Paradies verglichen werden. Damit versucht die Autorin aufzuzeigen, dass das Bildungssystem noch immer in Kontinuität mit dem überlieferten Mythos des Sündenfalls stehe, den es zu überwinden gelte. Jegliche Form der Bewertung orientiere sich an Leistung, sie untergrabe die Wertschätzung und Freude an der eigenen Kraft und halte Menschen schwach und abhängig (73).

Wie sehr die Autorin von einer Art Verschwörungstheorie ausgeht, die sich hinter dem herkömmlichen Bildungssystem verberge, zeigt folgendes Zitat: „Unterstellt man einerseits ein intellektuell potentes lernfähiges Wesen Mensch, und will man andererseits jedenfalls gesellschaftlich nicht, dass dieses Wesen die 'Ungerechtigkeit' vieler Zustände in der Welt wahrnimmt, dann braucht man eine Systemkonfiguration, die die Wirksamkeit der gegebenen menschlichen Potenz 'ausbremsen' kann. Und so wird als reale Funktion des bestehenden und etablierten Systems die 'Immunisierung gegenüber der Wahrnehmung der 'Ungerechtigkeit'' [. . .] aufdeckbar und zugleich verständlich. Das 'Medium', in dem sich das vollzieht, ist die 'Konkurrenz um Anerkennung', die qua Leistungserhebung, Leistungsfeststellung und Leistungsbewertung durch die Instanzen des Systems kommuniziert wird und insofern beobachtbarerweise die operative Oberfläche der immunisierenden 'Arbeitsweise' des bestehenden Bildungswesens ausmacht. Das geschieht allerdings in einer Weise, dass diese Operationslogik den Mitgliedern des Systems selbst verborgen bleibt“ (111, Anm. 27).

Das Buch ist auf hohem Abstraktionsniveau verfasst und daher nicht leicht zu lesen; leider finden sich darin auch etliche orthografische Fehler. Den Werten, die die Autorin vertritt, wird man inhaltlich voll zustimmen können – man kann das Buch daher mit Gewinn lesen, wenn man die Verschwörungstheorien und die Sündenfallerzählung dort belässt, wo sie hingehören – ins Reich der Mythen.

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Ein zwiespältiges Buch

Rezensionen von Maeddsche:

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Ende zerstört gelungenen (Psycho)Thriller

Der Wert der Bildung von Renate Girmes

Inhalt:
Der Klappentext verrät eigentlich hinsichtlich der Handlung schon alles Wesentliche. Nach einer kurzen Einführung in Evan Birchs Alltag und Familienleben, findet besagte Szene mit der Polizei statt und danach dreht sich alles um die Frage ob Evan nun schuldig ist oder nicht. Dabei liegt der Fokus aber sehr stark auf der psychologischen Seite, was unter anderem auch damit zusammenhängt, dass Evan Philosophieprofessor ist und dementsprechend hinterfragend handelt.

Daher würde ich diesen Thriller auf jeden Fall als Psychothriller definieren. Lässt man sich darauf ein, ist das Buch aber nicht weniger spannend, im Gegenteil. Die Spannung ist hier sehr subtil, aber dennoch durchgehend hoch. Immer wieder geschehen komische Sachen, werden nicht ganz eindeutige Gespräche geführt und tauchen neue Beweise und Tatsachen auf. Man weiß als Leser also nie woran man ist. Zudem erleben wir die Geschehnisse nur aus der Sicht von Evan und können so auch nur das beurteilen, was er uns gibt. Zwar spielt auch seine Frau Ellen eine große Rolle, wir lernen aber auch sie nur durch die Augen von Evan kennen, wobei sie oft ein komisches Verhalten an den Tag legt. Zum Schluss bleibt dann leider vieles offen, sodass das Buch eigentlich gar keinen richtigen Schluss hat. Viele Vorkommnisse und Zwischenfälle, die Fragen aufwarfen und wichtig erschienen, werden am Ende nicht mehr aufgegriffen und selbst die große Frage eines jeden Thrillers, „Wer war es?“, bleibt unbeantwortet.

Fazit:
Selten habe ich das Ende eines Buches so bedauert wie bei diesem. Für mich macht es leider
meinen kompletten Eindruck vom Buch zunichte. Ich war von Anfang an begeistert. Die fehlende Spannung, die so viele Leser bemängeln, kann ich nicht bestätigen. Die Spannung wurde einfach nur auf einem sehr subtilen Weg vermittelt. Es gibt keine Action, dafür aber sehr viele Andeutungen und komische Vorfälle, die Zweifel säen. Man weiß bei Evan und auch bei seiner Familie einfach nicht woran man ist. Ist er unschuldig und einfach nur in eine Reihe von Zufällen verwickelt, oder steckt doch mehr dahinter? Und so ist dieser (Psycho)-Thriller einer der wenigen, der mich beim Lesen und auch noch danach viel beschäftigt hat und mich die ein oder andere Theorie hat spinnen lassen, nur um sie im nächsten Moment schon wieder zu verwerfen. Alles deutete darauf hin, dass dieses geniale Verwirrungsspiel in einem spannenden Ende seinen Höhepunkt findet, wo alle Vorfälle zusammenfinden und durch die Präsentation des Täters aufgelöst werden. Leider ist das genaue Gegenteil der Fall. Es wird keine, wirklich gar keine Frage beantwortet. Nach Beendigung des Buches fühle ich mich, als wäre mir nach der Hälfte das Buch weggenommen worden und ich müsste mir denken wie es ausgehen könnte, wobei noch jede Möglichkeit offen ist. Das Ende eines Buches muss für mich zwar nicht jede Kleinigkeit beantworten, aber als Leser sollte man doch zumindest nicht komplett ratlos zurückbleiben. Beurteile ich die ersten drei Viertel des Buches, würde ich eine Leseempfehlung aussprechen. Durch den Schluss kann ich das nun aber nicht. Das Buch ist sprachlich und stilistisch absolut gelungen und es wird auf subtile Weise gekonnt Spannung aufgebaut. Man fiebert dem Ende entgegen und will endlich Antworten – die große Auflösung bleibt dann aber aus. Für mich ist das leider kein gelungenes Ende, das das zuvor Gelesene kaputt macht. Aktuell wird das Buch verfilmt und ich bin sehr gespannt ob die bildliche Darstellung der Story mehr Antworten liefern wird. Vielleicht lässt mich das dann anders über das Buch denken. So konnte es mich (leider nur anhand der letzten paar Seiten) leider nicht überzeugen.

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Ein zwiespältiges Buch

Rezensionen von Pink Anemone:

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Eine Mischung aus Thriller und Milieustudie in typisch schottischer Manier - schräg, mit coolen Sprüchen und bissigem Sarkasmus.

Wer andern eine Bombe baut von Christopher Brookmyre

War’s das für Raymond Ash? An der Uni träumten er und sein Kumpel Simon von einer Zukunft als Rockstar, stattdessen hat er jetzt, mit Mitte 30, ein schreiendes Baby und einen neuen Job als Lehrer an der Backe – und Simon ist seit drei Jahren tot. Kein Wunder, dass Ray seinen Augen nicht traut, als er ihn am Glasgower Flughafen sieht.

Und dann geschehen auf einmal Dinge, die seltsamer und brutaler sind als jedes von Rays geliebten Computerspielen.
Gemeinsam mit der Polizistin Angelique de Xavia (bekannt aus Die hohe Kunst des Bankraubs) gerät er in sich immer schneller überschlagende Ereignisse, und die beiden müssen über sich hinauswachsen, um einen Terroranschlag zu verhindern, den der »neue«, sehr sehr böse Simon verüben will. Nur: was ist überhaupt das Ziel der Attacke? Die Spur führt in die schottischen Highlands …(Klappentext)

Hier muss man definitiv Geduld haben bis man weiß wohin einem der Autor führen will, sich der Unzufriedenheit der Protagonisten stellen und sich darauf einlassen.
Der Autor schafft es ein Portrait der Gesellschaft zu zeichnen in der alle unzufrieden sind und vor sich dahin leben, angepisst auf das Leben und einem selbst sind bis...ja bis ihnen alles um die Ohren fliegt (im wahrsten Sinne), das Grauen Einzug hält und man, genau wie auch die Protagonisten selbst, erkennt, dass die ganze Jammerei unnötige Kleinscheißerei ist....doch dann ist es zu spät.
In einem Moment fragt man sich, wohin einem der Autor führen will, im nächsten fliegen einem so plötzlich die Körperteile entgegen, sodass man nahezu genauso geschockt ist, wie die Protagonisten selbst.

"Zwischen sich und dem kornblumenfarbenen Sommerkleid sah er zwei Beine in den Trümmern liegen. Ein Fuß fehlte, der andere hing noch an fransigen Fleischfetzen. Der Schuh sah aus wie seiner. Genau solche hatte er auch, aber heute hatte er sie nicht angezogen. Heute nicht. Heute hatte er andere an, die alten. Bitte!" (S. 44)

Die Thematik des Terrors, die der Autor hier aufgreift, ist aktueller denn je und Brookmyre geht hier noch um einiges weitere - Auftragsterrorismus. Für Geld Bomben legen und so viele Menschen wie möglich mitreißen.

Und in dieser Branche hat einer die Nase ganz vorne - Black Spirit.
Er hieß mal Simon, war aber schon immer ein arrogantes Arschloch und immer der Meinung er wäre zu etwas Großem bestimmt. Nun ist er freischaffender Terrorist und genießt die Macht über Menschenleben zu bestimmen. Dieser beginnt nun sogar Visitenkarten zwischen all dem Schutt und der Leichen zu hinterlassen. Besseres Marketing gibt es fast nicht und eines muss man schon sagen - die coolsten Sprüche hat er auf Lager.

Doch die Anti-Terroreinheit Englands ist nun auf seinen Fersen. Darunter die zierliche aber toughe Angelique de Xavia (kurz Angel X genannt), die vor allem damit zu kämpfen hat die einzige Frau in dieser Truppe zu sein. Aber das schert sie einen Scheißdreck und ebenso wenig hat sie Respekt vor diesem Auftragsterror-Heini. Sie will ihn einfach nur zur Strecke bringen.

Dann wäre da noch Ray. Ein Mittdreißiger der seinem alten Leben als Profi-Gamer ohne Baby mit Koliken nachheult. Er hat für die Familie all seine pubertären Träume aufgegeben und führt jetzt ein solides Leben als Lehrer und Papa eines schreienden Kindes. Hinfort sind seine Träume Rockstar zu werden, oder das Geld als Gamer zu verdienen. Nach der Arbeit flüchtet er sich manchmal auf den Flughafen. Er beobachtet die Abflüge und genießt das Gefühl die Möglichkeit zu haben aus der ganzen Alltagsscheiße auszubrechen - einfach in einen Flieger steigen, Frau und Kind hinter sich lassen und einen Neuanfang wagen. Doch dann sieht er einen alten Freund, was eigentlich nicht möglich ist, da Simon seit über 3 Jahren tot ist. Erinnerungen kommen hoch und es macht KLICK.

"Es war eine schallende psychologische Ohrfeige gewesen, die ihn aus seinem depressiven Tunnelblick gerissen hatte, sodass er wieder richtig sehen konnte, was wirklich vor ihm lag." (S. 101)

Doch was nützt einem diese Erkenntnis, wenn man auf einmal gejagt und versucht wird einem den Kopf wegzupusten?

Last but not least hätten wir da noch zwei 13-jährige Jungs, Murph und Lexy.
Zwei typische Jungs, die sich in ihrer Coolness übertreffen wollen, die Schule schwänzen und allzu neugierig sind. Diese Neugierde wird ihnen jedoch zum Verhängnis und sie sind dadurch in dieser terroristischen Action schnell mitten drin, statt nur dabei. Nun müssen sie über sich hinauswachsen, um aus dieser Scheiße wieder heil herauszukommen und wenn man schon dabei ist, kann man den bösen Kriminellen doch auch gleich ordentlich ans Bein pissen.

Dieser Thriller wurde bereits 2001 veröffentlicht, trotzdem ist er aktueller denn je.
Mit Ray und Simon reist man in deren Rückschau jedoch auch in die verrückten 90er und vor allem Gamer werden daran ihre Freude haben. Ray vergleicht nämlich sein Leben und was darin passiert gerne mit einem PC-Game.

"Es war Team Deathmatch, dachte Ray, Rocket-Arena-Regeln: keine Health Packs, keine neue Armour, keine Respawns; wenn man stirbt, bleibt man tot, das erste Team, das komplett ausgelöscht wird, hat verloren." (S. 457)


Zudem ist dies nicht nur ein Thriller, sondern auch eine Milieustudie vom Feinsten. Hier werden also auch ruhigere und tiefsinnige Töne angeschlagen und daher hat der Thriller zwischendurch auch den Charakter eines Romans.
Beides ist jedoch gewürzt mit herrlich schwarzem Humor und bissigem Sarkasmus. Dieser Thriller erinnert mich daher so ein wenig an den Film "Bube Dame König Gras", falls den jemand kennt.

Fazit:
Dieser Thriller ist für all diejenigen, die ein Faible für Spannung UND intelligente Unterhaltung und nichts gegen bissigen Humor und den ein oder anderen derben Spruch haben.
Vor allem Gamer der 90er, die "Doom" und "Half-Life" zockten, kommen durch Ray auf ihre Kosten und können daher, wie ich, in Erinnerungen schwelgen.

Ich habe geschmunzelt, gelacht, mir vor Spannung die Nägel abgekaut und reiste mit Vergnügen in die 90er. Es war eine Freude in diesem Thriller im typischen scottish Style zu lesen und wurde bestens unterhalten. Herz, was willst du mehr?

© Pink Anemone

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Eine Mischung aus Thriller und Milieustudie in typisch schottischer Manier - schräg, mit coolen Sprüchen und bissigem Sarkasmus.

Rezensionen von Gaby 2707:

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Immer nur die Zweite

Mordsfinale. Ostfrieslandkrimi von Ulrike Busch

Oh nein, jetzt ist der neue Fall für Fenna Stern und Tammo Anders schon fertig erzählt. Endlich haben sich die Beiden das Ja-Wort gegeben und ich wollte unbedingt noch wissen, welchen Traum Fenna ihrem Tammo als Hochzeitsreise erfüllt hat.
Doch bevor es soweit war, mussten die Beiden noch einen kniffligen Fall lösen:
In der Seniorenresidenz "Haus Friesenglück" am Rande von Greetsiel sterben innerhalb zwei Woche zwei Frauen.

Nichts ungewöhnliches, sollte man meinen. Aber Hark und Edith, die hier einen mordsmäßig komfortablen und unterhaltsamen Lebensabend verbringen wollen, haben Verdächtiges gehört und lassen von ihrem Freund Frido die Kriminalpolizei rufen. Es stellt sich wahrhaftig heraus, dass der Arzt des Hauses bei einer der Damen vorschnell Selbstmord diagnostiziert hat, um das Haus nicht in Schwierigkeiten zu bringen.
Fenna und Tammo ermitteln mit gewohnter Sorgfalt und fördern Unglaubliches zutage.

In ihrem 5. Fall für die Kripo Greetsiel nimmt sich Ulrike Busch ein Thema vor, dem viele von uns irgendwann entgegen gehen – dem Leben in einem Alten- oder Seniorenheim. Sehr gut finde ich die Idee mit Seniorenbetreuerinnen. Gerade im Alter braucht man immer wieder mal jemandem, und sei es nur um mit ihr seine Gedanken zu teilen.
Auf der anderen Seite will ich nicht wissen, bei wie vielen Senioren ein "normaler" Tod bescheinigt wird, der gar keiner war.

Bisher kannte ich auch nur Insulinspritzen. Aber dank der hervorragenden Recherchearbeit der Autorin bin ich nun klüger und hoffe, dass die Insulintabletten, die in diesem Fall eine Rolle spielen, heute in der Herstellung aber noch viel zu teuer sind, in absehbarer Zukunft vielen Patienten helfen werden.

Der leichte trotzdem fesselnde Schreibstil hat mich sofort in die Geschichte hineingezogen. Da ich nun schon das 5. Mal in Greetsiel bin, finde ich es immer wieder schön, alte Bekannte wiederzutreffen.
Die Dialoge und die farbig ausgestalteten Protagonisten erwecken eine authentische Atmosphäre, in die ich gerne eintauche und mich mitreißen lasse.
Doch nicht nur der Kriminalfall ist aufregend und spannend beschrieben. Bei Fenna und Tammo spüre ich, wie sie ihrer bevorstehenden Hochzeit entgegen fiebern und wie verliebt sie trotz der vielen Arbeit immer noch sind.

Wer bei einem Krimi ohne viel Blutvergießen auskommen kann, der ist hier mal wieder genau rchtig: Spannende Unterhaltung; vielschichtige Charaktäre; ein Ermittlerduo, das einen interessanten Fall nachvollziehbar löst – was will ich mehr!
Zur Auflösung des Rätsels um die Hochzeitsreise muss ich nun leider bis zum nächsten Fall warten, auf den ich mich heute schon freue.

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Immer nur die Zweite

Rezensionen von Hexenaugen:

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Wenn dein Mann sich als dein größter Gegner entpuppt

Wahrheit gegen Wahrheit von Karen Cleveland

Vivian arbeitet mit mehreren Kollegen daran, das Netz von Schläfern des russischen Geheimdienstes in den USA aufzurollen, indem sie auf der mittleren Führungsebene die Führer der ruhenden Agenten enttarnen und ihnen eine Ausstiegsregelung anbieten. Den Analysten ist es gelungen, in den Rechner eines Verdächtigen einzudringen und seine Aktivitäten minutiös zu verfolgen.

Als Vivian auf diesem Rechner eine Datei öffnet, blickt ihr dort von einem Foto ihr Mann Matt entgegen. Matt ist offenbar schon als jugendliches Waisenkind in die USA eingeschleust worden und konnte seiner Frau seine wahre Biografie bisher verschweigen. Vivian ist sprachlos. Ihre große Liebe, in der sie beide für einander bestimmt zu sein schienen, erweist sich als große Lüge. Fragt sich nur, ob ein Lügner immer lügt, und ob sie erkennen könnte, wann Matt die Wahrheit sagt. Aufgrund ihrer Ausbildung hielt Vivian sich bisher für in der Lage dazu. Die Russland-Spezialistin findet sich in einer dramatischen Zwickmühle. Sie muss ihre Entdeckung einem Vorgesetzten melden, würde damit ihren Kindern aber den Vater nehmen oder schlimmstenfalls die Eltern, falls sie noch länger mit der Selbstanzeige zögert.

Sehr spannend und ich konnte das Buch nicht eher weg legen bis ich es beendet hatte. Ich empfehle das Buch gerne weiter! ;-))

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Wenn dein Mann sich als dein größter Gegner entpuppt