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Rezensionen von LEXI:

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Das ist eine, die weiß, was sie tut

Hinter dem Orangenhain von Irma Joubert

„Ich werde etwas aus meinem Leben machen. Ich werde später auch in einem richtigen Haus wohnen und gut kochen und die weichen Körper von meinen Kindern in einer warmen Badewanne mit einer gut riechenden Seife waschen. Ich werde mir später einen guten Beruf suchen und einen Mann heiraten, der gut für mich sorgen kann.

Meine Kinder sollen niemals erfahren, wie es ist, wenn man Hunger hat, sie sollen keine Kleider der Armenfürsorge anziehen müssen, niemals für Gratisbücher anstehen müssen, und unter keinen Umständen auf einer kahlen Matratze unter einer dünnen, kribbeligen Decke schlafen müssen.“

Das große, dünne Beiwohnerkind Pérsomi Pieterse aus Bosveld, Südafrika, weiß ganz genau, was sie möchte. Und sie besitzt die Hartnäckigkeit, den notwendigen Ehrgeiz und die Intelligenz, um ihre hoch gesetzten Ziele zu erreichen. Aufgewachsen in bitterster Armut in einer ärmlichen Hütte ist sie bereits in sehr jungen Jahren gezwungen, vor Gericht gegen ihren Stiefvater auszusagen, der ihre kleine Schwester mehrfach vergewaltigt und geschwängert hat. Bereits zu diesem Zeitpunkt beschließt Pérsomi, Rechtsanwältin zu werden und als Erwachsene dafür zu sorgen, dass der Gerechtigkeit Genüge getan wird. Durch die jahrelange finanzielle Unterstützung ihres leiblichen Vaters, dessen Identität Pérsomis Mutter unter keinen Umständen preiszugeben bereit ist, erhält das zielstrebige kleine Mädchen die Möglichkeit, Schulbildung zu erfahren. Pérsomis Fleiß und ihre harte Arbeit machen sich bezahlt und als ausgezeichnete Schülerin kann sie bald mit den besten Noten der gesamten Schule aufweisen. Durch ein Stipendium eröffnet sich ihr schließlich auch die Möglichkeit eines Jurastudiums, das sie als Beste ihres gesamten Jahrgangs absolviert. Nach dem Praktikum in der Kanzlei von Bartel De Vos übernimmt die zielstrebige junge Anwältin einen aussichtslos erscheinenden Fall, der für große Unruhe sorgt und die Bewohner des Bosvelds in zwei Fronten teilt.

Irma Jouberts Neuerscheinung wartet mit stattlichen sechshundert Buchseiten auf und beeindruckte mich mit einer höchst interessanten Geschichte um das Leben in Südafrika Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts. Die unterschiedlichen Gesellschaftsschichten wurden ebenso detailliert gezeichnet wie die politische Situation, man liest von den Auswirkungen des Einmarsches Deutschlands in Polen im Jahre 1939, vom japanischen Angriff auf Pearl Harbour und der darauffolgenden Vergeltungsaktion – dem Abwurf der Atombombe auf Hiroshima. Eine zentrale Rolle nimmt die Apartheidpolitik in Südafrika ein, die Irma Joubert geschickt mit der Geschichte ihrer Protagonistin verwoben hat. Pérsomi setzt sich als Anwältin für ihre in Bedrängnis geratenen indischen Freunde ein, übernimmt deren Rechtsvertretung und weicht trotz Widerständen in ihrem familiären Umfeld und im Freundeskreis keinen Millimeter von ihren Überzeugungen ab. Pérsomi hat große schulische und später auch berufliche Erfolge zu verzeichnen, erlebt jedoch in der Liebe einige Enttäuschungen.

Die Autorin hat mit Pérsomi Pieterse eine hervorragende Protagonistin erschaffen, die sie nicht nur ausgezeichnet dargestellt hat, sondern der sie zu alledem auch beeindruckende Nebenfiguren zur Seite stellt. Die gelungenen Charakterzeichnungen und der einnehmende Schreibstil Irma Jouberts sorgten dafür, mich regelrecht an das Buch zu fesseln und mich mit den handelnden Figuren zu identifizieren. Pérsomis Leben war niemals einfach, ihren langen und oftmals steinigen Weg zu ihrem beruflichen und privaten Glück empfand ich als vortrefflich dokumentiert. Einzig die für meinen Lesegeschmack zu starke Gewichtung auf politische Themen und die dadurch entstandenen Längen im Buch stellen einen winzigen Kritikpunkt meinerseits dar.

Fazit: Ich empfand den Roman „Hinter dem Orangenhain“ als höchst imposantes Leseerlebnis, das mich tief in seinen Bann gezogen hat und das ich sehr gerne weiterempfehle.

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Das ist eine, die weiß, was sie tut

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Die Entstehungsgeschichte eines weltberühmten Liedes

Stille Nacht, heilige Nacht von Klaus Sauerbeck

Klaus Sauerbeck erzählt im vorliegenden Buch anhand der historisch belegten Fakten, wie das weltberühmte Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“ aus seiner Sicht entstehen hätte könne. Er beansprucht hierbei die dichterische Freiheit für sich, hält sich aber dennoch an die überlieferten Tatsachen.

Der Autor beschreibt die arme, aber behütete und glückliche Kindheit des Joseph Mohr mit seiner Mutter Anna Schoiber, die von Josephs Vater verlassen wurde, als er von der Schwangerschaft erfuhr. Dass der kluge und sehr musikalische Junge ein Gymnasium besuchen und das Theologiestudium absolvieren durfte, verdankt er dem Domchorvikar Nepomuk Hiernle, seine erste Stelle als Priester trat er in Oberndorf an, wo er durch seine offene Art, sein soziales Engagement und sein weites Herz äußerst beliebt war. Klaus Sauerbeck berichtet auch vom folgenschweren Versagen der Orgel am Heiligen Abend des Jahres 1818 in Oberndorf, wo der Priester gemeinsam mit seinem besten Freund Franz Gruber improvisierte und durch Gesang und Gitarrenbegleitung ein Weihnachtslied vortrug, das sie gemeinsam erdachten und zu Papier brachten. Eine ungewöhnliche Situation, entstanden aus einer Notlage, die der Öffentlichkeit jenes Lied bescherte, das heute in allen Ländern der Erde und in verschiedenen Sprachen jedes Jahr zur Weihnachtszeit gesungen wird.

In einem Nachwort liefert Jürgen Werth Gedanken zur kindlichen Vorweihnachtsverzückung und dazu, was vor langer Zeit in Bethlehem geschah. Die biografischen Daten des Liederkomponisten Franz Gruber und des Textdichters Joseph Mohr bilden gemeinsam mit dem Text dieses Liedes sowie einer Kostprobe davon in elf Sprachen den Abschluss dieses wunderschönen Büchleins, das perfekt zur Weihnachtszeit passt.

Die überarbeitete Neuauflage dieses Buches glänzt mit einem edlen Cover, wobei der Umschlag aus dunkelblauem, samtartigen Stoff und den silbernen Lettern höchst elegant wirkt. Auf den Innenseiten befinden sich insgesamt siebzehn ganzseitige Abbildungen, die ebenfalls sehr schlicht, aber edel in ihrer Gestaltung sind: silberne Darstellungen auf dunkelblauem Hintergrund.

FAZIT: Eine wunderschöne Geschichte über ein historisches Ereignis, dem wir die Entstehung des wohl berühmtesten Weihnachtsliedes aller Zeiten zu verdanken haben. Eine herzerwärmende Lektüre, die man besonders zur Weihnachtszeit selber lesen, oder idealerweise auch verschenken kann.

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Die Entstehungsgeschichte eines weltberühmten Liedes

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Tim Brenners Schulabenteuer

Stille Nacht, heilige Nacht von Klaus Sauerbeck

Der kleine Tim wird eingeschult, er hat seinen ersten Schultag vor sich. Er weiß nicht, was in dieser fremden Umgebung und mit all den fremden Kindern auf ihn zukommen wird, er ist ein wenig ängstlich und macht sich Sorgen. Seine Mutter versucht ihn zu beruhigen, und gemeinsam bringen sie Tims Ängste im Gebet vor Jesus.

Und siehe da – der erste Schultag beschert Tim nicht nur ein positives Erlebnis, er darf zudem auch einen neuen Freund kennenlernen – seinen Sitznachbarn Linus. Und plötzlich freut Tim sich auf die Schule. Doch es gibt auch Jungen, mit denen Tim nicht so gut klarkommt, die ihn auslachen und schikanieren. Tim muss in seiner neuen Umgebung auch den Umgang mit Gewissenskonflikten und Lügen lernen, muss zwischen guten und schlechten Geheimnissen unterscheiden, und erkennt mit Hilfe seiner Mutter, dass alles einfacher ist, wenn man mit Jesus darüber spricht, ihm von seinen Problemen erzählt und ihn um seine Hilfe bittet.

Dieses Kinderbuch ist aufgrund der erstklassigen Illustratorin Tanja Husmann nicht nur in optischer Hinsicht ein absoluter Blickfang. Abgesehen von den großartigen Zeichnungen, die auf dem Buchcover in Farbe, und auf insgesamt neun Innenseiten in Schwarz-Weiß gedruckt wurden und das Buch perfekt ergänzen, stellt auch der Inhalt eine richtige Perle dar. Kindern wird hierbei durch die Beschreibung des Schulalltags und der kleinen Probleme im Zusammensein mit ihren Mitschülern der christliche Glaube nahegebracht, die Hilfe und Unterstützung durch Jesus Christus. Sie lernen, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden, all ihre Gedanken, Hoffnungen, Wünsche, aber auch Probleme und die Bitte um Unterstützung in schwierigen Situationen im Gebet vor Jesus zu bringen und ihm für seine Hilfe auch zu danken. Die große, lesefreundliche Schrift und die übersichtliche Gliederung durch viele Absätze im Text machen dieses Erstlesebuch zu einem richtigen Geheimtipp. Ich würde es jedem Kind im Alter von sechs Jahren, durchaus aber auch als Vorlese-Buch im Vorschulalter empfehlen.

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Die Entstehungsgeschichte eines weltberühmten Liedes

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Gesammelte, kraftvolle Weisheiten

Am Ende des Tages von Bernhard Meuser

Ich durfte Bernhard Meuser bereits als Autor mehrere Sachbücher kennen- und schätzen lernen und meine Vorfreude auf seine aktuelle Neuerscheinung „Am Ende des Tages“ war entsprechend groß. Die im Buch befindlichen 365 Gebete und Impulse konnten zu keinem geeigneteren Zeitpunkt den Weg zu mir finden.

Passend zum Beginn des neuen Jahres in wenigen Tagen werden „diese zusammengetragenen Gedanken, dieser jahrealter, lieb gewordener Schatz gesammelter Weisheiten“, wie Bernhard Meuser es in seinem Vorwort nennt, Raum in meiner täglichen Stillen Zeit finden. Die Zitate, Gedanken und Gebete der einzelnen Tage weisen zwar keine Länge, jedoch große Tiefe auf. Sie lediglich zu „lesen“ ist nicht genug – man sollte sich Zeit nehmen, zur Ruhe kommen, sich auf Bernhard Meusers Worte einlassen und versuchen, sich auch in sie hinein zu versetzen.

Für Menschen, die dieses Buch nicht nur als tägliche Abendandacht in chronologischer Reihenfolge verwenden möchten, sondern gezielt nach ganz bestimmten Themenbereichen oder nach Autoren bestimmter Zitate und Weisheiten suchen, stellen Stichwort- und Namensregister im Anhang dieses Buches eine wertvolle Hilfe dar.

Die optische Aufmachung und die Gestaltung des Buchcovers gefallen mir ausnehmend gut. Der dunkle Hintergrund symbolisiert den Anbruch der Nacht („Am Ende des Tages“), das beeindruckende Farbspiel der untergehenden Sonne und die Bergformation im Vordergrund stellen einen faszinierenden Blickfang dar. Die zarte, in dezent gehaltenen Farben gedruckten Lettern vermitteln dem Betrachter den Namen des Autors, den Titel und den Untertitel, sowie den Namen des Verlages. Ein schlichtes, perfekt gelungenes Bild, das mir bereits beim ersten Anblick Ruhe und Harmonie vermittelte.

Fazit: „Am Ende des Tages“ ist ein Geschenk des Autors an seine Leser, indem er sie an seiner wertvollen Sammlung von Gedanken und Weisheiten teilhaben lässt. Dieses Buch wird mich im neuen Jahr 2018 täglich begleiten und bietet mir die Möglichkeit, mich zum Abschluss eines Tages darin zu vertiefen, die Begegnung und das Gespräch mit Gott zu suchen. Ein kleines Lesebändchen als willkommene Aufwertung und nützliche Lesehilfe suchte ich leider vergeblich in diesem Buch – sie stellen besonders im täglichen Gebrauch unentbehrliche Markierungshilfen dar, da sie im Gegensatz zu lose zwischen die Buchseiten eingelegte Lesezeichen niemals verloren gehen und zudem sehr gut aussehen.

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Rezensionen von PFIFF:

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Was stecken für Geschichten hinter verlorenen Gegenständen

Am Ende des Tages von Bernhard Meuser


Laura findet nach einer gescheiterten Ehe eine Anstellung bei einem schrulligen aber liebenswerten Witwer und ehemaligen gefeierten Schriftsteller.
Die Arbeit macht ihr Spaß. Sie pflegt den Rosengarten, hält das Haus sauber und bekocht den einsamen Mann, der nach dem plötzlichen Unfalltod seiner geliebten Frau untröstlich ist, vor allem, weil er just am Todestag ein Medaillon verloren hatte, eine Liebesgabe seiner verstorbenen Frau.

Er hatt sich dann eine Marotte zugelegt, Gegenstände auf der Straße und im Park aufzuheben, Dinge, die Menschen verloren hatten und vielleicht vermissten. Peardew notierte akribisch Fundort und Datum und hortete die Dinge in seinem Arbeitszimmer.
Als er stirbt, hinterlässt er Laura das Haus und die Bitte, die verlorenen Gegenstände an die Besitzer zurückzugeben. Laura hat Hilfe von einem Mädchen mit Down-Syndrom, die wunderbar intuitiv denkt, und dem langgedienten Gärtner, in den sich Laura verliebt.
Letztendlich sucht Laura selbst nach dem verlorenen Medaillon. Eine wunderbare Fügung hilft ihr dabei.
Ein unglaublich berührendes Buch, hinreissend geschrieben.

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Rezensionen von Jassi Etter:

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Mehr Fragen als Antworten...ein guter Anfang für eine neue Fantasyreihe, die Lust macht, weiterzulesen

Am Ende des Tages von Bernhard Meuser

Die Geschichte wird aus der Sicht von Anna erzählt, die bei der Gedenkfeier für ihren Bruder, der vor 10 Jahren verschwunden ist, plötzlich ohnmächtig wird und in einer Wüstenstadt aufwacht.
Dort ist sie nicht allein und muss sich mit neuen Freunden, machthungrigen Führern und einer Horde Kinder überlegen, ob es einen Ausweg aus der Situation gibt.

Währenddessen findet sie auch Spuren ihres Bruders und entdeckt eine dunkle Kraft, die diesen Ort zu kontrollieren scheint. Was haben dieses beiden Tatsachen miteinander zu tun?

Die Sprache ist einfach und gut verständlich geschrieben, ein Buch, das man auch gerne vor dem Schlafengehen lesen kann, wenn man schon ein bisschen müde ist. Zwischendurch gibt es die Passagen, in denen "der alte Mann" vorkommt, diese sind wiederum sehr blumig und pathetisch geschrieben. Alles in allem eine gute Mischung.
Die Geschichte ist spannend, es werden immer mehr Fragen aufgeworfen und die Antworten tröpfeln nur spärlich zwischen den Zeilen hindurch. Das macht auf jeden Fall Lust auf mehr.

Trotz der unheimlich spannenden Handlung hatte ich zwischendurch meine Schwierigkeiten, mich mit den Charakteren zu identifizieren. Anna wirkt teilweise etwas arrogant und auch andere Personen hätten noch mehr Potential, eine emotionale Bindung in mir zu wecken - aber wer weiß, vielleicht kommt das in der Fortsetzung.

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Verletzungen überwinden

Wie deine Seele Heilung findet von Cornelia Mack

Die Seelsorgerin und Buchautorin Cornelia Mack befasst sich in ihrer aktuellen Neuerscheinung mit verschiedenen Arten von Verletzungen, wie beispielsweise dem eigenen Scheitern, Schicksalsschlägen und Verlusten, aber auch willentlich oder versehentlich von Menschen zugefügten Wunden. Sie empfindet entstandene Verletzungen als Krisen und zugleich auch als Chancen im Leben eines Menschen.

Mit ihrem Buch „Wie deine Seele Heilung findet“ möchte sie durch ihre Erfahrungswerte aus eigenem Erlebten und ihrer Beratungstätigkeit sowie aus Begegnungen mit verletzten Menschen dazu beitragen, anderen Mut zu machen und Heilung zu erfahren.

Nachdem die Autorin im ersten Abschnitt dieses Buches verschiedene Arten von Verletzungen anführt und analysiert, konzentriert sie sich im Anschluss daran auf die unterschiedlichen Reaktionen darauf. Hierbei unterscheidet sie zwischen „normalen“ Reaktionen und solchen, die krank machen.

In den darauffolgenden Kapiteln sind die Heilung und die Zeit, die man dazu benötigt, das zentrale Thema, ein ihrer Ansicht nach sehr wichtiger Faktor, zu dem sie auch ihre eigene Sichtweise darlegt. Letztendlich befasst Cornelia Mack sich mit der wichtigen Frage, wie wir anderen Menschen auf ihrem Weg zur Heilung zur Seite stehen und sie unterstützen können, und schließt mit einer positiven Betrachtung von Verletzungen, indem sie auf ihren oftmals erst sehr viel später erkannten Nutzen hinweist.

Die Autorin ist mir bereits aus zahlreichen anderen Büchern bekannt. Ihre theoretischen Ausführungen sind stets gut durchdacht, ausführlich und verständlich dargelegt, und darüber hinaus auch sehr gut strukturiert. Zahlreiche Bibelstellen belegen einzelne Aussagen, wobei diese zugunsten der Übersichtlichkeit kursiv dargestellt werden. Wertvolle praktische Tipps und ein reicher Erfahrungsschatz aus ihrer eigenen Tätigkeit bieten eine wertvolle Hilfestellung für den Leser.

Das Coverfoto dieses Buches mit dem kleinen, von einer Frauenhand fest umschlossenen Kaktus, empfand ich als äußerst aussagekräftig, als eine Handlung von tiefer Symbolik. Aufgrund meiner eigenen Erfahrungen mit diesen kleinen, anspruchslosen grünen Gesellen kann ich mir den schmerzhaften Kontakt der winzigen scharfen Stacheln mit der zarten Handinnenfläche sehr gut vorstellen. Bereits bei leichter Berührung bleiben sie in der Haut stecken, sind in oftmals sehr schwer zu entfernen, und können längerfristige Probleme wie Entzündungen hervorrufen… genauso wie Verletzungen und Wunden, die das Leben schlägt.

Fazit: „Wie deine Seele Heilung findet“ stellte für mich eine höchst interessante Lektüre dar, die mir an manchen Stellen sehr naheging, mich mit unbequemen Fragen konfrontierte, zur Reflektion anregte, mir jedoch auch neue Erkenntnisse und Einsichten bescherte. Der ausgewogene Wechsel zwischen Theorie und Praxis ist Cornelia Mack ausgezeichnet gelungen, und durch ihr Fachwissen und die Erlebnisberichte wurde auch dieses Buch wieder zu einem kleinen, wertvollen Lebensbegleiter, den ich in Anlassfällen gerne wieder zur Hand nehme. Ein wundervoller Ratgeber einer herausragenden christlichen Autorin, und eine uneingeschränkte Empfehlung meinerseits!

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Verletzungen überwinden

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Was, wenn alles anderes kommt?

Wie deine Seele Heilung findet von Cornelia Mack

Was, wenn alles anderes kommt? Unser Leben als Familie – mit unserem kleinen Überraschungspaket.

„Ich lernte, die Dinge so zu nehmen, wie sie kamen, und mich auf Gott zu stützen, wenn mir die Kraft fehlt. Das Ausmaß unserer Fähigkeit, Dinge zu überwinden und zu ertragen, lernt man erst kennen, wenn man wirklich gefordert ist und viel auf dem Spiel steht.

Dann, und erst dann merkt man, was in einem steckt.“

In den ersten Minuten nach der Geburt ihres ersten Kindes Nick dominiert bei seinen Eltern Dushka und Boris Vujicic zunächst der Schock über die Behinderung ihres Sohnes, die sowohl für das Ehepaar, als auch für die Ärzte völlig unerwartet war. Nicks Vater erzählt in sehr ehrlichen und offenen Worten von der Verzweiflung und Frustration und seiner nachfolgenden tiefen Glaubenskrise. Boris Vujicic berichtet von der schweren Zeit als Vater und Ehemann, in der er nicht wusste, woher er die Kraft nehmen sollte, dieses Kind großzuziehen. Er und seine Frau Dushka mussten erst nach und nach lernen, nicht das zu sehen, was ihr kleiner Sohn niemals haben wird, sondern zu erkennen, was möglich war. In seinen Ausführungen gibt er dem Leser tiefe Einblicke in das Leben der Familie und erzählt von Nicks ersten Tag im Krankenhaus nach seiner Geburt, über seine Kindheit und Jugendzeit und all den kleinen und großen Problemen, die mit dem Aufwachsen eines Kindes auf eine Familie zukommen. Auf sehr anschauliche Art und Weise dokumentiert er aber auch die vielen Momente des Glücks, die Erfolge, sowie Nicks Kraft und unerschütterlicher Lebensfreude, die ihn letztendlich zu einem international bekannten Bestsellerautor, Motivationsredner und Evangelisten machten. Für Boris und Dushka Vujicic betrachten Nick als großes Geschenk, einen Sohn, der zu einem optimistischen, entschlossenen und fähigen gläubigen Mann heranwuchs, der Millionen von Menschen in vielen verschiedenen Ländern der Erde inspiriert.

Mit dem vorliegenden Buch möchte Boris Vujicic anderen Eltern mit behinderten Kindern Mut machen, ihnen mit seinem eigenen Erfahrungsschatz und guten Ratschlägen zur Seite stehen. Er stellt seinen Lesern daher nach jedem einzelnen Kapitel dieses Buches kursiv gedruckte „Gedanken zum Mitnehmen“ zur Verfügung, die ich als sehr hilfreich empfand. Er vermittelt dem Leser jahrelange, zum Teil schmerzliche Erfahrungswerte, wobei er jedoch die positiven Dinge stets hervorhebt und betroffene Eltern motivieren möchte.

Boris Vujicics einnehmender Schreibstil, die ausgezeichnete optische Gestaltung und Gliederung im Buch sowie die vielen Familienfotos in der Mitte des Buches tragen dazu bei, es nicht mehr aus der Hand zu legen. Nicks Geschichte ist mir bereits aus einigen Büchern und Videos bekannt. Im vorliegenden Buch nun die Sichtweise seiner Eltern zu lesen, empfand ich als höchst interessant und bereichernd. Die vielen Erzählungen aus Nicks Kindheit und Jugend, das Familienleben der Vujicics und der tiefe Glaube, der den gesamten Inhalt dieses Buches durchdringt, machten es für mich zu einer unvergesslichen Lektüre. Boris Vujicic zeichnet den Weg eines kleinen, behinderten Jungen, der dynamisch und entschlossen seinen Platz im Leben fand, für den es keine Grenzen zu geben scheint. Obgleich es auch Zeiten der Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung gab und Zukunftsängste manchmal die Oberhand gewannen, empfindet Nick sein Leben als ein Geschenk und ist der Meinung, dass es sich immer lohnt, auf bessere Zeiten zu hoffen.

Boris und Dushka Vujicic gaben ihrem Sohn Nick ein festes Fundament– nämlich die Gewissheit, geliebt zu werden, zudem grundlegende Fähigkeiten wie Eigenverantwortung, ein starkes Wertesystem und eine geistliche Basis. „Wir haben versucht, unserem Sohn als Familie Wurzeln zu geben. Die Flügel hat er selbst entwickelt: seine unerschütterliche Entschlossenheit, ohne Limits zu leben. Unser Sohn ist der Beweis: wer entschlossen und mit Gottvertrauen an die Dinge herangeht, für den gibt es keine Limits!“

Ich kann mich der Meinung von Dr. Robin Berman nur anschließen, wenn er schreibt: „Dieses Buch ist ein bewegendes und motivierendes Zeugnis dafür, dass man als Eltern Außergewöhnliches zu leisten imstande ist. Sein Kind anzunehmen, wie es ist, gepaart mit bedingungsloser Liebe, Zuversicht und Gottvertrauen öffnet die Tür zu ungeahnten Möglichkeiten. ALLES AUSSER GWÖHNLICH erzählt von einer berührenden, dramatischen und herzerweichenden Reise von einem Elternpaar, das zu einem echten Vorbild geworden ist.“

Ein informatives und beeindruckendes Dokument der Liebe eines Vaters zu seinem Sohn – eine ausgezeichnete und zutiefst bewegende Lektüre!

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Mehr als alles hüte dein Herz, denn von ihm geht das Leben aus!

Wie deine Seele Heilung findet von Cornelia Mack


"Die tiefsten Wünsche im Herzen einer Frau und die tatsächlichen Lebensumstände einer Frau scheinen himmelweit von einander entfernt.“

Nach einigen Büchern aus der Feder von John Eldredge durfte ich in „Weißt du nicht, wie schön du bist?“ erstmals auch Stacy Eldredge als Co-Autorin erleben.

In den Ausführungen dieses christlichen Ehepaares aus Colorado wird stets durch Nennung des jeweiligen Namens (in Klammer gesetzt) ersichtlich, ob es sich bei der aktuellen Erzählperspektive um jene von Stacy, oder jene ihres Ehemannes John handelt.

Die beiden Autoren stellen die grundsätzliche Frage: „Was ist eine Frau, was ist ihre Bestimmung“ – und laden in ihren nachfolgenden Ausführungen zu einer Entdeckungsreise ein, die ihre Leser dem eigenen Herzen, aber auch dem Herzen Gottes näherbringen soll. Sie schreiben beispielsweise von der Sehnsucht der Frau, wahrgenommen, gewollt und begehrt zu werden und beziehen sich hierbei durchaus auch auf die Sehnsucht nach romantischer Liebe. John und Stacy Eldredge holen weit aus und setzen bereits bei der Schöpfungsgeschichte an, erzählen von der Erschaffung der Welt, die ihren Höhepunkt in Adams Gefährtin Eva findet. Sie beschreiben die Frau „als Krone der Schöpfung, als komplexestes, verwirrendstes Geschöpf, das seine ganz eigene Bestimmung hat.“

Im vorliegenden Buch werden gewichtige Themen aufgegriffen, wie etwa die Ausrichtung einer Frau auf zwischenmenschliche Beziehungen, emotionale und körperliche Verletzungen, oder auch der Missbrauch von Frauen in verschiedenen Kulturen. Stacy Eldredge erlaubt ihrer Leserschaft darüber hinaus tiefe Einblicke in ihre persönlichen Verletzungen in der Kindheit und führt wertvolle und heilsame Wege zur Vergebung und Heilung an. Die beiden Autoren befassen sich unter anderem auch eingehend mit der Interaktion zwischen Mann und Frau, sowie der Mutter-Tochter- und Vater-Sohn-Beziehung. Das ganze Buch ist durchdrungen von dem christlichen Glauben des Ehepaares, ich empfand die vielen Geschichten und Zitate aus der Bibel und kleinen Gebetsvorschlägen als bereichernd.

John und Stacy Eldredge präsentieren hier einen christlichen Ratgeber, der mir ausgezeichnet gefallen hat, mich stark beschäftigte, nachdenklich machte, und an einigen Stellen auch ziemlich aufgewühlt hat. Das Buch beinhaltet eine Fülle von wundervollen Aussagen, wie beispielsweise dieses nachfolgende Zitat: „Ein authentisches, erlöstes und befreites Leben als Frau führen heißt: in diesem Moment echt und präsent sein. Lebe jetzt! Das Leben ist ein hauchzartes Etwas, flüchtig, zerbrechlich. Warte nicht auf morgen!“

Fazit: „Weißt du nicht, wie schön du bist?“ war eine ganz besonders wertvolle, für mich persönlich auch überaus bereichernde Lektüre, ein Ratgeber, den man mit Sicherheit sehr gerne öfter als nur einmal zur Hand nimmt!

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Der Bund der sechs Geheim-Agenten

Agenten außer Rand und Band von Harry Voß

„Ihr seid alle verrückt geworden. Ihr seid völlig außer Rand und Band.“
„Ja, das sind wir. Wir sind Agenten außer Rand und Band!“

„Agenten außer Rand und Band“ ist der dritte Band der neuen Jugendbuchreihe namens „Ben & Lasse“ aus der Feder des Kinderreferenten und Gitarre spielenden Geschichtenerzählers Harry Voß.

Bereits das Buchcover verheißt aufregende Abenteuer – drei Jungen klettern in der Dunkelheit über eine Mauer und dringen in ein videoüberwachtes und durch zwei zähnefletschende Dobermänner gesichertes Gelände ein.

Den Einstieg in die Geschichte bildet eine Kunstausstellung in der Schule, die vom neuen Rektor Herrn Hohmann organisiert wird. Unter den Exponaten befindet sich ein millionenschweres Gemälde, verwahrt hinter Panzerglas, sehr gut versichert und durch eine Alarmanlage sowie zwei Wachmänner vor Diebstahl geschützt. Die Aufregung ist groß, als es einem Unbekannten trotz allem gelingt, dieses teure Bild zu entwenden. Die beiden kleinen „Agenten“ Ben und Lasse machen seltsame Beobachtungen, und ein weiterer Schüler äußert einen schwerwiegenden Verdacht. Sowohl der Hausmeister Herr Merkendorf, als auch die Schulsekretärin Frau Schwan verhalten sich höchst eigenartig, und die jungen Ermittler können nicht einmal das Lehrpersonal einschließlich den beliebten Schulleiter als Täter ausschließen. Die beiden Brüder Ben und Lasse Baumann gründen mit ihren Klassenkameraden Jonathan, Marvin, Leonie und Sarah einen Bund von sechs Geheim-Agenten und stürzen sich mit Feuereifer ins Geschehen.

Harry Voß verwöhnt seine jugendlichen Leser mit einer Geschichte voller Spannung und Abenteuer. Die handelnden Figuren sind sehr gut ausgearbeitet, eine bildhafte Sprache und ein einnehmender Schreibstil machen diese Lektüre zu einem spannenden Lesevergnügen. Durch Lasse, den kleinen naseweisen Bruder des Protagonisten Ben Baumann, wird eine gehörige Portion Humor in die Handlung eingebracht. In den Besprechungen der sechs jungen „Agenten“ erhält man auch einen Einblick in das häusliche Milieu bestimmter Figuren, was zum besseren Verständnis ihres Verhaltens beiträgt. Abgesehen vom Kriminalfall, der im Zentrum des Geschehens steht, befasst der Autor sich mit gewichtigen Themen wie beispielsweise zwischenmenschliche Beziehungen (Eltern-Kind-Beziehung, Beziehung zwischen den Geschwistern, Freundschaft, Klassengemeinschaft und Inklusion). Christliches Gedankengut wird von Harry Voß hochgehalten, Werte wie Liebe, Vertrauen und Ehrlichkeit sind in die Handlung eingebunden und spielen eine bedeutende Rolle.

Harry Voß erzählt diese adrenalingeladene Geschichte in achtundzwanzig Kapiteln, wobei es keine Überschriften, sondern lediglich Kapitelnummerierungen in Form einer zentriert dargestellten schwebenden Lupe über der Kapitelzahl gibt. Der Blick des Betrachters wird durch die starke optische Hervorhebung sofort auf die Seitenangaben am unteren Buchrand gelenkt. Der Protagonist und Ich-Erzähler Ben Baumann berichtet von den aufregenden Ereignissen und wählt für seine Geschichte die Gegenwartsform. Ich hätte mir für dieses Jugendbuch eine etwas größere Schrift und zudem auch einen größeren Zeilenabstand gewünscht. Abgesehen von der erwähnten Zeichnung einer Lupe, die jeden Beginn eines neuen Kapitels markiert, gab es in diesem Buch keine einzige Illustration – eine Tatsache, die ich angesichts des wunderschön gestalteten Coverfotos wirklich bedauerte.

FAZIT: Ich empfand „Agenten außer Rand und Band“ als sehr gelungenes Jugendbuch mit überzeugenden Darstellern und gewichtigen Themen, das zudem eine Menge Abenteuer und Spannung für die Zielgruppe bereithält. Ich möchte jedoch anmerken, dass diese Lektüre jedoch auch mir als Erwachsene großen Lesegenuss bereitete.

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