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Rezensionen von LEXI:
Die wahre Geschichte eines Weihnachtswunders
„Weihnachten ist das ganze Jahr dort, wo Liebe verschenkt wird. Wir fühlen uns geliebt, und das ist es, was zählt.“
Joanne Huist Smiths Ehemann Rick stirbt Anfang Oktober. Die Familie ist wie paralysiert, die zehnjährige Megan, der zwölf Jahre alte Nick und der siebzehnjährige Ben brauchen ihre Mutter nun wie nie zuvor.
Joanne wird unvermittelt mit der Tatsache konfrontiert, alleinerziehende Mutter von drei Kindern zu sein, sie fühlt sich ohnmächtig, allein gelassen und ist wie benommen in ihrer Trauer. Das bevorstehende Weihnachtsfest und der damit verbundene Rummel, die Einkäufe, die Dekoration und die Vorbereitungen auf das erste Weihnachten ohne Rick übersteigen ihre Kräfte. All die zur Tradition gewordenen Rituale wecken nun lediglich schmerzhafte Erinnerungen in ihr und sie würde Weihnachten am liebsten ausfallen lassen.
Die Ich-Erzählerin Joanne Huist Smith schildert in dieser autobiografischen Erzählung, wie ihre Familie versucht, mit dem Tod des geliebten Vaters und Ehemannes fertig zu werden. Täglich vor der Türe stehende kleine Geschenke mit liebevoll gestalteten Kärtchen und Texten in Anlehnung an das bekannte Lied „The Twelve Days of Christmas“ helfen ihnen dabei. Sie stammen von namentlich nicht genannten „wahren Freunden“ und bringen ihnen die Weihnachtsfreude zurück, helfen dabei, durch das schwierigste Weihnachtsfest ihres Lebens zu kommen, als Familie zusammenzuwachsen und wieder heil zu werden.
Diese auf wundervolle und gefühlvolle Art und Weise erzählte wahre Begebenheit aus der Feder Joanne Huist Smiths hat mich tief berührt. Meine Emotionen beim Lesen schwanken zwischen Trauer und Mitleid, Hoffnung und Freude. Dieses Buch veranschaulicht auf ganz besondere Art und Weise, wie Menschen einander selbstlos zur Seite stehen und helfen, wie sogar Fremde auf Situationen der Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung reagieren und für andere ein Licht sein können.
Folgende Passage am Ende dieses Buches hat mich ganz besonders beeindruckt:
„Die größte Gabe, die wir alle besitzen, ist die Fähigkeit zum Geben und Schenken. Man muss dafür nicht reich sein. Mitgefühl und ein gütiges Herz sind alles, was man braucht. Was für eine bessere Art gibt es, Gott und geliebte Menschen zu ehren, als sich aufzumachen und das Leben von anderen positiv zu verändern? Gott braucht uns nicht, wenn er segnen will. Er kann alles selbst. Aber es ist ein wundersames Geschenk von ihm, wenn er es uns erlaubt, seine Werkzeuge zu sein bei seinem Segnen.“
Fazit: „Das dreizehnte Geschenk“ ist eine wunderschöne, zu Herzen gehende und tief berührende Geschichte über ein wahres Weihnachtswunder! Erstklassig!
Rezensionen von LEXI:
Sie war das Einzige, was mir geblieben war – die Hoffnung!
Es blieb mir nur die Hoffnung von Lidia Czyz
„Manchmal kann eine Minute alles in unserem Leben verändern. Uns zerbrechen, zerstören, uns jegliche Chance und Hoffnung rauben.“
Ein paar wenige Minuten veränderten das Leben der fünfjährigen Nadia und beendeten eine Kindheit voller Liebe, Glück und Geborgenheit. Als das Mädchen ihrem Vater, den sie über alles liebte, brutal entrissen wurde, zerbrach nicht nur Nadias glückliche Kindheit, sondern auch ihr Herz.
Die rücksichtslose Vorgehensweise von Nadias Mutter Hania bei der Trennung von ihrem Ehemann Jakub lässt das Kind in einem regelrechten Schockzustand verfallen. Hania heiratet sofort nach der Scheidung wieder und arrangiert es geschickt, dem leiblichen Vater ihres Kindes ab sofort jeglichen Kontakt zu untersagen. Nadia führt fortan ein Leben voller Angst, Schmerzen und schwerer Misshandlungen. Ihr Stiefvater Milan ist ein brutaler Schläger und die Torturen, denen das Kind fortan ausgesetzt ist, sind unbeschreiblich. Nadias einziges Ziel ist es, eines Tages ihren geliebten Papi wiederzufinden.
Nach dem grandiosen Werk „Stärker als der Tod“ hat die Autorin sich erneut einer wahren Geschichte angenommen, sie zu Papier gebracht und auf diese Art und Weise auf das Leben einer tapferen jungen Frau aufmerksam gemacht. Ihre Geschichte stellt einen erschreckenden, realistischen Einblick in die tiefe Hölle einer Kindheit dar, die mit Worten kaum zu beschreiben ist. Lidia Czyz ist es dennoch gelungen, das Martyrium von Nadia einfühlsam und auf eindrucksvolle Weise zu Papier zu bringen. Sie beginnt ihre Erzählung mit der glücklichen Kindheit in Polen, berichtet von den prägenden Szenen während der Trennung ihrer Eltern und der Flucht ihres Vaters nach Amerika, nachdem der Bürgerkrieg in Polen ausbrach. Sie schreibt von den fürchterlichen körperlichen und seelischen Torturen, denen das Kind ausgesetzt war und von ihrer Flucht nach dem Erreichen ihrer Volljährigkeit. Doch mit dem Entkommen aus dem Haus ihres gewalttätigen Stiefvaters und ihrer skrupellosen Mutter beginnt ein weiterer schmerzhafter Abschnitt ihres Lebens. Lidiy Czyz erzählt von Nadias Versuchen, im Ausland ihr Glück zu finden und ihrem Scheitern, wobei die Spirale der Gewalt, der physischen und psychischen Folter, sich fortsetzt. Die Schilderungen von Nadias Kampf um das nackte Überleben machen dieses Buch zu einer schwer verdaulichen Lektüre – das Entsetzen und Grauen angesichts der Dinge, die Nadia angetan wurden, ließen mich an sehr vielen Stellen fassungslos zurück. Umso mehr bewundere ich diese tapfere Frau, die dem Schicksal mutig die Stirn zeigte und sich ihren Weg ins Leben zurück kämpfte. Eine Frau, deren innigster Herzenswunsch letztendlich in Erfüllung ging, als sie ihren Vater in Amerika ausfindig machte. „Papi!“ Ich sagte es in Polnisch. Er antwortete mir: „Ich bin da, Liebes!“ Auf diesen Moment hatte ich fünfundzwanzig Jahre lang gewartet. Fünfundzwanzig Jahre.
„Es blieb mir nur die Hoffnung“ ist in seiner Eigenschaft als Biografie und angesichts der Torturen, denen Nadia ausgesetzt wurde sowie dem verzweifelten Festhalten an der lebenslangen Sehnsucht eines Kindes nach ihrem geliebten Papi, ein äußerst emotionales Buch. Lidia Czyz hat eine wahre Begebenheit zu Papier gebracht, die tief berührt und die man nicht wieder vergessen kann.
Rezensionen von LEXI:
Stachliger Glaube
Stachliger Glaube von Jörg Berger
Der Psycho- und Paartherapeut Jörg Berger präsentiert mit seiner Neuerscheinung „Stachliger Glaube“ ein weiteres Sachbuch aus einer Reihe von „Stachel-Büchern“, welches auch diesmal wieder von einem christlichen Verlag aufgelegt wurde und sich mit dem großen Thema „Beziehungen“ beschäftigt.
Der Autor konzentriert sich auf eine ganz besondere Beziehung, nämlich jene zu Gott, und thematisiert immer wieder auftretende Glaubensprobleme, die er als „Stacheln“ bezeichnet. Auf seinen knapp zweihundert Buchseiten zählende Ausführungen behandelt er die Themenbereiche Abwertung, Selbstdarstellung, Grenzüberschreitungen, Vermeidung, Selbstüberforderung und Bestrafung. Er untersucht dazu die Ursachen, Hintergründe und Motive und schreibt über die Auswirkungen bestimmter Verhaltensweisen. Er betrachtet diese jeweils aus psychologischer Sicht, vergisst jedoch dabei nie, auch den christlichen Aspekt zu beleuchten. Seine theoretischen Erläuterungen werden durch zahlreiche praktische Fallbeispiele bereichert und immer wieder Passagen aus der Bibel angeführt. Zu meinem Bedauern wurde hier jedoch auch in diesem Buch wieder auf eine optische Abgrenzung verzichtet. Die Zitate aus der Bibel wurden weder durch kursive Schrift, noch durch eine andere Art der optischen Abgrenzung dargestellt, was zu Lasten der Übersichtlichkeit geht und den Lesefluss ein klein wenig hemmt.
Die einzelnen Kapitel werden jeweils durch die groß gedruckte Kapitelüberschrift eingeleitet, die sich auf das nachfolgend behandelte Grundthema bezieht. Eine ganz gezielte Fragestellung leitet die anschließenden theoretischen Ausführungen ein, die jedoch stets durch besonders prägnante Aussagen in einem grau unterlegtem „Kästchen“ und vielen praktischen Beispielen, die sich ebenfalls farblich vom restlichen Text abheben, sehr abwechslungsreich gestaltet wurden. Den Analysen des Autors folgen hilfreiche praktische Lösungsansätze und Tipps zur Umsetzung im Alltag, wobei diese durch kursive Überschriften übersichtlich und gefällig gestaltet wurden. Die in ihrer Symbolik sehr aussagekräftigen und optisch gefälligen Karikaturen in Schwarz-Weiß jeweils zu Beginn eines Kapitels sorgen für zusätzliche Auflockerung, wobei diese Illustrationen auch in diesem Buch wieder von Thees Carstens stammen.
Mich persönlich hat das dritte Kapitel am meisten angesprochen, in dem Grenzüberschreitungen thematisiert werden. Jörg Berger bezieht sich hier in einem Fallbeispiel auf die Suche nach einer idealen Glaubensgemeinschaft und bringt in diesem Beispiel die Probleme, mit denen man hierbei konfrontiert werden kann, sehr gut zum Ausdruck. Der Autor schreibt hier auch über den Versuch, seinem Glauben eine neue Richtung zu geben und seine beispielhaft angeführten Bußgebete empfand ich als anregend und überzeugend. „Wenn wir unsere Aufmerksamkeit schulen, sehen wir immer deutlicher, wie Gott in unserem Alltag wirksam ist“ – eine wunderschöne, sehr tiefsinnige und nachdenklich stimmende Aussage aus einem Buch, das dem Autor ebenso wie den vorherigen Werken ausgezeichnet gelungen ist.
Fazit: „Stachliger Glaube“ setzt die „Stachel-Reihe“ des Autors Jörg Berger fort und stellte einen höchst interessanten, zur Selbstreflektion anregenden und wertvollen Ratgeber dar.
Rezensionen von LEXI:
Die Liebe hört nie auf.
Stachliger Glaube von Jörg Berger
„Die Liebe hört nie auf. Unsere Liebe trägt vielleicht nicht durch die Jahre, aber seine Liebe wird ewig andauern. Wenn wir beide uns mit seiner Liebe beschenken lassen, kann unsere Liebe gelingen.“
Die Hochzeitsgäste haben sich bereits alle versammelt in der Kirche eingefunden, um der Vermählung von Douglas Greene und seiner geliebten Julia beizuwohnen.
Julia liebt ihren Bräutigam über alles, die Freude über diesen großen Tag wird jedoch von Zweifeln überschattet. Douglas strahlt vor Glück, als die Musik einsetzt und alle Hochzeitsgäste wie gebannt auf den Einzug der Braut am Arm ihres Vaters warten… doch Julie erscheint nicht. Während Douglas vor dem Altar geduldig auf seine große Liebe wartet, verlieren einige Gäste sich in ihren eigenen Gedankengängen…
Betsy Duffey und Laurie Myers thematisieren in ihrer aktuellen Neuerscheinung das Hohelied der Liebe und haben ihre Kapitelüberschriften analog zu den einzelnen Versen gewählt. Während Douglas auf die Braut wartet, lassen sie die Gedanken einiger Hochzeitsgäste abschweifen, die ihrerseits eine kleine Geschichte zu erzählen haben. Jedem dieser Gedanken ist ein eigenes Kapitel gewidmet, das die Überschrift des entsprechenden Verses trägt. So berichten die beiden Autorinnen beispielsweise in „DIE LIEBE IST… geduldig“ von der Sehnsucht und Vorfreude des Bräutigams, als er auf das Erscheinen seiner zukünftigen Ehefrau wartet. „DIE LIEBE IST… freundlich“ schildert, wie der Trauzeuge Frank über seine Kindheit nachsinnt, in der er zu einem unsteten Leben ohne Stabilität gezwungen war. In „DIE LIEBE… kennt keinen Neid“ grübelt die Brautjungfer Lindy McIntyre über ihr Leben und ihrem großen Traum, selber vor dem Altar zu stehen. In „DIE LIEBE …sucht nicht den eigenen Vorteil“ vergisst die aus vier Schwestern bestehende Gesangsgruppe namens „Four Jubilees“ beinahe, was wirklich wichtig ist…
Die vierzehn verschiedenen Kapitel beinhalten alle gemeinsam das gesamte Hohelied der Liebe, das bereits als ganzseitige Einleitung dieses Buches in kursiver Schrift angeführt wurde.
Obgleich ich kein Fan von Kurzgeschichten bin, freue ich mich auf jede Neuerscheinung aus der Feder dieser beiden Autorinnen. Betsy Duffey und Laurie Myers verstehen es nämlich meisterhaft, ihren Lesern in äußerst einnehmendem Schreibstil viele verschiedene, jeweils nur wenige Seiten umfassende Geschichten zu erzählen, die allesamt auf irgendeine Art und Weise miteinander verwoben sind. Im Finale ihrer Bücher fügen sich die losen Enden letztendlich zu einem großen Ganzen. Die handelnden Figuren werden aufgrund der geringen Seitenanzahl, die für eine jeweilige Kurzgeschichte zur Verfügung steht, stets nur sehr kurz und oberflächlich skizziert und weisen keine Tiefe auf. Trotz alledem werden jedoch tiefe Emotionen geweckt und man wird als Leser in die Handlung mit einbezogen.
Ich empfand die ineinander verschlungenen Ringe, die einzelne Abschnitte dieses Buches innerhalb eines Kapitels optisch voneinander trennen, als ganz besonders liebevolles Detail. Das aufwändig gestaltete Cover stellt mit dem kleinen Blumenstrauß auf hellgrau-rosafarbenem Hintergrund einen richtigen Blickfang dar. Es wirkt romantisch und durch die erhobenen Lettern des in roter Farbe in der Mitte oben zentrierten Buchtitels zart und verspielt, und zugleich auch elegant.
Fazit: „Die Liebe hört nie auf“ ist ein wunderschönes, an manchen Passagen zu Tränen rührendes Buch mit der Kernaussage: „Gott ist Liebe“. Es thematisiert eine bei Hochzeiten am meisten verwendete Bibelstelle des Neuen Testaments - den Hymnus an die Liebe im 13. Kapitel des 1. Korintherbriefs.
Rezensionen von Jassi Etter:
Persönliche Einblicke in den Alltag von Yori Gagarim
Why I stopped making merch for a revolution, that does not happen von Yori Gagarim
Die Texte sind ehrlich, wütend, manchmal desillusionierend und treffen wunde Punkte bei den Leser*innen. Deswegen ist dieses Buch wichtig.
Es geht um Kunst, um hungern müssen, um linke Personen, die die Welt weniger verstanden haben, als sie glauben.
Ein Absatz beschreibt sehr treffend, was in der Kunst falsch läuft.
Yori beschreibt, wie Menschen Yoris Kunst fotografieren, online stellen und denken, sie würden damit einen Gefallen tun. Yori fragt, was sie*er davon hat, wenn Menschen die Kunst in sozialen Medien teilen, solange sie keine Journalist*innen oder ähnliches sind, aber die Leute denken immer, sie würden Kunstschaffende dadurch unterstützen, dass sie selbst ein paar Likes bekommen für ein cooles Foto, oftmals ohne die Credits überhaupt zu erwähnen.
Genauso wie Lokale, die Bands anbieten, kostenlos zu spielen, um die bekannt zu machen, aber was wäre umgekehrt, wenn ich zu einem Restaurant gehe und frage, ob ich kostenloses Essen bekomme für eine Veranstaltung, damit könnte ich das Restaurant bekannt machen...würde wohl nicht funktionieren.
Das Buch thematisiert genau das, den Wert von Kunst und der Umgang mit Künstler*innen.
Rezensionen von LEXI:
Begeben Sie sich auf die Reise Ihres Lebens!
Gott, wenn es dich gibt, dann zeig dich mir von Yori Gagarim
„Das Problem sind nicht unsere Sehnsüchte und Wünsche. Das Problem ist, dass wir versuchen, sie uns selbst zu erfüllen, und dabei aus dem Auge verlieren, wer wir wirklich sind und wozu wir geschaffen sind.“
Die beiden Brüder Dave und John Ferguson sind Pastoren und Gründer der „Community Christian Church“ in Chicago, beide arbeiten in der „New Thing Bewegung“ mit.
In eindrucksvollen Worten und mitreißendem Schreibstil erzählen sie in ihrer Neuerscheinung „Gott, wenn es dich gibt, dann zeig dich mir“ von ihrer Vision, die sie zu ihrer Lebensaufgabe gemacht haben: sie helfen anderen Menschen, den Weg zu Gott zurück zu finden. „Es ist lebensverändernd, wenn man seinen Weg zurück zu Gott findet. Es verändert nicht nur unsere Zukunft, sondern auch die Vergangenheit und die Gegenwart.“
Ihr Buch erhielt den Untertitel „Ein Reisebegleiter zum Ziel deiner Sehnsucht“, die Autoren bieten ihren Lesern darin eine praktische Anleitung für ihren Weg zurück zu Gott. Sie fordern die Menschen heraus, animieren sie dazu, sich auf eine so genannte „Dreißig-Tage-Wette“ einzulassen und geben hierfür auch detaillierte Anleitungen, denen ganze fünfzig Seiten dieses Buches gewidmet sind. Auf insgesamt sechzehn Kapiteln findet man theoretische Ausführungen der beiden Autoren, abwechslungsreich und interessant gestaltet durch wahre Geschichten aus dem Leben. Kursiv gedruckte Bibelverse vervollständigen die Aussagen von Dave und John Ferguson und leiten dabei stets zum zentralen Gleichnis vom verlorenen Sohn über. Sie betrachten dieses biblische Gleichnis als Paradebeispiel dafür, wie man den Weg zurück zu Gott findet und beleuchten es eingehend von allen Seiten, es zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Inhalt.
Die Autoren beschäftigen sich unter anderem mit der Sehnsucht nach liebevollen Beziehungen mit anderen, mit der Sehnsucht nach echter Liebe, mit der Frage nach dem Sinn unseres Lebens, der Frage nach dem „Warum“, wenn es um Leid geht oder mit dem eigentlichen Wert des Menschen. Veränderungen und Reue werden ebenso angesprochen wie das überwältigende Ausmaß von Gottes Gnade.
Abgesehen vom theoretischen Teil dieses Buches haben mich auch einige persönliche Erfahrungsberichte tief beeindruckt – in einem davon erzählen die Autoren von ihrer täglichen, Zeit mit Gott und ihrer eigenen Gestaltung der Bibellese. Als besonderes „Highlight“ empfand ich den Beitrag zur berühmten Wette des Blaise Pascal hinsichtlich des Glaubens, von der ich bereits in einer eindrucksvollen Predigt hörte – der so genannten „Pascal’schen Wette“ als berühmtes Argument für den Glauben an Gott.
„Gott, wenn es dich gibt, zeig dich mir“ – diese Kernaussage ist elementarer Bestandteil der „Dreißig-Tage-Wette“ und Grundlage für das tägliche kurze Gebet dabei.
„Gott, wenn es dich wirklich gibt, dann zeig dich mir. Wecke in mir das Bewusstsein, dass ich dein bedingungslos geliebtes Kind bin.“
Ich bin Gottes heißgeliebtes Kind. Punkt.
Ich durfte dieses Werk aus der Feder von Dave und John Ferguson als anspruchsvolle, höchst interessante und beeindruckende Lektüre erleben. Die Begeisterung dieser beiden Autoren ist auf jeder einzelnen Buchseite spürbar und wirkt ansteckend. Ein überzeugender Appell, der sich an jeden von uns richtet, Autoren, die uns auf eine Reise schicken, die uns im Grunde nicht mehr als ein klein wenig Zeit pro Tag kostet und dabei so viel bewirken kann. Warum es nicht ausprobieren – und sofort damit beginnen?!
Rezensionen von LEXI:
Jakob. Mit Gott die Welt auf den Kopf stellen
Gott, wenn es dich gibt, dann zeig dich mir von Yori Gagarim
„Gott ist an unserer Seite. Jeden Tag. In jedem Moment unseres Lebens.“
Der bekannte Pastor, Buchautor und Redner Leo Bigger befasst sich in seiner Neuerscheinung mit dem biblischen Jakob, dem zweiten Sohn von Isaak und Rebekka, der kurz nach seinem Zwillingsbruder Esau geboren wurde. Diese Geschichte aus der Bibel bildet auch den Einstieg in dieses Buch, der Autor geht ihr in Folge auf den Grund, er analysiert, welche Bedeutung sie im Hinblick auf unser eigenes Leben hat.
In seinen Ausführungen befasst er sich mit verschiedenen Themenbereiche – wie zum Beispiel Mut, Vertrauen, die Bedeutung von Gottes Segen, wichtige Grundlagen, um Entscheidungen zu treffen, das Reden Gottes zu uns Menschen, Dankbarkeit oder den Umgang mit Verlusten.
Leo Biggers Schreibstil ist locker-leicht, er schreibt klar und verständlich, manchmal sehr direkt. Er verwendet den flapsigen Jargon der Jugendlichen, wird manchmal sogar recht salopp, und wagt sich an einigen Stellen mit einer gehörigen Portion Humor an ein Thema heran. Dieser Humor ist oftmals so skurril, dass er mich während der Lektüre unweigerlich zum Schmunzeln brachte. Seine Begeisterung und seine positive Grundeinstellung sind im gesamten Inhalt spürbar, sie wirken ansteckend, aufbauend und motivierend. Leo Bigger plädiert für den Versuch, etwas im Leben zu bewegen und auf Gottes Wirken uneingeschränkt zu vertrauen. Auch wenn mir sein Schreibstil an manchen Stellen dann doch zu salopp ist, präsentiert Leo Bigger immer wieder Kernaussagen, die den Nagel auf den Kopf treffen, die tief berühren und beeindrucken und zum Nachdenken anregen. Es sind Aussagen wie:
„Du bist die richtige Person, du lebst zur richtigen Zeit und am richtigen Ort. Ich habe einen Plan für dein Leben. Heute, hier und jetzt!“
„Bevor du mit einem Problem konfrontiert wirst, hält Gott die Lösung dafür schon bereit. Gott geht vor dir her, um das nächste Kapitel in deinem Leben vorzubereiten. Du kannst dich extrem glücklich schätzen.“
Wie bereits von dessen Vorgängern gewohnt handelt es sich auch hierbei um ein großformatiges Buch mit zahlreichen interessanten Illustrationen und Farbfotos. Der Inhalt wurde in acht Kapiteln aufgeteilt, die relativ große Schrift ist ein weiterer Pluspunkt, der einiges zur Lesefreundlichkeit beiträgt. Die Gestaltung des Buchcovers ist wie gewohnt beeindruckend. Ein dem Betrachter seitlich zugewandter Mann mit dunklem Haar, dunklen Augen und Bart sieht nachdenklich in die Ferne, seine schwarze Kleidung und der schwarze Hintergrund wirken dezent und sorgen dafür, dass der Blick des Betrachters sich vor allem auf das nachdenkliche Gesicht konzentriert. Buchtitel, Untertitel, Verlag und Autorenname wurden in dezenten Farben dargestellt, das Coverfoto wirkt geheimnisvoll und weckt die Neugierde auf den Inhalt dieses Buches.
Fazit: Leo Biggers Buch stellt nicht nur einen optischen Blickfang, sondern zugleich auch eine sehr interessante und tiefgründige Lektüre dar. Die Analyse der Geschichte Jakobs und die Umsetzung der daraus gezogenen Erkenntnisse auf unser aller Leben ist dem Autor hervorragend gelungen. Auch wenn ich beim ersten Buch ein klein wenig Mühe hatte, mich an den flapsigen Schreibstil zu gewöhnen, stellt er für mich mittlerweile ein Markenzeichen für Leo Biggers Werke dar. Mit „Jakob“ präsentiert der Autor ein Buch, das mir ausgezeichnet gefallen hat und das ich sehr gerne weiterempfehle.
Rezensionen von LEXI:
Frauen begegnen Gott
Frauen begegnen Gott - Altes Testament von Elisabeth Mittelstädt
Mit „Frauen begegnen Gott“ präsentiert Elisabeth Mittelstädt, die Buchautorin und Gründerin der Zeitschrift LYDIA, ein wunderschönes Andachtsbuch, das bereits durch seine Optik besticht. Der hochwertige weinrote Leinenumschlag wirkt durch die Prägung einer großen Blüte und den großen, silbernen Lettern des Buchtitels höchst ästhetisch, der schmale Umschlag aus Papier, der sich über dieser Blüte befindet, ist durch zarte Blüten in Pastelltönen gestaltet.
Das Lesebändchen wurde ebenfalls in silberner Farbe ausgeführt, es erleichtert es dem Leser, die Lektüre am entsprechenden Wochentag fortzusetzen.
Elisabeth Mittelstädt ist zwar Herausgeberin dieses Buches, geschrieben wurden die täglichen Andachten jedoch von vielen verschiedenen Autorinnen, die im Anhang auch namentlich genannt und kurz vorgestellt werden.
Zu Beginn einer Kalenderwoche wird jeweils ein Auszug aus der Bibel angeführt – und zwar abwechselnd aus den fünf Weisheitsbüchern des Alten Testaments. Als „Randnotiz“ findet man zu diesen Bibelstellen nähere Informationen und Gedanken zur Reflektion dazu. Jedem Wochentag sind weitere Bibelstellen sowie eine anschließende Andacht gewidmet, für Leser, die eine Vorliebe für Randnotizen in ihren Büchern haben, ist hierfür auf den Seitenrändern Platz geschaffen worden.
Dieses Buch stellt meines Erachtens eine wunderschöne Erweiterung der täglichen Bibellese dar. Es regt zum Nachdenken an und fungiert durch die Auslegung des Bibeltextes und dem Bezug zum Alltag als Motivation und Kraftquelle. Meine einzigen Kritikpunkte gelten der für meinen Geschmack viel zu kleinen, und zudem in weinroter Farbe gehaltenen Schrift (zu klein meist bei den Bibelstellen, manchmal jedoch auch bei Andachten). Dies trägt in Kombination mit dem dünnen und dadurch teilweise durchscheinenden Papier dazu bei, den Lesefluss zu erschweren.
Nichtsdestotrotz stellt dieses Buch für mich eine kleine Kostbarkeit dar, die ich sehr gerne zur Hand nehme, ein optisch ansprechendes und inhaltlich sehr bereicherndes Andachtsbuch, das eine hervorragende Möglichkeit zur ganz persönlichen Gestaltung der Stillen Zeit darstellt und mir ausgezeichnet gefällt.
Rezensionen von LEXI:
Was nun, Kirche?
Was nun, Kirche? von Ulrich Parzany
„Ich habe eine starke Überzeugung, dass die christliche Kirche ein Wunder und ein Geschenk Gottes an die Welt ist.“
Ulrich Parzany ist deutscher evangelischer Theologe, Pfarrer, Prediger und Buchautor. In seiner Neuerscheinung „Was nun, Kirche?“ führt er eine gründliche Analyse der evangelischen Kirche in Deutschland durch.
Er möchte mit seinem Buch jedoch nicht nur Fehlentwicklungen und Konflikte beschreiben, sondern zugleich auch Mut machen und zeigen, wie die Gemeinde Jesu in den Landeskirchen gebaut werden kann. Er berichtet von der Gründung des „Netzwerkes Bibel und Bekenntnis“ und führt an, erläutert deren Zielsetzung.
Ulrich Parzany beschreibt seine Sicht auf die christliche Kirche in direkter, eindrucksvoller Weise, geht auf das Entstehen der ersten christlichen Gemeinden ein, und definiert auf sehr umfassende und übersichtliche Art und Weise elementare Grundlagen der Kirche. Der Autor äußert sich zu Fehlentwicklungen in der Kirche und der geht der Tatsache auf den Grund, dass die Kirche in Westeuropa nicht wächst.
In seinen hoch interessanten Ausführungen zu den Schäden der evangelischen Kirchen befasst er sich unter anderem mit brandaktuellen Themen wie der Ansicht, dass alle Angehörigen der verschiedensten Religionen zum selben Gott beten. Er äußert sich zur strittigen Frage der Segnung und Verheiratung gleichgeschlechtlicher Paare und der Frage, ob die Bibel tatsächlich Gottes Wort darstellt. Autonome Selbstbestimmung des Menschen, die vier Soli der Reformation, die Praxis der Taufe, Hauskreise, die tägliche Bibellese, Bibelstunden und Blockaden bei der Ausführung des Auftrags Gottes an die Christen sind weitere Bereiche, denen der Autor sich eingehend widmet.
Ulrich Parzany fügt seinen theoretischen Ausführungen stets auch Bibelstellen hinzu, die in kursiver Schrift dargestellt werden und dadurch zu einer klaren und übersichtlichen Gestaltung des Textes beitragen.
Fazit: „Was nun, Kirche?“ ist ein höchst interessantes, durchaus sehr direktes und kritisches Hinterfragen der evangelischen Kirche in Deutschland, das mich tief beeindruckt und zum Nachdenken angeregt hat. Eine ausgezeichnete Lektüre, die ich gerne weiterempfehle.
Rezensionen von LEXI:
„Ich bin nicht kompliziert, sondern ich bin facettenreich.“
Was nun, Kirche? von Ulrich Parzany
„Sie sind ein Original, das es auf dieser Welt nur einmal gibt. Machen Sie sich das bewusst!“
Walter Nitsche ist Autor zahlreicher Fachbücher, Supervisor und Seelsorge-Ausbildungsleiter der Arbeitsgemeinschaft seelsorglicher Berater. Seine aktuelle Neuerscheinung „Meine Seele ist wie ein Ozean“ stellt eine Zusammenfassung der „Empfindungs-Grund-Typen“ der menschlichen Persönlichkeit dar.
Für deren Beschreibung bedient Walter Nitsche sich zur besseren Veranschaulichung verschiedener Bilder aus der Schöpfungswelt – und zwar der Seen und Meere. Auf diese Weise entstanden Bezeichnungen wie „Bergsee-Seele und Ozean-Seele“, wobei er jedoch auch hier noch weiter differenziert und diese beiden Kerntypen noch zusätzlich unterteilt.
In seinen theoretischen Ausführungen befasst der Autor sich mit einer detaillierten Beschreibung besagter Empfindungs-Grund-Typen, wobei er sich jedoch vorwiegend auf die Ozean-Seele konzentriert. Seine durchwegs interessanten Erklärungen wurden durch zahlreiche Erfahrungsberichte aufgelockert, darunter auch jene von seelsorglichen Beratern. Etliche Menschen berichten in diesem Buch von ihren eigenen persönlichen Erfahrungen mit der Lehre über die Ozean-Seele. Es finden sich zudem Zitate des Psychotherapeuten Rolf Merkle, die mich sehr beeindruckt haben und auf die der Autor in Folge eingeht. Man entdeckt in diesem Buch auch Geschichten bekannter Persönlichkeiten wie beispielsweise Vincent van Gogh oder Clive Staples Lewis. Die zahlreichen Bibelzitate werden im Buch kursiv gedruckt dargestellt.
Nach einem etwas holprigen Einstieg und einer gewissen Zeit, die ich benötigte, um mit der ungewohnten Terminologie vertraut zu werden, empfand ich die Lektüre als sehr fesselnd, vieles sah ich mit einem Mal mit anderen Augen, und speziell das achte Kapitel war für mich das interessanteste und aufschlussreichste des gesamten Buches.
Die optische Gestaltung des Buchcovers wirkt durch die tosenden Wellen auf mich ein wenig aufwühlend und erzeugt bei näherer Betrachtung eine innerliche Unruhe in mir. Der Inhalt dieses Buches ist in lesefreundlicher Schriftgröße gestaltet, zudem übersichtlich und gut gegliedert. Der ausgewogene Wechsel zwischen Theorie und Erfahrungsberichten sorgt dafür, sodass die Lektüre an keiner Stelle Langeweile aufkommen ließ.
Fazit: Ich empfand „Meine Seele ist wie ein Ozean“ als „Augenöffner“ und bin Walter Nitsche dankbar, dass er mich durch dieses Buch einige Dinge erkennen und mit anderen Augen betrachten ließ. Ich kann mir gut vorstellen, dass „Meine Seele ist wie ein Ozean“ nicht nur für Seelsorger, sondern dank der leicht verständlichen Formulierung und guten inhaltlichen Erläuterung auch für Menschen ohne psychologischen oder seelsorgerlichen Hintergrund eine sehr interessante Fachlektüre darstellt. Mir persönlich hat es ausgezeichnet gefallen und ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen.







