Kunden em pfehlungen
Rezensionen von i.weilharter@ais-jugend.at:
Vergangenheitsbewältigung mit einem Schuss Humor...
Jud von Georg Thiel
Das Thema ist nicht neu. Im Grunde hat es schon einen langen Bart - viele Menschen berichten mir von eine gewissen "Erschöpfung", sich wiederholt mit der ehrlosen Geschichte des Nationalsozialismus in Österreich und seinen Auswüchsen auseinandersetzen zu müssen.
Und doch erscheint das Thema so brisant wie nie.
Antisemitismus und generell die Angst vor dem Fremden, dem Andersartigen nehmen zu in einer Welt, die von turbulenten Veränderungen gekennzeichnet ist. Migrationsströme und technologische Entwicklungen sind zwei markante Beispiele dafür. In einer globalisierten Welt erscheint die ganze Menschheit betroffen und wir erfahren in aller Betroffenheit von den Menschen in aller Welt. So betrachtet ist die Problematik des Rassenhasses bzw. interkultureller Konfliktherde hoch aktuell und in vielen Regionen dieser Erde ungelöst.
Der Autor Georg Thiel hat für mein Dafürhalten eine positive Form gefunden, mit dem Thema des Antisemitismus, des sich Erhebens über andere, umzugehen, es lesbar zu machen und bei aller Betroffenheit zum Schmunzeln zu kommen.
Thiel ist kein Komiker, aber er schreibt tragisch-komisch, mit einem zwinkernden Auge.
Das erleichtert uns die Auseinandersetzung mit dem Inhalt seines Romans auf eine sehr ansprechende Weise. Der durchaus bissige, ironische Schreibstil macht das Buch zu einem gelungenen Werk. Viel Vergnügen beim Lesen!
Rezensionen von Caroline :
Bitte Teil 1 vorher lesen
Jud von Georg Thiel
Kenzie Cox hat sich für die Liebe und gegen ihre Familie entschieden. Cox Racing ist Geschichte und ihr Vater setzt sie überall auf die Schwarze Liste. Kein Team wagt es ihr einen Job als Rennfahrerin zu geben.
Nur das gemeinsame Leben mit Hayden hilft ihr die Zeit zu überbrücken, während sie überlegt, wie sie ihrer Karriere wieder einen Stoß vorwärts geben könnte.
Bei Hayden dagegen läuft alles rund. Sein Startplatz bei Benneti Racing ist ihm fix und wäre da nicht Felicia, seine Ex könnte nichts seine Freude auf die neue Saison trüben. Felicia ist die zweite Fahrerin im Team und somit wird er ihr ständig über den Weg laufen.
Kenzie sieht in Felicia nicht nur die Exfreundin, sondern eine attraktive und vor allem erfolgreiche junge Frau. Dass Felicia Hayden auch noch schöne Augen macht und einem Neuanfang nicht abgeneigt scheint, kratzt zusätzlich an Kenzies Selbstbewusstsein.
Ständig öffnen sich neue Gräben, um die sie herum manövrieren muss. Sie steckt beruflich in einer Sackgasse und zusätzlich muss sie um die Liebe von Hayden fürchten.
Wie hat es mir gefallen?
Zwar ist Teil 1 schon vor einem knappen Jahr erschienen, aber ich kann mich noch sehr gut an die Geschichte erinnern. Das liegt vor allem daran, dass ich das Setting rund um den Motorradrennsport sehr gelungen fand und an Kenzie, die im Team ihres Vaters als Rennfahrerin erfolgreich fährt.
Danke an das Bloggerportal und den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar.
Da dieses Buch nahtlos an „Furious Rush“ anschließt, empfehle ich dieses auch vorher zu lesen.
Nachdem das Cox Racing Team sich auf gelöst hat, steht Kenzie auf der Straße, denn ihr Vater setzt alle Hebel in Bewegung, um ihr die Zukunft zu verbauen, da er mit Hayden als Partner nicht einverstanden ist. Sogar Kenzies Schwestern zieht er auf seine Seite. Verzweifelt nimmt sie Kontakt zu allen möglichen Teams auf, doch keines gibt ihr einen Platz um Rennen zu fahren.
Kenzie durchlebt eine furchtbare Zeit. Sie glaubt nicht mehr an sich selbst, an ihre Fähigkeiten und beäugt auch Haydens Liebe misstrauisch. Sie muss zusehen, wie Felicia ihren Platz auf der Tour einnimmt.
Obwohl Hayden keinerlei Zweifel an seiner Liebe zulassen will, merkt auch er, dass sich die Kluft zwischen ihm und Kenzie vergrößert. Er bemüht sich seine Exfreundin komplett zu ignorieren, da sie jedoch für das gleiche Team fahren, begegnen sie einander täglich.
Kenzies prekäre Lage spiegelt sich in allen ihren Handlungen wider. Alle Wege, die sie einschlägt, verlaufen im Nichts. Sie ist niedergeschlagen und fühlt sich gedemütigt. Die Veränderung ihrer Persönlichkeit zu Teil 1 könnte nicht gravierender sein. Aus der selbstbewussten Frau wurde ein Häufchen Elend, das zum Teil in Selbstmitleid zerfließt und zum anderen Teil wütend auf sich selbst ist. Eine Situation, die wohl jeder schon einmal erlebt hat.
Hayden schwimmt auf der Erfolgswelle. Seine Rennen in der vergangenen Saison waren erfolgreich und deshalb hat er einen fixen Startplatz im Team. Die neue Beziehung zu Kenzie wächst und sollte eigentlich stärker werden, leider drängt sich seine Ex-Freundin Felicia zwischen sie.
Felicias Figur und ihr Handeln konnte ich nun überhaupt nicht verstehen und nachvollziehen. Nach 4 Jahren Abwesenheit kann doch wirklich niemand annehmen, einfach so wieder neu zu beginnen.
Weiter hatte ich auch Probleme mit Kenzies gesamter Familie, ihrem Vater, genauso wie mit ihren Schwestern. Ein Mann, der es nicht ertragen kann, dass eine seiner Töchter sich ihm widersetzt und anschließend sämtliche Strippen zieht, um ihr zu schaden und ihre Karriere zu sabotieren. Die Schwestern sind mir bereits in Teil 1 furchtbar auf die Nerven gegangen, das setzt sich hier fort.
Insgesamt gefiel mir die Geschichte gut. Sie zeigt eine Frau, die tief gekränkt und verletzlich ist. Ihr Zustand ist nachvollziehbar und erweckt mein Mitgefühl. Ihre Entwicklung über die zwei Bücher ist so unterschiedlich, dass der Leser mit ihr allen Höhen und Tiefen durchlebt.
www.mariessalondulivre.at
Rezensionen von yellowdog:
Charakter-driven
Jud von Georg Thiel
Alles begehren ist in erster Linie ein Roman über Beziehungen, dazu über einen langen Zeitraum angelegt und vollkommen unkitschig.
Mit Kate ist eine realistische Hauptfigur vorhanden. Sie ist Schauspielerin, eine europäische, damit entfallen die Klischees, die man sich über Hollywoodschauspieler macht.
Schließlich ist auch die Autorin Ruth Jones selbst Schauspielerin und erstellt in ihrem Debütroman ein stimmiges Bild.
Kate ist selbstbewusst, sie wurde bei einem One-Night-Stand als 22jährige Studentin von einem verheirateten Mann schwanger und diesen Mann trifft sie jetzt nach fast 20 Jahren in Edinburgh, Schottland wieder. Eigentlich dachten sie, die Vergangenheit läge hinter ihnen, aber die erneute Begegnung lässt alte Gefühle wieder aufbrechen.
Das ist problematisch, da Callum immer noch verheiratet ist, ebenso wie Kate inzwischen auch, sie hat sogar noch eine kleine Tochter. Wenn die Situation eskaliert wird das für alle Beteiligten sehr schmerzhaft. Hier stellt sich auch die Frage, ob große Leidenschaft es wert ist, alles andere zu opfern.
Ob Kate und Callum wirklich gut füreinander sind, sei dahingestellt. Kate kann sehr rücksichtslos sein, wenn es darum geht, das zu bekommen, was sie will. Und Callum ist oft willensschwach.
Der relativ ruhig geschriebene Roman braucht lange, um in Fahrt zu kommen. Erst in den letzten 100 Seiten kommt richtig Tempo auf.
Ruth Jones große Fähigkeit ist es, ihre Figuren mit allen Fehlern und Schwächen zu entwerfen und doch den Leser stark für sie fühlen zu lassen.
Rezensionen von dorli:
Das Spiel der Königsmacher
Das Spiel der Königsmacher von Priska Lo Cascio
In ihrem Roman „Das Spiel der Königsmacher“ nimmt Priska Lo Cascio den Leser mit auf eine kurzweilige Zeitreise in das 10. Jahrhundert und wartet mit einer gut ausbalancierten Mischung aus Historie, Spannung und Romantik auf. Die Autorin hat die historischen Ereignisse zwischen August 911 und dem Jahr 916 mit einer mitreißenden fiktiven Geschichte verknüpft und ein vielschichtiges und vor allen Dingen sehr glaubwürdiges Bild der damaligen Zeit gezeichnet.
Priska Lo Cascio erzählt sehr unterhaltsam. Jede Szene wirkt lebendig und ist fesselnd, so dass ich ruckzuck mittendrin war in einer Welt aus Lug und Trug, Machtgier, Intrigen und Verrat, aber auch aus Liebe und Leidenschaft. Dank der farbenfrohen Beschreibungen und detailreichen Schilderungen konnte ich mir die Schauplätze und die vorherrschenden Gegebenheiten bestens vorstellen. Man erlebt im Verlauf der Handlung viele aufregende und einschneidende Momente intensiv mit und kann sich daher bestens in die Zeit und die Lage der Menschen einfühlen.
Die Figuren bekommen allesamt schnell ein Gesicht, sie wirken echt, sind ausdrucksstark und haben Persönlichkeit, sie zeigen Emotionen und handeln entsprechend ihren Eigenheiten. Historische und fiktive Figuren werden geschickt miteinander kombiniert, das Zusammenspiel aller Akteure ist ausgeklügelt und funktioniert bestens.
Im Mittelpunkt dieser Geschichte stehen der 26-jährige Liuthar - Krieger und Gefolgsmann des sächsischen Herzogssohn Heinrich - und die 21-jährige Fränkin Sarhild von Babenberch, die im Zuge einer Fehde um die Macht im Frankenland ihren Vater, ihren Rang und ihre Heimat verloren hat. Die beiden Protagonisten begegnen sich kurz in Frankfurt und lernen sich dann später besser kennen, als Sarhild zu ihrem Oheim Otto nach Sachsen flüchtet, um einer arrangierten Ehe mit dem barbarischen Manhard von Baiern zu entkommen.
Liuthar und Sarhild geraten hinein in das Gerangel um die Vorherrschaft im Ostfränkischen Reich und müssen während der Machtkämpfe und Ränkespiele der einflussreichen Landesfürsten und hochrangigen Kirchenvertreter viele Höhen und Tiefen durchleben. Es war äußerst spannend für mich, ihre Wege zu verfolgen und es hat Spaß gemacht, das Miteinander und Gegeneinander aller zu beobachten. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Autorin die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt und Sarhild und Liuthar abwechselnd zu Wort kommen lässt. So bekommt man einen guten Einblick in die Ansichten, Beweggründe und Gefühle beider Akteure.
Dass Priska Lo Cascio ein gutes Händchen für Figuren hat, zeigt sich auch bei den zahlreichen Nebendarstellern. Dazu gehören zum Beispiel Heinrichs quirliger Sohn Thankmar, der mich mit seinen herrlich altklugen Äußerungen begeistert hat. Und der Mönch Frodebert, der nicht nur den Schalk im Nacken hat, sondern zudem einen überaus wichtigen Part in dem Intrigenspiel einnimmt. Oder auch die durchsetzungskräftige Herzogsmutter Kunigunde, die weiß, welche Fäden sie ziehen muss, um die Dinge in die von ihr gewünschte Richtung zu lenken. Jeder Einzelne von ihnen spielt die ihm zugedachte Rolle ausgezeichnet und bereichert die Handlung außerordentlich.
„Das Spiel der Königsmacher“ hat mich rundum begeistert – eine sehr gelungene Verknüpfung von historischen Fakten, Spannung und Unterhaltung, die mit viel Pep und Schwung erzählt wird und mir nicht nur kurzweilige Lesestunden beschert, sondern mich auch lebensnah an einem Stückchen mitteleuropäischer Geschichte teilhaben lassen hat. Absolute Leseempfehlung!
Rezensionen von HEYN Leserunde, Harald Schellander :
Exzellente Typen, gute Story
Jud von Georg Thiel
Auf eine (irr)witzige Reise in die eigene Vergangenheit macht sich Titus Strings alias Streicher in diesem Roman von Georg Thiel. Auf seinen Wegen vom düsteren Manchester des Jahres 1958 in die Weltausstellungsstadt Brüssel über die verhasste Heimatstadt Wien bis in die tiefste Provinz Bruchleithens (!) und retour muss sich der Protagonist seinen traumatischen Erlebnissen in der Nazi-Zeit stellen.
Dabei wird er von einer Vielzahl exzellent gezeichneter Typen begleitet (erwähnt sei vor allem der Feuilletonist Rupert), die neben der gut gebauten Story das Lesen zur ebenso vergnüglichen wie nachdenklichen Abrechnung mit der jüngeren österreichischen Geschichte machen. Das ganze andere Buch zum Gedenkjahr mit großem Wiedererkennungseffekt. Absolut empfehlenswert!
Rezensionen von Jituschka:
Die (zum Teil wahre) Geschichte einer Seifenfabrikantenfamilie aus Schwabach
Die Manufaktur der Düfte von Sabine Weigand
Als sich eines Tages ein junger Mann bei Seifensiedemeister Strunz als Lehrling vorstellt, kann dieser nicht ahnen, dass der junge Ribot nicht nur neue Ideen für die Seifensiederei mitbringt, sondern auch Teil seiner Familie werden und den Grundstein für eine erfolgreiche Seifendynastie mit großer Fabrikanlage legen wird .
..
Mit diesem Buch kann sich der Leser auf eine spannende Zeitreise an der Seite der Seifenfabrikantenfamilie Ribot begeben, die tatsächlich einmal im kleinen Ort Schwabach gelebt hatte. Ich fand es sehr faszinierend, oft aber auch sehr aufwühlend, lesend mitzuerleben, wie die Menschen damals, im Zeitraum von 1845 bis 1934, einer Zeit großer industrieller wie gesellschaftlicher Entwicklungen, lebten, fühlten und dachten. Manchmal wünschte ich der einen oder anderen Romanfigur so sehr, dass sie doch die Kraft finden möge, aus den Denkmustern ihrer Zeit auszubrechen, Not und Ungerechtigkeit zu erkennen und mehr ihrem Herzen zu folgen ... (Ich hoffe nur, dass später einmal die Menschen der Zukunft mit der gleichen Fassungslosigkeit auf akzeptierte Missstände unserer Zeit wie beispielsweise die grausame Massentierhaltung zurückblicken werden ...) Sabine Weigand geht jedoch sehr behutsam mit den Haupt- und Nebenfiguren um, sie vermeidet Klischees, Schwarz-Weiß-Malerei und Verurteilungen, sondern zeigt die Menschen einfach als nicht ganz vollkommene Geschöpfe, die stark unter dem Einfluss ihrer Zeit stehen, sich aber durchaus auch weiterentwickeln können.
Es ist dem Buch anzumerken, dass die Autorin nicht nur eine talentierte Erzählerin ist, sondern auch Historikerin. Wie sie im Nachwort erklärt, hatte sie sogar an der Einrichtung und Forschung für die Abteilung "Ribot" im Schwabacher Stadtmuseum mitgewirkt. So wirkt ihre Darstellung der Menschen in den damaligen Zeiten sehr authentisch und überzeugend. Im Nachwort listet sie außerdem auf, welche Personen tatsächlich gelebt haben (erstaunlich viele) und welche sie erfunden hat. Der historischen Unternehmerfamilie, über die es einige Aufzeichnungen gibt, hat sie eine Reihe fiktiver Personen gegenübergestellt, die diejenigen repräsentieren, die in der Regel weniger gut von der Geschichtsschreibung dokumentiert werden: die Ärmeren in der Gesellschaft, die doch gerade in dieser Zeit der Arbeiterbewegung eine wichtige Rolle spielten ...
Die Zeit mit den relativ vielen Seiten dieses Romans verging für mich wie im Flug, da ich mich den Menschen, von denen er handelt, nahefühlte und sehr gespannt war, wie ihre Geschichte weitergeht - ein sehr empfehlenswerter historischer Roman!
Rezensionen von Heyn Leserunde Elisabeth Del Carlo:
Vergangenheitsbewältigung mit Humor und Zynismus
Jud von Georg Thiel
Rechtzeítig zum Gedenkjahr 2018 ein Roman der sich mit der Vergangenheitsbewältigung eines Opfers der Nazizeit in Österreich beschäftigt.
Das erste Drittel ist etwas langatmig, dann jedoch gewinnt die Geschichte an Tempo. Dem Autor gelingt es mit Humor und Zynismus die Reise eines Engländers, der mit 15 Naziösterreich verlassen musste, zurück in die Vergangenheit zu beschreiben.
Übrerraschend humorvoll trotz des Themas.
Unbedingt lesen.
Rezensionen von HEYN Leserunde Erika Liebminger:
Unglaublich!
Jud von Georg Thiel
Es ist die Geschichte des Fotografen Titus und seiner unaufgearbeiteten Vergangenheit als Naziopfer, die Georg Thiel erzählt. Ob Manchester, Brüssel oder Wien, jeder dieser Orte bedient sich auf unnachahmliche Art einer angepassten Ausdrucksweise. Aber das Ende in Bruchleiten ist für mich eine Meisterleistung.
Zweieinhalbmal gelesen, einfach unglaublich.
Rezensionen von Buechertraeumerin:
Nettes Buch für Zwischendurch
Ellas Welt - Das verflixte neue Schuljahr von Meredith Costain
Die Ella Reihe kannten wir bisher noch nicht. Doch da es sich um einen Comicroman handelt, war auch mein Bruder zum Lesen des "Mädchenbuches" zu motivieren.
Im Buch geht es um Ella, die sich schon auf das neue Schuljahr freut. Besonders darauf, endlich ihre beste Freundin Zoe wiederzusehen.
Doch diese taucht nicht auf und ausgerechnet Penny Parker, die fiese Zicke setzt sich neben sie. Na das kann ja heiter werden, denn Penny hat sie ohnehin schon auf dem Kieker. Wo ist nur die beste Freundin, wenn man sie braucht?
Das Buch ist in Tagebuchform aufgebaut und wird aus der Ich-Persepektive von Ella erzählt. Man denkt beim Lesen wirklich, dass man ein Tagebuch in der Hand hält, da es mit Schönschrift, Skizzen und durchgestrichenen Wörtern richtig interessant gestaltet wurde. Alle Illustrationen von Danielle McDonald sindin rot und schwarz gezeichnet. Teilweise war es ein wenig irritierend, denn so war auch die beschriebene grüne Jacke rot gezeichnet.
Gut gefallen hat uns, dass Ella mit den typischen Problemen einer Viertklässlerin zu kämpfen hatte, wie zum Beispiel Zickenkrieg und dem Druck von Mutproben. Manchmal war die Geschichte auch ziemlich lustig.
Leider ging es im Buch fast ausschließlich um die Streiterein zwischen Penny und Ella und manche Situationen wiederholten sich in ähnlicher Weise, wodurch die Geschichte sehr dahinplätscherte. Hier hätten wir uns noch ein wenig mehr Abwechslung gewünscht.
Da es sich um ein Mädchenbuch handelt, kommen die Jungs teilweise nicht besonders gut weg. Das hat vor allem meinen Bruder gestört und ein wenig verärgert.
Beim Buch handelt es sich um den ersten Band der Ella Reihe, bei der es bisher drei Bände gibt.
Fazit: Ein sehr schön gestaltetes Buch, dass sich wunderbar zwischendurch lesen lässt, da die Handlung eher flach bleibt. Für Jungs ist das Buch wohl eher nicht geeignet, aber das lässt sich ja schon an der Gestaltung erahnen.
4 von 5 Sternen!
Rezensionen von CanYouSeeMe:
Eine Liebe in Apulien
Eine Liebe in Apulien von Sabrina Grementieri
Schon das Cover macht deutlich, dass es sich hier um einen seichten, sommerlichen Roman handelt. Dieser Prämisse hat das Buch dann auch entsprochen. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und sehr bildreich. Die vielen detailreichen Beschreibungen machen das Lesen zunächst ein wenig schwerer, ich habe mich jedoch sehr schnell daran gewöhnt und großen Gefallen daran gefunden.
Meinem Kopfkino wurde in diesem Buch ausreichend Grundlage gegeben.
Die Handlung konnte mich positiv überraschen. Ich war auf eine eher seichte und wenig anspruchsvolle Lektüre eingestellt. Die Handlung konnte mich dann jedoch sehr fesseln und durch unvorhersehbare Wendungen überraschen. Anderes hingegen war ziemlich vorhersehbar, insgesamt war es eine ausgewogene Mischung,
Geschildert wird die Geschichte aus einer auktorialen Sicht, so dass man als Leser einen guten Überblick über die Charaktere und deren Sichtweisen hat. Die Charaktere sind solide dargestellt.
Insgesamt hat ‚Eine Liebe in Apulien‘ meine Erwartungen erfüllt. Dieses Buch ist sicher keine anspruchsvolle Lektüre, für einen sonnigen Tag ist es jedoch genau das richtige. Die Geschichte plätschert vor sich hin ohne langweilig zu werden und versetzt den Leser in das sonnige Italien.






