Kunden em pfehlungen
Rezensionen von begine:
Linienbus auf Reisen
Ans Meer von René Freund
Rene Freund lässt seine Personen in diesem Roman „Ans Meer“ an einer Reise mit dem Linienbus teilnehmen. Es ist eine berührende warmherzige Geschichte.
Anton fährt einen Linienbus. Er hat gerade eine Krise, seine Mutter klammert, seine Freundin Doris scheint Männerbesuch zu haben.
Dann steigt die kleine Annika mit ihrer krebskranken Mutter Carla ein, sie wollen ans Meer nach Italien,in den Ort aus dem Carla kommt.
Er lässt sich überreden und es geht los, zusammen mit Annikas bester Freundin Helena, mit derem Bruder Ferdinand und Eva. Später entdecken sie noch, das die demenzkranke Frau Prenosil im Bus sitzt.
Es wird eine aufregende nette Reise, immer mit dem Blick auf Clara.
Daneben die Liebesgeschichte von Anton und Doris.
Rene Freund hat eine gute Art seine Romane zu schreiben seine Figuren werden lebendig. Dieser Roman hat mich total erreicht, er liest sich wunderbar, teils mit Witz, aber dann auch etwas traurig.
Das Cover mit der naiven Malerei passt gut. Der Roman ist kurz gehalten, aber er hat es in sich, Ich bin nur so durch gerauscht und ich möchte ihn gern weiter empfehlen.
Rezensionen von Janine2610:
Ein Philosoph in Kinderschuhen
Schreiben um zu leben von Johannes-Philipp Langgutt
Der junge Autor Johannes-Philipp Langgutt aus Wien hat mich im Herbst 2017 gebeten, sein Erstlingswerk zu lesen. Zu der Zeit war ich aber schulisch noch stark eingespannt, weswegen ich erst jetzt zum Lesen gekommen bin. Ich habe damals zugesagt, da ich hin und wieder ja ganz gut mit Kurzgeschichten kann, ganz besonders wenn sie kritische oder spirituelle Themen behandeln.
Durch Henrike Staudtes wundervolles Büchlein »Federtanz« habe ich diesbezüglich wahrscheinlich aber zu hohe Erwartungen gehabt. Denn ich muss leider etwas meckern, lieber Johannes ...
Ich bin ein Mensch, mir ist Rechtschreibung, Grammatik und die korrekte Interpunktion einfach total wichtig. Ist dies alles nicht gegeben, tu ich mir generell schwer, mich auf den Inhalt zu konzentrieren, denn alles, was ich dann sehe, sind die fehlenden Beistriche und die Wörter, die klein oder groß geschrieben sind, obwohl sie eben nicht klein oder groß geschrieben gehören. Man mag mich jetzt vielleicht für oberflächlich halten, aber es tut mir leid, das sind einfach Sachen, die werfen mich beim Lesen enorm aus der Bahn bzw. stören meinen Lesefluss sehr stark. Ein ordentliches Lektorat hätte dem Buch auf keinen Fall geschadet.
Ein Rechtschreibfehler oder ein fehlender Beistrich passiert eh jedem einmal, aber wenn es andauernd vorkommt, DANN stört es mich. Und das war hier leider der Fall. Um genau zu sein, fehlt ja bereits im Buchtitel der erste Beistrich ...
Außerdem ist mir aufgefallen, dass der Name des Autors auf dem Buch außen anders geschrieben wird als auf den ersten Seiten innen und ehrlich gesagt, bin ich mir bis jetzt noch nicht ganz sicher, ob man den zweiten Namen des Doppelvornamens nun mit einem oder mit zwei "ll" schreibt.
~ Es tut gut. Sowas von gut. Ich weiß nicht warum, aber es ist ein gutes Gefühl. Weit und breit nur ich zu sehen. Ich weiß mit geistig prozentiger Sicherheit, dass ich nicht der Einzige auf dieser Welt bin, der einfach irgendwo im Nirgendwo irrational steht, wie weint. ~
(S. 23)
Es hat mir persönlich also nicht viel Freude bereitet, in einem Buch zu lesen, das vor derartigen Fehlern nur so strotzt, selbst wenn der Inhalt irgendwie gut ist. Aber selbst der ist ... wie soll ich sagen? - Ich konnte leider kaum was damit anfangen.
Laut Autor befinden sich in dem Buch viele Kurzgeschichten, die ich jedoch nicht wirklich als Kurzgeschichten bezeichnen würde, sondern eher als philosophisch angehauchte, eher melancholische Gedanken im Gedichte-Stil. Ein klein wenig "passiert" auch was in den Kurzgeschichten, aber verfolgen konnte ich die Geschehnisse nicht wirklich, da mir das Geschriebene meist zu abstrakt und nicht fassbar genug war.
Lässt man meine ganze Meckerei jetzt mal außer Acht, kann man in den Kurzgeschichten oft ein kritisches Hinterfragen unserer gesellschaftlichen "Normalität" mit sarkastischem Unterton erkennen, der sich so gut wie durch das gesamte Buch zieht. Ich persönlich fand die Themen, mit denen sich der Autor in seinem Buch auseinandergesetzt hat, gar nicht mal so doof. Schließlich geht es unter anderem um Kinderarbeit, die Zerstörung der Natur oder die Ausbeutung und das Töten von Tieren, um unsere egoistischen menschlichen Bedürfnisse zu stillen.
~ Ich denke irgendwann kommt der Punkt bei einem Menschen wo er denkt, irgendwo aufwacht und nicht mehr kann, auch wenn er vielleicht will. Kotzen, kotzen, kotzen. Die ganzen Eindrücke der Unterdrückung, die die Welt bietet samt ihren Bewohnern und Gefühlen rauskotzen. ~
(S. 78)
Je weiter ich in dem Buch fortgeschritten bin, desto mehr wirkte der Autor auf mich wie ein Philosoph – der allerdings noch in den Kinderschuhen steckt. Mit seiner Fantasie und seinem kritischen Blick auf die Gesellschaft kann er zukünftig, mit genug Übung – denn ausreichend Potenzial ist eindeutig da – bestimmt noch Lesenswertes schaffen.
Und tatsächlich finden sich in dem Buch auch ein paar kurze Gedichte. Normalerweise bin ich ja eher nicht so der Gedichte-Typ, aber diese hier fand ich manchmal sogar ansprechender als die Kurzgeschichten, die ich sonst eigentlich lieber habe.
Für ein zweites Buch des Autors würde ich mir auf alle Fälle ein gutes Lektorat wünschen. Die Texte selbst waren hier relativ kritisch und melancholisch und mir persönlich meist zu abstrakt. Wenn man diesen Stil aber mag, dann ist man bei Johannes-Philipp Langgutts Texten goldrichtig!
Rezensionen von KimVi:
Spannender Auftaktband, der neugierig auf den weiteren Verlauf macht
Iron Flowers - Die Rebellinnen von Banghart Tracy
In der Welt, in der die Schwestern Serina und Nomi leben, zählt es nicht viel, eine Frau zu sein. Frauen haben keine Rechte und sind der Willkür der Männer ausgeliefert. Da die meisten Menschen schwere Arbeit leisten müssen und in Armut leben, wurde Serinas ganze Erziehung darauf ausgerichtet, eines Tages zur Grace erwählt zu werden.
Alle drei Jahre wählt der Regent drei Frauen aus, die in Wohlstand und Reichtum im Palast leben dürfen. Serinas Familie setzt große Hoffnungen darauf, dass sie vom Sohn des Regenten, der in diesem Jahr zum ersten Mal seine Wahl treffen wird, zu seiner Grace ernannt wird. Denn Serina ist anmutig und schön. Ihre Erziehung ist tadellos und sie würde dieses Leben zu gerne führen. Ihre Schwester Nomi sieht das allerdings ganz anders. Sie ist rebellisch und stellt die Regeln infrage. Als Serina tatsächlich als Anwärterin ausgewählt wird und mit ihrer Schwester in den Palast reist, schlägt das Schicksal allerdings gnadenlos zu. Die Schwestern werden auseinandergerissen und müssen ein Leben führen, auf das sie niemand vorbereitet hat.....
Der Einstieg in die Geschichte verläuft zunächst eher gemächlich, da die Hauptpersonen in die Handlung eingeführt werden und man erste Einblicke in die Regeln, der von Männern dominierten Welt, erhält. Man betrachtet das Geschehen aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln, denn Serina und Nomi stehen abwechselnd im Zentrum der Handlung. Dabei wird schnell klar, dass die Schwestern sehr unterschiedlich sind. Denn Serina, die ihr ganzes Leben darauf ausgerichtet hat, eines Tages zur Grace ernannt zu werden, ist angepasst und hält sich strikt an alle Regeln. Nomi ist dagegen sehr rebellisch und träumt davon, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.
Durch die ständig wechselnden Perspektiven, gelingt es der Autorin hervorragend, Spannung aufzubauen. Denn die Wechsel erfolgen meist an geschickt ausgewählten Stellen, sodass man unbedingt erfahren möchte, wie es im Leben der jeweiligen Schwester weitergeht und dabei mühelos in den Sog der Handlung gerät. Das Tempo ist rasant und kann, durch überraschende Wendungen, durchgehend gehalten werden. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm lesbar. Man kann mit beiden Schwestern mitfiebern, auch wenn den Charakteren, zugegebenermaßen, etwas mehr Tiefe gut getan hätte. Außerdem wird die unbekannte Welt, in der man sich beim Lesen befindet, nur relativ knapp beschrieben. Das tut allerdings der Spannung keinen Abbruch, denn man wird förmlich durch das Buch getrieben. Der Cliffhanger, der ja am Ende dieses Auftaktbands zu erwarten war, macht neugierig auf die Fortsetzung.
Obwohl ich das Jugendbuchalter ja schon etwas überschritten habe, konnte mich dieser Auftaktband begeistern und innerhalb kürzester Zeit in seinen Bann ziehen. Die ständig wechselnden Perspektiven haben mich dabei regelrecht durch die Handlung fliegen lassen. Ich vergebe deshalb vier von fünf möglichen Sternen und freue mich bereits jetzt auf den Folgeband.
Rezensionen von begine:
Krimi aus der Provence
Iron Flowers - Die Rebellinnen von Banghart Tracy
Dieser Krimi ist interessant mit viel Lokalkolorit. Ein Gentleman in Arles – Mörderische Machenschaften ist ein Provence Krimi mit Peter Smith als ersten Fall.
Der Autor Anthony Coles lebt genau wie sein Protagonist in Arles. Der Übersetzer ist Michael Windgassen.
Peter Smith hat als Unternehmensberater und beim englischen Geheimdienst gearbeitet und will jetzt in Arles sein Rentnerdasein genießen.
Durch Zufall gerät er in einen mysteriösen Mordfall. Er wird von der Witwe um Hilfe gebeten. Dabei findet er im Computer des Opfers einiges. Dadurch wird er auch noch von der Marseiller Mafia heimgesucht. Er lebt dann ganz schön gefährlich aber mit grandioser Art wird er damit fertig.
Peter Smiths Methoden sind angenehm zu lesen. Zwischendurch lernt man noch die Provence genau kennen. Seine Wanderung mit seinem Hund Arthur kann werden mir bildhaft dargestellt.Und dann werden in die Restaurants und gutes Essen mitgenommen. Da möchte ich am liebsten einmal hinfahren.
Der Autor hat einen guten flüssigen Schreibstil, obwohl es mir etwas langsam voran ging. Trotzdem wurde ich gut unterhalten.
Rezensionen von LEXI:
Gott hat einen Plan
Das Motel der vergessenen Träume von Katie Ganshert
„Nicht alles lohnt das Bewahren, aber für manche Dinge lohnt es sich, mit aller Kraft zu kämpfen. Man muss nur den Unterschied erkennen.“ (Tante Ingrid)
Tante Ingrid leidet an Osteoporose und Demenz und lebt in einer Seniorenresidenz. An guten Tagen erinnert sie sich gerne an die glücklichen Jahre mit ihrem kürzlich verstorbenen Ehemann Gerald, als die beiden noch das Motel „Treasure Chest“ führten.
Nachdem der Geschäftsführer gekündigt hatte, ist die ehemals beliebte Unterkunft verlassen und baufällig geworden. Es ist Ingrids größter Herzenswunsch, das „Treasure Chest“ auch weiterhin in Familienbesitz zu wissen und in alter Pracht wieder aufleben zu sehen.
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„Ich hatte für ein eigenes Kind gebetet – ein süßes, unschuldiges Baby, das kicherte, wenn ich lächelte, und von mir geküsst werden wollte. Stattdessen hatte ich Gracie bekommen – einen feindseligen, rebellischen Teenager, der mich von ganzem Herzen hasste.“ (Carmen Hart)
Carmen Hart ist eine ehrgeizige, perfektionistisch veranlagte und beliebte Wetterfee im Fernsehen und sehnt sich verzweifelt nach einem Baby. Nach vielen Fehlgeburten hat die erfolgreiche Karrierefrau die Hoffnung beinahe aufgegeben, auch ihre einst so glückliche Ehe mit dem Mann ihrer Träume leidet unter der Situation. Carmen verliert nach und nach die Kontrolle – sowohl in beruflicher, als auch in privater Hinsicht. Als unvermittelt ihre Halbschwester Gracie auftaucht, muss sie sich abgesehen von den Anstrengungen zur Rettung ihrer Ehe auch noch mit der Vergangenheit auseinandersetzen. Denn Carmen war bislang keine gute große Schwester gewesen.
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„Du solltest dich von etwas, das in der Vergangenheit geschehen ist, nicht dran hindern lassen, etwas Schönes in der Gegenwart zu erleben.“ (Ben Hart)
Carmens Ehemann Ben ist Lehrer und Football-Trainer in der Bay Breeze Highschool. Der Sport hat einen sehr hohen Stellenwert für den attraktiven und sehr beliebten Coach und er kann ausgezeichnet mit Teenagern umgehen. Leider kriselt es in seiner Ehe und die Beziehung ist drauf und dran, kaputtzugehen. Als seine siebzehnjährige Schwägerin Gracie Fisher bei ihm und Carmen einzieht, sorgt der wilde Teenager für zusätzliche Aufregung in dem bereits stark mit Konflikten belasteten Alltag der Harts. Gracie hatte eine sehr schwere Kindheit, ist Außenseiterhin und hält sich selber für eine Versagerin. Sie hat bislang die bittere Erfahrung gemacht, dass Hoffnung im Leben stets enttäuscht wird.
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In behutsamen und einfühlsamen Worten erzählt Katie Ganshert die Geschichte einer Familie, die bereits viel Schmerz und enttäuschte Hoffnungen durchleben musste. Sie berichtet vom unerfüllten Kinderwunsch der Protagonistin Carmen Hart, der Belastung ihrer Ehe durch wiederholte Fehlgeburten und die dadurch aufkommende Resignation und Bitterkeit. Alkoholismus, Vernachlässigung, Selbstzweifel, Versagensängste und ein ungesundes Streben nach Perfektion werden in diesem beeindruckenden und tief emotionalen Roman thematisiert. Die Autorin bedient sich hierbei höchst authentisch gezeichneter Protagonisten, denen sie sympathische Nebenfiguren zur Seite stellt. Die drei Protagonisten Carmen, Gracie und Ben sind mir sofort ans Herz gewachsen, meine liebsten Nebenfiguren in diesem Buch waren Carmens Großtante Ingrid und Gracies Freund Elias Banks.
Der einnehmende Schreibstil Katie Gansherts wird durch humorvolle Passagen in Dialogen und Ereignissen rund um die sarkastische Gracie aufgelockert. Der Leser wird auf emotionaler Ebene in die Welt der Familie Hart hineingezogen und durchlebt mit ihnen den schwierigen Prozess der Konfliktbearbeitung und Versöhnung. Da auch der Glaube eine tragende Rolle in diesem Buch spielt und mich sowohl die Handlung, als auch die dargestellten Personen absolut überzeugt haben, kann ich diesem Buch nur die Höchstwertung vergeben.
„Das Motel der vergessenen Träume“ ist eine Lektüre, die mir ausgezeichnet gefallen hat und die sehr lange nachwirkt. Sie konfrontiert den Leser mit einer zum Teil tragischen Familienverhältnissen und Konflikten und liefert ein für meinen Geschmack absolut glaubwürdiges und authentisches Ende.
Rezensionen von mamaofhannah07:
Wild, schonungslos, grandios
Dornengrab von Aikaterini Maria Schlösser
Dornengrab eine historische Mysterynovelle von
Aikaterini Maria Schlösser
Eine Rose, als Symbol der Schönheit, Sinnlichkeit und Liebe wird zu einem Zeichen für Vergänglichkeit, Verrat und Schmerz.
Worms, 1371, für Hartmuth gibt es nichts Wichtigeres als Reichtum, Ansehen und Macht. Mit allen Mitteln versucht er seinen erworbenen Stand zu sichern und zu wahren.
Sein Hochmut und seine Eitelkeit sollen seine Herkunft vergessen lassen. Nichts scheint ihm wirklich nahe zu gehen. Wirklich, nichts und niemand? Diese stille Zerstörung merkt er erst, als es zu spät ist. Nicht ein, nicht zwei, sondern gleich drei Herzen fallen seinem arrangiertem System und Netz aus Lügen zum Opfer. Sorge, Angst und quälende Gedanken, vom Schrecken des Ungewissen treiben Hartmuth an seine Grenzen und werfen einen Blick in tiefste menschliche Abgründe.
Diese Novelle ist etwas Besonderes. Ohne belehren zu wollen, stimmt sie nachdenklich. Verpackt in ein bizarres sprachgewaltiges Etwas, welches den Leser in seinen Bann zieht und nicht mehr loslässt, fühlt man sich beklommen, unwohl und letztendlich zu Recht erlöst. Eine Sogwirkung, der man sich nicht entziehen kann.
Aikaterini Maria Schlösser, schafft eine nachdenkliche Atmosphäre und erschafft eine spannungsgeladene Geschichte, die trotz und gerade wegen aller Mystery, niemals unglaubwürdig erscheint. Ihre Worte haben mich erschaudern lassen. Fasziniert und abschreckend zugleich lesen sich die 104 Seiten flott weg und wirken nach.
Fazit: Wer offen für Literatur mit dem gewissen Etwas ist, sich vor mystischen Elementen nicht scheut und glaubhafte Protagonisten bevorzugt, der sollte diese Geschichte unbedingt lesen!
Rezensionen von yellowdog:
Kraftvoll und poetisch
Himmel und Hölle von Jón Kalman Stefánsson
Eine isländische Geschichte über Fischer und das Meer, kraftvoll, sehr dicht und poetisch geschrieben. Dabei relativ unspektakulär, angesiedelt wahrscheinlich anfangs des zwanzigsten Jahrhunderts in Island.
Im Mittelpunkt stehen Bardur und der Junge, zwei die nicht so ganz sind wie die anderen Fischer, zum Beispiel lesen sie viel und zitieren aus Miltons Das verlorene Paradies.
Sie sind eigentlich nicht dafür geschaffen zur See zu fahren. Dennoch sind sie ganz im Geschehen verankert.
Doch das Leben auf dem Meer ist rau und gefährlich und als schließlich nur einer der beiden lebend zurückkehrt ist er wie betäubt und allein. Wie der Junge allmählich Teil des Dorfes wird, in das er geht, bestimmt die zweite Hälfte des Romans.
Ein guter Roman von 2009, dem noch zwei Teile rund um das Leben des Jungen folgte.
Diese Buch beweist, Jon Kalman Stefansson ist einer der großen Stimmen Islands!
Rezensionen von manu63:
Alles findet ein Ende
Himmel und Hölle von Jón Kalman Stefánsson
Asche des Krieges heißt der vierte und damit abschließende Band der Geheimnis der Götter Reihe der Autorin Saskia Louis.
Nym ist weiter auf der Suche nach Antworten und sucht diese beim Volk in den Kreisbergen. Dort muss sie sich aus der Welt der Lügen befreien und ihre eigene Wahrheit erkennen und letztendlich damit leben.
Der Autorin ist es gelungen eine Geschichte voller Liebe, Trug und Freundschaft zu einem Abschluss zu bringen, der einen zum einen traurig stimmt aber auch wieder Hoffnung auf einen Neubeginn in sich trägt. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und die Spannungsbögen werden gut gesetzt, so das die Geschichte immer weiter getragen wird ohne langweilig zu werden. Nyms Entscheidungen sind nachvollziehbar, auch wenn sie schmerzlich sind und gebrochene Charaktere zurücklassen. Sympathische Protagonisten müssen sterben und andere überleben. Eine gelungene Mischung aus Leid, Schmerz, Liebe und Freundschaft, die nicht für alle ein positives Ende findet.
Mit Hilfe kleiner Einblendungen am Kapitelanfang werden dem Leser die Zusammenhänge immer klarer und was wirklich mit einigen Figuren passiert ist. In meinen Augen eine geschickte Lösung.Insgesamt finde ich die Reihe lesenswert und kann sie empfehlen, auch wenn es an einigen Stellen doch recht traurig wird, und das mag ich im allgemeinen nicht so gerne bei Büchern, passt aber zur Geschichte.
Rezensionen von Gaby 2707:
Frauen in Angst
Küstendämon von Heike Meckelmann
Auf Fehmarn geht nicht nur bei Frauen die Angst um. Nachdem die Fotografin Mara tot im Staberforst gefunden wurde, gibt es eine neue Vermisstenmeldung. Sophie Larsen meldet sich seit einigen Tagen nicht mehr und bei ihrer Freundin in Hamburg, die sie besuchen wollte, ist sie auch nicht aufgetaucht. Den Kommissaren Dirk Westermann und Thomas Hartwig von der Kripo Oldenburg läuft die Zeit davon.
Und obwohl sie Tag und Nacht ermitteln, ist kein Land in Sicht. Als eine weitere Tote gefunden wird, beginnt sich ganz langsam ein Muster herauszukristallisieren. Werden Sie Sophie finden, bevor der Mörder erneut zuschlägt?
Ich habe den Kommissaren schon bei ihrem letzten Fall "Küstenschatten" über die Schulter geschaut und mit ermittelt. Daher kenne ich die meisten Handelnden hier schon. Besonders auf Katrin, die Freundin von Kommissar Westermann und ihre Tante Charlotte Hagedorn habe ich mich sehr gefreut. Charlotte, die es nicht lassen kann und ihre Nase überall reinstecken muss, gefällt mir sehr. Auch in diesem Fall ist sie mit ihrer Kamera unterwegs und kann den ein oder anderen Tipp geben.
Auch in die Gedanken und das Tun des Täters, der sich hier Josephine nennt und ihren weiblichen Opfern unsägliche Schmerzen zufügt, bekomme ich immer wieder kurze Einblicke. Nichts für schwache Nerven.
Auch diesmal haben mich die Beschreibungen der Insel und ihrer Bewohner fasziniert. Man merkt, dass sich die Autorin dort auskennt und eine echte "Inselratte" ist, die ihr Fehmarn liebt. Ich bekomme direkt Lust, diese Ostseeperle auch einmal zu besuchen.
Was mich diesmal etwas gestört hat, waren etliche Rechtschreibfehler, die meinen Lesefluss immer wieder unterbrochen haben. Vielleicht sollte man die für eine evtl. Neuauflage ausmerzen.
Spannung von Anfang an, ein Fall, der die Kommissare an ihre Grenzen bringt, ein guter Schuss Lokalkolorid und ein toller Showdown. So muss ein guter Krimi sein.
Rezensionen von BarbaraM:
GeBALLtes Wissen rund um die WM 2018 – wir sind bereit!
Küstendämon von Heike Meckelmann
„Alles Fußball! Das aktuelle Buch zur WM 2018“ von Knut Krüger ist 2018 im cbj Kinder- und Jugendbuchverlag erschienen. Es umfasst 105 Seiten und kostet in der gebundenen Ausgabe 15,00€.
Das Buch informiert umfassend und ausführlich über die Fußballweltmeisterschaft 2018 in Russland. Nicht nur die Deutsche Mannschaft wird ausführlich dargestellt, sondern auch jedes einzelne teilnehmende Team und ganz besonders das Gastgeberland Russland und dessen Elf.
Aber auch die Geschichte zu den Weltmeisterschaften des Fußballs, Statistiken, Rekorde und ein kleines Taktik-Abc sorgen für zusätzliche Informationen. Über 300 Fotos unterstreichen und ergänzen die zu lesenden Informationen.
Meinen beiden Kindern haben besonders gut die Kapitel „Kuriose WM-Geschichten“ und „Die Rüpel-Elf“ gefallen. Aber auch als Erwachsener kommt man auf seine Kosten und kann so einiges Hintergrundwissen sammeln. Ich denke, man kann behaupten, dass hier für jeden Fußballfreund etwas Neues dabei ist.
Fazit: Hier bekommen Kinder, aber auch Erwachsene all das nötige Wissen zur Fußballweltmeisterschaft 2018 in Russland und noch viel mehr zu lesen und zu sehen.
Ein wirklich informatives Wissensbuch zum Thema „Fußball“, das man immer wieder zur Hand nehmen kann.








