Kunden em pfehlungen
Rezensionen von kkarin:
Dranbleiben, dranbleiben, dranbleiben … der Lohn sei Dir in der zweiten Hälfte des Buches sicher!
Vier.Zwei.Eins. von Erin Kelly
Zum Inhalt:
Laura und Kit erleben 1999 im Rahmen eines Festivals eine totale Sonnenfinsternis in Cornwall. Auf ihrem Rückweg zum Zelt unterbrechen sie eine Vergewaltigung. Der Täter – Jamie Balcombe – behauptet, dass es sich um einvernehmlichen Sex gehandelt habe, das Opfer – Beth Taylor – schweigt.
Es kommt zum Prozess, in welchem Jamie zu einer Haftstrafe verurteilt wird. Monate später steht Beth plötzlich vor Lauras und Kits Tür, sucht deren Nähe – insbesondere die von Laura – und schleicht sich sukzessive in deren Leben ein, was vor allem für Kit zunehmend bedrohlich erscheint.
Um vor Beth zu fliehen, tauchen Laura und Kit unter, nehmen neue Namen an und versuchen, in sozialen Medien nicht in Erscheinung zu treten. Laura setzt die ständige potentielle Bedrohung zu. Sie reagiert mit Panikattacken, denn Beth kennt beide so gut, dass sie weiß, dass Kit jeder Sonnenfinsternis hinterherjagt. Zudem will Jamie seinen Ruf rehabilitieren und lässt nichts unversucht, Beth und Laura zu einer Änderung ihrer Aussagen zu bringen.
Plötzlich – 15 Jahre später – steht Beth vor der Tür der hochschwangeren Laura und das Drama um Betrug, Lüge und Feigheit nimmt seinen schicksalhaften Lauf ...
Meine Meinung:
Erin Kelly gelingt es anfangs gut, in die Geschichte einzuführen, wobei sie die Ereignisse in kurzen Kapiteln zwischen zwei Erzählersichtweisen (Lauras bzw. Kits) und auf zwei Zeitebenen (Jetzt und Rückblenden zur Cornwall-Sonnenfinsternis/Vergewaltigung) darstellt, wodurch zusätzliche Spannung entsteht.
Die vier Hauptcharaktere werden gut skizziert, jedoch erscheint jeder auf seine Weise psychiatrisch auffällig. Bald weiß man nicht mehr, wem man noch was glauben soll, zudem häufen sich die inneren Monologe, die Ausführungen über Sonnenfinsternissen ermüden und die Spannung nimmt ab, weshalb ich ungefähr bei Mitte das Buches dieses beiseite legte (und zwei andere Bücher las).
Das Hauptthema – war es nun eine Vergewaltigung oder hat Beth Jamie verleumdet – und die Frage: „Wieso verhalten die sich alle so „komisch“?“ ließen mir keine Ruhe, weshalb ich das Buch fortsetzte … und welch freudige Überraschung! Die Spannung nahm wieder Fahrt auf und in weiterer Folge wurde ich mit unerwarteten Wendungen, unvorhergesehenen Enthüllungen und tragischen Verstrickungen konfrontiert. Ähnlich dem Lösen eines Gordischen Knotens waren dann auch die zu Buchbeginn eigentümlichen Verhaltensweisen der Protagonisten vollkommen nachvollziehbar!
Fazit:
Dranbleiben lohnt sich! Man möge sich von langatmigen Sonnenfinsternisjagden und inneren Monologen nicht abschrecken lassen, denn Erin Kelly spinnt hier ganz geschickt ein verworrenes psychologisches Beziehungsgeflecht zwischen den ProtagonistInnen, das von Vertrauensbrüchen, Grenzüberschreitungen und einem permanenten Psychoterror gekennzeichnet, dessen wahre Genialität sich dann im 2. Teil des Buches erschließt.
Rezensionen von kkarin:
MENSCH (Album/Titel von Herbert Grönemeyer)
Vier.Zwei.Eins. von Erin Kelly
Inhaltsangabe:
Im zerbombten Nachkriegs-Münster bringt Anna als einzige Erwerbstätige in der Familie als Dolmetscherin und Übersetzerin bei den britischen Siegermächten ihre Familie (Eltern und Schwester samt Sohn) mehr schlecht als recht durch. Ihr Alltag ist geprägt von massiven Entbehrungen, Hunger, unzureichender Bekleidung gegen den harten Winter und einem täglichen weiten Arbeitsweg, den sie per Rad zurücklegen muss, weil die Infrastruktur direkt nach Kriegsende noch gänzlich zerstört ist.
Als sie fiebernd trotzdem zum Dienst erscheint, leistet der englische Secret Intelligence Service Captain Jeremy Fraser Erste Hilfe und bringt Anna in seinem Jeep samt Rad nachhause. Auf dieser Fahrt unterhalten sich beide, was der Beginn für eine Geheimbeziehung gegen alle damals gängigen Konventionen zwischen einer Deutschen und einem Angehörigen der britischen Siegermacht sein soll, in dessen weiteren Verlauf Anna schwanger wird und Jeremy plötzlich vom Erdboden verschwindet.
Jahrzehnte später wird Charlotte, eine in Berlin lebende Filmschaffende, von ihrer im Sterben liegenden Mutter Anna nach Münster gerufen. Die unterkühlte Mutter-Tochter-Beziehung zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass die Mutter informiert, dass sie bereits alle organisatorischen Erfordernisse im Falle ihres Ablebens organisiert habe und sich ihre Tochter noch aus der Wohnung holen möge, was sie behalten möchte.
Charlotte nimmt wenig mit, unter anderem aber vier Schuhschachteln mit Briefen, Notizbüchern und Tonbandaufnahmen sowie eine vertrocknete rote Rose. Finden sich in diesem Nachlass die Antworten auf ihre Beziehung zu ihrer Mutter und Hinweise auf ihren beinahe unbekannten Vater?
Ad Titel/Cover:
Ich hätte mir dieses Buch aufgrund des Titel/Covers und dem Zusatz „Das »Vom Winde verweht« der deutschen Nachkriegszeit“ NICHT gekauft, da ich zu viel Herz-Schmerz-Kitsch vermutet hätte.
Dank des Klappentextes/Inhaltsangabe bekam ich erst richtige Lust auf das Buch.
Meine Meinung:
Die Inhaltsangabe ist derart vielversprechend, dass man sich beim Intro/der Vorstellung der Protagonistinnen – Anna, die im Sterben liegende Mutter aus Münster und Charlotte, die rebellische in Berlin in der Filmindustrie tätige Tochter – und deren nüchterne, speerige, noch nicht nachvollziehbare Mutter-Tochter-Beziehung durchquält …
… und Frederica de Cesco belohnt einem mit einer spannenden deutschen Familiengeschichte während der Nazi-Zeit und einer verzaubernden und zutiefst tragischen Liebesgeschichte in der Nachkriegszeit, die einem doppelt packt, weil sie nicht reine Fiktion ist, sondern auf wahren Begebenheiten beruht (Federica de Cesco wurde vom Nachlass der Tante zum Buch angeregt).
Beeindruckend sind vor allem die Dialoge zwischen Anna und Jeremy, die gespickt sind mit „leicht daherkommenden“ philosophischen Betrachtungen über Krieg und Frieden, Sieger und Besiegte, Macht, Liebe, uvam und zwar die damalige Zeit betreffen, jedoch auch im Hinblick auf die aktuelle politische (Welt-)Situation noch immer Gültigkeit haben!
Auch aus psychologischer Sicht fand ich „Der englische Liebhaber“ aus mehreren Gründen spannend: Erstens, wie F.d.Cesco die unterschiedlichen möglichen Facetten menschlichen Verhaltens hinsichtlich „Haltung“ (gegenüber politischen Mehrheitsmeinungen, gesellschaftlichen Konventionen, etc.) beschreibt.
Zweitens geht es bei Anna und Jeremy um die Begegnung von Mensch zu Mensch in seiner innigsten Form (emotional, intellektuell, körperlich).
Drittens macht F.d.Cesco deutlich, wie dramatisch sich das Verschweigen von Familiengeschichte (oder Teilen davon) – auch wenn es bloß zum Schutze der Nachfolgegeneration gedacht ist – negativ auf die Beziehung (zwischen Mutter und Tochter) auswirken … und dass es nie zu spät ist/es Wert ist, sich mit ihr auseinanderzusetzen, entweder als Tagebuchschreiberin (wie Mutter Anna) oder als deren Leserin (Tochter Anna).
Tochter Anna (und auch die Leserschaft) werden belohnt mit einem Stück „Seelenfrieden“, einem Verständnis oder zumindest Nachvollziehen-Könnens des Geschehenen auf der persönlichen Ebene der Protagonisten, das einem mit dem Vergangenen versöhnt und die einem Anna und Charlotte emotional näher bringen.
Beim Lesen hatte ich immer wieder H. Grönemeyers Song „Mensch“ mit dem „… DU FEHLST …“ im Ohr, welcher für mich die Emotionalität dieses Werkes am besten beschreibt.
Fazit:
Ein geniales historisches, psychologisches, poetisches und philosophisches Meisterwerk der Zeitgeschichte über die deutsche Nachkriegszeit! Bitte um Nachschlag!
Rezensionen von C. P.:
Spannendes Fantasyabenteuer mit wunderschönen Details
Vier.Zwei.Eins. von Erin Kelly
Es gibt eine Welt hinter dem Spiegel: Eldrid. Erreichbar über fünf besondere Spiegel, welche unter dem Schutz der magischen Spiegelwächter stehen. Getrieben von ihrer Neugier findet Ludmilla im verbotenen Zimmer ihrer Großmutter Mina den uralten Familienspiegel, Tor in eine fremde Welt – und reist nach Eldrid.
Dort wird sie bereits erwartet, denn die Welt Eldrids wird vom mächtigen Zamir bedroht, der mit Hilfe des von ihm geschaffenen Schattenwesens Godal die Macht an sich reißen und Eldrid in ewigen Schatten stürzen will. Und Ludmilla könnte im Kampf gegen Zamir eine wichtige Rolle übernehmen…
Geschickt beginnt der Roman mit einem Einblick in die Welt Eldrids und dessen zauberhafte Wesen, welcher mich sofort faszinierte. Dorthin reist die 15-jährige Ludmilla, welche bei ihrer Großmutter Mila aufwächst. Im Grunde ihres Herzens ein lieber Mensch, ist der Teenager ein recht aufmüpfiger und frecher Einzelgänger, was die Geschichte aber an den richtigen Stellen rasch voran treibt. Natürlich weiß Mila von diesem Spiegel, doch verbirgt sie ein Geheimnis, welches sie ihrer Enkelin nur langsam offenbart und weshalb sie den Spiegel nicht ohne Grund unter Verschluss hält. Bis der Spiegel Ludmilla regelrecht zu rufen scheint und das Mädchen eine Welt der Feen, Elfen und Riesen betritt, welche sie natürlich sofort fasziniert, jedoch auch große Gefahren für sie birgt.
Neben mehr oder weniger mächtigen Schatten, aufmüpfigen Spiegelbildern, geheimnisvollen Gestaltwandlern und bedrohlichen Riesen spielt vor allem die Zahl 5 in dieser Geschichte eine magische Rolle. Nicht zuletzt, weil die Saga von Eldrid auf fünf Bände ausgelegt ist.
Mir hat die Idee um Eldrid, der Welt hinter dem Spiegel, sehr gefallen. Der Roman gestaltet sich erstaunlich komplex, birgt unvorhersehbare Gefahren, stellt die Protagonisten vor unlösbare Aufgaben und bringt sie in ausweglos scheinende Situationen. Auch die magischen Wesen Eldrids, von denen man im ersten Band bereits einige kennen lernt, sind faszinierend und manche auf eine gewisse Art einzigartig gestaltet.
Ein faszinierendes Fantasyabenteuer mit wunderschönen Details und einer unlösbar scheinenden, spannenden Aufgabe, welche nicht nur junge Leser ab 12, sondern auch Erwachsene noch vollauf begeistern kann.
Rezensionen von C. P.:
Fantastisches Abenteuer mit mystischem Anklang
Vier.Zwei.Eins. von Erin Kelly
Linas altes Auto streikt. Natürlich spät abends und mitten im Wald. Handy? Geht auch nicht. Also macht sie sich zu Fuß auf den Weg, als sie plötzlich mitten im strömenden Regen beleuchtete Fenster entdeckt: Der Mitternachtsladen. Öffnungszeiten: Nach Sonnenuntergang. Wie es der Zufall will, wird kurz darauf eine Aushilfe für den Laden gesucht, was Lina gern annimmt.
Der Besitzer ist sehr freundlich, wenn auch seltsam altmodisch in einigen Dingen. Dafür ist sein junger Sohn Brendan umso interessanter für Lina. Doch warum muss sie immer pünktlich kurz vor Mitternacht den Laden verlassen? Und was sind das für rätselhafte Dinge, die es in dem Laden zu kaufen gibt? Als Lina zufällig hinter das Geheimnis kommt, gerät sie mit Brendan in ein nicht ungefährliches Abenteuer…
„Der Mitternachtsladen“ ist eine abenteuerliche Jugendfantasy, welche bereits optisch wunderschön aufgemacht ist: Das Cover leuchtet im Dunkeln. Entgegen meiner Erwartung spielt der Laden selbst jedoch nur zu Beginn eine Rolle, bevor Lina und Brendan ihre Abenteuerreise sowohl in der Menschenwelt wie auch in der Anderwelt starten. Für mich nahm der Roman dadurch eine überraschende Wendung, welche mir sehr gefiel und auch von der Autorin angenehm bildhaft beschrieben wurde. Eine wundervolle Reise durch alte Mythen und vergangene Welten, mit einem gefährlichen Antagonisten, der mir für meinen Geschmack jedoch etwas zu blass blieb. Dafür waren andere magische Momente wiederum sehr atmosphärisch beschrieben.
Erzählt wird der Roman von einem allwissenden Erzähler, welcher mich ein wenig an frühere Geschichten erinnerte. Geschickt nimmt er einige Anspielungen vorweg, um die Neugier des Lesers zu wecken, verrät auf der anderen Seite aber nur soviel, dass der Leser kaum mehr weiß als Lina. Kombiniert mit Mystik und alter Geschichte zauberte Tanja Karmann daraus einen spannenden Roman, welcher nicht nur Jugendliche und junge Erwachsene begeistert. Eine aussergewöhnliche Geschichte, auf deren Fortsetzung ich gespannt bin.
Rezensionen von Streiflicht:
Leider nicht so ganz überzeugend
Die Party von Jonas Winner
Nachdem ich erst von einigen Wochen „Murder Park“ gelesen hatte und so begeistert davon war, habe ich mich riesig auf das neue Buch des Autors Jonas Winner gefreut. Vielleicht waren meine Ansprüche zu hoch, die Vorfreude zu groß, jedenfalls bin ich etwas enttäuscht. Die Party konnte mich nicht so recht überzeugen, auch wenn ich es flott zu Ende gelesen hatte.
Insgesamt hat mich das Buch einfach nicht so richtig gepackt. Die Figuren waren mir oft zu hölzern und unglaubwürdig. Dadurch hat mich auch ihr Schicksal nicht so sehr berührt. Auch konnte ich leider das Handeln der einzelnen Personen oft nicht nachvollziehen. Das ewige Hin und Her und die nicht enden wollenden Diskussionen haben mich irgendwann ziemlich genervt.
Zudem fand ich auch die Geschichte, die hinter dem Massaker steht, nicht sonderlich gut. Anfangs war ich noch neugierig, aber es wirkte auf mich dann immer mehr an den Haaren herbeigezogen, sodass ich das Ende dann schon gar nicht mehr so interessant fand. War mir insgesamt alles etwas zuviel und dadurch unglaubwürdig.
Die Idee fand ich gut und auch die Schreibweise ist spannend und rasant, der Geschichte selbst hätte aber etwas weniger gut getan. Hier wäre weniger mehr gewesen, z.B. wenn ich an die Sexszene denke, die meiner Meinung nach an dieser Stelle völlig fehl am Platz ist, oder bei der Auflösung, die einfach ein bisschen zu viel will. Schade. Ich hoffe, dass das nächste Buch von Jonas Winner mich dann wieder mehr begeistern kann.
Rezensionen von Streiflicht:
Die Miss Marple des Ruhrpotts
Die Party von Jonas Winner
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil es mein erstes Buch dieser Autorin war und auch das erste von Loretta. Ich hatte von verschiedenen Seiten schon viel über diese besondere Reihe gehört und war sehr neugierig darauf. Besonders auf die Art und Schreibweise war ich sehr gespannt, auch wegen des Untertitels bzw.
des Genres Krimödie.
Loretta war mir dann auch gleich sehr sympathisch und ich hatte keine Probleme mit der Lektüre, auch wenn ich die Vorgänger ja nicht kenne. Ab und zu wird mal in einem Nebensatz erwähnt, was früher war und was das für Konsequenzen hatte, z.B. warum Loretta umzieht. Das war für mich auch durchaus ausreichend und ich glaube nicht, dass mir etwas Wichtiges entgangen ist. Klar lese ich Reihen lieber von vorne, aber hier konnte man auch sehr gut quereinsteigen und auch das finde ich gut. Der Fall ist in sich geschlossen und sicherlich ist es noch schöner, wenn man die Entwicklung der Haupt- und Nebenfiguren miterleben kann, aber auch so hat es Spaß gemacht.
Ich kann nun durchaus nachvollziehen, warum die Reihe so viele Fans hat. Loretta ist ein Original und ich glaube, auch die Autorin ist ein solches. Und das ist wirklich positiv gemeint. Mir hat es gut gefallen, wie das Leben im Ruhrpott liebevoll beschrieben wird. Die vielen kleinen Details und Begebenheiten, die soviel Lokolkolorit und Charme in dieses Buch bringen. Auch der Dialekt, der immer wieder vorkommt, aber immer so, dass auch Nichtkenner noch mitkommen.
Eine wunderbare Mischung aus Krimi, Humor und Lokalkolorit. Für mich war Loretta ein einigen Stellen wie Miss Marple, etwas verschroben, herrlich unterhaltsam, eine Spürnase und Detektivin. Wie schön, dass ich Frau Luchs kennen lernen durfte!
Rezensionen von Streiflicht:
Ein spannender Blick hinter die Kulissen
Mit Vivienne Westwood an der Nähmaschine von Gernot Uhl
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich von Gernot Uhl schon einige wirklich interessante Biographien gelesen habe. Immer wieder begeistert er und zeigt dabei deutlich, dass in der Kürze die Würze liegt. So auch bei diesem Buch. Vivienne Westwood hat mich besonders interessiert, weil ich bisher nicht viel von ihr wusste, aber sie als „schrägen Vogel“ kannte.
Außerdem war mir bekannt, dass sie sich sehr für Umweltschutz einsetzt, was sie mir gleich schon sympathisch gemacht hat.
Das vorliegende Buch macht eine elegante Kurve von Viviennes Kindheit und Jugend über ihre frühe Erwachsenenzeit bis hin ins Alter. Dabei wählt der Autor immer wieder treffende Formulierungen und schildert die Begebenheiten in ihrem Leben so, dass man ihre Handlungen gut nachvollziehen kann – auch wenn sie doch sehr oft aus dem Rahmen fällt. Sie lebt ihr Leben absolut kompromisslos und hat ganz deutliche Vorstellungen, das fand ich sehr beeindruckend. Wobei es für ihr Umfeld und ganz besonders ihre Söhne vermutlich oft nicht einfach war.
Auch mit diesem Buch ist Gernot Uhl wieder ein spannendes Werk gelungen, das einen tollen Blick hinter die Kulissen und in das Leben dieser Ikone bietet. Man bekommt einen guten Eindruck, wie sie als Mensch war und ist und wie ihr Leben verlaufen ist. Einfach spannend!
Rezensionen von Streiflicht:
Packend bis zum Schluss
Sie finden dich nie von Cara Hunter
Dieses Buch habe ich voller Begeisterung und quasi in einem Stück – dem Urlaub sei Dank – verschlungen. Nachdem ich einmal angefangen hatte, konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Mehrfach war ich versucht, die letzten Seiten zu überfliegen, um schneller zu erfahren, was mit dem armen Mädchen, der kleinen Daisy, passiert ist.
Stellenweise war mir fast schon übel beim Lesen. Nach und nach offenbaren sich immer mehr Geheimnisse in ihrer Familie und man fragt sich, was hinter einer gutbürgerlichen Fassade noch alles stecken kann. Gleichzeitig klingt es so alltäglich und plausibel, dass man sich durchaus vorstellen kann, dass es ganz genauso wirklich passiert. Dass diese Familie die eigenen Nachbarn sein könnten, die man jeden Tag sieht und grüßt und die immer so normal wirken...
Die Autorin Cara Hunter ist für mich eine absolute Entdeckung. Sie schreibt packend, spannend, temporeich und mit vielen Details, sodass man als Leser regelrecht in die Geschichte gesaugt wird und erst am Ende atemlos wieder auftaucht. Für dieses Buch gibt es von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung!
Rezensionen von Streiflicht:
Grausam und realistisch
Tu, was ich dir sage von Drea Summer
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich den Vorgänger „Sie sind nichts wert“ mochte und spannend fand. Dieses Buch hat mir jetzt noch besser gefallen. Es ist deutlich grausamer und brutaler, aber auch spannender und dadurch interessanter. Ein tiefer Einblick in die Abgründe der menschlichen Seele, der durchaus beängstigend ist – umso mehr, weil es auch realistisch ist.
Ich war regelrecht gefangen in der Lektüre und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht und wie das Buch endet. Bis zuletzt habe ich mitgefiebert und gehofft, dass es noch halbwegs gut ausgeht. Das Buch ist enorm temporeich und brutal, aber auch wirklich mitreißend und zu Herzen gehend. Allerdings muss man auch dazu sagen, dass „Tu, was ich dir sage“ auf keinen Fall etwas für Leser mit zartem Gemüt ist, denn es ist schon auch sehr heftig.
Man merkt, dass die Autorin Drea Summer schreiben und ihre Leser fesseln kann. Sie kennt die Örtlichkeiten der Insel und beschreibt auch detailreich, sodass man wie vor Ort ist beim Lesen. Dadurch gewinnt das Buch nochmal an Authentizität und wird umso lesenswerter.
Ich hoffe sehr, dass es der dritte Band der Gran Canaria-Reihe, die ja eine Trilogie werden soll, bald erscheinen wird! Da bin ich auf jeden Fall wieder mit dabei.
Rezensionen von Streiflicht:
Spanennd und temporeich
Die Meisterbanditin von Silvia Stolzenburg
Da ich bisher einige Bücher von Silvia Stolzenburg mit Genuss gelesen habe, habe ich mich auf dieses Buch schon sehr gefreut. Gleich auf den ersten Seiten geht es in die Vollen und man mag das Buch eigentlich gar nicht mehr aus der Hand legen. Marie wächst einem sehr schnell ans Herz und man möchte ihr Schicksal zu gerne mitverfolgen.
Sie hat es nicht leicht und muss nicht nur um eine Anstellung und ihr Auskommen, sondern teilweise auch um Leib und Leben kämpfen. Das macht das Buch sehr spannend und kaum vorhersehbar.
Mein einziger Kritikpunkt ist, dass das Buch am Ende sehr schnell zu Ende gelesen ist und ich mir bei der Auflösung ein paar Seiten mehr gewünscht hätte. Aber das kann auch daran liegen, dass ich einfach gerne weitergelesen hätte. Zum Glück sitzt die Autorin schon am zweiten Teil, auf den ich schon sehr gespannt bin!
Gut gefallen hat mir der Einblick in die damalige Welt – einerseits bei den armen Dörflern, andererseits bei den Herrschenden. Marie lebt in beiden Welten und steht auch irgendwie immer zwischen den Stühlen. Genau das macht die Geschichte so spannend und unterhaltsam. Die Autorin schreibt sehr authentisch und man hat beim Lesen das Gefühl, einen Zeitsprung gemacht zu haben. Man taucht tief ein in die Geschichte unseres Landes, das damals eine ganz andere Welt war. Unglaublich spannend und auch lehrreich, ohne je langweilig oder trocken zu sein. Hut ab, das ist wirklich toll. Ich habe das Buch quasi in einem Rutsch gelesen und freue mich nun auf die Fortsetzung!







