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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Schifffahrt in den Tod

Mord auf der Donau von Beate Maly

Ernestine Kirsch und Anton Böck erhalten zwei Tickets für eine Flusskreuzfahrt auf der Donau mit dem Ziel Budapest geschenkt. Anton ist nicht wirklich begeistert, denn die beiden letzten Male sind sie in Kriminalfälle verwickelt worden. Aber, weil Anton nicht so ist und seiner Angebeteten eine Freude machen will, treten sie die Reise an.

Doch die scheint nicht unbedingt unter einem guten Stern zu stehen. Über einige kleinere Unzulänglichkeiten zu Beginn können die Passagiere noch amüsiert tratschen. Doch als nach dem Genuss einer feurig scharfen Fischsuppe Graf von Jesenky tot in seiner Kabine aufgefunden wird, ist Schluss mit lustig.

Ernestine kommt der plötzliche Tod des Familienoberhauptes ein wenig spanisch vor und das voreilige Beseitigen eventueller Spuren durch den Kapitän, lässt ihren Spürsinn von der Leine. Apropos Kapitän – der umschwirrt Ernestine ziemlich auffällig und Anton fühlt sich an den Rand gedrängt. Doch als Ernestine auf ihren Erkundungstouren niedergeschlagen wird, ist Anton der Einzige, der ihr glaubt.

Meine Meinung:

Beate Maly hat wieder einen fesselnden Krimi à la Agatha Christie geschrieben. Die Autorin führt uns mit vielen falschen Spuren gekonnt in die Irre.

Wer hat ein Motiv? Die Kinder des Ermordeten, weil er sich den Gegebenheiten der Nachkriegsordnung nicht fügen will? Oder Dr. Kandel, dessen Vater seine ungarischen Besitzungen an den Grafen verloren hat? Oder vielleicht seine Pflegerin? Fragen über Fragen, die sich Ernestine und Anton stellen.

Die Charaktere sind wie immer sehr gut gezeichnet. Sehr anschaulich sind z.B. Antons Bedenken Erich Felsberg gegenüber. Der junge Kriminalbeamte macht Antons verwitweter Tochter Heide den Hof und versteht sich mit Rosa, der kleinen Tochter, bestens. Ernestine arbeitet daran, dass Anton den Polizisten als möglichen Ehemann für Heide akzeptiert. Vielleicht feiern wir ja im nächsten Band eine Hochzeit. Interessant ist, dass für Anton und Ernestine eine Ehe nicht vordergründig im Raum steht und sich beiden freundschaftlich, aber doch nach wie vor Siezen.

Eine ebenso schillernde wie dubiose Figur ist Fräulein Gardener, die als Medium gerne mit Toten spricht und allerlei düstere Prophezeiungen von sich gibt.

Die Familie derer von Jesenky ist eine typische Familie, die nach dem Zusammenbruch der Monarchie noch nicht ganz in der neuen Zeit angekommen ist. Der alte Graf lebt nach wie vor in der „guten alten Zeit“ (die, wie wir wissen ja gar nicht so gut war). Er verunglimpft ständig seine Schwiegertochter, weil sie „nur“ eine Verkäuferin ist. Der zweite Sohn Thomas hat ein Verhältnis mit der Pflegerin des Vaters, die nun ein Kind von ihm erwartet – auch keine Verbindung, die dem Herrn Grafen konveniert. So bricht auf dieser Dampfschifffahrt die Familie fast auseinander.

Dieser Krimi ist auch ohne die vorhergehenden Bücher gut zu lesen. Ich persönlich empfehle trotzdem die Lektüre von „Tod am Semmering“ und „Tod an der Wien“, weil Ernestine und Anton leben einfach so liebenswürdig sind. Ernestine ist mit Scharfsinn und Mut daran, etwaige Verbrechen aufzuklären.

Beate Malys Schreibstil ist flott und flüssig. Sie steckt viel Arbeit in die Recherche, um die 1920er Jahre wieder auferstehen zu lassen. So machen wir hier einen Spaziergang durch Budapest und kehren in dem wohl berühmtesten Kaffeehaus Ungarns, dem Gerbeaud, ein.

Gekonnt sind auch die technischen Details des Dampfschiffes „Jupiter“ eingeflochten, mit denen der Kapitän Ernestine doch beeindruckt.
Witzig finde ich die manchmal pikiert wirkenden Bemerkungen der Mitreisenden „Aha, das haben Sie wohl alles im Reiseführer gelesen?“. Vermutlich wollten sich diejenigen nicht an eine Lehrerin in ihrer Schulzeit erinnern (lach).

Fazit:

Mir hat der Ausflug mit der „Jupiter“ sehr gut gefallen. Gerne gebe ich hier wieder 5 Sterne und freue mich auf einen weiteren Kriminalfall.

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Schifffahrt in den Tod

Rezensionen von manu63:

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Das Ende?

Wynne Shane Trilogie von Melanie Fenrich; Nicole Zagar

Zwischen Liebe und Hass lautet der Titel des dritten Bandes der Trilogie Wynne Shane vom Autorenduo Nicole Zagar und Melanie Fendrich. Emily versucht noch immer Emilias Vergangenheit zu ergründen und reist dafür nach Irland. Dort angekommen kann sie einige Informationen erlangen, doch hat sie die Rechnung ohne die Ursprünglichen gemacht, welche immer noch die Weltherrschaft im Blick haben.

Der letzte Teil der Trilogie wird aus der Sicht von Emily geschildert und immer wieder gibt es durch Emilys Träume Einblicke in das Leben Emilias. Emilys Gefühlslage ist durcheinander und zum Schluss weiß man auch als Leser nicht mehr wem man trauen kann und wem nicht.Die Erzählweise wechselt zwischen ruhig dahinfließend und rascher Strömung und die Ereignisse werden zum Ende des Buches hin immer rasanter.

Durch Emilys Gedanken konnte ich als Leser gut verfolgen wie sie sich nach und nach verändert und was sie bewegt. Nicht nur die Hauptcharaktere sind gut angelegt auch die Nebenrollen werden passend besetzt. Die Dialoge sind lebendig und in Teilen humorvoll. Ein Personenverzeichnis am Anfang des Buches hilft bei der Einordnung der einzelnen Personen. Wobei ich Emilys Welt so komplex finde, dass man die Bücher im nicht zu großem Abstand lesen sollte. Von mir eine klare Leseempfehlung für alle die fantastische Geschichten mögen. Ziemlich am Ende des Buches findet man auch den Zusammenhang zwischen den Buchtitels und der Schluss ist so angelegt das er zwar keinen Cliffhanger hat, es aber dennoch weiter gehen könnte.

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Das Ende?

Rezensionen von gelesengelauschtgemacht:

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Hervorragender Serienauftakt

Arlo Finch - Im Tal des Feuers von August John

„Arlo Finch – im Tal des Feuers“ ist der erste Band der „Arlo - Finch –Reihe“ von John August, der zweite Band wird im August 2019 auf Deutsch erscheinen. Das Buch ist als Hardcover mit hochwertiger Verarbeitung im Arena Verlag erschienen und sieht nach einmaligem Lesen neuwertig aus.

Besonders am Cover ist, dass der Schriftzug erhöht gedruckt ist, die Illustrationen auf der Innenseite des Covers versetzen die Leserin sofort in den Wald bei Pine Mountain.
Dieses Buch ist für Buben und Mädchen gleichermaßen geeignet, ganz besonders wird es Leser_innen ansprechen, die selbst Erfahrung mit Pfadfindern oder ähnlichen Gruppierungen gemacht haben. Ab und zu befinden sich gut gezeichnete ganzseitige Illustrationen im Buch, die die Umgebung, Personen und ganz besonders Fantasiewesen leichter vorstellbar machen.
Am Beginn jedes Covers sind gestickte Aufnäher, die Ranger-Abzeichen darstellen. Im Anhang werden die Abzeichen und die Aufgaben zur Erlangung erklärt, was ebenfalls große Parallelen zu den Pfadfindern hat.

Worum geht es in dem Buch?
Arlo zieht mit seiner Mutter und seiner älteren Schwester zurück nach Pine Mountain, dem Heimatort seiner Mutter, um bei seinem Onkel zu leben, der besonders ausgefallene ausgestopfte Tiere herstellt um seinen Lebensunterhalt damit zu bestreiten. Arlo geht, mal wieder, auf eine neue Schule. Eigentlich hat er sich schon damit abgefunden, gar keine Freunde zu suchen, weil seine Familie sehr oft umzieht, doch schnell freundet er sich mit anderen Kindern an. Ständig passieren seltsame Dinge, die sich scheinbar alle außer Arlo erklären können. Seine neuen Freunde Henry und Indira nehmen ihn mit zu den ortsansässigen Rangern, denen Arlo ebenfalls beitritt. Die Long Woods scheinen viele Geheimnisse zu beherbergen, eine Welt, in die Arlo nach und nach hineingezogen wird.

Meine Meinung:
Der Schreibstil macht das Buch besonders lebendig. Kurze Sätze und viele Dialoge lassen die Handlung lebendig werden und Bilder sorgen zusätzlich dafür, sich Fantasiefiguren gut vorstellen zu können.
Arlos Besonderheit und auch sein Verhalten machen ihn zu einem tollen Protagonisten für die Geschichte, auch für Mädchen finden sich viele starke Identifikationsfiguren in diesem Buch.
Die Geschichte ist durchwegs spannend geschrieben, es kommt zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf. Die Geschichte ist in sich abgeschlossen, lässt aber noch viel Handlungsspielraum und weiterführende Erklärungen für weiterführende Teile.

Fazit: Hervorragender Serienauftakt, ich freue mich schon auf den nächsten Band.

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Hervorragender Serienauftakt

Rezensionen von Streiflicht:

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Bastelspaß und Lesegenuss

Arlo Finch - Im Tal des Feuers von August John

Dieses Set bietet eine wunderbar gelungene Mischung aus Bastelspaß und Lesegenuss für die Kleinen. Gemeinsam mit meinem Patenkind und seinem Bruder (7 und 10 Jahre alt) habe ich gebastelt und es hat richtig Spaß gemacht. Die Anleitung ist so erklärt, dass man alles gut nachvollziehen kann, auch wenn es sicherlich hilfreich ist, wenn ein Erwachsener dabei ist.

Aber das schadet ja eh nie. Jedenfalls ist den Kindern die Bastelarbeit gut gelungen und sie waren am Ende ganz stolz.
Danach haben wir die wunderbare Geschichte über Mirathasia gelesen und ich muss sagen, dass ich ganz neidisch war, dass Erwachsene leider nicht mehr dorthin reisen können. Wie schade! Die Kinder haben auch dieses Abenteuer genossen und haben mit den beiden Geschwistern mitgefiebert. Sie waren richtig begeistert und haben schon gleich gefragt, wie es dann weitergeht mit Mirathasia... Die Augen der kleinen Maus haben geleuchtet und sie hat sich alle Bilder nochmal angeschaut.
Ein wunderbares Buch, das die Fantasie der Kinder anregt und zum Träumen einlädt. Die wunderbaren bunten Zeichnungen und die kindgerechte Gestaltung des Buches runden das Leseerlebnis gut ab.
Ein tolles Set, das für viel Spaß und gute Unterhaltung sorgt!

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Hervorragender Serienauftakt

Rezensionen von gelesengelauschtgemacht:

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Ge(h)nial

Gehen. Weiter gehen von Kagge Erling

Das Buch „Gehen. Weiter gehen – eine Anleitung“ von Erling Kagge ist die deutsche Übersetzung des norwegischen Originaltitels A ga. Ett Skritt om gangen und im Insel-Verlag als Hardcover im Oktober 2018 erschienen. Erling Kagge ist selbst Abenteurer, Weitwanderer und Bergsteiger und schreibt in diesem Buch über seine Leidenschaft, das Gehen.

Inhalt:
Obwohl das Buch als Sachbuch gehandelt wird, sehe ich das Buch eher als philosophisches Werk über das Gehen. Viele Zitate und Studien, die allesamt mit Quellen belegt sind, finden sich in diesem dünnen Buch, das trotz weniger Seiten der umfassend ist.

Meine Meinung:
Der Autor, der selbst als erster sowohl den Nord- und Südpol sowie den Mount Everest begangen hat, weiß definitiv wovon er schreibt. Auch wenn ich selbst passionierte Geherin (und eher den „Wild Urbs“ zuzurechnen bin als den Bergsteigern und Weitwanderern) eher gemütlichere und familientaugliche Touren bevorzuge, so kann ich aus eigener Erfahrung den Reiz des Gehens nachvollziehen und hatte während der gesamten Lektüre das Gefühl, dass mir der Autor direkt aus der Seele schreibt.
In vielen Sprachen, vor allem Sanskrit, worauf auch im Buch eingehend Bezug genommen wird, hat das Wort „gehen“ eine zentrale Bedeutung, die sich auch in der deutschen Sprache wieder findet. „Wie geht es dir?“ ist uns ebenso geläufig wie „etwas durchgehen“, jemanden etwas „angehen“ „umgänglich sein“ und „es geht“ als Synonym für etwas, das funktioniert. Gleichzeitig gehen wir immer weniger, so lange, bis nichts mehr geht und Menschen völlig ausgebrannt zurückbleiben, und nicht mehr „in die Gänge“ kommen.
Angesteckt durch meinen Mann zähle ich mittlerweile, wie viele andere auch, wie viele Schritte ich täglich gehe und bin ähnlich entsetzt wie der Autor. Durchschnittlich bewegen sich Frauen in meinem Alter etwa 4000 Schritte täglich und auch Kinder bewegen sich immer weniger und befinden sich viel öfter in geschlossenen Räumen und vor Bildschirmen, obwohl weithin bekannt ist, dass gerade motorische Erfahrungen eng mit dem kognitiven Lernprozess von Kindern verknüpft ist.
Das Gehen selbst wird von jeder möglichen Facette aus beleuchtet, so dass es „durchgängig“ spannend zu lesen ist.

Fazit: Ein tolles Werk für Menschen, die gerne gehen, und jene, die gerne mehr gehen würden- es geht!

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Ge(h)nial

Rezensionen von Lesestern:

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facettenreich,kulturübergreifend und hochaktuell

Piccola Sicilia von Daniel Speck

Piccola Sizilia" ist mein absolutes Wunschbuch, nachdem ich vor 2 Jahren von "Bella Germania", ebenfalls von Daniel Speck total fasziniert war.
So bin ich mit großen Erwartungen an diese Lektüre herangegangen und wurde emotional bewegt und berührt wie beim Vorgänger.
Die Handlung enthält auch wieder eine Rahmengeschichte.

In diesem Fall geht es um die junge Archäologin Nina, deren Lebenstraum gerade am Zerplatzen ist. In dieser Situation erhält sie die Nachricht von einem Fund, der ihre Vergangenheit betrifft. So bricht Nina auf, um sich auf die Suche nach ihrem Großvater zu machen, der seit dem Weltkrieg als verschollen gilt. So begegnet ihr Joelle, eine geheimnisvolle Frau, die sie auf eine Reise in die Vergangenheit führt. Dabei spielt Moritz Reincke, Nina 's Großvater, der als Fotograf im deutschen Propagandaministerium tätig und in Nordafrika stationiert war und ein jüdisches Mädchen namens Yasmina die Hauptrollen.
Man taucht ein als Leser in ein farbenfrohes und tolerantes Tunis 1942, in dem verschiedene Kulturen und Religionen friedlich nebeneinander leben. Als dann zuerst die Deutschen und später dann die Allierten das Land besetzen, wendet sich das Blatt und plötzlich wird aus Vertrauen, Misstrauen und aus Nachbarn und Freunden werden Spione und Feinde.

Fazit: Piccola Sizilia ist eine sehr facettenreiche und intensive Geschichte,die in einer spannenden Romanhandlung viele historische Informationen verpackt.
Dabei ist diese Erzählung angesichts unseren Konflikten in der Welt und der Flüchtlingsfrage hochaktuell und bietet viel Anregung zum Nachdenken.
Für mich waren die geschichtlichen Fakten von Tunis absolutes Neuland und ich habe sie mit großem Interesse verfolgt und gelesen. Die angenehme Sprache und der gut lesbare Schreibstil des Autors machen auch diesen Roman zu einem Lesevergnügen.

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facettenreich,kulturübergreifend und hochaktuell

Rezensionen von Alais:

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Eine bunt schillernde Erzählung am Kreuzungspunkt verschiedener Zeiten und Kulturen

Piccola Sicilia von Daniel Speck

Die Rahmenhandlung in diesem Roman bildet eine Suche nach einem im Zweiten Weltkrieg verschollenen Flugzeug. Dies ist schon spannend genug, doch die eigentliche Faszination übt die Erzählung Joëlles aus, einer geheimnisvollen Fremden, die behauptet, dass einer der damals vermissten Deutschen noch leben könnte – und ihr Vater ist …
Eine zentrale Frage dieses wunderbaren Buches ist für mich, wer und was wir sind und wie wandelbar dieses Ich je nach den äußeren Umständen sein kann, weil wir nicht immer alle Facetten unseres Ichs entwickeln und zeigen können.

In dieser Hinsicht bot der Handlungsort Tunis vor der Besatzung durch die Nazis durch seine Sprachen- und Kulturvielfalt seinen Bewohnern den perfekten Raum, um möglichst viele Seiten ihres Ichs hervorzubringen und so Zufriedenheit und gegenseitigen Respekt zu erlangen. So gleicht dieses literarische Eintauchen in das Tunis vergangener Tage einem verführerischen Potpourri aus verschiedenen Sprachen, Religionen, Bräuchen und Farben, das meine Sehnsucht weckt und am liebsten würde ich gleich dorthin reisen. Aber leider ist es auch, wie der Autor eindrucksvoll zeigt, eine Welt, die durch die Zeit der deutschen Besatzung schweren Schaden nahm …
Von den Romanfiguren stellt sich unter anderem Moritz, Wehrmachtssoldat und Kameramann, der Frage nach dem, was für ein Mensch er ist oder sein möchte, als er im besetzten Tunis plötzlich aus seiner Rolle des Beobachters und Mitmachers heraustritt und eine Entscheidung fällt. Eine Entscheidung, die ihm sein Leben kosten kann …
Die Stärken dieses Buches liegen für mich darin, dass es viele inspirierende Denkansätze bietet, ohne im Geringsten belehrend zu wirken, dass es die Geschichte des Zweiten Weltkriegs aus einem anderen Blickwinkel zeigt und gleichzeitig eine spannende, facettenreiche Geschichte erzählt, in der es um die Liebe, aber nicht nur um die Liebe, sondern auch um die Suche nach dem richtigen Weg im Leben geht, um Menschlichkeit, Zusammenhalt unter den Menschen, zu schnelle Urteile und das Liebenswerte der Menschen mit all ihren Schwächen ... und um eine Frage, die angesichts des Sterbens so vieler Menschen im Mittelmeer und der so absurden wie erschreckenden Klagen gegen engagierte Seenotretter von beklemmender Aktualität ist ...
Ein wunderbares Buch zum Immer-wieder-lesen, mit einem poetisch schlichten und zugleich bildhaften, eleganten Schreibstil und bemerkenswerten Stellen, die immer wieder zum Innezuhalten und Nachdenken einladen!

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Eine bunt schillernde Erzählung am Kreuzungspunkt verschiedener Zeiten und Kulturen

Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

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Leonie, 11 Jahre aus Schwaz:

Karis magischer Sommer von Åsa Anderberg Strollo

Die Sommerferien sind da und blöderweise geht es dieses Mal samt ihren Eltern, ihrer Schwester Victoria und ihrem Hund nach Schweden, weil Karis Mutter dort ein Haus geerbt hat. Nix mit Spanien zum Opa. Alle streiten dauernd, und Kari hat das Gefühl, dass irgendetwas hier nicht stimmt. Sie schreibt alles in ihr Notizbuch, das sie von ihrem Lehrer bekommen hat.

Merkwürdige Dinge passieren: Es beginnt extrem zu stinken, die Polster liegen alle am Boden, eine abgeschlossene Geheimtür wird entdeckt, der Hund hört komische Geräusche…. all diese Dinge geben Rätsel auf.
Beim Spazieren entdeckt Kari zwei Katzenbabies, die sie einstweilen behalten darf. Karis Papa reist ab, da er sich gestört fühlt und wegen der ganzen komischen Sachen nicht schlafen kann.

Übers Internet beginnt Kari über den Ort zu recherchieren, weil ihr das alles komisch vorkommt. Auch begibt sie sich auf die Suche nach dem Schlüssel für die abgeschlossene Kellertür. Als der Schlüssel gefunden wird, finden sie eine Kiste mit selbst genähter Kleidung……

Wie alles genau ist, kann ich aus Platzgründen hier nicht erklären, aber zum Schluss klärt sich alles auf und Kari hat die spannendsten Ferien, die sie jemals hatte.

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Leonie, 11 Jahre aus Schwaz:

Rezensionen von KimVi:

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Spannendes Katz- und Mausspiel

Karis magischer Sommer von Åsa Anderberg Strollo

Der schwedische Außenminister wird brutal ermordet. Der Staatsschutz vermutet einen terroristischen Hintergrund und versucht den wahren Tathergang zu vertuschen. Um den Mord aufzuklären, wird Joona Linna, der seit zwei Jahren seine Gefängnisstrafe in der JVA Kumla verbüßt, vom Premierminister um Hilfe gebeten.

Joona wird dafür eine vorzeitige Entlassung in Aussicht gestellt. Als ein weiterer Mord geschieht, entwickelt sich der Fall ganz anders als gedacht....

"Hasenjagd" ist bereits der sechste Fall für Joona Linna. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, kann man den aktuellen Ermittlungen auch dann folgen, wenn man noch keine Vorkenntnisse hat. Um die privaten und beruflichen Nebenhandlung der Hauptcharaktere und ihre Weiterentwicklung zu verfolgen, empfiehlt sich allerdings, wie bei jeder anderen Bücherserie auch, die Einhaltung der Reihenfolge. Wichtige Hintergrundinformationen werden allerdings so in die Handlung eingestreut, dass man auch als Quereinsteiger einen guten Überblick bekommt und dem aktuellen Geschehen mühelos folgen kann.

Der Einstieg in den aktuellen Fall gelingt problemlos. Man befindet sich sofort mitten im spannenden Geschehen, da man die letzten Minuten im Leben des schwedischen Außenministers verfolgt und diese es wirklich in sich haben. Die Spannung ist deshalb von Anfang an spürbar und zieht sich durch das gesamte Buch. Die Handlung wird dabei aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Zunächst kann man nicht alle miteinander in Verbindung bringen, doch im weiteren Verlauf verknüpfen sich die verschiedenen Stränge.

Der Fall selbst ist nicht so leicht zu durchschauen, denn der wahre Täter lässt sich erst spät enttarnen. Deshalb ist man lange hin- und hergerissen und weiß nicht so recht, wie alles zusammenhängen könnte. Das Autorenduo Kepler sorgt wieder für einige überraschende Wendungen, die dazu führen, dass man eigene Überlegungen kritisch überdenken und neu ansetzen muss.

Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Es wird viel Wert auf die Hintergründe der unterschiedlichen Protagonisten gelegt. Dadurch flacht die aufgebaute Spannung zwar manchmal etwas ab, allerdings bleibt es stets interessant und durch die detailliert beschriebenen Informationen und Verbindungen, wirken die Charaktere äußerst lebendig und ihr Handeln nachvollziehbar. Beim Lesen sollte man allerdings nicht zu zartbesaitet sein, da der Täter mit seinen Opfern nicht gerade zimperlich umgeht und das Autorenduo es hervorragend versteht, diese Szenen eindrucksvoll zu beschreiben. Zum Ende hin laufen alle Handlungsfäden in einem spektakulären Finale zusammen, das man atemlos verfolgt.

Ich habe bereits alle Bände der Reihe gelesen und war auch von diesem Fall wieder begeistert. Denn ich war vom ersten Moment an mitten im Geschehen und konnte mich ganz auf die spannende Jagd nach dem Killer einlassen. Ich habe diesen Thriller geradezu verschlungen und bin gespannt, wie es mit Joona Linna weitergehen wird. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala vergebe ich alle fünf Bewertungssternchen und eine klare Leseempfehlung.

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Leonie, 11 Jahre aus Schwaz:

Rezensionen von office@zirngast.net:

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Familien miteinander verknüpft

Piccola Sicilia von Daniel Speck

Meine Meinung zum Buch:
Mir hat der Schreibstil, der sehr lebendig und detailgetreu ist, sehr gut gefallen. Als Leser kann man sich fallen lassen und ist plötzlich mitten im Geschehen. Die Rahmengeschichte von Nina hat mir nicht ganz so gut gefallen, da mir von Nina als Charakter zu wenig gezeigt wurde.

Sie war stets verschlossen, auch gegenüber Joelle. Von ihrer Scheidung hat sie kurz erzählt und das kurze Aufflackern ihrer Beziehung zu Patriece, viel mehr hat sie nicht von sich und ihrem vorigen Leben und ihrer Familie preisgegeben. Gerade dieser Aspekt, wie Nina aufgewachsen ist, mehr darüber, wie sie ihre Mutter und ihre Großmutter erlebt hat, hätte ich spannend gefunden. Joelle ist aufgrund ihres Charakters offener, sie erzählt gerne und ausschweifend und hat auch Nina einen guten Einblick in das Leben von Moritz und wie es sich langsam mit dem Leben von Yasmina und Joelle verknüpft hat, gegeben.
Zahlreiche Zitate zu Beginn der Kapitel und auch zwischendurch waren treffende Sätze, die ich mir während des Lesens notieren musste und die zu weiteren Denkansätzen verleiten. Dies finde ich an Büchern besonders schön, wenn es gelungen ist, dass das Buch auch nach dem Lesen noch weiterwirkt und beschäftigt. Das ist bei „Piccola Sicilia“ auf alle Fälle gegeben.
Die Kriegssituation wurde auch von mehreren Seiten und von unterschiedlichen Nationalitäten aus gemeinsam betrachtet. Interessant war hier vor allem, wie sich die Menschen in Notsituationen verändern. Manche werden dadurch stärker, andere werden zu Mitläufern. Vor allem die persönliche Entwicklung von Moritz habe ich schön gefunden. Auch die Bedeutung von Familie hat sich mit der Zeit verändert, von der Kernfamilie bis später zu Familienmitgliedern, die zwar nicht blutsverwandt sind, dafür aber mit dem Herzen für immer verbunden.
Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, ist der doch sehr offene Schluss, bei dem einige Fragen und Situationen ungeklärt bleiben. Hier hätte ich es schöner gefunden, wenn Joelle und Nina noch einen weiteren Tag angehängt hätten und die Geschichte noch ein wenig weiter erzählt wird.

Mein Fazit:
„Piccola Sicilia“ erzählt die Geschichte von unterschiedlichen Familienkonstellationen, vom Zusammenleben der Kulturen und vom Krieg – und dies alles in wunderschöner Sprache verpackt, mit Liebe zum Detail.

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Familien miteinander verknüpft