Kunden em pfehlungen
Rezensionen von gelesengelauschtgemacht:
Mit den Augen der Liebe
With your Eyes von Rose Bloom
„With your eyes“ ist der erste Band einer Dilogie. Das Taschenbuch ist am 1. Juni 2019 erschienen, das eBook bereits Mitte Mai. Der zweite Band wird im August 2019 erscheinen, so dass die Wartezeit zum Weiterlesen nicht lange ausfällt.
Worum geht es?
Sutton hat Sehprobleme, die immer schlimmer werden.
Die Diagnose trifft sie wie ein Schlag: sie träumt von einem Kunststudium und zeichnet mit einem Riesentalent, doch sie wird, in absehbarer Zeit, erblinden. Also verbringt sie Zeit mit ihrer besten Freundin, und sieht sich, wie alle aus der Schule, das Training des Schwimmteams an. Superstar Blake und Schwarm der Mädchen, sowie Vorbild der Jungs, scheint sich für sie zu interessieren. Doch warum treffen sie einander ausgerechnet bei der Psychologin?
Meine Meinung
Den offiziellen Klappentext sollte man lieber nicht lesen, wenn man noch vor hat, sich von der Handlung überraschen zu lassen, denn es wird weit mehr als die Hälfte der Handlung vorweggenommen. Ich habe versucht, möglichst wenig in der Zusammenfassung zu verraten, die Elemente sind jedoch absolut notwendig für das Verfassen meiner Meinung.
Blake scheint ein absoluter Traumtyp zu sein, die Mädchen liegen ihm zu Füßen und er erscheint für die Musterschülerin Sutton ein unerreichbarer Schwarm zu sein. Durch den Besuch der gleichen Psychologin kommen sie sich jedoch näher. Warum Sutton die Psychologin besucht, ist von Beginn der Handlung weg klar: sie wird ihr Augenlicht verlieren, obwohl sie von ihren Eltern zu jeder nur erdenklichen Therapie gebracht wurde, die Erkrankung „Retintis pigmentosa“ lässt sich nicht aufhalten, wie rasch der Verlauf sein wird und ob ihr noch Wochen oder ein paar Jahre bleiben, ist ungewiss. Der große Traum vom Kunststudium scheint in weite Ferne zu rücken und sie hat eine Liste angelegt, was sie alles noch erleben möchte, bevor sie ihr Augenlicht verliert.
Mit den vielen direkten Reden überzeugt der Schreibstil des Buches als Jugendbuch – ich konnte mich beim Lesen sehr gut in die einzelnen Charaktere hineinversetzen und habe mich von Anfang an sehr gut in der Handlung zu Recht gefunden. Es fiel mir schwer, das Buch zur Seite zu legen, weil ich zu jedem Zeitpunkt wissen wollte, wie das Buch weitergeht.
Die Handlungsdichte ist hoch und trotzdem sind die Beschreibungen im Buch ausreichend detailliert, so dass ich beim Lesen immer Bilder im Kopf hatte und gut in die Handlung eintauchen konnte.
Mit den Charakteren konnte ich mich sehr gut anfreunden, ganz besonders natürlich mit der Protagonistin, ihrer besten Freundin und auch mit Blake, der mehr zu bieten hat als seine schöne Fassade. Außerdem gefällt mir, dass es sich um ein Buch handelt, dass mit ernsthaften Problemen von Jugendlichen gefüllt ist, die über die normalen Pubertätsprobleme bei weitem hinausreichen, so dass man beim Lesen auch wieder dankbar dafür wird, dass man selbst nur mit Problemchen und nicht mit richtigen Problemen im Alltag zu kämpfen hat.
Der Schluss ist ein totaler Cliffhanger und die Leseprobe zu Band zwei ist nur fies – ich hätte hier am liebsten sofort weitergelesen, werde mich aber noch bis August gedulden müssen. Glücklicherweise ist die Veröffentlichung des zweiten Bandes so schnell geplant.
Fazit: Ein toller Jugendroman über eine erblindende Protagonistin –und natürlich die Liebe.
Rezensionen von Stefanie Vöcking:
Ein tolles Buch für Planeten-Freaks
Team Wandelstern von Thomas Hrabal
Ein sehr cooles Buch für alle die Spaß am Sonnensystem haben. Eine sehr lustige Wettkampf-Geschichte, „den Sonnensystem-Meisterschaften“, mit witzigen und bunten Illustrationen, lädt zum Lesen ein. Und die Freaks, die mehr wissen möchten, bekommen in kurzen informativen Sachtexten alles Wichtige rund um das Sonnensystem erklärt.
Die geschichtlichen Hintergründe sind spannend und die Fremdwörter stellen für echte Freaks bestimmt kein Problem dar!
Rezensionen von Stefanie Vöcking:
Hier kann man ganz schön was lernen
Susi Schimmel von Leonora Leitl
Mit tollen Illustrationen und kurzen erklärenden Sachtexten wird von Susi Schimmel die Welt der Schimmelpilze erklärt. Auch wenn die Menschen Schimmelpilze, zumindest die meisten, ekelig finden, sind es wichtige Aufräumer in der Natur.
Diese winzig kleinen Mikroorganismen befallen alles organische, dringen ein, vermehren sich und lassen ihren Nachwuchs wachsen.
Diesen Pilzrasen, der alle möglichen Farben haben kann, können die Menschen dann auch ohne Mikroskop sehen. Was alles befallen werden kann und wie der Pilzrasen auf den verschiedensten organischen Dingen aussieht, zeigen die Illustrationen sehr lebensnah.
Da Susi sehr anschaulich erklärt, wie sie am liebsten lebt, lernt man ganz nebenbei, was man tun kann um den Pilzbefall möglichst zu vermeiden.
Man kann von Susi Schimmel ganz schön was lernen.
Rezensionen von Stefanie Vöcking:
Mückenstiche sind (fast) gar nicht mehr schlimm
Gerda Gelse von Heidi Trpak
Gerda Gelse, eine österreichische Stechmücke, stellt sich hier persönlich vor. Sie beschreibt genau, wie sie aussieht, wie viel sie wiegt und wie sie fliegt. Gerda erzählt, wo sie am liebsten lebt, wovon sie sich ernährt und wie sie sich fortpflanzt.
Gerda ist richtig sympathisch und selbst für die Mückenstiche, die einen im Sommer immer so jucken, hat man FAST Verständnis.
Im Inneneinband stehen die Unmengen von Namen, die Stechmücken auf der ganzen Welt haben.
Die Illustrationen und Drucke sind wundervoll und in Verbindung mit den kurzen Sachtexten erklärend, leicht verständlich und aufschlussreich.
Rezensionen von Stefanie Vöcking:
Viel mehr als nur ein kleiner blauer Ball im Universum
VollMond von Thomas Hrabal
Es ist unglaublich, wie anschaulich und einfach das Sachbuch „Vollmond“ diesen kleinen blauen Ball im Universum erklärt - seine Entstehung, seine Beziehung zu Universum, Sonne und Erde, seine Phasen und seine Verantwortung für die Entwicklung von Teleskopen und Raketen.
Kurze Randnotizen liefern noch viele weitere leicht verständliche Informationen zu den einzelnen Kapiteln.
Wisst ihr, woher das Wort Monat kommt und warum unsere Wochentage so heißen, wie sie heißen? Wisst ihr, wie groß der Mond ist und dass man dort oben weniger wiegt als auf der Erde? Was versteht man unter Universum, Galaxien, Kometen, Asteroiden,...? Was ist ein Lichtjahr?
Warum scheint der Mond manchmal so riesig und nah und dann wieder ganz klein? Wir wissen es jetzt.
Rezensionen von Stefanie Vöcking:
Die Welt der Bakterien für Kinder erklärt
Klarissa von und zu Karies von Martina Fuchs
In dem wundervollen Sachbuch „Klarissa von und zu Karies“ wird mit tollen Illustrationen auf sehr anschauliche Weise die Welt der Bakterien erklärt. Obwohl Bakterien sooo winzig klein sind, schaffen es Text und Illustration sie greifbar zu machen. Die verschiedenen Arten von Bakterien, ihr Aussehen und ihre Aufgaben werden eindrucksvoll aber einfach erklärt, da es immer einen Bezug zum Alltag gibt, was zu tollen Aktionen und Experimenten einlädt.
In einem Erwachsenen leben zum Beispiel so viele Bakterien wie 10 Äpfel, nämlich 2 Kilo und sie sehen aus wie Wasserbomben. Wenn Klarissa uns dann noch über unsere Zähne und wie sie sich daran zu schaffen macht, aufklärt, hat ganz sicher jedes Kind verstanden, wie wichtig Zähne putzen ist!
Rezensionen von Tara:
Kritisch - spannend - amüsant
Adieu, o Seele! Ein Fall für D.I. Horse von Raffael Rauhenberg
Wer nach guter Unterhaltung sucht und einfach einmal etwas ganz Anderes lesen möchte, dem kann ich „Adieu, o Seele! Ein Fall für D.I. Horse“ von dem Autor Raffael Rauhenberg nur empfehlen.
Nachdem im Garten von Inspector Horse eine Leiche gefunden wurde und Sergeant Sheep für einen kurzen Moment gedacht hat, dass er der Mörder sein könnte, wird schnell klar, dass dieser sowohl aus den Reihen der Veganer als auch aus der Fleischindustrie kommen könnte.
Da ist D.I. Horse mit seiner messerscharfen Kombinationsgabe gefragt.
Zugegebenermaßen sind Inspector Shylock Horse und Sergeant Jon Sheep ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber gleichzeitig auch ein Duo, das einfach Spaß macht.
Erzählt wird aus der Perspektive von Sergeant Jon Sheep, der oft ein wenig trampelig daherkommt, ständig hungrig ist und teilweise sehr verworrene Gedanken hegt, die wenig mit der Realität zu tun haben. Mich hat er dadurch wunderbar amüsiert.
D.I. Horse ist hingegen sehr kompetent, seine Fähigkeiten zu kombinieren sind herausragend und seine Nachsicht mit Sheep macht ihn ausgesprochen sympathisch.
Der Schreibstil des Autors ist angenehm, leicht zu lesen und eigentlich fliegt man nur so durch die Seiten. Aber hinter dieser amüsanten und teils skurrilen Lektüre steckt viel mehr als nur leichte Unterhaltung. Es wird mit Klischees gespielt und auf die Missstände in der Fleischindustrie wird ebenso hingewiesen wie auf die mit Pestiziden belasteten Felder. Die durch diese Themen verübte Kritik an der Gesellschaft ist dezent, wird aber mehr als deutlich und sorgt für einiges an Denkanstößen.
Mich hat der Fall von Inspector Horse und Sergeant Sheep ausgesprochen gut unterhalten, da er spannend, amüsant und gesellschaftskritisch ist.
Mit „Adieu, o Seele! Ein Fall für D.I. Horse“ hat der Autor Lesestoff geschaffen, der unterhält, auf Missstände hinweist und mich dadurch gedanklich auch nach dem Lesen immer wieder beschäftigt hat.
Ich hoffe auf weitere Fälle mit diesen Protagonisten, da sie den berühmten Charakteren von Arthur Conan Doyle in nichts nachstehen.
Rezensionen von nane 2408:
lesenswerter Roman
Das Gemälde der Tänzerin von Christine Jaeggi
Mir hat dieser Roman von Christine Jaeggi sehr gut gefallen, vermischt sie doch historische Begebenheiten mit einer Liebesgeschichte, einem Krimi und einem lang gehüteten Geheimnis.
Das verschwundene Gemälde zieht sich wie ein roter Faden durch diesen Roman. Wir erfahren hier am Rande auch einiges über das Thema Kunstraub durch die Nazis, was allerdings nicht so vordergründig beschrieben wird, so dass es jetzt zu viel würde.
Die Handlung wird in zwei Zeitebenen erzählt. Vergangenheit und Gegenwart wechseln sich immer ab und so erfährt der Leser nach und nach die Geschichte des verschwundenen Gemäldes und der Menschen, deren Schicksale damit verbunden waren oder noch sind.
Es ist mir teilweise sehr schwergefallen, das Buch an die Seite zu legen, so spannend war es für mich.
Dies ist ein sehr gelungener Roman, den ich gerne weiterempfehle.
Rezensionen von nane 2408:
Hat mir gut gefallen
Das Gemälde der Tänzerin von Christine Jaeggi
Mir hat dieser Roman der Autorin Karin Baldvinsson sehr gut gefallen.
An den tollen Landschaftsbeschreibungen merkt man die Verbundenheit und Liebe der Autorin zu Island. Sie beschreibt nicht nur das heutige Island mit dem leider nicht ganz unproblematischen Tourismus, sondern auch in einer anderen Zeitschiene das Island nach dem 2.
Weltkrieg. Das beschwerliche bäuerliche Leben in den kurzen Sommermonaten und das Leben in den langen kalten Wintermonaten. Das alles hat sie sehr toll beschrieben, ich hatte das gut vor Augen.
Gefallen hat mir auch die Beschreibung der Willkommenskultur der Isländer nach dem 2. Weltkrieg. Sie spendeten warme Kleidung für die Neuankömmlinge und waren einfach nur herzlich zu ihnen. Und trotzdem ist es den Schwestern nicht leichtgefallen, dort heimisch zu werden. Das hat die Autorin sehr gut beschrieben, die Einsamkeit wegen der Sprachbarriere und das Heimweh.
In der anderen Zeitebene befinden wir uns im Jahr 2017 und verfolgen die Geschichte der nunmehr alten Schwestern und wie sie versuchen, die Vergangenheit aufzuarbeiten. Es geht aber auch um die Begegnung der Enkelin mit dem netten Isländer. Und diese ist, wie ich finde, eine vorhersehbare Entwicklung. Es hat trotzdem Spaß gemacht, dies zu lesen. Hier merkt man, dass die Autorin unter ihrem Namen Karin Lindberg schon sehr viele romantische Romane geschrieben hat.
Diese verschiedenen Zeitebenen wechseln sich immer ab, das hat mir gut gefallen. Auch dass die Kapitel aus dem Jahr 2017 noch mal unterteilt sind und zwar einmal aus der Perspektive der Enkelin beschrieben und dann aus der vom Isländer. So kann man die Begebenheiten und Gefühle der beiden Protagonisten besser verstehen.
Dieser Roman hat mir sehr gut gefallen und ich empfehle ihn gerne weiter
Rezensionen von Tara:
Erschütternd & erschreckend
Die Nickel Boys von Colson Whitehead
In seinem Roman „Die Nickel Boys“ berichtet der Pulitzer-Preisträger Colson Whitehead über die Besserungsanstalt Nickel Academy in Florida zu Beginn der 1960er-Jahre.
Der schwarze 16-jährige Elwood sieht seiner Zukunft positiv entgegen. Er ist gewissenhaft und sein Traum hat sich erfüllt.
Er hat einen Platz am College bekommen. Aber da er beim Trampen in ein gestohlenes Auto gestiegen ist, landet er ohne Verfahren und ohne Hilfe direkt in der Nickel Academy. Dort herrscht ein mehr als rauer Ton. Aber Elwood will sich nicht unterkriegen lassen, glaubt an seine Ideale, versucht sich Ungerechtigkeiten entgegenzustellen, hat aber keine Chance.
In einer sehr deutlichen, bildhaften Sprache berichtet der Autor über die Zustände der Besserungsanstalt. Es ist erschreckend, wenn man bedenkt, dass es sich nicht um Fiktionen des Autors handelt, sondern um amerikanische Vergangenheit, die noch gar nicht so lange zurückliegt. Die Sachlichkeit, wie Colson Whitehead ohne anzuklagen erzählt, ist so eindringlich, dass ich das Buch immer wieder ungläubig zur Seite gelegt habe.
Diskriminierung, Rassismus, Hass, Unterdrückung, Willkür und Gewalt unter dem Deckmantel des Staates rufen verstörende Bilder hervor. Man mag es kaum glauben, was Menschen anderen Menschen antun. Die Jugendlichen werden auf das Übelste gedemütigt, misshandelt und sogar umgebracht. Die Zwei-Klassengesellschaft ohne Aussicht auf entkommen wird mehr als deutlich.
Dieses Buch ist kein Roman, den man zur Unterhaltung liest. Er ist ein Stück Geschichte, das erschüttert und erschreckt, aber unbedingt gelesen werden sollte.










