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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von heinoko:

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Zerzaust und entflammt


Meine ursprüngliche Erwartung an das Buch war, eine leichte, vielleicht sogar ein wenig kitschige, locker und leicht lesbare Sommerlektüre vorzufinden. Ich war nicht darauf gefasst gewesen, dass mich die Geschichte in ihrer Intensität so komplett in ihren Bann zog, dass ich mich nicht mehr davon lösen konnte.

Grace steht als leidenschaftliche Cellistin am Beginn ihrer Karriere, bricht diesen Weg jedoch nach einer traumatischen Erfahrung rigoros ab und repariert in einem kleinen Örtchen in England Musikinstrumente. Ihr ganzes Denken und Handeln ist auf David ausgerichtet, der seit 8 Jahren ihre große Liebe ist, David, der beruflich erfolgreich, einfühlsam, liebevoll ist. Grace trifft sich mit ihm immer nur für wenige Stunden oder Tage in Paris, hat sich mit diesem Arrangement abgefunden und zweifelt keine Sekunde an David. Mit Sicherheit wird er irgendwann Frau und Kinder verlassen und das gemeinsame Leben mit ihr beginnen. Doch Grace wird durch ein unerwartetes Ereignis jäh aus ihrem ruhigen und hoffnungsfrohen Lebensgleichmaß gerissen und verliert völlig den Boden unter den Füßen…
Soweit klingt die Handlung tatsächlich nach einem üblichen Klischee: Junge Frau ist Geliebte eines verheirateten Mannes, der entgegen seiner Versprechungen die Familie nie verlassen wird. Doch die Autorin schafft es schier unbemerkt, dem Leser seine eigenen Vorurteile vor Augen zu führen und der Handlung eine unerwartete Wendung zu geben. Plötzlich befinden wir uns mitten in einer Geschichte der Selbstfindung, der wachsenden Selbstachtung, der Wertschätzung dessen, was ist, und der Gelassenheit gegenüber Unveränderbarem. Alle Protagonisten sind auf ihre besondere Art sympathisch dargestellt, weshalb es dem Leser unmöglich ist, Distanz zu wahren. Er wird unweigerlich hineingezogen in das Geschehen und erlebt die ganze Welt der Gefühle direkt mit. Die schmerzhaftesten Sätze graben sich ein wie Tattoos in die Haut. Und das Buch ist eine Hymne an die Musik! „Zerzaust und entflammt“ bleiben Nadja und Grace nach dem gemeinsamen Musizieren zurück. Und zerzaust und entflammt bleibt der Leser nach Lektüre dieses wunderbaren Buches zurück.

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Rezensionen von BarbaraM:

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Eine wunderschöne und interessante Mischung aus Bilder- und Sachbuch. Sehr empfehlenswert!

Fische, Fische überall von Britta Teckentrup

„Fische, Fische überall“ von Britta Teckentrup ist 2019 in der deutschen Ausgabe im Prestel Verlag erschienen und umfasst 32 Seiten.

Das Buch ist eine unglaublich tolle Mischung aus Bilder- und Sachbuch. Zunächst springen einem die wunderbar gemalten Bilder ins Auge, allen voran das Cover, das sehr farbenfroh und leuchtend und in Goldtönen schillernd gestaltet ist und auch haptisch hebt es sich von „normalen“ Bilderbüchern ab.

Meine beiden Kinder haben es sofort als „einen echten Schatz“ tituliert. Die Bilder setzen sich auch auf künstlerischer Ebene im Buch fort und sie bereichern und unterstützen die vielen Sachinformationen ganz hervorragend. Der Leser und Betrachter findet hier beispielsweise Informationen über die vielen verschiedenen Fischarten, über den unterschiedlichen Lebensraum, über die Nahrungssuche, Überlebensstrategien, über das Verhältnis von Menschen und Fischen und vieles mehr.

Britta Teckentrup gelingt es, die Faszination in Bezug auf Fische mit ihrem Buch in Bild und Schrift auf Alt und Jung zu übertragen
Meinem Sohn haben besonders gut die zahlreichen Bilder und hier kleine eingebaute Aufgaben gefunden, wie zum Beispiel: Kannst du das Borstenmaul finden? Und besonders fasziniert war er von der Doppelseite „Das tiefe blaue Meer“. Hier gab es für ihn so vieles zu entdecken und die Tiefe des Meeres und das Leben der unterschiedlichen Fische dort haben wirklich eine ganz besondere Magie in sich.

Fazit: Bei Britta Teckentrups „Fische, Fische überall“ handelt es sich um ein außergewöhnlich gute Mischung aus Bild- und Sachbuch, das hoffentlich in viele Büchereien, Kindergärten, Klassen- und Kinderzimmern Einzug finden.
Wir empfehlen es sehr gerne weiter.

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Eine wunderschöne und interessante Mischung aus Bilder- und Sachbuch. Sehr empfehlenswert!

Rezensionen von Gaby 2707:

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Gelungener Auftakt mit einem sehr sympathischen Kommissar

Kretische Feindschaft von Nikos Milonás

Der Bürgermeister der kleinen kretischen Stadt Kolymbari ist verschwunden. Als Stelios Karathonos kurze Zeit später tot in seinem Wagen, abgestürzt an einer Steilküste, aufgefunden wird, sieht alles nach einem Unfall aus. Nur der junge Kommissar Michalis Charisteas glaubt nicht daran. Sein Gefühl sagt ihm, dass hier mehr dahinter steckt und will anfangen zu ermitteln.

Da kommt von ganz oben der Befehl, die Ermittlungen abzubrechen. Doch dann gibt es einen weiteren Toten…


Kommissar Michaelis Charisteas ermittelt zusammen mit seinem ihm vorgesetzten Partner Pavlos Koronaios in ihrer Heimatstadt Chania auf Kreta. Ihn habe ich sofort ins Herz geschlossen, wegen seines unerschütterlichen Glaubens an das Gute, wegen seiner Herzlichkeit, seiner Familienverbundenheit und wegen seiner deutschen Freundin Hannah Weingarten, die in Berlin studiert und hier auf Kreta an ihrer Doktorarbeiter weiterarbeiten will. Nur haben die Zwei durch die sich zwischen zwei Familien entspinnende Fehde fast keine Zeit um sich nur um sich selbst zu kümmern. Und auch Michalis Familie würde Hannah gerne absolut unter Beschlag nehmen.

Ich finde, der Autor schafft eine so tolle Atmosphäre rund um die gesamte Familie Charisteas mit ihrer Taverne Athena, mit den vielen kretischen Gerichten, den Gerüchen, den Sitten und Gebräuchen, den kleinen Ausflügen in die Umgebung, dass ich mich gleich wie mittendrin fühle. Ich liebe die griechische Gastfreundschaft, die hier immer wieder zelebriert wird und einfach ihren ganz eigenen Flair hat.
Überhaupt nimmt die Familie und auch Hannah einen sehr großen Raum ein. Aber klar, sie müssen vorgestellt und „sichtbar“ gemacht werden. Besonders die wuselige Mama Loukia hatte ich immer wieder vor Augen. Einfach zum in den Arm nehmen und zum knuddeln, manchmal aber auch ein bisserl anstrengend.

Gerade der Zusammenhalt in Michalis Familie steht im krassen Gegensatz zu zwei Familien, wo gerade eine Fehde ausgebrochen ist und sie sich anscheinend alle gegenseitig umbringen wollen. Diese totalen Gegensätze finde ich sehr interessant zu lesen.

Eben diese beiden Familien stehen im Fokus dieses Kriminalfalles, der sich in einige Fälle ausweitet. Sehr spannend gemacht. Besonders die Auflösung des Falles hat mir gefallen und sich für mich durchaus realistisch dargestellt.

Eine gelungene Premiere für Michalis Charisteas, seiner Hannah und seiner gesamten Familie, die ich sehr gerne noch intensiver kennenlernen möchte. Ein spannender Kriminalfall, interessante Protagonisten und auch der Humor kommt nicht zu kurz.
Bitte mehr davon!

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Gelungener Auftakt mit einem sehr sympathischen Kommissar

Rezensionen von C. P.:

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Kleines Märchen mit großer Aussage

Kretische Feindschaft von Nikos Milonás

Gewitterhexe Mirai hat längst nicht so viel Spaß an Unwettern wie ihre Schwestern. Als sie bei einem Unwetter beobachtet, wie ein seltener Mondfuchs sich in die strömenden Fluten stürzt, will sie ihn vor dem Tod retten. Doch der Mondfuchs will ihre Hilfe gar nicht…
Ein kleines und dennoch sehr emotionales kleines Märchen, welches stellenweise etwas traurig ist und dazu anregt, die Welt aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten sowie das Positive darin zu entdecken.

Sehr schön erdacht und geschrieben.

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Gelungener Auftakt mit einem sehr sympathischen Kommissar

Rezensionen von C. P.:

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Abenteuer in der Grünen Hölle

Lady Trents Memoiren: Der Wendekreis der Schlangen von Marie Brennan

Im zweiten Band ihrer Memoiren beschreibt die Natur- und Drachenforscherin Lady Trent ihre zweite Expedition auf den Kontinent Erga, um die dortigen Drachenarten zu erforschen.
Seit dem letzten Band sind gerade mal rund drei Jahre vergangen, Isabella lebt als Witwe und junge Mutter in ihrem Heim in Scirland, welches dem viktorianischen England ähnelt.

Statt die typische Mutterrolle einzunehmen widmet sie sich jedoch verstärkt der Naturforschung und finanziert einen Chemiker, der die Knochenfunde aus Band 1 untersuchen sowie ein vergleichbares Material synthetisieren soll, um die Drachenpopulation zu schützen. Als eine erneute Expedition ansteht, reist sie mit Lord Hilfords Assistenten Thomas Wilker sowie Natalie Oscott, der Enkelin des Lords, nach Erga, einem fiktiven Kontinent, welcher mit unserem Afrika vergleichbar ist. Neben wirtschaftlichen und politischen Stolpersteinen ist in diesem Band vor allem der lange Aufenthalt in der Grünen Hölle das Hauptthema, in welcher die drei lernen, sich dem tropischen Dschungel anzupassen und zu überleben.
Im Vergleich zum ersten Band ist der zweite Band um einiges spannender, da die lange Vorgeschichte ihrer Kindheit entfällt. Zudem wirkt Isabella mittlerweile etwas selbstsicherer, was sich in ihren Memoiren niederschlägt. Mir hat am meisten das Abenteuer in der grünen Hölle gefallen, wobei die Expeditionsgruppe auf dem Kontinent Erga neben politischen Problemen vor allem die dortigen Kulturen und deren Sitten kennenlernen und sich ihnen anpassen muss, bevor es überhaupt in die Grüne Hölle geht. Auch die Drachen waren diesmal nicht bloß Randerscheinung, sondern kamen vermehrt vor.
Was mich jedoch sehr störte, waren die vielen Fantasiebegriffe der Autorin für Länder, Völker, politische Titel, Monate etc, die diesmal wirklich vermehrt in den Raum geworfen wurden, größtenteils allerdings ohne Erklärung. Mal so als fiktives Beispiel: Wenn die Protagonistin im Monat Blabla auf den Bingi und dessen Benge vom Volk der Bongo im Land Bungu trifft, der verfeindet ist mit den Völkern Pingi und Pongo und deren Panga und Penge, vergeht mir doch schnell die Lust, da einfach keinerlei Nachvollziehbarkeit gegeben ist. Das hat den Charakter der Sprache von Kindern, denen man beim Spielen in der Sandkiste zuhört, aber in einem Roman sind solche erdachten Begriffe ohne jegliches Glossar einfach nur nervig und führen dazu, dass ich die betreffenden Passagen überlese, da ich eh kaum weiß, was das bedeuten soll. Die vielen, teils unaussprechlich anmutenden Namen der Bewohner Ergas machten das Ganze nicht besser.
Eine unterhaltsame Fortsetzung, welche diesmal deutlich spannender ist, jedoch mit verwirrenden Fantasiebegriffen den Lesespaß unnötig reduziert.

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Abenteuer in der Grünen Hölle

Rezensionen von BarbaraM:

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So macht Lesen Spaß!

Der magische Blumenladen für Erstleser, Band 1: Die verschwundenen Katzen von Gina Mayer

Violet hat von ihrer Tante Abigail den Auftrag bekommen, ihren Kater Lord Nelson zu füttern, doch der ist einfach nicht zu finden und komischerweise stellt sich heraus, dass auch Lucys Katze Samy verschwunden ist und auch der Kater vom Frisör und viele andere. Das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen.

Violet geht der Sache gemeinsam mit Lady Madonna auf den Grund und zum Glück hat sie da dieses tolle magische Talent…

Mit ihrem ersten Band „Die verschwundenen Katzen“ aus der Reihe „Der magische Blumenladen für Erstleser“ ist Gina Mayer ein wunderbares, geheimnisvolles und lesenswertes Abenteuer gelungen, das im Ravensburger Verlag 2019 erschienen ist und 59 Seiten umfasst.
Das Buch ist in großer Schrift und einfach gehaltener Sprache in kurzen Sätzen zu lesen. Also absolut für Lesestarter geeignet. Es ist in fünf kurzweilige Kapitel unterteilt.
Die Handlung ist in sich stimmig und lädt zum Mitfreuen und -fiebern ein.
Wir haben die einzelnen Charaktere sofort ins Herz geschlossen und freuen uns schon sehr auf die nächsten Bände.
Passend zur Geschichte sind viele wunderschöne Zeichnungen von dem Illustrator Horst Hellmeier zu finden. Sie veranschaulichen und unterstreichen das Gelesene und sind gerade für Erstleser sehr motivierend und erleichtern das Lesen.

Fazit: Wir sprechen eine Kaufempfehlung aus für Jungen und Mädchen ab 6-7 Jahren, die ein spannendes und lustiges Abenteuer erleben wollen. Man merkt der Geschichte an, dass sie mit ganz viel Herzblut geschrieben wurde.
Lesefreude ist hier 100%ig garantiert und bei uns ist die Lesemotivation deutlich gestiegen.

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So macht Lesen Spaß!

Rezensionen von liesmal:

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Vergebung und Gnade

In jenem besagten Sommer von Elizabeth Musser

Viele verschiedene Ereignisse gibt es „In jenem besagten Sommer“, so der Titel des christlichen Buches von Elizabeth Musser aus dem Verlag Francke, die nach und nach zur Sprache kommen um aufgearbeitet zu werden.
Noch vor dem Beginn der Geschichte begeistern mich die Verse der Schriftstellerin und Protagonistin Josephine Bourdillon mit wunderbaren Worten aus „The Mountains Between Us“ und lassen mit emotionalen Gefühlen meine Neugier wachsen.

Doch dann schlägt mit dem Kapitel 1 die Wirklichkeit erbarmungslos zu. 2015 in Asheville, North Carolina – Henry ist ein Auftragsmörder und nur durch einen Zufall ist der Schuss auf die Autorin Josephine Bourdillon nicht tödlich, doch sie wacht aus dem Koma nicht mehr auf. Warum sollte sie sterben? Sie hat doch mit ihren Büchern, in denen es um Gott und um Vergebung und Gnade geht, bereits so vielen Menschen geholfen, den Weg aus Hilflosigkeit und Verzweiflung herauszufinden!
Josephines Familie – ihr Ehemann Patrick und die zwei Töchter Hannah und Paige – ist entsetzt. Nie bleibt Josephine allein, immer sitzt jemand an ihrem Krankenbett auf der Intensivstation. Alle machen sich Gedanken darüber, wer hinter dem Attentat stecken könnte. So hofft man natürlich, dass der Täter bald überführt wird, aber immer wieder erweist sich die Fährte als falsch.
Das Buch begeistert mich von Anfang an. Es gibt so viele Fragen und die Spannung nimmt mich förmlich gefangen. Die größte Frage bleibt natürlich: Was geschah in jenem besagten Sommer? Welches Geheimnis gibt es? Wer kennt die Wahrheit? Steht das Geschehen im Zusammenhangt mit dem Attentat?
Elizabeth Musser hat einen sehr fesselnden Schreibstil, der den Spannungsbogen konstant straff hält. Sehr gut gefallen haben mir die in Kursivschrift gehaltenen, zum Teil sehr persönlichen Rückblicke in das Leben von Josephine und ihrer Familie, wodurch ein besonders enges Verhältnis zu ihnen entstehen konnte. Eine Ausnahme davon bildet jedoch Josephines Schwester Kit. Aber mehr möchte ich dazu nicht verraten.
Auch der Attentäter Henry und seine Familie bleiben weiterhin ein wichtiger Teil der Geschichte und sorgen für spannende und emotionale Momente.
Der Autorin ist es gelungen, die aus verschiedenen Perspektiven erzählte und aus mehreren „Strängen“ bestehende Geschichte zusammenfließen zu lassen zu einem Ende, das keine Fragen offen lässt. Mir hat das Buch wunderschöne Lesestunden bereitet und gern empfehle ich es weiter.
„Vergebung ist nicht für den, der einen verletzt hat, sondern sie ist dafür da, damit das eigene Herz nicht verbittert wird.“

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Vergebung und Gnade

Rezensionen von nil_liest:

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Anarchischen Charakter mit Durchsetzungsfähigkeit

Das Ende der Lügen von Gran Sara

„Die Gesellschaft von Leuten, die ich irgendwie kannte, aber keinesfalls näher kennenlernen wollte, hätte mich noch einsamer gemacht als das Alleinsein.“ (S. 58)

Bei weitem ist „Das Ende der Lügen“ kein klassischer Kriminalroman, wie auch die Vorgängerbücher um die Privatdetektivin Claire DeWitt.

Auch wenn es das Label auf dem Cover trägt.
Es gibt sogar nicht nur einen Fall den man mit Claire DeWitt verfolgt, aber löst sich am Ende auch nicht alles auf. Und das mag einen durchschnittlichen Krimileser enttäuschen. Wer allerdings eher zum Lesen guter Literatur neigt und ab und an einen Krimi einschiebt, der wird mit dieser Claire-DeWitt-Reihe und ganz besonders mit diesem Krimi seine Freude haben.
Es hat etwas dunkles, eine poetische Erzählweise, die einen in ein schwarzes Loch zieht in dem es nach kaltem Rauch stinkt und mehr Nacht als Tag herrscht. Großartig wie die Autorin Sara Gran ihrem eigensinnigen Stil treu bleibt und damit die bekannten Roman-Schubladen sprengt.

In diesem Claire DeWitt-Roman folgt man drei Zeitsträngen in denen wir mit Claire in ihrer eigenen Vergangenheit abtauchen. Wir durchleben Jahre ihrer Jugend in Brooklyn, anfängliche Jahre in Kalifornien in den 90er Jahren und der Startstrang um 2011. Wie sollte es anders sein – alles hängt zusammen!

Ach und ein Buch das sich lohn in die Hände zu nehmen, denn die Haptik ist grandios. Erst denkt man es lag im Zucker oder Salz, dann merkt man es ist Teil des Covers. Abgefahren gut – wie das Buch selbst.

Schwierig finde ich nur die Marke „Heyne Hardcore“, die mich oft abschreckt, aber in diesem Fall ignorierte. Denn Sara Gran war mir bereits ein Begriff. Hardcore klingt gleich nach Gemetzel und Splatter. Ja, es ist kein klassischer Krimi und eine Abgrenzung ist sinnvoll, aber Hardcore trifft es nicht. Assoziativ fallen mir eher Begriffe ein wie „Speziell“, „Unusal“, „Herausfordernd“…aber ist halt kein griffiges Brandlabel. Nun gut, weil es das einzige ist was stört, sehe gerne darüber hinweg.

„Wir alle sind befleckt und verseuchen einander. […] Es gibt kein Entkommen vor dem Schmerz, den die anderen uns zufügen. Sie machen uns kaputt, und wir sie.“
(S. 204)

Fazit: Gerne folge ich diesem anarchischen Charakter, der mich in seinen Bann zieht und mich aus meiner doch sehr geordneten Welt entführt.

Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Anarchischen Charakter mit Durchsetzungsfähigkeit

Rezensionen von nil_liest:

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Leni feiert ihren Geburtstag – natürlich mit Trubel!

Das kleine Stallgespenst - Ein verspukter Geburtstag von Haas Meike

Wir haben das kleine Gespenst Hatschihu, das auf einem Reiterhof lebt mit dem Band 4 („„Trubel im Reitstall“) kennen und vor allem lieben gelernt. Daher folgte – mit großer Begeisterung der beiden Lauschermäuse - sogleich Band 3 mit „Ein verspukter Geburtstag“.
Auch dieser Band ist von Meike Haas wieder einfach, aber sehr nett formuliert um den Erstlesern ein wunderbares Leseerlebnis mit Erfolg zu bescheren.

Die Kapitel sind kurz, der Text pro Seite sehr limitiert und die Schrift ist groß. Die Wortwahl ist auch sehr angenehm, nicht zu komplizierte und auch mit wiederkehrenden Wörtern.
Wer das kleine Gespenst Hatschihu noch nicht kennt, sollte wissen, dass es eine beste Freundin hat: Leni. Diesmal hat Leni Geburtstag und es wird, wie nicht anders zu erwarten auf dem Reiterhof gefeiert. Hatschihu ist natürlich eingeladen und sorgt hier natürlich wieder für den nötigen Wirbel!
Was mir bei dieser Reihe wichtig ist, es geht hier zwar um eine Pferdewelt mit einer weiblichen Protagonistin, aber auch mein Sohn fand es spannend und gut! Es spricht eher Mädchen an, aber ich würde dies Reihe auch Jungs empfehlen, weil es spannend ist und auch Jungs Pferdefreunde sein können! Seid offen für die nächste Generation!
Klar, möchte ich auch die tollen Illustrationen auf jeder Seite von Eleni Livanios lobend erwähnen. Vor allem geben diese reichlich vorhandenen Bilder super Impulse um weiterlesen zu wollen, denn sie ergänzen die Geschichte ganz wunderbar.
Fazit: Pferde, Gespenster, Freundschaft und noch spannend oben drauf – genau die richtige Mischung für Leseanfänger und die, die es noch werden wollen!
PS: Gut zu wissen, wenn man die Reihe noch nicht kennt und gerne in der richtigen Reihenfolge lesen mag: #1 Der nächtliche Ausritt, #2 Wirbel in der Reitstunde, #3 Ein verspukter Geburtstag und #4 Trubel im Reitstall (Stand Juni 2019).

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Leni feiert ihren Geburtstag – natürlich mit Trubel!

Rezensionen von Caro2929:

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Absolutes Lesehighlight

Mein Leben basiert auf einer wahren Geschichte von Anne Freytag

Klappentext:


"Rosa und Frank begegnen sich am anderen Ende der Welt. Sie sind sich ähnlich und doch grundverschieden -Rosa widersprüchlich, Frank ruhig. Zusammen sind sie nicht nur weniger allein, sondern ziemlich nah dran an vollständig. Sie beschließen, gemeinsam weiterzureisen und einen alten Camper zu kaufen.

Doch dann tauch unerwartet Franks bester Freund David auf, und mit ihm ändert sich alles.

Sind drei einer zu viel, oder hat genau er noch gefehlt? Diese Frage stellt sich immer wieder, während sie zu dritt Tausende Kilometer durch Australiens unendliche Weite fahren, vor ihnen nur der Horizont, über ihnen nichts als der Himmel und zwischen ihnen mehr, als Worte je beschreiben können."


Meine Meinung:

Anne Freytag versteht ihr Handwerk eindeutig. Sie ist eine großartige deutsche Autorin.

So hat sie auch wieder mit diesem Buch einen absoluten Volltreffer gelandet. Ihr Schreibstil ist einfach ganz besonders. Die Geschichte ist so authentisch und realistisch. Meiner Meinung nach liegt das nicht zuletzt an dem Schreibstil, der nichts verschnörkelt sondern kurz, mutig, vor allem ehrlich und treffsicher ist.

Anne Freytag haucht ihren Figuren nicht nur ein wenig Leben ein - nein - ihre Figuren wirken geradezu lebendig, so dass sich der Leser voll und ganz auf sie einlassen kann.

Die Geschichte hat mich komplett gefangen genommen und ich wusste nicht, wo und wie sie enden würde. Es gelang mir nicht, das Buch wirklich aus der Hand zu legen, denn am liebsten hätte ich die Geschichte in einem verschlungen.

Ich habe Rosa, David und Frank gern begleitet, sich selbst zu finden und .... - An dieser Stelle möchte ich nicht zu viel verraten, aber wenn ihr es lest, werdet ihr genau wissen, was ich meine -

Gerade das Ende lässt Raum für Spekulationen.


Fazit:

Ein absolutes Lesehighlight, was diesen Sommer niemand verpassen sollte.

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Absolutes Lesehighlight