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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lerchie:

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Drei schöne Liebesromane

Dreimal Verliebt in der kleinen Pension Küstentraum von Rebecca Lehners

Die kleine Pension Küstentraum: Julia und Clemens habe sich getrennt, und nun will Julias Ex auch noch ausbezahlt werden. Doch woher das Geld nehmen? Und ausgerechnet Sebastian, den Julia vor einigen Taen kennen gelernt hat ist der Anwalt von Clemens.
Winterzauber in der kleinen Pension Küstentraum: Sara, Juias Schwestr, wurde wegen Burnout Ruhe verordnet, die sie bei Julia in ihrer Pension zu finden hofft.

Doch unterwegs nach Appenkuhl begegnet sie Oe, mit dem sie eine gemeinsame Vergangenheit hat. Es herrscht eine frostige Stimmung und als Zimmernachbarn in der Penbsion laufen sie sich ständig über den Weg. Doch Saras Fassade bröckelt.
Sommerküsse in der kleinen Pension Küstentraum: Merle, die von ihrer Großtante ein Haus an der Ostsee geerbt hat. will es vor dem Verkauf renovieren. Sie quartiert sich in der Pension Küstentraum ein. Das huas ist sehr renovierungsbedürftig. Sie wird unterstützt von Kai, dem Reiterhofbesitzer. Die beiden kommen sich näher, doch Merles leben ist in Berlin und sie muss wieder zurück, oder doch nicht?


Meine Meinung
Alle drei Bücher ließen sich leicht und flüssig lesen, denn keine Unklarheiten im Text störten den Lesefluss. In die Geschichten bin ich gut hineingekommen und konnte mich auch in die Protagonisten gut hineinversetzen. Angefangen mit Julia, die von ihrem Freund getrennt lebt. Sie lernt Sebastian kennen, ihr Ex will sich plötzlich ausbezahlen lassen und sie weiß nicht, woher sie das Geld nehmen soll. Und dann stellt sich auch noch heraus, dass Sebastian der Anwalt von Clemens ist. Kann das gutgehen? Zumal ihr immer noch das Geld fehlt.
Im zweiten Buch geht es um Sarah, Julias Schweter und um Ole, den Sohn der örtlichen Fleischermeisters. Ole, der seinen Vater sehr enttäuschte, weil er sich gegen die Übernahme der Metzgerei entschieden und in England studiert hat. Das Studium hat er abgeschlossen und sich von seiner englischen Freundin Kate getrennt. Bei einer Kieler Firma hat er sich beworben und wartet noch auf Antwort. Sarah ist umgekippt und die Diagnose lautet auf Burnout. Sie muss sich lange Zeit erholen und das geht am besten bei Ihrer Schwester Julie in Appenkuhl. Sie versucht Ole aus dem Weg zu gehen, denn sie glaubt, dass er etwas Falsches von ihr denkt. Doch tut er dies?
Im dritten Buch geht es um Merle. Sie ist Krimi- und Thriller Autorin und hat in Appenkuhl das Haus ihrer Tante geerbt. Dieses muss sie noch renovieren bevor sie es verkaufen kann, denn das ist ihre Absicht. Doch sie lernt auch Kai kennen. Allerdings gibt es Beziehungsprobleme und diverse Missverständnisse. Können die geklärt werden. Und gibt es ein Happy End?
Alle drei Bücher haben mir gut gefallen, sie waren spannend, haben mich auch gefesselt und gut unterhalten. Von mir eine Leseempfehlung sowie fünf Sterne

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Drei schöne Liebesromane

Rezensionen von Krani:

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Unterhaltsam

The Rainshadow Orphans von Naomi Ishiguro

Rainshadow City ist prunkvolle Hauptstadt eines Inselreiches, das von einer Kaiserin beherrscht wird. Doch die wahren Herrscher sind die „Crows“, eine Art Mafia. Einwanderer, die aus ärmeren Gebieten des Reiches kommen, haben hier einen schweren Stand. Drei von ihnen sind Toshiko, Jun und Mei.
Ich fand es etwas schwierig, mich in die vielschichtige Gesellschaft dieser Fantasywelt einzulesen.

Glücklicherweise geht es recht langsam los und man hat viele Seiten, die wichtigsten Protagonisten kennen zu lernen. Denn davon gibt es mehrere, was alles etwas unübersichtlich macht.
Die Gesellschaft könnte beinahe eine der unsrigen sein. Auch die Geschichte einer versuchten Weltbeherrschung mit Technologien und bösen Absichten sowie der große Aufstand im Ghetto und der Zaubererwettstreit sind nicht neu. Es gibt eine magische Kraft, das so genannte Sola, das manche Menschen sehen und für sich nutzen können. Es gibt Drachen.
Leider hat mich das Ganze nicht so richtig gefesselt. Die Protagonisten haben keine Tiefe und außer ihrer Rolle in der Story kein besonderes Profil. Die Geschichte hat Längen; so sind nach der finalen Auseinandersetzung noch allzuviele Teilstücke zu Ende zu erzählen. Hier wird manches sogar etwas langweilig.
Insgesamt ist es recht unterhaltsam zu lesen, aber wegen der Komplexität und der vielen Hauptpersonen auch etwas anstrengend.

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Unterhaltsam

Rezensionen von Ruth:

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Weltpolitik und private Geschichte

Die Träume, die wir hatten von Christiane Hoffmann

Christiane Hoffmann, studierte Slawistin und Osteuropa -Expertin, hat mit „ Die Träume, die wir hatten“ ihr zweites Buch vorgelegt. 2022, damals war sie noch stellvertretende Regierungssprecherin unter Bundeskanzler Scholz, landete sie einen Bestseller mit dem Buch „Alles, was wir nicht erinnern Zu Fuß auf dem Fluchtweg meines Vaters“.

Darin verbindet sie ihre eigene Familiengeschichte mit der allgemeinen Historie von Flucht und Vertreibung.
Auch in „Die Träume, die wir hatten“ verknüpft sie Persönliches und die große Weltpolitik.
Am 24. Februar 2022 überfällt Russland die Ukraine. Das ist aber nicht die einzige Schreckensnachricht, die Christiane Hoffmann an diesem Tag ereilt. Sie erfährt gleichzeitig vom Suizid ihrer langjährigen Freundin. Sie kennen sich seit Studientagen, beide haben Slawistik studiert, beide lieben die russische Literatur, gemeinsam haben sie Russland bereist.
Und die zufällige Koinzidenz dieser beiden Ereignisse lösen bei Christiane Hoffmann dieselben Fragen aus:
Hätte sie den Tod ihrer Freundin verhindern können? Hätte sie rechtzeitig die Anzeichen der Depression bei ihrer Freundin sehen und sich vermehrt um sie kümmern müssen?
Hätten wir, der Westen, die Politik, sie als Journalistin viel früher die Warnzeichen erkennen müssen und hätten wir den Krieg verhindern können?
Um Antworten auf ihre Fragen zu bekommen, geht die Autorin zurück in die späten 80er und frühen 90er Jahre.
In jener Zeit war Christiane Hoffmann als Studentin in Leningrad, später arbeitet sie als Praktikantin bei einer staatlichen Rundfunk- und Fernsehanstalt in Kiew. Hautnah erlebt sie den oft schwierigen Alltag der Sowjetbürger, trifft russische und ukrainische Freunde, spricht mit vielen unterschiedlichen Menschen im Land.
Dabei beobachtet Christiane Hoffmann das politische Geschehen und sieht im Rückblick jene Jahre als die entscheidenden. Hier nahm die Entwicklung ihren Lauf, an deren Ende der russisch-ukrainische Krieg steht. „Diese frühen neunziger Jahre entscheiden über das künftige Verhältnis zwischen Russland und dem Westen, und damit langfristig über die Sicherheit Europas. Was in diesen Jahren getan und versäumt wird, wirkt lange nach.“
Der Westen hat zu lange auf Jelzin gesetzt, erhoffte sich von ihm Stabilität und sah deshalb über vieles hinweg. Auch die russischen Oligarchen unterstützen Jelzin und so „stirbt die russische Demokratie still an einer Überdosis Kapitalismus.“ „In dieser Zeit vollzieht sich jene Synthese von politischer und wirtschaftlicher Macht, die Russland von nun an prägen wird.“
Entscheidend aber auch für das zunehmend schlechtere Verhältnis zwischen Russland und dem Westen ist sicherlich der Konflikt über die Nato-Osterweiterung. Eine umstrittene Erweiterung, man sah die Nachteile und die Gefahren, verstand aber auch die Staaten, die um die Aufnahme in die Nato betteln. Christiane Hoffmann kritisiert den Schlingerkurs des Westens. „Man umarmt die Russen mit dem einen Arm, während der andere den Ostmitteleuropäern die Tür zur Nato öffnet.“
Eindeutig beantworten lässt sich die Frage nach der Schuld oder Mitverantwortung des Westens an der jetzigen Situation nicht. Sicher ist: Die Aggression geht von Putin aus, und sein Vorgehen lässt sich durch nichts rechtfertigen. Das steht für die Autorin außer Frage. Sie sieht und zeigt jedoch die Versäumnisse des Westens, die verpassten Chancen, das ungenutzte Zeitfenster, den fehlenden Mut.
Dann aber fragt sie sich wieder, ob es nicht vermessen ist zu glauben, der Westen könne tatsächlich die Entwicklung Russlands beeinflussen.
„So wie es vielleicht größenwahnsinnig ist zu glauben, ich hätte meine Freundin davon abhalten können, sich das Leben zu nehmen.“
Immer wieder kehrt Christiane Hoffmann zu ihrer Freundin zurück, beschreibt deren privaten und beruflichen Werdegang, erzählt von gemeinsamen Erlebnissen und von ihrer Trauer über den Verlust. Das alles auf sehr einfühlsame und berührende Weise, wobei auch hier Selbstzweifel anklingen: „Wieso nehme ich mir das heraus, die Deutungshoheit über Dein Leben? Über Deinen Tod?“
Eine zentrale Position im Buch nimmt die russisch-ukrainische Dichterin Anna Achmatowa ein. Sie ist ein Verbindungsglied zwischen der Autorin und ihrer Freundin. Beide lieben ihre Gedichte; die Freundin hat sich sowohl in ihrer Magister- als auch in ihrer Doktorarbeit mit Achmatowa beschäftigt. Gleichzeitig verkörpert die russische Dichterin durch ihr langes Leben und mit ihrem Schaffen russische Historie und russische Kultur.
„Die Träume, die wir hatten“, das sind die Träume von einem Leben in Frieden und Freiheit in einem ungeteilten Europa, „von gemeinsamer Sicherheit und Demokratie in Russland und überall , von „Nie wieder Krieg“. Das waren und sind auch meine Träume und deshalb verstehe ich den Schmerz und die Trauer der Autorin über eine Wirklichkeit, die so weit entfernt ist von unseren Hoffnungen und Wünschen.
Dieses Buch ist einerseits ein zutiefst berührender Bericht über eine langjährige Freundschaft, über Verlust und Trauer und zugleich eine kluge und fundierte Analyse der russisch-ukrainischen Beziehung und der Stellung des Westens. Auf der Folie eigener Erfahrungen und mit dem scharfen Blick einer kompetenten Journalistin zeigt die Autorin Hintergründe auf und macht komplexe Zusammenhänge deutlich.
Christiane Hofmann ist hier ein ganz wunderbares Buch gelungen, das ich jedem empfehlen kann. Auch damit dieser unsägliche Krieg, der bereits über vier Jahre andauert, und unendlich viel Leid gebracht hat, bei uns nicht in Vergessenheit gerät.

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Weltpolitik und private Geschichte

Rezensionen von lu_rkz:

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Spannende Fortstzung

Curseborn von Celine Leonora

Mit Curseborn knüpft Celine Leonora nahtlos an die Ereignisse aus Band 1 an und entwickelt die Geschichte konsequent weiter. Wer den Auftakt mochte, wird sich schnell wieder in der düsteren Atmosphäre und den spannenden Konflikten zurechtfinden. Die Figuren wachsen an ihren Herausforderungen und wirken dabei glaubwürdig, während neue Enthüllungen zusätzliche Spannung schaffen.

Besonders gelungen ist, dass offene Fragen aus dem ersten Band aufgegriffen werden, ohne dass die Handlung vorhersehbar wird. Gleichzeitig entstehen neue Rätsel, die neugierig auf die Fortsetzung machen. Der flüssige Schreibstil und das ausgewogene Verhältnis aus Emotionen, Geheimnissen und actionreichen Momenten sorgen dafür, dass die Seiten nur so verfliegen. Eine gelungene Fortsetzung, die die Stärken des ersten Bandes ausbaut und Lust auf mehr macht.

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Spannende Fortstzung

Rezensionen von trebor:

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Der Esel als Spiegel

Die Weisheit der Esel von Andy Merrifield

Andy Merrifield beschreibt in seinem Werk "Die Weisheit der Esel - Ruhe finden in einer chaotischen Welt" seine Wanderung mit dem Esel Gribouille durch Frankreichs Auvergne und wie er ganz nebenbei zu sich selbst findet.

Es ist eine sehr berührende Geschichte voller Tiefgang und Melancholie entstanden.

Der Autor räumt mit den lange tradierten und unaufhörlich zitierten Vorurteilen von Dummheit und Störrigkeit auf, die Eseln gegenüber immer wieder aufgewärmt werden. Er legt die Klugheit und Voraussicht dieses sensiblen und gutmütigen Tieres anhand der Erlebnisse auf seiner Wanderung anschaulich dar und schafft ein vielschichtiges Bild seiner Wesenheit.

Weit darüber hinaus zeichnet er ein entlarvendes Bild der Menschheit, die sich im ausbeuterischen Verhalten gegenüber Eseln offenbart. Dies stellt sich insbesondere durch das Einflechten literarischer und filmischer Auseinandersetzungen mit der Eselfigur in unterschiedlichsten Epochen dar.

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Der Esel als Spiegel

Rezensionen von clematis:

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Mord zum Geburtstag

Schattengast von Malin Stehn

Sandra wird vierzig und lädt zu einem großen Fest mit vielfältigem Buffet und teurem Champagner, am nächsten Tag liegt sie tot im eigenen Blut. Gab es Nachbarschaftszwistigkeiten, Familienprobleme oder hängt der Mord zum Geburtstag gar mit den kriminellen Banden in Malmö zusammen?

Kurze Kapitel, immer wieder einmal mit offenem Ende, sorgen für Tempo in dieser Geschichte, die wechselnden Blickwinkel streifen stets unterschiedliche Einschätzungen von ein und derselben Situation.

Zusätzlich beginnt die Handlung mit einem polizeilichen Vernehmungsprotokoll und der Party, um anschließend frühere Ereignisse in chronologischer Abfolge zu schildern, wiederum durchbrochen von Ermittlungsfragen. So entsteht ein interessanter, spannender Aufbau, einzelne, geschickt formulierte Informationen können von Leser vielseitig interpretiert werden und verleiten zum Miträtseln, was denn tatsächlich geschehen sein könnte. Detailreiche Personenportraits rund um die Nachbarschaft in der kleinen Siedlung, Missverständnisse und private Probleme sorgen für allerlei Abwechslung, das Ende wird schlüssig gelöst, wobei da aber dann doch der „große Knall“ ausbleibt.

Der dritte Kriminalroman aus der Feder Malin Stehns, der durch viele Irrwege und Sackgassen überzeugt, unterschiedlichste Gedankengänge ermöglicht und trotz der Vielfalt an Figuren jede einzelne perfekt trifft. Erst eine Silvesternacht (Happy New Year), dann eine Hochzeit (Nur eine Lüge), diesmal eine Geburtstagsparty – Malin Stehn versteht es, packende Geschichten ohne Brutalität zu schreiben.

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Mord zum Geburtstag

Rezensionen von Nicole Koppandi:

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Ein Leben in Gefangenschaft

Sicheres Haus von Marina Vujcic

Der Roman ist in zweierlei Hinsicht erschütternd: häusliche Gewalt wird sehr plastisch beschrieben und das Leben im Gefängnis, als ein unvorstellbarer Zustand.

Zu Beginn liest man kurze Eindrücke von Journalist*innen, Nachbar*innen, Verkäufer*innen in der Umgebung und Polizeisprecher*innen, über all das was sie über die beiden Personen wissen: das Mordopfer, der feine Herr Professor und die Mörderin, seine Frau.

Lada Lončar sitzt im Gefängnis und lässt Revue darüber passieren, wie sie hierhergekommen ist. Wie sie ihren Ehemann kennengelernt hatte und nicht glauben konnte, welches Glück sie hatte. Der elf Jahre ältere Professor, den sie als Studentin auf der Uni kennengelernt hatte, der sich so richtig für sie interessierte, ihr zuhörte und aufmerksam zu ihr war.

Ganz langsam hat dann die häusliche Gewalt begonnen: zu Beginn, weil sie 20 Minuten später als sonst von der Arbeit nach Hause kam und er sie verdächtigte, sie sei deshalb zu spät, da sie etwas tue was er nicht möchte. Vieles hat sie getan, um den häuslichen Frieden zu wahren, der meist jedoch nur für kurze Zeit anhielt: sie durfte sich nicht mehr kleiden wie sie es wollte, sich nicht mehr schminken und sich auch vor dem Arbeiten nicht mehr duschen – alles andere hätte den Verdacht genährt, dass sie ihn betrüge. Es nützte alles dennoch nichts – er schlug und demütigte sie, er sperrte sie vor die Haustüre, er ließ sie nicht arbeiten gehen und entzog ihr Geld, er weckte sie nachts, um ihr Fragen zu stellen, die nicht beantwortbar waren, er isolierte sie von ihren Eltern, ihrer Schwester und ihren Freundinnen. Besonders arg war es, wenn er getrunken hatte.

Zur Hochzeit wurden weder Eltern noch Freunde eingeladen – er isolierte sie immer mehr. Niemand bekam mit, was vor sich ging: weder die Fehlgeburten, noch die blauen Flecken oder die Scham, mit der sie leben musste.

Ein anderer Erzählstrang berichtet von ihrem Leben im Gefängnis, den anderen Frauen in Haft und deren Taten. Die beiden Zeitebenen verweben sich gedanklich.

Hier wird aber nicht das Opfer ermordet, sondern der Täter.

Ein Roman, der echt unter die Haut geht. Es wird so nachvollziehbar dargestellt, wie die Frau sich um der Harmonie willen und als Deeskalationsmaßnahme dem Willen des Partners beugt und dabei selbst verliert.

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Ein Leben in Gefangenschaft

Rezensionen von Vobabooks:

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Bunt, lehrreich, unterhaltsam

So sind wir von Josephine Apraku; Mareice Kaiser; Linus Giese; Felicia Ewert; Milena Glimbovski; Melanelle B. C. Hémêfa; Daniela Dröscher; Jana Heinicke

„So sind wir“ ist eine Geschichtensammlung, herausgegeben von Josephine Apraku und illustriert von İrem Kurt, Ayse Klinge und Beno Meli. In 11 voneinander unabhängigen Geschichten geht es um folgende Themen:
- Einen Elefant, der sich für eine Maus hält
- Weihnachten im Sommer
- Rapunzel
- Demonstration für Gerechtigkeit
- Einen Jungen der erfährt, was Männer auch alles machen können
- Geschäftsideen
- Gefühlswolken
- Trauer und ein mutiger Brief
- Zwillinge im Wald
- Eine Felicia werden
- Eine Prinzessin, die nicht heiraten möchte
Einige Seiten sind zudem mit Bildern illustriert.

Die Geschichten beinhalten einige tiefere Themen und passen zum Titel des Buchs. Die Geschichten sind recht unterschiedlich, sodass für die verschiedenen Geschmäcker etwas dabei sein sollte. Die Altersempfehlung ist mit 3-8 Jahren recht breit gefasst, wobei ich es mir eher für ältere Kinder verständlich fand.

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Bunt, lehrreich, unterhaltsam

Rezensionen von DoraLupin:

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Schönes Hörbuch

Die Reise der Blütensammlerin von Sally Page

Cover und vorallem Klappentext des Romans haben mich sofort neugierig gemacht. Ich finde Geschichten rund um die Titanic noch immer spannend und habe mir selbst noch nie Gedanken über den Blumenschmuck an Bord gemacht. Deshalb konnte ich es kaum erwarten das Hörbuch zu erleben und auch wenn es ein wenig anders war als ich es mir vorgestellt hatte, war es doch unterhaltsam und schön.

Ein Jahr nach dem Tod ihres Mannes ist Emma zu einem Mauerblümchen verkommen. Sie geht förmlich unter in der Farbenpracht des Blumenladens, in dem sie arbeitet. Doch als ein Kollege sie zu einem Vortrag über die Titanic einlädt, wird ihre Neugier geweckt: War der sagenumwobene Dampfer nicht auch mit Blumen geschmückt? Und wenn ja, wer steckte dahinter? Während ihrer Recherche stößt sie auf ein Foto einer jungen Stewardess der Titanic, das ihr auf unerklärliche Weise vertraut vorkommt. Emma dämmert immer mehr, dass sie sich auch auf den Spuren ihrer eigenen Geschichte befindet – eine Geschichte, die noch lange nicht auserzählt ist.

Der Schreibstil ist leicht und locker und deshalb ist es mir überhaupt nicht schwer gefallen mich bei diesem Hörbuch auf die Geschichte zu konzentrieren. Das Hörbuch erzählt die Geschichte auf zwei Zeitebenen, einmal aus Sicht von Emma die nach dem Tod ihres Mannes Probleme hat zurück ins Leben zu finden und einmal aus Sicht von der jungen Frau an Bord der Titanic. Hatte ich zunächst gedacht die Zeitebenen würden sich die Handlungszeit teilen, war es doch tatsächlich so das mindestens 2/3 der Geschichte in der Gegenwart bei Emma handelt.

Emma ist eine sympathische Protagonistin, die ich aber nicht immer zu hundert Prozent nachvollziehen konnte. Vorallem der Umgang mit ihrer Mutter ist eine ziemliche Katastrophe und ich verstehe nicht warum Emma da immer und immer wieder nachgibt. Zum Glück hat sie aber auch gute Freunde an ihrer Seite die sie ganz liebevoll unterstützen.

Die Titanic spielt im Buch zwar zwischendurch schon immer wieder eine Rolle und bleibt auch präsent, aber sie nimmt nicht den Mittelpunkt der Handlung ein, was ich zunächst gedacht hatte. Dennoch fand ich die Geschichte unterhaltsam und kann sie empfehlen.

Die Sprecherin liest die Geschichte sehr schön vor und hat eine angenehme Stimme.

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Schönes Hörbuch

Rezensionen von DoraLupin:

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Gelungener historischer Roman mit Tiefgang

Falls jemand fragt, wer wir waren von Eva Kranenburg

Ich lese immer wieder gerne historische Romane, und Cover und Klappentext von diesem Buch haben mich schnell angesprochen. Die Geschichte hat mir auch gut gefallen, sodass ich sie an interessierte Leser weiterempfehlen kann.

Das Buch handelt davon, dass Rena spurlos verschwindet, deshalb macht sich ihre beste Freundin Tilla auf die Suche nach ihr.

Doch schnell merkt sie: Nichts von dem, was Rena über sich erzählt hat, ist wahr. Die Verkäuferin, die angeblich Renas Mutter ist, hat gar keine Kinder. Das Haus an der Adresse, die ihre Freundin ihr genannt hat? Eine ausgebombte Ruine. Je verzweifelter Tilla in ihrer Heimatstadt Halle nach Rena sucht, umso klarer treten die Abgründe der noch jungen DDR hervor. Als sich die brodelnde Unzufriedenheit in der Bevölkerung schließlich im Volksaufstand des 17. Juni entlädt, muss Tilla sich entscheiden, wie weit sie gehen will – für die Wahrheit, für ihre Freundin, und für die Frage, woran sie wirklich glaubt.

Der Schreibstil war einfach und leicht verständlich geschrieben und angenehm zu lesen. Dadurch hatte ich immer Lust die Geschichte weiterzulesen und zu erfahren wie das Buch endet. Ich fand es sehr gelungen wie die Autorin von den Gedanken und Gefühlen Tillas schreibt und war der Protagonistin deshalb auch schnell sehr nahe und konnte mit ihr mitfiebern und habe sie gerne begleitet.

Ich mochte es sehr das Tilla sich im Laufe der Geschichte immer mehr für ihre Wünsche und Bedürfnisse einsetzt, egal was die anderen sagen. Das zeugt von einer inneren Stärke, die schön war mitzuverfolgen.

Die Geschichte an sich ist die meiste Zeit interessant und mitreißend zu lesen, es gab aber auch hin- und wieder zähe Passagen, in denen man das Buch hätte kürzen dürfen, aber dies ist natürlich auch immer Geschmackssache. Der Volksaufstand vom 17. Juni wurde aber sehr eindrücklich und lebendig beschrieben und hat mich richtig in die Zeit zurückversetzt.

Insgesamt ein gelungener historischer Roman mit Tiefe und Lebendigkeit, den ich weiterempfehlen kann.

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Gelungener historischer Roman mit Tiefgang