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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Shilo:

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Ein Sommer, der Spuren hinterlässt

Der blaue Sommer von Stefan Klein

Simon zieht mit seiner Mutter in ein Dorf, in dem Zugezogene lange außen vor bleiben. Der Alltag ist ruhig, das Leben folgt festen Mustern.
Das Dorf ist wenig offen für Neues. Simon bleibt lange der Junge ohne Vater und damit ein Außenseiter. Halt findet er vor allem in der Freundschaft zu Proto.

Bei ihm öffnet sich ein kleiner Blick in eine andere Welt, etwa durch den Fernseher, der mehr zeigt als das, was das Dorf bereithält. So beginnt Simon langsam, sich zurechtzufinden und seine Umgebung zu entdecken.
Die Zeit, in der die Geschichte spielt, zeigt sich im Alltag, in Gesprächen und in den Gewohnheiten der Menschen. Damit entsteht ein stimmiger Eindruck dieser Jahre.
Besonders auffällig ist der Schriftverkehr zwischen Simons Mutter, den Großeltern und dem Vater. Die Briefe sind knapp und sachlich. Dabei wird deutlich, dass Versäumnisse bestehen und wichtige Entscheidungen zu spät getroffen werden.
Der blaue Sommer verändert einiges für Simon. Ereignisse und Begegnungen führen dazu, dass sich Beziehungen verschieben und neue Einsichten entstehen. Einige Teile der Geschichte beruhen auf tatsächlichen Begebenheiten, andere sind frei erfunden.
Zurück bleibt ein nachdenkliches Lesegefühl. Kein Buch für schnelle Spannung, sondern für Leserinnen und Leser, die sich auf Beobachtungen, Zwischentöne und das stille Geschehen einlassen möchten.
5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die ruhige, ehrliche Romane über Kindheit, Herkunft und Verantwortung schätzen.

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Ein Sommer, der Spuren hinterlässt

Rezensionen von Bockonia:

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Wie man ein Comic entstehen lassen kann, originell in Comic-Form

Der Comic-Club von Scott McCloud

Vier Kinder finden sich in einem Comic-Club zusammen und erarbeiten, erleben, wie man ein Comic macht. Und dabei darf man durchaus individuell sein, jeder auf seine eigene Art. Es gibt kein Werten, kein gut oder schlecht, man macht, mit gewissen handwerklichen Grundstrukturen, einfach genau sein Ding.

Und das ist nicht nur ein besonderes Erleben für die Clubmitglieder, denen hier durch dieses Genre eine ordentliche Portion Stolz, Glücksgefühle und wachsendes Selbstbewusstsein mit auf den Weg gegeben wird. Auch die Leser können hier eine Menge lernen und auf eine leichte lockere Art Einblicke gewinnen, in diese besondere Form, Geschichten zu erzählen.
Diese Comic-Geschichte zu lesen macht richtig viel Spaß. Und der Gedanke, es einmal selbst zu versuchen, in seinem ganz eigenen Comic-Stil, der ist schon sehr reizvoll und überhaupt nicht mehr weit weg.
Also etwas Mut und los geht es.

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Wie man ein Comic entstehen lassen kann, originell in Comic-Form

Rezensionen von melanie82:

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Vergangenheit, die man nicht abschütteln kann

The Exes von Leodora Darlington

Die Grundidee ist originell: Eine Frau, deren Ex-Partner alle tot sind – und die selbst nicht genau weiß, welche Rolle sie dabei gespielt hat. Der Roman startet fast wie eine Beziehungsstory, entwickelt sich aber schnell zu einem psychologischen Thriller, in dem Erinnerungen, Schuld und Wahrheit ständig gegeneinander arbeiten.

Natalies Vergangenheit mit toxischen Beziehungen, verdrängten Erlebnissen und großer Sehnsucht nach einem sicheren Leben macht sie gleichzeitig verletzlich und unberechenbar. Durch die Wechsel zwischen Gegenwart und Rückblicken setzt sich die Geschichte nach und nach zusammen – und genau das erzeugt diesen starken Sog.
Das Besondere an dem Buch ist die Mischung aus Spannung und emotionaler Tiefe. Es geht nicht nur um die Frage, was passiert ist, sondern auch darum, wie Beziehungen Menschen prägen, wie Manipulation funktioniert und ob man sich von der eigenen Vergangenheit lösen kann.
Kurz gesagt: Ein düsterer, wendungsreicher Thriller mit einer komplexen Hauptfigur, der weniger auf Schockmomente setzt als auf psychologisches Knistern – und genau das macht ihn aus.

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Vergangenheit, die man nicht abschütteln kann

Rezensionen von wolkenbücherwelt / Mythynk:

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Freiheit. Rebellion. Wenn ein Vogel nicht fliegen darf.

To Cage a Wild Bird von Brooke Fast

„Ich schätze, wer so närrisch ist, einen wilden Vogel einzusperren, sollte nicht damit rechnen, dass der Vogel im Käfig singt.“

Bewusst habe ich diesmal zu einer Dystopie gegriffen - und ja: Das Genre darf doch gerne öfter bei mir einziehen.

Die Grundidee rund um das Leben in Dividium, Raven und das Haftanstalt-Setting hat mich sofort abgeholt.

Diese düstere, bedrohliche Atmosphäre gerade von den tödlichen Spielen - die das Gefühl von Überleben um jeden Preis und alle gegen alle hervorruft - hatte definitiv Sogwirkung. Somit war ich schnell in der Geschichte drin und habe das Buch die Tage auch nicht aus der Hand legen können.

„Alle Verbrechen stören die Ruhe. Und Unruhe führt zu Chaos, Chaos führt zu Krieg.“

Raven als Kopfgeldjägerin bringt eigentlich fast alles mit, was ich an starken Protagonistinnen bevorzuge ... und doch hätte ich mir ihr toughes, abgeklärtes Auftreten an manchen Stellen noch viel präsenter gewünscht. Ihre überspielte Angst wurde zwar glaubwürdig eingebaut, aber gerade in entscheidenden Momenten hätte ich mir mehr Konsequenz oder Schärfe gewünscht.

Denn was mir insgesamt etwas gefehlt hat, war Tiefe. Die Welt, das System, die verschiedenen Gesellschaftsschichten, die Dynamiken - da steckt so viel Potenzial drin, dass ich mir wirklich 200 Seiten mehr gewünscht hätte, damit alles wirklich Raum bekommt. Ich wollte so viel mehr wissen, viel mehr Einblick, viel mehr verstehen.
Gerade das dystopische Setting hätte für mich noch stärker ausgearbeitet werden dürfen, auch wenn wir bisher „fast nur“ das Gefängnis erlebt haben. Für komplette Genre-Neulinge ist das aber sicher ein guter Einstieg - wer allerdings schon viele Dystopien gelesen hat, könnte hier an der einen oder anderen Stelle merken, dass es nicht ganz so tief geht und manches doch etwas vorhersehbar bleibt. Aber da es bisher Band 1 war, hoffe ich sehr, dass Brooke Fast in den weiteren Bänden mehr von der Welt offenbart und tiefere Einblicke gewährt!

Jedenfalls war der Romance-Anteil für mich etwas dominanter als erwartet. Ich hätte mir hier tatsächlich weniger „sofort“ und mehr Slow Burn gewünscht - gerade im ersten Band und in einem so gefährlichen Setting, in denen unsere Charaktere überleben müssen. Also weniger Fokus auf Romantik, mehr auf Überleben, Intrigen, Planung, andere Häftlinge und die Rebellion hätte für mich die Spannung noch intensiver gemacht.

Und trotzdem: Ich hatte wirklich gute Lesestunden mit dem Auftakt. Ich habe mich absolut nicht gelangweilt - vielleicht ab und an die Stirn gerunzelt und wollte eingreifen, unsere Protagonistin doch gerne mal leicht schütteln - aber ich musste weiterlesen!

Das Ende öffnet für mich nun viele Richtungen und birgt (hoffentlich) einiges an dramatischem Potenzial für den zweiten Band.

Für zwischendurch und als Einstieg ins Genre würde ich das Buch definitiv empfehlen. Wer jedoch eine sehr komplexe, politisch tiefgehende Dystopie erwartet, sollte die Erwartungen etwas anpassen - oder auf die weitere Entwicklung der Reihe warten.

Gute 3,5 von 5 Sternen - mit leichter Tendenz zur 4 - gibt es von mir.
Und Band zwei steht trotzdem schon auf meiner Wunschliste - ich hoffe sehr, dass das Warten darauf nicht allzu lange dauert!

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Freiheit. Rebellion. Wenn ein Vogel nicht fliegen darf.

Rezensionen von ekiam:

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Ein drachenstarkes Abenteuer für Leseanfänger

Spekulatius, der Weihnachtsdrache. Spekulatius und Plusminus, der Mathedrache von Tobias Goldfarb

Der beliebte Weihnachtsdrache Spekulatius erlebt in diesem tollen Erstlesebuch ein spannendes Abenteuer in der Schule. Dort trifft er auf den Mathedrachen Plusminus, eine Handpuppe, wie sie vielen Grundschülerinnen und Grundschülern vertraut sein dürfte. Plusminus unterstützt die Kinder beim Rechnen, doch nach der Pause ist er plötzlich verschwunden.

Natürlich macht sich Spekulatius sofort auf die Suche nach ihm.

Die Geschichte ist in sechs angenehm kurze Kapitel gegliedert, die sich gut für erste selbstständige Leseerfolge eignen. Die Sätze sind überwiegend kurz und leicht verständlich formuliert und damit dem Lernniveau angepasst. Ganz nebenbei vermittelt die Geschichte rund um den Mathedrachen auch spielerisch erstes Mathewissen.
Eine besondere und sehr charmante Herausforderung für Erstleser ist Spekulatius’ lustige Sprechweise. Er liebt nämlich die „Speckistaben“ ä, ö und ü und ersetzt damit gerne die entsprechenden Vokale. So werden gerade die Umlaute, die vielen Leseanfängern noch Schwierigkeiten bereiten, mit einem Augenzwinkern zusätzlich geübt.
Die farbenfrohen Illustrationen ganz im Stil der Bilderbücher rund um Spekulatius greifen viele Situationen aus dem Schulalltag auf und unterstützen das Textverständnis auf ansprechende Weise.

Ein rundum gelungenes Erstleserbuch, das mit einer spannenden Geschichte, liebevollen Illustrationen und einem spielerischen Lerneffekt begeistert.

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Ein drachenstarkes Abenteuer für Leseanfänger

Rezensionen von MadameMauve :

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Eindrückliches Gesamtbild

Real Americans von Rachel Khong

Der Roman "Real Americans" von Rachel Khong überzeugt weniger durch seine spektakuläre und unerwartete Handlung, sondern durch seine starke Figurenzeichnung und seine gelungene sprachliche Komposition. Khong hat den Roman in einer zurückhaltenden und klaren Sprache verfasst. Mit kleinen Details erzeugt sie immer wieder aufs Neue eindrückliche Stimmungen.

Die verschiedenen Erzählperspektiven sind nicht nur durch ihre Handlung, sondern auch durch ihre Erzählsprache gut unterscheidbar und durch ihre eigene Charakteristik lebendig. Inhaltlich ergänzen sich die einzelnen Handlungsabschnitte überzeugend und erschaffen in ihrer Verknüpftheit und Verbundenheit ein starkes und eindrückliches Gesamtbild. "Real Americans" ist ein Roman, der ohne Abstriche zu überzeugen weiß und lange im Gedächtnis bleibt.

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Eindrückliches Gesamtbild

Rezensionen von _Le4_:

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Gut geschrieben nur nicht mein Fall

Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen von Christien Brinkgreve

Der Mann der Hauptcharakterin ist verstorben. Beim Ausräumen des gemeinsamen Hauses rechnet sie mit ihrer Beziehung ab. Wo hat ihr die Beziehung geholfen? Wo hat sie dadurch Einschränkungen erlebt? Und mit jedem Schatz und jedem bisschen Müll, die sie findet, legt sie mehr Erinnerungen frei.

Das Buch setzt sich sehr realistisch und ehrlich mit dem Thema Trauerarbeit auseinander.

Es ist nicht alles brav in fünf Phasen unterteilt und dann fühlt man sich danach erleuchtet.
Die Hauptcharakterin muss ihr ganzes Leben noch einmal betrachten. Sie schaut sich an, wie sie trotz des progressiven und akademischen Haushalt, in dem sie lebt, den Hauptteil der Care-Arbeit übernehmen muss. Es wird klar, dass ihre Beziehung zu ihrem Mann zwar von Faszination aber auch einer tiefen Missgunst bestimmt ist. Ihre Gefühle wurden über Jahrzehnte hin untergraben und ignoriert.
Die Gedanken, die im Buch festgehalten sind, sind sehr feministisch und durchaus interessant. Die Hauptcharakterin hat ein unfassbar faszinierendes Leben gelebt.
Dennoch war das Buch leider nicht ganz mein Fall. Zum einen gab es einige esoterische Aspekte, die zwar nicht gravierend waren, aber so gar nicht meinen Geschmack getroffen haben. Und dann war es leider so, dass sich dieses Buch für mich sehr gezogen hat. Das Buch umfasst nur knapp zweihundert Seiten, doch es hat sich angefühlt, als würde ich Ewigkeiten daran lesen.

Trotz interessanter Themen war mir das Buch zu repetitiv und langwierig. Ich kann es aber durchaus Menschen empfehlen, die gerade selbst auch Trauer durchleben. Vor allem wenn der betrauerte Mensch sehr ambivalent war.

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Gut geschrieben nur nicht mein Fall

Rezensionen von Phija:

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Meine neue Lieblingsreihe!

Lightfall 1: Das verlorene Licht von Tim Probert

Als ich "Lightfall - Das verlorene Licht" zum ersten Mal in die Hand genommen hatte, hatte ich das Gefühl, dass es etwas Besonderes sein würde. Ich war fast schon nervös, ob die Geschichte mit dem positiven ersten Eindruck mithalten könnte. Aber das kann sie!

Gleich zu Beginn treffen wir auf unsere sympathische Hauptfigur Bea, welche der Welt eher etwas unsicher und ängstlich begegnet.

Ergänzt wird sie durch Cad, einen eher mutigen, aber etwas einsamen Galdurier. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach Beas Großvater, einem etwas vergesslichem Zauber-Eber. Dabei kämpfen sie gegen viele äußerliche Gefahren aber auch gegen die eigenen Ängste. Die Geschichte wird dabei durch wenige Worte, dafür aber umso atemberaubendere Zeichnungen erzählt. Also wirklich, alleine die Zeichnungen zu betrachten, ist einfach purer Spaß.
"Lightfall" bietet dabei einen echt niederschwelligen Einstieg in das Fantasy-Genre. Und das nicht nur für Kinder - auch Erwachsene werden dabei wirklich ihren Spaß haben.

Eine wunderschöne Welt, liebevolle Charaktere und atemberaubende Zeichnungen - damit hat sich "Lightfall" direkt in mein Herz geschlichen. Ich kann jetzt schon den zweiten Band kaum erwarten.

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Meine neue Lieblingsreihe!

Rezensionen von stina23:

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Aus dem Funken wird ein Feuer

Funkenschwestern von Barbara Blaha

Barbara Blaha schafft es in ihrem Buch den Funken überspringen zu lassen. Obwohl es eigentlich ein Sachbuch ist, ist ihre Art zu schreiben sehr einnehmend. Der Text liest sich flüssig, denn sie erzählt eine Geschichte, die Geschichte des Feminismus und sie erzählt auch Geschichten. Geschichten rund um den Feminismus, oft auch direkt aus ihrem Erleben.

Diese Mischung ließ mich immer interessiert und aufmerksam bleiben, sodass ich das Buch beinahe ohne Weglegen durchgelesen habe. Die Autorin vermittelt Fakten, Zahlen, verweist auf viele Studien und andere AutorInnen. Die vielen Informationen verbindet sie harmonisch und schafft so ein Buch, das, so wie sie das selbst schreibt, ein Feuer entfachen kann. Ein Feuer dafür, das Patriachat, in dem wir alle leben, in seinen vielen, oft aus alter Gewohnheit schon unsichtbar gewordenen Facetten zu erkennen, zu beleuchten, zu hinterfragen und vor allem hinter uns zu lassen und zu einem neuen Ufer aufzubrechen, in dem wir alle gleichberechtigt sind. Wie Johanna Dohnal es ausdrückte: „…in eine menschliche Zukunft“.
Mich hat Barbara Blaha mitgerissen und mir gezeigt, dass ich mit meinen Ansichten nicht allein bin. Sie bestärkt die Menschen, die Veränderung voranzutreiben, mit viel Kraft, Mut und Nachsicht. Durch den Blick zurück, veranschaulicht sie, wie weit wir schon gekommen sind und wie viel Menschen vor uns schon geleistet haben und motiviert damit, den Feminismus immer weiterzutragen. Ich fühlte mich beim Lesen bestärkt durch ihre kraftvollen und energiegeladenen Worte und bin dankbar, dass es eloquente Menschen wie sie gibt, deren Worte man sich leihen kann.

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Aus dem Funken wird ein Feuer

Rezensionen von Phija:

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Ein Buch das Frühlingsgefühle weckt!

Botanic Hearts von Melanie Sweeney

Wie wichtig sind freizugängliche öffentliche Einrichtungen für dich? Bisher habe ich mir selbst da nie wirklich groß Gedanken drüber gemacht. Den Park bei mir um die Ecke nutze ich gerne, aber die städtische Bibliothek? Dort war ich schon seit Jahren nicht mehr. In "Botanic Hearts" (übersetzt von Christiane Steen) geht es um Tansy, die Leiterin einer Bibliothek, und um Jack, den Manager eines Botanischen Gartens, die durch die Verwüstungen eines Hurricanes gezwungen sind, miteinander zu arbeiten.

Denn beide sind sich bewusst: Ihre Einrichtungen sind essenziell für die Gesellschaft und müssen unbedingt erhalten und wiederaufgebaut werden.

Ich hatte wirklich nicht damit gerechnet, dass mich dieses Buch über so vieles nachdenken lassen würde. Aber das hat es. Durch dieses Buch habe ich ein völlig neues Verständnis dafür gewonnen, wie Gemeinschaft entstehen und funktionieren kann, welche Auswirkungen Katastrophen auf den Einzelnen und zugleich auf das Miteinander haben und wie Neopronomen sinnvoll verwendet werden. Und ich bin ehrlich: Das hatte ich bei so einem locker-leichten Buch einfach nicht erwartet.

Das Setting war wirklich eine 10/10! Wenn ich könnte, würde ich diesen Ort nachbauen. Genauso würde ich mir jede, wirklich ausnahmslos jede Figur aus diesem Buch in meinem Leben wünschen. Nicht nur Tansy und Jack wirken total lebendig, auch alle Nebenfiguren sind totale Mäuse, die alle ihre ganz eigene Geschichte haben. Die Liebesgeschichte - nicht zu schnell und perfekt spicy! Lediglich mit dem Schreibstil hatte ich ab und an etwas zu hadern. Da hatte es bei mir etwas gedauert, bis ich da reingekommen bin, und bis zuletzt brachten mich immer wieder einige Sätze zum Stolpern.

Für mich war das Buch tatsächlich eine totale Überraschung. Ich dachte nämlich, ich nehme einfach ein seichtes Buch in die Hand und lasse mich berieseln. Es war zwar auch eine cozy Geschichte, die mir jedoch wirklich nachhaltig so viel mehr mitgegeben hat, als ich es hier benennen könnte. Ich habe mir jetzt auf jeden Fall vorgenommen, meiner Bibliothek mal wieder einen Besuch abzustatten!

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Ein Buch das Frühlingsgefühle weckt!