Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Anno:
Faszinierende Dunkelheit
Nachts am Teich von Sophia Kimmig
Wunderschön, dieses Buch. Was muss das für ein Erlebnis für die kleine Mara gewesen sein, mit ihrem Opa die Dämmerung und die Nacht am Teich zu erleben. Man wäre am liebsten selbst dabei; oder noch besser, hätte Kind und Kegel gepackt und ein ähnliches Abenteuer erlebt.
Die Geschichte in diesem Buch ist so ruhig wie eindrucksvoll.
Maras Opa zeigt ihr die Spuren und Tiere am Teich und die Besonderheiten der Nacht. Und Mara fragt sich ob sie die Tiere des Tages und die der Nacht wohl kennen?
Ich fand es ganz wunderbar mitzuerleben wie Mara diese besondere Nacht mit ihrem Opa erlebt. Meine Kinder lieben selbst die Natur und man hat deutlicher gemerkt, wie der Funke während des Lesens auf sie übersprang. Die Bilder im Buch sind recht dunkel gehalten und vom Stil her etwas verschwommen- man erkennt es bereits am Cover- und nicht immer zeigt sich sofort was sich in ihnen verbirgt. Und auch das beeindruckte mich hier ungemein. Denn je länger man die Bilder betrachtet, desto mehr entdeckt man. Eben so, als würde man selbst in die Nacht hinein lauschen. Man holt sich mit diesem Buch tatsächlich etwas die Nacht ins Haus!
Angst bereitet es nicht, nein es weckt die Neugier. Und wer vom Vorlesen allein noch nicht genug hat, findet im Anhang sogar noch Suchaufträge.
Rezensionen von Anna625:
Nichts passiert
Melken von Sanna Samuelsson
Nach der Trennung von ihrer Freundin steigt Ellen in ihr kaputtes Auto und fährt raus aufs Land in das kleine Örtchen, in dem sie als Kind gelebt hat. Sie betritt ihr Elternhaus und verbringt dort Tag um Tag - obwohl das Haus längst nicht mehr ihrer Familie gehört. Da die neuen Besitzer jedoch gerade in Urlaub sind und sie selbst einst so viele Jahre hier verbracht hat, sieht Ellen sich im Recht.
Dann taucht Max auf, ihr Nachbar aus Kindertagen, und Ellen denkt zurück an damals, als ihrer Familie noch ein Milchbetrieb gehörte und sie und Max die einzigen beiden richtigen Bauernkinder in ihrer Klasse waren.
Ohne wirklichen Faden folgen wir Ellen, deren Gedanken mal hierhin, mal dorthin schweifen. Sie blieb mir als Protagonistin fremd; zwar scheint ihr Wunsch nach einer Heimkehr auf den ersten Blick nachvollziehbar, dann aber irgendwie auch wieder nicht, wenn immer offensichtlicher wird, dass sie dieses Anders-Sein als Kind eigentlich stets als Last empfunden hat - die matschigen Schuhe, der weite Schulweg, der ständige Mist-Geruch, der sie auf all ihren Schritten begleitet hat. Noch unverständlicher blieb mir ihr Handeln - einfach in ein "fremdes" Haus eindringen und sich dort einrichten, die Kleidung der ihr völlig unbekannten Besitzer tragen? Ihren Kühlschrank leeressen, ihr Sofa vollkrümeln? Ich weiß ja nicht.
Hinzu kommt, dass am Ende des kurzen Romans eigentlich nichts passiert ist. Man wartet vergeblich auf irgendeinen Twist, irgendeine Erkenntnis, doch am Ende verläuft sich die Geschichte einfach.
Rezensionen von Anno:
Erneut hervorragend
Noch mehr Almbackbuch-Rezepte von Lutz Geißler
Nachdem ich vom ‚großen‘ Almbackbuch schon so begeistert war, musste ich dessen Nachfolger oder besser, die Ergänzung unbedingt auch haben. Und ich wurde auch davon nicht enttäuscht. Das Format des Buchs ist das selbe. Optisch reihen sich die beiden also gut nebeneinander ein. Aber auch der Inhalt setzt sich im Grunde nahtlos fort und vervollständigt das große Werk ganz wunderbar.
Auf Grundlagen zur Brotherstellung und weiter Geschichten von der Kalchkendlalm wurde nun aber zu Gunsten von 44 neuen Rezepten verzichtet. Ich hab eigentlich recht gern über die Alm und die Mitwirkenden gelesen, kann aber die Entscheidung dagegen natürlich verstehen. Dieses Buch ist deutlich handlicher, aber im Preis auch erschwinglicher, doch genauso hochwertig in der Optik. Die altbewährten wunderbaren Fotografien sind auch hier wieder zu finden, genauso wie die ausgeklügelte Darstellung der Rezepte samt Infoleiste und Planungsbeispiel. Und wieder darf man sich auch auf eine Mischung aus Broten, Kleingebäck und Feingebäck freuen. Es wird mit Lauge gearbeitet und Blätterteig hergestellt, aber auch rustikale Brote kommen nicht zu kurz. Die Teige werden lang geführt, enthalten nun aber immer wieder etwas speziellere Zutaten (Kartoffel, Banane, Bier/Biertreber oder auch Saaten und Kräuter). Und der Norden hält auch mehr und mehr Einzug (Hamburger Franzbrötchen, Kaneelbrötchen), was einen schönen Querschnitt durch die Brotbackkunst ergibt. Selbst ein sehr leckeres Fladenbrotrezept findet sich darunter, ein veganes Brezenrezept und Bienenstich. Das Bierbrot hätte ich auch sehr gern gebacken, aber hier fehlte mir leider der Zugang zum besagten Treber. Generell aber bin ich wieder sehr begeistert von den Rezepten. Seit ich diese beiden Almbücher besitze, konnte ich meine Fähigkeiten und mein Repertoire deutlich ausbauen.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Vielschichtige und differenzierte Betrachtung eines aktuellen Phänomens
Bullshit mit Blümchenkleid von Barbara Haas
Barbara Haas ist eine österreichische Journalistin und Podcasterin. In diesem Buch widmet sie sich einem spannenden Phänomen des aktuellen Zeitgeistes: den sogenannten "Tradwives": reichweitenstarken Influencerinnen, überwiegend aus dem englischsprachigen Raum, die inszeniert durch aufwendig produzierte Bilder und Videos das inszenieren und propagieren, was sie als traditionelles Hausfrauenleben verkaufen.
Dabei gelingt es der Autorin sehr gut, mit dem schönen Schein aufzuräumen: hinter dem hübsch inszenierten Social-Media-Auftritt steckt hochprofessionelle Arbeit und meist ein Unterstützungsteam. Mit einem tatsächlichen Leben ausschließlich als Hausfrau und Mutter hat das wenig zu tun, somit wird scheinheilig für etwas geworben, das man selbst so nicht lebt.
In den verschiedenen Kapiteln zeigt die Autorin klug und sorgfältig recherchiert die Hintergründe der Tradwives-Bewegung auf: sie zeigt anhand geschichtlicher Entwicklungen, dass die nur auf Haushalt und Kindererziehung fokussierte Frau menschheitsgeschichtlich insgesamt betrachtet immer ein Randphänomen gewesen ist und beschreibt die christlich-konservativ und meist politisch dem rechten Spektrum zugehörigen Hintergrundmilieus der Bewegung.
Auch die Geschichten einzelner erfolgreicher Influencerinnen in diesem Bereich, kritisch betrachtet, sind Thema des Buches, genauso wie jene von Frauen, die aus dem Milieu ausgestiegen sind und darüber berichtet haben. Sehr gut gefallen hat mir, dass auch darauf eingegangen wird, welche problematischen gesellschaftlichen Tendenzen - etwa der unrealistisch überhöhte Anspruch an Frauen, in absolut allen Lebensbereichen glänzen zu müssen - dazu beitragen können, dass die Tradwives von manchen jungen Frauen als durchaus attraktives Ausstiegsszenario angesehen werden.
Eine besondere Bereicherung in dem kurzen, aber inhaltsvollen, Büchlein ist auch das Interview mit der Mutter der Autorin, die sie ironisch "Tradwife 1.0" nennt, da sie in der Landwirtschaft gearbeitet und daneben eine große Kinderschar groß gezogen hat. Die kluge und lebenserfahrene ältere Frau hat einen pragmatisch-nüchternen Blick auf das Zeitgeistphänomen.
Insgesamt ist der Autorin mit diesem Buch eine unterhaltsame und zugleich lehrreiche Aufarbeitung eines aktuellen Social-Media-Trends und seiner Schattenseiten gelungen. Ich kann das Werk allen, die sich dafür interessieren, sehr empfehlen: es liest sich schnell und leicht, und dabei lernt man so einiges Neues und bekommt interessante neue Denkanstöße, auch dafür, wie wir eine für alle, aber insbesondere für Frauen, attraktive Gesellschaftsvision gestalten könnten, in der es solche Ausstiegssehnsüchte nicht mehr braucht.
Rezensionen von Anno:
Verständnis und Beziehung für ein harmonischeres Miteinander
Redet nicht. Räumt nicht auf. Lieb ich trotzdem. von Inke Hummel
Die Pubertät ist eine schwierige Lebensphase- für Jugendliche sowieso, aber auch für uns Eltern. Beginnt man diese Ausnahmesituation jedoch zu verstehen und dem Heranwachsenden mit einem zugewandten Blick zu begegnen, kann sich bereits vieles verändern, was das Zusammenleben vermeintlich so kompliziert macht.
Jungs sind nämlich gar nicht so schlecht wie ihr Ruf und manchmal feinfühliger, als wir es von ihnen erwarten und oft auch einfach selbst mit sich überfordert. Kein Wunder, wenn der gesamte Körper einer Großbaustelle gleicht.
Kritik und Druck sind da eher unangebracht und bewirken doch nur Auflehnung. Dabei wünschen wir uns doch eigentlich alle eine gute Beziehung zu unserem Kind.
Dieses Ratgeber setzt genau hier an und erklärt Eltern warum ihr Sohn plötzlich so tickt wie er nunmal tickt, was sich gerade in seinem Körper und was ihn beschäftigt. Inke Hummel gibt aber auch wertvolle Tipps zum Umgang mit Situationen und relativiert so manche elterliche Sorge. Der Ton des Buchs ist durchgehend sehr positiv und dem Teenager zugewandt. Er konzentriert sich eher auf das harmonisches Miteinander als an medizinischen Fakten, was mir grundsätzlich sehr gefiel, trotzdem hätte ich mir bei manchen Themen einen etwas tieferen Umgang gewünscht, der auch Gefahren und Probleme deutlicher angesprochen hätte.
Rezensionen von Kwinsu:
Hörbuch: angenehm erzählt, solide Geschichte
Minnesota von Jo Nesbø
Bob Oz ist ein typischer Verlierer: nach dem Tod seiner Tochter zerbrach seine Ehe und er griff zu der mutmaßlich einzigen Rettung: dem Alkohol. Bei seinen Kollegen ist er nicht sonderlich beliebt, trotzdem versucht er seinen Job als Ermittler irgendwie über die Bühne zu bekommen, auch wenn seine Motivation endend wollend ist.
Trotzdem er degradiert wurde, kann er es nicht sein lassen und mischt sich in eine Mordermittlung ein, deren Ausgang auch er höchst unerwartet findet.
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich zwar nordische Kriminalromane und Thriller liebe, ich mich aber nie sonderlich mit Jo Nesbo anfreunden konnte - ohne genau zu wissen, weshalb mich seine Bücher nie so wirklich catchen konnten. Dass er sein Handwerk versteht, beweisen nicht nur seine Verkaufserfolge, sondern auch dieses Buch - wohl der Start einer Reihe, die ihren Mittelpunkt in einem beliebten Ziel norwegischer Auswanderer hat: Minnesota. Er verschafft den handelnden Figuren einen besonderen Schliff, sie sind nicht sonderlich sympathisch, trotzdem hat ob ihrer Schicksalsschläge Verständnis und sie wirklich allesamt recht authentisch und nachvollziehbar.
Es gibt unterschiedliche Perspektiven und die Erzählungen springen zwischen den Jahren 2016 und 2022. Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und da habe ich mir sehr schwer getan mitzubekommen, in welchem Jahr wir uns nun befinden, das mag aber auch daran liegen, dass ich erst seit kurzem Hörbücher höre und noch nicht so wirklich konzentriert zuhören kann, denn eigentlich werden die Jahreszahlen angeführt. Das Hörbuch ist mit über 12 Stunden auch recht lang, aber der Sprecher - David Nathan - erzählt die Geschichte wirklich sehr einnehmen und es macht Spaß seiner angenehmen Stimme zuzuhören.
Trotzdem die Geschichte abwechslungsreich und durchaus spannend war, habe ich auch durch "Minnesota" meine Liebe für Nesbo nicht entdeckt. Das Buch wirkt auf mich klassisch konstruiert, ich hatte den Täter schon bei seinem ersten Auftritt in Verdacht. Die Hintergründe für seine Tat scheinen moralisch legitim zu sein, es schwingt viel Gesellschafts- und Politikkritik mit - durchaus zurecht. Vermutlich konnte mich aber das Setting in den USA nicht sonderlich einnehmen, auch wenn immer wieder Bezüge zu Norwegen geschaffen werden. Trotzdem kann ich mit dieser Waffenaffinität nichts anfangen und ich lese lieber Krimis und Thriller aus Skandinavien, wo nicht die ganze Zeit herumgeballert wird - aber das ist sicher auch Geschmackssache. Ich hatte auch schon die Leseprobe von "Minnesota" gelesen und was mir da schon negativ aufgestoßen ist, ist das Eingangszitat einer Textzeile von Rammstein. Ich weiß ja nicht, wieviel der Autor von abartigen Ausschweifungen des Leadsängers mitbekommen hat, aber diese Band zu zitieren, finde ich mehr als unangebracht.
Mein Fazit: Das Hörbuch von "Minnesota" ist durch die angenehme Stimme des Erzählers eingängig zu hören und die Geschichte weißt einen fundierten Spannungsbogen auf. Für meinen Geschmack war sie trotzdem recht vorhersehbar und zu US-amerikanisch. Es bietet aber trotzdem eine gute Unterhaltung und ist halt auch sehr geschmacksabhängig.
Rezensionen von stomic:
Ein kurzweiliger Roman über Freundschaft und Karma
Zweimal Karma und zurück von Christiane Köhn-Ladenburger
Stell dir vor, du reist nach Indien und lässt dir in einer Palmblattbibliothek dein Schicksal voraussagen – und die Prophezeiung gefällt dir gar nicht. Was tust du? Genau mit dieser Frage hat mich Christiane Köhn-Ladenburger von der ersten bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen.
Die Protagonistinnen Anne und Cathy lernen sich in Indien kennen und besuchen gemeinsam die sagenumwobenen Palmblattbibliotheken – eine uralte indische Tradition, bei der das Schicksal einzelner Menschen auf Palmblättern aufgezeichnet sein soll.
Beide erhalten dort eine Prophezeiung, die ihr Leben auf den Kopf stellen könnte. Zurück in Deutschland gehen sie damit aber völlig unterschiedlich um – und bleiben sich dabei als Freundinnen trotzdem nah.
Genau dieses Nebeneinander zweier so verschiedener Charaktere macht den Roman so besonders. Man begleitet beide Frauen hautnah durch ihre Entscheidungen, zweifelt mit ihnen, fiebert mit – und fragt sich dabei ständig, was man selbst an ihrer Stelle tun würde.
Das Thema der Palmblattbibliotheken hat mich persönlich so fasziniert, dass ich nach der Lektüre sofort angefangen habe zu recherchieren und darüber nachgedacht habe, was wohl in meinem Palmblatt steht, doch will ich es wirklich wissen?
Dieser mystische indische Hintergrund gibt dem Roman eine ganz besondere Tiefe – ohne je schwer oder esoterisch zu wirken.
Christiane Köhn-Ladenburger schreibt locker, flüssig und mit viel Gefühl. Man gleitet durch die Seiten, ohne es zu merken. Ein Buch, das ich wirklich jeder Leserin empfehlen kann – absolute Leseempfehlung!
Rezensionen von Bibibabby:
Spannend vom Anfang an!
Witch of the Wolves: Halbmond Erbe von Kaylee Archer
Dieses Buches Ist viel spannender, als ich erwartete und hat mich von Anfang bis Ende in Atem gehalten!
Handlung: Cordelia ist eine hexe und wurde von ihrer Tante großgezogen. Eines Tages wird sie von ihrer Vater entführt und zu seinem Rudel gebracht, da dieser ein Werwolf ist. Dort wird von ihr erwartet, dass sie der Nachfolger ihres Vaters, Bishop Danvers, heiratet.
Die Handlung ist spannend und ziemlich komplex. Es gibt viele Ebenen von Konflikten und Verschwörungen, die die Heldin im Laufe des Buches aufdeckt. Die Wendung am Ende fand ich sehr unerwartet und eigentlich auch etwas unnötig traurig.
Der Schreibstil war im Großen und Ganzen in Ordnung, obwohl ich fand, dass die ersten Kapitel etwas zu viele Erklärungen enthielten. Es wirkt, als ob der Autor den Lesern nicht zutraute, die richtigen Schlüsse zu ziehen, und deshalb alles klarstellen musste. Das Buch lässt dem Leser keinen Raum zum Nachdenken, auch wenn es die perfekte Geschichte wäre, um über Machtdynamiken und den Kontrast zwischen den frauenzentrierten Hexen und den patriarchalen Werwölfen zu reflektieren.
Die Liebesgeschichte finde ich eher "unschuldig": Bishop ist ein weißer Ritter, der perfekte Partner, und es gibt keine düsteren (dark) Untertöne, die in den meisten Werwolfgeschichten vorhanden sind.
Spice: open door, explizite Szenen, auch wenn sie ihre Beziehung nicht komplet vollziehen.
Rezensionen von Petra:
Veränderungen
Mirabellentage von Martina Bogdahn
Anna ist die Pfarrhaushälterin, als Pfarrer Josef unerwartet stirbt. Steht sie vor der Frage ändert sich jetzt alles oder bleibt ihr Leben wie es war. Sie hat ihm mit der Gemeinde geholfen, sie waren seit ihrer Kindheit Freunde. Jetzt ist da ein letzter Wunsch und ein junger neuer Pfarrer der zudem aus dem Norden kommt, ganz entgegengesetzt wie der Ort Blumenfeld.
In kleinen Geschichten erzählt Anna von ihrem Leben, teilweise traurig, manchmal zum lachen, sie verbindet die Menschen, den Ort, das Leben. Aber ist das genug wenn sich auf einmal alles ändert?
Ich fand das erste Buch der Autorin "Mühlensommer" großartig. Bei diesem Buch hat sie noch einmal nachgelegt.
Anna ist eine Persönlichkeit die in sich ruht, trotzallem was in ihrem Leben nicht so gelaufen ist wie sie es sich vielleicht erträumt hat. Sie ist auf der einen Seite genügsam und auf der anderen hat sie aber noch Wünsche für die es noch nicht zu spät ist. Die Menschen in diesem Ort vertrauen ihr auf eine unaufdringliche Weise. Sie ist der elastische Kleber der die Gemeinschaft zusammen hält. So einen Menschen zu kennen, wenn auch nur fiktiv durch dieses Buch, bereichert für kurze Zeit.
Alle Figuren sind fein gezeichnet, sei es der bienenstichblonde junge Neuling der bei den dunklen Dorfbewohnern schon Vergleiche mit dem Papst hervor ruft. Auch wenn sie nur einen kurzen Auftritt haben, haben einige Figuren einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Man kann sich den Einfluss gut vorstellen den sie auch lange noch nach ihrem Tod hinterlassen.
Rezensionen von ekiam:
Süßer Slow Burn mit Friends to Lovers
Grumpy Darling von Alexandra Moody
Paige wurde noch nie geküsst und das will sie in ihrem Abschlussjahr endlich ändern. Doch schnell merkt sie, dass sie in Sachen Flirten noch etwas Nachhilfe braucht. Zum Glück hat sie den perfekten Coach: ihren besten Freund Grayson Darling. Der Eishockeyspieler ist für seine vernichtenden Blicke auf und abseits des Eises bekannt und offenbar auch der Grund, warum sich kein Junge traut, Paige anzusprechen, geschweige denn zu küssen.
Dann taucht jedoch Damien auf, ein Freund aus Kindertagen, der sich von Grayson so gar nicht einschüchtern lässt. Für Paige scheint er allein deshalb der ideale Kandidat für ihren ersten Kuss zu sein. Flirtcoach Grayson steckt nun plötzlich in einem Dilemma, denn eigentlich ist er schon lange selbst in Paige verliebt.
Grumpy Darling ist der zweite Teil der Darling-Devils-Reihe, lässt sich aber problemlos unabhängig lesen. Alexandra Moodys Schreibstil ist angenehm locker und flüssig; man fliegt förmlich durch die Seiten. Der Perspektivwechsel zwischen Paige und Grayson macht ihre Motive, Gedanken und Handlungen nachvollziehbar und sorgt dafür, dass man sich gut in beide hineinversetzen kann.
Die Chemie zwischen den beiden ist von Anfang an spürbar, ihre Dynamik ist großartig, und die Spannung steigert sich im Laufe der Geschichte immer weiter – ein perfekter Slow Burn, der genau das liefert, was man sich erhofft.
Auch die Nebenfiguren sind liebevoll gestaltet und tragen zur Entwicklung der Handlung bei. Mehrfach musste ich schmunzeln oder sogar laut lachen.
Einzig die Handlung rund um Paiges Zukunftsplanung hat mich zeitweise etwas gestört: Ihre Mutter war mir zu sehr darauf fixiert, während Paige selbst stellenweise etwas zu nachlässig wirkte.
Insgesamt ist Grumpy Darling eine gelungene Sports Romance ohne Spice, die vor allem Fans der Tropes „Friends to Lovers“, „He falls first“ und „Fake Dating“ begeistern dürfte und viele unterhaltsame Lesestunden verspricht.











