Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Odina:
Solide
Der Einsiedlersommer von Anne Sverdrup-Thygeson
In „Der Einsiedlersommer“ geht es um Eva Wist, die nach einem Verlust in ein Dorf in Vestfold zieht um den ausgestorben geglaubten Eremitenkäfer zu suchen. Dort lernt sie Olga kennen, die ihren alten Eichenwald vor einem Steinbruch schützen will. Durch die Begegnung mit ihr und der Natur findet Eva langsam aus ihrer Trauer zurück ins Leben.
Das Cover passt gut zum Titel und zur naturverbundenen Atmosphäre. Der Schreibstil ist flüssig, ruhig und teils melancholisch. Die wechselnde Erzählweise aus Evas und Olgas Sicht macht beide Frauen greifbar; jede hat ihre Eigenarten, beide empfand ich als sympathisch. Leider waren einige Passagen für mich zu langatmig und detailliert, wodurch mein Interesse zwischendurch nachließ. Auch wirkliche Überraschungen blieben aus. Insgesamt ist es ein solides Buch mit schöner Grundidee, konnte mich aber nicht ganz überzeugen.
Durchschnittlich
Maja & Natascha von Elyse Durham
„Maja & Natascha“ von der Autorin Elyse Durham erzählt von den Zwillingsschwestern Maja und Natascha, die in Leningrad vom Kirow-Ballett träumen. Als jedoch nur eine von ihnen nach Amerika reisen darf, wird aus ihrer engen Bindung ein harter Konkurrenzkampf. Das Cover passt gut zum Titel und der Schreibstil ist flüssig sowie bildhaft.
Besonders interessant waren die Einblicke in das sowjetische Ballett und die historische Zeit. Allerdings war die Handlung zwischendurch etwas langatmig, wodurch die Spannung etwas nachließ und ich nicht mehr gefesselt war. Die Charaktere sind zwar nachvollziehbar gestaltet, blieben für mich aber zu oberflächlich. Dadurch konnte ich keinen richtigen Draht zu den Schwestern aufbauen. Insgesamt ist das Buch ein eher durchschnittlicher, historischer Roman, von dem ich mir insgesamt mehr erhofft hatte.
Atemlose Spannung
Alles ihre Schuld von Andrea Mara
In „Alles ihre Schuld“ von Andrea Mara verschwindet Marissa Irvines vierjähriger Sohn Milo nach einem angeblichen Playdate spurlos. Die angegebene Adresse entpuppt sich als Falle und schnell kommen dunkle Geheimnisse und gefährliche Verdächtigungen ans Licht. Das Cover ist farbintensiv und ein echter Blickfang.
Es passt sehr gut zur spannungsgeladenen Atmosphäre der Geschichte. Der Schreibstil ist sehr flüssig und fesselnd. Ich war sofort in der Story gefangen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Besonders gefallen haben mir die verschiedenen Perspektiven der Protagonisten, die angenehme Kapitellänge und die Rückblenden in die Vergangenheit, die nach und nach neue Details offenbaren. Die Spannung ist von Anfang an hoch und bleibt es bis zum Schluss. Ich habe durchgehend mitgefiebert und mitgerätselt. Die Atmosphäre ist intensiv und beklemmend, dazu ist die Geschichte sehr wendungsreich und nie vorhersehbar. Mit Marissa habe ich sehr mitgefühlt, denn die Vorstellung, dass das eigene Kind verschwindet, ist einfach schrecklich. Auch Jennys Gefühl der Mitschuld wurde nachvollziehbar dargestellt. Das Ende hat mich komplett überrascht - damit hätte ich nicht gerechnet! Insgesamt hat mich dieser sehr gute Thriller definitiv überzeugt. Absolute Leseempfehlung!
Düstere Familiengeheimnisse
Eine zu viel von Samantha Hayes
„Eine zu viel“ von Samantha Hayes ist ein psychologischer Thriller über Connie, die ihre Familie nach dem Tod ihres Mannes Ray in eine abgelegene schottische Lodge einlädt. Doch Rays Testament enthüllt ein Geheimnis, das alte Konflikte neu entfacht und die Familie gefährlich spaltet. Der Schreibstil ist sehr flüssig und fesselnd.
Durch die abwechselnden Perspektiven der Protagonisten wird die Spannung kontinuierlich gesteigert. Cliffhanger und überraschende Enthüllungen sorgen dafür, dass man immer weiterlesen möchte. Connie und ihre Töchter wirken authentisch und vielschichtig. Ihre Handlungen und Gefühle sind gut nachvollziehbar, und nach und nach wird deutlich, dass jede von ihnen etwas verbirgt. Dadurch entstehen glaubwürdige Spannungen innerhalb der Familie. Insgesamt ist das Buch ein guter Thriller, der mit überraschenden Wendungen überzeugt.
Wunderschön
Ein Haus aus Salz und Tränen von Erin A. Craig
In "Ein Haus aus Salz und Tränen" von Erin A. Craig geht es um Annaleigh, die mit ihren verbliebenen Schwestern in einem alten Anwesen lebt. Nach dem Tod von vier Schwestern beginnt Annaleigh an den mysteriösen Umständen zu zweifeln. Sie beobachtet, wie ihre Schwestern heimlich zu geheimen Bällen gehen und ein geheimnisvoller Fremder tritt in ihr Leben.
Gemeinsam folgen sie einem Fluch, der sie in die Dunkelheit führt, wo Traum und Realität miteinander verschmelzen. Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft, was den Einstieg in die Geschichte erleichtert und die düstere Atmosphäre des Anwesens lebhaft vermittelt. Ich war sofort gefangen und flog durch die Seiten, da die Spannung konstant hoch bleibt. Besonders die geheimen Bälle, zu denen Annaleighs Schwestern heimlich gehen, verleihen der Erzählung einen mysteriösen und gruseligen Charakter. Ich habe Annaleigh sehr gerne begleitet, auch wenn ich nicht immer alle ihre Gedanken oder Handlungen nachvollziehen konnte. Auch ihre Schwestern runden das Gesamtbild ab. Morella hingegen war mir von Anfang an unsympathisch. Insgesamt ist das Buch eine wunderschöne Märchenadaption mit einem Hauch von Grusel, die ich sehr genossen habe.
Schwierig
Die Toten von morgen - Thriller (Berliner Schattenwelt 2) von Kim Koplin
„Die Toten von morgen“ von Kim Koplin handelt von Kommissarin Nihal Khigarian, die nach Berlin zurückkehrt und sofort in einen Mordfall verwickelt wird. Gleichzeitig holen sie ihre Vergangenheit und ihre Familie ein. Als Saad mit der kleinen Leila wieder auftaucht, gerät Nihal außerdem in einen gefährlichen Bandenkrieg.
Das düstere Cover passt gut zur Atmosphäre der Geschichte. Der Schreibstil war leider gar nicht meins, weshalb ich mich eher durch die Handlung gequält habe. Positiv fand ich die angenehm kurzen Kapitel. Die Spannung war für mich durchwachsen und konnte mich nicht richtig fesseln. Da ich den Vorgänger nicht kenne, fehlte mir wichtiges Hintergrundwissen, wodurch viele Zusammenhänge für mich schwer verständlich waren. Auch mit den Protagonisten wurde ich deshalb nicht warm, sie blieben für mich eher oberflächlich. Insgesamt hatte ich mir mehr erhofft. Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen.
Spannender Cyberthriller
Code Null. Dieses Spiel kennt keine Regeln von Florian Schwiecker
„Code Null“ von Florian Schwiecker ist ein moderner Thriller, der von einem Cyberangriff auf das Galileo-Satellitensystem erzählt. Die EU wird dabei von der Terrorgruppe „Timeout“ erpresst, die mit gefährlichen Ausfällen und weitreichenden Folgen droht. Um die Krise zu stoppen, soll die Künstliche Intelligenz KIM eingesetzt werden.
Doch schon bald stellt sich die Frage, ob KIM tatsächlich die Lösung ist oder am Ende selbst zu einer Gefahr werden könnte. Gleichzeitig gerät Charlie, die Entwicklerin der KI, ins Visier der Terroristen. Das Cover macht neugierig und passt mit dem auffälligen Auge sehr gut zum Thema des Buches. Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen: Er ist flüssig, rasant und fesselnd, sodass man schnell in die Geschichte findet. Die Kapitel werden aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, was für Abwechslung sorgt und die Spannung zusätzlich unterstützt. Durch die angenehme Kapitellänge lässt sich der Thriller zudem sehr gut lesen. Die Handlung bleibt über weite Strecken spannend und wirkt durch das aktuelle Thema erschreckend realitätsnah. An manchen Stellen empfand ich sie jedoch etwas langatmig, und einige Entwicklungen waren für mich ein wenig vorhersehbar. Deshalb hätte das Buch meiner Meinung nach stellenweise etwas kürzer und straffer sein können. Wer sich im IT-Bereich nicht besonders gut auskennt, könnte außerdem von den vielen Fachbegriffen teilweise überfordert sein. Die Figuren sind klar und übersichtlich dargestellt. Besonders Charlie war mir sympathisch, weil sie trotz ihrer Ecken und Kanten authentisch wirkt. Auch Lukas ergänzt die Geschichte gut und rundet das Figurenbild angenehm ab. Insgesamt ist das Buch ein guter, moderner Thriller mit einem spannenden und realitätsnahen Thema.
Dunkle Geheimnisse
Weil sie lügt von Caroline Seibt
In Caroline Seibts Thriller „Weil sie lügt“ geht es um das rätselhafte Verschwinden von Juli, den Verdacht gegen ihren Vater und den verzweifelten Versuch ihrer Schwester Anna, die Familie trotz Angst, Misstrauen und immer neuer Bedrohungen zusammenzuhalten. Das auffällige Cover ist farbintensiv gestaltet und macht sofort neugierig auf den Inhalt.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig, sodass man schnell in die Geschichte hineinfindet. Durch die wechselnden Perspektiven erhält man nach und nach einen immer tieferen Einblick in die Gedanken und Gefühle der verschiedenen Protagonisten. Dabei bleibt die Spannung von Beginn an spürbar und steigert sich im Verlauf der Geschichte immer weiter. Die bedrohliche Atmosphäre zieht sich durch das gesamte Buch und sorgt dafür, dass man beim Lesen ständig mitfiebert. Unerwartete Wendungen bringen immer wieder neue Fragen auf und machen die Handlung schwer vorhersehbar. Gerade die Verbindung aus packender Thrillerhandlung und emotionalem Familiendrama verleiht der Geschichte eine besondere Intensität. Anna ist eine Persönlichkeit, die sehr glaubhaft wirkt. Ihre Sorgen, Ängste und innere Stärke werden nachvollziehbar beschrieben. Insgesamt ist das Buch ein sehr guter Thriller, den ich gerne weiterempfehle.
Einfach toll
Akte Nordsee - Die letzte Predigt von Eva Almstädt
"Die letzte Predigt“ von Eva Almstädt war für mich der erste Krimi, den ich von der Autorin gelesen habe und ich bin sehr positiv überrascht! Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein Pastor, der tot im Watt gefunden wird. Als kurz darauf auch noch eine frühere Freundin verschwindet, gerät Niklas John zunehmend unter Verdacht.
Gemeinsam mit der Anwältin Fentje Jacobsen begibt er sich auf die Suche nach der Wahrheit und dabei kommen nach und nach immer mehr Geheimnisse ans Licht.
Das Cover passt sehr gut zum Titel und zur Atmosphäre des Buches und stimmt direkt auf eine düstere, geheimnisvolle Handlung ein. Auch der Schreibstil der Autorin hat mir ausgesprochen gut gefallen. Er ist flüssig, wunderbar bildhaft und lässt sich sehr angenehm lesen. Ich kam problemlos in die Geschichte hinein und wollte schon nach kurzer Zeit immer weiterlesen. Da ich die vorherigen Bände der Reihe nicht kenne, haben mir an manchen Stellen allerdings ein paar Informationen zu den Vorgeschichten der einzelnen Protagonisten gefehlt. Dadurch war nicht immer alles vollständig nachvollziehbar. Man kommt aber auch ohne Vorkenntnisse zurecht.
Die Spannung bleibt durchgehend hoch. Immer wieder gibt es neue Hinweise, Verdächtigungen und Entwicklungen, die dafür gesorgt haben, dass ich regelrecht durch die Seiten geflogen bin. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Figuren trotz ihrer Vielzahl klar und übersichtlich dargestellt werden. Man verliert nicht den Überblick und jede Figur fügt sich sinnvoll in die Handlung ein. Fentje Jacobsen mochte ich besonders gern. Ihre Gedanken und Empfindungen konnte ich sehr gut nachvollziehen und sie war mir von Anfang an sympathisch. Niklas John wirkte auf mich eher reserviert, aber keinesfalls unnahbar. Gerade diese etwas zurückhaltende Art machte ihn interessant und ließ Raum für Fragen und Entwicklungen. Insgesamt hat mir das Buch sehr schöne Lesestunden bereitet. Ich bin froh es gelesen zu haben und habe nun definitiv Lust bekommen weitere Bücher von Eva Almstädt zu entdecken.
Spannender Ostseekrimi
Strandopfer von Frank Goldammer
Der Krimi "Strandopfer" von Frank Goldammer erschien am 15. Mai 2026 im Rowohlt Verlag. Schon das Cover passt hervorragend zum Titel und zur düsteren Stimmung. In der Geschichte geht es um Ermittlerin Lena Schuldt, die an die Ostseeküste reist, um den Tod eines deutschen Touristen in Swinemünde aufzuklären.
Ein Bernstein im Mund des Opfers deutet auf mehr als einen Badeunfall hin. Als ein Mädchen verschwindet und ein weiterer Toter gefunden wird, geraten Lena und Kommissar Adam Krawczyk unter Zeitdruck. Der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig, bildhaft und angenehm zu lesen. Ich war schnell in der Geschichte angekommen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Spannung bleibt durchgehend hoch und immer wieder sorgen überraschende Wendungen dafür, dass man miträtselt und seine Vermutungen überdenkt.
Besonders gut gefallen hat mir die Darstellung der Protagonistin Lena Schuldt. Sie wirkt stark, mutig und entschlossen, auch wenn ich in einigen Situationen wahrscheinlich ganz anders gehandelt hätte als sie. Gerade das macht sie aber interessant und lebendig. Mit Adam Krawczyk wurde ich persönlich nicht ganz warm, was mich beim Lesen jedoch nicht gestört hat. Auch die Nebenfiguren sind klar und übersichtlich gezeichnet und fügen sich gut in die Handlung ein. Das Ende hat mich definitiv überrascht. Damit hatte ich so nicht gerechnet, was für mich ein großer Pluspunkt ist. Insgesamt ist das Buch ein gelungener, spannender Krimi mit einem Fall, der bis zum Schluss fesselt. Ich würde mich sehr über einen weiteren Band mit Lena Schuldt freuen.











