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Rezensionen von Nele33:

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Eher ein Krimi

Leichenblume von Anne Mette Hancock

Die Autorin Anne Mette Hancock hat mich Leichenblume ein spannendes Debut geschrieben.

Die Journalistin Heloise Kaldan bekommt Briefe von der seit Jahren gesuchten Mörderin Anna Kiel. Anna Kiel soll vor Jahren einen jungen Anwalt anscheinend ohne Motiv kaltblütig ermordet haben. Heloise die gerade ohne festen Auftrag ist, will sich die Chance einer guten STory nicht entgehen lassen.

Nur sind die Briefe leider sehr skryptisch verfasst, so dass Heloise keine wirklichen Anhaltspunkte findet. Zur gleichen Zeit bekommt Erik Schäfer, der damals ermittelnde Kommissar einen Hinweis darauf, dass Anna Kiel in Frankreich gesehen wurde. Auch Heloise wendet sich mit ihren Briefen an ihn.
Warum bekommt sie die Briefe, sie kennt Anne nicht? Gemeinsam entwickeln Erik und Heloise eine Strategie um Anne zu finden. Welche Rolle spielt Heloise Privatleben bei der ganzen Geschichte?

Mir ist der Einstieg in die Geschichte leicht gefallen. Die Autorin schafft es von der ersten Seite an eine Neugier auf das weitere Geschehen zu wecken und würzt dies noch mit der nötigen Prise Spannung. Die Charaktere werden gut eingeführt, es wird nicht zu viel von ihnen preisgegeben, so dass für die weiteren Bände noch ausreichend Möglichkeiten bestehen ein paar Ecken und Kanten zuzufügen.

Für mich war "Leichenblume" jedoch eher als Krimi einzustufen, da mir zu einem Thriller doch einige Elemente fehlten.

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Eher ein Krimi
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Langatmiger Einstieg

Der Mädchenwald von Sam Lloyd

"Der Mädchenwald" ist das Debut des Autors Sam Lloyd.

Die 12 - jährige Elissa lebt für den Schachsport und ist mit ihrer Mutter auf einem großem Tunier, in dem sie sich sehr gut geschlagen hat. In einer Pause des Tuniers verschwindet Elissa vom Parkplatz des Hotels in dem das Tunier stattfindet.

Der einzige Zeuge kann einen weißen Transporter beschreiben, mit dem Elissa entführt wurde. Die Polizistin Mairéad, die gerade mit harten eigenen Problemen zu kämpfen hat wird mit der Leitung der Ermittlungen betraut. Schnell wird klar, es handelt sich um denselben Entführer, der in den letzten Jahren schon mehrere Kinder entführt hat, keins ist wieder aufgetaucht.

Im anderen Strang wird Elissa immer wieder von Elijah in ihrem "Lebkuchehaus" besucht. Elijah, der sie Gretel nennt und selbst der Hänsel sein möchte. Ebenso möchte er Schach spielen lernen. Elissa versucht mit allen Mitteln die ihr zur Verfügung stehen aus ihrer Gefangenschaft zu entkommen.

In diesem Buch war nichts so wie es schien. Den Einstieg in die Geschichte empfand ich als sehr zäh und langatmig, aber irgendetwas hat mich doch so gefesselt, dass ich dieses Buch nicht aus der Hand legen konnte. Elissa ist als Charakter sehr gut gezeichnt, die Polizistin bleibt leider blass und ein wenig in ihrer eigenen Welt gefangen. Die Idee des Buches war gut und das Ende hat mich dann auch wirklich gefangen genommen und mit dem gesamten Buch versöhnt- darum gibt es von mir kanppe 4 Sterne.

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Langatmiger Einstieg
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Spannend

Die Hornisse von Raabe Marc

Mit "Die Hornisse" erscheint der 3. Band um Tom Babylon und sein Team des Autors Marc Raabe.

Gerade noch jubeln ihm tausende Fans auf der Berliner Waldbühne zu und nur wenige Stunden später wird der Rockstar Brad Galloway bestailisch ermordet aufgefunden. Als die Ermittlungen starten finden sie aufgrund Videos des Konzertes schnell eine Verdächtige, es handelt sich um Anna Toms Ehefrau.

Seine Welt steht Kopf und wird umgekrempelt. Warum war Anne auf dem Konzert, warum Backstage? Sie wird verhaftet und Tom vom Fall abgezogen- Er ermittelt weiter und versucht herauszufinden was wirklich geschehen ist. Schnell gerät auch er in Verdacht, die Indizienlage wird immer komplizierter.

Wie in den Bänden davor verwebt Marc Raabe auch hier wieder zwei Zeitebenen, Toms private Geschichte wird weiter erzählt.

Da ich die ersten beiden Bände um Tom Babylon gelesen habe, hatte ich keinerlei Probleme mit der Geschichte, die Vorbände sollte man gelesen haben, da hier im dritten Band die Fäden um Toms Vergangenheit zusammen laufen. Ohne die Vorgeschichte zu kennen, stelle ich es mir teilweise sehr verwirrend vor.
Die Story ist spannend und logisch weiter geschrieben und macht neugierig auf den nächsten Band.
Von mir gibt es gerne 4 Sterne.

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Spannend
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Spannung

Hexenjäger von Seeck Max

Hexenjäger des Autors Max Seek besticht durch das Cover und passendem Titel.

Der berühmte Autor Roger Koponen befindet sich im Rahmen seiner Lesung zu seinem Bestseller hunderte Kilometer von der heimischen Villa in Helsinki entfernt, als seine Frau Maria bestialisch ermordet wird.
Die finnische Kommissarin Jessica Niemi ermittelt und ist mit als erste am Tatort-ein Tatort des Grauens.

Die zweite bzw dritte Leiche lassen nicht lange auf sich warten. Das gruselige und grausame an diesen Morden ist die Nachahmung des Tathergangs: Es sind die Morde aus der Triologie des Autors Roger Koponen. Der Täter hält sich akribisch an den Details der Bücher fest. Im Laufe der Ermittlungen fällt auf, das die getöteten Frauen alle Jessica ähnlich sehen. Sie gerät immer weiter in einen Strudel aus Besessenheit und Unglauben. Immer wieder begibt sie sich gedanklich nach Venedig, in dem sie eine prägende Begegnung hatte, der erste Wechsel geschieht allerdings so abrupt. dass ich dachte es würden Seiten im Buch fehlen.

Der Schreibstil war fesselnd und flüssig, die Charaktere haben genügend Ecken und Kanten um die Personen lebendig agieren zu lassen. Die Story hatte zum Ende hin leider einige Schwächen und mir erschloss sich nicht unbedingt der rote Faden zur Hauptstory.
Die einzelnen Kapitel waren kurz, knackig und hatten einiges an Spannungspotential.
MIr hat das Buch, bis auf das Ende Spannung einige gute Lesestunden bereitet.

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Spannung
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Grausam und heftig

Hexenjäger von Seeck Max

Mit "Rache auf ewig" hat Lars Schütz den 3. Band um Jan Grall und Rabea Wyler veröffentlicht.

Bambus ist so lange eine schöne Pflanze bis Du von ihr getötet werden sollst:
Ein Mann erwacht splitternackt, gefesselt auf einer Pritsche. Es dauert einen Moment bis ihm die ganze Tragweite dessen bewusst wird, was sein vermeintlicher Entführer vor hat.

Der Bambus soll ihn töten, langsam und qualvoll. Jan und Rabea, werden als Berater zu dem Fall hinzugezogen, nachdem sie sich nach ihrer Suspendierung mit einer Berater Firma selbstständig gemacht haben. Sowas haben auch sie noch nicht gesehen. Nachdem weitere Männer, deren Tätigkeit durchweg in den oberen Kreisen großer Firmen und Konzernen anzusiedeln ist, kommen die Ermittler dem Motiv näher. Nun stellt sich die Frage: Wer ist der Erlöser, wie der Täter genannt wird? Bei dem Versuch weitere grausame Morde zu verhindern begeben sich Jan und Rabea in Lebensgefahr.

Mich hat das Buch von der ersten Seite an gefesselt. Die Morde waren ausgefallen und machten aus dem Thriller eine runde Story. Die Charaktere wurden gut weiter erzählt. Toll fand ich die länderübergreifenden Ermittlungen Deutschland/Schweizund deren Entwicklung.
Die Tötungsmethoden sind detailliert und äußerst brutal, nicht unbedingt was für schwache Nerven.
Von mir gibts gerne 4,5 Sterne.

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Vielschichtig und spannend

Aus dem Schatten des Vergessens von Martin Michaud

Aus dem Schatten des Vergessens des Autors Martin Michaud ist der dritte Band um die Ermittler Victor Lessard und Jacinthe Taillon. Dies war mir nach der Ankündigung nicht bewusst und so war ich zuerst sehr erstaunt, wenn über alte Fälle des Teams berichtet wurde. Dies ist mir immer wieder unbegreiflich, warum mitten in einer Serie angefangen wird sie ins Deutsche zu übersetzen.

Schon der Einstieg war äußerst spannend: Eine renommierte Psychologin wird bestialisch ermordet aufgefunden, kurz darauf verschwindet ein Anwalt. Als dann noch ein Obdachloser Selbstmord begeht, in dessen Taschen die Brieftaschen der Toten und des Verschwundenen auftauchen ist die Verwirrung komplett. Sergent-Detective Victor Lessard und seine Partnerin Jacinthe Taillon nehmen die Ermittlungen auf. Der Obdachlose hat eine lange psychiatrische Vorgeschichte-der Täter scheint gefunden. Doch dann entwickelt sich das Buch in eine völlig andere Richtung.

Das Buch hat eine große Zeitspanne und spielt in drei Zeitebenen, die sich von 1963 bis ins Jahr 2020 ziehen. Diese sind gekennzeichnet, so dass ich als Leser immer weiß, wo ich mich gerade befinde.

Mich haben die 620 Seiten vollkommen überzeugt. Die Ermittler werden facettenreich geschildert, es kommen ausreichend Informationen zur Beziehung der Beiden und ihrem privaten Umfeld. Für mich hatte das Buch alles was einen guten Thriller ausmacht: Spannung, Verwirrung, einige Tote, viele Ermittlungsansätze und immer wieder neue Ungereimtheiten.
Ich freue mich auf die nächsten Thriller des Ermittlerteams, welche schon für 2021 angekündigt sind.

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Vielschichtig und spannend
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Mini Dystopie

Sterbewohl von Olivia Monti

Sterbewohl von Olivia Monti ist eine kleine Dystopie.

Deutschland hat eine neue Parte-die BP (Bürgerpartei) und nichts ist mehr so wie wir Deutschland und die Welt kennen. Nadja, Max, Fred und Anna sind Senioren, fitte und bis auf Fred lebensfrohe und lebensbejahende Senioren. Da bekommen sie alle gleichzeitig eine Einladung zum "Sterbeseminar" nach Fehmanrn.

Allen ist bekannt, dass der Staat diese durchführt um die Gesellschaft zu entlasten und wer kostet mehr Geld und Ressourcen als alte Menschen. Es wird immer von Freiwilligkeit geredet, doch niemand kennt jemanden der von einem Sterbeseminar nach Hause gekommen ist. Unbehaglich regeln alle ihren Nachlass, den natürlich der Staat für sich beansprucht...mangels Angehörigen.
Was die 4 auf Fehmarn erleben und erdulden müssen verrate ich an dieser Stelle nicht.

Sterbewohl ist als Krimi angepriesen, dafür fehlt mir ein wenig die Spannung und das Ungewisse. Die Story ist gut durchdacht, wenn auch sehr vorhersehbar geschrieben. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet mit ihren Ecken, Kanten, Lebensgeschichten und Gefühlen. Ein Buch zum lockeren nebenher Lesen.

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Nesbo mal anders

Ihr Königreich von Nesbø Jo

Viele kennen bestimmt die Harry Hole Reihe des Autors Nesbo. Mit "Ihr Königreich" zeigt der Autor eine ganz andere Seite, es ist mehr ein Familiendrama denn ein Thriller, obwohl teilweise schon spannende pypsychologische Aspekte vorhanden sind.

Er erzählt die Geschichte zweier Brüder, aufgewachsen in einem kleinen norwegischem Dorf.

Brüder die unterschiedlicher kaum dar gestellt werden können. Da ist Roy, ein Einzelgänger, der im Dorf geblieben ist und Carl, der damals schnell gegangen ist, ein Liebling anderer.
Carl kommt nach Jahren zurück ins Dorf und hat große Pläne-einen Wellness-Tempel und Aufschwung für seine alte Heimat. In ein Dorf in dem er seine Eltern durch einen Unfall verloren hat. Doch war wirklich alles so wie es scheint? War es ein Unfall, oder gab es einen Grund warum die Eltern sterben mussten.

Dunkle Geheimnisse, Ängste und alte Schuld werden ans Licht gezerrt.

Nesbo hat mich mit diesem Buch ausserhalb der Hole Reihe mit einer bedrückenden Geschichte gut unterhalten, die Charaktere sind facettenreich ausgearbeitet. Als Leser bekam ich eine ganze Bandbreite an Emotionen und Spannung geboten.

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Andere Erwartung

Teatime mit Lilibet von Holden Wendy

Mit dem Buch Teatime mit Lilibet reiht sich Wendy Holden in die Reihe um das britische Königshaus ein.

Marion Crawford, mit 22 Jahren eine Lehramtsstudentin mit dem Traum den Kindern im Slum eine Schulbildung zukommen zu lassen, wird quasi genötigt die Gouvernante für die zukünftige Queen Elizabeth und deren Schwester Margaret.

Sie hatte viele Ideale, war sehr sozialistisch geprägt und hat sich auf dem Weg durch die Stelle im Königshaus leider ein Stück weit verloren. Auch an dieser Stelle versucht sie den Mädchen möglichst viel von der Welt, ausserhalb der Schlossmauern zu zeigen, damit sie sich ein eigenes Bild von den Zuständen machen können. Ihre Rolle ist nicht so wirklich definiert, sie gehört nicht wirklich zum Personal, aber auch nicht zur königlichen Familie.
Nach dem öffentlich werden ihrer Geschichte ist sie für die Familie nicht mehr tragbar.

Mich hat das Buch nicht wirklich erreichen können, die Protagonistin war mir zu flach und auch etwas sehr naiv dar gestellt. Stellenweise driftete es für mich zu sehr ins kitschige ab, vor allem ihre Männer Geschichten gingen in der Beschreibung für mich in die falsche Richtung.
Eine gute Idee, die einige Schwächen hatte und der ein wenig die Spannun fehlte.

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Themenvielfalt

Jahresringe von Wagner Andreas

Im Buch Jahresringe, dem Debut von Andreas Wagner, welches die Zeitspanne von 1946-2018 umfasst wird die Geschichte von Leonore Klimkeit und ihrer Familien erzählt.

Jahresringe handelt von einer Flucht aus Ostpreussen, der Suche nach einer neuen Heimat, dem Hambacher Forst und einem Leben welches von der Heimat geprägt und doch suchend bleibt.

Leonore, deren Eltern gestorben sind macht sich als unbegleiteter Flüchtling auf den Weg in den Westen- in einem kleinen Dorf findet sie eine Art Heimat, doch auch die wird durch den Braunkohle-Tagebau bedroht. Sie muss wiederholt ihre Heimat verlassen und in einem eigens neu gebauten Dorf von vorne beginnen. Ihre Enkel stehen in diesem Konflikt auf unterschiedlichen Seiten, Sarah die Aktivistin im Forst und Ja, der mit Baggerfahrten seinen Lebensunterhalt verdient. Keine leichte Zeit für Leonore.

Andreas Wagner schafft es, Flucht, Ankommen und Klimakonflikt in einer Lebensgeschichte zu vereinen. Dies geschieht ganz ruhig und leise und weckt wahrscheinlich gerade deswegen die unterschiedlichsten Emotionen bei mir als Leserin. Die Themenvielfalt wird super zusammen geführt und mich hat das Buch gut unterhalten.

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Themenvielfalt