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Rezensionen von Lies_ein_Buch:

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Wahnsinnig brisanter Fall

Der zweite Verdächtige von Florian Schwiecker; Michael Tsokos

Ich liebe die Eberhardt/Jarmer-Reihe von Michael Tsokos sehr, weil es eine fantastische Kombination von Rechtsmedizin und Justiz ist. Man kann die Bücher auch gut unabhängig voneinander lesen, da die Fälle in sich geschlossen sind. Der vorliegende Fall war super spannend und echt perfide. Hat mir richtig gut gefallen, ich hab generell das Gefühl diese Reihe wird von Buch zu Buch besser.

Im Vergleich zu einigen anderen Fällen merkt man als Leser hier relativ schnell, dass irgendwas im Busch ist. Der Fall ist nicht allzu komplex und relativ nahbar, also auch super für Einsteiger im Bereich Justizkrimis geeignet. Trotzdem ist das Buch einfach stimmig und packend geplottet.

Ich finde Roccos Arbeitsweise, die Art wie er immer wieder in die Trickkiste greift und Beweise oder Zeugen auftut richtig cool. Es macht einfach Spaß ihm und Jarmer bei der Arbeit zuzusehen. Generell hat er einfach ein grandioses Team um sich und so ein bisschen fühlen sich die Bücher wie ein Wiedersehen mit einer schrägen Freundesclique an.

Die Kapitel sind schön knackig und temporeich angelegt. Thematisch ist der Fall durchaus aktuell und brisant, wodurch es von Anfang an interessant und spannend ist. Das Buch liest sich locker weg, ist schlüssig geplottet. Die Auflösung fand ich sehr überraschend und das Ende ist ja mal ein tierisch böser Cliffhanger. Brauche dringend den nächsten Band

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Wahnsinnig brisanter Fall
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Bittersweet

A Pessimist's Guide to Love von Jennifer Hartmann

Ich mochte ja schon Band 1 dieser Dilogie richtig, richtig gerne, weil es ein ganz besonderes Buch war, das zu Herzen ging. Und ich habe diese Fortsetzung sehr herbeigesehnt, die wieder absolut abgeliefert hat. Cal und Lucy sind für mich eine dieser tragisch schönen Liebesgeschichten, die wehtun, das Herz zerreißen, es aber auch wieder zusammensetzen und der Inbegriff von Hoffnung für alle einsamen Herzen sind.

Liebe es sehr.

Ich mag, dass die Charaktere nicht perfekt sind, Fehler machen und sich auch mal selbst verlieren. Aber sie kämpfen sich zurück ins Leben und zueinander. Ich mag, dass es zwar Hürden zu überwinden gibt, die Protagonisten einander dabei aber nie verlieren und sich den Widrigkeiten des Lebens zum trotz beistehen. Die Autoren hat mir ihre Protagonisten direkt ins Herz geschrieben, so wunderschön.

Diese Geschichte ist voller Liebe, Schmerz, Hoffnung und Neuanfängen. Sie ist wunderbar und aufwühlend, reißt den Leser in ihren emotionalen Strudel. Es ist die Geschichte einer Liebe, von der jedes kleine Mädchen träumt.
Dieses Buch ist so ein richtiger ugly cry Roman, aber meine Güte, dieses Geschichte ist einfach alles.

Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgesuchtet und konnte gar nicht genug davon bekommen. Ich habe so gebangt und mitgefühlt. Eine wunderschön geschriebene, stark geplättete Liebesgeschichte. Für mich ein Highlight.

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Bittersweet
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Träume süß

Nachtlügen von Lisanne Surborg

Ich mochte diesen Hauch des mythischen, den das Buch ausstrahlt. Nicht nur optisch, sondern auch von der Idee her, dass sich Nachtalben von Träumen der Menschen nähren, fand ich auf eine düstere Art ansprechend und interessant. Tatsächlich habe ich die Handlung aber als weniger dunkel und abgründig empfunden, als sie hätte sein können.

So richtig Spannung hat sich bei mir beim lesen eher nicht eingestellt.

Die Passagen der Hauptgeschichte werden immer wieder Intermezzo-Texten unterbrochen, die sich aus literarische Texten und Fakten zum Thema Schlaf/ Träume zusammensetzen oder in irgendeiner Relation zu Isra und ihrer Familie stehen. Die als Fakten dargestellten Infos aus dem Regelwerk der REM fand ich teilweise noch interessant, während ich die Zitate des Philosophen zum Beispiel eher unnötig empfand. Generell bin ich eher zwiegespalten, was ich mit den Intermezzo-Texten so wirklich anfangen sollte.

Die Geschichte ist ein bisschen spooky, ein bisschen mysteriös und schauerlich. Vor allem die von Isra geschaffenen Traumsequenzen fand ich richtig stark und toll beschrieben, darin lag für mich die große Stärke des Buches. Alles rund um Ophelias Traumforschung war für mich dagegen etwas undurchsichtig, da war mir die pseudowissenschaftliche Komponente too much. Irgendwie wurde da auch nicht so richtig Spannung erzeugt und die Handlung eher immer wieder ausgebremst.

Ich habe die Szenen- bzw. Kapitelwechsel oft als strenge Cuts empfunden und mich teilweise regelrecht aus den einzelnen Episoden gerissen gefühlt. Ich fand die Grundidee wirklich gut, die Umsetzung hat mich einfach teilweise nicht so richtig erreicht. Ich finde da hätte man mehr draus machen können.

War ok, hat mich aber nicht aus den Socken gehauen.

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Mord im Fußballmilieu

Pirlo - Doppeltes Spiel von Ingo Bott

Ich verfolge die Pirlo-Reihe von Ingo Bott seit dem ersten Buch und mag diese Justizkrimis immer sehr gerne, vor allem auch weil Protagonist Pirlo selbst gerne mal auf der Schattenseite des Gesetzes unterwegs ist und somit immer für eine Überraschung gut ist. Hier hat er für meinen Geschmack aber diesmal nicht geglänzt, da geht auf jeden Fall mehr.

Thematisch hat mich dieser neue Pirlo-Band nicht so ganz abgeholt, vor allem weil er auch einfach wahnsinnig viele Fußballklischees bedient. Dieses den Spielern alles durchgehen lassen weil „Fußball auch mal rauer ist" und „Jungs eben Jungs sind“- ja ne ist klar. Fand ich insgesamt alles eher etwas stumpfsinnig und flach. Mag das Fußballmilieu halbwegs authentisch abbilden, ist aber überhaupt nicht meins.

Es gibt zwar zwei Mordfälle, aber irgendwie befasst sich niemand so richtig damit, weil es Pirlo viel zu wichtig ist einerseits selbst Imageschaden an seinem Mandanten zu verursachen und ihn gleichzeitig aus möglichen jugendlichen Dummheiten rauszuhalten. Und Sophie ist mal wieder auf Männerjagd und hat verschiedene Dates. Ich weiß nicht wieso, aber langsam müsste dieses Thema doch auch mal ausgedient haben, vor allem da sie letztendlich doch eh immer bei Pirlo landet. So richtig rund wurde die Story für mich dieses Mal nicht.

Ich bin mit der Story einfach nicht warm geworden und teilweise fand ich sie auch einfach unglaubwürdig, zum Beispiel die Verstrickung von Grobulla, den ich bisher immer als charmanten, stringenten Gegenpart zu Pirlo empfunden habe. Dass bei und um Pirlo nicht immer alles ganz koscher läuft- geschenkt. Aber inzwischen zieht das Kreise und nimmt Ausmaße an, die ich dann doch unglaubwürdig finde.

Das Buch an an sich wieder gut geschrieben und liest sich fantastisch- keine Frage. Und wenn Sophie mal arbeiten darf, ist ihre Fachkenntnis auch einfach absolut beeindruckend und super cool. Aber der Plot war für mich diesmal zu dünn und das Ende hat mich dann leider auch absolut nicht überzeugt. Für mich bisher das schwächste Buch der Reihe.

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Mord im Fußballmilieu
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Feelgood-Romance

Love will find you von Isabell Bennett

Ich habe super viel positives über dieses buch gehört und wollte es dann unbedingt auch lesen. Und wie gute ist bitte dieses Setting?! ich liebe ja dieses Kleinstadt-Flair und Berryfield ist natürlich mal wieder eine echte Perle. Und dann gibts einfach auch noch eine Alpaka-Farm, da werden doch Mädchenträume wahr.

Richtig, richtig schön, macht direkt gute Laune und ist einer dieser absoluten Wohlfühlromane.

Insgesamt ist die Handlung natürlich recht vorhersehbar, wie das bei solchen Büchern halt immer ist. Aber ab und zu lese ich einfach total gerne solche Bücher. Ich fand Emma Idee ihrem Großstadtleben zu entfliehen und sich auf der selbst zu verwirklichen so super schön. Da kommt direkt diese Girlpower/ DIY-Stimmung auf. Liebe sowas immer total und fand toll mitzuerleben, wie Emma immer mehr Teil von Berryfield wird.

Auch die Lovestory fand ich insgesamt gute angelegt. Gegen Ende wurde es nochmal ein bisschen dramatisch, aber unterm Strich so eine klassische Boy meets Girl Geschichte. Noah und seine Brüder haben auf jeden Fall das gewisse Etwas und ich würde mir auf jeden Fall auch Bücher mit ihnen als Protagonisten zu Gemüte führen.

Das Buch ist aus den wechselnden Perspektiven der Protagonisten geschrieben und liest sich richtig gut weg. Die Geschichte ist gefühlvoll und einfach herzlich. So richtig cozy und eine Story, in die man sich einfach reinfallen lassen kann. Mochte ich wirklich sehr und verstehe, wie das Buch so gut ankommt.

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Klaustrophobischer Thriller

Die Kammer von Will Dean

Allein bei dem Cover laufen mir ja schon Schauer über den Rücken und das Setting fand ich einfach spektakulär. Etwas vergleichbares habe ich bisher auch noch nicht gelesen, was es nochmal interessanter für mich machte. Und ich kann sagen: mich hats einfach total gecatcht. Ich hätte dieses Buch gerne verfilmt.

Zum Inhalt: eine Gruppe von Sättigungstauchern macht sich in der Nordsee auf den Weg zu ihrem Einsatz an einer Ölpipeline. Eingesperrt auf engstem Raum in der Tiefe gibt es wenig Privatsphäre. Und als plötzlich einer von ihnen stirbt, scheint die Situation mit jeder verstreichenden Stunde auswegloser.

Also die Stimmung in Buch war einfach der Wahnsinn, selbst als Leser waren meine Nerven zum Zerreißen gespannt angesichts der beklemmenden, klaustrophobischen Atmosphäre. Ich wusste vorher nichts über das Thema des Sättingstauchens und fand es absolut bildhaft und eindrücklich beschrieben.

Die Handlung selbst ist generell auch sehr szenisch geplottet. Einzelne Sequenzen des Zusammenlebens innerhalb der Kapsel, Notfallübungen und die Arbeit am Meeresgrund reihten sich aneinander.
Manchmal fand ich den Erzählstil etwas eigentümlich, als würde die Protagonistin den Leser direkt ansprechen. Da das aber nicht Konsequent durchgezogen war, bin ich nicht sicher, ob das so beabsichtigt war.

Die Auflösung fand ich ok, auch wenn sie mich nicht so 100% überzeugt hat. Dabei kann ich gar nicht so richtig festmachen, woran das lag aber es wollte nicht zu meinem Gesamteindruck vom Rest der Geschichte passen. Aber da der restliche Gesamteindruck sehr stark war, fällt das für mich nicht so ins Gewicht.

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Lass mal über die Liebe reden

In einem Zug von Daniel Glattauer

Über Autor Daniel Glattauer und seine Werke scheiden sich ja so ein bisschen die Geister. Ich kenne bisher nur ein Buch von ihm und das hatte mir gut gefallen, auch wenn es erzähltechnisch eine Herausforderung für mich war. Thematisch hatte mich dann aber sein neues Buch so sehr angesprochen, dass ich dem ganzen eine Chance geben wollte- und bin begeistert.

Zum Inhalt: Eduard Brünhofer ist ein erfolgreicher Liebesroman-Autor, auch wenn er schon länger nichts neues mehr geschrieben hat, da er das Gefühl hat trotz glücklicher Ehe nichts mehr über die Liebe zu sagen zu haben. Bis ihm im Zug eine junge Frau gegenüber sitzt und über genau diese Liebe reden will.

Das Setting und die Umstände des Aufeinandertreffens der beiden Akteure ist denkbar simpel und alltäglich. Gleichzeitig lenkt es dadurch nicht ab und verschiebt den Fokus nicht weg von dem, was das Herzstück des Buches ist: Eduard redet offen über die Liebe. Ein Thema, das universell ist, gleichzeitig nie an Reiz verliert, weil doch alle danach Streben und auf eine Zauberformel hoffen, wie sie zu erlangen und vor allem auch zu halten ist.

Daniel Glattauer hat so eine Art zu schreiben, die mich einfach abholt. Es ist jetzt nicht sonderlich ausgefuchst, poetisch oder besonders tiefgreifend, aber irgendwie echt und bringt bei mir was zu klingen. Und ab und ab lässt er seine Figuren dann mal eine Weisheit raushauen, die es faustdick hinter den Ohren hat. Das Buch ist nicht unbedingt bequem, es gibt viel Reibung. Aber genau das mit die Geschichte so wahnsinnig intensiv und raffiniert.

Ich fand dieses Buch wunderbar amüsant, gleichzeitig stimmt es aber auch nachdenklich darüber, was man sich von der Liebe erwartet, was sie für einen selbst bedeutet.

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Unerwartete Bündnisse

Empire of Sins and Souls 3 - Das zerrissene Herz von Beril Kehribar

Ich liebe diese Reihe, keine Frage. Man sollte sich klar sein, dass die Charaktere nicht nur morally grey sind, sondern wirklich ziemlich düster und abgründig und das Buch enthält auch einen großen Anteil an Spice-Inhalten. Das ist sicherlich nicht jedermanns Fall, aber mir gefällt, wie hier mit dem Themen Sünden, Verrat und Intrigen umgegangen wird.

Macht schon ein bisschen süchtig.

Zum Inhalt: nachdem Kaspar sie verraten hat, erwacht Zoé als Xanthyr, stark und angetrieben von Hass soll sie als Gräfin an der Seite von Alexei über Xanthia herrschen. Aber es dürstet sie nach Rache- und nach Antworten. Und ein letztes Mal muss sich Zoé entscheiden, wo sie steht und wem sie ihr Herz anvertrauen will.

In diesem dritten und letzten Band wird nochmal alles aus der Geschichte herausgeholt und es werden endlich ein paar Lücken innerhalb der Geschichte geschlossen. Dadurch ergaben sich für mich einige heftige Aha-Momente, die das ganze umso mitreißender machen. Ich muss sagen, die ganze Reihe ist in sicher super stimmig geplottet und allein die Entwicklung von Protagonistin Zoé war für mich ein absolutes Highlight.

Ich mag es, dass die Charaktere Fehler machen, viele Fehler um genau zu sein, aber das ganze auch immer mit Buße und Vergebung einhergeht, wodurch ich mit diesen sehr störrischen und egoistischen Charakteren immer wieder versöhnt wurde.

Die finale Schlacht hatte einfach alles: eine letzte Überraschung tragische Tode und heldenhafte Akte der Selbstlosigkeit. Einfach großartig und ein toller Abschluss für diese richtig coole Reihe.

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Elitär

Academy of Lies (Band 1) - Anatomie einer Verschwörung von Nina Scheweling

Eine Geschichte zwischen Anatomiesaal und den ominösen Machenschaften eines elitären Zirkels. Diese Geschichte ist geheimnisvoll, gefährlich und echt fesselnd.

Die medizischen Ausführungen, mit Fokus auf das Thema Sterben, haben mir insgesamt richtig gut gefallen. Generell mochte ich, wie intensive sich Protagonistin Quinn damit auseinandersetzt um die Mechanismen dahinter zu verstehen.

Ich hätte mir sogar noch mehr Einblicke in die Kurse und die Welt der Medizin, vor allem auch in die Forschung von Quinns Großvater gewünscht.

Was mir besonders positiv aufgefallen ist: es gibt keine raumgreifende Lovestory. Klingt blöd, aber oft stört mich, wie sehr eine integrierte Lovestory den Fokus von anderen Themen nimmt. Und hier ist das einfach nicht der Fall, was ich sehr erfrischend fand. Stattdessen geht es vielmehr um Quinns Familiengeschichte und die Geheimnisse des Zirkels, die ab circa der Hälfte des Buches mehr Raum einnehmen.

Die Geschichte ist tatsächlich deutlich düsterer als erwartet, da tun sich echte Abgründe auf, was mir aber richtig gut gefallen hat. Man startet zwar mit ein paar grundsätzlichen Fragezeichen in die Geschichte, aber der Plot ist schon so konzipiert, dass es kontinuierlich neue Erkenntnisse gibt, wodurch dass Spannungslevel sehr konstant gehalten wird.

Bin sehr gespannt wies weitergeht

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Eine Geschichte über Magie, Macht und Intrigen

Kiss of the Nightingale von Adi Denner

Ich finde das Cover so, so schön und habe mich vielleicht ein bisschen davon blenden lassen. Ich hatte auch übersehen, dass es sich um Romantasy für Leser ab 14 Jahren handelt, denn obwohl ein Love-Triangle angeteasert wurde, ist dieses alles andere als komplex, jegliche Beziehung eher oberflächlich angelegt und die Geschichte insgesamt sehr seicht.

Für den Einstieg junger Leser ins Genre sicherlich geeignet und bestimmt auch ansprechend, mich hat es nicht so richtig überzeugen können.

Zum Inhalt: nach dem überraschenden Tod ihres Vaters stehen Cleodora und ihre Schwester vor dem Nichts. Denn obwohl Cleodora ihren Vater als Modist beerben sollte, konnte er ihr sein Talent für das Schneidern nicht vermachen und ohne Talent ist man in der Gesellschaft nichts. Um für sich und ihre Schwester zu sorgen entschließt sich Cleodora daher zu einem drastischen Schritt, der weitreichende Konsequenzen hat.

Die Figuren sind alle ziemlich blass angelegt, selbst Protagonistin Cleo kommt nicht so richtig aus sich raus und außer, dass die Begierden für schöne Dinge, das Leben der Oberschicht und vielleicht auch die eine oder andere Bekanntschaft entwickelt, passiert charakterlich bei ihr relativ wenig. Es gibt zwar eine Lovestory, aber die ist auch eher seicht angelegt, was ich für das Alter der Zielgruppe aber als angemessen empfinde. Gestört hat mich da eher, wie wankelmütig Cleo insgesamt daherkommt und auch ihre Sympathien ständig schwanken. Sie ist einfach eine sehr unentschlossene, unsichere Protagonistin, mit der ich leider nichts anfangen konnte.

Das Thema rund um die magischen Edelsteine fand ich durchaus interessant, aber auch das wird nicht weitergehend vertieft. Man lernt zwar ein paar Talente kennen, aber auch diese sind eher oberflächlich angelegt. Generell hatte ich das Gefühl, dass die Handlung eher so vor sich dahinplätscherte. Es gibt schöne Kleider, ein bisschen Kunst und Kultur, in Cleos Augen recht viel Luxus und ein paar kleine Liebeleien. Also insgesamt recht nett ausstaffiert, aber mir ist insgesamt einfach zu wenig passiert und die Geschichte hat kaum Tempo. Stattdessen viel Vorsingen, Rivalitäten im Opernhaus und rund um einen gewissen Junggesellen, sowie diverse Kleideranproben- diese Wiederholungen hätte es für mich nicht gebraucht.

Am Ende gibt es einen kleinen Showdown, der war auch ganz gut angelegt. Für mich hat die Geschichte einiges an Potential vergeben. Da die Geschichte trotzdem kurzweilig und angenehm zu lesen war und ich das Setting mochte, gibt’s 3 Sterne. Ich denke bei der eigentlichen Zielgruppe kommt das nochmal besser an.

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Eine Geschichte über Magie, Macht und Intrigen