Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lesemama:
Ein ganz "normaler" Sommer
Tschakka! – Huhn voraus von Mara Andeck
Zum Buch:
Tabea kann es nicht glauben. Der Urlaub fällt ins Wasser oder eher der Absissbirne zum Opfer. Daher darf jedes der drei Kinder sich was wünschen. Tages wünscht sich ein Haustier, aber das geht nicht, Papa ist allergisch.
Dann muss sich Tabea mir ihrem Freund Einstein halt was neues ausdenken und ein ganz besonderer Sommer beginnt.
Meine Meinung:
Ein Cover, welches jüngere Kinder total anspricht. Bunt, verrückt und lustig.
Der Text ist mit vielen Bildern untermalt und einzelne Worte sind in einer anderen Schriftart geschrieben, sehr auffällig und es sieht nicht so "langweilig" aus, wie ein normales Buch.
Nun wünscht sich Tabea, die ab sofort lieber Tschakka genannt werden will, eigentlich nur ein Tier und einen aufregenden Sommer. Und sie möchte gerne ein Superheld sein. Alles ganz normale Wünsche ...
Eine abenteuerliche Geschichte voller Situationskomik, humorvoll geschrieben und sehr lustig zu lesen für jüngere Leser ab acht Jahren. Durch die Comicähnlichen Elemente macht es auch Kinder Spaß die normale Bücher nicht so gerne lesen.
Ein abenteuerlicher Sommerspaß der sehr zu empfehlen ist.
Beeindruckende Zeitgeschichte
Dreieinhalb Stunden von Robert Krause
Bewertet mit 3.5 Sternen
Zum Hörbuch:
Noch dreieinhalb Stunden braucht der Interzonenzug von München nach Berlin bis er an der innerdeutschen Grenze angekommen ist. Es ist der 13. August 1961, die Berliner Mauer wird gebaut, die DDR wird abgeschottet. Langsam sichert es auch bei den Reisenden durch, es ist die letzte Möglichkeit im Westen zu bleiben oder zurück in die Heimat nach Ostdeutschland.
Wie entscheidet man sich in der Kürze der Zeit?
Meine Meinung:
Ich bin schon "alt" ich kann mich noch an die Teilung von Deutschland erinnern, ich sehe noch heute die Wiedervereinigung vor mir, höre die Worte von Genscher. Allerdings kenne ich den Mauerbau, den Grenzbau nur aus Geschichtsbücher, stelle es mir aber ähnlich bewegend vor, nur eben andersrum.
Ich habe 3 ½ Stunden als Hörbuch gehört und brauchte lange um in die Geschichte einzufinden, sehr bewegend wird von den Sprechern erzählt was alles geschah, allerdings sind es unglaublich viele Personen und der Wechsel ist sehr schnell, eben noch Sascha, dann Edith, dann wieder der Westdeutsche Polizist, und und und. Eigentlich eine total spannende Geschichte, die aber wahrscheinlich entweder als Buch oder halt als Fernsehfilm besser funktioniert. Für mich kam erschwerend noch hinzu, das ich selten lange Zeit am Stück Hörbücher hören kann und daher im Prinzip jedesmal von vorne anfing mit der vielen Personen. Aber im Großen und Ganzen eine sehr bedrückende, eindrucksvoll erzählte Zeitgeschichte, wie sie tatsächlich hätte stattfinden können.
Weniger Personen wären vielleicht, zumindest für mich, hilfreicher gewesen.
Dennoch für Hörbuchhörer eine spannende Zeit.
Die Tränen im Blumenbeet
Flora Salmanteri und die Minipiraten Band 1 von Noora Kunnas
Zum Buch:
Die Geschwister Lilli und Mikko müssen zu ihrem Onkel Jim, da ihre Eltern verreisen und sie nicht mitnehmen können. Onkel Jim mag keine Kinder und kümmert sich auch nicht. Aber zum Glück gibt es die tolle Nachbarin Flora Salmanteri und ihren Freund Holzbein-Vorsteen und dann noch die Mini-Piraten, Flora mit ihrem 3D-Drucker ausgedruckt hat.
Was das alles mit dem Blumenbeet zu tun hat? Wir werden sehen ...
Meine Meinung:
Zu Beginn der Geschichte war ich ja nicht sehr angetan, Onkel Jim ist ein Friesinger, der keine Kinder mag und es die zwei auch spüren lässt. Aber zum Glück entdecken die beiden im Nachbargarten Flora und ihren sprechenden Hahn Pedro. Flora macht auf den ersten Blick den Eindruck einer Bilderbuchoma, aber sie hat es faustdick hinter den Ohren, oder eher ihre Mini-Piraten, die ausversehen mit einer Flüssigkeit übergossen werden, aber das müsst ihr echt selber lesen.
Auf jeden Fall erleben die Geschwister mit ihrer Nachbarin und deren Freunde ein spannendes Abenteuer. Ein bisschen detektivarbeit ist auch dabei, viel Humor und vor allem Zusammenhalt.
Eine flüssig zu lesende Spannungsgeschichte mit lieben und nicht so lieben Menschen, zum Selberlesen ab acht oder für jüngere zum Vorlesen geeignet. Dazu kommen noch ein paar detaillierte Illustrationen, die sehr gut zu dem Gelesenen passen. Es macht einfach Spaß und ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
Großartiger Lesespaß für groß und klein
Die Schlotterbeck-Chroniken von Mark Wamsler
Zum Buch:
Julius ist ein besonderer Junge, er ist ein Vampir im besten Teenager-Alter. Allerdings hat er nur einen Fangzahn und ist auch sonst nur gerade der geselligste. Er freut sich auf die Sommermondferien, die er ungestört und alleine verbringen will. Aber da hat er die Rechnung ohne seinen Rektor gemacht.
Der schickt ihn auf Reise um drei echte Freunde zu finden...
Meine Meinung:
Ein großartiges Cover, es macht richtig Lust auf das Buch und hat bei mir die Vorfreude extrem angekurbelt.
Die Geschichte ist total witzig, ganz großartig geschrieben, einfach zu lesen und trotzdem nicht langweilig, auch für ältere LeserInnen. Julius ist der Knaller, ein Teenager, der es faustdick hinter den Ohren hat. Dann noch seine süße Fledermaus Flap, die für einige Situationen sorgt, die ich sehr witzig fand. Mir gefielen auch die vielen Anspielungen auf das Verhalten der "Jugend von Heute", nur das sie halt anders heißen in der anderen Welt. Über Monstagram konnte ich sehr lachen.
Trotzdem ist es auch spannend und abenteuerlich, freundschaft wird großgeschrieben und es ist eine ganz wunderbare Story, nicht nur für Kinder, auch schon etwas ältere, wie ich *hust* haben noch einen großartigen Spaß mit dem Buch. Sehr empfehlenswert.
Lane Hill 11
Die Schlotterbeck-Chroniken von Mark Wamsler
Zum Buch:
Als Lauras jüngste Tochter auch noch das Haus verlässt, hat sie zuerst Angst, dem nicht gewachsen zu sein. Dann entdeckt sie, das ihr Mann, mit dem zu anscheinend so glücklich war, eine Affäre hat.
Laura sucht Unterstützung in der Kiste mit alten Rezepten und beginnt damit ein zu experimentieren und das Glück kommt doch mit dem Rezept zurück .
..
Meine Meinung:
Ich muss gestehen, ich bin sehr anfällig für Covers wie dieses. Es sprach mich sofort an, ich fühlte mich wohl. Der Klappentext gab den Rest.
Nun ist viel los in Lane Hill 11, dem Haus, in dem Lauras Großmutter schon 1942 lebte. Auf diese Zeit gibt es auch immer wieder Rückblicke.
Zu Beginn fand ich es etwas schwierig, das die Story aus verschiedenen Perspektiven erzählt wurde, aber das macht sie auch lebhaft. Eine schöne Geschichte über Verluste, Wiederfinden und Glück. Es hat mich sehr berührt und sehr gut unterhalten.
Einfühlsam erzählt
Mut. Machen. Liebe. von Hansjörg Nessensohn
Zum Buch:
Paul geht zum wandern um zu vergessen. Er ist von seinem besten Freund sehr enttäuscht, hat dieser ihn doch einfach und gegen seinen Willen geoutet.
Auf seiner Wandung trifft er auf die achtzigjährige Liz. Zuerst ist er wenig begeistert, aber die Geschichte, die Liz ihm erzählt ist so faszinierend und gleichzeitig so schrecklich und sie erzählt von zwei Männern und der Liebe .
..
Meine Meinung:
Alleine schon die Aufmachung des Buches gefällt mir sehr gut. Ein Thema, welches leider immer noch von vielen totgeschwiegen wird und dennoch zu unserem Leben gehört wird die Luft zum atmen. Liebe ist Liebe, egal wen man liebt.
Die Geschichte liest sich einfach ganz wunderbar. Aber auch sehr berührend und bewegend. Liz und Paul brauchen ein wenig, sind sie doch altersmäßig weit auseinander. Aber es passt doch sehr gut.
Durch unterschiedliche Schrifttypen wird beim Lesen schnell ersichtlich, wer gerade was erzählt. Und die Geschichte von Liz, oder eher die von Helmut und Enzo hat mich sehr berührt. Ein ganz großartiges Buch mit einer alltäglichen Geschichte, die eigentlich nicht mehr sein dürfte.
Ganz wunderbar erzählt, aber bewegend und unterhaltsam. Absolut empfehlenswert.
Fanny und die Geister
Mut. Machen. Liebe. von Hansjörg Nessensohn
Bewertet mit 4,5 Sternen
Zum Buch:
Fanny darf die Ferien bei ihrer Tante Harriet in Pandora's Antiques verbringen. Ein Antiquitätenladen der es in sich hat, wovon Fanny zuerst nichts merkt. Aber so ganz geht es nicht mit rechten Dingen zu und eines Nachts hört und sieht sie die besonderen Bewohner des Ladens.
Und ganz nebenbei erfährt Fanny noch einiges über die Vergangenheit ihrer Vorfahren, auch wenn ihre Tante beharrlich verschweigt wer ihre leiblichen Eltern sind ...
Meine Meinung:
Ich sah das Cover in der Vorschau und wusste, ich muss das Buch lesen. Das es nun auch noch zufällig im Gruselmonat Oktober geschah, verbesserte die Geschichte für mich nur noch.
Die Autorin, Christina Wolff, hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der auch älteren Lesern noch gefällt und jüngere trotzdem nicht überfordert. Die Geschichte ist eine ganz wunderbar gruselige Geistergeschichte mit hohem Spannungsbogen. Einige Geistesleben sind besonders gruselig, andere sind ganz bezaubernd wie Jim und Ally, Alastair Blake, mit dem Fanny eine besondere Freundschaft verbindet.
Ich mag die Geschichte sehr gerne, es könnte auch gut schon ein paar Jahrzehnte her sein, denn sie kommt gänzlich ohne moderne Elektronik aus, das gefiel mir besonders, es hatte ein bisschen was von Nostalgie ohne altbacken zu sein. Dann hat die Autorin noch so kleine "Geheimnisse" eingebaut, wie Fanny ihr anderes Kinderbuch lesen zu lassen, was man natürlich nur merkt, wenn man es kennt. Solch kleine "Spielereien" machen die Geschichte lebendig, ich mochte es jedenfalls sehr gerne lesen.
Eine spannende, abenteuerliche Geschichte für jedes Lesealter. Ab neun, zehn Jahren kann ich es nur empfehlen, für jüngere eventuell zum Vorlesen, gerade in der "gruseligen" Herbstzeit. Von mir bekommt Pandora Pickwick eine absolute Leseempfehlung.
Die Kindheit in dreißig Regeln
Leo und Lucy 1: Die Sache mit dem dritten L von Rebecca Elbs
Bewertet mit 4,5 Sternen
Zum Buch:
Leo und Lucy sind allerbeste Freunde.
Und Leo hat nur einen Wunsch, das XW 90. Und dieses Skateboard kann man beim Vorlesewettbewerb gewinnen. Alles total easy, denkt Leo, wäre da nicht das kleine Problem mir dem Lesen. Das fällt Leo nämlich sehr schwer.
Aber zum Glück gibt es ja Lucy ...
Meine Meinung:
Mir hat das Cover schon sehr gut gefallen, Kurzbeschreibung tat sein übriges, ich wollte das Buch lesen.
Mir hat die Geschichte richtig gut gefallen. Spannend, abenteuerlich und vor allem voller Zusammenhalt und Freundschaft.
Das Thema Legasthenie wird hier sehr einfühlsam und verständlich aufgenommen, es wird von tanzenden, sich bewegenden Buchstaben-Tierchen gesprochen und so für alle verständlich erklärt, wie es für Menschen, denen das Lesen nicht so leicht fällt, aussieht. Aber auch Zusammenhalt und Freundschaft wird hier sehr wichtig genommen. Leo und Lucy sind ein tolles Team, auch wenn sie vielleicht für andere in dem falschen Stadtteil aufwachsen, auch wenn Lucy im Rollstuhl sitzt. Oder gerade deshalb.
Ich mag Geschichten, in denen sich die Protagonisten abgrenzen, anders sind und trotzdem zeigen das sie dazugehören, darüber kann man mit den Kindern gar nicht oft genug reden. Denn am Ende sind doch alle gleich und ein bisschen Verständnis und vor allem Respekt hat noch keinem geschadet.
Die Geschichte ist toll erzählt und macht großen Spaß zu lesen. Für jüngere auch schon zum Vorlesen geeignet.
Vor langer, langer Zeit ...
Wie man einen Tiger fängt von Tae Keller
... als Tiger noch aufrecht gingen wie Menschen ...
Zum Buch:
Lily zieht mit ihrer Mutter und ihrer großen Schwester zu ihrer Halmoni. Ihre Großmutter ist krank, sehr krank und die Familie muss zusammenhalten.
Da sieht Lily einen Tiger, der Tiger von dem ihre Halmoni immer erzählte als die Schwestern noch kleiner waren.
Und der Tiger behauptet, Halmoni habe ihm Geschichten gestohlen und wenn er die zurückbekommen, bekommt Lilys Großmutter auch ihre Gesundheit zurück ...
Meine Meinung:
Mich sprach das Cover total an und auch die Kurzbeschreibung und Leseprobe waren vielversprechend.
Nun kenne ich mich mit Koreanischen Geschichte und Märchen nicht aus und weiß daher nicht inwieweit die Geschichte mit den zwei Schwestern einer Legende entspricht oder von der Autorin erfunden wurde, ich hoffe ja, es ist eine Legende. Die Märchen, die Geschichten, die immer wieder erzählt wurden sind schön, erinnern zwar teilweise an die Märchen, die wir kennen, nur mit anderen Gebräuche, aber sie sind schön zu lesen.
Die Geschichte rund um Lily und ihre Familie ist sehr berührend erzählt, eine Art Trauerbewältigung, ein besonderer Umgang mit dem Verlust eines geliebten Menschen. Sehr einfühlsam, aber auch unterhaltend erfahren wir mehr über das Leben von Lily und ihrem neuen Freund Ricky. Freundschaft, Geschwisterzusammenhalt, Trauer und Freude, all das wird in eine schöne Geschichte gepackt.
Nur mit dem empfohlenen Alter bin ich ein wenig skeptisch. Ich würde eher noch ein, zwei Jahre warten.
Was aus Plänen werden kann
Bis ans Ende aller Fragen von Anne Hertz
Zum Buch:
Maximiliane ist 44 Jahre alt, Besitzerin eines gut gehenden Cafés in Hamburg und Single. Um diesem Zustand ein Ende zu setzten kommt ihre Nichte auf sie Idee in einer Trauergruppe nach dem passenden Mann zu suchen. So kann man einen Mann kennenlernen. Scheint auch irgendwie zu klappen, denn plötzlich kann sich Maxi nicht mehr vor Verehrern retten .
..
Meine Meinung:
Ich fand die Geschichte ganz nett, aber manchmal war sie auch ein bisschen drüber. Die Tagebucheinträge vor dreißig Jahren, ide Pläne die Maxi machte und was tatsächlich dabei rauskam war teilweise ganz humorvoll, teilweise aber auch überzogen und zuviel.
Ich mochte den Schreibstil ganz gerne, es liest sich sehr flüssig. Am besten gefiel mir allerdings das Setting auf Usedom, auch wenn die Geschichte, die dahin führte auch ein bisschen drüber war.
Alles in allem eine nette Unterhaltung für ein paar schöne Lesestunden. Humorvoll und romantisch, aber auch ein wenig zu überzogen für mich.









