Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Stierle Kelten

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Pusteblümchen:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

An der Grenze

Querfeldein von Alex Capus

Ich habe schon einige Bücher von Alex Capus und auch in diesem ist der Schreibstil unverkennbar, obwohl es thematisch wieder einmal ganz anders ist als sein vorherigen Werke. Seine Sprache ist unaufgeregt, ruhig, oftmals poetisch, aber auch amüsant und einfach schön zu lesen.

Dieses Mal geht es um das Leben einer Wirtsfamilie, die zu Beginn des 20.

Jahrhunderts in einem Schweizer Dorf an der Grenze zu Deutschland wohnt. Im Vordergrund steht der Wirt Arnold, der sein Wirtshaus bewusst am Rand des Dorfes im Niemandsland an der Staatsgrenze eröffnet, um den Bauern, Deppen und Dorfbonzen, die ihm schon sein Leben lang das Leben schwer machten, aus dem Weg zu gehen.

Wieder einmal legt der Autor den Fokus auf seine Charaktere. Diese beschreibt er authentisch und facettenreich. Er versteht es, in einer historischen Atmosphäre seine Figuren lebendig werden zu lassen.

Es ist ein ruhiger Roman, der seine Leser*innen in das Leben an der Grenze zwischen der Schweiz und Deutschland vor über hundert Jahren eintauchen lässt und dabei unterhält, sowie zum Schmunzeln einlädt. Für mich ein echtes Lesehighlight für gemütliche Stunden.

Kurz gesagt: eine kurzweilige Geschichte mit authentischen, fiktiven Charakteren und historischen Bezügen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Pusteblümchen
An der Grenze
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Eine Familiengeschichte aus dem Riesengebirge

Geteiltes Haus von Alice Horácková

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, da die meine Familie meines Vaters selbst aus dem Sudetenland stammt und ich noch einige mündlich überlieferte Erinnerungen aus dieser Zeit im Kopf hatte.

Die Autorin hat ihre Geschichte in Benetzko angesiedelt.
Im Mittelpunkt stehen Zdenka und Anežka – die eine Tschechin, die andere Deutsche.

Die beiden Frauen erleben Regimewechsel, zwei Weltkriege und das Leben in einem Dorf, in dem Nachbarn zu Feinden werden. Eines bleibt den Frauen aber über Jahrzehnte hinweg erhalten: ihre Freundschaft.

Anhand ihrer Charaktere beschreibt Alice Horáčková eine generationenübergreifende Chronik des Sudetenlands in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dabei werden die Gefühle von Heimatverlust, innerer Zerrissenheit und tiefem Überlebenswillen spürbar.
Man spürt in jeder Zeile, dass die Worte der Autorin auf wahren Begebenheiten und den Memoiren ihrer eigenen Vorfahren beruhen. Es ist nicht nur ein historischer Roman, sondern ein vielschichtiges Zeitdokument und gleichzeitig eine Liebeserklärung an die Menschen aus dieser Region.

Aufgrund meiner eigenen familiären Historie war es für mich ein echtes Highlight, das mich noch lange begleiten wird.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Pusteblümchen
Eine Familiengeschichte aus dem Riesengebirge
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Familiengeschichte über vier Generationen

Über vier Leben von Pauline Hatscher

Mirabell blickt zurück auf die Frauen in ihrer Familie. Ihre Mutter, die sich von ihrem Vater schlecht behandeln ließ, ihre Großmutter, die Suizid begangen hat und eine Urgroßmutter, die durch eine Vergewaltigung schwanger geworden ist. Drei Frauen, die einen Schmerz in sich getragen und über die Generationen weitergegeben haben.

Sie hat das Gefühl nichts über diese Frauen zu wissen und bei den Geschichten, die in der Familie überliefert wurden, ist ihr unklar, was wahr ist. Es sind einfach zu viele Leerstellen und diese möchte Mirabell füllen.
Der Roman berichtet im Wechsel aus der Perspektive der vier Frauen. Die Autorin erzählt vier Leben, in vier unterschiedlichen Zeiten. Dabei gelingt es ihr gut den jeweiligen Zeitgeist mit seinen unterschiedlichen gesellschaftlichen Zwängen und Normen einzufangen. Die Charaktere der vier Frauen werden authentisch dargestellt.
Die Ereignisse sind nicht immer leicht zu lesen, sondern bedrückend, schmerzhaft und voller Leid.

Es ist kein Roman, den man nebenbei liest, sondern einer, der an die Substanz geht und der sich damit beschäftigt wie die Verletzungen unserer Vorfahren an die nächste Generation weitergegeben werden.

Mit diesem Generationenroman ist Pauline Hatscher ein beeindruckendes Debüt über das Verschweigen generationenübergreifender Traumata gelungen, das noch lange nachklingt und zeigt, wie tief die Wurzeln unserer eigenen Identität in der Vergangenheit liegen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Pusteblümchen
Familiengeschichte über vier Generationen
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Familie, Erinnerungen, Geheimnisse und noch viel mehr

Ein Riesenspaß für die ganze Familie von Jennifer E. Smith

Inzwischen ist es drei Jahre her, dass sich die vier Endicott-Geschwister Jude, Gemma, Roddy und Connor zuletzt gesehen haben. Sie können auf viele gemeinsame Erinnerungen zurückblicken: Als Kinder waren sie unzertrennlich, bis etwas zwischen ihnen zerbrochen ist. Inzwischen hat jeder sein eigenes Leben, einen anderen Lebensmittelpunkt und andere Prioritäten.

Nun möchte Jude ein gemeinsames Treffen in North Dakota, um ihnen etwas mitzuteilen.

Das Buch lässt einen fühlen, was Familie ist, was es bedeutet gemeinsame Erinnerungen zu haben, auf Erlebtes zurückzublicken und vergangene Familiendramen aufzuarbeiten. Die Handlung springt zwischen den Orten sowie der Gegenwart und der Vergangenheit hin und her.

Es sind ganz viele kurze Momente, die berühren oder mich auch zum Lachen gebracht haben. Ich habe mich gerne mit den Geschwistern erinnert und den dramatischen Ereignissen nachgespürt, die letztendlich das Gefühl von Gemeinschaft und Familie ausmachen.

Natürlich hat jede Familie ihre eigenen Erinnerungen, ihre eigene Dynamik und ihre besonderen Familienmomente. Damit ist dieses Buch, wie jede Familiengeschichte, einzigartig und gleichzeitig ist die Geschichte auch so typisch für Familie.

Ein tiefgründiges Buch über das Verzeihen und die Frage, was Familie eigentlich ausmacht.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Pusteblümchen
Familie, Erinnerungen, Geheimnisse und noch viel mehr
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Ein spannendes Buch voller Wendungen

Was sie nicht weiß von Shari Lapena

Da ich bisher alle Bücher von Shari Lapena geliebt habe, waren meine Erwartungen hoch und tatsächlich hat es die Autorin wieder einmal geschafft, mich von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln.

Bryden und Sam Frost leben mit ihrer dreijährigen Tochter Clara in New York.
Zunächst wird der ganz normale Alltag einer Familie geschildert.

Clara ist im Kindergarten, Bryden möchte sie mit dem Auto abholen, ist kurz abgelenkt und es kommt zu einem Unfall. Bis hierhin ahnt man noch nichts Böses. Aber was dann kommt, wie sich die Ereignisse entwickeln und wie immer wieder neue Wendungen entstehen, das hat dafür gesorgt, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Bryden verschwindet und wird tot aufgefunden.
Die Polizei beginnt direkt zu ermitteln. Jeder in ihrem Umfeld ist verdächtig: ihr Ehemann, ihre Familie, ihre Freunde und Nachbarn.
Es entstehen immer wieder neue Verdachtsmomente und ich musste meine Vermutungen ständig revidieren. Dieses Herumrätseln hat mir unglaublich viel Spaß gemacht.

Das Ende war überraschend und kam für meinen Geschmack ein wenig plötzlich, hier hätte die Autorin gerne etwas langsamer vorgehen können.

Ein rundum gelungener, nervenaufreibender Thriller mit Suchtfaktor, den ich trotz kleinerer Schwächen am Ende Genre-Fans empfehlen kann.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Pusteblümchen
Ein spannendes Buch voller Wendungen
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Zwischen Nähe und Rivalität

Maja & Natascha von Elyse Durham

Die Geschichte beginnt im Jahr 1941 in Leningrad mit der Geburt der Zwillingsschwestern Maja und Natascha. Ihre 19-jährige Mutter Elisaweta ist Tänzerin im Kirow-Ballett und nach dem Verlust ihrer Eltern und in der bedrohlichen politischen Lage überfordert. Sie nimmt sich das Leben. So werden die Zwillinge im Kirow-Ballett groß, das für sie zur Ersatzfamilie und Heimat wird.

Nach einem Zeitsprung erleben wir Maja und Natascha als 17-Jährige. Beide teilen den gleichen Traum: Sie wollen tanzen und die Welt sehen. Doch die Realität des Balletts ist unerbittlich, und dieser Traum wird nur für eine von ihnen in Erfüllung gehen.
Maja und Natascha sind emotional tief und eng miteinander verbunden. Dennoch entsteht zwischen ihnen eine tragische Rivalität.

Ich liebe die Welt des Balletts und diese wird so lebendig und bildhaft dargestellt, dass man die Atmosphäre beim Lesen förmlich greifen kann. Man spürt den Schweiß, die Disziplin und die Leidenschaft auf jeder Seite.
Die düsteren, historischen Hintergründe werden nicht einfach nur erzählt, sondern sind gelungen in die Handlung eingewoben. Dadurch wirkt alles authentisch, stimmig und emotional tiefgründig.

Es ist bewegender, atmosphärischer Roman in dem es um Träume, Konkurrenz, Freiheit, Familie, Freunde und Loyalität geht und in dem die Kontraste zwischen familiärer Nähe, Konkurrenzkampf und historischer Kulisse gut eingefangen werden.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Pusteblümchen
Zwischen Nähe und Rivalität
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Intensive Erinnerungen

Löwe von Sonya Walger

Die Autorin ist niemand anders als Penny Widmore aus der Serie „Lost“. Diese Rolle hat aber nichts mit ihrem Buch zu tun. Hier berichtet sie rückblickend über ihren Vater.

Inzwischen ist sie selbst Mutter und ihr Vater gestorben. In ihren Erinnerungen schildert sie die Ereignisse so, wie sie diese als Kind wahrgenommen hat.

Ihr Vater war für sie wie, schon der Titel des Buches sagt, ein Löwe: stark, kämpferisch, unberechenbar, voller Energie und Kraft.
Dieser Blick eines Kindes auf seinen Vater ist nicht ungewöhnlich, aber ihr Vater ist ungewöhnlich.
Er führt kein geregeltes Leben, kommt mit dem Gesetz in Konflikt, die Familie wechselt mehrfach ihren Wohnort und das über die Kontinente hinweg.

Die Kapitel sind kurz und zeitlich nicht chronologisch angeordnet. Die zeitliche Einordnung erfolgt durch die Altersangabe der Autorin. Es bestehen auch keine direkten Zusammenhänge zwischen den Kapiteln. Es sind lauter kurze Schnappschüsse, aus denen erst im Nachhinein ein rundes Bild eines turbulenten Lebens entsteht.

In ihrem Buch beschreibt die Autorin einen sehr komplexen Menschen, an dessen Seite das Leben sicherlich nicht einfach war. Es sind intensive und emotionale Einblicke in eine ganz besondere Vater-Tochter-Beziehung und es ist ein facettenreiches Porträt eines unberechenbaren Vaters.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Pusteblümchen
Intensive Erinnerungen
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Voller Spannung und Wendungen

Weil sie lügt von Caroline Seibt

Juli ist verschwunden und die Polizei geht von einem Mordfall aus. Verdächtigt wird der Vater. Anna glaubt nicht an seine Schuld und versucht alles, um den wahren Täter zu finden. Gleichzeitig muss sie sich aber auch noch um ihren kleinen Bruder Leon kümmern, da ihr Vater im Gefängnis sitzt und ihre Mutter psychisch krank ist.

Anna ist eine unglaublich starke Persönlichkeit, die in ihrer Verzweiflung sehr viel Mut und Energie aufbringt. Auch die Polizei ermittelt. Während der Ermittler Max Faber überzeugt von der Schuld des Vaters ist, glaubt seine Kollegin Katharina Engels nicht an seine Schuld.
Die Ereignisse werden im Wechsel aus Katharinas Sicht und der von Anna geschildert. Dabei wird eine enorme Spannung aufgebaut. Fast jedes Kapitel endet mit einem Cliffhanger, wodurch ein unglaublicher Sog beim Lesen entsteht.
Ich habe durchgehend mitgefiebert und gerätselt, was mit Juli passiert sein könnte, bin aber zu keiner schlüssigen Erklärung gekommen. Es gab immer wieder Wendungen, die für mich absolut nicht vorhersehbar waren. Das Ende hat dann dafür gesorgt, dass mein Mund endgültig offen stehen blieb.

Einfach fantastisch, ich habe wirklich schon viele Krimis und Thriller gelesen, aber dieser war ein ganz besonderes Highlight.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Pusteblümchen
Voller Spannung und Wendungen
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Unterschiedliche Sichtweisen einer gemeinsamen Vergangenheit

Geschwister von Moa Herngren

Bereits der Prolog macht deutlich, dass das Verhältnis der drei erwachsenen Geschwister Ulrika, Andrea und Rasmus zerbrochen ist.
Im Anschluss geht es weiter zurück in die Vergangenheit und man erfährt wie es so weit kommen konnte.

Nach dem Tod des Vaters steht erstmalig der Geburtstag der Mutter an und die Geschwister treffen im Elternhaus aufeinander, um gemeinsam zu feiern.

Bei diesem Treffen kommt einiges an die Oberfläche, was über Jahre hinweg versteckt gebrodelt hat.
Andrea fühlt sich ausgeschlossen, da zwischen ihrer Schwester Ulrika und der Mutter eine enge Bindung besteht, an der sie nicht teilhat. Für Ulrika war sie stets das Lieblingskind des Vaters. Rasmus ist es nie gelungen aus dem Schatten seiner Schwestern herauszutreten.

Durch das Treffen kommen alte Erinnerungen hoch. Jeder hat eine andere Sicht auf die Vergangenheit. Als Leser erfährt man diese aus der Sicht der einzelnen Geschwister und unglaublicherweise fand ich jede Sichtweise glaubhaft. Die Autorin versteht es darzulegen, dass es nicht die eine Wahrheit gibt, sondern dass die Wahrheit durch das eigene Erleben, unterschiedliche Empfinden ein wenig anders aussieht. Alles ist so realistisch und lebensnah geschrieben, dass die Situationen auf die ein oder andere Weise in das Leben eines jeden passen.
Erinnerungen verändern sich, so wie die Wahrnehmung je nach Perspektive vollkommen unterschiedlich ist.

Das Buch ist erschütternd, die familiären Konflikte sind schwierig und ohne Hilfe von außen kaum zu lösen. Ob es immer so enden muss wie hier? Nein, ich denke nicht. Dennoch fand ich diese eindrückliche Schilderung interessant zu lesen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Pusteblümchen
Unterschiedliche Sichtweisen einer gemeinsamen Vergangenheit
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Ein Sommer zwischen Trauer, Familie und Drama

Sommerhaus von Rachel Joyce

Der 76-jährige Vic Kemp ist ein großartiger Künstler. Dessen ist er sich auch sehr bewusst, von seiner eigenen Genialität ist er völlig überzeugt und an Selbstbewusstsein mangelt es ihm nicht. Seine vier Kinder Netta 40, Susan 39, Goose 36 und Iris 33 Jahre verehren ihn, was vielleicht auch ein wenig dem frühen Tod ihrer Mutter zuzuschreiben ist.

Nun eröffnet Vic ihnen, dass er wieder heiraten will und zwar die 27-jährige Bella-Mae. Seine Kinder sind entsetzt.
Vic zieht mit Bella-Mae in die Familienvilla am norditalienischen See Lago d’Orta. Dort wird er kurz nach der Hochzeit tot aus dem See geborgen. Seine Kinder reisen hin, um zu erfahren, was passiert ist bzw. um Bella-Mae als Erbschleicherin oder sogar Mörderin zu überführen.

Der Originaltitel zu diesem Buch lautet „The Homemade God“ und ich finde es wirklich schade, dass dieser nicht beibehalten wurde, da er absolut treffend ist.

Die Villa am See nimmt viel Raum ein. Die Hitze des Sommers wird dort regelrecht spürbar. Das Buch ist eine Familiengeschichte und zugleich spannend wie ein Kriminalfall. Die Dynamik der Beziehung zwischen den Geschwistern verändert sich, durch den Tod des Vaters gestaltet sich ihre Rolle im Familiengefüge neu. Sie beginnen, die Vergangenheit und das idealisierte Bild ihres Vaters zu hinterfragen. Es werden Risse freigelegt, von denen zunächst nichts zu ahnen war.

Während mir keiner der Charaktere so richtig sympathisch geworden ist, habe ich das Setting, das Haus am See und die sommerliche Hitze geliebt. Da kam ich schon beim Lesen ins Schwitzen.

Trotz der unsympathischen Charaktere war es für mich ein absolut fesselndes Sommerdrama, das mich vor allem durch sein Setting und die spürbare Hitze begeistert hat.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Pusteblümchen
Ein Sommer zwischen Trauer, Familie und Drama