Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Daggy:
Kreative Spielereien mit dem Handabdruck
Deine Hand ist eine Sonne von Christine Naumann-Villemin; Géraldine Cosneau
Ein fröhliches quadratisches Pappbilderbuch, dass eine Hand zeigt, die mit einigen zusätzlichen Strahlen zu einen Sonne wurde.
Das Kind wird aufgefordert seine Hand auf das Bild zu legen, denn das Huhn ist auch wieder aus einem Handabdruck entstanden. „Gack, Gack, Gack!“ macht es uns auf ihr Küken aufmerksam.
„Gluck, Gluck, Gluck“ macht er planschende Tintenfisch.
So bekommen wir sehr schöne Anregungen, wie man aus dem Abdruck einer Hand Tiere entstehen lassen kann. Sicher fallen uns noch andere kreative Möglichkeiten eine Tiere entstehen zu lassen.
Mit dem Tiger durch die Welt
Komm, entdecke die Tiere! von
Schon das Cover fällt auf durch das blauglänzende Wasser und die Löwenmähne, die aus weicher Wolle besteht und die an gerne streicheln möchte.
Auf der ersten Doppelseite sehen wir den kleinen Tiger, der sich verlaufen hat, zum Glück wirft ihm ein Mädchen eine Strickleiter zu und so kann er zu ihr in den Korb eines Heißluftballons klettern.
Hier im Wald gibt es eine Menge Tiere und einige finden wir unter Klappen. Die Krähe wird durch eine Wolke aus Fils verdeckt, die wir herabklappen können und der Fuchs hat eine weiße Schwanzspitze, die sich wie Watte anfühlt. Auf der nächsten Seite sind wir in der Arktis und hier hat der Eisbär ein schönes kuschelig weiches weiße Fell.
Nach dem Meer und der Savanne kehrt der Tiger dann in den Dschungel heim zu seiner Mama.
Ein fröhlich buntes großformatiges Pappbilderbuch mit vielen überraschenden Extras. Da kann ein kleines Kind viel entdecken und die kleinen Texte sind spannend zu lesen. Ein wirklich tolles Buch für unsere Lesekiste. Meine Enkel hatte schon viele Spaß damit, obwoh sie nicht mehr ins Lesealter passen.
Manchmal muss man eigene Wege gehen um glücklich zu werden
Furzipups, der Knatterdrache (Pappbilderbuch) von Kai Lüftner
Niedlich schaut der kleine bunte Drache uns vom Cover aus an. Oben auf der Seite ist eine Vertiefung und dort versteckt sich das Pupsgeräusch, das wir durch einfaches Drücken auslösen.
Die anderen ebenso bunten Drachen sehen sehr ungewöhnlich aus. Sie haben z.B. drei oder fünf Augen, aber auch nur eines.
Aber sie können alle Feuer speien.
„—alle Drachen dieser Erde, spucken Feuer bei Gefahr, nur Furzipups nicht, leider wahr.“ Wenn Furzipups es probiert, entweicht ihm nur ein Pups. So viel der kleine Drache auch übt, es gelingt ihm immer nur ein Pups. Scharfes Essen und baden in Lava, alles hat keinen Erfolg. So kommt er zu dem Schluss „Feuerspuken ist nur Stress, dachte sich, dann lässt du es.“ So erfreut er die anderen mit seinen rhythmischen Pupsgeräuschen. Und die Moral von der Geschichte: „Fühlst du dich unverstanden? Dann sing dein eignes Lied, und pupse, wenn es sein muss, in deinem eigenen Beat.“
Eine lustige Geschichte mit fröhlichen, bunten Bildern, aber mir ein bisschen flach. Die Kinder werden, dass ist zu erwarten, das Pupsen und das darüber sprechen mögen. Mein erster Zuhörer sind auf jeden Fall sehr begeistert, wenn die Furzipupsbücher auftauchen.
Dieses Buch ist nun ein Pappbilderbuch und damit sehr gut geeignet für kleine Hände.
Vorlesen als spaßiges Fest
Das Lesefest von Christelle Saquet
Unsere drei Freunde aus dem ersten Teil „Uhuwe liest vor“ haben lesen gelernt und alle sind zusammen mit dem bebrillten Uhu hinter dem großen Buch zu sehen. Diesmal soll es ein Lesefest geben.
Alle drei haben schon Leckereien bereitgestellt und dann liest zuerst der Dachs vor. Doch er liest ohne Punkt und Komma in einem durch.
Der Hase liest vor Angst so leise, dass man ihn nicht verstehen kann. Als dann das Eichhörnchen Silben einzeln liest und sich ständig verhaspelt, platzen die Drei vor Lachen. Am Abend berichten sie Uhuwe von ihren Problemen. Er nimmt sie mit in seine wunderschöne Baumbibliothek und sie sind fasziniert von den vielen Büchern. Mir gefällt das Bild auch ganz besonders gut und ich würde auch gerne mal dort hineinschauen wollen. Dann gibt er allen einen Rat, wie sie ihr Vorlesen verbessern können und ich glaube, das können auch viele kleine Leser*innen beherzigen.
Eine schöne Geschichte über das Vorlesen, denn wir alle haben lernen müssen, wie wir es am besten machen, dass die anderen uns gut verstehen können und dem Vorlesen gerne lauschen.
Witzig und voller Fantasie
Das war ich nicht! Das waren die Piraten! von Sabine Kranz
Wilde Piraten schauen uns von Titel an, ganz vorne steht das kleine Mädchen, die uns auf der ersten Seite ihren Papa vorstellt.
Er hat sie vom Kindergarten abgeholt und nun gehen sie noch schnell was einkaufen, Flora hat viel zu erzählen, aber der Papa hört nicht richtig zu. Er hat noch viel Hausarbeit zu erledigen.
Doch Flora will freiwillig aufräumen, Sie fragt die Piraten, ob sie ihr helfen. Als Papa dann verwundert fragt „Huch!? Was ist den hier passiert?“ als er das Zimmer betritt, antwortet Flora mit dem Buchtitel. Auch das Badezimmer setzten die Piraten unter Wasser und als dann noch ein Pfannkuchen in Papas Gesicht landet, schickt er seine Tochter auf den Hof. Hier lernt Papa dann die Piraten persönlich kennen.
Die Zeichnungen in diesem Bilderbuch sind genau so verwegen wie die Piraten, vielleicht haben sie es auch gemalt? Bunt, wild und voller Lebensfreude. Der kurze Text wird durch Sprechblasen ergänzt und unsere Kinder sind um eine Ausrede reichen, wenn es man wieder was zu meckern gibt. Fantasie- und humorvoll, ein echter Piratenschatz! Und für die, die meinen auch Männer sollten Carearbeit leisten, ist dieser Papa ein Paradebeispiel.
Einfach ein tolles Buch, nicht nur für Fußballbegeisterte
Ganz am Anfang war der Ball von Will Gmehling
Das Buch muss einfach laut gelesen werden, denn dann kommen die vielen lustigen Namen und Ort, Verben und Plätze so richtig zur Geltung. Da fließen mir die Sätze fröhlich von der Zunge.
„Fuß & Ball gehört zusammen,
einerlei, woher sie stammen.
Blaue Flecken, Kratzer Schramme:
Wir sind Feuer, wird sind Flamme!“
Da wird noch so ganz nebenbei erwähnt, dass wir alle doch gleich sind.
Und das Bild dazu zeigt verschiedene Füße mit den unterschiedlichsten Schuhen oder auch ganz ohne diese. Aber wenn man ganz genau hinschaut, sitzt eine Schnecke auf dem Fußball, Ameisen laufen durchs Bild und neben dem Rucksack, in Superman-Farben, liegt ein Kronkorken.
Genauso witzig sind die anderen Seiten, da wird gejubelt, Trikots gewaschen, Fußball geguckt und gespielt. Es gibt so viel zu entdecken und einige Sachen tauchen auch immer wieder auf und die Suche macht so richtig Spaß.
Fazit: Ein Fußballbuch mit wunderbar witzigen Reimen und Illustrationen, die mich total begeistern.
Mit gegenseitiger Unterstützung schafft man alles
Geh deinen Weg, Schildkröte von Rachel Bright
Schon auf dem Cover lernen wir Marla und ihren Bruder Mini kennen. Schauen sie uns nicht niedlich an?
Zu Beginn des Buches schlüpfen die beiden mit einem „Plopp!“ aus dem Eis und laufen, einem Instinkt gehorchend Richtung Meer. Doch dann tauchen viele andere Tiere auf, die das Schauspiel anschauen.
Wir haben ja auch schon oft gebannt vor dem Bildschirm gesessen und dieser zauberhaften Nacht zugesehen. „Los, Schildis!“ schreit der Affe und alle Schildkröten laufen noch schneller. Der Tukan will Marla als Siegerin sehen. Doch da fällt Marla auf, dass ihr Bruder nicht mehr mit ihr unterwegs ist und sie entschließt sich umzukehren und nach ihm zu suchen. Aber sie weiß auch, dass sie vor der Morgendämmerung im Wasser sein muss.
Natürlich geht die Geschichte gut aus, denn mit vereinten Kräften helfen die Tiere den beiden kleinen Schildkröten pünktlich ins Meer zu kommen. Das Buch ist, wie seine vielen Vorgänger in Reimform geschrieben und diesmal macht das Lesen richtig Spaß. So gefällt mir ein Satz zum Ende des Buches besonders „Und wenn nur Einer Mut zeigt, der andere bewegt, entsteht daraus ´ne Welle, due uns für immer trägt.“
Neben den farbenfrohen Tierillustrationen zeigt dieses Buch uns wie wichtige der andere in diesem Fall der kleine Bruder ist und wie erfolgreiche alle Tiere zusammen sind.
Witzige Suche nach einem kleinen Hund
Bitte nicht wecken ... Hier schläft ein Pirat! von Rhiannon Findlay
Der verschlafene Pirat sitzt auf seinem Goldschatz und der Junge schleicht sich zusammen mit seinem Hund an. Sie werden doch den Piraten nicht wecken?
Zunächst sehen wir eine Karte der Rumtreiberinsel, dann werden die Macherinnen des Buches vorgestellt und dann sehen wir den Jungen oben vom Leuchtturm, der wohl sein Zuhause ist, herabschauen.
Er sucht seinen Hund Wuff und er machts sich auf den Weg ihn zu suchen. Dabei ist sein wichtigster Vorsatz „Weck niemals die Piraten!“ Ein Satz, den wir noch oft lesen werden. Vorbei an dem zauberhaften Feenbaum geht es zur Meerjungfrau und bald findet er in einer Flasche eine Karte. So gelangt er zu Lager der Piraten mit denen sein Hund fröhlich feiert.
Ein witziges Buch mit schönen Reimen und bunten Illustrationen in der jeder aus Riesenaugen herausschaut. Die Wiederholung der Warnung den Pirat nicht zu wecken wird den Kindern beim Vorlesen sehr gut gefallen und dass der Furcht unbegründet ist sicher auch.
Beängstigend aktuell
Egal war gestern von Jörg Isermeyer
Finn und Lennard posten auf einer Plattform lustige Videos, als Sam, ein Mädchen mit afrikanischen Wurzeln ihnen anbiete durch eine Kooperation mehr Klicks zu generieren, sagen die beiden Jungs zu. Unter Sams Post gibt es immer wieder rassistische Meldungen, die Finn erschrecken. Auch sein Vater hat im Netz Dinge gefunden, die darauf hinweisen, dass es in der Schule in der auch er als Lehrer arbeitet, Nazis unterwegs sind.
Als er das öffentlich macht, wird er zum „Nestbeschmutzer“. Denn in dem kleinen Ort steht mit einem Mann der „Wir“-Partei, ein Rechter zur Bürgermeisterwahl an.
Im Laufe des Buches wird klar, dass die einen wohl wirklich naiv sind und die Warnungen nicht wahrhaben wollen und sich deshalb „raushalten“. Andere wählen aus Überzeugung diese Partei. Doch die Rechten sind gut vernetzt und erreichen mit ihrer Propaganda auf ihren Socalmedia-Seiten, dass Finns Familie sogar von Freunden geschnitten wird. Als es dann och offene Drohungen gibt, fühlen sich sie nicht mehr wohl in ihrem Heimatort.
Ein Buch, das aufrüttelt und das die Frage offenlässt, wie würden wir uns verhalten? Würden wir auch wieder schweigen? Oder werden wir es schaffen uns ebenfalls zu vernetzten und diesen Nazis die Stirn zu bieten?
Mehr als Schulliteratur, diese Buch ist zeigt auch Erwachsenen, welchen Weg wir da einschreiten, wenn wir nichts unternehmen.
Sprechende Roboterkatze wird zum Freund
Rocky die Roboterkatze von Thorsten Winskowski
Elli schaut liebevoll auf ihre Katze, die leider keine echte ist, deshalb leuchtet eine Herz auf ihrer Brust.
Mini ist das Kuscheltier der achtjährigen Elli und sie wünscht sich so sehr eine echte Katze, doch leider hat ihre Mutter eine Allergie und deshalb ist die Anschaffung eines Katze leider für die Familie nicht möglich.
Wie gut ist es da, dass Ellis Papa ein echter Erfinder ist und um seine Tochter zu trösten baut er in seinem Keller eine Katze zusammen. Und so präsentiert er eines Morgens eine Roboterkatze, die er Rocky nennt. Zunächst ist diese Tier, über das sich Elli sehr freut, nur eine Maschine, aber im Laufe der Geschichte entwickelt sie sowas wie Gefühle. Da sie dann auch noch sprechen kann, wird sie zu einem echten Katzenfreund für Elli.
Ich glaube alle Kinder wünschen sich ein Haustier und oft scheitert es an einer Allergie der Eltern. Hier ist die Lösung eine Maschine, die aussieht wie eine Katze. Dass sich dieser Roboter allerdings, dadurch, dass er sprechen kann, mehr zu einer menschlichen Kreatur entwickelt gefällt mir nicht. Das macht die Geschichte sehr fantastisch und so wundert es mich nicht, dass Elli diese „Katze“ noch besser findet als eine echte Katze.
Es gibt einige niedliche Illustrationen, die mit KI erstellt wurden.











