Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Daggy:
Mit großen Tieren spielen
Mein erstes Buch der großen Tiere von Sandra Grimm
Da geht es nicht nur um große Tiere, auch das Buchformat ist etwas größer und es hat riesengroße Schieber, wie man auf dem Cover lesen kann. Bei der Elefantenmutter, die liebevoll ihr Kleines anschaut, kann das Ohr bewegt werden.
Auf der nächsten Doppelseite des Pappbilderbuche sehen wir einen blauen Wal, in seinem zu schließenden Maul verschwinden kleine bunte Fische.
Laut dem kleinen Vierzeiler wollen die alle mit durchs Meer. Hochkant müssen wir dann das Buch drehen, damit die Giraffe ihren Hals strecken kann. Mit einem Schieber taucht der kleine Eisbär auf und die Schilkröte streckt ihren Hals, um an die Blätter zu kommen.
Das Buch lebt von seiner Größe und den beweglichen Teilen, es soll einfach Spaß machen und vom Vorlesen eignen sich die kleinen Reime ganz gut.
Praxistipps zum Garten im Glas
Mein Mini-Garten im Glas von Ben Newell
Mini-Gärten sind jetzt im Trend und ich wollte wissen, wie ich einen solchen Garten anlegen kann. Dieses Buch beinhaltet 18 Projekte unterschiedlichster Natur. Das Cover seigt ein niedliches magisches Feendorf. Zunächst wird allgemeines zum Mini-Garten erklärt, dann werden die verschiedensten Terrarien vorgestellt, das Werkzeug, das wir benötigen und der Aufbau sind auf den nächsten Seiten erklärt.
Welche Behälter kann ich nutzen und „was ist Substrat?“ Hier werden die Fragen mit vielen Fotos beantwortet. Interessant fand cih die Seite mit den Pflanzen, hinten im Buch gibt es Tipps, wo man sie kaufen kann. Auch kleine Tiere wie Tausendfüßler und Asseln kann man in den Gläsern halten. Und dann geht es an die konkreten Beispiele, es kann ein Dschungel angelegt werden, eine Wüste oder eine Daurierwelt. Zu allen Vorschlägen gibt es eine genaue Anleitung, aber natürlich kann die eigene Fantasie noch anders Welten erschaffen.
Wenn sich jemand dafür interessiert einen Mini-Garten anzulegen findet er in diesem Buch viele Tipps vom Fachmann und ich denke danach kann das eigene Projekt starten.
Was eine Freundschaft ausmacht
Vom Glück unserer Freundschaft von Jake Biggin
Sehr edel sieht das Cover aus mit seinen goldenen Buchstaben. Da sitz das kleine Mädchen am Meer und neben ihr ihr Hund, der ihr wohl etwas sagen will.
Und „sprechen“ kann der kleine Dackel dann auch und er gibt weise Dinge von sich. Aber zunächst fragt er Anna, was sie hat, denn sie liegt mit einem Kissen vor dem Gesicht zusammengekauert auf dem Bett.
„Ach, nicht so wichtig“ lautet ihre Antwort. Doch der Hund widerspricht und sagt ihr, dass sie Freunde sind.
Annas Körperhaltung bleibt abweisen, während wir ihr Gesicht nicht wirklich sehen können. Ihr Gesicht bleibt auch bis auf wenige Ausnahmen am Ende des Buches ohne Merkmale, aber ihr Körper zeigt sehr genau ihre Gefühle. Die einzelnen Doppelseiten sind wundervoll zart mir Aquarellfarben illustriert, die beiden Freunde sind fließend mit Tusche gezeichnet und so bleibt alles weich.
Ein schön gestaltetes Buch mit vielen aufbauenden Aussagen. Ich finde ja immer, dass diese Bücher was für Erwachsene sind, die Freude an den wahren Aussagen über Freundschaft haben.
Frühlingsbilder
Schau mal, endlich Frühling! von Kraushaar Sabine
Auf dem Laufrad geht es mit Papa an den See, die Entenfamilie schaut auf den kleinen Jugen mit dem Dino-Helm.
Die nächste Doppelseite zeigt vergnügte Käfer, es folgen niedliche Vogelelter im Nest und ein Osterblumenstrauß. Geschlüpften Küken mit Mama Henne und ein Hase, der aus dem Gebüsch eine Möhre anschaut.
Auf der letzten Seite hüpft der Osterhase mit einem Eierkorb auf dem Rücken durchs Bild.
Es gibt keinen Text in dem kleinen Pappbilderbuch, aber ein wenig fehlt mir das Konzept, obwohl alles zum Frühling passt. So kommen außer den beiden erwähnten vom Cover keine weiteren Menschen vor. Da hatte ich eine andere Erwartung.
Es gibt viel zu sehen und kleine Kinder werden sicher einige Begriffe kennenlernen. Die Illustrationen sind klar gezeichnet.
Machmal macht sich Mut bezahlt
Damals in der Rosenstraße von Anja Tuckermann
Schon das Cover zeigt, wie eindrucksvoll das Buch gestaltet ist. Es zeigt die einige der Menschen, die in der Rosenstraße für die Freilassung der Inhaftierten gekämpft haben.
Das Buch beginnt 1941 mit Hakenkreuzfahnen und einer blutroten Straße auf der vier Männer in NS-Uniform marschieren, daneben unbeteiligte Passanten und aus der Seitenstraße kommt ein Mann mit zwei Kinder, die eine Judenstern tragen.
Eine kleine Erzählung berichtet von Doris, die nicht auf den Spielplatz darf. Auf der anderen Seite ist ein erklärender Text zur Situation zwischen 1933-1945 abgedruckt. Danach erfahren wir einiges über jüdische Kinder in der Zeit. Als seine kleine Schwester Doris von Hitlerjungen geschubst wird, schreitet ihr Bruder Helmut ein. Im Jahr 1942 überlegt Doris, ob die Familie nicht auch flüchten sollte. Doch am 27.2.1943 wird der Vater abgeholt und in die Rosenstraße gebracht. So ist sind auch Doris und ihre Mutter unter denen, die um die Freiheit ihrer Männer kämpfen, indem sie vor in der Straße demonstrieren und ihre Freilassung fordern.
Neben der Geschichte von Doris Familie und den vielen Sachinformationen zurzeit, lebt das Buch ganz besonders von den eindringlichen Illustrationen. Sie treffen mit ihren eindrucksvollen Gesichtern und den krassen Farben genau die Lage in dieser Berliner Straße.
Tolle Klasse, schönes Erstleserbuch
Kleine Lesehelden: Wir sind erste Klasse! von Daniela Kulot
Wir sehen Betti mit ihrer Kiste auf dem Schulhof stehen und Anton schaut neugierig durch den kleinen Spalt hinein.
Nachdem uns die beiden vorgestellt wurden und wir erfahren, dass sie in die 1. Klasse gehen, die „Fuchs-Bande“ heißt und ihre nette Lehrerin Frau Kanne kennenlernen, geht es gleich mit dem Unterricht los.
Frau Kanne liest eine Herbstgeschichte vor und unsere Aufgabe ist es das richtige Buch auszusuchen. Dann werden Blätter gebastelt, die durch die Klasse fliegen. Doch dann geschieht etwas unerwartetes, Aus Bettis Kiste kann sich eine kleine graue Maus befreien. Frau Kanne springt auf den Stuhl und die Kinder tun alles um die Maus zu fangen.
Natürlich geht das nur, wenn alle zusammen überlegen und zusammen handeln. So wird mit dieser kleinen Geschichte für Erstleser gezeigt, wie schön es ist, eine tolle Klassengemeinschaft zu haben.
Neben der groß gedruckten spannenden Schulgeschichte gibt es viele schöne bunte Illustrationen und einige Rätsel, die gut zu lösen sind. Ein empfehlenswertes Buch für den Schulanfang.
Hier gibt es eine Menge zu sehen
Unser Spielplatz von Daniela Chudzinski
Das große quadratische Bilderbuch zeigt einen Spielplatz und im Laufe des Buches wird er die Hauptperson bleiben.
Viele der gezeichneten Menschen werden immer wieder auftauchen, so der Mann mit dem Hund, das Paar, dass sich erst umarmt und später einen Kinderwagen schiebt oder Tante Lial, die strickend auf der Bank sitzt und später ihren fertigen Schal mit einem netten älteren Herrn teilt.
Der Spielplatz liegt in einem Park, aber er grenzt auch en Häuser. Es gibt einen Sandkasten mit einer roten Rutsche, eine Wippe, eine Schaukel und noch einiges mehr. Zu Beginn des Buches ist Frühling, es folgt der erste Sommertag, dann sehen wir den verlassenen Spielplatz in der Nacht. Mal ist es heiß und mal regnet und stürmt es, Es wird Herbst und Winter, da liegt der Park im Schnee.
Ein schöner Jahreskreislauf wird hier in kurzen Texten beschrieben, aber das Wichtigste sind die Bilder, die wir sicher oft anschauen können und wir werden immer wieder etwas entdecken.
Selbstfindung
Ich bin introvertiert von Lenka Blaze
„Sensibilität ist meine Superpower“ findet die Autorin und mit diesem Buch lebt sie diese Superpower aus, indem sie ihre Gefühlswelt in Wort und Bild beschreibt.
Zu Ende des Buches steht in einer Sprechblase „Ich sage mir immer wieder, dass ich nichts dagegen tun kann, wenn dir das Buch nicht gefällt.
Ich kann es nicht ändern und muss mich auch nicht schuldig fühlen. Und es ist auch nicht schlimm, wenn das Buch nicht perfekt ist.“
Dieser Satz macht für mich eine Rezension fast unmöglich. Ich mühe mich, sachlich zu argumentieren und keinen zu beleidigen. Aber hier treffe ich auf eine Autorin, der ich eine Kritik kaum zumuten möchte.
In unserer Bevölkerung gibt es 20 % hochsensible Mensch, davon sind 70 % introvertiert. Und ich befürchte, dass ich einigen mit meiner lauten Art ziemlich auf die Nerven gegangen bin. Die Autorin beschreibt ihre Kindheit und Jugend und ihren Wunsch sich zurückziehen zu können. Auch jetzt als Erwachsene braucht sie ihre Freiräume und sie kann sich z.B. keine feste Anstellung vorstellen, schon gar nicht in einem Großraumbüro. Allerdings schildert sie auch die Vorzüge, die hochsensible Menschen haben.
Ich habe viel Neues erfahren beim Lesen dieses Buches und ich hoffe, dass ich zukünftig nicht gleich blöd regiere, wenn mir jemand nicht sofort antwortet. Es lohnt sich diese Buch zu lesen, auch wenn es sich manchmal etwas zieht und Dinge oft wiederholt werden. Sehr interessant fand ich, die Menschen, wie Obamah, der hier auch als introvertiert beschrieben wird. Die Zeichnungen sind sehr einfach und zeigen trotzdem sehr gut die Gefühle und Empfindungen.
Zart und realistisch, poetisch und hart
Mo & Moritz von Julya Rabinowich
Ein sehr bewegendes Buch, dass unter die Haut geht. Mo ist Moslem und musste mit seiner Familie nach Wien fliehen. Er lebt beengt mit seinen Eltern, seiner Schwester, die sich gerne anpassen möchte und seinem Bruder, der dieser westlichen Welt sehr kritisch gegenübersteht. Da Mo von der Schule fliegt, fängt er eine Lehre in einem angesagten Friseursalon an.
Herr Franz der Meister ist eine besonderer Mensch, der sich sehr um Mo kümmert. Auf dem Opernball begegnet Mo dann einem anderen Mo, nämlich Moritz, der Jude ist und die beiden verbindet eine zarte Liebe.
Mir gefällt es besonders, wie die Autorin diese Liebe beschreibt. Besonders in die Gefühle von Mo, der sich seiner Familie und dem Meister verbunden fühlt und den es gleichzeitig zu Moritz zieht, konnte ich mich sehr gut hineinfühlen. Wie die ganze Geschichte meine Gefühle durcheinanderbrachten. Deshalb hat mich die Hoffnung zu Ende des Buches ein wenig beruhigt, denn es ist zu befürchten, dass so eine Liebe in unserer Welt keine Zukunft haben wird. Wie schön, dass „die blaue Fee“, eine alte Dame Mo so unterstützt hat.
Ein zarte Geschichte, die doch mit dem Anschlagplänen auf das Taylor Swift Konzert einen sehr realistischen Part hat.
Die Geschichte ist konfliktreich und doch voller Hoffnung. Wollen wir Mo & Moritz ganz viel Glück für ihre Zukunft wünschen.
Ein übergewictiiges Mädchen wird stark und setzt sich durch
Starfish von Lisa Fipps
„Ein großartiges Buch über ein großartiges Mädchen“ steht als Untertitel auf dem Cover und ich kann das voll und ganz bestätigen.
Eliane Elizabeth Montgomery-Hofstein, kurz Ellie oder El, wie die wenigen Freunde sie nennen, lebt in Texas und ihre Figur entspricht nicht den Maststäben ihrer Umwelt, denn Ellie ist dick.
Sie hat zwei ältere Geschwister, eine Mutter, die als Journalistin tätig ist und einen Vater, der Psychiater ist. Ellie liebt es zu schwimmen, aber als sie eine A---bombe macht, sagt ihre Schwester „Platschi“ zu ihr und so wir Ellie für alle Platschi, der Wal. In der Schule gibt es zwei Mädchen, die Ellie immer wieder aufs schlimmste mobben. Und weil ihre Freundin wegzieht, steht sie dieser gemeinen Bande allein gegenüber. Ihre Mutter versucht Ellie immer wieder zu Diäten zu zwingen, während ihr Vater versucht sie zu stärken.
Ellie, die gerne Schriftstellerin werden möchte, scheibt diese Buch aus ihrer Sicht und mit ganz kurzen Kapiteln und ebenso kurzen Sätzen. Eine eindringliche, poetische Sprache, die leicht zu lesen ist und so eindrucksvoll Ellies Gefühle darstellt.
Wie habe ich mit Ellie gelitten und wie habe ich ihr gewünscht, dass sie sich liebt und verstanden fühlt. Zum Glück gerät sie an eine Therapeutin, die sie mit ungewöhnlichen Methoden und viel Einfühlungsvermögen unterstützt. So lernt Ellie sich zu wehren, ohne anzugreifen, was mich sehr fasziniert hat.
Ein Buch über ein dickes Mädchen, schreckliche Mobbingszenen und ihre Verwandlung in einen starken Seestern. Vielen Veränderungen, vielen Tränen, aber auch tolle Freunde und einen wunderbaren Cowboy-Vater.











