Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Stierle Kelten

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Krani:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Randnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Intellektuell

Honey von Imani Thompson

Yrsa ist schwarz, studiert Soziologie in Cambridge und hat ein reges Sexleben. In ihrer Dissertation behandelt sie Rassismus, Frauenfeindlichkeit und Gewalt. Und das tut sie nicht nur theoretisch. Yrsa ist eine Mörderin.
Die Erzählweise lässt keine Langweile aufkommen. Inmitten von Yrsas normalem Alltag, der aus wissenschaftlicher Arbeit, Freundinnen, Familie und Dating-Seiten im Internet besteht, tut sie immer wieder Unbegreifliches.

Und dann erfährt man, was sie bewogen hat, welche Erinnerungen sie belasten und welche Gedanken sie antreiben. Es gibt Diskriminierungserfahrungen, ein schlimmes Erlebnis in der Schulzeit, allgemeine Frauenfeindlichkeit in der Gesellschaft, die ihr begegnet. Immer wieder sind es intellektuelle Überlegungen, die sie anstellt und die sie dazu bewegen, Gewalt anzuwenden.
Yrsa ist eine sehr spannende und vielschichtige Persönlichkeit, die Erfahrungen verschiedener Kulturen in sich trägt. Schon in ihrer Kindheit beginnt sie, zu töten. Manchmal erscheint das wie ein kindliches Spiel, wenn es sich etwa um Insekten handelt. Einmal wird sie ausdrücklich von einem ihr nahestehenden Menschen darum gebeten. Und später, als erwachsene Intellektuelle, passiert das Töten zunächst fast zufällig. Danach setzt sie ihre theoretische Arbeit gezielt in die Praxis um. Als sie zum Schluss nur noch ein bisschen spielen will, gerät alles außer Kontrolle.
Weil Yrsa so eine ungewöhnliche Figur ist, vergebe ich 5 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Krani
Intellektuell
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Erhellend

Ein ganz normales Wunder von Woody Brown

Der Autor ist Autist und kann nicht sprechen. Er berichtet aus seinem Leben und dem der Menschen, die ihn umgeben. Wie das gelingen kann, schildert er ebenfalls.
Im Zentrum steht eine Tagesstätte für Behinderte in Los Angeles und die Menschen, die hier leben. Mit großem Einfühlungsvermögen schildert der Autor, was die Schützlinge und die Betreuer der Einrichtung empfinden und warum.

Eine fortlaufende Handlung gibt es nicht, es ist eher ein Mosaik verschiedener Persönlichkeiten. Weil man in jedem Kapitel auf eine andere Person der Tagesstätte trifft, liest sich das durchaus interessant und spannend.
Der Gedanke, dass Autisten möglicherweise alles verstehen, was um sie herum passiert und sich nur nicht äußern können, hat mich erschreckt. Man hat diese Menschen immer für auch geistig behindert gehalten. Diesem Buch zufolge ist das keineswegs richtig.
Ein erhellender Einblick in eine für Normalos sehr fremde Welt. Und ein Appell, diesen Menschen mehr Möglichkeiten zu bieten.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Krani
Erhellend
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Sehr hilfreich

Sterne finden ganz einfach von Woody Brown

Ein Vorwort schildert, wie mit dem Buch zu arbeiten ist und wie man dort oben die Himmelsrichtungen findet. Das fand ich schon einen hilfreichen Einstieg.
Für jede Jahreszeit ist der jeweilige Sternenhimmel zeichnerisch dargestellt. Insgesamt 25 Sternbilder sind hervorgehoben, die nochmal einzeln besprochen werden, hier finden wir auch Erläuterungen zu den Mythen dahinter.

Besonders gefallen hat mir, dass auf jedem Bild des Himmels auch der Umriss einer Hand abgebildet ist. Sie dient als Maßstab, um Entfernungen zu vergleichen. Die eigene Hand, am ausgestreckten Arm hochgehalten, hilft dabei, das Bild aus dem Buch an den Himmel zu übertragen. So lässt sich wirklich vieles leicht finden.
Im Schluss werden noch einige Besonderheiten am Himmel beschrieben: der Mond, die Planeten, die Milchstraße, Kometen und Meteore.
Doch Sterne sieht man nur im Dunkeln. Dann kann man aber die Buchseiten nicht erkennen. Wenn man mit einer Taschenlampe arbeitet, muss man die Augen immer wieder neu an die Dunkelheit des Himmels gewöhnen. Hier hätte man vielleicht zumindest punktuell mit phosphoresieren Bildern arbeiten können. Da nur die hellsten Sterne beschrieben werden, funktioniert es aber auch mit sehr wenig Licht.
Eine tolle Hilfe, um am Himmel endlich etwas mehr zu erkennen als den Großen Wagen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Krani
Sehr hilfreich
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Randnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Unterhaltsam

The Rainshadow Orphans von Naomi Ishiguro

Rainshadow City ist prunkvolle Hauptstadt eines Inselreiches, das von einer Kaiserin beherrscht wird. Doch die wahren Herrscher sind die „Crows“, eine Art Mafia. Einwanderer, die aus ärmeren Gebieten des Reiches kommen, haben hier einen schweren Stand. Drei von ihnen sind Toshiko, Jun und Mei.
Ich fand es etwas schwierig, mich in die vielschichtige Gesellschaft dieser Fantasywelt einzulesen.

Glücklicherweise geht es recht langsam los und man hat viele Seiten, die wichtigsten Protagonisten kennen zu lernen. Denn davon gibt es mehrere, was alles etwas unübersichtlich macht.
Die Gesellschaft könnte beinahe eine der unsrigen sein. Auch die Geschichte einer versuchten Weltbeherrschung mit Technologien und bösen Absichten sowie der große Aufstand im Ghetto und der Zaubererwettstreit sind nicht neu. Es gibt eine magische Kraft, das so genannte Sola, das manche Menschen sehen und für sich nutzen können. Es gibt Drachen.
Leider hat mich das Ganze nicht so richtig gefesselt. Die Protagonisten haben keine Tiefe und außer ihrer Rolle in der Story kein besonderes Profil. Die Geschichte hat Längen; so sind nach der finalen Auseinandersetzung noch allzuviele Teilstücke zu Ende zu erzählen. Hier wird manches sogar etwas langweilig.
Insgesamt ist es recht unterhaltsam zu lesen, aber wegen der Komplexität und der vielen Hauptpersonen auch etwas anstrengend.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Krani
Unterhaltsam
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Sehr spannend

Thornbird von Elle Kennedy

Von Serienkillern liest man ja öfter, seltener von ihren Angehörigen. Ryan ist die Tochter eines Mannes, der sieben Frauen getötet hat, darunter ihre Mutter. Während ihr Vater auf seine Hinrichtung wartet, muss Ryan ihr letztes Schuljahr beginnen. Genau dort, wo er getötet hat.
Ryan ist eine sympathische Heldin, die viel durchgemacht hat und nun versucht, ein ganz normales Leben zu führen, bei Onkel und Tante.

In der Schule ist sie die Neue und passt nicht so richtig dazu, freundet sich aber mit einem der begehrtesten Jungs an. Doch was als Geschichte einer Außenseiterin beginnt, wächst sich zu einem Thriller aus. Die Verbrechen liegen zwar schon Jahre zurück, aber immer noch sind Fragen offen. Und Ryan wird bedroht. Eine äußerst spannende Geschichte entspinnt sich, inmitten dieser nur scheinbar normalen, kleinstädtischen Gesellschaft.
Ein ungeheuer fesselndes Buch, das ich verschlungen habe!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Krani
Sehr spannend
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Toll!

Idefix und die Unbeugsamen 09 von René Goscinny; Albert Uderzo; Philippe Fenech; Suaëna Airault; Sébastien Viaud; Philippe Clerc; Olivier Serrano; Yves Coulon

Im Universum von Asterix und Obelix ist eine Menge los. In Lutetia, das von den Römern besetzt ist, lebt eine Gruppe von Tieren, die hier für Gerechtigkeit sorgt. Es ist die Bande von Idefix. Die Charaktere sind sehr schräg und komisch, und auch der Wortwitz macht großen Spaß. Die Zeichnungen sehen genauso aus wie die „Originale“.

Auch hier gibt es viele Details, die ein wiederholtes Anschauen der Bilder und ein Nachlesen lohnen. Die Texte sind witzig und anspielungsreich. Zentrale Themen sind Freundschaft und Gerechtigkeit. Und der Widerstand gegen die Römer!
Dies ist bereits der neunte Band der Idefix-Reihe. Das Buch ist nur etwa halb so groß wie die bekannten Asterix-Comics, und es enthält drei Geschichten, die unabhängig von einander sind. Besonders gefiel mir die Geschichte um einen Straßenmaler. Wie er tauchen einige Figuren aus den Asterix-Bänden hier auf.
Idefix hat alles, was die Asterix-Bände auch haben. Für Fans und jene, die es bald sein werden.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Krani
Toll!
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Tragisch

Geschwister von Moa Herngren

Ulrika, Andrea und Rasmus sind Geschwister. Sie alle sind erwachsen. Die Erinnerungen an die gemeinsame Kindheit sind sehr unterschiedlich. Jedes der drei Kinder berichtet aus seiner Sicht von den prägendsten Momenten.
So wird das Empfinden jedes einzelnen Geschwisterkinds sehr begreiflich. Gemeinheiten und Missverständnisse zwischen den Geschwistern werden plausibel und scheinen beinahe zwingend.

Tragischerweise liegen all die guten Momente, die es zwischen ihnen gab, schon Jahrzehnte zurück.
Schwer erträglich fand ich Andrea, die Mittlere, die im Buch den größten Raum einnimmt. Sie scheint sehr engagiert für das, was sie unter Familie versteht. Sie reißt alles an sich und macht sich damit selber den größten Stress. Aber es fehlen ihr wesentliche Informationen über ihre Kindheit, die die ältere Schwester besitzt. Der später Geborene hat wiederum eine ganz andere Sicht.
Mir kam das alles sehr realistisch vor. Die Hauptpersonen sind glaubhaft, selbst Andrea. Zum Ende hin entsteht eine Zuspitzung, die weh tut.
Für ein besseres Verständnis der kompletten Geschichte fehlte mir die Sicht der Mutter.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Krani
Tragisch
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Großartig

Tata von Valérie Perrin

Agnes erhält die Nachricht, ihre Tante Colette sei gestorben. Doch diese wurde schon vor drei Jahren beerdigt. Was ist da passiert?
Ein vielversprechender Anfang. Ich hatte einen Spannungsroman erwartet, aber das ist es nicht.
Die Lebensgeschichte der Tante Collette wird zum großen Teil erzählt von ihrer Nichte Agnes, aber in Teilen auch von ihr selbst.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Perspektivwechsel, durch die wir einen Einblick in das Innenleben der jeweils Beteiligten erhalten. Es entsteht ein Familienpanorama, das verschiedenen Handlungssträngen folgt und auf unterschiedlichen Zeiteben spielt. Da muss man sich schon etwas anstrengen, um immer genau zu verstehen, worum und um wen es gerade geht, und was die Person vorher schon erlebt hat. Eine Liste der Figuren wäre hilfreich gewesen.
Der Stil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen. Sehr genau schildert sie Emotionen und Zwischentöne. Es geht um Liebe und Freundschaft, um Schuld, Gewalt und Missbrauch, und darum, einander zu helfen.
Valerie Perrin ist eine moderne französische Autorin, die bewegend und spannend erzählt. Wer komplexe Familiengeschichten mag, ist hier gut aufgehoben.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Krani
Großartig
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Goldrubinglas

Träume aus Feuer von Florian Illies

1685: Johannes Kunkel ist Alchimist und bekommt vom Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg eine Insel in der Havel geschenkt, um dort Glas zu fertigen. Er erschafft Großartiges.
Die Sprache von Florian Illies ist etwas Besonderes. Der Autor berichtet poetisch und mit einem feinen Humor, aber auch mit einer gewissen Distanz.

Wörtliche Rede benutzt er nur selten. Das wirkt eher betrachtend als spannend. So sehr ich die Sprache genoss, ich konnte mich nicht so richtig verlieren in der Geschichte.
Die Details der Glasherstellung sind sehr anschaulich. Es ist ein Handwerk und zugleich eine Kunst, und das an der Grenze zwischen Alchemie und Naturwissenschaft.
Ein interessanter Einblick in die deutsche Geschichte. Kein Roman.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Krani
Goldrubinglas
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Randnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Oberflächlich

Au revoir und tschüss von Gudrun Lochte

Caro hat einen Ehemann und zwei Söhne. Sie macht einen Sprachurlaub in Südfrankreich. Ihre Ehe kriselt, die Kinder sind erwachsen.
Was vom Setting und auch vom Cover her wie eine Neuauflage von „Bonjour Agneta“ wirkt, ist recht oberflächlich geraten. Die Personen sind eindimensional, auch die Hauptperson Caro bietet keine Überraschungen und wenig Tiefe.

Die Geschichte ist vorhersehbar und die Sprache voller Klischees. Die Schilderungen der Kleinstadt, in der Caro ihren Sprachkurs absolviert, könnte auch aus der Werbebroschüre eines Reiseveranstalters stammen. Als Roman ist das etwas langweilig.
Das Buch selbst ist schön gemacht. Der feste Einband ist etwas breiter als normal, und er trägt selber noch ein Titelbild, ähnlich dem auf dem Umschlag. Außerdem gibt es ein Lesebändchen und eine Fotografie im Buch, dazu eine Karte und ein Lesezeichen.
Sehr leichte Unterhaltung.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Krani
Oberflächlich