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Rezensionen von Dragon:

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Wenn Freundschaft den stärksten Zauber entfacht

Vier Hexen und ein Zufallszauber von Marie Braner

Schon das Cover hat mich sofort angesprochen. Es ist wunderschön gestaltet, zeigt alle wichtigen Elemente der Geschichte ohne zu viel vorwegzunehmen und die glitzernde Bordürenranke verleiht dem Buch einen ganz besonderen, magischen Charme.

Die Geschichte dreht sich um vier Mädchen, die auf außergewöhnliche Weise miteinander verbunden sind und durch einen Zufall einen uralten Bannzauber brechen.

Von da an überschlagen sich die Ereignisse: turbulent, witzig, spannend und natürlich voller Magie. Genau die richtige Mischung für junge Lesende ab 9 Jahren.

Besonders gut gefallen hat mir, wie unterschiedlich die vier Freundinnen dargestellt werden. Jede bringt ihre eigenen Stärken, Schwächen und Eigenheiten mit, sodass sich eigentlich jeder in mindestens einer der Figuren wiederfinden kann. Auch kleine Streitereien, Unsicherheiten und Eifersüchteleien werden nicht ausgeklammert. Gerade diese Momente machen die Freundschaft glaubwürdig und die Charaktere lebendig.

Ein weiteres Highlight sind die detailreichen Schwarz-Weiß-Illustrationen. Sie sind wunderschön gestaltet, kindgerecht und fangen die Atmosphäre der Geschichte perfekt ein. Damit ergänzen sie den Text auf gelungene Weise und machen das Leseerlebnis noch anschaulicher. Zu Beginn des Buches findet sich auch eine Seite mit „Fotos“ der Mädchen zur besseren Vorstellung.

Die Story bietet eine tolle Portion Magie und Geheimnisse, die Lust aufs Weiterlesen macht. Immer wieder wollte ich wissen, wie es weitergeht und welche Überraschungen noch auf die vier Mädchen warten. In ihren Grundzügen hat mich das Buch sogar an Geschichten über Hexenfreundinnen oder Hexenschwestern erinnert, wie man sie eher aus Büchern oder Filmen für Erwachsene kennt. Hier natürlich kindgerecht und altersgerecht umgesetzt.
Als Auftakt einer neuen Reihe macht „Vier Hexen und ein Zufallszauber“ richtig Lust auf mehr. Ein gelungener Reihenstart mit sympathischen Figuren, viel Magie und einer spannenden Geschichte, die zum Mitfiebern einlädt. Darum kann ich dieses Buch für ein zauberhaftes Lesevergnügen für alle ab 9 Jahren empfehlen, die Freundschaft, Magie und spannende Abenteuer lieben. Ich freue mich schon auf den nächsten Band.

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Wenn Freundschaft den stärksten Zauber entfacht
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Von der Couch ins Abenteuer

Cats Tagebuch - Lass die Ratte aus dem Sack! von Franziska Höllbacher

Wer schon einmal mit einer Katze zusammengelebt hat, wird beim Lesen vermutlich öfter schmunzeln, denn Knutbert ist genau die Sorte Kater, die sich für den heimlichen Herrscher des Hauses hält.

Und wer hat sich nicht schon mal gefragt, was in seinem Haustier vorgeht? Da kann dieses Buch die Antwort drauf geben, denn in seinem Tagebuch berichtet der Kater mit jeder Menge Selbstbewusstsein, trockenem Humor und einer guten Portion Arroganz aus seinem Alltag.

Menschen? Praktische Dosenöffner. Andere Tiere? Meistens ziemlich nervig. Und natürlich ist Knutbert überzeugt, der intelligenteste Bewohner weit und breit zu sein. Doch hinter seiner großen Klappe steckt mehr, als man zunächst vermutet. Als plötzlich das Wort „Tierheim“ fällt und ausgerechnet er unter Verdacht gerät, für das Chaos ums Haus verantwortlich zu sein, bekommt seine ansonsten gemütliche Welt erste Risse. Um das drohende Unheil abzuwenden, muss Knutbert seine Komfortzone verlassen und sich auf eine abenteuerliche Mission begeben. Dabei zeigt sich nach und nach, dass unter der harten Schale doch ein ziemlich weicher Kern steckt.

Besonders gut gefallen hat mir die originelle Erzählweise. Das Buch ist tatsächlich wie ein Tagebuch gestaltet und wird durch witzige Sketchnotes, kleine Kritzeleien und Randbemerkungen ergänzt. Dadurch wirkt es lebendig und authentisch, als hätte Knutbert wirklich selbst zur Feder gegriffen. Die Illustrationen lockern den Text wunderbar auf und sorgen immer wieder für kleine Lacher.

Auch die kurzen, überschaubaren Kapitel sind ein großer Pluspunkt. Gerade für Kinder ab 9 Jahren entstehen dadurch schnelle Erfolgserlebnisse beim Lesen, ohne dass die Geschichte an Spannung verliert. Der Humor trifft genau die richtige Mischung aus Situationskomik und tierischem Schlagabtausch, sodass auch Erwachsene beim Vorlesen oder Mitlesen ihren Spaß haben dürften.

„Cats Tagebuch – Lass die Ratte aus dem Sack“ ist eine charmante, humorvolle und spannende Geschichte über Vorurteile, Mut und Zusammenhalt erzählt aus einer herrlich eigenwilligen Katzenperspektive. Ein tolles Kinderbuch mit viel Witz, liebenswerten Figuren und einer kreativen Gestaltung, das nicht nur Katzenfans begeistern wird. Originell finde ich auch Knutberts Test am Ende es Buches, welche Sorte Mensch der Lesende ist.

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Von der Couch ins Abenteuer
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Mitreißender Mix aus K-Pop und Fantasy-Abenteuer

K-Pop Academy 1: Tanz der Dämonen von Mina Finch

Dieser Auftakt der K-Pop Academy-Reihe verbindet auf unterhaltsame Weise die schillernde Welt des K-Pop mit Fantasy und jeder Menge Spannung. Im Mittelpunkt stehen Mädchen, die an der berühmten Academy ihren Traum verfolgen, als Tänzerinnen durchzustarten. Doch schnell wird klar, dass hinter der glitzernden Fassade mehr steckt.

Besonders Hana sorgt für eine interessante Wendung. Sie wurde nicht nur wegen ihres Tanztalents an der Academy aufgenommen, sondern auch, weil die Direktorin ihre Kampfsportausbildung benötigt, denn an der Schule treiben Dämonen ihr Unwesen und Hana soll dabei helfen, das geheimnisvolle Problem zu lösen.

Diese Mischung aus Tanz, Wettbewerb, Freundschaft und übernatürlichen Gefahren macht den besonderen Reiz der Geschichte aus. Mir hat vor allem gefallen, dass die Handlung ohne große Umwege direkt Fahrt aufnimmt. Schon früh wird ein Konflikt eingeführt, der sich spannend durch das gesamte Buch zieht. Es gibt kaum Leerläufe, stattdessen wird die Geschichte konsequent vorangetrieben. Auch das Zusammenspiel der Freundinnen und die Entwicklung ihrer Beziehungen zueinander haben mir gut gefallen. Die Personen wirken echt, lebendig und sympathisch, wie eben Freundinnen, die man auch gerne hätte.

Die kurzen Kapitel sorgen zusätzlich dafür, dass sich das Buch sehr flüssig liest und man immer noch „ein Kapitel mehr“ lesen möchte. Vom Aufbau her erinnert die Reihe an eine moderne TV-Serie, denn die Bände erscheinen in kurzen Abständen, sodass man die Abenteuer der Mädchen ohne lange Wartezeit weiterverfolgen kann. Gerade Fans von K-Pop, Tanzgeschichten, Fantasy und starken Freundschaften kommen hier auf ihre Kosten.
Empfehlen kann ich das Buch allen ab etwa 10 Jahren, die Geschichten mit K-Pop-Flair, spannenden Geheimnissen, mystischen Wesen und sympathischen Figuren mögen. Ich bin jedenfalls neugierig, wie es mit Hana und ihren Freundinnen weitergeht, nachdem eine Leseprobe von Band 2 im hinteren Teil des Buches Lust auf mehr macht. Etwas Besonderes ist auch der enthaltene QR-Code, mit dem man einen exklusiven K-Pop-Song passend zum Buch anhören kann.

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Mitreißender Mix aus K-Pop und Fantasy-Abenteuer
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Märchenhaft und geheimnisvoll

Im Bann des Erlkönigs von Mina Roth

Zora war schon immer anders als die Menschen um sie herum. Sie sieht Wesen, die für alle anderen unsichtbar sind und direkt aus Märchen und Mythen zu stammen scheinen. Als sie versucht, einer Fee das Leben zu retten, wird sie in eine Welt hineingezogen, die alles verändert. An der Umbra Academy muss sie nicht nur um ihr eigenes Schicksal kämpfen, sondern auch herausfinden, wem sie vertrauen kann.

Besonders schwierig wird das, als ihr Herz ausgerechnet für jemanden schlägt, der mehr Geheimnisse zu haben scheint, als Antworten zu geben.

Schon der Auftakt der Geschichte hat mich neugierig gemacht. Trotzdem muss ich zugeben, dass ich anfangs etwas gebraucht habe, um wirklich in die Handlung hineinzufinden. Die Vielzahl an verschiedenen Wesen, Namen und neuen Begriffen war zunächst etwas überwältigend und hat meinen Lesefluss immer wieder unterbrochen. Zum Glück hat sich das nach den ersten Kapiteln gelegt, denn je weiter die Geschichte voranschritt, desto mehr hat sie mich in ihren Bann gezogen.

Besonders gut gefallen hat mir Zora als Protagonistin. Sie ist mutig, klug und schlagfertig, trifft nachvollziehbare Entscheidungen und entwickelt sich im Laufe der Geschichte glaubwürdig weiter. Auch die Beziehungen zwischen den Figuren wirken authentisch und werden mit viel Gefühl aufgebaut. Während Silas für mich leider etwas blass geblieben ist, hat mich Kilian umso mehr fasziniert. Seine düstere Ausstrahlung, die vielen Geheimnisse und die Frage, was wirklich hinter seiner Fassade steckt, haben ihn für mich zu einer der spannendsten Figuren des Buches gemacht.

Ein großes Highlight war für mich das Setting. Die Atmosphäre ist düster, geheimnisvoll und stellenweise richtig unheilvoll. Die vielen Fantasiegestalten aus Märchen und Mythen verleihen der Welt ihren ganz eigenen Charme und gerade diese Mischung aus bekannten Märchenelementen und einer eigenen Fantasywelt fand ich unglaublich faszinierend.

Auch die Handlung konnte mich nach dem etwas holprigen Einstieg immer mehr überzeugen. Dadurch, dass Zora eine klare Mission verfolgt, entsteht ein roter Faden, der die Geschichte spannend vorantreibt. Es gibt immer wieder neue Enthüllungen, offene Fragen und unerwartete Wendungen. Trotz kleiner Startschwierigkeiten hat mich die Geschichte am Ende vollkommen überzeugt. Wer düstere Fantasy, märchenhafte Welten und spannende Young-Adult-Geschichten mit glaubwürdigen Charakteren und geheimnisvollen Figuren liebt, dem kann ich dieses Buch empfehlen.

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Mit bunten Farben zur Entspannung

Cozy Coloring - Love Yourself von

Das Ausmalbuch mit 38 Motiven war mir sofort ein willkommenes kleines Ritual im Alltag. Besonders gefällt mir, dass es eine Testseite zum Ausprobieren seiner Stifte und Farben gibt, bevor man sich in die eigentlichen Motive stürzt. Das nimmt den Druck raus und macht das Ausmalen spielerisch entspannt.

Mit seinem quadratischen Format liegt das Buch gut in der Hand und passt auch in Taschen, sodass es mir ideal für unterwegs erscheint. Die Blätter sind heraustrennbar und somit perfekt geeignet, wenn man eine fertige Seite abheften oder verschenken möchte.

Was ich auch immer ganz wichtig finde an Malbüchern, ist die Papierstärke. Das Papier wirkt ausreichend dick, sodass Farben nicht ungewollt durchs Blatt drücken, selbst bei Markern oder Gelstiften wie ich bereits getestet habe.

Schnelle Ergebnisse und einen befriedigenden Erfolg liefern die relativ großen Flächen der Illustrationen, sodass ich denke, dass sowohl Erwachsene als auch Kinder ihren Spaß damit haben werden und es besonders für Anfänger gut zu handhaben ist. Das liegt auch an den niedlichen Motiven mit Entspannungscharakter, denn die liebevollen, zarten Bilder wirken beruhigend und bieten ein angenehmes Abtauchen in eine fantasievolle Welt. Das Motiv mit Potenzial zum Träumen zieht sich durch das ganze Buch.

Es eignet sich besonders für Anfänger, Vielreisende und alle, die einfach mal abschalten möchten. Kurz gesagt, ist das Ausmalbuch ein toller Begleiter für Ruhepausen, mit genügend Flexibilität für unterwegs und einer klaren Empfehlung für alle, die einfache Flächen, niedliche Motive und echtes Entspannungsgefühl suchen.

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Kommissar Jojo jagt brisante Beweise

Klein aber tot von Jo Fischler

Mit „Klein aber tot“ bringt Autor Jo Fischer den ersten Teil einer neuen Krimireihe heraus, die in der fiktiven Kleinstadt Knuffingen spielt, die im wirklichen Leben ein Teil der Attraktion im Miniatur Wunderland Hamburg ist, wo liebevolle Szenen rund um die Eisenbahnwelt kreiert wurden. Der Auftakt der neuen Krimireihe stellt Kommissar Jojo nicht nur vor die Aufgabe, den Feuerteufel zur Strecke zu bringen, der in Knuffingen sein Unwesen treibt, sondern sich auch noch um einen ganz brisanten Mordfall zu kümmern, in dem plötzlich einige seiner Familienangehörigen und Freunde verdächtig sind.

Wer schon einmal das Miniatur Wunderland besucht hat, wird von den vielen kleinen Szenen, die ihre ganz eigenen Geschichten erzählen, begeistert gewesen sein und nicht selten bleibt man an einer Darstellung etwas länger hängen und fragt sich, was die Geschichte dahinter ist und was die Modellfiguren wohl gerade erlebt haben und wie ihre eigene kleine Story lautet. Dass daraus nun eine Buchreihe entstehen wird, finde ich eine grandiose Idee! Autor Jo Fischer gelingt es wirklich wunderbar, eine direkte Brücke zwischen Realität und Fantasie zu schlagen, die dem Krimi eine charmante, fast heimelige Atmosphäre verleiht. Er schafft es gekonnt, die Balance zwischen klassischem Ermittlerdrama und der persönlichen Belastung des Protagonisten zu halten, denn Jojo steht nicht nur vor der Aufgabe, den Brandstifter zu fassen, sondern auch vor dem moralischen Dilemma, das durch den Verdacht über Verwandte und Freunde entsteht. Dabei trifft der Lesende auf sympathische, teils skurrile Personen, die die Story erst interessant machen, da jeder seine eigenen Macken, Ecken und Kanten besitzt und in dieser Vielfalt auch sehr glaubwürdig wirkt. Der Humor kommt keinesfalls zu kurz und die Story macht auch Lust auf einen realen Besuch im Miniatur Wunderland.

Für Fans von wendungsreichen Krimis mit einem sympathischen Ermittler und tollen Protagonisten bietet „Klein aber tot“ eine gelungene Lektüre. Der Auftakt der Reihe macht Lust auf mehr, um wieder in die Knuffingen-Welt einzutauchen. Ein kleiner, feiner Krimi, der sich durch Herzblut und eine klare Liebe zum Detail auszeichnet.

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Zwischen Liebe und Gefahr

If Books Could Kill von Kate Eberle

„If Books Could Kill“ von Kate Eberle ist eine verspielt gemischte Thromance, die vielversprechend klingt, aber in der Umsetzung nicht ganz hält, was der Grundgedanke verspricht. Die Idee, dass Roxie sich unbedacht wünscht, ein Charakter aus einem Buch ihrer Lieblingsautorin zu sein, und dieser Wunsch plötzlich Realität wird – nur um sie in einen Serienkiller-Köder zu verwandeln – bietet ein starkes Fundament.

Fantasie trifft Gefahr, und das erzeugt sofort Spannung. An ihrer Seite ist der durch Zufall in diesen Schlamassel geratene schüchterne Grant, der trotz Flucht und Todesgefahr bei Roxie auch für Herzklopfen sorgt.

Die Geschichte entwickelt sich zu Beginn ziemlich rasch und man ist schon bald mittendrin im eigentlichen Roman-Geschehen des Wunsches von Roxie. Danach beginnt aber auch schon das große Manko, denn so flott, wie das Buch begonnen hat, so zäh plätschert es dann aber auch erst mal dahin. Mich konnte die Thriller-Seite leider nicht wirklich packen, da sie meiner Meinung nach zu flach bleibt.

Generell gefällt mir aber die Idee eines Mixes aus Romance und Thriller, doch leider bleibt das Ergebnis hinter meinen Erwartungen zurück. An den Figuren und dem Schreibstil liegt es nicht, denn Kate Eberle schreibt flott, witzig und wartet mit pointierten Dialogen auf. Roxie und Grant mag ich recht gerne, da ihre unterschiedlichen Charaktere für eine humorvolle Dynamik sorgen. Mir ist der Handlungsstrang allerdings zu unruhig, teilweise vorhersehbar und manchmal auch recht unglaubwürdig. Das sorgte bei mir leider dafür, dass ich nicht voll und ganz in die Geschichte eintauchen konnte und deshalb nur eine vorsichtige Empfehlung dafür aussprechen möchte. Einen spannenden Thriller, der unter die Haut geht oder für Nervenkitzel sorgt, darf man hier nicht erwarten. Wer sich jedoch als Feierabend- oder Urlaubslektüre mit Roxie und Grant in ein Buch begeben möchte, kann sich auf eine außergewöhnliche Story mit Genremix und unterhaltsame Lesestunden freuen.

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Inselglitzer und Sommergefühle

Seaside Sisters 1: Lenes Inselsommerglück von Mia Andersen

Der erste Band der neuen Reihe entführt mich sofort in den Sommer, der greifbar warm auf der Haut liegt und das Herz ein wenig schneller schlagen lässt. Die Zwillingsschwestern Lene und Elsa, die ihren Eltern gerne in der Inselpension helfen, sind mitten im Zentrum all dessen, was junge Lesende gerne haben, wie authentische Sorgen, viel Herz und eine Freundesbande, die sich wie eine vertraute Clique anfühlt.

Der Einstieg gelingt mit einer Leichtigkeit, die sich sofort wie eine warme Umarmung anfühlt, denn man ist sofort Teil der Gemeinschaft aus Freundschaft, Unterstützung und den kleinen, aber feinen Alltagsfreuden, die das Teenagerleben so besonders machen.

Die Sommerferien beginnen gerade und mit ihnen bei Lene auch das erste Herzflattern und die erste Verliebtheit, die noch etwas unbeholfen, aber so echt ist. Die Eifersüchteleien auf jedes Mädchen, das Mats gerne mögen könnte, sorgt schon hier und da mal für Kummer bei Elsas Schwester oder die ein oder andere peinliche Situation. Mit viel Humor, Insel- und Sommerfeeling schafft Autorin Mia Andersen einen Wohlfühlroman für junge Lesende und legt das Feeling des Sommers wunderbar in jede Seite, sodass man fast die Meeresluft schmecken, die Sonnenmilch riechen und knisternde Ferienspannung spüren kann. Dafür sorgen unter anderem auch die wundervollen farbigen Illustrationen, die zusammen mit dem schönen Farbschnitt und dem in Pastelltönen gehaltenen Buchcover das Buch zu einem rundum gelungenen Band machen.

Der Insel gibt die Autorin ihren eigenen Charakter und skizziert sie warmherzig, ein wenig eigenwillig, aber genau als den Ort, an dem Freundschaften wachsen und aus ersten Verirrungen echte Bindungen werden.

Besonders gelungen finde ich die Charaktere. Das besondere Band zwischen den Zwillingsschwestern ist spürbar und sehr authentisch mit all den Träumen, kleinen Ängsten und Unsicherheiten. Die Freundesclique wirkt ehrlich und sympathisch, denn niemand ist perfekt, alle haben Ecken und Kanten, und genau das macht sie so glaubwürdig. Die Lebensnähe der Sorgen der Teenies lässt sich leicht nachvollziehen und finde ich besonders für die Zielgruppe ab etwa 10 Jahren sehr wichtig.

Die DIY-Seiten im Anhang sind noch einmal etwas Besonderes und ich bin schon gespannt, was es dazu in den anderen Folgebänden geben wird, denn jeder wird von einer der Freundinnen handeln. Die kleine Leseprobe am Ende macht schon Lust auf das nächste nähere Kennenlernen mit einer der Mädchen. Deshalb kann ich nur sagen, dass dies ein erster wundervoller Band der neuen Reihe ist, der Sommerfeeling, authentische Teenager-Erlebnisse und eine sympathische Freundesclique stimmig miteinander verbindet. Wer eine leichte, bezaubernde Sommergeschichte mit Tiefgang im Teenageralter sucht, wird hier perfekt bedient. Leseempfehlung absolut und perfekt für entspannte Lesestunden am Strand, im Garten oder auf dem Balkon, mit dem Potenzial, sich zu einer absoluten Lieblings-Reihe zu entwickeln.

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Wer zieht hier die Fäden?

Die Queen von Mayfair von Alex Hay

Der Roman „Die Queen von Mayfair“ spielt im viktorianischen London und knüpft an „Mayfair House“ an. Ohne den Vorgängerroman zu kennen, lässt er sich auch ohne Vorkenntnisse gut lesen und verstehen: Quinn treibt ein Spiel mit der High Society, denn sie will sich einen lukrativen Junggesellen angeln.

Dabei schlüpft sie gekonnt in eine Rolle. Sie ist die Königin eines Spiels, das sie selbst perfekt beherrscht. Nach klaren Regeln läuft ihr Plan ab, die Schlinge zieht sich enger um die Beute. Was sie jedoch nicht ahnt, ist, dass nicht nur sie ein Spiel spielt. Die Macht der Intrigen zieht mehrere Fäden, und jeder, der sich auf das Netz einlässt, wird selbst Teil des Spiels.

Mir persönlich gefallen besonders die Charaktere, da sie scharf gezeichnet sind: interessante Persönlichkeiten mit Ecken und Kanten, Geheimnissen und spannenden Familienhintergründen. Niemand bleibt blass; alle wirken lebendig und fesselnd. Wie die Tage des Spiels fortschreiten, so lernt der Lesende auch die Figuren näher kennen, erfährt deren Hintergründe und Beweggründe und erlebt als außenstehender Betrachter, wie sich die Fäden der Geschichte durch die Beziehungen der Figuren miteinander verweben.

Die Story baut sich logisch und stetig auf, tagtäglich mit der Auflistung der einzelnen Tage. Sie treibt zielstrebig auf den Höhepunkt zu. Mit jedem Einblick in das Leben der Protagonisten gewinnt der Lesende einen leichten Vorteil gegenüber den Figuren und kennt schon Details, die ihnen noch verborgen sind. Doch dieser Wissensvorsprung sorgt gerade dafür, dass die Spannung bleibt. Man wird so tief ins Intrigennetz gezogen, dass das Buch sich zu einem echten Pageturner entwickelt.

Alex Hay gelingt es, die viktorianische Atmosphäre greifbar zu machen, Rauch, Prosa, feine Spitze und der Geruch von Macht. Die Erzählung ist in angenehmem Schreibstil gehalten, lässt sich flüssig verfolgen, doch manchmal aufgrund der unvorhergesehenen und plötzlichen Wendungen ein wenig zu sprunghaft. Alles in allem ist der Roman jedoch sehr unterhaltsam und der einzige echte Kritikpunkt für mich ist das Ende, das mich eher unbefriedigt zurück lässt. Gefallen hat mir aber, wie aus den einzelnen Geheimnissen und den Beziehungen der Figuren ein dichtes Netz aus Spannung entsteht, das sich Kapitel für Kapitel enger zieht.

So lässt sich sagen, dass „Die Queen von Mayfair“ ein starkes Nachfolgewerk ist, das auch ohne Vorkenntnisse aus „Mayfair House“ gut zu lesen ist. Es bietet lebendige Figuren, eine durchdachte, schrittweise erzählte Handlung und eine düstere Faszination für Machtspiele in einer glitzernden, gefährlichen Welt. Wer Intrigen, feine psychologische Spannung und viktorianische Atmosphäre mag, wird hier auf seine Kosten kommen. Empfohlen für Lesende, die clevere, scharfsinnige Charaktere mögen, bei denen jedes Wort sitzt und jeder Blick eine Absicht verrät.

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Gefühle im Bauch schafft Federn

Hilfe, zu viele Zaubereulen! von Mars-Leo Frei

Dass Zoas Großmutter nach Griechenland zieht, ist für das Mädchen nur schwer zu ertragen. Sie ist sogar regelrecht wütend auf die Oma, die ihr aber ein ganz besonderes Abschiedsgeschenk überreicht, das in Zoas Alltag noch für eine Menge Chaos, starke Gefühle und tierische Abenteuer sorgen soll.

Mit der neuen witzigen, fantasievollen Reihe von Mars-Leo Frei ist ihm für die Altersgruppe ab etwa 8 Jahren ein tolles Leseabenteuer gelungen, das immer wieder für Spannung und Witz sorgt, aber auch einen lehrreichen, ernsten Hintergrund hat. Mit der leichten, verständlichen Sprache ist es perfekt für kleine Selbstleser und die tollen detailreichen Illustrationen von Daniela Kohl sind wieder einmal im wahrsten Sinne des Wortes zauberhaft! Apropos Zauber: Ich mag die Mischung aus Realität und Fantasie und denke, dass das genau das Richtige für diese Altersgruppe ist. Die Figuren sind sympathisch und wirken echt, so dass sich jeder mit dem ein oder anderen identifizieren kann, denn ich finde es besonders gelungen, dass der Autor gleich zu Beginn hervorhebt, wie normal es ist, total verschieden zu sein.

Trotz ernsteren Themen wie Ausgrenzung, negativen Gefühlen anderen gegenüber und Überforderung mit neuen Situationen kommt der Humor definitiv nicht zu kurz, was schon an den lustigen Namen der Orte und Personen liegt, die einen ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Besonders gefallen hat mir die Auflösung des Konflikts am Ende des Buches, der nachvollziehbar, glaubhaft und originell war, sodass er auch für Kinder geeignet war. Insgesamt wirklich ein schöner Band über Freundschaft und Gefühle mit viel Fantasie und Humor. Die kurze Leseprobe des neuen Bands am Ende des Buches lässt auf ein neues spannendes Abenteuer ganz im Stil dieses Auftakts hoffen.

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