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Rezensionen von gerlisch:

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Zwischen Sagen und Mythen

Yrsa. Journey of Fate von Alexandra Bröhm

Nach dem Tod der Mutter kümmert sich die junge Wikingerin Yrsa allein um ihren jüngeren Bruder Sjalfi. Als Sjalfi plötzlich spurlos verschwindet, macht sie sich auf die Suche und muss einige Gefahren meistern. Hilfe erhält sie von dem Krieger Avidh, der ihr schon bald nicht mehr von der Seite weicht.

Die Handlungen wurden fesselnd geschrieben. Wir begleiten Yrsa auf ihrer Reise auf der ständig etwas passiert, so ist die Geschichte abwechslungsreich aber auch sehr informativ. Die Autorin Alexandra Bröhm ist Historikerin und das merkt man bei der Figurendarstellung und der Beschreibung der Begebenheiten. Von der Kleidung bis zur Darstellung der Orte, vermischt mit den nordischen Sagen und Mythen ist alles wunderbar stimmig. Eine Karte vorn im Buch lässt die Geschichte noch lebendiger wirken.

Yrsa ist ein sehr starker Charakter, sie lässt sich nichts sagen und weiß was sie will. Ihr Wunsch eine Kämpferin zu werden, ist für Frauchen in der damaligen Zeit eher ungewöhnlich. Auch alle anderen Protagonisten, von den Bösewichten bis zur guten Heilerin, wurden perfekt in Szene gesetzt.

Gestört hat mich ein bisschen der teilweise abgehackte Schreibstil und ein paar Wiederholungen in den Gedanken und Dialogen. Die Hintergründe zum Verschwinden von Sjalfi waren für mich etwas dünn dargestellt, auch die Geschichte zu Yrsas Eltern wurde nur ansatzweise erzählt. Na ja, vielleicht erfahren wir mehr dazu im zweiten Teil.

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Zwischen Sagen und Mythen
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Der erste Fall für Gruppe 4

Krähentage von Benjamin Cors

Jakob Krogh und Mila Weiss gehören zu der neu gegründeten Einheit "Gruppe 4". Ihre aktuelle Aufgabe ist es, brutale Überfälle auf Frauen aufzuklären. Dabei finden sie eher zufällig in der Nachbarwohnung eines Opfers die Leiche einer älteren Dame. Bei der Obduktion stellt sich heraus, dass sie bereits seit einigen Tagen tot ist.

Doch wie kann das sein, sie wurde erst einen Tag zuvor quicklebendig auf der Straße gesehen.
Neben gut gezeichneten Figuren punktet dieser außergewöhnliche Thriller von Benjamin Cors mit einem fesselnden Schreibstil und einer nervenzerreißenden und abgrundtief düsteren Spannung.
Die Teammitglieder der Ermittler-Einheit könnten unterschiedlicher nicht sein und der Leser bekommt nach und nach Hintergrundinformationen zu den Charakteren. In wechselnden Perspektiven können wir zum einen den Ermittlungen folgen, zum anderen aber erhalten wir tiefe Einblicke in die abgrundtiefe Psyche des Täters.
Gut gesetzte Dialoge und ein hohes Tempo der Handlungen verhindern, dass man dieses Buch aus der Hand legen möchte. Ein Serienstart der Extra-Klasse. Dieser Thriller hat die Messlatte für die folgenden schon sehr hoch gelegt und ich bin sehr gespannt auf den nächsten Fall.

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Der erste Fall für Gruppe 4
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Mega fesselnd

Letzte Lügen von Karin Slaughter

Will Trent und Sara Linton haben geheiratet und wollen entspannte Flitterwochen auf einer Lodge am Appalachian Trail verbringen. Doch ihre Erholung ist schon bald vorbei, als ein grausamer Schrei im Wald ertönt und Will die Managerin der Lodge brutal erstochen findet.
"Letzte Lügen" ist der 12.

Band der Georgia-reihe um den Ermittler Will Trent und der Medical Examiner Sara Linton. Alle Teile können unabhängig voneinander gelesen werden, obwohl es natürlich schöner ist, die private Geschichte der beiden von Anfang an kennen zu lernen.
Nach dem Mord an Mercy springt die Story 12 Stunden zurück und der Leser lernt die Gegebenheiten und die unterschiedlichen, teilweise skurrilen Gäste der Lodge kennen. Jeder scheint ein Geheimnis zu haben und besonders die Betreiber-Familie McAlpine haben toxische Beziehungen zueinander. Was da ans Tageslicht kam, jagte mir so manche Gänsehaut über den Körper.
Und dann trifft Will dort auch noch ausgerechnet seinen Kindheits-Alptraum Dave, der schnell zum Verdächtigen Nr. 1 forciert. Doch durch geschickt gelegte Informationen, rückt die Autorin auch alle anderen Charaktere in den Focus der Ermittler. Die Spannung war zu jeder Zeit gegeben und gipfelte in einer schockierenden Auflösung des Falls.
Wieder ein Thriller der Extraklasse aus der Feder meiner Lieblingsautorin.

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Mega fesselnd
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Guter Auftakt einer neuen Krimi-Serie

Die Sehenden und die Toten von Sia Piontek

Seitdem Carla Seidel sich aufgrund privater Probleme versetzten lassen hat, lebt sie mit ihrer 17jährigen Tochter im ruhigen ländlichen Wendland. Doch mit der Beschaulichkeit ist es vorbei, als der Sohn eines reichen Unternehmers auf grausame Weise ermordet wird, seine Augen ausgestochen und durch Spiegelscherben ersetzt.

Mit "Die Sehenden und die Toten" ist der Autorin ein solider Auftakt einer neuen Krimi-Serie gelungen, der im Wendland verortet ist. Die Charaktere wurden gut in Szene gesetzt, sodass ich mir beim Lesen ein klares Bild von den Figuren machen konnte. Obwohl ich mit Carla nicht so ganz warm wurde, hat mich die Handlung mit einigen Drehungen und spannenden Wendungen gut unterhalten.
Carlas traumatische Vergangenheit und ihre Angewohnheit Probleme im Alkohol zu ertränken fand ich schon fast nervig. Interessant dagegen ihre Tochter Lana, die als Reflektorin dargestellt wird. Ein Thema, welches gern noch mehr Raum hätte einnehmen dürfen.
Befremdlich fand ich, dass Carla als Kommissarin die Befragungen der Jugendlichen ohne Beisein der Eltern durchgeführt hat und sie den Fall der intensiv mit ihrer Tochter Lana bespricht.
Das Buch behandelt Themen, wie Macht, Suche nach Anerkennung und Familienprobleme, die die Autorin in eine spannende Story verpackt hat.
Ein ausbaufähiger Auftakt in eine neue Krimi-Serie die neugierig auf den nächsten Fall macht.

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Guter Auftakt einer neuen Krimi-Serie
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Wer ist Patient X

Anna O. von Matthew Blake

Seit vier Jahren liegt Anna O. im Tiefschlaf und ist seit der Nacht in der sie ihre beiden Freunde grausam erstochen haben soll, nicht mehr aufgewacht. Nachdem sie jetzt in die Schlafklinik "The Abbey" eingeliefert wurde, soll Dr. Benedict Prince, Psychologe und Schlafexperte das Dornröschen aufwecken.

Denn es soll endlich geklärt werden, ob Anna schuldig gesprochen werden kann.
Aus verschiedenen Perspektiven wird dem Leser häppchenweise die Handlung in relativ kurzen Kapiteln erzählt. Man muss schon sehr aufmerksam dabei sein, damit keine scheinbar wichtigen Informationen überlesen werden.
Sehr interessant fand ich das Thema Schlafwandeln und die Ausführungen zum Resignationssyndrom. Zum Nachdenken regt die Frage an, ob Anna O. wirklich eine kaltblütige Mörderin ist oder sie unschuldige gesprochen werden kann, weil sie bei der Tat geschlafwandelt sein soll.
Anfangs hat mir der wortgewandte Schreibstil gut gefallen, aber im Verlauf der Geschichte hat mich der Autor mit einigen Längen und Ausschweifungen in den Erzählungen leider immer wieder verloren. Mir fehlte auch bis zum Schluss das Thriller-Feeling, denn Spannung habe ich vergebens gesucht. Die Auflösung kam mir dann zu plötzlich und zu konstruiert, auch blieben hier in vielen Dingen einige Fragen offen.
Mir hat das Buch leider nicht gefallen, schade, denn das Thema hatte Potenzial.

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Fesselnde Story

Dangerously Close von Lana Rotaru

Liv will Journalistin werden und will ihre Abschlussarbeit über ein spannendes Thema schreiben. Da kommt ihr die Story über den seit zwei Jahren im Gefängnis sitzenden Mörder von der Influencerin Sarah Mills gerade recht. Es gibt nur ein Problem, der Täter Westin Vermont schweigt seit seiner Verurteilung über die Tat.

Überraschender Weise stimmt er aber einem Interview mit Liv zu. Schon nach ein paar Gesprächen hat sie Zweifel an Westins Schuld und beginnt selbst zu ermitteln.
Dank des locker und leichten Schreibstils war ich sofort von der Story gefesselt. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus Sicht von Liv und Westin, dadurch lernt man die Charaktere gleich gut kennen. Liv mit ihrer offenen und schlagfertigen Art war mir sofort sympathisch. Westin wurde erst als knallharter Knasti dargestellt, der aber nach und nach offener und herzlicher wurde. Die Atmosphäre des Gefängnisalltags wurde von der Autorin glaubwürdig dargestellt. Sei es die angespannte Stimmung unter den Gefangenen, die teilweise korrupten Wärter oder das schlechte Essen, alles wurde gut in Szene gesetzt.
Der Plot legt ein hohes Tempo vor und erzeugt somit gleich von Anfang an Spannung, die das ganze Buch über gut gehalten wird. Manche Handlungen hätten meiner Meinung nach ruhig noch etwas ausführlicher beschreiben werden können, so waren manche Szenen ruckzuck durch. Die Thriller-Elemente kamen hier nicht zu kurz und haben mich mit mehreren unerwarteten Twists gut unterhalten. Einzig ein paar unrealistische Szenen haben mich in meinem Lesefluss gestört. Ansonsten gebe ich hierfür sehr gerne eine Leseempfehlung.

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