Kunden em pfehlungen
Rezensionen von spozal89:
Drachenmagie vom Feinsten
Silberdrache
Klappentext:
Ein silbernes Drachenei! Der Waisenjunge Joss traut seinen Augen kaum, als ihm das kostbare Ei einfach so vor die Füße fällt. Sind Silberdrachen nicht längst ausgestorben? Wer sich mit einem silbernen Drachen verbündet, sagt die Legende, kann unermessliche Macht erhalten. Bald schlüpft Silberdrache Lysander aus dem Ei.
Doch der skrupellose Clan der Lennix ist hinter dem Drachen her. Und sie schrecken vor nichts zurück.
In einer ganz anderen Welt, zur selben Zeit: Die elfjährige Sirin ist mit den Erzählungen über Drachenreiter aufgewachsen, die über Generationen weitergegeben wurden. Doch als ihre Mutter schwer krank wird, hat Sirin Mühe, noch an Magie und an Wunder zu glauben ... bis sie einen geheimnisvollen Silberstreifen am Nachthimmel über London leuchten sieht.
Bald stehen Joss, Lysander und Sirin im Mittelpunkt eines Kampfes zwischen den Drachen, welche die Menschheit beschützen - und denjenigen, die sie zerstören wollen ...
"Silberdrache" von Angie Sage hat mich wirklich positiv überrascht. Ich kannte bisher noch nichts von der Autorin, daher kann ich es auch mit nichts von ihr vergleichen. Nach dem ich die Leseprobe gelesen habe, hatte ich mir zwar eine nette Geschichte erhofft, aber nie gedacht, dass es doch noch so spannend und mitreißend werden könnte.
Den Schreibstil fand ich sehr spannend und schön zu lesen, dachte mir aber teilweise, ob es für die angesprochene Zielgruppe nicht zu grausam ist. Kinder kann man nicht alle über einen Kamm schehren. Manche Szenen waren wirklich hart zu lesen, selbst für mich als 30 Jährige und das sollte man auf jedenfall beachten, bevor man es seinen Kindern zu lesen gibt (jeder kann seine Kinder ja am Besten einschätzen)
Dennoch war es für mich persönlich ein toller Reihenauftakt, der auf jeden Fall Lust auf die Nachfolgebände macht, in denen man dann hoffentlich über den ein oder anderen mehr erfährt.
The last woman
Eve of Man - Die letzte Frau von Tom Fletcher; Giovanna Fletcher
Klappentext:
Auf Eve ruhen die Hoffnungen der gesamten Menschheit, denn sie ist die erste Frau, die nach 50 Jahren geboren wurde. Man hat sie ihr Leben lang isoliert, sie in einen goldenen Käfig gesteckt und ihr die Wahrheit über ihre Eltern verheimlicht - alles nur zu ihrem Schutz, sagen die, die über sie wachen.
Doch nun, mit sechszehn Jahren, ist sie alt genug, ihre Aufgabe zu erfüllen. Drei Kandidaten stehen bereit. Einen muss sie wählen, um die Zukunft der Menschheit zu sichern. Immer hat sie ihr Schicksal klaglos angenommen, wusste sie doch, was man von ihr erwartet. Bis sie Bram trifft. Eve will endlich frei sein. Sie möchte Kontrolle über ihr Leben und über ihren Körper. Aber hat sie überhaupt die Möglichkeit sich zwischen der großen Liebe und der Verantwortung gegenüber der Menschheit zu entscheiden?
"Eve of Man - Die letzte Frau" hat mir wirklich wahnsinnig gut gefallen. Ich finde es ist sowohl Liebesgeschichte, als auch eine Dystopie und es war beim Lesen teilweise wirklich erschreckend, weil man sich gar nicht vorstellen möchte, wie es ist, sollte so ein Fall wirklich mal eintreten. Die Idee, dass nur noch Jungen geboren werden ist gleichzeitig so genial, wie auch erschreckend, und ich fand es gut, wie die beiden Autoren die Geschichte umgesetzt haben. Gleichzeitig flossen noch viele weitere Aspekte mit in die Geschichte ein, wie der Klimawandel oder die Forschung im Algemeinen - beides sehr brisante Themen in der heutigen Zeit, über die sich jeder seine Gedanken machen sollte.
Der Schreibstil hat mich richtig gepackt und ich fand das Buch wahnsinnig spannend zu lesen. Vorallem der Perspetivenwechsel zwischen Bram und Eve hat mir gut gefallen. Die Zukunftswelt (Lodon in diesem Falle - was man aber erst recht spät erfährt) die erschaffen wurde, fand ich mega erschreckend, aber gleichzeitig sehr realistisch, was dem Ganzen wirklich noch so einen Hauch Weltuntergangsstimmung verliehen hat. Eve mochte ich richtig gerne und ich fand ihre Wandlung innerhalb der Geschichte wirklich gut. Man merkte richtig, wie sie von einer sehr fügsamen Person zu jemanden wurde, der beginnt zu hinterfragen und langsam beginnt zu rebellieren. Ich konnte ihre Gefühle gut nachvollziehen und fand die Entwicklung passend. Aber auch Bram mochte ich sehr gerne und habe beim Lesen richtig mit ihm mitgefiebert.
Ich kann es dementsprechend nun gar nicht erwarten, bis die Fortsetzung erscheint und kann gutem Gewissens eine klare Leseempfehlung aussprechen.
schwere Geschichte über den langen Weg von Russland nach Deutschland
Die Leben der Elena Silber von Alexander Osang
Klappentext:
Russland, Anfang des 20. Jahrhundert. In einer kleinen Provinzstadt östlich von Moskau wird der Revolutionär Viktor hingerichtet. Wie eine gewaltige Welle erfasst die Zeit in diesem Moment Viktors Tochter Lena. Sie heiratet den deutschen Textilingenieur Robert Silber, folgt diesem 1936 nach Berlin und Schlesien, wo sie den Zweiten Weltkrieg überleben.
Aber dann verschwindet Robert in den Wirren der Nachkriegszeit, und Lena muss vier Töchter alleine durchbringen. Sie sollen den Weg weitergehen, den Lena begonnen hat zu gehen – hinaus aus einem zu engen Leben, weg vom Unglück. Aber stimmt diese Geschichte, wie Lena sie ihrer Familie erzählt hat?
2017, mehr als zwanzig Jahre nach Lenas Tod, macht sich ihr Enkel, der Filmemacher Konstantin Stein, auf den Weg nach Russland. Er will die Geschichte des Jahrhunderts und seiner Familie verstehen, um sich selbst zu verstehen.
Generell lese ich gerne Bücher, in denen es um die Vergangenheit geht und bei denen man auch vieles über verschiedenen Generationen der Familie erfährt. Ich mag es, wenn ein Roman oder historischer Roman über zwei Zeitebenen erzählt wird. Auch "Elena Silber" hat diese zwei Zeitebenen, aber ich finde, dem Autor ist die Erzählweise nicht so gut gelungen, wie anderen Autoren. Ich kann gar nicht sagen, an was genau es lag, aber irgendwie fand ich den Schreibstil langatmig und schwer zu lesen.
Das Thema an sich und auch die Protagonisten fand ich sehr interessant, weshalb ich mich dann auch durch das Buch durchgerungen habe. Man hat einige Sachen über Russland erfahren, allerdings jetzt auch nichts, was man im Grunde nicht schon wusste.
Ob man das Buch unbedingt gelesen haben sollte, denke ich eher nicht.
Die Liebe zur Musik verbindet
Die Leben der Elena Silber von Alexander Osang
Klappentext:
Grace stand vor einer großen musikalischen Karriere, bis ein traumatisches Ereignis alles veränderte. Nun repariert sie in ihrem kleinen englischen Dorf Musikinstrumente. Ihr Leben dreht sich vor allem um David, ihre große Liebe. Seit acht Jahren führt Grace mit ihm eine Beziehung, die über alle Zweifel erhaben ist.
Und seit acht Jahren wartet sie sehnsüchtig darauf, dass David seine Frau verlässt. Doch dann passiert etwas, das alles in Frage stellt. Kann Grace mit der Hilfe ihres lebenslustigen Lieblingskunden Mr Williams und der durchgeknallt-herzlichen Teenagerin Nadia den Neuanfang wagen?
Um "Find mich da wo Liebe ist" bin ich lange umher geschlichen und habe mich dann doch hinreißen lassen, weil das Buch so viele positiven Bewertungen hat. Und den kann ich mich nur anschließen.
Eine wirklich sehr tiefgreifende, emotinale und herzerwärmend, wenn auch teilweise ein wenig bedrückend. Aber von allem eine gute Mischung wie ich fand. Der Schreibstil hat mir auch gefallen, vorallem weil die Autorin sehr bildhaft erzählt. Vor allem die Infos zu den Instrumenten und den Instrumentenbau fand ich total interessant.
Mit Grace hatte ich zum Teil zwar meine Schwierigkeiten, weil ich sie nicht immer verstanden habe, in ihrem handeln, aber dennoch war das drum herum einfach so mitreißend, dass es das mir Grace wieder wett gemacht hat. Vorallem Nadia und Mr. Williams fand ich grandios.
Nicht hundert pro vom Hauptprotagonisten überzeugt - aber das ist ja eher ein persönliches empfinden. Wer also gerne traurige Geschichten liest, die dennoch das Herz erwärmen, kann hier ruhig zugreifen.
liebevoll gestaltet
Die Leben der Elena Silber von Alexander Osang
Klappentext:
Über dem Bauernhof geht die Sonne auf. Hell leuchten die schönen Federn des Hahns. Mit lautem Kikeriki weckt er seine Hühnerschar. Zusammen mit dem Hahn entdecken die Kleinen den Bauernhof und seine Bewohner – im Stall und auf der Weide.
"Wenn der Bauernhof erwacht" von Sandra Grimm und Kathrin Wessel ist das neueste Buch aus der "Edition Piep" des Ravenburger Verlages.
Dabei handelt es sich um Bücher die ganz liebevoll und extra für die ganz kleinen Leser gestaltet wurden.
Gleich mal vorweg: Mir als Mama gefällt die Haptik des Buches total gut. Die Seiten haben so eine bestimmten Druck (kann ich gar nicht richtig beschreiben), der sich total gut anfühlt. Die Seiten sind auch schön dick und stabil, sodass auch die Kleinen gut damit umgehen können. Das Buch ist ab zwei Jahren und ist auch entsprechend altersgerecht gestaltet.
Die Illustrationen sind total lieb und nett, teilweise aber schon eher Comicmäßig. Es gibt viel zu entdecken, was uns gut gefiel und auch eher unbekannte Dinge (wie in den meisten anderen Bauernhofbüchern), wie Fasane oder Schwalben werden erwähnt. Was wir nicht so mochten war, dass der Text auf den Seiten nicht zusammenhängend war. Es gibt keine Geschichte die man vorlesen kann, sondern auf jeder Seite ein Text zu dem, was gerade auf dem Bild passiert und was man entdecken kann. Da wir eher Leser sind, hat und das ein bisschen gestört. Nett waren dann aber wiederrum aber die verschiedenen Infos die bei den Tieren dabei standen wie z.B das Geräusch, dass das Tier macht.
Alles in allem ein sehr schönes Buch, welches wir jetzt nochmal kaufen werden, um es zu verschenken.
Liebe von Wand zu Wand
Perfectly Broken von Sarah Stankewitz
Klappentext:
Sie hat mit ihrer großen Liebe auch sich selbst verloren. Doch dann hört sie seine Stimme, seine Musik. Sie hat ihn noch nie gesehen, trotzdem berührt er sie tief in ihrem Herzen. Kann sie sich erlauben, ein zweites Mal zu lieben?
Als Brooklyn Manchester verlässt, will sie nur eines: mit ihrer schmerzhaften Vergangenheit abschließen und den Tod ihrer großen Liebe verarbeiten.
Die neue Wohnung in Bedford ist ihre letzte Rettung. Sie sieht sogar darüber hinweg, dass ihr Apartment durch eine Tür mit dem Schlafzimmer ihres Nachbarn Chase verbunden ist. Immer wieder dringen Geräusche und Gesprächsfetzen durch die verschlossene Tür, und Brooklyn erfährt viel über Chase. Sie fühlt sich von dem Fremden, dem sie noch kein einziges Mal begegnet ist, auf unerklärliche Weise angezogen. Als Chase dann beginnt, ihr Nachrichten zu schreiben und ihr auf dem Klavier ihr Lieblingsstück vorzuspielen, gerät Brooklyn in einen Strudel aus widersprüchlichen Gefühlen: In ihr kämpft die Anziehung zu einem Fremden mit ihrem eigenen Widerstand. Denn sie hatte ihr Herz für immer einem anderen versprochen …
Ich muss sagen, Liebesromane gibt es ja wie Sand am Meer und "Perfectly Broken" hat mich auf den ersten Blick irgendwie nicht angesprochen. Mag es am Cover liegen, oder aber auch am Klappentext - ich weiß es nicht. Da es aber in den Social Media Kanälen nun immer häufiger gezeigt wurde und die Kommentare auch sehr positiv dazu waren, habe ich mich nun doch dazu entschlossen es zu lesen und ich bin wirklich froh, dass ich es getand habe.
Denn diese Geschichte geht direkt ins Herz und hat mich auf eine ganz besondere Art und Weise berührt. Den Schmerz von Brooke konnte ich von der ersten Seite an nachvollziehen und ich habe mir ihr mitgelitten und ihren inneren Zwiespalt konnte ich gut nachfühlen. Aber auch Chase fand ich vom ersten Moment an total interessant und habe mich auf seine Geschichte gefreut. Das Brooke sich allerdings so vehement dagegen gewert hat sich zu treffen, habe ich teilweise nicht verstanden, aber ein wenig Widerstand muss es ja geben. Ich fand es so schön zu lesen, wie sich die Gefühle der beiden entwickelt haben, obwohl sie immer die Wand zwischen sich hatten und immer nur miteinander gesprochen haben, ohne sich je gesehen zu haben. Total romantisch und zeigt auch mal wieder, dass die inneren Werte zählen und nicht das äußere. Das Drama am Ende (mit dem ich fast schon gerechnet habe, weil es in diesem Genre ja fast üblich ist) hätte ich jetzt nicht gebraucht, das hätte ich weggelassen und vielleicht das "verlieben" am Anfang ein wenig länger gestaltet.
Trotz allem habe ich mich gut unterhalten gefühlt, die Seiten flogen nur so dahin und ich musste hin und wieder auch wirklich laut lachen, weil die beidne einen tollen Humor haben und mit mir sehr auf einer Wellenlänge schweben. Daher kann ich das Buch nur jedem ans Herz legen, der gerne emotionale Geschichten mit Tiefgang liest.
Auszeit im Leuchtturm
Show me the Stars von Kira Mohn
"Ich denke mir, wenn du unsicher bist, weil vieles von dem, was dir wichtig war, plötzlich jede Bedeutung verloren hat, du dich aber immer noch...wild und frei fühlen kannst, dann kannst du diese Gefühle nehmen und etwas daraus machen."
Klappentext:
Auszeit! Diese Überschrift schreit Liv geradezu an, als sie deprimiert Stellenanzeigen durchforstet.
Nach dem Journalistik-Studium wollte sie eigentlich durchstarten, aber ein verpatztes Interview hat sie gerade den ersten Job gekostet. Da hört sich die Anzeige, in der für sechs Monate ein Housesitter für einen Leuchtturm auf einer kleinen Insel vor der irischen Küste gesucht wird, wie ein Traum an. Eine Auszeit ist genau das, was sie jetzt braucht. Sie bewirbt sich, und nur wenige Wochen später steht Liv vor ihrem neuen Zuhause. Und zwar zusammen mit einem gutaussehenden Iren, der ihr Herz erst zum Klopfen, dann zum Überlaufen und schließlich zum Zerbrechen bringt …
"Show me the stars" ist der Auftakt einer dreiteiligen Reige von Kira Mohn. Bei jedem Band steht eine andere Person im Mittelpunkt. Beim Auftaktband dreht sich alles um Liv und Kjer.
Der Schreibstil der Autorin gefiel mir ganz gut und ich war wahnsinnig schnell in der Geschichte drin. Ich konnte Liv und ihre Gefühle gut nachvollziehen und die Idee mit der Auszeit in dem Leuchtturm fand ich grandios. Dabei haben mir besonders gut die vielen Beschreibungen von Irland gefallen. Die Insel war so schön beschrieben, dass ich mich teilweise so gefühlt habe, als würde ich mir Liv zusammen auf dieser Insel leben. Aber auch die Charaktere fand ich klasse. Vorallem Airin hat mich total neugierig auf sich gemacht (Band drei wird über sie handeln und darauf freue ich mich schon)
Einen Stern ziehe ich tatsächlich aber ab, weil mir Livs Gefühlsduseleien und Gedanken bezüglich Kjer oft zuviel und zu übertrieben waren. Vorallem ging sie mir damit teilweise echt auf den Keks, weil es mir fast ein wenig zu unnatürlich war, dass sie auf die kürze der Zeit schon so starke Gefühle für ihn hatte. Auch hätte ich mir bezüglich Kjer noch ein wenig mehr Infos gewünscht, denn er blieb für mich ein wenig blass und unzugänglich. Ich konnte die extremen Gefühle für Kjer nicht ganz nachvollziehen, weil man von Kjer - außer seiner Schönheit - nicht wirklich viel erfahren hat, wie ich finde.
Dennoch war dieses Buch für mich ein absolutes Wohlfühlbuch und perfekt zum Entspannen. Ich werde Band zwei und drei in jedem Fall auch lesen.
Wurde der Falsche verurteilt?
Die Stille des Todes von Eva García Sáenz
Klappentext:
Es sterben immer zwei. Sie sind immer gleich alt. Und sie kennen sich nicht.
Der erste Fall für Inspector Ayala, genannt Kraken
Eine Stadt ist in Angst. In der Kathedrale von Vitoria liegt ein totes Paar, völlig nackt, die Hände auf der Wange des anderen. Das alles gleicht exakt einer Serie von Verbrechen vor zwanzig Jahren, die die Stadt in Atem hielt.
Doch der Fall gilt als gelöst, der Täter sitzt in strenger Einzelhaft. Hat man damals einen Unschuldigen verurteilt?
Soweit ich weiß, ist "Die Stille des Todes" das Krimidebüt der Autorin Eva Garcia Saenz und somit auch der erste Band bzw. Fall mit Inspector Unai Lopez de Ayla auch genannt "Kraken". In Spanien hat es die Krimiserie bereits auf die Bestellerliste geschafft und ich finde es toll, dass auch in Deutschland relativ zeitnah Teil zwei und drei erscheinen. Eine Verfilmung ist auch bereits geplant.
Die Autorin hat es wirklich geschafft mich mit ihrer Erzählweise in den Bann zuziehen. Ich fand es wahnsinnig spannend zu lesen, wie ein zwanzig jähriger alter Fall wieder von neuem aufgerollt wird, mit dem Verdacht, den Falschen beschuldigt zu haben. Diese Kapitel aus der Vergangenheit, die es immer mal wieder gab, fand ich grandios und haben mich teilweise wirklich geschockt zurück gelassen. Der Leser wird bei den Ermittlungen immer wieder an der Nase herum geführt und erst zum Ende des Buches hin, wird dem Leser bewusst, welches Geheimnis hier so lange gehütet wurde. Von den vielen Wendungen war ich immer wieder überrascht und ich habe mit den beiden Ermittlern wirklich mitgefiebert.
Trotz der ganzen Grausamkeiten und den actiongeladenen Szenen, beschreibt die Autorin auch super gut den Schauplatz des Ganzen. Mit vielen Fakten um die verschiedenen Bauwerke und allem anderen in der Stadt Vitoria, macht sie richtig Lust, die Stellen mal selbst zu besichtigen.
Daher kann ich nur sagen: Ein wirklich packender Thriller, der definitiv Lust auf mehr macht und ein sehr gelungenes Debüt.
Piccola Sicilia - Ein Viertel in Tunesien
Piccola Sicilia von Daniel Speck
Klappentext:
Was, wenn deine Familie in Wahrheit eine andere ist?
'Piccola Sicilia', das italienische Viertel der farbenfrohen Mittelmeerstadt Tunis, 1942. Drei Religionen leben in guter Nachbarschaft zusammen. Bis der Krieg das Land erreicht. Im Grand Hotel Majestic begegnet der deutsche Fotograf Moritz dem jüdischen Zimmermädchen Yasmina.
Doch sie hat nur Augen für Victor, den Pianisten. Als Victors Leben auf dem Spiel steht, kann allein Moritz ihn retten.
Sizilien, heute: das Mittelmeer, glitzerndes Blau. Schatztaucher ziehen ein altes Flugzeugwrack aus der Tiefe. Die Berliner Archäologin Nina sucht ihren verschollenen Großvater Moritz und trifft eine unbekannte Verwandte aus Haifa, die ihr Leben auf den Kopf stellt. Gemeinsam enthüllen sie ein faszinierendes Familiengeheimnis.
Drei Frauen aus drei Ländern und drei Kulturen – verbunden durch eine Liebe, die alle Grenzen überwindet. Inspiriert von einer wahren Geschichte.
"Piccola Sicilia" war mein erstes Buch, welches ich von Daniel Speck gelesen habe. Daher kann ich es nicht mit seinem anderen Werk vergleichen.
Mit dem Schreibstil des Autors kam ich bis zu letzt leider nicht so recht klar. Mir waren die Sätze teilweise zu abgehackt und oftmals gab es so viele Wiederholungen und Längen in der Geschichte, das es echt langweilig wurde. Ich gestehe, dass ich sogar einige Seiten mehr überblättert habe und nur schnell überflogen habe, weil es so langatmig war. Zudem hätte ich persönlich die Geschichte um Nina und Patrice nicht gebracht.
Schön fand ich aber die Hintergründe und die Geschichte über das alte Tunesien. Mir war nicht klar, dass vor dem zweiten Weltkrieg, drei Religionen so friedliche miteinander gelebt haben. Zudem habe ich noch nie vom zweiten Weltkrieg aus diesem Blickwinkel gehört. Es war interessant zu erfahren, wie die Bevölkerung in Tunesien den Krieg erlebt hat und was er letztendlich in diesem Land alles zerstört hat. Die Geschichte von Yasima hat mir zu beginn ebenfalls gut gefallen, wobei sich diese immer mehr zu einer Groschenromanze entwickelt hat. Mir war das zuviel Victor und ich konnte bis zu letzt ihre Liebe zu ihm nicht verstehen.
Ich bin froh das ich es geschafft habe, das Buch zu beenden. Von mir gäbe es keine Leseempfehlung, aber Geschmäcker sind ja Gott sei Dank alle verschieden.
Das "Geschick" hat mich überzeugt
Dark Palace - Zehn Jahre musst du opfern.Bd.1 von Vic James
Klappentext:
Zehn Jahre Sklavenarbeit für alle. Fast alle.
In England muss jeder, der nicht zum magischen Adel gehört, zehn Jahre lang als Sklave arbeiten. Lukes Familie will diese Sklavenjahre gemeinsam durchstehen, im Dienst der mächtigen Herrscherfamilie Jardine. Doch nun rast Lukes Herz vor Angst, als er plötzlich von den anderen getrennt und in die laute und schmutzige Fabrikstadt Millmoor gebracht wird.
Die Arbeit dort ist besonders hart. Seine Schwestern sind mit den Eltern am prunkvollen Hofe der Jardines den rücksichtslosen Machtspielen und eiskalten Intrigen der Elite ausgesetzt. Vor allem der junge Adlige Silyen verfolgt mit seinen ungeheuerlichen magischen Fähigkeiten eigene Ziele. Und Lukes Schwester Abi verliert ihr Herz an den Falschen. Also das verstand man unter ›Geschick‹, dachte Luke, als er wieder einen klaren Gedanken fassen konnte. Ein so unerträglicher Schmerz, dass man sich wünschte, man wäre tot. Wie sollte man dagegen ankämpfen? Wie konnte man Menschen besiegen, die dazu fähig waren? Nicht Menschen – Monster. Es spielte keine Rolle, dass es nur wenige von ihnen gab: Diese Wenigen genügten völlig.
Vic James hat mich mit ihrem Debüt-Jugenbuch von der ersten bis zur letzten Seite völlig überzeugt. Der Schreibstil war klasse und ich bin nur so durch die Seiten geflogen.
Geschrieben wurde aus verschiedenen Perspektiven, der unterschiedlichen Charaktere. Das hat mir persönlich bei diesem Buch richtig gut gefallen, denn zum einen hat man so die Charaktere noch besser kennengelernt, zum anderen war der Verlauf der Geschichte so mega spannend, da es meistens einen Perspektivenwechsel gab, sobald es ziemlich zur Sache ging. Somit wurde man mehr oder weniger animiert direkt weiterzulesen.
Die Geschichte beinhaltet ein brisantes und im Grunde total grauenhaftes Thema. Die Sklavenarbeit ist für uns in Deutschlang undenkbar, aber leider immer noch ein weit verbreitetes Thema. Ich finde die Autorin hat dies gut umgesetzt und man macht sich auf jedenfall viele Gedanken beim Lesen. Dabei hat sie aber dennoch eine tolle, magische und fantasievolle Welt erschaffen und auch einige wunderbare Charaktere. Gerne hätte ich noch mehr über die Jardine-Brüder erfahren. Allerdings handelt es sich hier mal wieder um eine Triologie, wobei ich hoffe, dass wir in den Fortsetzungen noch ein paar mehr Infos erhalten.
Das Ende ist echt ein fieser Cliffhanger und macht es wirklich schwer nun auf die Fortsetzung zu warten. Ich hoffe wir werden schnell erlöst :-D
Für mich ein Jugendbuch, welches definitiv wegen seines Themas zum Nachdenken anregt, dennoch aber viel Fantasy-Inhalte aufweist und somit auch gut unterhält. Eines meiner Highlights in diesem Jahr und somit klare Weiterempfehlung.









