Kunden em pfehlungen
Rezensionen von spozal89:
Europa für Einsteiger
Wieso? Weshalb? Warum? Sonderband - Mein erster Europa-Atlas von Andrea Erne
Wir sind große Wieso-Weshalb-Warum Fans und haben schon ganz viele Bücher der Reihe zuhause. Beim großen Europa-Atlas handelt es sich um einen Sonderband und das Buch ist wesentlich dicker, als gewohnt - aber bei den vielen Ländern Europas auch kein Wunder.
Die Verarbeitung ist wie gewohnt klasse.
Schöne dicke Seiten, die nicht so schnell kaputt gehen, ansprechende Illustrationen und kindgerechte Texte. Das Highlight waren wie immer die Klappen die zu öffnen sind.
Auf den jeweiligen Doppelseiten erfährt man so einiges über die verschiedenen Länder, mir waren es zum Teil fast ein wenig zu viele Informationen -gerade für die kleineren Kids. Nett fand ich aber, dass es auf jeder Länderseite zum Land entsprechende Illustrationen gab - sowie einige Wörter in deren Landessprache.
Die Kinder lernen so einiges mit diesem Buch und es eignet sich super als erster Einstieg.
Es geht weiter mit Sophia
Die Farben der Schönheit – Sophias Träume von Corina Bomann
Corina Bomann ist einfach eine tolle Autorin und ich liebe ihre Bücher. Bereits der erste Teil hat mir richtig gut gefallen und auch die Fortsetzung hat es in sich. Die Autorin hat einfach einen wunderbar, mitreißenden Schreibstil und obwohl die Geschichte wieder eine ordentliche Länge hat, zieht es sich absolut nicht.
Die Erzählungen sind sehr bildhaft und gut ausgearbeitet und man fühlt sich in der damaligen Zeit mittendrin. Band zwei schließt direkt an die Ereignisse aus dem ersten Teil an, daher sollte man den Vorgänger unbedingt gelesen haben. Ich finde es schön wie wir Sophia auf ihrem Weg begleiten, wie man ihre Entwicklung zru selbstständigen und reifen Frau verfolgt und wie sie auf einmal mittendrin im "Puderkrieg" zwischen Elizabeth Arden und Helena Rubinstein ist. Auch die geschichtlichen Aspekte wurden gut in die Handlung eingefügt und waren von der Autorin gut recherchiert - wie ich es von ihr auch nicht anders gewohnt bin. Ich fiebere schon jetzt dem dritten Teil entgegen, der im November 2020 erscheinen wird.
New York der 40ger Jahre
City of Girls von Elizabeth Gilbert
Seit dem ich selbst in New York war, bin ich ein unglaublicher Fan der Stadt und ich liebe es Bücher zu lesen, die in dieser wundervollen Stadt spielen. Dabei finde ich es immer unglaublich spannend, wenn die Geschichten in der Vergangenheit spielen. Elizabeth Gilbert hat es geschafft das Flair der vierziger Jahre wiederzuspiegeln und ich konnte beim Lesen pure Lebensfreude verspüren.
Ich kenne bisher noch keine anderen Bücher der Autorin, daher kann ich "City of Girls" nicht mit ihren anderen Werken vergleichen, aber mir hat es gut gefallen und ich habe es gerne gelesen. Hin und wieder gab es zwar einige Längen und Vivian fand ich hier und da ein bisschen naiv, aber im Großen und Ganzen, habe ich diese Geschichte wirklich gerne gelesen. Dabei fand ich toll, dass die Charaktere sehr liebenswürdig waren und man Vivian in ihrer Entwicklung vom Mädchen zur Frau erleben konnte. Auch die Einblicke in die Theaterwelt haben mir gut gefallen und das Buch bringt auch eine Prise Humor mit - alles in allem also ein Buch, welches ich gerne gelesen habe und auch ohne schlechtes Gewissen weiterempfehlen kann.
Nicht die klassische Liebesgeschichte
City of Girls von Elizabeth Gilbert
„Kriminelle werden nicht geboren, sie werden gemacht. Diese Welt hat Tristan zu dem gemacht, was er ist, und er kämpft darum, sich davon zu befreien. Doch er ist gefangen - und das ist grausam.“
„Lips don‘t lie“ ist ganz anders, als ich erwartet hatte. Nicht schlecht, aber auch nicht überragend.
Die Story rund um Tristan und Riley ist gut erzählt, der Schreibstil führt einen gekonnt durch die triste und üble Gangwelt von Tristan. Ich fand die Gangeinblicke teilweise echt krass und erschreckend und leider sehr realistisch. Es ist traurig, wenn vor allem Kindernin so einem Umfeld groß werden und in Gewalt und Kriminalität hinein wachsen. Allerdings muss ich gestehen, dass kich der Roman teilweise emotional nicht packen konnte. Die Erzählungen blieben zum teil sehr oberflächlich und wiederholten sich oft. Tristan hinterfragt zwar einiges, handelt dann aber im gleichen Moment wieder total unüberlegt. Das hat mich manchmal echt wahnsinnig gemacht. Riley blieb für mich ebenfalls sehr unnahbar und mir war es zu viel von dem Basketball-Gedöns (damit kann ich leider nichts anfangen und die Szenen darüber waren doch sehr ausschweifend). Die Liebesgeschichte hielt sich in meinen Augen eher im Hintergrund und war nur gan leicht da - das hatte ich mir anders erhofft.
Die Geschichte hatte daher einige Längen und das Ende kam mir dann fast zu schnell und alles hat sich dann doch recht einfach aufgelöst.
Ich möchte jetzt nicht sagen, dass ich das Buch schlecht fand, aber einen richtigen Wow-Effekt hat es jetzt auch nicht hinterlassen. Man kann es beruhigt lesen, ein Muss ist es in meinen Augen aber nicht.
guter Abschluss der Trilogie
Die Herren der Zeit von Eva Garcia Saenz; Eva Garcia Saenz
Schon die ersten beiden Teile um Inspector Kraken haben mich überraschenderweise begeistert, daher war ich auf den Abschluss der Triologie natürlich extrem gespannt. Da die Bände, was privates anbelangt, aufeinander aufbauen würde ich empfehlen die Vorgänger zu lesen, da man sich so, vorallem mit den vielen Namen, leichter tut.
Wieder einmal entführt uns die Autorin ins Baskenland. Dabei vermischt sie sowohl Vergagenheit, als auch Gegenwart sehr geschickt. Die Story war wieder sehr spannend und nervenaufreibend zu lesen. Die Fakten waren zudem gut recherchiert. Für mich bildet dieser Band einen runden Abschluss der gesamten Reihe und alle offenen Fragen wurden beantwortet - genau das mag ich sehr gerne. Schade finde ich es zwar, dass nun Schluss mit der Reihe ist, weil mir die Bücher wie gesagt sehr gut gefallen haben. Aber man soll bekanntlich aufhören wenn es am schönsten ist.
runder Abschluss
Glanz der Ferne von Iny Lorentz
Bei "Glanz der Ferne" handelt es sich um den dritten Teil einer Triologie und somit sollte man die beiden Vorgängerbücher kennen, wenn man dieses Buch hier lesen möchte. Man kann es zwar auch unabhängig davon lesen, aber ich finde nur anhand des Personenregisters und den kurzen Zusammenfassungen am Anfang eher schwierig in die gesamte Geschichte hinein zu kommen.
Wer die Bücher von Iny Lorenz kennt, weiß wie gut recherchiert die jeweiligen Storys sind und wie schön der Schreibstil zu lesen ist. Man fühlt sich im Geschehen mitten drin und auch "Glanz der Ferne" konnte mich wieder mitreißen. Ich fand den Abschluss der Reihe gelungen, auch wenn es gegen Ende des Buches eher etwas kitschig wurde.
Der Kuss der Rachegöttin
Gods of Ivy Hall, Band 1: Cursed Kiss von Falk Alana
Nachdem ich von "Cursed Kiss" eine Leseprobe gelesen habe, war ich total gespannt auf die ganze Story. Von Alana Falk hatte ich bisher noch nichts gelesen, aber die Leseprobe hatte mich gepackt.
Ich muss gestehen, dass ich mich wieder mal extrem schwer tue mit einer Bewertung. Denn so sehr mich die Leseprobe überzeugt hat, war ich am Ende des Buches angelangt dann doch vom Gesamten ein wenig enttäuscht.
Aber kommen wir erst einmal zum positiven. Ich mag den Schreibstil von Alana Falk total gerne und ich liebe ihren Humor. Manche Sprüche von Arden haben mich wirklich zum Lachen gebracht.
Die Idee mit den Rachegöttinnen finde ich grandios. Allerdings hätte ich da gerne noch ein paar mehr Einblicke in die Welt gehabt. Vor allem auch über die anderen wie z.B Maya und Damon hätte ich gerne mehr erfahren, denn die kamen mir eindeutig zu kurz, obwohl sie in der Geschichte eine tragende Rolle spielen und auch immer wieder erwähnt werden. Und auch mit Erin hatte ich so meine Probleme. Ich fand sie zum Teil zu egoistisch und manchmal nervte sie mich mit ihrer Art einfach.
Da sich alles immer wieder um den Kuss dreht, der nicht statt finden darf, zog sich das Buch stellenweise echt in die Länge und ich hab mir gedacht, langsam wissen wir Leser das ihr euch nicht küssen dürft. Das hätte man ruhig ein wenig abkürzen können, denn das fand ich unnötig in die Länge gezogen.
Das Ende hat mich dann leider auch nicht hundert Prozent überzeugt, obwohl es eine Wendung gab, mit der man so nicht gerechnet hat. Das Geheimnis um Arden finde ich Hammer, aber den Rest in Kombination mit Lyra (ich will nicht genauer darauf eingehen, weil ich niemanden spoilern möchte) fand ich an den Haaren herbei gezogen und war in meinen Augen einfach zu viel des Guten.
Im Großen und Ganzen hat mich das Buch gut unterhalten und ich hab es gerne gelesen, allerdings denke ich nicht, dass ich den zweiten Teil lesen werde, weil mich der Verlauf und vor allem das Ende dann doch nicht wirklich überzeugen konnten.
Ein wunderbarer Reihenauftakt
Gods of Ivy Hall, Band 1: Cursed Kiss von Falk Alana
Ich liebe die Bücher von Corina Bomann und auch "Die Farben der Schönheit" haben mich wieder einmal komplett überzeugt. Die Autorin hat einfach einen wunderbar, mitreißenden Schreibstil und obwohl die Geschichte eine ordentliche Länge hat, zieht es sich absolut nicht. Die Erzählungen sind sehr bildhaft und gut ausgearbeitet und man fühlt sich in der damaligen Zeit mittendrin.
Ich finde es immer wieder erschreckend, wie schwer es Frauen zu der damaligen Zeit hatten.
Sophia ist ein absolut starker Charakter und ich bewundere sie für ihre Leistungen. Ich fand es schön, sie auf ihren Weg zu begleiten. Vor allem die vielen Infos der Kosmetikherstellung fand ich interessant. Das Buch endet dann natürlich mit einem Cliffhanger und ich muss auf jeden Fall wissen, wie es bei Sophia weiter geht, weshalb ich mich schon unglaublich auf Teil zwei und dann auch Teil drei freue.
Baustellen-Liebe
Wieso? Weshalb? Warum? Band 7 - Fahrzeuge auf der Baustelle von Andrea Erne
Die Bücher der Wieso-Weshalb-Warum Reihe liebt mein Sohn total. Egal ob die Bücher von 2-4 oder von 4-7, es sind bisher alle super gut angekommen. Mein Sohn ist drei Jahre und auch wenn in diesem Buch für ihn noch ein bisschen viel Text steht, schaut er es sich dennoch super gerne an und ist von den Bildern total begeistert.
Da wir in einem Neubaugebiet wohnen, sind wir von Baustellen umgeben und da ist dieses Buch perfekt, um alles zu verarbeiten, was um einen herum passiert. Vor allem die Bagger haben es ihm angetan und da gibt es in dem Buch ja eine Menge Wissen dazu. Die Seiten sind liebevoll und umfangreich aufgebaut und vor allem auch für Kinder verständlich erklärt (da es wie gesagt sehr viel Text ist, lasse ich bei meinem Sohn einfach ein bisschen was weg bzw. erkläre es nochmal mit eigenen Worten). Die Klappen sind gut eingesetzt und erwecken so auch nochmal eine gewisse Neugier und regen das Kind zum mitmachen an. Toll fand ich, dass auch Baustellen aufgezeigt werden, die man eher selten sieht, wie z.B der Tunnelbau oder Großbaustellen. Die Infos dazu fand sogar ich interessant und konnte dabei noch was lernen.
Ein Haus als Zuflucht für Frauen
Das Haus der Frauen von Laëtitia Colombani
Soléne ist Staranwältin in Paris. Als sich ein Mandant nach verlorenem Prozess vor ihren Augen in den Tod stürzt, bricht sie zusammen. Halt findet sie im Haus der Frauen, in dem Frauen in Not Zuflucht finden. Sie wird zur Briefschreiberin. Mit jedem Brief, den sie im Auftrag der Bewohnerinnen schreibt, wächst nicht nur ihr Mitgefühl für die verschiedenen Schicksale, sondern auch ihr Interesse an der heldenhaften Blanche Peyron, die 1926 allen Widerständen zum Trotz den "Palais de la Femme" in Paris begründete.
Von Laetitia Colombani habe ich bereits "Der Zopf" gelesen, der mich damals auch schon positiv überrascht hat. Daher war ich auf "Das Haus der Frauen" sehr gespannt. Ich glaube das mir dieses Buch hier sogar noch einen Ticken besser gefallen hat, als ihr Debüt.
Die Autorin schafft es erneut, aus wenigen Worten, einen absolut emotionalen und tiefgründigen Roman zu erschaffen. Der Schreibstil ist eigenwillig, aber man kommt nach wenigen Seiten gut hinein. Die Schicksale der Frauen lassen einen nicht kalt und hin und wieder standen mir die Tränen in den Augen, so gefangen war ich von der Erzählung. So unterschiedlich die Frauen im Haus sind, so unterschiedlich sind auch ihre Schicksale. Das Schlimme an der ganzen Geschichte und wieso es einen so mit nimmt, ist wohl definitiv, dass es die harte Realität ist, die in dem Roman behandelt wird. Ich finde es schön das die Autorin auf solche Probleme aufmerksam macht und somit auch an mehr Solidarität im Leben appeliert. Das Buch regt unglaublich zum Nachdenken an. Schön fand ich auch die Kapitel zwischen drin, die in der Vergangenheit handelt. Zu Beginn frägt man sich, was die beiden Erzählstränge wohl miteinander zu tun haben, kommt dann aber recht bald darauf. Blanche Peyron kannte ich vorher noch nicht, aber Hut ab, vor dem was die Dame geleistet hat.
"Das Haus der Frauen" kann ich jedem mit gutem Gewissen empfehlen. Man sollte aber beachten, dass es sich hier nicht um einen seichten Roman handelt, sondern um ein sehr ergreifendes Thema. Ein Buch das man nicht mal so schnell nebenher liest, sondern das die volle Konzentration benötigt um seine Wirkung zu entfalten.









