Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Anja:
Sehr viele leckere Rezepte (4,5)
Von Oma mit Liebe von Katharina Mayer
Vorweg: ich habe das eBook durchgeblättert. Zwar machte das Buch dabei einen gut strukturierten Eindruck, allerdings gibt es zu einigen Rezepten bebilderte Schritt-für-Schritt Anleitungen, die sowohl auf dem Handy als auch auf dem PC kreuz und quer dargestellt werden. Allerdings sind diese letztlich nicht lebenswichtig, da sie zusätzlich zu der Text-Rezeptanleitung vorhanden sind.
Das Buch macht definitiv Hunger. Die Bilder zu den Rezepte, die in verschiedene Kategorien wie „Kleine Leckerbissen“, „Lieblingskuchen für jeden Tag“ oder „Torten für jeden Anlass“ unterteilt sind, sehen durchweg lecker aus. Allerdings fand ich die Perspektive nicht immer gelungen. Auch wenn sie optisch ansprechend sind, finde ich es ungünstig, eine angeschnittene Torte nur von oben zu fotografieren – gerade wenn es verschiedene Schichten gibt, hätte ich sehr gern „hinein“ gesehen.
Die Anleitungen zu den Rezepten sich leicht und verständlich geschrieben.
Zudem gibt es von der jeweiligen „Kuchenoma“ bzw. dem „Kuchenopa“ noch einen Extratipp zur Zubereitung oder Abwandlung.
Es gibt unglaublich viele Rezepte, die ich gern noch ausprobieren möchte, weil die Kuchen superlecker, aber dennoch überwiegend recht einfach aussehen. Bei einigen Torten wird rohes Ei in der Creme verwendet, wovon ich nicht so ein Fan bin. Dennoch habe ich auch in der Tortenabteilung einiges zum Testen gefunden.
Natürlich gibt es im Buch auch so manchen Klassiker, zu denen man seine Stammrezepte von Mama oder Oma einfach schon hat.
Was mir nach dem Vorwort aber leider gefehlt hat, ist das Rezept zu dem Kuchen, mit dem alles anfing. Zwar ist ein Marmorkuchenrezept im Buch enthalten, aber eben nicht das von der Herausgeberin erwähnte... Das ist schade, hätte es die ganze Geschichte doch super abgerundet.
Nachdem ich zunächst dachte, wozu braucht ein Backbuch Oma-Opa-Geschichten, war ich dann überrascht, was Kuchentratsch eigentlich ist. Eine tolle Idee. Dennoch hätte ich die enthaltenen kurzen Interviews mit verschiedenen Kuchentratsch-Omis und –Opis, in denen sie aus ihrem Leben berichten oder ihre Meinung zu aktuellen Themen mitteilen, nicht unbedingt gebraucht und habe sie letztlich auch nur überflogen.
Fazit
Gelungene Mischung aus Kleingebäck, Keksen, Rührkuchen und Torten. Wer bereits Backbücher besitzt, wird zu dem ein oder anderen klassischen Kuchen sein eignes oder ein ähnliches Rezept bereits haben, dennoch habe ich viele Rezepte gefunden, die ich gern ausprobieren möchte. Neben wirklich klassischen Kuchen sind auch einige ausgefallenere Rezepte dabei. Diese sind durchweg leicht verständlich geschrieben, nur bei den Bildern hätte ich mir weniger Draufsichten und mehr In-den-Kuchen-Blicke gewünscht.
hat mich leider wenig berührt
Faded - Dieser eine Moment von Julie Johnson
Felicity versucht, sich in Nashville ein neues Leben aufzubauen. Sie hat nicht viel im Gepäck: ihr Notizbuch, eine alte Gitarre und jede Menge schlechte Erinnerungen. Als sie ausgerechnet dem Musiker Ryder Woods näher kommt, gerät das ruhige Leben, das sie sich wünscht, erneut gehörig durcheinander.
Felicity und Ryder schildern abwechselnd die Geschehnisse in der Ich-Perspektive und geben dabei Einblick in ihre Gedanken und Gefühle. Während Ryder seine Ziele klar benennt, war es anfangs schwer, Felicity einzuordnen. Sie verbirgt etwas. Irgendwas setzt ihr schwer zu, doch sie vertraut sich niemandem an. Erst spät gibt sie Bruchstücke preis, sodass die Frage, was ihr passiert ist und wovor sie wegläuft, beim Lesen immer im Hinterkopf bleibt.
Dennoch – oder gerade deswegen – fand ich es interessant, Felicitys Entwicklung zu verfolgen: Wie sie mit nichts versucht, sich ein neues Leben aufzubauen, während sie zunächst für sich bleibt und sich nach und nach verschiedenen Figuren ein Stück weit öffnet. Allerdings konnte ich ihr Handeln auch nicht immer nachvollziehen.
Ebenso habe ich mit Ryder mehrfach gehadert. Er reagiert oft impulsiv und trifft nicht immer die besten Entscheidungen. Und trotz mehrfach guter Absichten mangelt es doch manchmal einfach an seinen Kommunikationsfähigkeiten…
Spannend fand ich die Welt des Showbuiz, mit der Ryder und Felicity auf verschiedene Weise in Kontakt kommen. Verträge, Klauseln, erzwungene Images.
Die Liebesgeschichte hingegen konnte mich nicht ganz mitreißen. Dafür war mir die ganze Gefühlsentwicklung etwas überstürzt. Zunächst werfen die zwei sich nur Blicke zu und im nächsten Moment sind sie schon unsterblich verliebt.
Dennoch bin ich gespannt, wie es weitergeht. Das Ende ist komplett offen, allerdings gibt der Prolog bereits einen winzigen Blick in die Zukunft, der mich neugierig macht, was bis dahin passiert ist.
Fazit
Mit der jungen Felicity, die vor ihrem alten Leben flüchtet, und dem rauen Ryder, der sich nichts mehr als eine Musikkarriere wünscht, treffen zwei sehr unterschiedliche Charaktere aufeinander, die sich ebenso anziehen wie abstoßen. Leider konnte mich die Entwicklung der Liebesgeschichte emotional nicht berühren, ich empfand sie als zu überstürzt. Zudem habe ich mehrfach mit dem Verhalten der Figuren gehadert, welches ich nicht immer nachempfinden konnte. Dennoch ist die Entwicklung der Figuren, besonders ihre Berührungspunkte mit dem Musikgeschäft, interessant zu verfolgen. Das Ende ist komplett offen…
Profilbild von kaeferchen kaeferchen Veröffentlicht am 04.01.2020 sehr guter erster Eindruck - abwechslungsreiche, ansprechende Rezepte
Faded - Dieser eine Moment von Julie Johnson
Das Kochbuch ist mir zufällig in die Hände gefallen. Zu WW habe ich keinen Bezug, sodass ich mit dem Punktesystem nicht vertraut bin (es gibt eine kurze Erklärung zu den abgedruckten Punkten in unterschiedlichen Farben) und das Buch dahingehend auch nicht bewerten kann.
Optik und Haptik
Das Buch hat A4 Format.
Mit gut 220 Seiten ist es nicht zu klobig.
Auf jeder Doppelseite befindet sich – nach ein paar kurzen Einführungsseiten – ein Rezept plus ein ganzseitige Foto. Die Bilder sind ansprechend und die Rezepte verständlich beschrieben und gegliedert.
Rezepte
Die Rezepte sind in verschiedene Kategorien unterteilgt, z.b. One Pot, Pasta, vegetarische Gerichte oder Hauptgerichte mit Fisch und Fleisch.
Schon beim ersten Durchblättern war mein Empfinden, dass die Rezeptauswahl sehr vielseitig ist. Es gibt in jeder Kategorie sehr unterschiedliche Gerichte mit verschiedenen Hauptzutaten - verschiedene Gemüsesorten, unterschiedliche Nudel-/Reis-/Kartoffelbeilagen.
Oft stört mich an Kochbüchern, wenn zu viele "exotische" Zutaten verwendet werden. Am besten immer nur in winzigen Mengen, damit man alles neu kaufen muss und dann nie wieder braucht.
Dies ist hier kaum der Fall. Klar werden auch mal ungewöhnlichere Zutaten verwendet. Bei dem meisten wüsste ich aber zumindest, wo ich im Supermarkt suchen muss ;)
Es werden auch nicht pro Rezept lauter Dinge aufgrund von Kleinstmengen angebrochen.
Viele Zutaten ziehen sich in kleineren Mengen durch viele Rezepte, beispielsweise 2 El Creme legere hier und dort... aber da findet man ja auch außerhalb des Buches Verwendung für.
Werbung für die WW Fertiggerichte wäre nicht unbedingt nötig gewesen.
Fazit
Optisch ansprechend und auch die meisten Rezepte machen Lust zum Nachzukochen. Sie sind sehr vielfältig, ohne dabei zu viele Kleinstmengen oder ungewöhnliche Zutaten zu verlangen, die man dann hinterher umständlich verbrauchen müsste.
sehr umfang- und abwechlungsreich
Faded - Dieser eine Moment von Julie Johnson
Allererster Eindruck: Puh, das Buch ist ein ganz schöner Brocken. Zwar ist es einerseits natürlich toll, dass es so umfangreich ist, ich finde dieses dicke A4 Format allerdings auch ein wenig unhandlich.
Die Aufmachung des Buches gefällt mir ansonsten gut.
Es gibt ein Rezept je Doppelseite – eine Seite Anleitung und Zutaten, die andere ein großes, ansprechendes Bild.
Die Beschreibungen sind übersichtlich und verständlich.
Die Aufteilung der Rezepte nach Kategorien (Suppen, Salat, Pasta...) ist übersichtlich. Im Register gibt es zusätzlich eine Sortierung nach einzelnen Zutaten/ Lebensmitteln, mit Seitenangabe zum jeweiligen Rezept, wobei die vegetarischen Rezepte farblich gekennzeichnet sind.
Die Rezepte sind abwechslungsreich. Keine Standardgerichte, aber auch nicht zuuuu ausgefallen. Zumeist werden gängige Zutaten und keine allzu exotischen Gewürze verwendet, die man extra kaufen müsste. Zwar treffen nicht alle Rezepte meinen Geschmack, aber es gibt doch viele, die ich gern noch ausprobieren möchte.
Schade finde ich allerdings, dass mehrfach auf Fertigprodukte zurückgegriffen wird. Bei einem Blätterteig ist dies nachvollziehbar, aber einen Pizzateig herzustellen, ist kein Hexenwerk. Zumindest ein entsprechendes Rezept im Grundrezeptebereich, in dem sich Brühe, Dressings und co befinden, wäre schön gewesen.
Alles in allem eine abwechslungsreiche Auswahl an Rezepten, die sich überwiegend unter einer Stunde zubereiten lassen.
Märchen einmal anders
Faded - Dieser eine Moment von Julie Johnson
Kurz nach ihrem 16. Geburtstag erhält Flora einen Brief, der sie anweist, ihre ‚Pflichtjahre‘ in einem Amt in einer alten Mühle zu absolvieren. Flora hält dies für ein Missverständnis. Als sie den Fehler aufklären will, gerät sie plötzlich in eine magische Welt voller Gefahren – als letzte Nachfahrin von Dornröschen…
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen.
Die Welt der Märchenfiguren, Flüche und Gaben ist liebevoll und witzig ausgearbeitet. Es gibt ein Rapunzel, das sich nicht für eine Frisur entscheiden kann und daher mit Schere und Lockenstab munter rumprobiert, schließlich kann sie ihre Haare jederzeit nachwachsen lassen. Ein arrogantes Schneewittchen mit einer unerwartet selbstlosen Kämpfernatur. Zwerge, Zauberspiegel, Kröten… Und mittendrin Flora, das letzte Dornröschen, die nichts von ihrer Herkunft wusste und daher viel über die magischen Eigenheiten lernen muss. Als Ich-Erzählerin führt sie durch die Geschichte und lässt die Leser/innen an ihren Gedanken und Gefühlen sowie allen neuen Erkenntnissen teilhaben.
Zusätzlich gibt es zwischendurch kurze Kapitel über mysteriöse magische Pläne unbekannter Figuren, deren Bedeutung sich aber erst im Laufe der Geschichte offenbart, aber Spannung erzeugt, da sich immer mehr eine drohende Gefahr andeutet, von der Flora und ihre Freunde noch nichts ahnen.
Wobei Flo ohnehin wenig ahnt… der Teenager geht oft sehr naiv an die neuen Begebenheiten heran. Immer wieder übergeht, überhört oder vergisst sie wichtige Details, die sie klären oder überdenken müsste. Oft stellt sie Fragen nicht bis zum Ende, sodass ihr Details entgegen. Viele Dinge, die sich im späteren Verlauf ergeben, hätten sich frühzeitig klären lassen, wenn Flo den vielen Andeutungen und Hinweisen, die sie immer wieder bekommt, nachgegangen wäre.
So lassen sich viele Ereignisse vorherahnen. Doch die Zusammenhänge waren dann doch nochmal anders als erwartet, sodass mich ein paar Wendungen der Geschichte überraschen konnten.
Tatsächlich mochte ich Hektor und Neva, mit denen Flora zusammenarbeitet, aber lieber als die eigentliche Hauptfigur. Wobei mir der Teenager auch nicht unsympathisch war. Sie ist halt etwas arg blauäugig, auch für ihr junges Alter.
Die Handlung ist oft witzig, teilweise spannend und auch ein wenig gefühlvoll.
Das Buch endet mit einem Cliffhanger, der mich neugierig macht, wie es den quirligen Märchenfiguren weiter ergehen wird.
Fazit
Die Welt der Märchenfiguren, die verborgen unter den Menschen leben, hat mir sehr gut gefallen. Es gibt sehr unterschiedliche, facettenreiche Charaktere und diverse verarbeitete Märchen. Dornröschen Flora agiert teilweise leider sehr naiv, übersieht oder vergisst offensichtliche Hinweise, wodurch sich das dramatische Ende hinauszögert. Dank des flüssigen, lockeren Schreibstils liest sich das Buch super.
sehr komplexe – teils verwirrend-verworrene – Fantasygeschichte
Der Untergang der Könige von Jenn Lyons
Kihrin sitzt im Gefängnis. Seine Gefängniswärterin Klaue fordert ihn auf, die Geschichte zu erzählen, wie er dort gelandet ist, obwohl sie selbst Anteil daran hat. Beide schildern das Geschehen von geheimen Intrigen, gefallenen Königen und einem Jungen aus armen Verhältnissen, der erst zum Lord, dann zum Sklaven und später zur Schlüsselfigur im Kampf gegen einen mächtigen Gegner wird…
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir aufgrund der verschiedenen Zeitstränge und Erzählebenen nicht ganz leicht.
Kihrins Gefängniswärterin Klaue will von ihm seine Geschichte hören. Abwechselnd schildern die beiden Kihrins Erlebnisse. Kihrins Schilderung setzt etwa vier Jahre zuvor an. Er erzählt in der Ich-Perspektive, was ihn letztlich in diese Lage gebracht hat. Klaue setzt noch etwa 6 Monate vorher an und ergänzt den Zeitraum bis zu Kihrins Start der Geschichte teils in der personalen, teils eher auktorialen Erzählweise.
Die ständigen Sprünge zwischen beiden Geschichten, die aber die selbe Figur im Zentrum haben, fand ich teilweise verwirrend, da ich immer, wenn ich das Buch wieder zur Hand genommen habe, für mich sortieren musste, in welcher Zeit ich mich gerade befinde. Zudem enthalten beide Geschichten immer wieder kleine Hinweise und Verknüpfungen, die für das Verständnis der jeweils anderen wichtig sind.
Die Verwirrung perfekt gemacht haben die Erklärungen in den über 150 Fußnoten, die Bemerkungen und Ergänzungen zu diesen Schilderungen von einem weiteren Ich-Erzähler beinhalten. Da mich zum einen das ständige Blättern genervt hat (ich habe das Buch als ebook gelesen, zwar kann man hier problemlos zur Fußnote und zurück springen, aber wehe man müsste in der Fußnote blättern, dann heißt es umständlich die eigentliche Textstelle wiederfinden…), zum anderen konnte ich die Bemerkungen auch oft nicht zuordnen und sie haben mich so in meinem Lesefluss gestört, sodass ich sie irgendwann gar nicht mehr angeschaut habe. Erst ganz am Ende ist mir die Bedeutung klar geworden, nachdem ich diesen zusätzlichen Ich-Erzähler einordnen konnte.
Überhaupt hat mir die Geschichte zu viele Anhänge. Neben den zahlreichen, teils sehr umfangreichen Fußnotenerläuterungen gibt es ein riesiges Personenverzeichnis, Erklärungen zur Aussprache und auch einen ewig weit verzweigten Stammbaum.
Sich diesen mal anzuschauen, wäre hier und da vielleicht hilfreich gewesen, wäre da nicht wieder das Problem mit dem Blättern und zusätzlich der viel zu winzigen Anzeige im ebook gewesen… denn die Vielzahl an Figuren hat mich auch oft vor Probleme gestellt.
Die Fantasywelt, die erschaffen wird, ist unglaublich komplex und mit den verschieden Völkern und magischen Fähigkeiten eigentlich auch total interessant. Allerdings ist nicht nur die Wiedergeburt Verstorbener möglich, sodass sich Figuren an ihr früheres Leben erinnern, sondern bestimmte magische Artefakte oder Fähigkeiten ermöglichen auch den Körpertausch bzw. die Übernahme eines Körpers. Und hier wurde es dann teilweise verworren, wenn Figuren schon so lange leben und in verschiedenen Körpern gesteckt haben, dass ein Charakter plötzlich drei Namen hat und nicht jeder der ist, für den er gehalten wird. Dies hat zwar für Spannung und Überraschungen gesorgt, teilweise habe ich in den komplizierten Verstrickungen von Figuren teilweise aber auch nicht mehr durchgesehen, wer wer ist und wer mit wem im Bunde ist.
Dadurch habe ich die Geschichte streckenweise als zäh empfunden, nicht zuletzt weil ich in den verworrenen Intrigen und Rückblicken in vergangene Zeiten nicht immer folgen konnte, wenn mir die Sortierung der Figuren nicht mehr möglich war… Komplizierte, teils ähnliche Namen, machen die Zuordnung nicht leichter.
Gut war, dass sich der Grundhandlung um Kihrin trotzdem halbwegs folgen ließ, auch wenn ich nicht immer wusste, wer der Feind ist bzw. in wessen Körper er nun gerade steckt.
Als im letzten Viertel die Erzählstränge zusammenlaufen und es nur noch eine Zeitebene gibt, wurde die Orientierung einfacher. Hier wird die Geschichte, die ohnehin viele spannende Passagen hat, immer temporeicher. Der entscheidende Kampf steht bevor. Es wird dramatischer und aufregender und hier habe ich nun auch wirklich mitgefiebert, wobei es auch dabei verwirrende und zähe Passagen gab.
Am Ende sind einige Kämpfe gefochten. Viele Figuren mussten ihr Leben lassen. Viele Fragen sind beantwortet. Das Schicksal des Landes bleibt allerdings dennoch völlig offen.
Fazit
Sehr komplexes Fantasysetting, das so facettenreich ausgearbeitet wird, dass es aufgrund diverser Möglichkeiten einen neuen Körper zu erhalten, oft in der Vielzahl der Figuren kompliziert wird. Auch die zwei Erzählperspektiven, die aber den selben Charakter zur Hauptfigur haben, fand ich fürs Hineinfinden nicht ideal. Von den Anhängen und Fußnoten habe ich mich komplett erschlagen und aus dem Lesefluss gerissen gefühlt, sodass ich diese nicht mehr gelesen habe. Ihr Sinn hat sich mir auch erst ganz am Ende erschlossen, nachdem ich Anfang und Schluss nochmal gelesen hatte und den entsprechenden Erzähler sowie den Adressat der verschachtelten Erzählung zuordnen konnte. Die Handlung an sich ist grundsätzlich spannend und weist viele Überraschungen und Wendungen auf. Es gibt aber auch etliche langatmige, zu ausschweifende Ausführungen.
durchaus berührend, aber…(4,5 Sterne)
Bring Down the Stars von Emma Scott
Wes und Connor sind beste Freunde. Connor hat viel für Wes getan und so ist es für Wes selbstverständlich, Connor zu unterstützen. Selbst noch als dieser sich in das gleich Mädchen verliebt wie er selbst. Und Autumn ahnt nicht, dass all die schönen Worte, die sie von Connor erhält, eigentlich von dem wortkargen Wes stammen, zu dem sie sich auch irgendwie hingezogen fühlt.
Gibt es noch einen Weg aus diesem Netz aus Lügen?
Jedes neue Buch von Emma Scott an All In zu messen, mag nicht fair sein. Dennoch tue ich es, weil All In die Messlatte einfach so hoch gesetzt hat, dass ich hoffte, auch ihr neues Buch könnte mich mit einer ebenso emotionalen Geschichte begeistern.
Zu behaupten, dass dies nicht der Fall war, wäre gelogen. Aber ganz so ist es eben doch nicht… Obwohl ich das Buch keinesfalls schlecht fand, kann es dem Vergleich mit All In einfach nicht standhalten.
Emma Scotts Schreibstil finde ich erneut super. Sehr intensiv, sehr nah an den Figuren. Anschaulich und flüssig. Daher liest sich das Buch super.
Die wechselnden Ich-Perspektiven zwischen Autumn und Wes geben tiefe Einblicke in deren erschüttertes Gefühlsleben.
Inhaltlich kann das Buch aber nicht völlig überzeugen. Immer wieder habe ich mit den Figuren gehadert. Warum tut Wes sich das an? Wie kann Autumn es nicht merken? Wie kann Connor all diese Lügen mit seinem Gewissen vereinbaren? So gibt es zahlreiche Stellen, an denen ich ihr Denken und Fühlen nicht wirklich nachvollziehen konnte, auch wenn die Erklräungen dafür in ihrer Geschichte, ihrer Vergangenheit und ihren Empfindungen ein Stück weit mitgeliefert werden.
Dennoch gibt es in der Geschichte auch so viel Tolles und Berührendes. Die Freundschaften, die sich entwickeln. Wie die Figuren sich füreinander einsetzen, einander unterstützen und einander beistehen.
Langweilig wird das Geschehen zu keiner Zeit, streckenweise passiert aber auch nicht so richtig viel. Je weiter die Handlung voranschreitet, desto mehr habe ich aber auch mit dieser verzwickten Liebesgeschichte mitgefiebert, gehofft, dass sich doch endlich alles aufklären möge.
Allerdings gelingt es Emma Scott letztlich, mich zu überraschen und zu schockieren. Zwar habe ich das Ende irgendwie erwartet, dennoch hat es mich kalt erwischt und ich möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Sofort!
Fazit
Emma Scotts Schreibstil ist einfach wahnsinnig toll, sodass sich beim Lesen durchaus ein Sog entwickelt, auch wenn mich die Geschichte leider nicht durchweg berühren konnte. Obwohl es durchaus emotionale Passagen gibt, habe ich auch oft mit dem Verhalten der Figuren gehadert. Dennoch bin ich nach dem offenen Ende super gespannt, wie es weitergeht.
süße Idee – fragwürdige Moral
Ein Schweinebär im Schlafanzug von Andreas Langer; Katalin Eva Pop
Optik:
Ein kleiner Schweinebär zu jedem Kapitelanfang sowie mehrere, überwiegend einseitige schwarz/weiß Zeichnungen verbildlichen die Handlung und das Chaos, welches mehrfach entsteht.
Schriftgröße und Absätze sind übersichtlich.
Am Ende des Buches befinden sich noch Mitmachseiten/Rätsel.
Dabei handelt es sich allerdings hauptsächlich um Buchstabenrätsel.
Sprache:
Grundsätzlich ist der Text leicht verständlich geschrieben und damit passend für die Altersgruppe. Es gibt viel wörtliche Rede.
Die 10-jährige Jule ist die Ich-Erzäherlin der Geschichte und schildert ihre Erlebnisse mit ihrem 7-jährigen Bruder Sascha, der eines morgens plötzlich ein Schweinebär ist.
Handlung – Achtung Spoiler
Grundsätzlich finde ich die Geschichte ja ganz süß. Sasha richtet beim Essen immer wieder eine Schweinerei an, sodass seine Eltern ihn oft einen Schweinebären schimpfen. Und plötzlich ist Sascha wirklich einer – halb Bär, halb Schwein. Nun hat so ein Tier natürlich Bedürfnisse – er möchte sich im Dreck suhlen, fressen und natürlich auch sein Geschäft verrichten. Das aber möglichst, ohne dass die Nachbarn im Mietshaus von dem Chaos etwas mitbekommen. Das kann natürlich nur schiefgehen.
Und obwohl mir die Idee gefallen hat und ich die chaotische Geschichte oft ganz witzig fand (abgesehen davon, dass ein wenig zu viel Kacke – oder auch Stinker, wie es im Buch heißt – darin vorkommt – … der Schweinebärenkot hat übrigens die Optik eines Hundehaufens …) hadere ich letztlich mit der Aussage der Geschichte.
Es ist ein Aufruf für das Annehmen anderer, so wie sie sind. Für das Akzeptieren von Schwächen und Fehlern.
Weil die Eltern Sascha immer wieder als Schweinebären bezeichnen, wird er plötzlich einer. Nun ist er noch viel schweinischer und macht noch mehr Dreck. Aber erst, als die Eltern ihn und sein Chaos in dieser Form akzeptieren, verwandelt er sich zurück, wobei der ganze Magieaspekt keinerlei Erklärung findet. Von nun an wollen die Eltern Sascha nicht mehr als Schweinebären beschimpfen (gut so) und er darf bei jedem Essen weiter ordentlich matschen (nicht so gut).
Und damit habe ich nun irgendwie doch ein Problem. An einer Stelle ganz zu Beginn meint Jule zwar, die Eltern seien zu streng, der Sascha könne es halt nicht besser, aber ansonsten gibt es keine Hinweise darauf, dass Sascha körperlich/ geistig nicht in der Lage ist, unfallfrei zu essen. Nun finde ich, dass ein Grundschulkind doch schon ein gewisses Benehmen am Tisch gelernt haben sollte. Aber halt nein, das braucht Sascha ja nun nicht mehr. Denn er darf nun bei jedem Essen eine Schweinerei veranstalten. Versprochen! Schließlich akzeptieren die Eltern ihn jetzt endlich, wie er ist. Und wenn mal was daneben geht (was bei Sascha immer der Fall ist!), dann wird Sascha halt gewaschen. Und seine Klamotten auch. Und das mehrfach am Tag. Das scheint mir doch eine etwas fragwürdige Moral. Was mir komplett fehlt, ist Saschas Beteiligung an der Sache: der Plan, es gemeinsam besser zu lernen oder zumindest ein gewisses Bemühen seinerseits… Da bleibt wohl nur zu hoffen, dass auch Saschas Lehrer/in sowie Eltern von Mitschülern, oder wo er sonst noch in Essenssituationen gerät, genauso tolerant mit seinem Essverhalten umgehen…
Fazit
Vielleicht ist es einfach das falsch Thema oder zumindest die falsche Altersgruppe, um die eigentlich wichtige Botschaft zu vermitteln: Einander zu akzeptieren und zu respektieren, wie wir sind. Aber dass ein 7-jähriger beim Essen jedes Mal ein Schlachtfeld anrichten darf, sodass Kind, Tisch und alles, was sich sonst noch im Umfeld befinden, von Lebensmitteln eingematscht sind, was von den Eltern bereitwillig allein bereinigt wird, und nur die Eltern sich in diesem Fall ändern müssen, scheint mir nicht der richtige Ansatz…
Kinderabenteuer – mir teilweise zu überzogen
Leles Geheimclub, Band 1 - Keine Kings im Hauptquartier von Sabina Gröner
Lele und ihre zwei Freundinnen haben einen coolen Ort für ihr Mädels-Hauptquatier gefunden. Doch die Jungsgruppe versucht, ihnen diesen Platz streitig zu machen. Es beginnt ein Kampf, in dem nicht immer mit fairen Mitteln gespielt wird und einiges schief geht…
Erstmal vorweg: Ich habe das Buch als eBook gelesen.
Den Mitmachteil – all die Seiten mit Listen zum selbst ausfüllen – kenne ich nur aus der Leseprobe, dieser gibt dem Buch aber auf jeden Fall eine besondere Note (wenn man denn in Bücher schreiben mag).
Auch die Geheimsprache der Mädels ist speziell. Zwar gibt es Erklärungen hinten im Buch, aber im eBook blättert es sich ja nochmal umständlicher als im Buch. Das meiste ist aber auch ohne Nachschlagen zumindest im Sinn verständlich.
Schwierige Wörter – eine der Freundinnen hat eine Vorliebe für Fremdwörter – werden direkt als Fußnote erklärt, was ich gut gelöst finde.
Ansonsten habe ich mich mit der Geschichte aber schwer getan.
Und ich tue mich auch mit der Bewertung schwer, weil diese ja aus Erwachsenensicht geschieht und da denkt man über einige Dinge sicher mehr/ anders nach. Aber mir erschienen einige Dinge innerhalb der Handlung einfach unlogisch und Darstellungen, die vermutlich witzig sein sollten, waren mir zu überzogen. Oder moralisch fragwürdig… So dringen die Kids mit einer Lüge in eine Wohnung ein, um dort etwas zu stehlen. Ein Hund wird gekidnappt und eine (zugegebenermaßen ungerechte, aber auch extrem unfähig dargestellte) Referendarin schlecht gemacht. Und das alles bleibt komplett unreflektiert.
Dennoch entwickelt sich eine gewisse Spannung, denn die Kinder bringen sich in ziemliche Schwierigkeiten. Wie sollen sie damit nun umgehen? Je mehr sie versuchen, desto mehr geht schiefund die Zeit läuft ihnen davon…
Am Ende hat sich meine Sicht auf die Geschichte etwas verändert. Der Ton wird ein wenig ernster und auch lehrreicher. Es wird aufgezeigt, dass man gemeinsam etwas erreichen kann, wenn man nicht aufgibt, sondern zusammenarbeitet statt gegeneinander. Geheimnisse werden bewahrt, um anderen Kindern Spott zu ersparen. Die vorherigen Vergehen, die man teilweise nicht mehr unbedingt als Kinderstreiche bezeichnen kann, bleiben aber dennoch unbesprochen.
Fortsetzung möglich (und auch fürs nächste Jahr angekündigt).
Fazit
Mädchenbande gegen Jungsbande. Witzig, ein wenig chaotisch. Leider aber teilweise zu extrem, zu überzogen. Statt witzig fand ich beispielsweise die überzogene Darstellung der tüddeligen Referendarin (die am Ende zum Glück die kurze kiregt) einfach unangenehm.
Nicht alles, was die Kinder im Kleinkrieg gegeneinander tun, bleibt im legalen Rahmen. Dass ihre Straftaten dann hinterher auch noch nahezu unreflektiert bleiben, stört mich ebenso wie die teils unsinnigen Entscheidungen, die einige Erwachsene treffen. Der etwas ernstere Schluss, in dem aufgezeigt wird, dass man gemeinsam mehr erreichen kann als gegeneinander, hat mich etwas mit der Handlung versöhnt.
spannender, immer wieder überraschender Auftakt
One True Queen, Band 1: Von Sternen gekrönt (Epische Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Jennifer Benkau) von Jennifer Benkau
Mailin lebt mit ihrer Mutter und ihrer im Koma liegenden Schwester in Irland. Doch plötzlich befindet sie sich in einer fremden Welt, in der an jeder Ecke ungeahnte Gefahren lauern. Eine davon ist der mysteriöse Fremde, dem Mailin bei ihrer Ankunft begegnet. Aber die größte Schwierigkeit steht Mailin noch bevor, denn sie soll die Königin dieses Landes werde.
Dabei will sie doch nichts mehr, als einfach wieder nach Hause zu gelangen…
Aufgrund des traumhaften Covers und der vielen positiven Stimmen wollte ich dieses Buch gern lesen, ohne genau zu wissen, worum es eigentlich geht. Am Anfang hatte ich ein paar Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzufinden. Ich mochte den Start in der realen Welt, in der Mailin sich für ihre im Wachkoma liegende Schwester einsetzt. Der plötzliche Sprung in die Fantasywelt kam für mich dann sehr abrupt und ich habe einige Kapitel gebraucht, mich in dieser neuen, magischen Welt mit ihren fremden Wesen und komplizierten Regeln zurechtzufinden. Dabei habe ich bis zuletzt das Clansystem der Magier nicht komplett durchschaut. Und auch darüber hinaus bleiben für mich noch ein paar Fragen offen.
Dennoch entwickelt sich eine interessante Story, die umso spannender wird, je weiter das Buch voranschreitet. Es fiel mir schwer, vorherzusehen, in welche Richtung sich das Geschehen entwickelt, sodass die Handlung mich immer wieder überraschen konnte. Nicht nur ungewöhnliche, ideenreiche Wesen bereiten Mailin Schwierigkeiten, auch die teils undurchsichtigen Charaktere, die sie täuschen, um eigene Interessen zu verfolgen, sorgen für unerwartete Wendungen. Am Ende wird das Geschehen immer temporeicher und dramatischer, allerdings auch ein wenig wild und undurchsichtig.
Dank des Cliffhangers bleibt die weitere Entwicklung komplett offen.
Mailin hat mir als Protagonistin gut gefallen. Sie ist vorlaut und mutig, agiert teilweise aber auch etwas hitzig. Die 17-jährige ist die Ich-Erzählerin der Geschichte und gibt dadurch intensive (manchmal zu ausführliche) Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle. Ihre Gedanken zu kennen, hilft allerdings nicht immer, sie auch zu verstehen: So konnte ich die Faszination für den fremden jungen Mann, der sie zwar nach ihrer Ankunft in Lyaskye rettet, sich sonst aber nicht gerade freundlich verhält, anfangs nicht nachvollziehen. Letztlich mochte ich die sich entwickelnde Liebesgeschichte, die ein zentraler Aspekt der Handlung wird, allerdings.
Schade ist, dass einige Figuren, die eigentlich eine wichtige Rolle spielen, noch sehr blass bleiben. Vielleicht ändert sich dies in Teil 2. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es weitergeht.
Fazit
Der Wechsel von der realen Welt in das ungewöhnliche, ideenreiche Lyaskye hat mir anfangs einige Schwierigkeiten bereitet, aber je weiter die Handlung voranschreitet, desto mehr konnte mich die spannende, aber auch gefühlvolle Geschichte fesseln. Der flüssige, anschauliche Schreibstil trägt seinen Teil dazu bei.
Allerdings bleiben noch einige Fragen und Handlungsstränge offen, sodass ich gespannt bin, wie es weitergeht.








