Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Goejos:
Die Zeit vergeht
Die Freundinnen vom Strandbad von Julie Heiland
Der Autorin Julie Heiland ist romantisches, melancholisches, aber auch unterhaltsames Werk gelungen. Schon das gelungene Cover verrät einiges über den Inhalt wieder. Drei Freundinnen. welche unterschiedlicher nicht sein könnten, welche aber auch unterschiedliche Schicksale verkörpern. Clara, welcher die Flucht in den Westen gelungen ist, die aber ihre Freundinnen auf das Schmerzlichste vermisst.
Betty, welche einen bekannten Filmeregisseur geheiratet hat, in eine eigene große Wohnung gezogen ist und außerdem ein Kind von ihm erwartet. Und da ist dann auch noch Martha, welche verzweifelt versucht, bei einer Modezeitschrift unterzukommen. Aber da sind dann auch noch die Stasi-Methoden, welche das Leben der beiden im Osten verblieben Frauen nicht gerade leichter machen. Und bei allen Dreien spielt auch noch die Liebe verrückt und schlägt unerwartete Kapriolen. Alles in Allem ein Buch, welches leicht zu lesen ist und man kann dabei mit den Betroffenen mit lachen und auch manchmal mit weinen. Gelungene Unterhaltung.
Unsicher
Die Cellistin von Daniel Silva
Weltklasse. Was der Autor Daniel Silva in diesem Werk abliefert, ist authentisch und trotzdem atemberaubend. Es gelingt ihm ganz ausgezeichnet, Realität und Fiktion so zu vermischen, dass es wahrheitsgetreu wirkt. Er gibt einen Einblick in die Arbeit der Geheimdienste, er wirft einen tiefen Blick auf die Machenschaften einzelner Banken im Bezug auf die Geldwäsche und er verwebt das Ganze mit der aktuellen politischen Situation.
Speziell der Vorgehensweise des israelischen Geheimdienstes gilt seine besondere Aufmerksamkeit. Auch die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen staatsübergreifend wird realistisch dargestellt. Die verschiedenen Hauptdarsteller werden lebensnah dargestellt und glaubhaft beschrieben. Ein Buch, welches den Leser von der ersten Seite an fesselt und welches er ungern aus der Hand legt. Ein wahrhaft gelungenes Werk. Nur zum Empfehlen.
Neubeginn
Samson und Nadjeschda von Andrej Kurkow
Kein guter Beginn für Samson in den Wirren der Russischen Revolution in Kiew. Sein Vater wird von einem Rotarmisten erschlagen und ihm selbst fehlt seither ein Ohr. Aber trotzdem versucht er sein Leben als Vollwaise in de Griff zu bekommen. Durch Zufall wird er in den dienst der Polizei genommen und er verschreibt sich voll der Verbrechensaufklärung.
Diese gestaltet sich nicht einfach und ist zeitweise auch für sein persönliches Leben gefährlich. Irgendwann lernt er über Vermittlung seiner Hausmeisterin Nadjeschda kennen. Er ist von ihr fasziniert, jedoch kann er ihr noch nicht seine Liebe gestehen. Aufgrund ihrer beengten Wohnverhältnisse nimmt sie sein Angebot an und zieht zu ihm in seine Wohnung. Neruflich will er den Mord an seinen Arbeitskollegen aufklären. Doch die herrschenden Verhältnisse machen das auch nicht einfacher. Ziemlich deutliche Beschreibung der damaligen Verhältnisse. Schluss nicht ganz nachvollziehbar. Wahrscheinlich wird es eine Fortsetzung geben.
Eine lange Familiengeschichte
An den Ufern von Stellata von Daniela Raimondi
Ein harter Winter zwingt vor ca. 200 Jahren Teile einer Gruppe des fahrenden Volkes in Stellata zu bleiben und dort sesshaft zu werden. Für Giacomo verändert sich das Leben durch seine Liebe zu Viollca. Er ist fasziniert von ihrer, für ihn fremden Art und auch von ihren mystischen Fähigkeiten. Nach der Geburt des gemeinsamen Sohnes scheint in Glück vollendet.
Doch auch er hat viel von seiner Mutter geerbt. Er spricht viel mit den Toten. Der Autorin gelingt es hervorragend, von diesem Beginn an eine Familiensaga über zwei Jahrhunderte hinweg zu entwickeln. Es geht sehr schnell durch die vielen Jahre, daher ist es oft nicht ganz einfach dem Geschehen zu folgen. Aber die Vielfalt der Protagonisten machen dieses Epos zu einem dramatischen Leseereignis, welches man unbedingt genießen sollte. Man legt dieses Buch ungern aus der Hand bevor man fertig ist. Das wunderschöne Cover passt ausgezeichnet zu diesem Werk.
Gewaltig
Die Familie von Naomi Krupitsky
Ein Meisterwerk von Naomi Krupitsky. Eine Mafiageschichte der anderen Art. Eine Erzählung über zwei befreundete Mädchen, Antonia und Sofie, welche in diesen mafiösen Familien aufwachsen und immer hoffen, nicht so zu werden wie ihre Familien. Doch wie das Schicksal so spielt werden sie ebenso in diesen Strudel der dubiosen Geschäfte hineingerissen.
Ihre Männer müssen für die Familie arbeiten. Beide Frauen wehren sich auf ihre Art dagegen. Der Autorin gelingt es hervorragend, mit ihrer Schreibweise sich in das Leben der beiden Freundinnen hinzuversetzen. Mehrmals steht ihre Freundschaft mehr als auf der Kippe. Aber immer wieder flammt ihre gegenseitige Zuneigung aufs Neue auf. Auch die Hintergründe der Arbeit der Männer werden eindringlich beleuchtet, auch der verzweifelte Versuch, so etwas wie ein normales Familienleben zu zelebrieren wird meisterhaft beschrieben. Und dann noch dieses fulminante Finale. Besser kann man es nicht machen. Super gelungen. Und das ohne die in diversen Mafiageschichten vorkommenden Folter- und Mordszenen.
Rührend
Solange gehört das Leben noch uns von Josefine Weiss
Eine berührende und sentimentale Geschichte, welche aber trotzdem auch zum Nachdenken anregt. Wie kann sich eine junge Frau (eigentlich mit einem Freund) in einen sterbenskranken Menschen, den sie gerade im Hospiz beim Tod ihres Großvaters kennengelernt hat, verlieben? Ina weiß wahrscheinlich selbst nicht wie das geschehen konnte und auch ihre beste Freundin Caro ist mehr als überrascht als sie es erfährt.
Doch trotzdem ist es passiert. Mit viel Gefühl und Einfühlungsvermögen wird diese Geschichte dem geneigtem Leser näher gebracht. Für mich mit etwas zu viel Druck auf die Tränendrüse. Zugegeben, man erfährt auch relativ viel über den Ablauf in einem Hospiz. Problem dieser Geschichte ist, man ahnt wie sie ausgehen wird. Und trotzdem liest man mit unveränderter Begeisterung diese Geschichte zu Ende. Viel mehr kann man über eine gute Geschichte nicht sagen. Unbedingt lesenswert.
Ein meisterhafter Lebensbericht
Violeta von Isabel Allende
Allende in Bestform. Eine begnadete Autorin schreibt ein gewaltiges Werk über das Leben von Violeta. Beeindruckend in Sprache und Erzählstil lässt sie das Leben der Hauptdarstellerin ablaufen. Nichts kann Violeta erschüttern. Sie meistert alle Bedrohungen und Geschichtsabläufe. Ihre Stärke ist ihr unerschütterlicher Lebenswille, welcher ihr hilft, auch durch scheinbar aussichtslose Situationen durchzutauchen und stärker als zuvor aufzustehen.
Man lebt und erlebt praktisch Violetas Schicksal persönlich mit, da man von dem Geschriebenen derart gefesselt wird, dass es einem schwerfällt, das Lesen zu unterbrechen. Violetas Leben verläuft alles Andere als eintönig, von der Spanischen Grippe, den Selbstmord des Vaters und der finanzielle Absturz der Familie, welche auch einen gesellschaftlichen Niedergang nach sich zog. Und auch die politischen Ereignisse werden meisterhaft in die Erzählung eingeflochten und bearbeitet. Mein Resümee über dieses Buch: Ein grandioser Bericht über das Leben einer beachtenswerten Persönlichkeit. Meisterhaft bearbeitet von einer grandiosen Autorin. Ein Buch, welches fünf Sterne in der Bewertung mehr als verdient.
Flucht ins Glück
Immer der Liebe entgegen (Zeit für Rügen) von Hanna Holmgren
Ziemlich unromantischer Beginn. Maja hat sich von ihrem untreuen Freund Sven getrennt und ist fluchtartig nach Rügen aufgebrochen. Dort will sie vier Wochen Urlaub machen und Abstand zu allen Dingen gewinnen. Doch nichts ist mit Ruhe. Probleme mit dem unfreundlichen Vermieter Bent, der von nichts gewusst hat.
Erst seine Tante Fini bereinigt das Problem und so kann sie sich auf der wunderschönen Insel wohlfühlen. Durch Zufall zieht sie auch einen lukrativen Auftrag an Bord. Sie soll für ein Hotel Fotos und die Werbebroschüre machen. Als ihre Freundin Mikki ihr mitteilt, das sie heiratet und ein Jahr mit ihren Mann auf Reisen geht, gefällt ihr das gar nicht gut. In der Zwischenzeit hat sich auch das Verhältnis zu Bent gebessert und er zeigt ihr einige versteckte Schönheiten der Insel. Maja erkennt immer mehr, dass das hier ein wunderschöner Ort zum Leben ist. Schön zu lesende Geschichte, welche zum Finale hin nochmals richtig spannend wird und einige unerwartete Wendungen bringt. Das wunderschöne Cover passt hervorragend zu dieser Geschichte.
Gefahr in der Mondfähre
Die Apollo-Morde von Chris Hadfield
Ein unheimlich interessantes und lesenswertes Werk. Dem Autor, einen ehemaligen Astronauten gelingt es hervorragend, den technisch aufwendigen Vorgang einer Mondfahrt mit der Spannung von Mordfällen zu verknüpfen. Super gelungen sind die technischen Erklärungen der Vorgänge bei den einzelnen Abläufen sowohl beim Start, bei der Fahrt, bei der Mondlandung und bei der Rückkehr beim Eintritt in die Erdatmosphäre.
Man bekommt so einen exklusiven Einblick in die bisher unbekannten technischen Vorgänge. Das nebenbei auch noch Spionage und ein Mord im Spiel sind, macht das Lesen noch spannender. Durch die Verknüpfung der technischen Erklärungen und der spannenden Handlung reißt das Lesevergnügen nicht ab. Man will das Buch fast nicht aus der Handlegen bevor man nicht am Ende der Geschichte angelangt ist. Ein absolutes Lesevergnügen auf über 630 Seiten.
Grausam spannend
Der Zoom-Killer (Tom-Bachmann-Serie 2) von Chris Meyer
Ein Buch, nicht unbedingt für Leser mit schwachen Nerven. Die detaillierten Schilderungen der Morde vor laufenden Zoom-Kameras lassen nichts an Deutlichkeit aus und werden in schockierenden Einzelheiten beschrieben. Das einprägsame Cover sagt schon Einiges über den Inhalt aus. Im Laufe des Romanes erfährt man einige Grausamkeiten, welche Tom Bachmann in seiner Jugend hinnehmen musste.
Auch sein einstiger Jungendfreund Aaron ist nicht gerade ein reines Schaf. All diese Komponenten werden in dieser Geschichte vom Autor spektakulär vermischt und dem Leser nahe gebracht. Auch was es mit den Gedankengängen des Mörders auf sich hat, wird versucht, verständlich zu erklären. Die Ermittler tun sich schwer, die verstrickten Fäden zu entwirren und es dauert, bis sie glauben, den wirklichen Täter zu kennen. Trotz einiger Längen ein lesenswertes Buch. Einziges Manko: Das Finale ist nicht wirklich berauschend, da habe ich schon weit bessere gelesen. Aber sonst kann man es bedenkenlos weiter empfehlen.











