Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Stierle Kelten

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lilli33:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Randnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Gute Grundidee, aber viele Schwächen in der Umsetzung

Wer weiß, was morgen mit uns ist von Brashares Ann

Inhalt:
Prenna lebt mit ihrer Mutter in New York in einer Gemeinschaft, die im weitesten Sinne an eine Sekte erinnert, wobei es hier aber nicht um Religion geht. Nein, diese Leute sind Immigranten, nicht aus einem anderen Land, sondern aus einer anderen Zeit, aus der Zukunft. Dort war ihr Leben auf Grund einer Epidemie bedroht, der schon ein Großteil der Bevölkerung zum Opfer gefallen ist.

Die Gemeinschaft muss sich strengen Regeln unterwerfen, um die ?Jetztgeborenen? nicht zu gefährden. Enger Kontakt ist nicht erlaubt. Doch was, wenn man sich wie Prenna in einen Mitschüler verliebt?

Meine Meinung:
Das Buch fängt stark an, fällt dann aber ganz schnell ab und wird auch nicht mehr wirklich besser.

Während der Schreibstil zwar recht einfach, aber doch lebendig wirkt und dadurch gut zu lesen ist, konnte ich mich mit der Handlung im Detail nicht anfreunden. Prennas Verhalten ist zuweilen so hirnrissig, dass ich nur noch mit den Augen rollen konnte. Insgesamt erschien mir die Handlung an vielen Stellen unlogisch (und nicht nur, was die Zeitreise betrifft) bzw. absolut realitätsfern. Vieles ging einfach viel zu leicht, da mussten sich die Protagonisten zu wenig anstrengen, um ihr Ziel zu erreichen. Und manchmal hatte ich das Gefühl, die Autorin hat sich in der Zeitschleife verheddert, weswegen sie wichtige Dinge einfach totgeschwiegen hat.

Insgesamt war es also eher eine Enttäuschung, empfehlen werde ich das Buch sicher nicht.

Doch es war nicht nur schlecht! Ich fand die Mischung aus Dystopie, Krimi, Zeitreiseroman und Liebesgeschichte sehr ausgewogen. Das hat mir gut gefallen. Es gab auch durchaus gut geschriebene spannende Szenen, ebenso wie gefühlvolle romantische.

Das Beste aber ist, dass das Grundproblem der Dystopie sehr realistisch ist. Es ist durchaus vorstellbar, dass es auf Grund unserer Umweltsünden bald so weit mit unserer Erde kommen könnte. Insofern regt das Buch zum Nachdenken an und bringt vielleicht den ein oder anderen Leser dazu, sein eigenes Verhalten zu ändern.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lilli33
Gute Grundidee, aber viele Schwächen in der Umsetzung
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Randnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Ein Muss für Atze-Fans - Ja, nee - is klar!

Wer weiß, was morgen mit uns ist von Brashares Ann

Inhalt:
Atze Schröder, Comedian und Frauenheld, wohnt in einem Mehrfamilienhaus in Essen. Er versteht sich mit all seinen Nachbarn prächtig. Und auch mit Ute, die in die Wohnung unter ihm einzieht, freundet er sich schnell an. Ute ist hübsch, Waldorflehrerin, Veganerin und schwanger ? und so ganz anders als die Frauen, auf die Atze bisher stand.

Deshalb braucht er auch ziemlich lange, bis er merkt, dass er sich in Ute verliebt hat.

Meine Meinung:
FANS BITTE HIER LESEN:
Wer kennt und liebt ihn nicht, Atze Schröder, den Proll-Comedian? In diesem Buch beschreibt er die Figur, wie sie leibt und lebt. Die Geschichte lebt von urkomischen Situationen und Wortwitz. Die Handlung an sich ist eher banal, aber darum geht es den Fans ja nicht. Sie wollen lachen, und das können sie. Beim Lesen, vor allem bei den Dialogen, hatte ich Atzes Stimme im Kopf. Der Stil ist einfach Atze, genauso könnte er es auch in einer Bühnenshow erzählen. Und hier kommen wir zum Sternabzug: Einige Szenen hat er sich nämlich selbst von der Bühne geklaut. Und manche Gags werden in leicht abgeänderter Form wiederholt, das macht sie aber nicht doppelt so lustig.

NICHT-FANS BITTE HIER LESEN:
Wer kennt Atze Schröder nicht? ? Kein Problem, man kann auch gut ohne leben. Sein Humor ist zum Teil schon grenzwertig und trifft manchmal auch unter die Gürtellinie. Das ist nicht jedermanns Sache, muss es auch nicht sein. Wer hier einen tiefsinnigen Roman erwartet, ist absolut verkehrt.

Fazit:
Ein Muss für Atze-Fans ? Wer seinen Humor nicht mag, sollte die Finger weglassen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lilli33
Gute Grundidee, aber viele Schwächen in der Umsetzung
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Randnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Wo ist hier der Thriller?

Der Verrat von Brashares Ann

Dieser Roman ist als Thriller betitelt, doch abgesehen von den ersten 50 und den letzten 50 Seiten konnte ich für mich wenig Spannung finden. Am Anfang wird auf dem Flughafen der fünfjährige Jimmy entführt, während seine Adoptivmutter Stephanie Harker in der Sicherheitsschleuse feststeckt. Als sie sich endlich daraus befreien kann, wird sie vom Flughafenpersonal für eine Attentäterin gehalten und überwältigt.

Bis sie schließlich erklären kann, was geschehen ist, ist der Entführer mit dem Jungen über alle Berge.

In der Folge wird Stephanie von einer FBI-Agentin vernommen, der sie ihre Lebensgeschichte und die des Jungen bzw. seiner Eltern erzählt. Jimmys Mutter ist Scarlett Higgins, die durch eine Reality-TV-Show bekannt wurde, der Vater ist Joshu Patel, ein angesagter DJ. Stephanies Erzählung gleicht nun mehr einer Milieustudie als einem Thriller. Und leider kann ich mit diesem Milieu nicht viel anfangen, es interessiert mich einfach nicht. Daher waren die 400 Seiten in der Mitte des Buches für mich nur mäßig interessant. Auch der Schreibstil konnte mich hier nicht begeistern, da es im Großen und Ganzen ein Monolog ist, ohne Höhen und Tiefen und ohne viele Emotionen. Auch die Übersetzerin hätte sich etwas mehr Mühe geben können. Zum Teil wurde wohl wortwörtlich aus dem Englischen übersetzt, auch wenn das im Deutschen keinen Sinn ergibt (z.B. S. 315: ?Es gehört zu ihrem Beruf, ihren Namen in den Boulevardzeitungen zu haben.? Er sah leicht verächtlich drein. ?Na, ich nehme an.?)

Hinzu kommt, dass Val McDermid einiges stark konstruiert hat, um den Leser künstlich auf falsche Fährten zu locken, teilweise kam es mir wirklich so vor, als würde sie ihre Leser nicht für besonders intelligent halten. In einigen Fällen ist auch das Verhalten der Figuren in keiner Weise nachvollziehbar. Und über weite Strecken ist die Geschichte auch noch vorhersehbar. Selbst als dann am Schluss die ersehnte Wende kommt, ist das keine wirkliche Überraschung.

Ich habe zwischen 2 und 3 Sternen geschwankt. Da ich heute meinen guten Tag habe und jemand, der sich für Realty-Shows und drittklassige Promis interessiert, von dem Buch eventuell einigermaßen unterhalten wird, habe ich mich für 3 Sterne entschieden.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lilli33
Wo ist hier der Thriller?
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Deutscher Thriller

Schwesterlein, komm stirb mit mir von Karen Sander

Inhalt:
Kriminalhauptkommissar Georg Stadler wird an einen grausigen Tatort in Düsseldorf gerufen. Eine Anwältin wurde brutal ermordet. Bald sieht Stadler Parallelen zu einem früheren Fall und bittet die Psychologin Liz Montario um Hilfe. Diese ist auf Serienmörder spezialisiert und bereit, die Polizei zu unterstützen.

Dabei steckt sie selbst in der Klemme, denn irgendjemand schreibt ihr Drohbriefe, jemand, der (zu) viel über sie weiß?

Meine Meinung:
Karen Sander aka Sabine Klewe hat mich mit ?Schwesterlein, komm stirb mit mir? wirklich gut unterhalten. Das Buch war von Anfang bis Ende spannend, droht ein Serienmörder doch, immer neue Opfer zu töten. Es gab sehr anschauliche blutige Leichen- und Tatortbeschreibungen. Sie waren aber nicht so eindringlich, dass ich davon Albträume bekommen hätte. Eine Vielzahl von Verdächtigen verleitet zum Rätseln und Spekulieren. Und selbst als ein Täter dann sehr wahrscheinlich ist, bleibt noch die spannende Frage nach dem Warum und natürlich die Frage, ob vermisste Personen womöglich auch noch sein Opfer geworden sind.

Leider wurde ich am Ende ernüchtert zurückgelassen. Die Auflösung erschien mir sehr, sehr unwahrscheinlich. Viele Fragen wurden nicht geklärt, vor allem, wie der Täter das alles bewerkstelligen kann. Es gelingt ihm immer alles einfach so, für Normalbürger nicht zu beschaffende Informationen fliegen ihm scheinbar zu, ohne dass darauf eingegangen wird, wie es dazu kommt. Hier hat es sich die Autorin meiner Meinung nach etwas zu einfach gemacht.

Davon abgesehen kann ich diesen Thriller, der der Auftakt zu einer Reihe um das Team Stadler / Montario ist, wirklich empfehlen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lilli33
Deutscher Thriller