Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Stierle Kelten

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von April1985 :

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Ein großartiger Dilogie-Auftakt, der ins alte Ägypten entführt

Geheimnisse des Nil, Band 1 - What the River Knows von Isabel Ibañez

Es geht um Inez Olivera, welche bei ihrer Tante in Argentinien aufwächst, weil ihre Eltern die meiste Zeit des Jahres bei ihrem Onkel Ricardo Leben und diesen auf Ausgrabungen in Ägyten unterstützen. Inez größter Wunsch ist es ihre Eltern zu begleiten. Als sie ein lang herbeigesehnter Brief erreicht, hofft Inez endlich auf die Nachricht nach Ägyten reisen zu dürfen, doch alles kommt anders.

Inez Eltern, welche eine Expedition in die Wüste unternommen haben, sind verschollen und wurden nach einer groß angelegten Suche für tot erklärt. Inez ist verzweifelt und fasst einen Entschluss. Sie bucht eine Passage nach Ägypten, um selbst nach ihren Eltern zu suchen. Mit im Gepäck – ein Ring, den sie von ihrem Vater bekommen hat. In Ägypten angekommen wartet jedoch nicht Tio Ricardo auf seine Nichte, sondern dessen Assistent Whit. Und dieser ist mit nur einer Aufgabe betraut. Er soll Inez so schnell wie möglich nach Argentinien zurück schicken. Doch da hat er die Rechnung ohne Inez gemacht…

Inez ist eine rebellische, schlagfertige und sehr starrsinnige Protagonistin. Was sie sich in den Kopf setzt, zieht sie durch. Sie setzt sich über die Sitten und Bräuche ihrer Zeit hinweg und sorgt für viel Aufregung und Trubel. Vorallem Whit bereitet Inez ordentlich Kopfweh. Der mürrische Assistent von Tio Ricardo ist alles andere als glücklich über seinen neuen Job als Aufpasser von Inez.

Die Autorin hat das Trope Grumpy vs Sunshine wirklich klasse umgesetzt. Ich habe die Dynamik zwischen Inez und Whit geliebt. Die hitzigen und schlagfertigen Dialoge, das Katz- und Mausspiel und die langsame Annäherung der beiden. Wir haben eine Slow-Burn-Romance, die ohne Spice auskommt, deshalb aber nicht weniger knistert.

Mein Highlight war die ägyptische Mythologie und der Hauch Magie, den die Autorin der Geschichte eingeflöst hat.

Wir erleben Ägyten im Jahr 1884 zu einem Zeitpunkt, als Ausgrabungen floriert haben. Auch Tio Ricardo ist ein Archäologe, der seinen Lebensunterhalt mit Ausgrabungen verdient. Die Beschreibungen der Landschaften und Ausgrabungsstätten waren derart lebendig, dass ich das Gefühl hatte wirklich dabei zu sein. Die Atmosphäre ist geheimnisvoll und magisch, nicht zuletzt wegen der magischen Artefakte, die kleine Einblicke in das Zeitalter der Pharaonen geben.

Ich war von Anfang an gefesselt von der Geschichte und fand sie wahnsinnig spannend und mitreißend. Die hitzigen Dialoge zwischen Inez und Whit bringen zudem Humor und Witz hinein. Und auch die romantischen Gefühle kommen nicht zu kurz, genauso wie die zahlreichen Wendungen und Enthüllungen, mit denen ich absolut nicht gerechnet habe.

Für mich ist das Buch ein Highlight und ich freue mich auf die Fortsetzung.

Fazit
Wenn du an alter ägyptischer Geschichte interessiert bist, dich Archäologe fasziniert, du Fan von Geschichten wie „Die Mumie“ oder „Indiana Jones“ bist und du die Tropes Grumpy-vs-Sunshine, Slow Burn Romance und Forced Proximity gerne magst, dann kann ich dir den Dilogie-Auftakt sehr ans Herz legen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von April1985
Ein großartiger Dilogie-Auftakt, der ins alte Ägypten entführt
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Im Wald ist einiges los

Wieso? Weshalb? Warum? junior, Band 77 - Tiere im Wald von Patricia Mennen

Wir lieben die lehrreichen Bücher der „Wieso, Weshalb, Warum“-Reihe und so durfte auch dieses bei uns nicht fehlen. Vorallem meinem 3-jährigen Sohn hat das Buch mit den Klappen und „Geheimnissen“, die dahinter verborgen sind begeistert.

Dieses Mal sind es die verschiedensten Waldbewohner und deren Lebensrauf, den es zu erkunden gilt.

Vom Krabbeltier bis zum Wildschwein stellen sich die Tiere vor. So erfährt man in kurzen Wissestexten wo und wie die Tiere wohnen, was sie fressen und wie sie leben. Durch die einfache Gestaltung der Texte ist das Buch auch für Erstleser geeignet.

Die Illustrationen begeistern jedes Mal aufs neue und so macht es auch Spaß, das robuste Büchlein einfach nur anzuschauen. Mein Sohn hat noch nicht so die Ausdauer zum Zuhören, selber blättern und anschauen, macht er aber richtig gerne. Von uns gibts auch für diesen Band der Reihe eine Empfehlung.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von April1985
Im Wald ist einiges los
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Mitreißende Slow-Burn-Romantasy verwoben in arabischer Mythologie

We hunt the Flame von Hafsah Faizal

»Es liegt eine gewisse Schönheit im Chaos, eine Herrlichkeit im Unkontrollierbaren.«

Zitat aus „We Hunt the Flame“, Pos. 1585 (E-Book)

Hafsah Faizal konnte mich mit ihrem Dilogieauftakt rundum begeistern. Inspiriert von arabischer Mythologie bin ich eingetaucht in eine Welt, in der die Magie vor langer Zeit verloren gegangen ist.

Ich habe unsere Protagonisten auf einer schicksalhaften Mission begleitet ein verschollenes Artefakt zu finden, um die Magie nach Arawiya zurück zu bringen und damit das Reich vor dem drohenden Untergang zu bewahren. Ein großes Highlight, das laut nach der Fortsetzung schreit.

„We hunt the Flame“ ist abwechselnd aus der Sicht von Kronprinz Nadir und Jägerin Zafira geschrieben. Ich habe sie beide schnell in mein Herz geschlossen, trotz all der Finsternis, welche die beiden umgibt.

Zafira ist mutig, aufopferungsvoll und eine begnadete Jägerin. Als einzigen Menschen ist es der jungen Demenhunin gelungen den finsteren und bedrohlich Arz, einem magischen Wald, der sich Tag für Tag mehr ausweitet und droht das Kalifat zu verschlingen, zu betreten und lebend wieder zu verlassen. Als Mann verkleidet riskiert Zafira täglich ihr Leben, um ihr Volk mit Nahrung zu versorgen.

Kronprinz Nadir hat es mir da etwas schwerer gemacht, ihn zu mögen. Zum Haschaschinen ausgebildet, tötet Nadir im Auftrag seines Vaters, dem grausamen Sultan. Nicht ohne Grund wird Nadir auch Prinz des Todes genannt. Nadirs Beweggründe und seine Taten blieben lange Zeit ein großes Rätsel für mich. Irgendwann sind die Dämme aber gebrochen und ich habe hinter die Schatten, die Nadir begleiten, geblickt und den Sarasinen in mein Herz geschlossen.

Auf der Insel Sharr treffen Zafira und Nadir aufeinander, beide mit dem Auftrag ein verschollenes Artefakt zu finden. Was Zafira nicht weiß, ist, dass Nadir auch den Auftrag hat den berühmten Jäger zu töten.

Ich habe die Dynamik zwischen Zafira und Nadir einfach geliebt. Die beiden stehen auf komplett unterschiedlichen Seiten. Zafira, eine Bauerntochter aus einem Kalifat, dass in Frauen nicht viel Wert sieht und Nadir, der Sohn des Sultans, dessen Leben aus Blutvergießen und Töten besteht. Doch da ist auch dieses Prickeln, das die beiden umgibt. Wir haben hier eine Slow-Burn-Romance und ich habe jedes Detail davon so sehr geliebt. Die Emotionen waren für mich greifbar und ich fand die Entwicklung der Beziehung zueinander richtig spannend und fesselnd. Es war wie ein Vulkan kurz vor dem Ausbruch.

Mit General Altair Al-Badawi, dem unsterblichen Safi Benyamin Haadi und Kriegerin Kifah Darwish hat Hafsah Faizal weitere interessante Charaktere auf die gefährliche Insel geschickt, wobei ich vorallem Altairs Charme verfallen bin. Sein loses Mundwerk hat die brodelnde Stimmung herrlich erfrischt und aufgelockert.

Es ist eine Schicksalsgemeinschaft, die sich auf Sharr zusammenfindet, jeder mit einem eigenen Geheimnis im Gepäck.

Große Liebe gilt auch Hafsah Faizals detailreichen Schreibstil, welcher mit seinen vielen arabischen Einwürfen und Redewendungen eine großartige Welt vor meinen Augen hat entstehen lassen.

Ich habe den Dilogieauftakt von Anfang bis Ende verschlungen. Durch die zahlreichen, unvorhersehbaren Enthüllungen und Wendungen hatte ich stets den Drang weiterlesen zu müssen. Für mich war das Buch bis zum Schluss mitreißend und ich kann es kaum erwarten mit Band 2 zu starten.

Fazit
Eine mitreißende Slow-Burn-Romantasy verwoben in arabischer Mythologie. Absolut packend und fesselnd geschrieben!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von April1985
Mitreißende Slow-Burn-Romantasy verwoben in arabischer Mythologie
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Die schmutzigen Tage

Tage einer Hexe von Genoveva Dimova

Zugegeben, Hexe Kosara hat es mir mit ihrem sturen, gedankenlosen Charakter nicht immer ganz so leicht gemacht. Dennoch habe ich die Zeit mir ihr unglaublich genossen. Genoveva Dimova hat mich mit ihrem Schreibstil, dem trockenen Humor und den hitzigen Dialogen, und ihrer durch slawische Mythologie inspirierten Welt total begeistert.

Jedes Neujahr lüftet sich der Schleier zwischen den Welten und lässt für 12 Tage Monster in die Stadt Chernograd. In diesen "schmutzigen Tagen" ziehen Varkolaks, Karakonjuln, Samodiven und viele andere bösartige Wesen durch die Straßen. Das schlimmste aller Moster ist der Zmey und eben dieser hat es auf Feuerhexe Kosara abgesehen. Und ausgerechnet in der Neujahrsnacht verliert Kosara ihren Hexenschatten und damit auch ihre Hexenkraft beim Kartenspielen an einen fremden Reisenden. Um zu überleben und den Zmey zu entkommen, bleibt Kosara nichts anderes übrig, als sich in die benacharte Stadt Belograd zu flüchten. Und sie muss ihren Hexenschatten wieder finden, denn ohne diesen, wird Kosara selbst zu einem Schatten verblassen.

Mir hat die Geschichte richtig viel Spaß gemacht. Mit ihrer vorschnellen und unüberlegten Art stolpert Kosara von einer brenzligen Situation in die nächste. So macht sie auch relativ schnell die Belograder Polizei bzw. Ermittler Arsen auf sich aufmerksam, der sich auch nicht mehr so einfach abschütteln lässt.

Die Welt, in die Genoveva Dimova uns entführt ist faszinierend. Auf der einen Seite haben wir die graue von einer lebendigen Mauer umzingelte Stadt Chernograd, in der es Hexen und Magie gibt und wo in en 12 Tagen nach Neujahr Jagd auf Monster gemacht wird. Auf der anderen Seite der Mauer hingegen liegt das heitere und sonnige Belograd, welches im Gegensatz zu Chernograd regelrecht im Reichtum schwimmt. Den Chernogradern ist die Einreise nach Belograd untersagt bzw. durch die menschenfressende Mauer auch nur schwer möglich. Ich habe die ganzen Ideen richtig gefeiert.

Die Handlung selbst ist spannend und wendungsreich. Die meisten Enthüllungen habe ich tatsächlich nicht kommen sehen. Gemeinsam mit Kosara und Arsen gehts an die verschiedensten Orte zu Land und auch zu See. Es entwickelt sich auch eine kleine Romanze zwischen der Hexe und dem Ermittler, allerdings wirklich nur ganz dezent. Ich fands sehr passend.

Ich würde mich, vorallem nach dem Ende, sehr auf ein Widersehen mit Kosara und Arsen.

Fazit:
Eine düstere Geschichte über Monster und Hexen inspiriert durch slawische Mythen und Legenden. Ich habs geliebt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von April1985
Die schmutzigen Tage
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Skurril, außergewöhnlich, emotional und humorvoll

Long Live Evil von Sarah Rees Brennan

Kurz und knapp: Ich fands genial! Während mich der Anfang an meine emotionalen Grenzen gebracht hat und mich Dankbarkeit gelehrt hat, ging's dann weiter mit "Was lese ich hier eigentlich?" und "Wie genial ist das denn!". Das Buch hat einfach so viele Facetten, war ganz anders als erwartet und hat mich letztlich richtig begeistert.

Es geht um Rae, 20 Jahre und unheilbar an Krebs erkrankt. Zuflucht findet Rae in ihrem Liebsten Fantasyromanen "Zeit des Eisens", welche ihre Schwester ihr am Krankenbett vorliest. Tja, und dann ist Rae plötzlich selbst Teil der Geschichte, als eine fremde Frau ihr einen Handel anbietet, der ihr Leben retten könnte.

Die Welt, in die wir mit Rae eintauchen hat alles was Märchen brauchen. Helden, Schurken, Prinzessinnen, Edelmänner und noch mehr Schurken. Und auch Rae findet sich in der Rolle der Bösewichtin wieder. Ich hab's schlichtweg geliebt. Angefangen bei den zwielichtigen Charakteren und deren Entwicklung, bis hin zum Schreibstil der Autorin, der nicht nur mit Klischees spielt und wahnsinnig humorvoll ist, sondern auch eine poetische Seite hat. Ich musste wahnsinnig oft herzhaft und laut lachen; die Geschichte hat mich aber auch nachdenklich gestimmt. Von meiner Seite gibt's eine große Empfehlung.

Fazit
Skurril, außergewöhnlich, emotional und humorvoll. Ein besonderes Buch mit besonderen Charakteren. Ich hab's geliebt!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von April1985
Skurril, außergewöhnlich, emotional und humorvoll
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Randnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Dystopie, die nostalgische Gefühle weckt

Skyhunter – A Silent Fall von Marie Lu

'Skyhunter' ist düster, brutal und rasant. Talin eine Protagonistin mit interessantem Hintergrund und Marie Lu's Schreibstil ist herrlich unkompliziert und macht einfach Spaß zu lesen. Ein grundsolider Auftakt der neuen dystopischen Dilogie der Autorin.

Gleich zu Beginn wird klar, wie grausam und brutal die Welt bzw.

das Regime ist, unter dem die junge Strikerin Talin aufwächst. Bei einem Anschlag der Föderation hat Talin nicht nur ihr zu Hause, sondern auch ihre Stimme verloren. Beim Widerstand von Mara hat Talin ein neues Daheim und vorallem eine Aufgabe gefunden - das Land und die Menschen vor den brutalen Angriffen der karensischen Föderation durch wolkenlosen bestialische Kreaturen erschaffen aus wissenschaftlichen Experimenten ("Geister") schützen.
Talin ist nicht nur knallharte Elitekämpferin, sie hat auch eine weiche Seite. Als ein Kriegsgefangener der Föderation hingerichtet werden soll, geht Talin dazwischen. Talin erkennt etwas in Red, etwas, dass sie nicht greifen kann, das aber der Schlüssel zur Rettung aller sein könnte.

Ich mochte Talin und Red als Protagonisten sehr gerne. Vorallem das Zusammenspiel der beiden und die besondere Kommunikation. Marie legt den Grundstein für eine Enemies-to-Lovers-Romanze auf deren weitere Entwicklung ich schon gespannt bin.

Die Welt ist ausreichend gut und bildhaft beschrieben. Ich konnte mir beim Lesen alles gut vorstellen. Allerdings fand ich vieles recht vorhersehbar und die Entwicklungen wenig überraschend. Dafür hat das Ende so richtig reingehauen. Ich bin jedenfalls gespannt wie es weitergeht.

Fazit:
Ein solider, dystopischer Dilogieauftakt, der mich an die "Bücher von früher" erinnert hat und dessen Ende neugierig auf die Fortsetzung macht.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von April1985
Dystopie, die nostalgische Gefühle weckt
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Ryan La Sala begeistert mit viel Atmosphäre, tollen Charakteren und wichtigen Themen

Die Honeys (Erstauflage mit gestaltetem Farbschnitt): Ein queerer Mystery-Thriller für Fans von Pretty Little Liars von Ryan La Sala

Wenn ‚Die Honeys‘ eines ist, dann außergewöhnlich und unglaublich atmosphärisch. Ich habe die Richtung, welche der Mystery-Thriller einschlägt nicht kommen sehen, genauso wenig, wie die tiefgründigen Themen, die Ryan La Sala aufgreift. Und doch konnte mich der Roman nicht komplett abholen.

Dabei hat die Geschichte wahnsinnig mitreißend begonnen, konnte den Spannungsgrad aber leider nicht auf dem hohen Level halten.

Die Umstände, unter denen Mars Zwillingsschwester Caroline ums Leben gekommen ist, hätten tragischer nicht sein können. Mars möchte Antworten, eine Erklärung, was mit Caroline passiert ist. Diese erhofft sich Mars in Aspen, dem Feriencamp in den Catskills, das Caroline jedes Jahr besucht hat. Schnell wird Mars klar, dass an der Sommerakademie seltsame Dinge vor sich gehen.

Ich war nach dem nervenaufreibenden Einstieg wie gesagt total Hypes auf das Buch und wollte natürlich unbedingt hinter die Geheimnisse kommen, die zum Tod von Caroline geführt haben. Der Weg dahin war allerdings anders als erwartet; Carolines mysteriöses Ableben eher zu einer Randnotiz verblasst. Vielmehr ist Mars bzw. Mars Genderfluidität in den Fokus gerückt, was dem Buch einerseits eine interessante Richtung gegeben hat, andererseits viel Spannung herausgenommen hat. Wir erleben Mars als Charakter, der nicht nur mit der Trauer kämpft, sondern auch seinen bzw. ihren Platz in der Familie und in der Gesellschaft noch nicht so ganz gefunden hat. Themen wie Selbstfindung, Trauerbewältigung, Freundschaft, Familie und Mobbing nehmen einen großen Teil der Handlung ein. Dabei ist, wie gesagt, meines Erachtens viel von der zu Beginn aufgebauten Spannung verloren gegangen.

Dafür muss ich wirklich sagen, dass Ryan La Sala ein Meister der Atmosphäre ist. Seine Beschreibungen der Natur und der Wälder sind einfach grandios. Ich konnte die schwüle Hitze der Catskills Mountains direkt auf der Haut spüren, habe die Bienen Summen gehört und den süßen Honig der Bienenhüterinnen auf der Zunge geschmeckt. Letztere sind übrigens nicht ohne Grund titelgebend, doch hinter die Geheimnisse der jungen Frauen, zu denen auch Caroline gehört hat, müsst ihr selber kommen.

Fazit
Ryan La Sala begeistert mit viel Atmosphäre, tollen Charakteren und wichtigen Themen wie Genderfluidität, Selbstfindung und Trauerbewältigung. Definitiv ein außergewöhnlicher Mystery-Thriller.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von April1985
Ryan La Sala begeistert mit viel Atmosphäre, tollen Charakteren und wichtigen Themen
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Grausame Götterspiele

The Games Gods Play - Schattenverführt von Abigail Owen

>>Wir sind keine Schmetterlinge für dich<< flüstere ich. >>Wir sind die Ewigkeit.<<
(Zitat aus 'The Games Gods play')

The 'Games Gods Play - Schattenverführt' von Abigail Owen, ins Deutsche übersetzt von Julia Schwenk, war für mich ein richtiges Überraschungshighlight.

700 Seiten Sogwirkung, Spannung, Nervenkitzel und nostalgische Gefühle. Ja, ein bisschen hat es mich von den Vibes tatsächlich an 'Percy Jackson' und 'The Hunger Games' erinnert. Mir hat's gefallen und ich war gefesselt!

In San Francisco lernen wir die junge Lyra kennen, welche als Baby von Zeus mit einem Fluch belegt; wurde. Niemals soll sie jemand lieben können. Selbst ihre Eltern haben Lyra als Kleinkind weggegeben, weshalb sie in der Diebesgilde aufgewachsen ist. Als sie Zeus aufsuchen will, um ihn zu fordern den Fluch von ihr zu nehmen, läuft sie Hades in die Arme, und das ausgerechnet zu Beginn der Feierlichkeiten, die die nächsten Götterspiele eröffnen.

Alle 100 Jahre findet der Wettbewerb der Götter statt. Jeder Gott wählt unter den Menschen einen Champion bzw. eine Championesse, die für ihn im Kampf um den Thron antritt. Wer die meisten der 12 Heldenprüfungen des Crucibles besteht bzw am Ende überlebt geht als Sieger hervor. Und ausgerechnet Lyra wird von Hades als Championesse erwählt.

Spätestens mit Beginn des Crucible gab es für mich kein Halten mehr. Die Prüfungen der Götter sind brutal und grausam und wahnsinnig spannend mitzuverfolgen. Im Verlauf des Crucible lernen wir auch Lyra und Hades immer besser kennen. Ich mochte Lyra und ihre Schlagfertigkeit total gerne. Und auch ihre Hilfsbereitschaft trotz ihrer gefährlichen Situation. Und auch Hades hat sich leise in mein Herz geschlichen. Er ist unnahbar und rätselhaft. Nach und nach erfährt man mehr von ihm und kann ihn dann auch besser verstehen.
Meine Lieblinge waren aber tatsächlich zwei Nebencharaktere. Charon, der Fährmann der Unterwelt und Hades bester Freund und Höllenhund Cerberus. Ich habe die beiden gefeiert und absolut geliebt.

Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, habe mir Lyra mitgefiebert, Hades mehrfach verflucht - es war tatsächlich ein Auf und Ab mit den beiden. Und ich habe mit Spannung das Crucible verfolgt. Die Kapitel sind kurz und man den Drang immer weiter lesen zu müssen. Man fliegt quasi durch die Seiten. Am Ende wird man von einem richtig gemeinen Cliffhanger erwartet. Band 2 ist ein Must Read für mich.

Fazit
Abigail Owen begeistert mit einem tollen Worldbuilding, griechischer Mythologie und einem gnadenlosen, tötlichen Wettkampf. Spannung pur!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von April1985
Grausame Götterspiele
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Delphi und ihre zweite Chance

Wolke Sieben ganz nah von Kirsty Greenwood

Mit 'Wolke sieben ganz nah' ist Kirsty Greenwood eine wahnsinnig lustige, warmherzige und romantische Komödie gelungen. Ich habe beim Lesen schon lange nicht mehr so herzhaft gelacht.

"Ich ersticke an einem Burger. Und zwar nicht mal an einem Premium-Burger oder einem selbst gemachten, sondern an so einem billigen Müll, den man sich in der Mikrowelle warm macht <.

..>"
(Zitat aus Wolke sieben ganz nah, E-Book Pos. 44)

Mit 27 Jahren nimmt Delphie Bookhams Leben ein jähes Ende. Und dann noch dazu ein so unrühmliches. Delphie stirbt quasi wie sie lebt. Chaotisch, allein und in wirklich hässlichen Klamotten. Ich mochte Delphie vom ersten Moment an, wobei sie mir gerade anfangs unglaublich leid getan hat. Umso mehr habe ich Delphis Entwicklung gefeiert, von der unscheinbaren Einzelgängerin bis zur toughen jungen Frau, die sich ihr Leben zurück holt.

Von Enemies-to-Lover, über Forced Proximity, Love Triangle bishin zu Fake Dating...

Kirsty Greenwood geht in die Vollen und liefert gefühlt die gesamte Romance-Trope-Palette. Absolut göttlich und mit viel Humor schickt die Autorin Delphi auf ein romantisches Abenteuer. Und mir ihrem griesgrämigen Nachbar Cooper hat Delphi die perfekte Reisebegleitung. Cooper soll Delphi helfen Jonah zu finden. Denn nur wenn Delphi Jonah innerhalb von 10 Tagen küsst, bekommt sie ihr Leben zurück. So lautet die Abmachung mit der von Liebesromanen besessenen Jenseits-Therapeutin Merritt. Klingt alles ziemlich chaotisch und das ist es auch, und obendrein auch so unglaublich lustig, gleichzeitig aber auch tiefgründig. Ich habe emotional total mit Delphi mitgefiebert und mitgelitten.

Die Geschichte ist zwar ziemlich vorhersehbar, deshalb aber nicht weniger mitreißend. Und ja, es gibt auch eine kleine, wunderschöne Überraschung gegen Ende, die mich sehr berührt hat.

Fazit:
Eine tolle, lustige und warmherzige RomCom mit fantastischen Elementen, die ich gerne weiter empfehle.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von April1985
Delphi und ihre zweite Chance
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Ein Spiel von Liebe und Verrat

Immortal Longings von Chloe Gong

"In dieser Welt gibt es keine Götter. <...>Nur Könige und Tyrannen."
(Zitat aus Immortal Longings, S. 272 von 368)

Gleich vorweg: Für mich war 'Immortal Longings' ein ganz großes Highlight. Es hat zwar rund 150 Seiten gebraucht, bis mich die Geschichte so richtig gepackt hat.

Dafür dann aber mit voller Wucht. Nach einem etwas distanziertem Einstieg hat mich die zweite Hälfte nicht mehr losgelassen. Und jetzt sitze ich hier und weiß einfach nicht wie ich diesen großartigen Roman mit meinen Worten gerecht werden soll.

Chloe Gong fackelt nicht lange herum. Sie stößt uns in eine rohe und brutale Welt. Inspiriert von Kowloon, der ehemaligen Walled City in Hongkong, ist die überbevölkerte Zwillingsstadt San-Er neben Calla und Anton, sowie Kronprinz August, eine weitere große Protagonistin in diesem außergewöhnichen Fantasy-Epos. Alljährlich pilgern die Einwohner des Königreichs Talin in die dicht besiedelte Hauptstadt, um den blutigen Spielen beizuwohnen, die der Palast zur Unterhaltung der Bevölkerung ausrichtet. Nur einer kann die tötlichen Spiele gewinnen und nur einer am Ende Ruhm und Reichtum erlangen.

Für Calla und Anton steht viel auf dem Spiel. Anton, dessen Jugendliebe Otta auf medizinische Versorgung angewiesen ist, braucht das Geld dringend. Calla, die gefallene Prinzessin, ist hingegegen getrieben von Rache. Sie möchte das talinesische Volk von seinem tyrannischen König, ihrem Onkel, befreien. Durch einen Sieg erhofft sie sich ganz nah an König Kasa heranzukommen.

Es hat zwar anfangs etwas gedauert, bis der Funke übergesprungen ist. Ab dem Zeitpunkt war ich dann aber komplett eingenommen. Die Spiele zu verfolgen war Nervenkitzel pur; genauso die Dynamik zwischen Calla und Anton. Hier wird wirklich das Trope Enemies-to-Lovers auf höchste Ebene gebracht. Ich habe alles daran geliebt.
Und auch Talins Magie fand ich total faszinierend, auch wenn ich das ganze System noch immer nicht ganz durschaut habe. Manche Menschen, so auch Calla und Anton, verfügen über ein Sprung-Gen, sprich sie können in andere Körper springen. Der menschliche Körper dient quasi nur als Hülle und ist austauschbar, allerdings nicht unsterblich. Einzig die Augenfarbe bleibt die gleiche. Was auf dem ersten Blick sehr simpel erscheint, ist bei genauerer Betrachtung ziemlich komplex. Wie gesagt, ich hab mit Sicherheit nicht alles verstanden, habe das System aber irgendwann einfach akzepiert und nicht mehr hinterfragt. Das war dann auch der Punkt, an dem ich mich so richtig in die Geschichte fallen lassen konnte und mich einfach nur mehr habe mitreißen lassen.

Chloe Gong hat mich einfach begeistert. Ich fand insbesondere die zweite Hälfte so unfassbar spannend, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich komme noch immer nicht auf die ganzen Enthüllungen und unvorhersehbaren Wendungen klar. Vom Ende brauche ich gar nicht erst anfangen. Ich brauche dringend Band 2!

Fazit:
Eine Geschichte über Liebe, Verrat und Manipulation und für mich ab der Hälte ein meisterhaft erzählter Pageturner. Lesehighlight!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von April1985
Ein Spiel von Liebe und Verrat