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Rezensionen von nanu?!:

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Die ganze Welt in einem Kalender

Der Kinder Kalender 2024

Wie schön doch dieser Kalender ist! Da ist die eigentliche Funktion, nämlich den aktuellen Tag anzuzeigen, schnell mal eben Nebensache.
Der Kalender ist ein Wochenkalender, und jede Woche gibt es ein neues Gedicht oder eine Geschichte mit einer wunderschönen Illustration. Die Texte stammen aus mehr als 30 Ländern und werden einmal in seiner originalen Sprache, und einmal mit seiner deutscher Übersetzung präsentiert.

So geht es einmal rund um die Welt.
Die Gedichte sind fantasievoll und witzig, manchmal auch richtig albern. Aber es gibt auch Texte, die nachdenklich stimmen. Mal reimen sie sich und mal nicht. Sie sind perfekt zum Vorlesen, und ich finde, der Kalender ist auch wunderbar zum Verschenken geeignet.

Die Wochentage stehen pro Blatt immer ganz oben, nebeneinander in einer Linie aufgereiht. Leider gibt es neben den Daten keine extra Spalte für persönliche Notizen. Aber eigentlich ist der Kalender auf viel zu Schade zum reinschreiben.
Feiertage und Gedenktage sind angegeben.
Herausgegeben wird der Kinder Kalender seit 2011 von der internationalen Jugendbibliothek. Ihnen ist die Förderung des internationalen Austausches und die kulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen besonders wichtig.

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Die ganze Welt in einem Kalender
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So schmeckt Österreich!

Österreich express von Katharina Seiser

Die Idee zu diesem Buch hatten die Autorin und ihr Verleger schon vor sieben Jahren. Da hat Katharina Seiser sich aber noch gegen das Konzept der schnellen Küche gewehrt. Denn, sie lebt für gutes Essen, und dafür sollte man sich doch Zeit nehmen.
Herausgekommen ist Katharina Seisers persönlichstes Kochbuch.

Denn viele der Rezepte sind mit ihren schönsten Kindheitserinnerungen verbunden.

Die Rezepte sollen für jedermann sein. Der blutigste Anfänger, wie auch der geübtere Koch, sollen mit ihnen problemlos klarkommen.
Jedenfalls hält das Kochbuch was es verspricht: Es ist vollgestopft mit herrlich einfachen und schnellen österreichischen Spezialitäten.
Bei dem einen oder anderen Rezept wird man sich vielleicht wundern, warum man so etwas einfaches überhaupt in einem Kochbuch findet, wie der Erdäpfelkas, die Saure Wurst oder auch das Schmalzbrot aus dem ersten Kapitel "Kalte Jause". Aber ich persönlich kenne diese Speisen nicht, habe davon noch nie gehört oder gelesen, weswegen es für mich was völlig neues ist, das ich ausprobieren kann.

Es gibt unfassbar viele Rezepte zu entdecken. Mir persönlich gefällt das Kapitel mit den Teigwaren und Mehlspeisen am Besten. Da wird gezeigt, wie man Nockerl, Knödel, Fleckerl, usw. herstellt.
Bei den Hauptspeisen darf das Wiener Schnitzel natürlich nicht fehlen, aber gegen Hendl, Karpfen, Zwiebelrostbraten, ... habe ich auch nichts.
Kein österreichisches Kochbuch ohne Palatschinken, Schneeomelett, Topfenknödel, Mohnnudeln, ...
Es gibt natürlich noch mehr Kapitel. Die Beilagen sind nicht vergessen worden, sowie warme Imbisse und kalte Nachspeisen und noch mehr, aber das würde hier den Rahmen sprengen.

Ehrlich gesagt, ist das Buch so österreichisch, dass ich ständig ein Wörterbuch zum übersetzen brauche.
Alle Zutaten und sonstigen typischen Begriffe sind in der österreichischen Sprache geschrieben, was ich aber sehr symphatisch finde, denn es soll ja authentisch bleiben.
Viele Begriffe werden zum Glück hinten im Buch übersetzt (aber leider nicht alle), und spezielle österreichische Lebensmittel direkt als Extra-Information unter dem jeweiligen Rezept erklärt.
Zusätzlich gibt es noch genauere Erklärungen zu Produkten, wenn dies erforderlich ist, oder auch Tipps, wie man ein Gericht noch verändern oder verbessern kann.
Meistens sind die Rezepte für zwei Personen ausgerichtet. Die Autorin findet es einfacher hochzurechnen, wenn mehr Gäste kommen, als runterzurechnen.
Die Fotos zu jedem Gericht finde ich schön und überhaupt nicht gestellt. Sämtliches Porzellan das für die Bilder verwendet wurde, stammt aus den eigenen Schränken.
Und überhaupt ist die Aufmachung wieder wunderschön. Der Brandstätter-Verlag gibt sich immer so eine Mühe, besonders schöne Bücher auf den Markt zu bringen.

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So schmeckt Österreich!
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Brot sucht Aufstrich - eine Liebesgeschichte

Brot sucht Aufstrich von Valesa Schell

Bekannt wurde die Autorin durch ihren sehr erfolgreichen Blog "Brotbackliebe ... und mehr".
Außerdem hat sie bereits mehrere Brotbackbücher herausgebracht. Höchste Zeit also für ein Kochbuch, welches sich nur mit dem Belegen von Broten befasst.
Und ich liebe die Ideen darin!

- Das Buch beginnt mit einem Kapitel voller praktischem Wissen rund um den perfekten Aufstrich.

Da geht es um Warenkunde, um vegane Alternativen, wie man seinen eigenen Frischkäse herstellen kann, um selbstgemachte Kräutersalze, usw.
Und dann geht es auch schon los mit den Rezepten:

- Zuerst kommen die vegetarischen Aufstriche, die machen auch den größten Teil des Buches aus.
Hier geht es meist um cremige Aufstriche mit Mascarpone, Frischkäse oder Schmand zubereitet. Mit den unterschiedlichsten Gewürzen, Kräutern, Nüssen, Früchten, usw. schmecken die Aufstriche immer anders, langweilig wird es nie. Die Möglichkeiten sind unendlich, ​​
- Das Kapitel mit den veganen Rezepten ist mein Lieblingskapitel, denn hier geht es vor allem gemüsig zu. Nur natürliche Zutaten werden verwendet und man braucht keine komischen Ersatzprodukte.
- Das Kapitel mit Fischrezepten ist sehr kurz, es gibt nur drei Rezepte, die sind aber trotzdem nicht uninteressant.
Es gibt Thunfisch-Paté, Lachs-Aufstrich und Forellen-Creme. Diese Aufstriche sind auch ganz toll auf Minitoast zum Aperitif, als Häppchen.
- Die Butter- und Frischkäseboards im folgenden Kapitel sind auf dem Buffettisch der allerletzte Schrei. Aromatisierte Butter oder Frischkäse wird dabei auf ein Board verteilt, und dann mit allerlei möglichen Gemüsestückchen, Nüssen, Kräutern und Früchten garniert. Auf der Festtafel sehen diese Boards sehr kunstvoll und appetitlich aus.
- Chutneys und Relishes dürfen auch nicht fehlen. Die peppen jede Käseplatte und jedes Sandwich/Burger auf. Es gibt Chutneys mit Mango, Kiwi, Zwetschgen, oder Relishes mit Zwiebeln, Zucchini, Paprika und noch mehr. Ich mag am liebsten die Zwiebelmarmelade, die schmeckt besonders gut auf Fleischpastete.
- Wer schon immer seine Schokoladencreme selbst herstellen wollte, kriegt hier die Gelegenheit dazu. Im letzten Kapitel geht es um die süßen Aufstriche. Haselnuss-Dattel-Creme, Pistazien-Schokocreme, Schoko-Maronen-Creme, ... Ein Träumchen!

In jedem Rezept wird die Anleitung in drei verschiedenen Varianten erklärt, je nachdem, welche Küchenmaschine man zu Hause hat. Mit dem Thermomix, einem Pürierstab, oder lieber mit dem Mixer? Kein Problem, für jedes Gerät gibt es eine extra Erklärung.
Auch sehr gut finde ich die Tipps zur Resteverwertung. Mit den meisten Zubereitungen kann man noch Pastasauce machen, Sauce zum Fleisch, als Suppeneinlage verwenden, oder was auch immer. Zu jedem Aufstrich werden die Möglichkeiten aufgenannt, und es sind oft eine Menge. Da hat man also zusätzlich noch ein zweites Kochbuch mit drin, irgendwie.
Dann gibt es noch eine Brotempfehlung zu jedem Rezept, wie lange jede Zubereitung in etwa haltbar ist, und ob man den Aufstrich einwecken kann.

Ich kann das Buch nur wärmstens weiterempfehlen. Alle die etwas Abwechslung beim Abendbrot brauchen, werden hier sicher fündig.

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Sündhaft? Oh ja!

Brot sucht Aufstrich von Valesa Schell

Zugegeben, diese Sammlung ist weniger ein Backbuch, denn ein Backbüchlein. Und man sieht dem Werk auch an, dass es in Eigenregie entwickelt wurde.
Trotzdem erkennt man gleich auf den ersten Blick, dass viel Mühe und noch mehr Liebe in das Büchlein gesteckt wurde. Und am Ende zählen ja sowieso ganz alleine die Backergebnisse.

Und, oh ja, die sind sündhaft!

Insgesamt werden 39 Kuchen, Torten und Cookies aus dem Berliner Kiezcafé "Café Sellberg" präsentiert. Die Auswahl lässt keine Wünsche offen, für jeden Geschmack ist etwas dabei.
Es gibt einige altbekannte Klassiker, denen das Café Sellberg aber immer seinen eigenen Stempel aufgedrückt hat. So schmecken Kalter Hund, Käsekuchen oder Apfel-Streusel doch wieder anders und neu.
Modernere Gebäcke sind ebenfalls vertreten. Erdnuss-Cheesecake, Ingwer-Bananen-Brot mit Walnüssen, Double-Schoko-Cookies, ...
Besonders gut gefällt mir, dass es einige Varianten an Käsekuchen gibt. Keins der vorgestellten Rezepte ist miteinander vergleichbar.

- Die Anleitungen sind meist klar und verständlich geschrieben. Nur manchmal fehlte mir die ein oder andere extra Information, um ein noch besseres Backergebnis zu erzielen. Ich persönlich backe nicht sehr oft, und was für geübtere Bäcker selbstverständlich ist, ist es noch lange nicht für mich.
- Eingestreute kleine Extratipps verraten, wie man den jeweiligen Kuchen noch verändern oder verschönern kann.
- Die Zutaten die benutzt werden, sind überall zu bekommen. Es gibt keine komplizierten oder exotische Lebensmittel.
- Eingebaut wurden noch nette Kommentare von Kunden aus dem Café Sellberg.
- Ausbaufähig finde ich die Fotos. Sie wurden oft viel zu nah aufgenommen, so dass man das Gebäck gar nicht richtig erkennen kann. Allerdings finde ich es aber auch sehr sympathisch, dass an den Bildern überhaupt nicht getrickst wurde. Sie wurden so abfotografiert, wie die Kuchen geraten sind. Mit krummen Kanten oder Risse im Kuchen.
- Die Kuchen, die ich bis jetzt nachgebacken habe, schmeckten wirklich vorzüglich. Sogar der, der mir völlig missraten ist (wie gesagt, ich stelle mich nicht immer so schlau an beim Backen), schmeckte unter der verbrannten (und sehr schwarzen) Kruste, immer noch megalecker.

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Viele Backrezepte

Sweet Cooking von Julia Morat

Julia Morat kennt man vor allem in Italien, da betreibt sie nämlich einen recht erfolgreichen Foodblog.
Zwei Kochbücher hat sie bereits herausgebracht und sie fand, es sei nun höchste Zeit für ein reines Dessertbuch.

Eine offensichtliche Gliederung gibt es nicht in den Rezepten, denn die sind nach Arbeitsaufwand sortiert (außer die Desserts im Glas).

So gibt es nur vier Kapitel die da heißen: "Einfach und schnell", "Aufwendigere Rezepte", "Desserts aus dem Glas" und "Für besondere Anlässe".
Ich war überrascht wie hoch der Anteil an Gebäcken ist. Man sollte also gerne backen, wenn man sich dieses Buch zulegt. Im Kapitel "Desserts aus dem Glas" gibt es zwar einige Cremes, aber es sind insgesamt nur 12 an der Zahl. Mir ist das für ein Dessertbuch definitiv zu wenig.
Aber als positiv empfinde ich die große Auswahl an speziellen und wenig bekannten Kuchen. Wenn schon so viele Kuchenrezepte, sind sie wenigstens ausgefallen, und gesehen habe ich sie auch noch in keinem anderen Backbuch.
Kürbis-Schokoladen-Kuchen, Kastanien-Kaki-Plumcake, Schwarzteekuchen mit getrockneten Marillen und Pekannüssen, Welsh Cakes, ... nur um ein paar Beispiele zu nennen.
Es gibt aber auch noch "normale" Gebäcke wie saftige Strudel, gefüllte Knödel, originelle Gugelhupfe, Waffeln und Pancakes, Hefegebäcke, usw.
Für den besonderen Anlass finden sich lustige Kindergeburtstagstorten, Ostergebäck, Weihnachtsplätzchen und ähnliches.

Die meisten Kuchen, besonders die aus dem ersten Kapitel, sind wirklich kinderleicht nachzubacken. Einige der Süßspeisen hat die Autorin von ihren Reisen mitgebracht, deswegen auch die Gebäcke mit den unaussprechlichen Namen, unter anderem aus Finnland und Dänemark.
Sehr praktisch finde ich, dass man bei jedem Rezept auf den ersten Blick erkennt, ob das Dessert laktosefrei, glutenfrei oder vegan ist. Angegeben sind auch Zubereitungs- und Backzeiten, den Schwierigkeitsgrad und die Ruhe- und Kühlzeiten.
Die Anleitungen an sich sind klar und verständlich. Erklärt werden am Ende nochmal die verschiedenen Mehltypen, da die Autorin mit italienischen Mehlbezeichnungen arbeitet. Da kann es zu keiner Verwechslung bei der Zubereitung kommen.
Wären noch einige cremige Desserts mehr dabei, wäre das Buch für mich perfekt. So bin ich aber auch ganz zufrieden damit.

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Viele Backrezepte
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Vom großen Mut der ganz Kleinen

Ein windiger Tag von Tony Sandoval

Das kleine Mädchen möchte ihren Drachen steigen lassen, doch ihr Bruder ist zu beschäftigt, um sie zu begleiten.
Also geht sie alleine los, obwohl sie eigentlich zu große Angst davor hat, alleine durch den Wald zur Lichtung zu gehen.
Aber das kleine Mädchen findet ihren Mut und verjagt die dunklen Schatten.

Erzählt wird aus der Sicht des kleinen Mädchens in der Ichform. Das Buch ist prima zum Vorlesen und gemeinsam Anschauen geeignet, denn es hat pro Doppelseite nur wenig Text, aber sehr viele Bilder.
Besonders die Aquarelle muss ich hervorheben, denn die gefallen mir unheimlich gut. Sie unterstreichen die Geschichte perfekt und machen sie lebendig.

Ich kann nur schwer einschätzen, wie alt die Kinder bei diesem Werk sein sollten.
Da es ums Mutigsein und um die Kraft der eigenen bildhaften Fantasie geht, sehen einige der gezeigten Wesen vielleicht ein bisschen zum Fürchten aus.
Ich bin aber davon überzeugt, dass die meisten Kinder diese Wesen gar nicht so schlimm finden werden. Kinder werden grundlegend unterschätzt und sie sind viel vorurteilsfreier und mutiger als man immer denkt.
Immerhin wird das kleine Mädchen am Ende mit einem guten Ende und einem besonderen neuen Freund belohnt.

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Nicht ganz wie erwartet

Hundert Klassiker von Steffen Henssler

In seinem neusten Kochbuch widmet sich Steffen Henssler den Klassikern.
Erwartet hatte ich typisch deutsche Klassiker wie etwa Kohlrouladen, Sauerbraten und solche Köstlichkeiten. Das ist auch bei fast 90% der Rezepte der Fall. Umso irritierender also, Gerichte wie Mac & Cheese, Vitello Tonnato oder auch Asia Bratreis zu finden.

Irgendwie passen diese Gerichte nicht zur restlichen Sammlung.

Aufgeteilt ist das Buch in praktische Kapitel: Fleisch, Fisch & Meeresfrüchte, Pasta & Reis, usw. So findet der Leser schnell das Gesuchte.
Jedes Kapitel beginnt mit allerlei praktischem Wissen rund um das jeweilig vorgestellte Lebensmittel. Manche der Tipps und Tricks finde ich auch wirklich hilfreich. Wie rette ich eine versalzene Bouillon zum Beispiel, oder was bedeuten eigentlich die Nummern auf Hühnereier.
Aber oft habe ich mich auch gefragt, ob Steffen Henssler seinen Lesern überhaupt nichts zutraut? Da gibt es Tipps für die ganz Doofen: Flüssigkeiten dehnen sich beim Einfrieren aus. Salat sollte man erst kurz vor dem servieren mit dem Dressing vermengen, sonst wird er matschig. Camembert lässt sich kalt am besten schneiden. Wie funktioniert die Stäbchenprobe beim Kuchen. Von diesen Weisheiten gibt es eine ganze Menge, die die Seiten ausfüllen.

Auch finde ich einige der Rezepte echt unnötig. Braucht jemand echt eine Anleitung für Rührei? Oder eine für Gurkensalat und Tomatensalat? Bratkartoffel mit Spiegelei?
Über die meisten Rezepte freu ich mich aber, vor allem weil sie gesammelt in einem einzigen Werk zu finden sind: Leipziger Allerlei, Königsberger Klopse, Omas Kohlrouladen, Hamburger Labskaus, Kartoffelpuffer mit Apfelmus, ...
Sehr gelungen finde ich das Kapitel "Suppen & Eintöpfe", denn da gibt es richtig deftige Hausmannskost die glücklich macht, wie Grünkohl mit Kasseler oder Erbsensuppe mit Mettenden. Lecker!
Auch schön, dass ganz hinten auch Basics wie Fonds gezeigt werden, wo sie doch ständig gebraucht werden.

Die Anleitungen sind, wie immer bei GU, klar und verständlich geschrieben. Jedes Gericht ist machbar, es gibt keine exotischen Lebensmittel. Alles an Zutaten ist leicht zu bekommen.
Vegetarier werden leider nicht viele Gerichte in diesem Buch finden, die Auswahl der Rezepte ist sehr Fleisch- und Fischlastig.
Das Buch finde ich für Kochanfänger sehr nützlich, da jedes kleinste Bisschen das schief gehen könnte in der Küche, angesprochen wird. Leute die regelmäßig kochen und die wissen, worauf es in der Küche ankommt, könnten diese Ratschläge als "zu viel" empfinden. Immerhin füllen diese einige Seiten des Kochbuches aus.
Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

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Wunderbare Weihnachtszeit

Weihnachtszeit! Bald ist's so weit von Annette Moser

Oh je! Bald schon ist Weihnachten, und die Waldbewohner der großen Eiche haben noch überhaupt nichts vorbereitet. Und dann haben die Tiere auch noch ihre wichtigsten Dinge verlegt.
Ein Glück dass die kleinen Leserinnen und Leser den Tieren beim Suchen helfen können, um das Weihnachtsfest zu retten.

Insgesamt gibt es 12 dicke, robuste Seiten die über und über mit Kläppchen zum Dahinterschauen ausgestattet sind. Jedes Tier vermisst nämlich seine Utensilien, die man nur hinter den Kläppchen wiederfinden kann.
In den Wohnungen der Waldtiere herrscht zudem auch noch ein großes Durcheinander, und wie bei einem Wimmelbuch, gibt es so zusätzlich überall noch die verschiedensten Dinge zu entdecken.

Pro Doppelseite gibt es einen kurzen Text zum Vorlesen, der immer mit einem Doppelreim endet. Darin wird erklärt, was die Kinder hinter den Kläppchen finden müssen.
Empfohlen wird das Buch Kindern ab zwei Jahren. Meine kleine Nichte, die genau in dem Alter ist, findet besonders die Kläppchen und die Waldtiere spannend. Der Rest wird sicher noch später interessant für sie.
Das Buch bietet eine tolle Möglichkeit, den Allerkleinsten die Wartezeit auf Weihnachten zu verkürzen.

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Panische Zeiten

Einer muss den Job ja machen von Lars Haider

Eigentlich wollte der Reporter Lars Hammerstein ja kürzer treten und ein Sabbatjahr einlegen.
Aber kaum hat er sich mit dem Gedanken angefreundet, es ruhiger angehen zu lassen, läuft in Hamburg plötzlich alles drunter und drüber. Ein Serienkiller scheint es auf Reporter abgesehen zu haben, da kann er doch nicht einfach zuschauen und Däumchen drehen?

Mir hat der Krimi ganz gut gefallen, auch wenn ich finde, dass die Hauptfigur Lukas nicht wirklich das große Ermittlergenie ist.

Eher sammelt er die Erkenntnisse, die andere bereits herausgefunden haben und guckt mal, wo das Ganze hinführt.
Sehr gut fand ich die vielen Perspektivwechsel, aus denen erzählt wird. Nach jedem Kapitel steckt man als Leser in einer anderen Figur drin. Mal wird aus der Sicht der Opfer, mal aus der des Täters, mal aus der Sicht eines Reporters oder der Polizei erzählt.
Nur leider geht auch so die Hauptfigur ein wenig unter. Ehrlich gesagt, fand ich Lukas Hammerstein insgesamt als Figur mega unwichtig. Er ist zwar die Verbindung zu allen anderen Personen, weil die gesammelten Hinweise von ihm aufgedröselt werden, aber ansonsten? Mitfiebern oder so konnte ich nicht mit ihm.

Sehr gut beschrieben fand ich das ganze Drumherum. Wie die Öffentlichkeit auf die Morde reagiert, wie die Geschichte besonders von einer Zeitung größer gemacht wird, als sie eigentlich ist. Die Stadt Hamburg hat noch mit den Nachwirkungen des G20-Gipfels zu kämpfen. Die Arbeit des Bürgermeisters und die der Polizei wird in Frage gestellt ... Das alles gab der Geschichte Fülle.

Den nächsten Band werde ich gerne lesen, der wurde ja schon für den nächsten April angekündigt.

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Was macht die Kunst?

Ich sehe was, was du nicht siehst, und das ist Kunst von Jakob Schwerdtfeger

Jakob Schwerdtfeger folge ich auf YouTube schon eine ganze Weile. Mir gefallen seine kurzen, aber knackigen Videos über Kunst, denn sie sind witzig und trotzdem informativ. Deshalb war dieses Buch hier auch ein Muss für mich, und ich wurde nicht enttäuscht.

Das Buch hat Schwerdtfeger wie ein Museum aufgebaut.

Mir gefällt die Idee, wie man so von Raum zu Raum und von Thema zu Thema, durch seine imaginäre Ausstellung wandert und sich dabei die Kunstwerke anschaut.
Der Autor kann wirklich toll und fesselnd erzählen und erklären.
Er geht dabei um die wichtigen Fragen, wie was Kunst überhaupt ist, was Kunst darf und wo ihre Grenze ist. Und kann jedes Kinkerlitzchen zur Kunst erklärt werden?
Warum ist eine Banane an der Wand plötzlich ein Vermögen wert, und warum sorgte ein schwarzes Quadrat für Furore?
Sehr gefreut habe ich mich über das Kapitel mit der abstrakten Kunst. Jetzt weiß ich, warum ich sie nicht verstehe und das ich damit nicht alleine bin.
Es geht um die größten Diebstähle, die geschicktesten Fälscher und um Kunst, die aus Versehen zerstört wurde.
Es gibt unsichtbare Kunstwerke und Kunst, die im Museum vor sich hin gammelt. Man glaubt gar nicht, was Kunst alles sein kann und das es Menschen gibt, die für "so etwas", unfassbar viel Geld bezahlen.

Der Schreibstil von Jakob Schwerdtfeger ist genau wie in seinen Videos: Sehr sympathisch und humorvoll, locker und überhaupt nicht besserwisserisch. Es ist so geschrieben, als würde er sich ganz entspannt mit dem Leser unterhalten. So macht es Spaß, Wissen vermittelt zu bekommen.
Überall im Buch sind die Kunstwerke die besprochen werden, auch abgebildet. So kann man sich sofort ein Bild davon machen und muss nicht erst googeln, um was es überhaupt geht.
Bespickt sind die Seiten zusätzlich mit unterhaltsamen Funfacts und Zitate, berühmter Künstler. Das lockert die Texte zusätzlich auf.
Beide Daumen hoch, von mir gibt es eine volle Lese-Empfehlung!

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