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Rezensionen von Marie aus E.:

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Vergnüglicher Start, unbefriedigendes Ende

Die Reise ans Ende der Geschichte von Kristof Magnusson

La Dolce Vita in Rom. Es ist Anfang der 90er Jahre und der Kalte Krieg ist Geschichte. Die russische Botschaft in Rom feiert ihr Gartenfest und alle sind da.
Auch Dieter Germeshausen, Agent und gar nicht amused vom plötzlichen Frieden zwischen den Supermächten, da er nun Angst vor Enttarnung hat. Auch Jakob Dreiser feiert mit, ein junger Dichter, der es schon zur Berühmtheit in der Literaturszene gebracht hat.

Das Buch startet aber nicht nur mit Feierlichkeiten, sondern auch gleich dramatisch.
Dann lernt man die verschiedenen Charaktere kennen und das war sehr vergnüglich. Spion oder Spionin zu sein ist ganz normal und niemand macht sich groß eine Kopf.
Ich mochte das Buch über weite Strecken wegen seiner Absurdität und der so herrlich gezeichneten Charaktere. Auch Nebenhandlungen werden so lebendig und humorvoll geschildert, dass das Lesen Spaß machte. Ein Highlight war eine Lesung in einem Goethe-Institut, eine anderes ein Sauna-Besuch.
Geschichten erzählen kann der Autor!

Gleichzeitig ist es aber auch beklemmend, denn während sich in der Buchhandlung alle in friedlicher Zeit wähnen, wissen wir es 2026 leider besser, so dass ich beim Lesen das "Little did we know-Gefühl" hatte.

Die Handlung nimmt dann aber immer absurdere Züge an. Es war irgendwann schon ziemlich abgefahren und gegen Ende hin auch eher zäh als spaßig. Das ging dann leider so weit, dass ich keine Lust mehr auf das Weiterlesen hatte, ich habe mich aber irgendwann doch aufgerafft.

Am Schluss saß ich mit großen Fragezeichen da und dachte mir - ist plötzlich das Papier ausgegangen? Schön und gut, dass man sich etwas für Fortsetzungen aufheben will, aber so kann man ein Buch nicht beenden. Jedenfalls nicht, wenn man mich für Folgebände begeistern will.

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Vergnüglicher Start, unbefriedigendes Ende
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Actionreicher Young-Adult-Krimi mit der allerschönsten Buchausstattung

Missing Page - Tödliche Worte von Katie Kento

Vorneweg: ich mochte das vorherige Buch der Autorin (Hotel Ambrosia) so sehr und habe mich so dermaßen auf das neue Buch gefreut.
Optisch toppt es das Hotel sogar noch. Ich lehne mich jetzt weit aus dem Fenster, wage aber zu behaupten, dass ich jetzt schon das schönste Buch 2026 besitze.
Ein schöner Farbschnitt und ein ebenso Lust auf den Inhalt machendes Cover und dazu auch noch ein aufklappbares Fenster, das ich zuerst gar nicht entdeckt hatte.

Plus ein Page-Overlay. Bei schönen Buchschnitten bin ich ja immer völlig aus dem Häuschen, den Hype um Page-Overlays konnte ich aber ehrlich gesagt bislang nicht nachvollziehen. Hier hat das Zusatzblatt aber einen Nutzen und ist in das Leseerlebnis integriert, lasst Euch überraschen.

So, jetzt aber zum Inhalt. Toppt auch der noch mal Hotel Ambrosia? Ich bin ja mit riesigen Erwartungen gestartet und muss für mich sagen: nein, an den Vorgänger kommt das Buch für mich nicht ganz ran.

Worum geht es?
Toni, junge 17 Jahre, hat es geschafft. Sie hat einen der wenigen und sehr begehrten Plätze eines Schreibworkshops ergattert. Mit einem Bestsellerautor, in seinem Herrenhaus in Schottland. Der berühmte Autor hat sich die letzten Jahre sehr rar gemacht und seinen Landsitz nicht mehr verlassen, nun will er dem Gewinner oder der Gewinnerin des Workshops sein Vermögen hinterlassen.

Doch dann wird es unheimlich im alten Herrenhaus. Eine fremde Person wird immer wieder gesehen, Einbrüche geschehen und dann kommt noch ein Sturm auf, der alle im Herrensitz isoliert. Toni schlafwandelt und die Ereignisse nehmen ihren Lauf.

Das Setting ist super, Schottland, ein alter Herrensitz, ein kauziger und auch fieser Bestsellerautor und Personal, das sich merkwürdig verhält. Mitten drin lauter Teenager, die fest entschlossen sind, das Rennen um den besten Nachwuchsautor oder die beste Nachwuchsautorin zu gewinnen. Dazu ein Verlauf, der dramatisch wird und den ich nicht spoilern möchte. Plus ganz eventuell eine zarte Love-Story.

Trotzdem ist bei mir der magische Funke leider nicht übergeflogen.
Vielleicht, weil Aktion auf Aktion folgte, insbesondere gegen Ende hin, das machte es für mich zäh. Es zog sich gerade deshalb, war mir zu lang, hatte zu viele Schlenker und den Show-Down fand ich eher naja.

Dazu gab es relativ viele Traum-Sequenzen, die mich auch etwas genervt haben.

Auf der Plus-Seite aber so süße und witzige Details, die ich total mochte (ich sage nur Pullover) und eine durchaus in weiten Teilen gut konstruierte Geschichte.

Es war für mich zwar nicht ganz rund, insgesamt hat mir das Buch aber schon gut gefallen, nicht falsch verstehen. Ich bin eben auch mit sehr hohen Erwartungen an den Start gegangen.

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Actionreicher Young-Adult-Krimi mit der allerschönsten Buchausstattung
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Witzig mit Einschränkungen

Betreutes Morden von Fergus Craig

Das gediegene Seniorenheim Sheldon Oaks hat illustre Bewohnerinnen und Bewohner. Eine ehemalige Innenministerin, ein ehemaliger Polizist, eine ehemalige Pathologin und ganz neu: eine Serienmörderin! Oder eine ehemalige Serienmörderin? Carol, die nach 35 Jahren im Gefängnis glücklich in das Seniorenheim einzieht, beteuert es zumindest.

Dummerweise geschieht kurz darauf ein Mord in Sheldon Oaks und Carol ist natürlich höchst verdächtig.

Das Buch klang witzig und eine Serienmörderin im Ruhestand ist mal was Neues. Auch das Buchcover gefällt mir total gut.
Beim Lesen hatte ich aber sofort Assoziationen mit dem "Donnerstagsmordclub". Auch eine Seniorenresidenz, auch schräge Charaktere mit prominenter Vergangenheit, auch Morde, auch eine Polizei, die nicht die allerhellste ist. Sehr viele Parallelen, aber einfach schwierig, wenn man sich mit der Kult-Serie messen muss. Es wirkte auf mich leider wie ein billiges Plagiat.

Doch im weiteren Verlauf des Buches habe ich diese Meinung wieder ein wenig (oder etwas mehr) revidiert.
Es hat sich dann ein wenig selbst auf die Schippe genommen, das fand ich gut und auch die Handlung hatte dann was. Zeitweise fand es ich unfassbar witzig.

Der Mordfall war dann ein wenig vorhersehbar, wobei ich auch hier mit einem aber mich selbst torpediere, denn bei der Auflösung gab es dann noch einen überraschenden Side-Kick, denn ich so nicht vorausgesehen habe.

Was mich aber wirklich auf Dauer sehr genervt hat, das waren die pseudo-spicy Szenen unter den Seniorinnen und Senioren.

Insgesamt habe ich zwar immer mit dem DMC verglichen, die überzeichneten Charaktere hatten hier aber schon auch was. Das Buch hat mich stellenweise genervt, stellenweise aber auch gut unterhalten.

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Witzig mit Einschränkungen
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So riecht das Glück - mit Otto nach England

OTTO fährt los - Eine Reise nach England von Madlen Ottenschläger

Es geht schon zum fünften Mal auf große Fahrt mit Otto. Dieses Mal nach England, wie schön.
Was mir gar nicht klar war: Otto ist nicht exklusiv mit einer Familien unterwegs, sondern findet neue Reisebegleitungen.

Hier machen sich Papa Martin, Freda und Arthur auf die Reise. Fredas und Arthurs Mutter ist nicht mit dabei, weil die Eltern getrennt sind.

Ich mag das ja, wenn Bilderbücher Lebensrealitäten abbilden, ohne groß zu thematisieren.

Unterwegs holen sie dann noch Tante Lissy und Dackel Daisy mit an Bord und dann erkunden sie zusammen England.

Otto ist der sympathischste Bus und Freund, den man sich vorstellen kann. Er ist neugierig, zeigt Gefühle und kümmert sich um seine Ferienfamilie.

Ich mag die Otto-Bücher, weil man so viel entdecken kann.
Es werden die klassischen Urlaubsvorstellungen bedient, man könnte es vielleicht auch ein wenig klischeehaft finden, aber für Kinder, die ein neues Land entdecken, finde ich es so genau richtig.

Ganz besonders putzig und auch rührend fand ich Auflösung um den Keksdieb im Buckingham-Palast.
Das Buch hat zwar für ein Bilderbuch schön viel Text, man wird aber trotzdem noch etwas erklären müssen über Sherlock Holmes, die Queen, was ein Phlox ist usw.
Aber das Buch ist perfekt, um ins Gespräch über das Urlaubsland zu kommen.

Die Illustrationen sind wie immer wunderschön, die Charaktere so liebevoll gezeichnet und auf jeder Seite gibt es ganz viel zu entdecken.
Es gibt auch wieder viele schöne, kleine Botschaften wie z. B. Regenwetter kann auch toll sein, Teilen macht Freude usw.

Ich bin ganz beseelt nach dem neuen Otto-Buch und freue mich auf viele weitere Abenteuer.

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Status gefestigt: Lieblingskinderbuch-Reihe

Cassandra Morgan, Band 2 - Die magische Flöte von Skye McKenna

ch fand ja schon die Aufmachung des ersten Bandes wunderschön, aber hier haben Verlag und Illustratorin noch mal eine Schippe darauf gelegt.
Wenn man das Buch am Abend liest und der Schein der Lampe auf das Cover fällt, dann schimmern die metallischen Elemente auf dem Cover richtiggehend magisch. Das sieht so toll aus und ist mir bei Tageslicht so gar nicht aufgefallen.

Aber auch sonst: Cassandra ist super umgesetzt, so stelle ich sie mir vor und habe ich schon den Buchschnitt erwähnt? Auch dieser ist noch mal schöner als bei Band eins.

Aber nun zu den inneren Werten.
Cassandra stürzt sich weiterhin voll in ihre Hexenausbildung und ist natürlich weiterhin auf der Suche nach ihrer Mutter. Und als wenn das nicht schon genug wäre, geschehen wieder seltsame und gruselige Dinge im Dorf Hagley. Ein geheimnisvoller Fluch lässt die Bewohner nach einer Lanze suchen, aber Obacht, wer diese Lanze berührt, ist dem Tode geweiht. Klar, dass der Erlkönig das gute (naja...) Stück haben möchte und auch klar, dass Cassandra und ihre Freundinnen da nicht einfach zusehen können.

Band eins war ja schon mein Lieblingskinder-Fantasybuch 2025 und mit Band zwei spielt sich Cassandra Morgan jetzt in meine Lieblings-Kinderfantasy-Reihe hoch.
Die Charaktere haben sich noch einmal weiterentwickelt und sind gereift und die Mischung aus Spannung, Magie und Witz sowie einfach wunderbar gezeichneter (im wörtlichen und übertragenen Sinn) Darstellerinnen und Darsteller heben das Buch für mich total von der Masse an (auch guter!) Kinderbüchern mit magischen Elementen ab.
Es ist so unfassbar spannend und gleichzeitig hat es so viele Details, die die Geschichte so lebendig machen. Ich mag es total, wenn beim Hexen etwas schiefgeht und dann z. B. Geranien das Singen anfangen, noch dazu schräg.
Der gefährliche Wald Hag ist auch so phantastisch geschildert.

Es ist schon ein wenig unheimlich, aber für Lesende ab zehn Jahren gut geeignet. Nach oben hin offen, ich bin altersmäßig meilenweit davon entfernt und lese nur noch selten Kinderbücher.
Hier bleibe ich aber dabei und freue mich schon riesig auf November, wenn Band drei erscheint.
Einziger Wermutstropfen: von der großen Rahmenhandlung um Cassandras Mutter wurde lange nicht so viel aufgelöst, wie ich es mit gewünscht hätte. Aber das ist bei einer Serie ja auch irgendwie klar.

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Fesselnde und berührende Lesestunden in drei Zeitebenen

Spiegelland von Rebekka Frank

Das war das erste Buch der Autorin, das ich gelesen habe und definitiv nicht das letzte. Plant den Lesestart weise und nicht in Momenten, in denen Ihr keine Zeit habt. Denn einmal angefangen, muss man das Buch durchsuchten und kann es kaum weglegen.

Es spielt in drei Zeitebenen. Einmal im 18. Jahrhundert, in dem das Moor gerade urban gemacht wird.

Unter widrigsten Bedingungen für die neuen Bewohner*innen. Und auch sonst ist es hart, in der Zeit zu leben, ganz besonders als Frau ohne Rechte.
Die zweite Zeitebene ist das Jahr 1995 - gefühlt noch gar nicht so lange her für mich, rechnerisch aber dann schon.
Das Moor ist zu großen Teilen besiedelt, es gibt aber noch ein Naturschutzgebiet und ursprünglichere Bereiche.
Hier begleiten wir Catharina und ihre Tochter Kira, die in ein altes Haus in der Moorumgebung geflohen sind und dort zum Glück auf ihnen wohlgesonnene Menschen treffen.
Doch der Grund der Flucht ist heftig und wie es weiter geht mit den Beiden auch.
Schließlich dann immer wieder auch noch den Schwenk in die Gegenwart - fast - in das Jahr 2025.
Hier begegnen wir den Enkel Catharinas und auch wenn der Teil der Geschichte nicht so fesselnd ist, passt er sehr gut zur Abrundung.

Gewalt gegen Frauen und entsprechende Strukturen, in denen das möglich ist, ist das Thema des Buches - eine entsprechende Triggerwarnung findet sich erst am Buchende.
Deshalb will ich es hier auch erwähnen, denn das Buch schont uns Lesende nicht.
Das ist gleichzeitig die große Stärke, Dinge zu benennen und extreme Ungerechtigkeiten bis in die heutige Generation aufzeigen.
Es hat mich fassungslos gemacht, wie die Strukturen immer noch sind - aber auch wie viel Leid Frauen früher erdulden mussten.

Auch die Folgen, etwa für Kinder, werden gut dargestellt.

Das Buch punktet mit seinem unglaublich gutem Spannungsaufbau und der bildhaften Erzählweise. Ich war sofort im Moor, damals, im 18. Jahrhundert und habe ab Seite eins mit den Personen mitgefiebert und mitgelitten.

Auch wenn es harte Kost ist, das Buch, ist es doch gleichzeitig sehr gute Unterhaltung und kein Betroffenheitsroman.
Wichtige Themen verknüpft mit einer fesselnden Schreibart, die den Spannungsbogen hoch hält, ich wüsste nicht, was ich an dem Buch kritisieren könnte.

Man schlägt es wütend, ratlos, aber auch mit einem Stück Hoffnung zu - möge es die nächste Generation besser machen.

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Fesselnde und berührende Lesestunden in drei Zeitebenen
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Ehrlicher Ehe-Rückblick

Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen von Christien Brinkgreve

Das mit 192 Seiten eher schmale Büchlein hat es in sich. Die geringe Seitenzahl sollte nicht täuschen - man kann es nicht mal so eben schnell zwischendurch lesen.

Es geht um Christien und ihren Mann A., der gerade verstorben ist.
Christien entrümpelt das gemeinsame Haus, das in den letzten Jahren zunehmend vernachlässigt wurde und sich gar nicht mehr nach einem Zuhause angefühlt hat.

Und mit der Herstellen der äußeren Ordnung geht auch ein inneres Groß-Reinemachen einher.

Der großen Liebe, die sie und A. (es bleibt im Buch bei dem einen Buchstaben) verbunden hat, folgte mit der Geburt der Kinder eine zunehmende Entfremdung. Geendet hat es mit der Pflege des todkranken Ehemanns, voraus ging eine Kommunikation via E-Mail, jede und jeder aus seinem Zimmer.

Gekämpft haben die Beiden um ihre Ehe, zahlreiche Therapeuten-Stunden besucht, gebracht hat es aber nichts.
Wobei - es gab auch andere Momente, man kann es nicht reduzieren auf ein absolutes Scheitern.

Augen öffnend war auch die Rolle, die Christien einnehmen musste oder eingenommen hat. Obwohl sie als Professorin einen anspruchsvollen Job hat, war sie doch komplett zuständig für Familie und Kinder und hat sich in diese Rollenzuweisung eingefügt.

Sie reflektiert, hadert und kann aber auch die guten Zeiten und Momente erkennen.

Kein leicht zu lesendes Buch, aber mit einer interessanten Thematik.
Wirklich nah wurde mir Christien allerdings nicht, es war ein Lesen aus der Distanz.

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Kann leider nicht mit der Elbmarsch-Serie mithalten

Fünf Fremde von Romy Fölck

Ich bin großer Fan der Elbmarsch-Krimiserie der Autorin und habe mich deshalb sehr gefreut, dass es einen neuen Thriller gibt. Nicht Bestandteil der Serie, sondern etwas Neues, noch dazu mit Nordsee-Insel-Vibes, wie schön.

Es geht um Annika Lundt, eine Kriminalkommissarin. Sie kommt auf die Insel Neuwerk zurück, um sich um ihre demente Mutter zu kümmern.

Auf der Fähre befinden sich noch weitere Menschen, einige davon wird sie sehr bald näher kennenlernen.

Parallel geht es dreißig Jahre zurück, Annika ist damals noch ein Teenager. Aus einem Schullandheim verschwinden zwei Jugendliche.

Personen aus der damaligen Clique der verschwundenen Jugendliche oder Bezugspersonen sind nun heute auch auf der Insel. Und dass, obwohl doch alle in alle Winde verstreut waren. Ein Zufall? Sicherlich nicht.

Ich mochte anfangs einfach alles am Buch. Die Verstrickungen zur Vergangenheit, die Schilderungen der Insel, die sich aufbauende Spannung und die Düsternis, die über allem liegt.
Gleichzeitig macht das Buch große Lust, die Insel auch real zu besuchen.

Allerdings hat mich die Auflösung am Ende dann enttäuscht. Ich fand die Entwicklung der Handlung nicht plausibel und in der Gesamtsicht auch die Charaktere nicht überzeugend. Sie hatten nicht die Tiefe, wie ich es aus der Elbmarsch-Serie kenne.
So habe ich das Buch, das so gut startete, dann mit einigen Fragezeichen eher enttäuscht zugeklappt.

3,5 Sterne, weil mich zwei Drittel des Buches trotzdem gut unterhalten und gefesselt haben.

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Kann leider nicht mit der Elbmarsch-Serie mithalten
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Beklemmende Spannung

Eisnebel von Kate Alice Marshall

Ich habe die Hörbuch-Variante genossen und kann es absolut weiterempfehlen. Für Thriller-Fans ein Highlight.

Mit 10 Stunden und 9 Minuten (ungekürzt) auch gut unterzubringen, wenn man nicht allzuviel Hörzeit hat.

Die Sprecherin ist hier Heike Warmuth und sie hat einen sehr guten Job gemacht.

Ich fand die Stimme passend und habe ihr gerne zugehört.

Es geht um Theodora, genannt Theo und ihren reichen Verlobten Connor.
Theo soll endlich Connors Familie vorgestellt werden, deshalb reisen die Beiden zum luxuriösen Winteranwesen der Daltons, nach Idlewood.
Eigentlich ein Traum, viel Schnee, tolle Hüttchen für Privatsphäre und die ganze Familie ist da.

Nur: ein herzliches Willkommen ist etwas anderes. Theo erfährt ziemlich schnell, dass sie unerwünscht ist. Und nicht nur das. Irgendwie kommt ihr das Anwesen bekannt vor.

Das Hörbuch hat mich hier voll abgeholt. Das beklemmende Gefühl, dass auf Idlewood und mit der Familie irgendetwas nicht stimmt, wurde immer schlimmer und ich konnte nicht einordnen, wer Gut und wer Böse ist und wie alles zusammenhängt.

Ich fand es sehr spannend und kann es nur weiterempfehlen.

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Wow - genial konstruierter Thriller

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder? von Emily Rudolf

Das Buch hat mich total in seinen Bann gezogen, ein Thriller ganz nach meinem Geschmack.
Es ging relativ gemächlich los und hat dann Seite um Seite die Spannung angezogen. Spannung nicht im Sinne von unerträglicher Spannung und einer latenten Anspannung, was nun Grauenhaftes passieren wird, sondern durch raffiniertem Perspektivenwechsel (das Buch wechselt sowohl Zeitebenen als auch Erzählperspektive, ohne auch nur ansatzweise damit zu verwirren oder anstrengend zu werden) und dem Spiel mit uns Lesenden.

Die Handlung entwickelt sich und hat für mich einige völlig überraschende Wendungen bereit gehalten.

Aber um was geht es?
Cecilia hat nach dem Tod ihrer Mutter auch ihr Zuhause verloren und wohnt als House-Sitterin auf Zeit in Luxusvillen. Damit verdient sie zwar kein Geld, braucht aber immerhin auch keine Miete zahlen.
Ihr aktueller Auftrag ist das Hüten einer der Waldner-Villas. Die Walders sind schwerreich und haben gleich mehrere Häuser. Dieses hier steht auf einer einsamen Insel in der Ostsee und ist damit völlig abgeschieden und nur mit einem Boot erreichbar.
Interessanterweise hat Cecilia aber auch noch eine Beziehung mit Waldner Junior angefangen und möchte das House-Sitting mit einem romantischen Wochenend-Date verbinden. Außerdem hat Cecilia noch ihre Freunde auf Standby eingeladen.

Gleich nach Cecilias Einzug in die Villa geschehen gruselige Dinge - irgendetwas stimmt nicht mit dem Haus.
Die Atmosphäre der Gruselvilla ist so gut eingefangen worden - man darf das Buch auf keinen Fall lesen, wenn man selbst irgendwo alleine und abgeschieden urlaubt, sonst wird man nicht mehr schlafen können.

Nichts ist, wie es scheint - oder etwa doch?

Unbedingt lesen!

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