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Rezensionen von Streiflicht:

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Man muss sich darauf einlassen

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil es in Berlin spielt und es um die Mafia geht. Beides interessiert mich sehr und daher war ich neugierig. Nun bin ich etwas zwiespältig. Das Buch hat mich ganz gut unterhalten, war aber stellenweise auch etwas langatmig. Man muss sich voll und ganz auf das Buch und die ganz besondere Ausdrucksweise des Autors einlassen.

Zuerst wollte mir das nicht gelingen, aber noch einer Pause von ein paar Tagen ging es dann besser.
Die Hintergründe über die Mafia und die Autoindustrie fand ich gut und sehr interessant. Vermutlich wäre es noch besser gewesen, sich auf ein Thema zu konzentrieren, so wirkte es etwas zu gewollt. Auf mich wirkte es fast als hätte noch mehr ins Buch gemusst, aber ein Fall hätte mir gereicht, zumal die beiden Themen auch nichts miteinander zu tun hatten.
Die Truppe gefällt mir, auch als Seiteneinsteiger hatte ich keine Probleme, mit zu kommen. Gut gefallen haben mir auch die kurzen Stichworte am Beginn jedes Kapitels, die schon ein bisschen auf das jeweilige Geschehen vorbereitet haben.
Insgesamt ein gutes Buch, wenn man es anders mag und sich darauf einlassen kann.

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Bin unentschieden

Atme! von Merchant Judith

Dieses Buch macht mich unentschieden und auch an den anderen Bewertungen sehe ich, dass viele das Buch entweder gar nicht mögen oder es richtig toll finden. Bei mir schwankt es. Stellenweise war ich etwas genervt von der Hauptfigur, aber dann war ich wieder von den überraschenden Wendungen begeistert.

Richtig umgehauen hat mich das Buch am Ende dann aber doch nicht.
Das offene Ende hat mir leider auch nicht gefallen. Ich mag das nicht, denn dann kann ich ein Buch nicht so richtig für mich abschließen. Da hätte ich mir ein klares Statement der Autorin gewünscht.
Das Cover dagegen gefällt mir sehr. Es ist sehr einfach und klar, trotzdem aber auch sehr eindringlich und plakativ. Sehr gelungen, finde ich.

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Sprache öffnet Türen und Herzen

Alles außer fern von Konrad Ksenia

Dieses Buch bietet einen interessant Einblick in das Leben einer Sprachtrainerin. Der Titel ist zugleich eine Anspielung auf den Ort in Tirol, an dem sie jetzt lebt, passt aber auch wunderbar zu der Annahme, dass Sprache Türen und Herzen öffnet.

Ksenia Konrad schreibt unterhaltsam und interessant, aber man sollte sprachaffin sein, wenn man dieses Buch in die Hand nimmt.

Denn die Kästen mit den Infos für die Muttersprachler haben es schon in sich. Sie sind interessant, gehen aber auch in die Tiefe und offenbaren die Geheimnisse der deutschen Sprache, die sicherlich auch nicht jeder Muttersprachler kennt oder beherrscht.

Ganz deutlich wird hier, dass Sprache einen Blick auf die Welt öffnet, dass sie den Weg zu anderen Menschen frei macht. So eine engagierte Lehrerin ist dabei ein Glück für die Schüler. Mit spielerischem Lernen mit Praxisbeispielen aus dem Alltag und viel Begeisterung umschifft sie gemeinsam mit ihnen so manche sprachliche Klippe. Der Spaß bleibt dabei nie auf der Strecke, das merkt man beim Lesen immer wieder ganz deutlich.

Am besten haben mir die Stellen gefallen, an denen man als Leser in den Alltag von Trainerin und Deutschschülern eintaucht. Da musste ich mehrfach schmunzeln, zum Beispiel als es um den roten bzw. grünen Rock ging. Habe mir das bildlich vorgestellt und fand es sehr amüsant. Auch wenn es um die Unterschiede zwischen den Sprachen und Kulturen ging, habe ich immer wieder gelacht. Manchmal ist es so einfach und dann wieder ganz kompliziert.

Das Buch zeigt aber nicht nur, wie wichtig Sprache ist, sondern auch, dass man seine Komfort-Zone verlassen muss und etwas Neues wagen sollte. Die Welt mit anderen Augen zu sehen, von außen auf das Gewohnte zu blicken, das öffnet das Denken und das Herz, es macht frei und froh.

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Märchenhaft wie der Mond

Mondhelle Tage von Paul M. Whiting

Dieses Buch ist wie ein Märchen aus einer fernen Zeit. Es geht um Zwillinge, die so gleich und doch verschieden sind. Wie sie selbst sagen, sind sie fast wie eins, sodass sie manchmal selbst vergessen, dass sie zu zweit sind. Die Lebensgeschichte der beiden wird interessant erzählt und gerade das erneute Aufeinandertreffen der beiden nach vielen, vielen Jahren ist spannend.

Alles stürzt ins Chaos und doch gibt es dann zum Schluss ein Happy End. Das fand ich gut.

Zwei Menschen, die sich nicht gesucht haben, finden sich doch, denn „der Mond macht sehend“. Das fand ich bezaubernd. „Mondhelle Tage“ ist ein schönes Märchen vor einer interessanten Kulisse – realistisch und doch märchenhaft. Und wieder in der ganz besonderen Erzählweise von Paul M. Whiting, von dem ich schon das Buch „Morag“ so gerne mochte. Er versteht es, die leisen und feinen Töne zu beschreiben und den Leser in seine ganz eigene, so besondere Welt zu ziehen. Ein Leseschatz für alle, die das Ungewöhnliche suchen.

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Langfristiger Begleiter

Mondhelle Tage von Paul M. Whiting

Das Buch bietet zuerst eine relativ lange theoretische Einführung, aber das ist hilfreich, um sich selbst besser kennen zu lernen und manches zu entschlüsseln. Für mich war vieles nicht neu, aber nochmal gut zusammengefasst und aufbereitet. Die Sprache bei diesem relativ komplexen Thema ist einfach gestaltet, sodass es jeder interessierte Laie verstehen dürfte.

Interessant fand ich besonders den Abschnitt, in dem es darum geht, wie Glück und Unglück entstehen. Verschiedene Bespiele und Geschichte, die die Theorie verdeutlichen und anschaulicher machen, machen das Ganze leichter verständlich. Auch die Macht der Glaubenssätze und die Gedanken zum Unterbewusstsein haben mich besonders interessiert.

Im letzten Drittel des Buches, nachdem man sich so einiges an Wissen angeeignet hat, kommen dann die praktischen Übungen. Ich denke, hier sollte man nach und nach und immer wieder üben, um gute Erfolge zu erzielen. So sollte der Weg zu erfolgreichen Meditationspraxis recht einfach sein. Besonders aufschlussreich für mich waren die Mythen über die Mediation. Das fand ich spannend.

Dieses Buch ist kein Buch, das man einmal liest und weglegt, sondern ein langfristiger Begleiter. Ich werde immer wieder einzelne Kapitel lesen und nacharbeiten. Auf jeden Fall ein interessanter Einstieg!

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Tolle Sprache begeistert

Sünde des Schweigens von Rudolf Georg

Wieder einmal hat mich ein Regionalkrimi des Gmeiner-Verlags überzeugt. Mochte ich diese Art von Romanen früher überhaupt nicht, haben mich die Werke dieses Verlages inzwischen für sich eingenommen und sind quasi schon Garant für gute Unterhaltung.

Der Debütroman von Autor Rudolf Georg ist spannend und unterhaltsam bis zum Schluss, wirklich begeistert hat mich aber die ganz besondere Sprache.

Georg schreibt nicht nur authentisch und pointiert, sondern ganz genau beobachtend und beschreibend. Die Sätze zeugen von seiner Liebe zur Sprache. Immer wieder war ich begeistert von den Wendungen und Beschreibungen, die tolle Bilder im Kopf entstehen lassen. So macht Lesen wirklich Spaß!

Dass der Autor sich selbst sehr gut in der Welt des Rechtes und der (vermeintlichen) Gerechtigkeit auskennt, wird auch immer wieder deutlich. Er selbst hat Jura studiert und arbeitet als Rechtsanwalt, das merkt man. Als Leser taucht man an der Seite der Hauptfigur „Joja“ relativ in diese besondere Welt ein, aber nie staubig und trocken, sondern unterhaltsam, interessant und lehrreich. Die Figuren werden herrlich beschrieben und wirken authentisch und lebensnah. Gut fand ich auch, dass die Geschichte in der Gegenwart und in der Vergangenheit spielt, sodass man immer wieder zwischen den Ebenen wechselt. Manchmal hätte ich mir mehr Spannung gewünscht, aber dennoch fand ich das Buch richtig gut und würde mich über einen Nachfolger sehr freuen.

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Tiefer Blick in den Abgrund

Schonungslos offen von Irene Matt

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil es anders ist. Einerseits wegen der beiden Hauptfiguren, die ich von Anfang an sehr mochte, vor allem auch den Assistenten, der nicht nur eine Seele von Mensch ist, sondern auch ein unglaubliches Wissen über die Ursprünge der Sprache hat. Das hat das Geschehen immer wieder angenehme aufgelockert und trug auch zur Lösung bei, das fand ich eine tolle Idee, die auch gelungen umgesetzt ist.

Andererseits wegen der Einblicke, die man als Leser in die Gedankenwelt des Täters erhält. So weiß man als Leser immer mehr als die Ermittler – das mag ich manchmal sehr.

Interessant fand ich auch das Geschehen, den Fall oder besser gesagt, die Fälle. Zuerst musste man verstehen, wie alles zusammenhängt und warum der Täter so besessen ist. Das fand ich gut gelöst. Auch dass das Privatleben der lebendig gezeichneten Figuren immer wieder eine Rolle spielte, mochte ich – das ist einfach lebensnäher, als wenn es immer nur um den Fall geht.

Obwohl es sich bei diesem Buch bereits um den dritten Teil einer Reihe handelt, kann man das Buch auch sehr gut ohne Vorkenntnisse lesen.

Fazit: Dieses Buch ist wirklich spannend und interessant, aber man muss es mögen, so tief in den Abgrund schauen zu können, in die Psyche des Täters so tief abzutauchen. Mir war das manchmal echt zu viel, für mich hat dieses kranke Gehirn etwas zu viel Raum bekommen. Toll hingegen fand ich die beiden Ermittler, die mir wirklich ans Herz gewachsen sind. Hoffentlich schreibt die Autorin eine Fortsetzung mit den beiden.

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Tiefer Blick in den Abgrund
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Wieder mitreißend

Geblendet - Thriller (Jenny Aaron 3) von Andreas Pflüger

Da ich die Vorgängerbücher voller Spannung, atemlos und mit Begeisterung gelesen habe, musste ich natürlich auch dieses Buch lesen und wissen, wie es weitergeht! Jenny Aaron ist zurück und kämpft darum, wieder sehen zu können. Ob das gelingt oder nicht? Tja, selbst lesen!
Bei dieser Reihe denke ich, dass man auf jeden Fall die Reihenfolge einhalten sollte, denn alles andere macht hier keinen Sinn.

Zu sehr stehen auch die persönlichen Geschichten, vor allem natürlich das Leben von Jenny im Vordergrund. Zwar sind die einzelnen Romane vom Fall her in sich abgeschlossen, aber der Fortgang ist wichtig. Zumal dieses Buch auch der Abschluss der Trilogie ist.
Ich mochte Jenny von der ersten Seite an und bin traurig, dass hier nun alles zu Ende ist. Das Buch ist wieder spannend und richtig toll! Diese Reihe muss man gelesen haben!

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Ein Leseschatz und ein gelungener Blick hinter die Kulissen

Wien abseits der Pfade (Jumboband) von Georg Renöckl

Eigentlich wollte ich nur mal kurz reinblättern und mal durchschauen, aber dann bin ich hängengeblieben und habe das halbe Buch auf einen Satz durchgelesen. Mit seinen wunderbaren Beschreibungen hat Autor Georg Renöckl mich in nur wenigen Minuten komplett in seinen Bann gezogen und begeistert. Er zeigt Orte, die man nicht kennt – auch wenn man schon mehrfach in Wien war und die Stadt sehr mag.

Abseits von Touristenmassen, Verkaufsgetöse und Hotspots kann man mit seiner Hilfe das ursprüngliche, das eigentliche Wien entdecken.

Gleich das erste Kapitel nach der Einführung hat mich sehr begeistert. Unter dem Motto „Ab durch die Häuser“ kann man mit dem Autor durch die Hinterhöfe schleichen und dort wahre Pracht und Schönheit entdecken. Selbst beim Lesen hatte ich schon Spaß daran und hätte mich am liebsten auch gleich auf die Socken gemacht. Ein paar schöne Bilder und eine Liste mit Orten zum Verweilen runden dieses Kapitel ganz herrlich ab. Insgesamt gut gefallen mir die vielen Tipps, Kartenausschnitte mit Hinweisen, Fotos und Beschreibungen im Buch! Das alles ergänzt den Text herrlich und macht das Buch rund!

Über dieses Buch sollte man nichts schreiben, man muss es lesen. Es entdecken und erkunden, wie man es anschließend mit Wien tun sollte. Das Buch ist etwas ganz Besonderes, ein wahrer Schatz. Ich bin wirklich glücklich, dass ich es entdeckt habe und lesen durfte! Es zeigt so viele Seiten von Wien, so viele wunderbare, fast geheime Orte, die ich alleine nie gefunden hätte. Und das alles in einem lockeren Plauderton mit viel Humor, das macht Spaß und Lust auf mehr!

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Ein Leseschatz und ein gelungener Blick hinter die Kulissen
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Es wird persönlich

Wien abseits der Pfade (Jumboband) von Georg Renöckl

Ich habe bereits alle Vorgängerbücher um den Polizisten Evan Evans gelesen. Dass er schon früh seinen Vater, der ebenfalls ein Polizist war und im Dienst getötet wurde, verloren hat, wurde auch immer mal wieder thematisiert. Nun aber kommt diese alte Geschichte nochmal deutlich ans Licht, als der damalige Täter erneut gemordet haben soll.

Nur kann Evan es leider nicht einfach so glauben. Hatte er noch gehofft, den Querelen rund um die Maul- und Klauenseuche in seinem Dorf entgehen zu können, sieht er sich jetzt im größten Drama seines Lebens, in dem nicht nur der Mörder, sondern auch Bron und Evans Mutter eine wichtige Rolle spielen. Das Leben ist nicht mehr leicht für Evan und man hat als Leser viel Mitgefühl mit ihm – vor allem wenn man ihn nun schon lange kennt wie ich.
Ein ebenso spannender und interessanter Roman wie die Vorgänger, aber deutlich persönlicher und näher gehend. Als Leser ist man sehr berührt von Evans Leid und dem seiner Mutter, gleichzeitig hofft man, dass der Mörder gefasst und bestraft wird. Auch der Gegensatz von Evan und Brons Familien wird deutlich – ich hoffe, das schweißt die beiden auf Dauer nur noch mehr zusammen.
Ein wirklich gutes Buch, das aus dieser Reihe besonders hervorragt.

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Ein Leseschatz und ein gelungener Blick hinter die Kulissen