Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Streiflicht:
Gelungene Nummer 3
Tödlich wie die Trauer von Charlotte Peters
Man könnte auch sagen, aller guten Dinge sind drei! Bereits seit dem ersten Tatort Rhein-Ruhr-Krimi bin ich dabei. Anfangs zufällig darüber gestolpert, bin ich seit den ersten paar Seiten in Band Nummer 1 Fan von Charlotte Peters Romanen. Es ist immer megaspannend, manchmal auch brutal, aber nie lebensfremd.
Dabei mag ich es sehr, dass es auch um das Privatleben der Figuren geht - immer steht eine andere Person im Mittelpunkt des jeweiligen Romans. Das macht das ganze zu einem sehr realistischen Roman, der einen in sich hineinzieht und jedes Mal nach dem Zuklappen des Buchs Lust auf mehr macht.
Ich mochte schon die ersten beiden Bände sehr, aber hier lag mir das Geschehen noch mehr am Herzen. Ich kann gar nicht sagen, warum, aber vielleicht war es auch das Wiedersehen mit den alten Bekannten. Ich mag Serien im Buchformat sehr, es ist wie ein Treffen mit Freunden.
Dieses Mal fand ich es noch spannender, noch härter, noch packender. Luka und Veronika mochte ich sofort - sie sind wie füreinander geschaffen. Ich hatte mir sehr ein Happy End für die beiden gewünscht, war mir aber lange nicht sicher, ob es klappt. Und, wie war es dann? Sag ich nicht, sonst macht es ja keinen Spaß mehr, das Buch zu lesen und das wäre wirklich schade, denn das Buch ist super!
Ran an dieses Buch
Stell dir vor ... von Rob Hopkins
Ich würde von mir behaupten, dass ich ein relativ kreativer und schöpferischer Mensch bin. Ich schreibe, male, handarbeite, bastle, gärtnere, ... und dennoch konnte ich aus diesem Buch noch ganz viel ziehen und für mich mitnehmen. Fast niemand lebt seine schöpferische Kraft und Kreativität voll aus - Erwachsene schon gar nicht mehr.
Dieses Buch aber lädt dazu sein, sich genau auf diese spannende Reise zu machen, in das Innere, in die magische Welt der Gedanken, Ideen, Spinnereien und Fantastereien und zu sehen, was dabei herauskommt. Nichts ist von vorneherein verboten oder undenkbar, alles ist erstmal möglich. Die Vorstellungskraft von uns Menschen ist schier unendlich und der Autor dieses Buches zeigt das in seiner ganzen Bandbreite. Ein wunderbares Werk, das Lust auf die Zukunft und das Kommende macht. Lasst uns wild sein, kreativ sein und einfach mal die Köpfe rauchen! Ich bin mir sicher, es lohnt sich!
Also ran an dieses Buch voller Fantasie, Vorstellungskraft, Möglichkeiten und Inspiration!
Mörderisch spannende Fortsetzung
Stadt des Zorns von Marc Meller
Wer "Raum der Angst" gelesen hat, möchte sicher wissen, wie es weitergeht mit Hannah und Janus, der damals sein Werk nicht vollenden konnte. Wieder holt er sie und hat weitere Mitspieler gefangen. Erneut geht das Spiel auf Leben und Tod los. Ein ganz besonders graumsames Exit Game!
Hannahs Angst und ihre Verzweiflung sind quasi auf jeder Seite zu spüren, das Grauen kommt ganz nah zu den Lesern.
Ganz Köln versinkt im Chaos, der Leser im Buch. Wer einmal angefangen hat zu lesen, möchte das Buch nicht mehr weglegen, bis er endlich die letzte Seite gelesen hat. Man kommt kaum dazu, Atem zu holen, weil es so spannend ist.
Ich empfehle, erst "Raum der Angst" zu lesen, weil es dann noch interessanter ist. Der Autor Marc Meller lässt hier bereits bekannte Personen wieder auftreten und es ist toll, mitzuerleben, wie sie sich weiterentwickeln, was mit ihnen passiert....
Schön und kindgerecht
Jesus ist geboren von Hellmut Haug
Wie erzählt man Kindern die Geschichte von Weihnachten möglichst authentisch und zugleich kindgerecht? Schwierige Frage? Eigentlich nicht, wenn man dieses Buch sein Eigen nennt. Es erzählt in einfachen Worten, aber gleichzeitig ganz eindringlich und gut nachvollziehbar die Geschichte von Weihnachten und gleich auch noch die der Heiligen Drei Könige.
Das Buch ist so gestaltet, dass man es auch mit kleineren Kindern relativ schnell lesen kann. Ungeduld kommt hier also nicht auf.
Die einfachen Illustrationen untermalen das Erzählte sehr schön und so, dass noch viel Platz für eigene Ideen und Gedanken bleibt. Ein herrliches Buch, das jeder Haushalt haben sollte – vor allem, wenn dort Kinder leben. Aus dieser Reihe würde ich gerne noch viel mehr Bücher lesen und anschauen.
Einfach schön
Mias kleine Schlafmusik von Uwe Becker
Es gibt ja solche und solche Kinderbücher. Mit manchen wird man nicht warm und andere schlägt man auf und schon ist man gefangen. Gefangen in einem positiven Sinn. „Mias kleine Schlafmusik“ ist so ein Buch. Ich wollte es gerne für meinen Neffen haben, der knapp 1,5 ist und Bücher schon sehr liebt.
Mit diesem Buch habe ich aber auch mir eine Freude gemacht, denn es liest sich ganz herrlich (vor).
Ich mochte die Illustrationen auf den ersten Blick, sie sind so detailreich, bunt, aber nicht grell, liebevoll und schön. Die Texte passen wunderbar dazu und ergänzen das, was man sieht perfekt. Man kann so richtig schön reimen und laut lesen und wenn etwas ältere Kinder das Buch schon kennen, können sie sicherlich auch herrlich mitsprechen.
Rundum gelungen! Kein Wunder, dass ich so begeistert bin. Von diesem Autor ist auch die Zipfelmaus, die ich schon seit langem sehr liebe. Dafür ist mein Neffe noch etwas klein, aber das macht nix – dann lese ich das Buch halt nochmal für mich.
Witzig und unterhaltsam
Little Christmas Ball von M.L. Busch; Karin Bell; Talina Leandro
Eigentlich bin ich kein Freund von Kurzgeschichten. In letzter Zeit aber haben mich einige überzeugt. Diese hier habe ich gelesen, weil ich die Autorin Karin Bell schon länger kenne und sehr mag. Ihre Geschichten sind immer voller Herz und Leidenschaft, aber nie kitschig. Ich mag keine Liebes- oder Frauenromane, bei dieser Autorin mache ich aber gerne immer wieder eine Ausnahme.
Daher war klar, für eine Kurzgeschichte, an der sie mitgeschrieben hat, mache ich natürlich auch eine Ausnahme.
Und ich habe es nicht bereut. Die drei kurzen Geschichten, die inhaltlich aufeinander aufbauen, haben mich bestens unterhalten. Ich musste auch immer wieder schmunzeln – besser kann es ja nicht sein. Jede der Geschichten stammt von einer anderen Autorin und beschreibt das Geschehen aus Sicht von deren Protagonisten, die in anderen Büchern bereits bekannte Figuren sind. Mir hat das große Freude gemacht. Ich kannte noch keine der Figuren, bin nun aber wirklich neugierig geworden. Und auch davon abgesehen war die kurze Geschichte wirklich lustig. Wer mal kurz abschalten und lachen will, ist hier genau richtig!
Gelungenes Debüt
Kant und der sechste Winter von Marcel Häußler
Die Kurzbeschreibung dieses Buchs hat mich sofort angesprochen und dass es in München spielt, hat mich noch neugieriger gemacht. Und ich muss sagen, dass das Buch mich trotzdem noch positiv überrascht hat. Ich mochte die Handlung, die Szenerie, die Lokalitäten, die detailreich, aber nie heimat-kitschig erzählt werden, die plastisch formulierten Beschreibungen, die realistisch gezeichneten Figuren und die Geschichte, die dahintersteckt.
Inzwischen habe ich so viele Bücher, dass leider nicht mehr jedes bei mir bleiben kann, aber dieses Buch darf in mein Regal einziehen. Und ich freue mich schon heute auf die Fortsetzung. Ein wahrhaft gelungenes Debüt um den Polizisten Kant!
Was mich am allermeisten begeistert hat, ist die wunderbare Sprache des Autoren. Er versteht es, die leisen und feinen Zwischentöne sprechen zu lassen. Man muss genau lesen, um seine Spitzen und den Humor, der zwischen den Zeilen steckt, mitzubekommen. Tut man das, so tut sich wahrlich ein Paradies für Liebhaber von Sprache und Wort auf. Wie gemacht für mich!
Hat mich leider nicht recht überzeugt
Das doppelte Grab von Margarete von Schwarzkopf
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich die Autorin bei einer Lesung erlebt habe und sie sehr sympathisch und kompetent fand. Leider konnte mich das Buch nicht so erreichen. Ich weiß nicht genau, woran es la, aber ich fand es etwas langatmig und zu viele Seitenverweise. Ich mag es, wenn ich bei einem Buch noch was lernen kann, aber hier waren mir die Hintergründe ein bisschen zu viel.
Zu viele Verweise auf bisherige Fälle, zu viel geschichtliches Wissen und vor allem zu viele Figuren. Schade.
Die Geschichte an sich spielt auf zwei Zeitebenen, am Ende sogar auf drei. Das hat mir gut gefallen, ich mochte die älteste Geschichte am meisten, sie war für mich auch die spannendste. Die Geschichte in der Gegenwart war die Hauptgeschichte, gefiel mir aber leider nicht so gut. Die Hauptfigur fand ich leider ein bisschen anstrengend, daher fiel mir das Lesen nicht immer leicht. Die Story als solche hat mir gut gefallen und sie war auch gut konstruiert und hatte ein sehr rundes Ende, das hat mir gut gefallen.
Ich kann schweren Herzens leider nur drei Sterne geben. Vielleicht wäre es anders gewesen, wenn ich nicht als Quereinsteiger in diese Reihe das Buch gelesen hätte.
Ehrlich, authentisch und spannend
#FragEinenMönch von Margarete von Schwarzkopf
Dieses Buch fand ich auf den ersten Blick spannend und nun hatte ich endlich Zeit, mich mit diesem bereichernden Buch zu befassen. Ich mochte den Pater von der ersten Seite an. Er ist durch und durch ein normaler Mensch geblieben und herrlich ehrlich, lustig und unkompliziert. Wenn es mehr solche Kirchenmänner und -frauen gäbe, hätte die Kirche sicherlich einen besseren und einfacheren Stand und viel mehr überzeugte Anhänger.
Besonders interessant fand ich die Frage nach dem Ring und der Namenswahl. Das mit dem Ring hatte ich vom Pfarrer im Ort meiner Eltern schon mal gehört, wie die Namenswahl tatsächlich vonstattengeht, war mir neu. Sehr interessant! Auch die Frage nach Marias Jungfräulichkeit fand ich sehr spannend.
Insgesamt viele interessante Frage, die durchaus auch sehr modern und kritisch sind. Es geht ziemlich persönlich zu, das hat mir gefallen. Ich mochte vor allem auch die 100. Frage, ob er alles ehrlich beantwortet hat. Und die Antwort hat mir auch sehr gefallen. Ich denke, er hat manche Frage nicht direkt beantwortet, aber immer ehrlich und das hat mich beeindruckt. Ich habe gesehen, dass es ein zweites Buch von ihm gibt, das macht mich sehr neugierig!
Hamburg neu entdecken
Hamburg - HeimatMomente von Bernadette Olderdissen
Auch wer Hamburg schon gut kennt, wird mit diesem Buch noch ganz neue Seiten dieser wunderbaren Stadt entdecken. Die üblichen Verdächtigen auf der Liste der Sehenswürdigkeiten kennt vermutlich inzwischen fast jeder. Bernadette Olderdissen hat hier aber 50 Mikroabenteuer zusammengefasst, die spannende Seite der Stadt an der Elbe zeigt.
Gut finde ich die Aufteilung in Nord, Süd, Ost, West und Herz der Stadt hat mir gut gefallen. So sieht man schon auf den ersten Blick, wo sich das Abenteuer befindet. Einige wenige Tipps kannte ich schon, aber das meiste war neu und macht mich wirklich neugierig. Der Wildpark Schwarze Berge und der Beginn des Heidschnuckenwegs in der Fischbeker Heide sind meine beiden Favoriten, die ich als erstes besuchen werde, sobald ich wieder in Hamburg bin.
Gut gefallen hat mir auch die Aufmachung des Buchs mit dem Infokasten, den tollen Bilder und den vielen, vielen Infos! Hier kann nichts mehr schiefgehen, man ist für den jeweiligen Ausflug bestens gewappnet!











