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Rezensionen von LEXI:
Papier mit Schrift darauf kann die ganze Welt verändern
„Mein ganzes Leben lang ziehe ich schon den Kopf ein, ducke mich und weiche aus, aber in dieser Sache werde ich das nicht tun. Ich glaube, mein Vater wollte mir in diesem Brief etwas sagen, und ich muss wissen, was es war.“
Die siebenundzwanzigjährige Anna O’Brien arbeitet als Bibliothekarin in der berühmten Library of Congress.
Als Tochter eines Kartografen liegt ihr die Arbeit mit Karten im Blut, sie liebt ihre Tätigkeit im Kartenraum, wo sie von Bücher, Karten und Atlanten umgeben ist. Als die aufmerksame junge Frau in einem Bericht eine Unstimmigkeit entdeckt und die Navy auf ihren vermeintlichen „Fehler“ hinweist, reagiert diese anfangs mit Einschüchterungsversuchen und schließlich mit direkter Bedrohung. Anna O’Brien sticht in ein Wespennest, als sie ihr Vorhaben dennoch unbeirrbar weiter verfolgt und versucht, Licht ins Dunkel über das Verschwinden eines Schiffes namens USS Culpeper vor fünfzehn Jahren zu bringen. Bei diesem Unglück verschwanden über fünfzig Männer mitten auf See, unter ihnen ihr Vater. Einer seiner letzten Briefe an sie beinhaltet mysteriöse Andeutungen, die ebenfalls Fragen aufwerfen. Abgesehen von diesem traumatischen Ereignis wurde Anna auch durch ihre schwere Kindheit in der Obhut kinderloser Verwandten geprägt. Sie gewinnt schließlich den charismatischen Kongressabgeordneten Luke Callahan als ihren Verbündeten, doch bald muss auch dieser erkennen, dass weitere Nachforschungen unweigerlich folgenschwere Konsequenzen nach sich ziehen…
Elizabeth Camden erzählt in ihrem Roman die Geschichte ihrer beiden Protagonisten und rollt dabei behutsam deren Vergangenheit auf. Die Begegnung zwischen Luke und Anna und das gegenseitige Interesse liefern eine romantische Liebesgeschichte mit einigen Verwicklungen. Durch die verbotenen Nachforschungen und die Gefahr, in die Anna sich damit begibt, wird in der Handlung ein gewisser Spannungsbogen aufgebaut. Den historischen Hintergrund bildet der Spanisch-Amerikanische Krieg 1898, wobei die Autorin im Anhang des Buches darauf hinweist, welche Ereignisse historisch begründet, und welche ihrer Fantasie entsprungen sind. Nebenbei geht sie durch die Arbeit eines Nebendarstellers im Patentamt auf die technischen Errungenschaften dieser Zeit ein. Die Liebe zum gedruckten Wort und die Leidenschaft für die Kartografie ist das gesamte Buch über spürbar. Die starke Wertigkeit des christlichen Glaubens mit dem Fokus auf das Thema „Vergebung“ stellt einen weiteren Faktor dar, der dieses Buch für mich ungemein bereicherte.
Die beiden Protagonisten wurden sehr authentisch gezeichnet, ihre Ambitionen, Ängste und Hoffnungen ausgezeichnet dargestellt. Anna O‘Briens ruhige, besonnene Art bildet einen starken Kontrast zum aufbrausenden Temperament des Luke Callahan. Sowohl Anna als auch Luke haben mit traumatischen Erfahrungen in ihrer Kindheit zu kämpfen, sie durchleben im Verlauf des Buches eine umfassende Entwicklung ihrer Persönlichkeit. Elizabeth Camden stellt ihren Hauptdarstellern interessante Nebenfiguren zur Seite, wobei ich Annas Kamerad aus Kindheitstagen, Neville Bernhard, ganz besonders ins Herz schloss. Der schlaksige junge Mann steht Anna so nahe wie ein Bruder und ist zugleich der beste Freund, den man sich vorstellen kann.
Fazit: „Die Grenzen der Wahrheit“ ist ein Roman, der mit viel Herz, einer Prise Humor, einem gewissen Spannungselement und christlichen Werten aufwartet – eine Lektüre, die mir sehr gut gefallen hat und die ich sehr gerne weiter empfehle.
Wenn Träume wahr werden
Das Haus der großen Träume von Denise Hunter
Evangeline Wishing Simmons ist reich, exzentrisch und äußerst dickköpfig. Die alte Dame möchte ihren Lebensabend bei ihren Kindern und Enkelkindern in Colorado verbringen. Ihre beeindruckende Villa, ein ausladendes, historisches Gebäude an der Main Street in Chapel Springs, Indiana, überlässt sie aus diesem Grund nun jenem Kandidaten, der sie bei einer Präsentation von seinen Plänen überzeugen kann.
Penelope Jane, die Protagonistin dieses Buches, ist die vielversprechende erste Kandidatin im Rennen um das Haus. Die ehrgeizige junge Frau mit einem Bachelor-Abschluss in Kochen, Gastronomie und Management möchte ihren Traum verwirklichen und eine Frühstückspension mit angeschlossenem Restaurant eröffnen. Der zweite Kandidat namens Cole Evans stammt aus Fort Wayne und plant, aus der Villa ein Übergangswohnheim für ehemalige Pflegekinder zu machen. Cole ist Penelope Janes einziger, aber auch härtester Konkurrent, zumal sie von dessen Plänen ebenfalls beeindruckt ist. Die Entscheidung der alten Dame ist mehr als überraschend – sie möchte beiden eine Chance geben und räumt ihnen eine bestimmte Frist ein, in der sie beide unter dem Dach der Villa ihr Projekt verwirklichen. Erst in einer weitere Präsentation nach Ablauf dieser Frist wird Evangeline Wishing Simmons dann endgültig über den zukünftigen Besitzer des Hauses entscheiden. Der Wettkampf zur Realisierung seines persönlichen Lebenstraumes ist für beide Konkurrenten nicht einfach, zumal da auch eine gewisse gegenseitige Anziehungskraft besteht…
Denise Hunters neuer Roman ist eine wunderschöne, sehr gefühlvolle und mit einigen humorvollen Passagen erzählte Geschichte, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat. Die beiden Protagonisten sind sehr gut gezeichnet, einige der Nebenfiguren sind mir bereits aus den Vorgängerbüchern der Autorin bekannt. Denise Hunter rollt die Geschichte von Penelope und Cole behutsam auf und gestattet ihren Lesern nach und nach Einblicke in deren Vergangenheit. Der einnehmende Schreibstil und der dezent eingebaute Fokus auf den christlichen Glauben bereichern dieses Buch ungemein. Der einzige „Störfaktor“ war für mich die Tatsache, dass die Autorin ihrer Protagonistin keinen Namen gab, sondern diese das ganze Buch hindurch lediglich mit der Abkürzung „PJ“ titulierte, was ich als ziemlich unangenehm empfand. Lediglich durch eine Rückfrage in einem Dialog erfährt man, dass „PJ“ für Penelope Jane steht.
Fazit: „Das Haus der großen Träume“ ist eine wundervolle Geschichte zweier Menschen, die versuchen, ihre Träume zu verwirklichen, die ein paar Hindernisse überbrücken und Kompromisse eingehen müssen, um an ihr Ziel zu kommen. Denise Hunter hat mir wieder einmal großes Lesevergnügen bereitet und ich freue mich bereits jetzt auf die Erscheinung ihres nächsten Buches.
Das Leben ist nicht immer gerecht
Rebekkas Melodie von Tamera Alexander
„Das Leben ist nicht immer gerecht. Aber Gott, der alles sieht, ist gerecht. Und er wird gutes daraus entstehen lassen.“
„Gott hat dir eine Gabe gegeben. Er gibt jedem seiner Kinder Gaben. Und es ist unsere Verantwortung, an diesen Gaben zu arbeiten, zu üben und zu lernen, damit wir sie so gut wie möglich einsetzen können.
“
Die dreiundzwanzigjährige Rebekka Carrington aus Nashville hat die Verantwortung, an ihrer eigenen ganz besonderen Gabe zu arbeiten, zu üben und zu lernen, sehr ernst genommen. Im zarten Alter von dreizehn Jahren wurde das Mädchen nach Wien geschickt, wo sie als Gouvernante und Assistentin eines berühmten österreichischen Dirigenten arbeitete und Musik studierte. Rebekka spielt Klavier, Oboe und Violine, wobei ihre große Leidenschaft jedoch der Violine gilt. Ihr ausgezeichnetes Gehör und ihr Gespür für die Musik waren ihr bei der Niederschrift der Noten des Wiener Maestros stets eine große Unterstützung. Als ihr nach dem plötzlichen und unerwarteten Tod ihrer geliebten Großmutter Ellen Carrington die Geldmittel gestrichen und sie in ihr liebloses Elternhaus zurückbeordert wird, sucht sie verzweifelt einen Ausweg aus ihrer misslichen Lage. Ihr manipulativer Stiefvater Barton Ledbetter ist nämlich alles andere als ein ehrbarer Mann und nur mit Hilfe ihrer Großmutter und einem Hausangestellten konnte Rebekka als Kind in letzter Sekunde vor Bartons bösartigen und grausamen Plänen gerettet werden. Um eine Abhängigkeit von diesem Mann zu vermeiden verschafft Rebekka sich Zugang zu einem Vorspielen für die Stelle eines Oboisten, ihr grandioser Auftritt wird jedoch vom arroganten Dirigenten Maestro Nathaniel Tate Whitcomb abgeschmettert. Der eigensinnige Perfektionist mit dem aufbrausenden Temperament hält es für ausgeschlossen, einer Frau jemals Zugang zu einem Orchester zu gewähren. Muss die intelligente und hochbegabte Violinistin nun ihre Leidenschaft für die Musik und damit verbunden ihren großen Lebenstraum aufgeben und ihr weiteres Dasein als Gouvernante und Musiklehrerin fristen?
Tamera Alexander hat sich mit diesem Buch wahrhaft in mein Herz geschrieben. Obgleich ich bereits viele Bücher dieser Autorin kenne, die mir allesamt ausnehmend gut gefallen haben, war dieses Buch meines Erachtens ihr „Glanzstück“. In „Rebekkas Melodie“ wird die Leidenschaft zur Musik zum zentralen Thema der Handlung. Im Amerika des neunzehnten Jahrhunderts war es für eine Frau undenkbar, ein Musikinstrument in der Öffentlichkeit zu spielen, der Zugang zu Orchestern blieb ebenso verwehrt. Die Autorin erzählt die Geschichte eines jungen Mädchens, das bereits im zarten Kleinkindalter von der Liebe zur Musik ergriffen und deren Talent von verschiedenen Menschen gefördert wurde. Zum einen gab es den liebenden und verständnisvollen Vater sowie die Großmutter, die ihr eine Ausbildung ermöglichten. Zum anderen erhielt das Kind Unterstützung durch einen Hausangestellten namens Demetrius, dessen musikalisches Talent Rebekka zu Höchstleistungen animierte. Demetrius war zeitlebens Rebekkas Ansporn, ihre Gabe zu vervollkommnen und ihr Ziel niemals aus den Augen zu verlieren. In einnehmendem Schreibstil und umrahmt von einer wundervollen Handlung vermittelt Tamera Alexander einen tiefen Einblick in die Welt eines Symphonieorchesters, insbesondere in die Entstehung einer Symphonie. Man kann nicht umhin, ihre wundervoll gezeichneten Charaktere als Leser ganz einfach sofort ins Herz schließen. Die beiden Protagonisten Nathaniel und Rebekka sind von Geheimnissen um ihre Vergangenheit umgeben, die dem Leser erst nach und nach offenbart werden. Sie werden von einigen ausgezeichneten Nebenfiguren begleitet, wobei meine größte Sympathie Rebekkas „Nana“ und ihrem väterlichen Freund Demetrius galten. Die Person der reichen und gesellschaftlich sehr einflussreichen Adelicia Cheatham sorgte für einige Überraschungen, auch die beiden Antagonisten Barton Ledbetter und Darrow Fulton wurden exzellent dargestellt. Um Spoiler zu vermeiden, möchte ich meiner Begeisterung für die kleine Welt von Chicory Hollow und deren Bewohner, in die ich mich auf der Stelle verliebt habe, zwar Ausdruck verleihen, dies jedoch nicht näher begründen. Die Tatsache, dass der Glaube eine bedeutende Rolle in diesem Buch spielt, rundete dieses einzigartige Lesevergnügen für mich noch zusätzlich ab.
„Rebekkas Melodie“ ist ein großartiges Buch – eine Geschichte, in die man sich als Leser sofort verliert. Dieser Roman aus der Feder Tamera Alexanders hat mich regelrecht in seinen Bann gezogen und ich konnte mich nach der letzten Seite nur sehr schwer wieder davon lösen. Es war für mich das bislang beste Buch dieser Autorin, das noch längere Zeit nachwirkt und ein unbeschreiblich schönes Lesevergnügen für mich darstellte. Ausgezeichnet!
„Wenn der Richtige kommt, dann wirst du Schmetterlinge im Bauch haben!“
Ein Brautkleid für fünf von Eva Marie Everson
„Ein Brautkleid für fünf“ – bereits der Titel dieser Neuerscheinung aus der Feder Eva Marie Eversons ist sehr aussagekräftig. In ihrem Roman erzählt die Autorin die Lebensgeschichten fünf junger Frauen, die sich mutig aufmachten, um selbständig ihren Weg im Leben zu finden – einen Weg voller Sehnsüchte, Hoffnungen, aber auch Ängste und Zweifel, jedoch stets getragen von ihrem Glauben.
Als Leser darf man den Lebensweg der Protagonistinnen ein kleines Stück begleiten und erfährt, auf welche Art und Weise jede einzelne von ihnen – manchmal auch über Umwege und einigen Hindernissen zum Trotz – den Weg zum Mann ihres Herzens findet.
Eva Marie Everson begibt sich in ihrer großen Rückblende, die ihre gesamte Handlung darstellt, nach Chicago in das Jahr 1951, in die Zeit nach dem Weltkrieg. Sie erzählt ihren Lesern die Geschichte von Joan Hunt, Evelyn Alexander, Betty Estes sowie den Schwestern Inga und Magda Christenson, die auf der Suche nach einer Anstellung zu Zimmergenossinnen werden. Während die schüchterne Farmerstochter Evelyn gegen den Willen ihrer Mutter der Kleinstadt Portal in Georgia entflieht und auch Joan Hunt als mittleres von neun Kindern ihr glückliches, aber sehr armes Elternhaus verlässt, um Abenteuer zu erleben und Karriere zu machen, entstammt Betty Estes einer vornehmen und gut situierten Familie. Inga und Magda Christenson sind zwar Schwestern, in ihrem Wesen jedoch unterschiedlich. Inga möchte gerne reisen und die Welt sehen, sie wählt das Leben als Stewardess. Magda hingegen bevorzugt die stille Welt der Bücher und findet eine Anstellung in einem Verlag. Im Schaufenster von Carson Pirie Scott & Co entdecken die fünf Zimmergenossinnen bei ihrem einzigen gemeinsamen Ausflug das schönste Brautkleid, das sie jemals gesehen haben. Sie verlieben sich auf den ersten Blick in dieses Kleid und da sie alle die selbe Größe haben, setzen sie ihren spontanen abenteuerlichen Plan in die Realität um: sie kaufen gemeinsam dieses märchenhaft schöne Kleid, das ein kleines Vermögen kostet und beschließen, es jeweils an ihrem Hochzeitstag zu tragen und danach an die nächste Braut weiter zu geben.
Die Schicksalswege dieser fünf Frauen sind teilweise abenteuerlich und in einigen Fällen mit Enttäuschungen verbunden. Eva Marie Everson versteht es jedoch auf erstklassige Art und Weise, diese Geschichte in einem lebendigen, unterhaltsamen und äußerst einnehmenden Schreibstil festzuhalten. Die Charakterzeichnung ihrer Protagonistinnen ist ihr außerordentlich gut gelungen.
Die Tatsache, dass es sich hierbei um eine wahre Begebenheit handelt und die Geschichte um dieses Brautkleid hinsichtlich Joan Hunt sich tatsächlich auch so ereignet hat, trug wesentlich dazu bei, mein Lesevergnügen noch zu steigern. Eine wundervolle Überraschung wartete am Ende des Buches auf mich, als ich im Nachwort der Autorin auch ein ganzseitiges Foto von Joan Hunt mit ihrem Ehemann kurz nach der Trauung entdeckte, und das ganz großes Thema dieses Buches, nämlich besagtes Brautkleid, tatsächlich auch sehen durfte.
„Ein Brautkleid für fünf“ war eine sehr berührende Geschichte, die zudem einiges über die Rolle der Frau und die herrschenden Etikette und Ansichten in der Zeit nach dem Krieg spiegelte. Der Glaube an Gott hat für die handelnden Figuren einen sehr großen Stellenwert inne und beeinflusst viele ihrer Entscheidungen. Dieses Buch hat mir ausgezeichnet gefallen und ich möchte es jedem ans Herz legen, der in seiner Lektüre ein wenig Romantik und viel historischen Hintergrund auf wunderschöne Art erzählt lesen möchte. Ich bedauerte es beinahe ein wenig, dass Evelyn, Betty, Inga und Magda lediglich fiktive Personen waren und einzig Joan Hunts Geschichte sich tatsächlich auch so ereignet hat.
Ein Gemeinde-Roman
Anna-Maria und die anderen 99 Schafe von Daniel Deutsch
„Ja, ich weiß, ich bin Pastor. Im Ruhestand. Aber für Christen gibt es keinen Ruhestand!“
Pastor Eduard Bergmann befindet sich im Ruhestand, die magere Rente stockt er mit einer Nebentätigkeit als Stadtchronist auf. Er liebt Bücher und macht gerne Spaziergänge, seine große Leidenschaft gilt jedoch dem Predigen.
Durch einen geschickten Schachzug avancierte nach Pastor Bergmanns Erkrankung der Gemeindeleiter Kurt Jacobsen zum Prediger. Als nach dem Tod eines älteren Gemeindemitglieds deren geschiedene Enkelin Anna-Maria plötzlich wieder nach Rhiemberg kommt, weht ein frischer Wind in der verstaubten Gemeinde. Anna-Maria versucht, neue Ideen einzubringen. Eine Tatsache, die dem konservativen Jacobsen überhaupt nicht gefällt und die innerhalb der Gemeinde für einige Turbulenzen sorgt.
Daniel Deutsch erzählt in seinem Roman „Anna-Maria und die anderen 99 Schafe“ von der Gemeinde in Rhiemberg, die im wahrsten Sinne des Wortes ums Überleben kämpft. Einige alteingesessene Gemeindemitglieder halten ihrer Gemeinde zwar die Treue, Neuzugänge oder Gäste finden jedoch nicht den Weg in deren Veranstaltungen sowie die Sonntagsmesse.
Der Autor zeichnet im vorliegenden Buch ein sehr detailliertes Bild einer sich spaltenden Gemeinde, in der ein Teil ihrer Mitglieder sich engagiert und versuchen möchte, ein wenig Elan und moderne Elemente einzubringen. Im Gegensatz dazu weigert sich der Leiter gemeinsam mit den älteren und einigen anderen konservativ denkenden Mitgliedern strikt, von ihren althergebrachten und fest gefahrenen Ansichten auch nur einen Millimeter abzuweichen. Ein skurriler Wettkampf beginnt, in dessen Zentrum die in ihrer Heimatstadt als „schwarzes Schaf“ berüchtigte Anna-Maria steht.
Den Schreibstil des Autors würde ich als schlicht und salopp bezeichnen. Der Roman vermittelt aufgrund der flapsigen Ausdrucksweise zudem den Eindruck, für eine jugendliche Zielgruppe verfasst worden zu sein. Der reichlich eingebrachte Humor und die Situationskomik brachten mich einige Male zum Schmunzeln. In den Aussagen der rebellischen Anna-Maria bedient Daniel Deutsch sich sehr reichlich an der Fäkalsprache, eine Tatsache, die ich in Büchern grundsätzlich nicht mag und die mir das Lesevergnügen auch hier verleidet hat. Die handelnden Personen wirkten jedoch in den meisten Fällen authentisch und lediglich an wenigen Passagen ein wenig überzeichnet.
Fazit: eine amüsante, zum Teil durchaus nachdenklich stimmende Geschichte einer Gemeinde, die um Mitglieder kämpft und deren sehnlichster Wunsch es ist, nach biblischen Maßstäben zu leben, anderen Menschen das Evangelium nahe zu bringen und sie einzuladen, zum Glauben zu kommen.
Stärke finden in einem Leben mit Krankheit
Chronisch hoffnungsvoll von Kerstin Wendel
„Chronisch Kranke haben eine körperliche Einschränkung deutlich über das Maß hinaus, das man als Alltagsbeschwerden tolerieren kann, und deutlich im Unterschied zu den meisten anderen Menschen gleichen Alters. Es ist eine Lebenslast, die sie tragen. Das ist herausfordernd.“
Die Autorin weiß, wovon sie spricht, wenn sie erklärt: „Ich lebe im Jetzt.
Für mich zählt der heutige Tag, nicht gestern oder morgen. Manchmal ist es ein körperlich schlechter Tag, manchmal ein guter. Intensiv, wachsam lebe ich. Ich blicke nach vorn.“
In der vorliegenden Neuerscheinung „Chronisch hoffnungsvoll“ richtet sich Kerstin Wendel an chronisch kranke Menschen und deren Umfeld. Sie möchte anhand ihrer persönlichen Erfahrungen sowie jenen anderer Betroffener Mut und Hoffnung vermitteln und zu tiefen, heilsamen Gotteserfahrungen anregen. Neben dem auf über zweihundert Seiten zählenden theoretischen Inhalt präsentiert sie ihrer Leserschaft auch Interviews mit chronisch Kranken jeden Alters, in denen diese einen kleinen Einblick in ihr Leben gewähren. Sie gibt einen kurzen Überblick zum Begriff „Chronisch krank“ sowie dessen Auswirkungen und Einschränkungen, mit denen eine betroffene Person sich arrangieren muss.
Die insgesamt dreizehn Kapitel beginnen mit Anführung der jeweiligen Thematik und einigen Schlagwörtern, denen der theoretische Inhalt folgt. Anschließend gibt es Fragestellungen und Anregungen „zum Weiterdenken“, den Abschluss bildet ein Interview mit einem chronisch Kranken. Im folgenden Dialog werden Name, einige Fakten zum Gesprächspartner und zu dessen Erkrankung, wobei Fragestellung und Antworten in sehr übersichtlicher Form dargestellt.
Kerstin Wendel befasst sich mit einer großen Themenvielfalt – beispielsweise Emotionen wie Hoffnungslosigkeit, Verdrängung, Verzweiflung, Wut, Anklage, Sorgen Angst, Hoffnung und Zuversicht, aber auch der Frage nach dem „Warum“. Sie erzählt von ihrer Gottesbeziehung, von Zuspruch und wachsendem Gottvertrauen und der großen Unterstützung durch die Bibel, offenbart ihren Lesern, was sie selber gestärkt hat. Der Umgang mit einer chronischen Erkrankung eines Partners wird ebenso behandelt wie das Leben mit Kindern beziehungsweise als Single. Die Autorin liefert in diesem Buch wertvolle und absolut praxistaugliche Tipps zur Umgestaltung des Alltags Betroffener, sie schreibt über neue Prioritätensetzung und der Notwendigkeit, Grenzen zu ziehen.
Fazit: Ich habe die Lektüre dieses Buches als äußerst wertvollen Beitrag für den Umgang mit chronischen Krankheiten empfunden - sowohl für Betroffene, als auch für deren Umfeld. Der interessante und positive Schreibstil und die vielen Beispiele aus Kerstin Wendels eigenem Leben sowie jenem ihrer Interviewpartner machten dieses Buch zusammen mit den tollen Praxistipps zu einem ausgezeichneten Ratgeber, der dieses Thema nicht nur von allen Seiten beleuchtet, sondern auch dazu anregt, viele Dinge auszuprobieren.
„Es gibt keine Situation, in der das Leben aufhören würde, uns eine Sinnmöglichkeit anzubieten, und es gibt keine Person, für die das Leben nicht eine Aufgabe bereithielte“ (Viktor Frankl)
Bekehrungsgeschichten aus der Bibel
Chronisch hoffnungsvoll von Kerstin Wendel
Carine MacKenzie hat in diesem Bildband insgesamt zweiundzwanzig Geschichten aus der Bibel gesammelt, denen jeweils eine Doppelseite dieses Buches gewidmet ist. Es handelt sich hierbei um Bekehrungsgeschichten, die zwar kindgerecht wiedergegeben werden, sich inhaltlich und weitgehend jedoch an die Bibel halten.
Durch diese wunderbare Aufbereitung sind die einzelnen Geschichten über biblische Figuren wie beispielsweise Nathanael, Petrus, Jakobus und Johannes, Matthäus, Zachäus, Petrus, Saulus und vielen mehr einfach verständlich dargestellt.
Dieses großformatige Kinderbuch in gebundener Ausgabe besticht durch die kräftige Farbgestaltung und wurde von Natascia Ugliano hervorragend illustriert. Einfache, aussagekräftige und in leuchtenden Farben gedruckte Darstellungen auf jeder rechten Doppelseite dokumentieren den auf der linken Seite befindlichen Text einer jeden einzelnen Geschichte. Man findet auch bei der Auswahl der Hintergrundfarben eine bunte Vielfalt, bei Ereignissen, die in der Nacht stattfanden, wurde dieser dann entsprechend dunkel gewählt. Das Inhaltsverzeichnis zu Beginn des Buches ist sehr übersichtlich gestaltet – neben dem Titel findet man zur schnellen Orientierung eine Angabe zum jeweiligen biblischen Protagonisten der entsprechenden Geschichte.
„Wie Gott Menschen verändert“ ist meines Erachtens nicht nur ein optisch äußerst gefälliges und inhaltlich ausgezeichnetes Vorlesebuch, sondern auch ein wunderbarer Einstieg zu Gesprächen mit Kindern über die Bibel und den christlichen Glauben. Sehr empfehlenswert!
LASS MICH DAS WUNDER SEIN…
Chronisch hoffnungsvoll von Kerstin Wendel
„Lass mich das Wunder sein, das dir die Augen öffnet, dich anregt, Mut in dir freisetzt, dir versichert, dass du ein geliebter Mensch bist und dich auf dem Weg zu deinem Ziel durchstarten lässt!“
Der Motivationstrainer, Prediger und Buchautor Nick Vujicic wird seinem Ruf in diesem Buch wieder einmal voll und ganz gerecht.
Er besitzt die bemerkenswerte Gabe, Menschen durch seine lebendige Präsenz und positive Lebenseinstellung zu motivieren, indem er ihnen vor Augen führt, wie man mit Problemen umzugehen und an diesen Herausforderungen zu wachsen vermag. Nick Vujicic ist von einer großen Liebe und uneingeschränktem Vertrauen zu Gott und dessen Wirken erfüllt und sprüht förmlich vor Optimismus und Lebensfreude. In seinem saloppen Schreibstil mit der vertrauten Anrede „Du“ beweist er, dass er nicht nur bei Vorträgen und durch bewegte Bilder, sondern auch durch sein Schreiben überzeugt. Dem Autor ist zudem auch eine riesengroße Portion Humor eigen, was er auch im vorliegenden Buch immer wieder beweist.
„Ich bin behindert, aber Gott sicher nicht. Er macht Unmögliches möglich. Wo ich schwach bin, ist er stark. Wo ich an Grenzen stoße, sprengt er sie. Mein Leben ohne Limits ist das Ergebnis davon, dass ich ihm meine Träume, Pläne und Wünsche überlassen habe. Ich habe nicht aufgegeben, sondern losgelassen: Sein Plan für mich ist mir wichtiger als mein eigener.“
Der Autor berichtet in diesem Buch von seinen eigenen Erfahrungen, aber auch jenen von Bekannten und anderen Menschen, die ihm seine Geschichten anvertrauten. Es handelt sich hierbei ausschließlich um wahre Begebenheiten. Nick Vujicic spricht von der großen Kraft, die Gott- und Selbstvertrauen verleihen können und der Umsetzung des Glaubens in Taten. Er erzählt von persönlichen Krisenzeiten in seinem Leben und wie es ihm gelungen ist, diese zu meistern. Er betont, wie wichtig es ist, angesichts von Problemen und Sorgen einen klaren Kopf zu bewahren, sich von negativen Gefühlen nicht vollständig vereinnahmen zu lassen und die Dinge realistisch zu betrachten. Der Autor schreibt von seinen Vorbildern im Glauben und gibt Einblick in deren Lebensgeschichten. Er verrät seinen Lesern erstmals Einzelheiten über den denkwürdigen Tag in seinem Leben, als er seine große Liebe und spätere Ehefrau kennenlernte. Für Nick war es Liebe auf den ersten Blick, als er in Kanae Miyaharas Augen sah.
Darüber hinaus gibt er Tipps zum Umgang mit Zweifeln und selbstzerstörerischen Gedanken und widmet auch dem sehr ernsten Thema „Mobbing“ ein eigenes Kapitel. Der Autor thematisiert den Drang, alles kontrollieren zu wollen und die Kunst des Loslassens, der Fähigkeit, einen Kontrollverlust auszuhalten. Im letzten Teil des Buches schenkt er seiner Leserschaft Einblick in den selbstlosen Einsatz hunderter Ärzte und Fachkräfte in Liberia, die auf einem Hospitalschiff der Mercy-Ships-Flotte den Ärmsten der Armen auf uneigennützige Art und Weise Heilung und Hoffnung zuteilwerden lassen.
Nick Vujicic möchte durch seine Berichte dazu anregen, Ermutigung, Liebe und Freundlichkeit zu säen – ein Anliegen, das einen sehr hohen Stellenwert in seinem eigenen Leben einnimmt. Seine Devise lautet: „Jede noch so kleine gute Tat kann für einen anderen Menschen die Welt bedeuten.“
Die Begegnung des Autors mit seinem großen Vorbild und der Schlüsselfigur seines eigenen geistlichen Lebens, dem berühmten Evangelisten Billy Graham, bildet einen faszinierenden Abschluss dieses Buches.
Fazit: Die Lektüre von Nic Vujicics Neuerscheinung „Freihändig“ war eine hoch motivierende und tief beeindruckende Leseerfahrung. Die Lebensfreude dieses Mannes ist auf jeder einzelnen Buchseite zu spüren, seiner Liebe zu Gott und seinem felsenfesten Vertrauen auf seinen Schöpfer verleiht er sehr auf sehr überzeugende Weise Ausdruck.
Die Hüterinnen des Meeres
Der Ruf des Meeres von Lisa Wingate
„Wenn man wüsste – wenn man IMMER wüsste – wann etwas zum letzten Mal im Leben kommt, würde man anders damit umgehen. Man würde es genießen. Man würde innehalten. Man würde sich diesen Moment durch nichts rauben lassen.“
Für Whitney Monroe war der Krebstod ihrer geliebten Mutter vor fünf Jahren ein einschneidendes Erlebnis, das sie zugleich auch zur Vollwaise machte.
Für die geschiedene Frau Ende dreißig ist die Zeit ihrer permanenten Wanderschaft zu Ende. Durch die Gründung eines erfolgreichen und gut gehenden Restaurants gemeinsam mit ihrer Cousine Denise scheint sie endlich ihren Lebensmittelpunkt und die Erfüllung all ihrer Träume in Michigan gefunden zu haben. Doch Whitneys Expandierungspläne und die Eröffnung eines zweiten Lokals werden durch üble Machenschaften blockiert. Als sie plötzlich ein Hilferuf aus ihrer Heimat North Carolina hinsichtlich ihres kranken Stiefvaters Clyde Franczyk erreicht, beschließt Whitney, zu den Outer Banks zu reisen, wo Clyde auf Roanoke Island in einem alten Hotel am Meer lebt, das Whitneys Mutter ihr hinterlassen hatte. Clyde wurde ein Wohnrecht auf Lebenszeit eingeräumt und obgleich er sich nicht mehr selber hinreichend versorgen kann, weigert er sich vehement, das Haus zu verlassen. Whitneys Verbitterung gegenüber ihrem egoistischen und besitzergreifenden Stiefvaters ist groß und es kostet sie enorme Überwindung, sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Doch angesichts der prekären Lage ihres Restaurants in Michigan und der damit verbundenen finanziellen Probleme ist sie gezwungen, sich mit ihrem Erbe auseinander zu setzen und über einen etwaigen Verkauf des Hauses zu entscheiden. Dass ihr hierbei weder von Seiten Clydes, noch der anderen Mieter des Hauses Wohlwollen entgegengebracht wird, ist vorprogrammiert…
Lisa Wingate erzählt in diesem Buch die Geschichte einer Familie, die viele Schicksalsschläge hinnehmen musste. Ihre Protagonistin Whitney Monroe trauert immer noch um ihre verstorbenen Eltern, sie hat starke Bindungsängste und besitzt einen ruhelosen Geist. Ihr Drang zur Perfektion treibt sie zu immer größeren Leistungen an, sie läuft Gefahr, sich selber zu verausgaben. Withneys Großmutter Ziltha Benoit weilt ebenfalls nicht mehr unter den Lebenden, man darf sie jedoch anhand vieler Rückblenden in die Vergangenheit näher kennen lernen. Die Tochter aus gutem Hause wurde sehr früh Witwe und musste ihren einzigen Sohn alleine großziehen. Zilthas schwierige Persönlichkeit und ihre nörgelnde Arroganz verhinderten zusammen mit ihrer mangelnden Zuneigung zu ihrer Enkeltochter Whitney jegliche Annäherung. Als zweite Protagonistin dieses Buches spielt Alice Lorring, die Zwillingsschwester Zilthas, eine bedeutende Rolle. Alice war ein so genannter „Federal Writer“ und wurde gemeinsam mit vielen anderen Schreibern von Präsident Roosevelt damit beauftragt, durch das Land zu reisen und die Geschichten vieler Menschenleben zu Papier zu bringen. In einem zweiten Erzählstrang beschäftigt Lisa Wingate sich mit Alices Geschichte, die eng mit den Ereignissen der Gegenwart verwoben ist und viele überraschende Wendungen und Erkenntnisse bereithält. Die Autorin verwendet kursiv gedruckte Briefe von Alice an ihre Schwester Ziltha als Stilmittel, um ihre Leser an deren Schicksal teilhaben zu lassen. Zwar konnte mich die Charakterzeichnung von Whitney nicht vollständig überzeugen, umso mehr schaffte Lisa Wingate dies jedoch mit der Figur der Alice Lorring.
Der etwas zähe Einstieg in die Handlung und die Darstellung der Whitney Monroe bildeten gemeinsam mit der Tatsache, dass dem Glauben nur sehr wenig Raum gegeben wurde, meine einzigen Kritikpunkte. Da diese Geschichte ab der Hälfte des Buches jedoch an Fahrt aufnimmt und man als Leser in die Geschichte der alteingesessenen und berühmten Familie Benoit regelrecht hineingezogen wird, werden diese Schwächen zusammen mit dem flüssigen Schreibstil Lisa Wingates wieder ausgeglichen.
Fazit: „Der Ruf des Meeres“ war eine Geschichte, die es erst ab der Hälfte des Buches schaffte, mich in seinen Bann zu ziehen. Dennoch war ich fasziniert von den Ereignissen in der Vergangenheit, die Lisa Wingate auf sehr interessante Art und Weise nach und nach enthüllt. Die Volksgruppe der Melungeons und deren Geschichte bilden das zentrale Thema dieses Buches und regen dazu an, sich näher mit ihrer Identität und ihrer ethnischen, sprachlichen, kulturellen und geographischen Herkunft zu beschäftigen.
Die wahre Geschichte eines Weihnachtswunders
Der Ruf des Meeres von Lisa Wingate
„Weihnachten ist das ganze Jahr dort, wo Liebe verschenkt wird. Wir fühlen uns geliebt, und das ist es, was zählt.“
Joanne Huist Smiths Ehemann Rick stirbt Anfang Oktober. Die Familie ist wie paralysiert, die zehnjährige Megan, der zwölf Jahre alte Nick und der siebzehnjährige Ben brauchen ihre Mutter nun wie nie zuvor.
Joanne wird unvermittelt mit der Tatsache konfrontiert, alleinerziehende Mutter von drei Kindern zu sein, sie fühlt sich ohnmächtig, allein gelassen und ist wie benommen in ihrer Trauer. Das bevorstehende Weihnachtsfest und der damit verbundene Rummel, die Einkäufe, die Dekoration und die Vorbereitungen auf das erste Weihnachten ohne Rick übersteigen ihre Kräfte. All die zur Tradition gewordenen Rituale wecken nun lediglich schmerzhafte Erinnerungen in ihr und sie würde Weihnachten am liebsten ausfallen lassen.
Die Ich-Erzählerin Joanne Huist Smith schildert in dieser autobiografischen Erzählung, wie ihre Familie versucht, mit dem Tod des geliebten Vaters und Ehemannes fertig zu werden. Täglich vor der Türe stehende kleine Geschenke mit liebevoll gestalteten Kärtchen und Texten in Anlehnung an das bekannte Lied „The Twelve Days of Christmas“ helfen ihnen dabei. Sie stammen von namentlich nicht genannten „wahren Freunden“ und bringen ihnen die Weihnachtsfreude zurück, helfen dabei, durch das schwierigste Weihnachtsfest ihres Lebens zu kommen, als Familie zusammenzuwachsen und wieder heil zu werden.
Diese auf wundervolle und gefühlvolle Art und Weise erzählte wahre Begebenheit aus der Feder Joanne Huist Smiths hat mich tief berührt. Meine Emotionen beim Lesen schwanken zwischen Trauer und Mitleid, Hoffnung und Freude. Dieses Buch veranschaulicht auf ganz besondere Art und Weise, wie Menschen einander selbstlos zur Seite stehen und helfen, wie sogar Fremde auf Situationen der Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung reagieren und für andere ein Licht sein können.
Folgende Passage am Ende dieses Buches hat mich ganz besonders beeindruckt:
„Die größte Gabe, die wir alle besitzen, ist die Fähigkeit zum Geben und Schenken. Man muss dafür nicht reich sein. Mitgefühl und ein gütiges Herz sind alles, was man braucht. Was für eine bessere Art gibt es, Gott und geliebte Menschen zu ehren, als sich aufzumachen und das Leben von anderen positiv zu verändern? Gott braucht uns nicht, wenn er segnen will. Er kann alles selbst. Aber es ist ein wundersames Geschenk von ihm, wenn er es uns erlaubt, seine Werkzeuge zu sein bei seinem Segnen.“
Fazit: „Das dreizehnte Geschenk“ ist eine wunderschöne, zu Herzen gehende und tief berührende Geschichte über ein wahres Weihnachtswunder! Erstklassig!







