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Rezensionen von LEXI:

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Meisterwerke – geschaffen nach Gottes Plan

Das Meisterwerk von Francine Rivers

„Ich will mehr vom Leben. Ich will das, was Sie haben und was Ihnen offensichtlich dabei hilft, Dinge zu sehen, die ich nicht sehen kann.“

Der vierunddreißigjährige Roman Velasco lebt auf der Sonnenseite des Lebens. Als erfolgreicher und gefeierter Künstler, für den Geld keine Rolle spielt, müsste er im Grunde rundum glücklich und zufrieden sein.

Doch der attraktive Junggeselle bewahrt ein dunkles Geheimnis, er wird von Albträumen gequält, ist unzufrieden, frustriert und launisch. Roman hält nichts von Regeln und versteckt sich hinter seinem Zorn. Er ist ein Getriebener, innerlich zerfressen, fühlt eine große Leere in sich.

Grace Moore, alleinerziehende Mutter eines kleinen Sohnes, ergreift die Chance, als Romans neue Assistentin endlich auf eigenen Füßen stehen und selber für sich und ihren Sohn Sam sorgen zu können. Die attraktive und einfühlsame Frau überzeugt durch ihre offene und vertrauenswürdige Art, sie erledigt ihre Arbeit ruhig und zuverlässig. Grace wird von ihrem Glauben an Gott getragen und spricht mit großer Offenheit darüber.

Die beiden Protagonisten dieses Buches wirken zunächst konträr, haben jedoch eines gemeinsam: ihre von Angst und Verletzungen geprägte lieblose Kindheit wird von traumatischen Erlebnissen überschattet, die sie bis zum heutigen Tage nicht aufarbeiten konnten. Während Grace Trost und Halt im Glauben fand, errichtete Roman hohe Mauern um sein Inneres. Er lässt keine Vertrautheit und Nähe zu und seine Erfahrungen lehrten ihn, dass Liebe stets mit Verlust und Schmerzen verbunden ist. Erst ein dramatischer Vorfall in Graces Beisein führt zu einer großen Wende in Romans Leben.

Die christliche Bestsellerautorin Francine Rivers rückt auf knapp sechshundert Buchseiten die Bewältigung von Kindheitstraumata, die Macht der Vergebung und den Glauben an Gott in den Mittelpunkt der Handlung. Ihre erstklassig ausgearbeiteten und liebevoll gezeichneten Charaktere punkten durch hohe Authentizität. Der Entwicklungsprozess von Grace und Roman wird detailliert beschrieben und ihre innere Wandlung im Verlauf des Buches sehr überzeugend dargestellt. Die Autorin lässt den Leser an den Gedanken ihrer Protagonisten teilhaben, sie wurden im Buch in kursiver Schrift dargestellt. Francine Rivers arbeitet zudem mit vielen Rückblenden, um dem Leser nähere Einblicke über die Vergangenheit zu ermöglichen. Darüber hinaus präsentiert sie überzeugend ausgearbeitete Nebenfiguren, die mir sofort ans Herz gewachsen sind. Das Ehepaar Masterson sowie Jasper Hawley wurden zu wichtigen Bezugspersonen für Roman Valesco, während ihre drei Freundinnen Shanice, Ashley und Nicole einen wichtigen Anker in Graces Leben darstellten. Besonders hervorheben möchte ich den bodenständigen Jugendpastor Brian Henley, der allen Menschen mit Liebe und Respekt begegnet, ihnen voller Mitgefühl und ohne jegliche Vorurteile oder Verurteilung zuhört und hilft. Der tief gläubige Mann hat mich durch seine umsichtige und kluge Art und seinen Umgang mit seinen Mitmenschen beeindruckt. Ich kann nicht umhin, Graces Ex-Ehemann Patrick als meinen ganz persönlichen Antagonisten anzuführen – sein Charakter und sein Verhalten haben starke – und keineswegs positive - Emotionen während der Lektüre erzeugt. Graces Tante Elizabeth war ein Charakter, den ich lange nicht einschätzen konnte sie durchlebte abgesehen von den Protagonisten dieses Buches wohl die größte Wandlung.

Die Handlung dieses Buches wird von der Entwicklung ihrer Figuren getragen, die vielschichtig und tiefgründig dargestellt sind. Francine Rivers kommt mühelos ohne große Spannungsmomente aus und glänzt durch einen von detaillierten Beschreibungen und tiefen Emotionen getragenen Schreibstil sowie einer bildhaften und wunderschönen Sprache. Die Umsetzung ihrer Geschichte ist ihr aus meiner Sicht ausgezeichnet gelungen.

Francine Rivers wurde im Verlauf der letzten Jahre zu meiner favorisierten Autorin im Bereich der christlichen Romane und zeichnet sich durch den hohen Stellenwert des Glaubens in ihren Büchern aus. Ich schätze ihre Bücher über alle Maßen, habe mich auch bei dieser Neuerscheinung emotional stark auf die Figuren einlassen können, wurde tief in die Handlung einbezogen und durfte diese Lektüre in vollen Zügen genießen. Francine Rivers tiefe Einsichten und Lebensweisheiten wurden gemeinsam mit den Grundwerten des Christlichen Glaubens zu einem wundervollen Ganzen verwoben. Ich empfand „Das Meisterwerk“ als ein sehr tiefgründiges und herzergreifendes Lesehighlight, das ich nur zu gerne weiterempfehle.

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Meisterwerke – geschaffen nach Gottes Plan
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Aufgeben ist keine Option

Hoffnungsschimmer in Trümmern von Pia Wunder

Aufgeben ist keine Option

Niemals, unter keinen Umständen, die Hoffnung aufzugeben, ist das Lebensmotto von Grete aus Posen. Dieser felsenfesten Überzeugung ist es zu verdanken, dass die starke und tapfere junge Frau all ihren Mut zusammennahm und sich mit ihrer kleinen Tochter Ilse auf den gefährlichen Weg in die Freiheit aufmachte.

Im vorliegenden Roman erzählt die Autorin Pia Wunder die tief bewegende Geschichte ihrer Großmutter. Sie beginnt dabei mit den Ereignissen im Jahre 1942 in Posen, wo die ledige junge Grete ein kleines Mädchen zur Welt brachte. Da ihr Verlobter kurz vor der geplanten Hochzeit an die Front versetzt wurde und ihre Familie weit entfernt von ihr lebt, ist Grete völlig auf sich alleine gestellt. Doch mit ihrem unglaublichen Mut und Überlebenswillen sowie einer felsenfesten Hoffnung auf ein glückliches Leben mit ihrem geliebten Ludwig nach Kriegsende schafft sie es, nach einer dramatischen Flucht die Reise voller Gefahren und Hindernisse in die Freiheit mit ihrer kleinen Tochter anzutreten.

Pia Wunder hat mich mit ihrer biografischen Erzählung über die Geschicke ihrer Großmutter Grete und ihrer Mutter Ilse tief beeindruckt. Die Kriegsereignisse und deren furchtbare Auswirkungen auf die Bevölkerung als stete Rahmenhandlung vor Augen zeichnet sie ein anschauliches Bild dieser beiden starken Frauen, erlaubt dem Leser auch Einblicke in deren Gefühls- und Gedankenwelt. Grete brachte ihrer Tochter bei, niemals über ihr Schicksal zu hadern, sondern vielmehr stets dankbar dafür zu sein, was sie hat. Sie ermöglichte Ilse als ledige und alleinstehende Mutter trotz aller Armut und Einschränkungen ein Aufwachsen in einem liebevollen Zuhause voller Wärme und Glück. Jenes Glück, welches diese bewundernswerte Frau in den kleinsten Dingen fand, eine Lebenseinstellung, die sie auch ihrer Tochter vermittelte.

Der einnehmende und flüssige Schreibstil sowie die Neugier auf den Fortgang dieser Schicksale brachten mich dazu, das Buch nicht mehr aus der Hand zu legen. „Hoffnungsschimmer in Trümmern“ war eine Lektüre, die mich stark bewegt und sehr nachdenklich zurückgelassen hat. Ich finde es großartig, dass Pia Wunder mit diesem Buch dafür sorgte, die Geschichte ihrer beiden mutigen Vorfahren auch für die Nachwelt zu erhalten und sie es ihren Lesern darüber hinaus auch gestattete, durch ihr Buch ebenfalls Anteil an den damaligen Ereignissen zu nehmen.

FAZIT: Absolut lesenswert, unglaublich berührend und mit ihrem Porträt dieser beiden starken Frauen darüber hinaus auch sehr überzeugend!

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Aufgeben ist keine Option
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Manchmal muss man einfach das Richtige tun

Flucht in die Schären von Pia Wunder

In Viveca Stens neuntem Band ihrer Bestsellerreihe um den sympathischen Ermittler Thomas Andreasson und Nora Linde liefert die Autorin einen dramatischen Einstieg, der dem Leser gleich zu Beginn einen Vorgeschmack auf das rasante Tempo dieses Buches gibt. Mina Kovac lebt in Todesangst vor ihrem unberechenbaren und gewalttägigen Ehemann Andreis.

Sein letzter Übergriff kostete der blonden jungen Schwedin mit den himmelblauen Augen beinahe das Leben, und sie lässt sich endlich davon überzeugen, Andreis zu verlassen. Während die Polizei versucht, Mina darüber hinaus auch zu einer gerichtlichen Aussage gegen ihren Mann zu überreden, versucht dieser mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln, Mina wieder in seine Gewalt zu bringen. Andreis ist vollkommen skrupellos und hat treue Gefährten, die seiner hohen Gewaltbereitschaft in nichts nachstehen. Während Nora Linde und Thomas Andreasson versuchen, eine Verhaftung zu erwirken, hat Andreis in Ulrika Grönstedt eine der besten Strafverteidigerinnen Schwedens an seiner Seite. Als absoluter Vollprofi zieht Ulrika sämtliche Register, um den Kopf ihres Mandanten aus der Schlinge zu ziehen. Dabei riskiert sie ohne mit der Wimper zu zucken auch die Sicherheit und das Leben Minas. Einer abenteuerlichen Flucht folgt eine unerbittliche Verfolgungsjagd, und nicht nur Mina bekommt Andreis‘ Hartnäckigkeit und Brutalität zu spüren.

Viveca Sten wartet in ihrer aktuellen Neuerscheinung mit einem ungewöhnlich hohen Spannungsbogen auf und fesselte mich von der ersten, bis zur buchstäblich allerletzten Seite an ihre Geschichte. Wer einen gemütlichen Krimi inmitten der Schären als beschauliche Kulisse erwartet, wird vermutlich eine Überraschung erleben. Denn angesichts der großen Gewaltbereitschaft sowie der Schilderungen von Übergriffen im Zuge des Bosnienkrieges würde ich dieses Buch vielmehr dem Genre Thriller zuschreiben.

Das Buch thematisiert anhand der Protagonistin Mina Kovac die Misshandlung von Frauen und den langen Weg aus einer Spirale von Gewalt, Angst und Scham, wobei Viveca Sten auch reelle Zahlen zu derartigen Missbräuchen in ihrem Buch anführt.

Die handelnden Personen wirkten auf mich glaubwürdig und sehr gut dargestellt, man erhält als Leser zudem auch Einblicke in das Privatleben der Ermittler. Die Rückblenden in Andreis Kindheit und seine Erlebnisse im Bosnienkrieg empfand ich eher als Erklärung für dessen charakterliche Entwicklung, jedoch nicht als Entschuldigung oder Rechtfertigung für seine Taten. Viveca Sten ist es perfekt gelungen, rasch einen hohen Spannungsbogen aufzubauen und diesen dann bis zum aufregenden Finale konstant aufrecht zu erhalten. Das Buch verschaffte mir einige atemberaubende Stunden auf der Lesecouch, einzig die derbe Sprache von Andrej und Emir Kovac sowie deren Freund Dino Herco empfand ich für meinen Lesegeschmack als störend. Hier muss ich jedoch einräumen, dass die Gossensprache den betreffenden Figuren in ihrer von Drogenhandel und organisierter Kriminalität bestimmten Welt durchaus Authentizität verleiht.

Fazit: Mit „Flucht in die Schären“ hat Viveca Sten einen sehr treffenden Titel für ihre aktuelle Neuerscheinung gewählt. Die Flucht der Protagonistin ist tatsächlich Auslöser für die turbulenten und dramatischen Ereignisse dieses Buches, die mich als Leser regelrecht an die Geschichte gefesselt haben. Diese Lektüre stellte ein sehr aufregendes und aufwühlendes Abenteuer dar, das mir sehr gut gefallen hat und sich von den anderen Büchern dieser Reihe abhebt.

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Chikondi bedeutet „geliebt“!

Chikondi von Ursula Häbich

In diesem bezaubernden Kinderbuch erzählt Ursula Häbich die Geschichte eines kleinen Babys, dessen Mutter bei der Geburt starb. Ihre armen Verwandten konnten das kleine Waisenkind nicht aufnehmen und gaben ihr den Namen „Sanikonda“ – „ungeliebt“. In ihrer Not wenden sie sich an den Erbauer und Leiter des Kinderheimes in Malawi, um ein Zuhause für Sanikonda zu finden.

Das Ehepaar Rolf und Tine Klein, die mit ihren beiden Kindern Phil und Lea als Missionare nach Malawi kamen, schlossen die kleine Sanikonda sofort in ihr Herz – und aus der „ungeliebten - Sanikonda“ wurde nach Überwindung einiger Hindernisse schließlich die „geliebte – Chikondi“.

Die Autorin hat mich mit dieser herzzerreißenden Geschichte um das kleine Baby Chikondi sehr berührt, die darüber hinaus auch auf einer wahren Begebenheit beruht. Sie schildert das Leben der Missionarsfamilie in Malawi und vermittelt ihrer kleinen Leserschaft in eindringlichen Worten, dass jeder Mensch von Gott gewollt und geliebt ist. Die kindgerechte Schriftart und die lesefreundliche Schriftgröße, sowie die wunderschönen Illustrationen in diesem Buch haben mir ausgezeichnet gefallen. Ursula Häbich versucht darüber hinaus, durch verschiedene Rätsel und kleine Aufgaben, die Aufmerksamkeit der Kinder noch stärker auf den Inhalt zu lenken – was ihr aus meiner Sicht vortrefflich gelungen ist.

Das gesamte Buch ist einfach nur entzückend! Es stellt durch die liebevolle und kreative Gestaltung sowie die wunderschönen Illustrationen von Judith Hildebrandt auch optisch einen richtigen Blickfang dar. Ich empfinde lediglich das Titelbild, das auch auf Seite 15 noch einmal abgebildet ist, als irreführend. Hier wurde ein bezauberndes kleines Mädchen im Alter von etwa drei bis vier Jahren abgebildet, was den Anschein vermittelt, es handle sich um die kleine Protagonistin namens Chikondi. Doch Chikondi ist ein vier Tage altes Baby. Abgesehen von kleinen Fehlern im Buch vermisste ich auf den letzten beiden Seiten leider auch Inhalte. Hier wird in fettgedruckter Überschrift die Auflösung der Rätsel im Buch angekündigt, es folgt jedoch lediglich eine leere Buchseite. Die letzte Seite weist als Überschrift „Weitere Kinderbücher von Ursula Häbich“ auf, doch auch hier folgt erneut nur eine leere Buchseite und keine Auflistung von Buchtiteln, wie nach der Ankündigung zu erwartet wäre.

Fazit: „Chikondi“ ist ein wunderschönes Kinderbuch, das durch die gefälligen Illustrationen nicht nur ein wahrer Blickfang ist, sondern auch durch tiefgründigen Inhalt in kindgerechter Sprache und vielen kleinen Extras punktet. Mir hat dieses Buch ausgezeichnet gefallen und ich empfehle es trotz winziger Kritikpunkte sehr gerne weiter!

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Chikondi bedeutet „geliebt“!
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Ein wunderschöner Begleiter durch das ganze Jahr

Du kennst meinen Weg von Joni Eareckson Tada; Joni Eareckson Tada

Nachdem ich nähere Einzelheiten über die Person der Joni Eareckson Tada in Erfahrung brachte und mir Bücher, Lieder und Videos von ihr zu Gemüte geführt habe, wuchs meine Hochachtung und meine Bewunderung für Joni beinahe ins Grenzenlose. Ihre positive Lebenseinstellung, der unermüdlicher Einsatz für Menschen in Notsituationen und vor allen Dingen ihr unerschütterlicher Glaube an Gott haben mich zutiefst beeindruckt.

In diesem Andachtsbuch, das Joni gemäß Vorwort mit sehr viel Herzblut schrieb und in dem sie Erfahrungen ihres ganzen Lebens einfließen ließ, erzählt sie viele berührende Geschichten und möchte damit anderen Menschen neue geistliche, seelische und körperliche Kraft schenken.

Jede ihrer 365 Andachten beginnt mit dem jeweiligen Datum im Fettdruck und einer Bibelstelle. Anschließend folgen die Ausführungen der Autorin, ein von Joni formuliertes und kursiv gedrucktes Gebet beschließen die Andacht. Jeder neue Monat wird zudem mit einer ganzseitigen Landschaftsaufnahme eingeleitet, und für die Andacht eines Tages steht eine gesamte Buchseite zur Verfügung. Die Andachten sind daher nicht lang, weisen jedoch eine Tiefe und Lebensweisheit auf, bei der ich das Gefühl hatte, die Autorin möchte uns jede einzelne davon als Geschenk zum Tagesbeginn überreichen. Ich freue mich bereits darauf, im Jahr 2019 dieses wunderschöne Andachtsbuch als täglichen Begleiter zur Hand nehmen zu dürfen.

Die optische Aufmachung dieses Buches ist wunderschön. Der tiefblaue Himmel bildet einen starken Kontrast zur sonnendurchfluteten Abbildung einer toskanischen Landschaft, die sich auf der Rückseite des Buches fortsetzt. Das harmonisch gestaltete Cover und der übersichtliche Aufbau der Kapitel, die jeweils einem Tag im Kalenderjahr entsprechen, werden durch ein gelbes Lesebändchen ergänzt, das bei täglicher Verwendung meines Erachtens einfach unentbehrlich ist.

FAZIT: „Du kennst meinen Weg“ ist ein faszinierendes Andachtsbuch, das mir ausgezeichnet gefällt und das mich in den 365 Tagen des kommenden Jahres begleiten wird. Ich habe dieses Buch bereits in der Adventzeit zu Lesen begonnen und kann es uneingeschränkt weiterempfehlen.

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Heil und Leben, vergiss das nicht, mein Junge!

Du kennst meinen Weg von Joni Eareckson Tada; Joni Eareckson Tada

„Nur, weil es Heilung für das verwundete Leben der Menschen gibt, feiern wir Advent. Und nur deswegen wird es auch in diesem Jahr wieder eine neue Christnacht werden.“

Elisabeth Eberle erzählt in diesem Buch die Geschichte dreier ganz besonderer Männer. Es handelt sich hierbei zwar nicht um eine penibel recherchierte Biografie, man erhält aber dennoch einen kleinen Einblick in ihr Leben und ihre auf der ganzen Welt bekannten Errungenschaften.

Die erste Geschichte handelt von Georg Weissel, der von ganzem Herzen der Musik zugetan war. Dem sanftmütigen mittellosen Pfarrer ist eines der am meisten gesungenen Adventlieder zuzuschreiben, nämlich „Macht hoch die Tür“. Die Autorin beschreibt in ihrem Buch unter anderem auch jenen langen und anstrengenden Marsch in bitterer Kälte, der maßgeblich zur Entstehung dieses Liedes beigetragen hat. „Macht hoch die Tür“ öffnete darüber hinaus dem reichen, aber hartherzigen Kaufmann namens Sturgis nicht nur dessen Herz, sondern auch die Tore zu seinem weitläufigen Anwesen.

In der zweiten Geschichte spielt der Handwerkersohn Johannes Daniel Falk aus Danzig die Hauptrolle. Er kam aus einer gebildeten und kunstbegabten Familie und liebte das Geigenspiel. Nachdem vier seiner jüngsten Kinder innerhalb kürzester Zeit starben, nahm er viele Pflegekinder in seinem Haus auf und wurde als „Vater der Waisen“ bekannt. Aus seiner Feder stammt das wunderschöne Weihnachtslied „O du fröhliche“.

Die Erfindung des ersten Adventkalenders wird in der dritten Geschichte dieses Buches erzählt. Johann Hinrich Wichern liebte Kunst, Literatur und Musik und war an einer privaten Internatsschule tätig. Er setzte sich für die Armen und Vernachlässigten ein und wollte die Not von Kindern aus schlimmen Verhältnissen lindern. Gemeinsam mit Karl Sieveking und seiner Cousine Amalie wollte er diesen Kindern Hoffnung und eine Zukunft schenken und es folgte die Gründung des „Rauhen Hauses“. Um den Kindern die Wartezeit auf das ersehnte Weihnachtsfest zu verkürzen, nahm er im Jahre 1839 kurzerhand ein altes, hölzernes Wagenrad und befestigte darauf für jeden Tag der Adventzeit eine Kerze.

Das Eintauchen in die Geschichte dieser drei Männer, die mir zwar namentlich bislang unbekannt waren, deren Lebenswerke jedoch weltweite Bekanntheit erlangten, hat mir großes Lesevergnügen bereitet. Ich fand die Ausführungen der Autorin höchst interessant und freute mich, nach jeder Geschichte eine ganzseitige Anmerkung zum jeweiligen Hintergrund sowie zu historischen Fakten zu erfahren. Allen drei Männern war eine große Liebe zur Musik, ein enormer Einsatz für Menschen in Not, und ihr tiefer, unerschütterlicher Glaube gemein.

Elisabeth Eberles Ausführungen wurden in sehr schönem, einnehmendem Schreibstil und gewählter Sprache dargebracht. Der Inhalt dieses Buches ist anhand von detaillierten Angaben, Überschriften und Nennung von Jahreszahlen sehr übersichtlich gestaltet, und die bereits erwähnten Informationen zu historisch belegten Fakten stellten eine willkommene Ergänzung dar. Ich habe dieses Buch mit sehr großem Interesse gelesen und empfand es als Bereicherung, mehr über die Männer hinter den beiden Weihnachtsliedern und der Erfindung des Adventkalenders zu erfahren. „Gnadenbringende Weihnachtszeit“ hat mir ausgezeichnet gefallen und ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen.

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Die Zeit des Wartens auf das Fest verkürzen

Voll Weihnachten. Für Kinder von Arno Backhaus

Ich erinnere mich nur allzu gut an die Vorweihnachtszeit in meiner Kindheit, wo die Vorfreude auf den Heiligen Abend enorm war, und wir Geschwister uns die Tage und Stunden bis dahin vertreiben mussten. Wenn die Mutter beim Backen, der Vater am Arbeitsplatz, die Schule jedoch bereits geschlossen war, kam manchmal Langeweile auf.

Das Buch „Voll Weihnachten für Kinder“ ist hierbei ein ganz toller Ansatz, Kindern eine Fülle von Möglichkeiten vorzustellen, um sich diese Zeit des Wartens zu verkürzen.

Sehr gut gefallen haben mir beispielsweise das Spiel „Buchstabensalat“, aber auch die diversen Quiz-Spiele. Überaus originell und vor allen Dingen genussreich empfand ich das Weihnachtsplätzchen-Memory, ein Spiel, welches ich als Kind vermutlich geliebt hätte. Die Weihnachtsgeschichten haben mir ebenfalls gefallen, Erzählungen und Reime zum Vorlesen, und sogar ein paar Witze, passend zur Weihnachtszeit, bildeten eine bunte Abwechslung zwischen den einzelnen Vorschlägen. Auch der „Geschenke-Parcours“ ist eine gute Idee, die ich bereits aus meiner Jungschar-Zeit kenne und seither mehrfach umgesetzt habe.

Es ist zudem schön, dass in diesem Buch biblische Informationen vermittelt werden, und zwar durch das Einbinden der Bibel in dieses Ideenbuch. Die Kinder werden dazu animiert, sich mit dem Inhalt der Ereignisse zu Jesu Geburt im Neuen Testament zu beschäftigen.

Was mich an diesem Buch jedoch massiv gestört hat, sind die zahlreichen Spiele und der großzügige Umgang von Kindern mit brennenden Kerzen. Ich würde einem Kind niemals erlauben, brennende Kerzen mit einem Strohhalm auszupusten. Noch viel weniger würde ich einem Umgang mit Streichhölzern und brennenden Kerzen zustimmen, wenn dem Kind darüber hinaus auch noch die Augen verbunden sind. Da sogar bei mir als Erwachsene trotz guter Sicherheitsvorkehrungen einmal bereits ein Adventkranz lichterloh in Flammen aufging, empfinde ich das Spiel mit dem Feuer als völlig inakzeptabel. So sehr ich die Arbeit des Autors beim Sammeln der verschiedenen Ideen und der übersichtlichen und gefälligen Gestaltung dieses Buches auch schätze, würde ich das Ausprobieren vieler Vorschläge in diesem Buch einem Kind auf jeden Fall strikt verbieten. Noch weit besser ist es aus meiner Sicht allerdings, sie gar nicht erst auf solche Ideen zu bringen.

Beim Spiel „pfeifen und gleichzeitig Plätzchen essen“ wäre vor einigen Jahren in meinem Umfeld der betroffene Junge beinahe erstickt. Ich finde diesen Vorschlag daher weder witzig, noch würde ich irgendeinem Kind eine Nachahmung empfehlen.

FAZIT: Grundsätzlich betrachte ich dieses Buch als eine abwechslungsreiche und kreative Anleitung für Kinder, um sich die Wartezeit im Advent zu verkürzen. Besonders die weihnachtlichen Geschichten und Gedanken, aber auch die Texte in Reimform sowie die kindgerechten Witze mit dem Thema Weihnachten empfand ich als Bereicherung. Aus genannten Gründen steht es für mich jedoch vollkommen außer Frage, „Voll Weinachten für Kinder“ zu verschenken oder Kindern auch nur zu empfehlen. Die Gefahr, dass Inhalte daraus irgendwann einmal auch ohne Aufsicht eines Erwachsenen umgesetzt werden und die Kinder dabei sich selbst oder andere verletzen, ist aus meiner Sicht einfach viel zu groß.

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Die Zeit des Wartens auf das Fest verkürzen
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Auf den Spuren meiner Großmutter. Die unvollkommene Wirklichkeit ist viel mehr wert als ein perfekter Traum.

Die Sommer meines Lebens von Arno Backhaus

„In jenem Sommer verliebte ich mich in das Leben selbst, in die Möglichkeiten und die Hoffnung, die das Leben in sich birgt. Auf einmal ahnte ich, was das Leben sein könnte.“

Kendra ist Lehrerin und Mutter eines autistischen Sohnes, zwischen ihrem arbeitssuchenden Mann Dan und ihr scheint sich eine Ehekrise anzubahnen.

Bei einem Besuch im Pflegeheim richtet ihre Großmutter Ella eine große Bitte an ihre Enkelin: sie ersucht Kendra, anhand von Tonbandaufnahmen, alten Briefen und Fotos ihre Lebenserinnerungen aufzuschreiben. Kendra stimmt zu, und taucht auf den Spuren ihrer Großmutter ganz tief in die Vergangenheit ein, in der die jungen Schottin Eleanor „Ella“ Lennox im Jahre 1937 die lange Reise von Edinburgh nach Frankreich antritt. Auf der Ile de Ré erlebt sie atemlos vor Glück einen magischen Sommer erlebt. Ella schließt innige Freundschaften und begegnet ihrer ersten großen Liebe Christophe Martet. Doch die Konflikte in Europa führen zu einer wachsenden Beunruhigung im Land. Ella gibt Christophes Drängen nach und kehrt nach dem Ausbruch des Weltkrieges zu ihrer eigenen Sicherheit zurück in ihre Heimat Schottland. Die beiden Liebenden träumen trotz aller Widrigkeiten von einer glücklichen gemeinsamen Zukunft, doch das Leben hat andere Pläne ...

Fiona Valpy erzählt im vorliegenden Roman die bittersüße Geschichte einer großen Liebe vor dem dramatischen Hintergrund des Weltkrieges. Gekonnt verwob sie historische Fakten mit einer zutiefst emotionalen Geschichte über Freundschaft, Liebe und Abenteuer. Ihre Handlung findet in zwei Zeitebenen statt. Während Kendra in Edinburgh im Jahre 2014 die letzte Bitte ihrer Großmutter erfüllt, taucht sie anhand des ihr zur Verfügung gestellten Materials tief in die Vergangenheit ein und kehrt an Ellas Seite gedanklich mit ihr zurück nach Frankreich, wo im Jahre 1938 Ella und Christophe zum ersten Mal aufeinandertrafen.

Die Autorin setzt den in kursiver Schrift abgedruckten Briefwechsel zwischen den Geschwistern Martet und Ella Lennox als stilistisches Mittel ein, um ihre ohnehin bereits wundervoll charakterisierten Figuren noch lebendiger und tiefgründiger erscheinen zu lassen. Fiona Valpys Schreibstil hat mir ausgezeichnet gefallen, ihre Ausführungen besitzen unglaubliche Sogwirkung und bringen die Gefühlswelt ihrer handelnden Figuren exzellent zum Ausdruck. Die Idee, anhand der Erinnerungen von Vorfahren, sei es in mündlicher, oder schriftlicher Form, in deren Vergangenheit einzutauchen und sie auf diese Weise dem Leser nahezubringen, ist nicht neu. Fiona Valpys hervorragende und tief beeindruckende Umsetzung hat mir jedoch ein überwältigendes Lesehighlight verschafft, das mein heuriges Lesejahres mit einer richtigen kleinen Kostbarkeit beschließt.

Ich gehe bewusst nicht detaillierter auf den Inhalt dieses wundervollen Buches ein, um etwaige Spoiler zu vermeiden und den Lesegenuss interessierter Leser nicht zu schmälern. Ich möchte jedoch anmerken, dass es sich hierbei um eine zutiefst berührende, wunderschöne, aber auch zu Tränen rührende Geschichte handelt, die mir ausgezeichnet gefallen hat. „Die Sommer meines Lebens“ punktet nicht nur durch einen tiefgründigen und atemberaubenden Inhalt, sondern weist darüber hinaus auch eine hochwertige Aufmachung, ein bemerkenswertes Cover mit einer originellen Cover-Innenseite, sowie eine äußerst lesefreundliche Schriftgröße auf.

Ich kann dieses Buch Lesern ans Herz legen, die sich gerne in eine gefühlvolle und bittersüße Liebesgeschichte mit dem Krieg als historischen Hintergrund vertiefen möchten.

„Vergiss nie, die Schönheit in deinem Leben zu suchen, selbst in den schweren Zeiten.“

„Du bist gekommen, um mich zu suchen. Ich war verloren, und du hast mich gefunden.“

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Folge den Menschen, dann findest du das Verbrechen

Evie Blackwell - Tote Spuren von Dee Henderson

Evie Blackwell ist Mitglied einer neu geschaffenen Task Force für Vermisstenfälle, in der ausgewählte Profis ungelöste Fälle im Bundesstaat Illinois neu unter die Lupe nehmen. Sharon Noble, Theodore Lincoln, Taylor Aims, David Marshal und Evie Blackwell verlieren keine Zeit und machen sich unverzüglich an die Arbeit.

Evie wird mit dem New Yorker Polizisten David Marshal ein verlässlicher und hervorragender Ermittler zur Seite gestellt, der seine Arbeit liebt. David liebt jedoch auch seine Freundin Maggie, die als Sängerin der Gruppe Triple M. mittlerweile bereits zu einem berühmten Popstar avancierte. Da auch Evies Herz für ihre Arbeit an den Vermisstenfällen und die damit verbundene Herausforderung schlägt, entsteht eine harmonische Zusammenarbeit, die durch die gegenseitige Unterstützung der beiden Ermittler profitiert. Evie sieht sich jedoch abgesehen von der Suche nach einer vermissten Studentin des Brighton College auch mit einer verzwickten privaten Situation konfrontiert. Sie muss eine Entscheidung hinsichtlich ihrer Beziehung zu ihrem Freund Rob Turney treffen, der Evie über alles liebt und eine gemeinsame Zukunft mit ihr plant. Für den ehrgeizigen und zuverlässigen Finanzmenschen stellt Evie die perfekte Partnerin dar, doch Evies Angst, verletzt zu werden und ihr Widerstreben, sich festzulegen, brachten sie bislang dazu, ihre Entscheidung stets hinauszuzögern.

Dee Henderson hat mich bereits mit ihrem ersten Fall – dem „Probelauf“ dieser neu gegründeten Task Force – begeistert. In der vorliegenden Neuerscheinung durfte ich mich über das Wiedersehen mit der sympathischen Ermittlerin Evie Blackwell und ihren engen Freunden Ann und Paul Falcon freuen, denen in diesem Buch ebenfalls eine kleine Nebenrolle zugedacht wurde. Die Person der Ann Falcon hat mich schon im Vorgängerroman vollends für sich eingenommen – ihre Herzenswärme, ihre unerschütterliche Treue und ihre diskrete Verschwiegenheit zeichnen sie als hoch intelligente beratende Angestellte des FBI, aber vielmehr noch als unersetzliche gute Freundin aus. Die beiden Protagonisten dieses Buches sind hervorragend charakterisiert und punkten durch hohe Authentizität. Dee Henderson beschreibt sowohl die äußere Erscheinung, als auch das Umfeld von Evie und David, gewährt einen Einblick in ihren Hauptberuf als Kriminalbeamte, und bringt dem Leser deren Verhaltensweisen und das Vorgehen im Lösen eines Falles nahe. Durch ihre Gespräche während der Ermittlungsarbeit erfährt man viel über die persönliche Einstellung, das Denken und Fühlen von Evie und David. Besonders die inneren Konflikte dieser beiden Hauptfiguren wurden dem Leser sehr nachvollziehbar und auf einfühlsame Weise nahegebracht. Da David und Evie tief im christlichen Glauben verwurzelt sind, nimmt auch der Glaube eine bedeutende Rolle in diesem Buch ein.

Dee Henderson verfügt über einen flüssigen und einnehmenden Schreibstil, den ich bereits in anderen Büchern dieser Autorin zu schätzen lernte. Sie richtet den Fokus in den einzelnen Kapiteln dieses Buches stets auf eine bestimmte Person, die jeweils vorab als Kapitelüberschrift namentlich angeführt wird. Durch die beiden Ermittlungsfälle, mit denen die Protagonisten sich befassen, wird ein hoher Spannungsfaktor in die Handlung eingebracht, der sich bis zum Ende des Buches kontinuierlich steigert und zu einem aufregenden Finale hinführt. Die beiden geschickt konstruierten Vermisstenfälle und die hoch interessanten Aspekte zur Arbeit eines Ermittlers einer Task Force empfand ich als komplex und sehr informativ – sie haben mich regelrecht ans Buch gefesselt.

Die ausgefeilte Handlung und die hervorragende Umsetzung durch die Autorin - die sympathischen und glaubwürdigen handelnden Figuren, der einnehmende Schreibstil und der durchgehend hohe Spannungsfaktor - haben mir ausgezeichnet gefallen und mich rundum überzeugt. Unbedingte fünf Bewertungssterne für diese tolle Lektüre aus der Feder Dee Hendersons und eine uneingeschränkte Leseempfehlung!

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Du bist wertvoll, so wie du bist!

Unter dem Abendstern von Dee Henderson

Katja Berger arbeitet nach ihrem Studium als Lehrerin an einer Provinzschule und wurde von ihrer Familie bereits ihr gesamtes Leben lang über ihre Leistungen und schulischen Erfolge definiert. Sowohl die Eltern, als auch ihre Schwester vermitteln ihr das Gefühl der Unzulänglichkeit, doch Katja geht dennoch ihren eigenen Weg.

Die humorvolle und fürsorgliche junge Frau mit dem liebenswerten Charakter möchte ihre von Gott geschenkten Gaben für ihre Mitmenschen einsetzen, für andere da sein. Sie wirkt im Kleinen, indem sie sich liebevoll der ihr anvertrauten Kinder widmet. Als eine ehemalige Schulfreundin sie einlädt, die Weihnachtsfeiertage mit ihr und einigen ihrer Kollegen in einem Ferienhaus am Meer zu verbringen, sagt Katja spontan zu. Doch bei der Ankunft in Dänemark erlebt sie eine Überraschung: auch ihre große Liebe Nickolas Risch ist unter den Gästen, und Katja stellt fest, dass dieser Mann ihr Herz immer noch höher schlagen lässt. In der eisigen Kälte der Winterlandschaft, umgeben von faszinierenden Polarlichtern, geraten die beiden in ein ziemliches Gefühlschaos. Denn Nick hat einen triftigen Grund, Abstand von Katja zu halten.

Elisabeth Büchles Romane sind ein Garant für tiefgründige Unterhaltung, romantische Liebesgeschichten und die Einbeziehung christlicher Werte. In ihrer vorliegenden Neuerscheinung thematisiert sie die Geschichte einer unerwiderten Jugendliebe, die auch nach vielen Jahren noch nicht erloschen ist. Der gewohnt flüssige und einnehmende Schreibstil der Autorin machte es mir leicht, sofort ins Geschehen einzutauchen. Elisabeth Büchle versteht es, die zauberhafte Winterlandschaft Dänemarks und die Emotionen der Protagonisten durch eine bildhafte und poetische Sprache hautnah erlebbar zu machen: „Sie sah ihn erstaunt an, und er versank im Anblick des weiten Meeres, das sich in ihren Augen spiegelte. Umgeben von atemberaubenden Eisformationen, einer stillen, nahezu grenzenlosen Landschaft, die in blaues Licht getaucht war, und unter dem sanft glühenden Abendstern.“

Die liebenswert gezeichneten Figuren, die mir zum Teil bereits aus den Vorgängerbüchern bekannt waren, machten diese Lektüre zu einem reinen Vergnügen. Die beiden Protagonisten schleppen emotionale Lasten mit sich herum. Sie verstecken ihre wahren Gefühle unter einer locker-leichten Fassade und hinter flotten Sprüchen. Obgleich in diesem Roman das Hauptaugenmerk auf Katja und Nickolas liegt, avancierte der verrückte und liebenswerten „Nerd“ Jeffrey zu meinem ganz persönlichen Favoriten. Er hatte als Nicks bester Freund, Ermahner, Seelentröster und Stimmungsmacher die für meinen Geschmack beste Rolle in dieser Geschichte inne. Jeffrey ist ein brillanter Denker, ein intellektuelles Genie, zugleich jedoch sehr tiefgründig und feinfühlig. Er schafft es, jede kritische Situation zu entschärfen und ich habe den humorvollen verbalen Schlagabtausch zwischen Jeffrey, Nick und Katja über alle Maßen genossen.

FAZIT: „Unter dem Abendstern“ sorgt mit ausgefeilten Charakteren, tiefgründigen Themen, einer zauberhaften Liebesgeschichte und einer beträchtlichen Dosis Situationskomik für hervorragende Unterhaltung. Mir hat dieser hinreißende Roman ausgezeichnet gefallen und ich freue mich bereits auf weitere Bücher dieser bemerkenswerten Autorin.

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