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Rezensionen von rewareni:

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Reise in die Vergangenheit

Quälgeist von Mikael Lundt

Kommissar Hausmann bekommt es mit einem sehr ungewöhnlichen Todesfall zu tun.
In einem mystischen Baumkreis im Fengerholz wird ein toter Junge gefunden, der seltsam gealtert erscheint und kurze Zeit darauf zu Staub zerfällt. Als Hausmann auch noch Bekanntschaft mit Dörte macht, die mit ihrer Wünschelrute den toten Jungen gefunden hat, glaubt er immer noch an Unfug und ihr esoterisches Getue geht ihm gehörig auf die Nerven.

Aber bald schon merkt er, dass im Fengerholz Dinge vor sich gehen, die man nicht verstehen kann. Als es auch noch Parallelen zu einem alten Fall gibt, der nie aufgeklärt werden konnte und weitere Personen verschwinden muss auch Hausmann erkennen, dass offensichtlich ein Quälgeist sein Unwesen treibt. Und dieser wird so lange keine Ruhe geben, bis er sein Ziel erreicht hat.
,, Quälgeist“ ist der zweite Fall mit Kommissar Hausmann, der dieses Mal in die Welt der Geister und Dämonen eintauchen muss. Auch ohne den vorherigen Band zu kennen, kann man problemlos in die Geschichte eintauchen und Zeuge werden, wie ein spannender Fall gelöst wird. Hausmann ist ein sympathischer Kommissar, der zwar mit den unheimlichen und esoterischen ,,Ermittlungen“ von Dörte nicht immer klar kommt, aber er merkt mit der Zeit, dass doch etwas ungewöhnliches und vor allem gefährliches dahinter steckt. Obwohl eine tragische Geschichte dahinter steckt und auch ein wenig Gruselfeeling auftritt, bekommt man als Leser auch immer wieder kleine humorvolle Szenen geliefert, die den Roman noch lesenswerter machen. Der Quälgeist hätte für mich noch öfters in Erscheinung treten können, so ist vieles doch der Fantasie dem Leser überlassen geblieben. Die Auflösung des Falles war spannend aufgearbeitet, da man langsam von den Ereignissen aus der Vergangenheit in die jetzige Zeit mitgenommen wurde. Es ist eine berührende und spannende Geschichte, wo man sich schon auf den nächsten Band mit Kommissar Hausmann freuen kann. Ich könnte mir sogar Dörte als seine ,,Kollegin“ vorstellen, da sie wunderbar zu der Geschichte dazu gepasst hat und die kleinen Plänkeleien zwischen ihnen waren schön zu lesen.

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Reise in die Vergangenheit
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Wo ist der Prinz?

Hannerl und ihr zu klein geratener Prinz von Dolores Schmidinger

,,Hannerl und ihr zu klein geratener Prinz“ ist die berührende und spannende Familiengeschichte, erzählt von der österreichischen Schauspielerin und Kabarettistin Dolores Schmidinger. Wer sie kennt weiß, dass man auf eine spitze Zunge und auch auf zynische Bemerkungen gefasst sein muss.
In ihrer biografischen Erzählung wird der Leser Zeuge, wie ihre Großmutter Barbara und ihre Mutter Johanna, genannt Hannerl, in einer Zeit aufgewachsen sind, in der die Frauen nicht nur einmal um ihre Rechte und Anerkennungen kämpfen mussten.

Man liest die Geschichte mit einem lachenden und einem weinenden Auge, weil Dolores Schmidinger er wunderbar versteht selbst in tragischen und berührenden Szenen einen Anflug von Humor aufblitzen zu lassen.
Es ist eine Familiengeschichte wo man nicht nur von Vergewaltigung oder glühenden Nationalsozialisten liest, sondern auch von starken Frauen, die ihr Leben selbst bestimmen möchten. Das damalige Rollenbild der Frau, dem Mann zu dienen und für die Familie da zu sein wird sowohl von Barbara als auch von Hannerl, nicht wirklich akzeptiert. Auch wenn sie nicht immer glücklich waren in ihrem Leben, so haben sie stets versucht ihre eigenen Weg zu gehen, selbst wenn es einige Stolpersteine gegeben hat. Auch Dolores Vater, der konservative Erzkatholik Josef Schmidinger, der alles andere als ein Traummann für ihre Mutter war, nimmt in der Erzählung einen wichtigen Part ihrer Familiengeschichte ein, die dabei alles andere als rühmlich war. Besonders gut haben mir dabei auch die schon fast in Vergessenheit geratenen alten österreichischen Ausdrücke gefallen, die wunderbar zu den Geschichten dazu gepasst haben. Aber auch tatsächliche Ereignisse wie Hitlers Rede 1935 auf dem Parteitag oder bekannte Wegbegleiter wie Adelheid Popp, Frauenrechtlerin und Sozialistin, finden sich in der Geschichte wieder.
Der Erzählstil ist eher nüchtern und manchmal vielleicht auch etwas zu direkt, wo man als Leser erschüttert ist, wenn man es liest, aber gerade diese Art macht die Geschichte interessant und es ist eine mutige Aufarbeitung von Dolores Schmidinger, die ungeschönt ihre Familiengeschichte erzählt.

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Wo ist der Prinz?
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Ein besonderer Wunsch

Bittersüßer Nachtschatten von Ann-Kathrin Wasle

Die Kellnerin Rita ist ständig genervt, besonders wenn sie von Männern ungut angesprochen wird und sie bei ihrer Arbeit auch dann freundlich sein soll, wenn es ihr gar nicht danach ist. Da taucht eines Tages der geheimnisvolle Lucian auf und nimmt sie zu einer Party unter der Basilika in der Prager Altstadt mit.

Und plötzlich wird ihr eine seltsame Frage gestellt ,,Was würdest du vom Teufel verlangen, wenn er dir einen Wunsch gewährt? “ Für Rita ist diese Frage natürlich nicht ernst gemeint, aber ein wenig mehr an Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein würde sie sich schon wünschen. Auf einmal scheint ihr Leben wie verwandelt zu sein. Dumme Anmachsprüche von Männern bietet sie in einer Art und Weise Paroli, die ihr manchmal schon selbst Angst macht. Doch mit der Zeit kommen ihr Zweifel ob ihr eigenes Verhalten von fremden Mächten gesteuert ist und sie fühlt sich zunehmends unwohler. Es passieren viele ungewöhnliche Dinge, die sie sich bald selbst nicht mehr erklären kann und sie fragt sich, ob wirklich der Teufel seine Hand im Spiel hat.

,, Bittersüßer Nachtschatten“ ist der erste Teil der neuen Urban-Fantasy-Reihe Nachtschattengewächse von der Autorin Ann- Kathrin Wasle. Ihr Schauplatz ist dabei Prag, wo die Autorin eine besondere und düstere Stimmung eingefangen hat, wo sie den Leser durch verwinkelte Gassen und unterirdische Labyrinthe unter die Altstadt mit nimmt. Es ist eine fantastische Geschichte wo die Protagonistin erkennen muss, wie schnell ein unbedachter Wunsch in Erfüllung gehen kann. Aus der sprachlosen und schüchternen Rita wird eine selbstbewusste und schlagfertige Person, die aber mit der Zeit Angst vor sich selber bekommt. Rita wirkt dabei nicht immer wirklich sympathisch, weil sie Menschen, auch solche, die es gut mir ihr meinen, vor den Kopf stößt und Dinge tut, die ihr im Nachhinein wieder leid tun. Sie ist dabei einen Zwang ausgesetzt, den sie nicht wirklich steuern kann. Dass Belästigungen an Frauen ein wichtiges Thema ist, ist klar, nur manchmal wurde es für mich zu oft bei Rita erwähnt. Manche negative Handlungen von ihr sind dabei als ,,normal“ rüber gekommen, was nicht unbedingt so toleriert werden sollte. Trotzdem war die Geschichte spannend und vor allem die geheimnisvollen anderen Protagonisten, wo man als Leser nicht weiß, wer nun wirklich der Gute und wer der Böse ist, lassen die Neugierde steigern für den nächsten Band.

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Alltagsbegegnungen

Bittersüßer Nachtschatten von Ann-Kathrin Wasle

,, Auf der Pirsch mit Knittelwirwsch“ sind humorvolle kurze Geschichten, die der Autor Luzius Flunk selber erlebt oder von anderen Personen erzählt bekommen hat. In verschiedenen Kapiteln wie ein Vorwort
* HgFzBdB – Häufig gestellte Fragen zur Benutzung dieses Buches

* Begegnungen im Alltag
* Begegnungen in öffentlichen Verkehrsmitteln
* Begegnungen auf Reisen
* Begegnungen in der Vorweihnachtszeit
* Begegnung mit dem Anhang

Entführt der Autor den Leser in teils absurde und skurrile Geschichten aus dem Alltag, die so mancher von uns schon selbst einmal erlebt hat.

Egal ob man einen nervigen Handyklingelton ständig hören muss oder ob man Zeuge von Sinn befreiten Dialogen von Jugendlichen lauscht, eines kleines Schmunzeln wird manchmal dabei zu entlocken sein. Zu mehr hat es aber leider bei mir nicht gereicht, da mir die immer wieder für mich ,,krampfhaften“ lustigen Wortschöpfungen des Autors nicht vom Hocker reißen konnten. Bei den kurzen Erzählungen werden sicher andere Leser auf ihre Kosten kommen und für ein kurzes Lesevergnügen ist dabei gesorgt.

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Schuldig

Tiefschwarze Schuld von Thomas Matiszik

Ein Gerichtsvollzieher, der plötzlich Selbstmord begeht, ein Chefarzt, der vom Dach eines Krankenhauses springt, sind nur einige von ungewöhnlichen Ereignissen mit denen es die ehemalige Polizistin Corinna Dupont zu tun bekommt. Beauftragt von Theresa Mallen, der Ehefrau des Chefarztes, versucht Corinna die Hintergründe des Todes heraus zu finden.

Schon bald merkt Corinna, dass selbst in Höheren Kreisen die Täter zu suchen sind und dass ein Kinderhändlerring ebenfalls darin verwickelt scheint. Privat läuft es auch nicht so, wie es sich Corinna vorstellt und dass sie ständig müde und erschöpft ist, macht ihr ebenfalls Sorgen. Doch Corinna ist eine Kämpfernatur und lässt sich von nichts und niemanden so schnell unterkriegen.
,,Tiefschwarze Schuld“ ist der Auftakt der Thriller Reihe rund um die taffe und selbstbewusste Corinna Dupont, die es buchstäblich mit jedem Gegner aufnimmt und ihr bisweilen bissiges Mundwerk so manchen Schach matt setzt. Der Autor Thomas Matiszik schickt mit seiner Protagonistin Corinna eine neue Figur ins kriminalistische Getümmel, die selbst, wenn sie sich selbst schadet, ihrer Linie treu bleibt und stets versucht auf der Seite der Schwachen und Hilflosen zu stehen. Als ehemalige Polizistin ist sie nun niemanden mehr Rechenschaft schuldig und deshalb trifft sie auch immer wieder unkonventionelle Entscheidungen, wenn sie es für richtig hält. Zu Beginn wird man als Leser ein wenig ,,erschlagen“ ob der vielen Protagonisten, da es in dem Roman mehrere Handlungsstränge gibt, die aber alle irgendwie miteinander verbunden sind. Mit der Zeit merkt man dann, dass es bei allen Geschichten einen roten Faden gibt, der sich durch den ganzen Roman zieht. Die relativ kurzen Kapitel lassen sich gut lesen und man ist immer wieder gespannt, wie es mit den einzelnen menschlichen Schicksalen weitergeht. Ein angenehmer Schreibstil lässt den Roman gut lesen. Es ist eine Mischung zwischen Spannung, emotionalen und berührenden Szenen und auch durchaus realen Situationen wie Machtmissbrauch, Korruption oder Kinderhändler. Corinna ist zwar nicht unbedingt eine wirkliche Sympathieträgerin, da sie manchmal eine etwas harsche Art hat und ihre Ausdrucksweise auch nicht immer sehr freundlich ist, aber trotzdem hat sie das Herz am rechten Fleck. Manche Fragen sind noch offen geblieben, die teilweise erst im nächsten Band beantwortet werden. Es ist eine rasante Auftaktreihe wo man sich als Leser schon freuen kann, wie es mit Corinna weitergeht. Denn langweilig wird es mit ihr sicher nicht werden.

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Sünde

Tiefschwarze Schuld von Thomas Matiszik

Selbst für hartgesottene Ermittler wie Helene Edel und ihrem Team gehen die ungewöhnlichen Todesfälle an zwei jungen Frauen nicht spurlos vorbei. Zuerst wird in einer alten Kirche eine gefesselte Frau gefunden, die seltsam drapiert erscheint und später verschwindet eine weitere Frau, die für einen exklusiven Escort Service gearbeitet hat.

Beiden fehlen die Augen und Ohren und ihr Mund ist zugenäht. Die Ermittlungen laufen auf Hochdruck, da zu befürchten ist, dass es noch weitere Todesfälle geben wird. Selbst der Psychologe Felix Stein vermutet, dass die Todesserie weitergehen wird und er heckt einen besonderen Plan mit Helene aus um den Mörder, den sie auf einer geheimen Bondage Party vermuten, überführen zu können.
,, Sündenkreuz“ ist bereits der dritte Band aus der Feder von Oliver Moros, wo die taffe Kommissarin Helene Edel, mit ihren Kollegen Sam Dagtekin und Max Lieberwirth wieder einmal spannende Mordfälle zu lösen hat. Mit dabei ist auch der sympathische Psychologe Felix Stein, der sich toll in das bestehende Team integriert hat. Auch wenn man die vorherigen Bände nicht kennt, ist die Geschichte eigenständig zu lesen. Die kurzen Kapitel sind sehr angenehm und man sieht an der jeweiligen Überschrift welche Person man als Leser nun begleiten darf. Wie immer ist es dem Autor gelungen eine tolle Mischung zwischen humorvollen Szenen, Spannung und menschlichen Schicksalen darzustellen. Besonders die Dialoge zwischen Sam und seinem Kollegen Max sind immer wieder ein Vergnügen. Mit Helene und Felix hat der Autor eine gute Kombination gefunden zwischen Erfahrung im Polizeidienst und Hintergrundwissen, ob der menschlichen Psyche. Die Geschichte in dem Roman ist nicht nur spannend, sondern auch an gewissen Stellen mit explizite Darstellungen von Gewalt und Verbrechen beschrieben. Man taucht in dem Roman ein in eine spezielle Welt des Vergnügens, wo selbst in den höchsten Kreisen im Geheimen besonderen sexuellen Gelüsten nachgegangen wird. Der Autor beschreibt seine Szenen sehr bildhaft und sein Schreibstil ist dabei angenehm und schön zu lesen. Man wird Zeuge von einem traurigen Menschen Schicksal, von religiösen Wahn und von besonderen Gelüsten, die sich im geheimen abspielen. Das Ende ist berührend und kommt dabei überraschend, sodass man als Leser bis zum Schluss mit raten kann, wer der Mörder ist. Auf weitere Romane der Helene Edel Reihe kann man sich als Leser freuen.

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Erinnerungen

Tiefschwarze Schuld von Thomas Matiszik

Es ist das Jahr 2030 und der Schriftsteller Fabian Grünberg ist mit seinem Leben und den ganzen Restriktionen der Union nicht mehr glücklich. Da beschließt er sich auf das geheimnisvolle Projekt auf der Mittelmeerinsel Kalanos einzulassen, wo es keine Einschränkungen geben soll und jeder Mensch in Freiheit lebt.

So wie er, hoffen die mit ihm reisenden Menschen, auf ein neues und selbst bestimmendes Leben. Zu Beginn scheint alles so zu sein, wie er es sich vorgestellt hat. Wie verwandelt fühlt sich Fabian. Jeder scheint hier glücklich und zufrieden zu sein. Aber schon bald kommen die ersten Zweifel, ob auf der Insel alles mit rechten Dingen vor sich geht.
,, Das Kalanos Projekt“ von Frank W. Haubold ist ein utopischer Roman, der den Leser in eine Welt entführt, wo die Menschen im Grunde gar nicht mehr existieren. Ihr Bewusstsein ist nur mehr auf Rechnern gespeichert und die ,,menschliche Hülle“ lebt von den Erinnerungen. Die Geschichte hat interessant begonnen und ich war schon gespannt, wie sie sich weiter entwickelt. Leider bin ich nach einem Drittel gedanklich ausgestiegen. Zum einen weil ich mich mit dem Gedanken nicht wirklich anfreunden konnte, dass die nicht mehr biologischen Menschen sich lebendig fühlen, wenn sie immer wieder Sex haben und und zum anderen weil sich für mich die Geschichte immer wieder mit den selben Themen beschäftigt hat, wie sich das Bewusstsein weiterentwickeln soll, ob man Erinnerungen löschen soll oder nicht. Selbst die ,,Menschen“ die noch nach vielen Jahren im All herumschwirren haben für sich ein ,,Leben“ gefunden, das mich zwar am Ende überrascht hat, aber für mich den Roman trotzdem nicht in einem anderen Licht erscheinen lässt. Die Menschen sind im Grunde die ganze Zeit betrogen worden mit einer Scheinwelt, wo sie viele Dinge und Ereignisse gar nicht wirklich wahrgenommen haben. Wie Gefangene, deren Erinnerungen und ihr Bewusstsein jederzeit gelöscht oder verändert werden konnte ohne dass sie es gemerkt hätten. Ich mag zwar gerne SF und utopische Geschichten, aber zu dem Kalanos Projekt habe ich leider keinen wirklichen Zugang gefunden.

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Im Wald

Herzlos von Andrea Schneeberger

Obwohl die 12 jährige Melina den Wald liebt verbieten ihr ihre Eltern diesen zu betreten. Bis eines Tages der stumme und seltsame Junge Alexis auftaucht und sie ihn heimlich in den Wald begleitet, wo sie seltsamen Wesen begegnet und auch eine wichtige und gefährliche Aufgabe zu erfüllen hat.
,, Herzlos“ ist ein wunderschönes und berührendes Märchen nicht nur für Jugendliche.

Die Autorin Andrea Schneeberger hat eine berührende und schöne Geschichte geschrieben, wo man mit Melina mit fiebert und man sich wünscht, dass sie wieder gesund und munter aus dem Wald herausfindet. Es sind einige Botschaften darin versteckt, wo sich so mancher Jugendliche vielleicht danach selbst in einem anderen Licht sehen kann. Es gibt Elfen, sprechende Tiere und auch eine Hexe, die in dem Märchen ihre Lektion erhält und man sich als Leser sogar etwas in sie hineinversetzen kann. Der Roman ist in mehreren Kapiteln unterteilt, die rasch zu lesen sind dank des angenehmen Schreibstils der Autorin. Bis zum Ende fiebert man mit und es gibt immer wieder Überraschungen in dem Märchen. Eine Leseempfehlung für Klein und Groß, wo man gerne in eine fantasievolle und geheimnisvolle Welt eintauchen möchte.

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Nanopark

Nanopark von Uwe Hermann

Nanopark- Deutschlands modernster Freizeitpark für Jung und Alt. Menschenmassen strömen dorthin um Abenteuer und Spaß in den verschiedenen Themenbereichen zu erleben. Der ehemalige Polizist Simon Klein und nunmehrige Ermittler einer Versicherungsgesellschaft hofft so rasch als möglich den Tod eines Nanopark Mitarbeiters aufklären zu können.

Hanna Lehnhardt, als Programmiererin tätig, muss ihm dabei unterstützen. Beide sind sich nicht unbedingt sympathisch und jeder hofft, dass die Aufgabe bald erledigt ist. Was beide nicht ahnen ist, dass sich Terroristen unbemerkt im Nanopark befinden mit dem Ziel, tausende Menschen gefangen zu nehmen. Spätestens dann, als jede Kommunikation zu der Außenwelt zusammengebrochen ist merken Simon und Hanna, dass etwas nicht stimmt. Nur durch Glück gelingt es Simon zu fliehen, während Hanna von den Verbrechern gefangen wird. Ein blutiges Katz-und Mausspiel beginnt zwischen Simon und den Geiselnehmern, wo keiner mehr weiß, was im Nanopark Wirklichkeit oder virtuelle Illusionen sind.
Der Thriller ,, Nanopark“ von Uwe Hermann ist eine tolle und bildgewaltige Geschichte, wo ich während des Lesen nicht nur einmal Gänsehautgefühl verspürt habe. Die Idee dieses hypermodernen Freizeitparks, wo es verschiedene Themenbereiche gibt, haben mir gut gefallen. Egal ob es der Wilde Westen war, wo es zu spannenden Verfolgungsjagden gekommen ist oder ob die Besucher eine Dschungelsafari miterleben konnten, jeder Bereich war ein Erlebnis. Die Idee, dass winzige Nanoroboter den Menschen vorgaukeln können, dass sie Hitze verspüren, obwohl keine Flamme da ist, oder dass die Besucher aus 98 verschiedenen Eissorten auswählen können, obwohl jeder das gleich isst, haben mich fasziniert. Das Eintauchen in eine virtuelle Welt, wo die Menschen in Panik vor den Löwen flüchten, obwohl gar keine vorhanden sind, war wirklich spannend und auch beängstigend. Der Autor hat sehr spannend beschrieben, wie diese Nanoroboter alle Sinne der Menschen beeinflussen können. Die Protagonisten weisen eine große Bandbreite an Charakteren auf. Angefangen von sympathisch bis hilfsbereit, über hinterhältig und berechnend, bis zu brutal und herzlos. Die Umsetzung der Idee, dass in dem Freizeitpark, der alle technischen Stückchen spielt, wo Menschen nicht mehr unterscheiden können, was real und was Fantasie ist, bis hin zu den spannenden Verfolgungsjagden zwischen den Guten und den Bösen, ist Uwe Hermann sehr glaubhaft gelungen und er hat mich damit in den Bann gezogen, wo es so schnell kein Entkommen gibt.
Am Ende findet man eine Personenbeschreibung, sowie die Beschreibung des Nanoparks mit seinen verschiedenen Themenbereichen.
Ein rund um gelungener Roman der Spannung, technische Spielereien, Humor und Emotionen verbindet. Ein Eintauchen in eine virtuelle Welt, die vielleicht sogar einmal Wirklichkeit werden kann.

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Der Mörder und ich

Nanopark von Uwe Hermann

Der dreiundsechzigjährige Drehbuchautor Alexander Martin erscheint eines Tages bei
der Vancouver Police Division und lässt in den nächsten Stunden Inspector Constable Abbott sein Tagebuch lesen mit einer unglaubliche Geschichte. Er sei nur her gekommen, um noch ein Verbrechen zu verhindern. Constable Abbott der gerade mit einer Reihe von Vergewaltigungen und einem Mord beschäftigt ist wird im Laufe der nächsten Stunde Zeuge davon, was in vielen Jahrzehnten zwischen Alex und David Wood, den seine gutherzigen Eltern nach einem furchtbaren Unglück bei sich aufgenommen haben, passiert ist.

Es kommen Ereignisse ans Tageslicht, wo nicht nur einmal Abbott den Zweifel hegt ob nicht Alex mit den Vergewaltigungen der Frauen zu tun hat, noch dazu, wo er diese laut seinem Tagebuch alle gekannt hat. Es beginnt ein Katz- und Mausspiel, wo keiner weiß, wie es enden wird.
Der Psychothriller ,, Die Dornen der Stille“ von Astrid Korten zeigt wieder einmal, wie man den Leser an der Nase herum führen kann. In ihrer gewohnten Art und Weise bleibt man bis zum Schluss planlos darüber, wie sich die von ihr ausgelegten Spuren zusammen fügen sollen. Anders als bei ihren anderen Romanen habe ich mir bei dem Thriller schwer getan mich richtig in die Geschichte hinein zu fühlen. Zum ersten lag das daran, dass die vielen Szenen mit den Frauen Bekanntschaften von Alex sich doch immer wieder auf die eine oder andere Art wiederholt haben und zum zweiten, hat dieses Mal die Autorin ihr Augenmerk auf einen literarischen Thriller gelegt, wo mir leider die Ausdrucksweise und der Schreibstil nicht wirklich zugesagt haben.
Trotzdem hat Astrid Korten wieder einmal alle Register ihres Könnens gezogen und einen interessanten und berührenden Psychothriller geschrieben, wo man sieht, dass die menschlichen Abgründe sehr tief sein können und manches Mal im ersten Moment alles anders erscheint, als es dann letztendlich wirklich ist.

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