Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Tara:
Zwischen Sicherheit & Freiheit
Die unendliche Sehnsucht der Haushaltsgeräte von Glenn Dixon
„Die unendliche Sehnsucht der Haushaltsgeräte“ ist ein außergewöhnlicher Roman des in Calgary lebenden Autors Glenn Dixon.
Handlungsort ist der Haushalt von Harold und Edie. In diesem gibt es eine ganze Menge Haushaltsgeräte. Eines davon ist Scout, ein kleiner Staubsaugerroboter, der genau weiß, was wann im Haus zu tun ist.
Nach Edies Tod macht sie sich - gemeinsam mit einigen anderen Haushaltsgeräten - daran, Harold aus seinem Tief herauszuholen.
Was sich zunächst nach einer putzigen Story anhört, wird zu einer unheimlichen Dystopie, die bei mir für Gänsehaut gesorgt hat. Nicht alle Geräte haben so menschliche Züge wie Scout.
Neben dem Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine geht es auch um Einsamkeit im Alter, Sicherheit versus Entscheidungsfreiheit, Überwachung und viele weitere Themen, die das Leben in unserer technisierten Welt mit sich bringt.
Mich hat das Buch positiv überrascht. Es ist emotional, berührend, aber auch dystopisch und erschreckend. Hier steckt eine Menge zwischen den Zeilen.
Zwischen Show und Leben
Sunset Flip von Joey Goebel
Mit seinem Buch „Sunset Flip“ gibt der in Kentucky lebende US-amerikanische Autor und Musiker Joey Goebel einen interessanten Einblick in die Welt des Wrestlings. Es ist aber keineswegs nur etwas für Fans dieses Sports, da es einiges mehr zu bieten hat.
Der Wrestler Auggie Schnuck – genannt „The Aug“ konnte bereits einige sportliche Erfolge feiern.
Sein nächstes Ziel ist eine Rolle beim Film. Karrieretechnisch könnte es kaum besser laufen. Auch privat läuft es für Auggie gut. Er will mit seiner Freundin Nadine zusammenziehen und eine Familie gründen. Dennoch ist er von Selbstzweifeln geplagt.
Der Schreibstil von Joey Goebel ist dicht und intensiv. Die Handlung wird nicht chronologisch erzählt und bewegt sich zwischen August 1977 und Mai 2024. Da die Kapitel mit der Nennung des Ortes und des Datums beginnen, ist die Einordnung jedoch problemlos.
Die Charaktere wirken authentisch und sind vielschichtig angelegt. Auggie und Nadine leben zwischen Show und der Realität.
Dabei war für mich bisher unklar, wie viel Show Wrestling bedeutet. Bisher wusste ich nur wenig über diesen Sport und habe interessante Einblicke erhalten.
Trotz - oder vielleicht sollte ich sagen wegen - seines Erfolges steht Auggie unter enormen Druck. Er ist sehr impulsiv, steht permanent zwischen der Show und dem Leben, womit er auch zwischen der Identität als Sportler und Freund lebt. Sein Konflikt wird spürbar und ist sicherlich einer, der sich ebenso auf andere Sportarten übertragen lässt.
Obwohl Wrestling keine der Sportarten ist, die mich übermäßig interessiert, fand ich das Buch aufgrund der Darstellung der Charaktere interessant. Man muss also kein Fan dieses Sports sein, um Gefallen daran zu finden.
Gelungener Reihenauftakt mit interessanten Charakteren
Léon und die Frau im blauen Kleid von Alexander Oetker
„Léon und die Frau im blauen Kleid“ ist der erste Fall für das neue Ermittlerduo Commissaire Léon de Cavallier und seine Kollegin Nadia Bentaleb des Autors Alexander Oetker.
Handlungsort ist Nizza, eine Gegend, die direkt Urlaubsstimmung aufkommen lässt, die allerdings schnell wieder vergeht, wenn man liest, dass eine Leiche am Strand angespült wurde.
Damit erhält Commissaire Léon de Cavallier einen neuen Fall. Léons ehemaliger Partner ist inzwischen im Ruhestand und so bekommt er Commissaire Nadia Bentaleb an seine Seite gestellt.
Mit Léon und Nadia hat Alexander Oetker zwei Charaktere geschaffen, die kaum unterschiedlicher sein könnten. Léon stammt aus einer wohlhabenden Familie, ist ein Snob, wirkt arrogant, liebt Luxus und stellt eine Überlegenheit gerne zur Schau. Nadia ist das krasse Gegenteil. Sie kommt aus aus einfachen Verhältnissen aus Paris, kann zupacken, hat Biss und ist sehr direkt. Beide haben ihre Stärken und Schwächen und ergänzen sich bei ihren Ermittlungsarbeiten perfekt. Wo Léon unangenehm auffallen würde, kann Nadia übernehmen.
Ebenso kontrastreich wie die Protagonisten ist das Leben in Nizza. Auf der einen Seite gibt es teure Hotels und luxuriöse Yachten und auf der anderen das Problemviertel in denen das Verbrechen lauert.
Die Kapitel sind kurz - 29 auf 304 Seiten - und leicht zu lesen. Der Schreibstil ist lebendig und auch durchaus humorvoll. Mir gefiel diese Kombination sehr und ich habe gerne mitgerätselt, was vorgefallen sein könnte.
Auch wenn der eigentliche Fall zufriedenstellend gelöst wird, bleiben Fragen, die mich nun gespannt auf den zweiten Fall dieses ungewöhnlichen Ermittlerduos warten lassen.
Ein Ticket in die Vergangenheit – berührend & philosophisch
Die Mitternachtsreise von Matt Haig
„Die Mitternachtsreise“ ist nach „Die Mitternachtsbibliothek“ ein weiteres zauberhaftes Buch aus dem "Mitternachtswelt"-Universum des britischen Autors Matt Haig. Abgesehen davon, dass es wieder um das Leben, bedeutende Momente, existenzielle Fragen und zweite Chancen geht, haben die Bücher inhaltlich nichts gemeinsam und lassen sich vollkommen unabhängig voneinander lesen.
Während es in der "Mitternachtsbibliothek" um eine magische Bibliothek ging, steht dieses Mal ein rätselhafter Zug im Vordergrund.
Nachdem der 81-jährige Wilbur Budd gestorben ist, findet er sich auf einem verlassenen Bahnsteig wieder. Dort trifft er auf die Buchhändlerin Agnes Bagdale, die er aus seiner Kindheit kennt. Diese nimmt ihn im Mitternachtszug mit auf die Reise in seine Vergangenheit. Während dieser durchlebt Wilbur bedeutende Momente seines Lebens neu, was dazu führt, dass er sie anders bewertet und erlebt als zuvor.
Die Idee des Autors gefiel mir sehr. Wäre es nicht toll, wenn man sich die bedeutendsten Momente seines Lebens erneut anschauen, diese mit ein wenig Abstand erneut bewerten und einordnen könnte? Was würde man mit dem Wissen von heute anders machen?
Matt Haig lädt auch hier wieder dazu ein, über das Leben nachzudenken und hinzusehen, auf Momente, die man verdrängt hat und auch auf solche, die man am liebsten ewig festhalten möchte.
Der Schreibstil ist lebendig, angenehm zu lesen, mal melancholisch, mal amüsant und dann wieder nachdenklich machend. Durch die Kürze der Kapitel liest sich das Buch kurzweilig und ich war überrascht wie schnell ich es beendet hatte.
Das Cover ist sowohl optisch als auch haptisch ein Highlight. Die Prägung verleitet dazu über das Cover zu streifen und im Dunklen gibt es leuchtende Elemente.
Ich habe auch dieses Buch des Autors wieder sehr gerne gelesen. Es regt zum Nachdenken an und zeigt, dass sich im Leben immer eine zweite Chance bietet.
Das bewegende Leben einer mutigen, jungen Mutter
Die Löwenmutter von Hera Lind
„Die Löwenmutter“ ist ein bewegender Tatsachenroman der Autorin Hera Lind.
Die 21-jährige Claudia lernt in der Arztpraxis ihres Vater den sieben Jahre älteren Musiker Florian kennen. Kurze Zeit später heiraten die beiden und wünschen sich ein Kind. Mit Fünflingen hatten sie sicherlich nicht gerechnet.
Diese kommen viel zu früh zur Welt und zwei sterben wenige Monate später. Durch die Kinder trägt Claudia eine große Verantwortung und ihr Leben ist geprägt von Sorgen und Verlust. Während sie sich aufopferungsvoll um ihre Familie kümmert, eine weitere Tochter bekommt und ein türkisches Pflegekind aufnimmt, driftet Florian immer weiter ab. Er erkrankt psychisch, wird aggressiv und hat Affären.
Treffender hätte der Titel hier nicht gewählt werden können. Claudia ist unglaublich stark, mutig und muss unglaublich viel aushalten. Ich habe mich während des Lesens immer wieder gefragt, wo sie die Energie und die Liebe für ihre Kinder her nimmt. Für diese kämpft sie, bleibt zunächst bei ihrem Mann, der sie mit einer Kollegin betrügt und hält seine Verletzungen aus. Dabei wird wieder einmal sehr deutlich wie schwer es junge Frauen haben, die finanziell abhängig sind.
Der Schreibstil von Hera Lind liest sich wie gewohnt leicht und eingängig. Dafür war ich aufgrund der schwierigen Thematik durchaus dankbar.
Die Handlung erstreckt sich von 1985 bis 2016 und schließt mit einem Nachwort der Protagonistin. Dieses fand ich einfach schön und irgendwie auch befreiend. Ebenso gut gefiel mir das Nachwort der Autorin selbst, mit dem sie ihren Roman gelungen abrundet.
Das Buch ist keines, das man nebenbei liest, sondern eines, das unter die Haut geht. Es berührt, bewegt, lässt einen während des Lesens mit der Protagonistin leiden und hoffen.
Ich kann es Lesern, die Tatsachenromane mögen, nur empfehlen.
Diagnose Unsichtbarkeit, über Selbstfindung und -heilung
Mit anderen Augen von Jane Tara
„Mit anderen Augen“ ist ein gesellschaftskritischer Roman der australischen Autorin Jane Tara.
Die 52-jährige Tilda Finch steht mitten im Leben. Sie ist Mutter von Zwillingstöchtern und beruflich erfolgreich. Voller Erschrecken stellt sie eines Morgens fest, dass ihr ihr kleiner Finger fehlt.
Dabei bleibt es nicht und sie geht zu ihrer Ärztin. Diese diagnostiziert ihr „Morbus Invisibilis“, eine Unsichtbarkeitserkrankung.
Das physische Verschwinden von Tildas Körperteilen steht für ihre gefühlte Unsichtbarkeit. Wie so viele Frauen in der Mitte ihres Lebens hat sie es immer versucht allen anderen recht zu machen und sich dabei nach und nach selbst verloren. Sie fühlt sich übersehen und übergangen und nun nimmt ihr innerer Gefühlszustand sichtbare bzw. in diesem Fall eben unsichtbare Formen an.
Der Schreibstil von Jane Tara liest sich trotz des ernsten Themas angenehm leicht, da sie ihre Protagonistin mit einer guten Portion Humor versehen hat.
Tilda will nicht unsichtbar werden und sie stemmt sich mit all ihrer ihr zur Verfügung stehenden Kraft dagegen. Dabei begibt sie sich auf eine inspirierende Reise der Selbstwiederentdeckung, bei der sie in ihr Leben zurückblickt. Sie beginnt damit ihr bisheriges Leben zu hinterfragen und begreift, dass ihr Verschwinden mit ihrer fehlenden Selbstwahrnehmung zusammenhängt. Sie probiert sich aus und endlich nehmen auch ihre Bedürfnisse etwas mehr Raum ein.
Mir gefällt es, wie die Autorin hier kritische Themen in Romanform gebracht haben. Leider werden viele Krankheiten, die nur Frauen betreffen – wie hier die Unsichtbarkeitserkrankung – nicht hinreichend und intensiv erforscht. Hier muss unbedingt mehr passieren. Genauso kritisch ist es zu sehen, dass sich viele Frauen übersehen fühlen und sich wie selbstverständlich hinten an stellen. Auch wenn die gesellschaftliche Unsichtbarkeit weit verbreitet ist, liegt es an jeder einzelnen Frau selbst wieder sichtbar zu werden und ihre eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen.
Mir hat die Kombination aus Gesellschaftskritik, Humor, Selbstfindung und -heilung sehr gut gefallen und ich bin gespannt auf weitere Bücher der Autorin. Mit ihrem Roman trifft sie den Nerv der Zeit.
Ein atmosphärischer, fesselnder, historischer Roman
Die Geheimnisse von Liebental von Marion Johanning
„Die Geheimnisse von Liebental“ ist der erste Band einer historischen Dilogie der Autorin Marion Johanning.
Die Handlung beginnt im April 1700 in der Kurpfalz.
Sophie bekommt eine Auseinandersetzung zwischen zwei Adeligen mit, die für den einen tödlich endet und bei der, der andere schwer verletzt wird.
Sophie weiß - dank ihrer Ziehmutter- eine Menge über Kräuter und leistet dem Verletzten Hilfe. Nach dem Tod ihrer Ziehmutter tritt Sophie eine Stelle als Küchenmagd auf Schloss Liebental an. Dort begegnet sie dem Mann wieder, dem sie zuvor im Wald geholfen hat. Sie möchte dort ein neues Leben beginnen, aber das gestaltet sich als alles andere als einfach.
Der Schreibstil der Autorin ist leicht zu lesen. Mit lebendigen Worten beschreibt sie das Leben im 18. Jahrhundert, erweckt die Atmosphäre zum Leben und zeichnet ihre Charaktere authentisch und glaubwürdig. Der Kontrast zwischen dem Leben der Adeligen und ihren Angestellten wird gut dargestellt.
Das Buch enthält thematisch alles, was ein guter historischer Roman benötigt. Es geht um Intrigen, Verrat, Liebe, Freundschaft, Mord, Eifersucht, Neid und Kräuterwissen. Man merkt, dass Marion Johanning ausgiebig recherchiert hat und ich fand insbesondere die Vergangenheit von Sophie interessant.
Der zweite Band wird im Dezember veröffentlicht und ich bin jetzt schon sehr gespannt darauf wie es weitergeht.
Humorvoller Cozy Crime unter mediterraner Sonne
Amalfi Mortale. Kein Urlaub ohne Mord von Catherine Mack
„Amalfi Mortale. Kein Urlaub ohne Mord“ ist ein humorvoller Cozy Crime der Autorin Catherine Mack.
Bestsellerautorin Eleanor Dash hat inzwischen den zehnten True-Crime mit ihrem Protagonisten Connor Smith veröffentlicht. Während sie die Namen sämtlicher Charaktere verändert hatte, ist ihr dies bei Connor durchgegangen.
Nachdem diesem bewusst geworden ist, dass er der Star in ihren Krimis ist, wollte er am Gewinn beteiligt werden. Inzwischen reicht es Eleanor, sie will etwas Neues. Um der Reihe ein Ende zu setzen, soll ihr Protagonist sterben.
Zunächst kündigt Eleanor ihre 10-tägige Lesereise an der Amalfiküste an, bei der ihre Leser sie live bei ihren Recherchearbeiten begleiten können. Mit dabei sind u.A. ihr Protagonist Connor, ihre Schwester Harper und ihr Ex Oliver. Bei dieser Reise gibt es einen Mordanschlag auf Connor und es wird gefährlich. So steckt Eleanor plötzlich in einem richtigen Kriminalfall.
Der Schreibstil von Catherine Mack liest sich leicht und locker. Sie fängt das Flair der Amalfiküste gut ein und bei mir direkt ein angenehmes Sommer-Urlaubsfeeling auf.
Die Handlung wird aus der Perspektive von Eleanor erzählt. Sie ist eine humorvolle und authentische Protagonistin, deren Gedanken ich nachvollziehbar fand und die eine große Portion Sarkasmus und Humor in sich trägt. Auch die übrigen Charaktere werden lebendig dargestellt.
In dem Buch gibt es unzähligen Fußnoten - insgesamt 234 - in denen die Protagonistin etwas anzumerken hat. Zunächst fand ich das ein wenig lästig oder vielleicht auch nur gewöhnungsbedürftig, da ich mich im weiteren Verlauf der Handlung wunderbar darüber amüsiert habe.
Mir hat es Spaß gemacht den Ermittlungsarbeiten zwischen Luxushotels zu folgen und herumzurätseln. Dabei wurde ich immer wieder überrascht und musste nochmals umdenken.
Wer gerne Wohlfühlkrimis liest und ein wenig mediterrane Atmosphäre genießen möchte, für den dürfte dieses Buch genau das richtige sein.
Eine herzerwärmende Geschichte mit einzigartigen Charakteren
Annie Knows Everything von Rachel Wood
„Annie Knows Everything“ ist das Debüt der in Edinburgh lebenden Autorin Rachel Wood.
Annie arbeitet gemeinsam mit ihrer Freundin Carrie bei einem hippen Tech-Start-up in New York. Wegen Sparmaßnahmen werden zahlreiche Mitarbeiter gekündigt und für Annie vollkommen überraschend, ist sie dabei.
Carrie arbeitet in der HR-Abteilung und weist Annie „versehentlich“ eine andere offene Stelle im Bereich Datenstrategie zu. Für diese ist Annie allerdings nicht qualifiziert. Im Folgenden bleibt das nicht das einzige Problem von Annie, auch im privaten Bereich kommen so einige Herausforderungen auf sie zu.
Annie ist eine sehr selbstbewusste Protagonistin, die das Chaos mitbringt. Ganz egal, ob es um ihren Job geht oder um die Verlobungsfeier ihrer Schwester, die sie in der Vergangenheit bereits einmal gehörig versiebt hat, sie weiß, was das Beste für alle ist.
Auch die anderen Charaktere sind überzeugend gezeichnet. Hier ist keiner langweilig, jeder ist etwas Besonders, wenn auch zum Teil ein wenig gewöhnungsbedürftig.
Ich habe das Buch von der ersten Seite an geliebt. Der Schreibstil von Rachel Wood ist lebendig und frisch, die Dialoge stecken voller Humor, der auch in ernsteren Momenten immer wieder durchblitzt.
Ich fand die Kombination aus Humor, Liebesgeschichte, Romantik und Arbeitsalltag einfach grandios. Durch die kurzen Kapitel – 35 auf 384 Seiten – bin ich nur so durch die Seiten geflogen, da kann man immer schnell noch ein weiteres lesen.
Mich hat das Buch wirklich bestens unterhalten. Es ist leichte Unterhaltung, die gute Laune mit sich bringt und ich hoffe, dass es bald Weiteres von Rachel Wood zu lesen gibt.
Fantastisch, magisch & mitreißend
Faye Fableheart, Band 1 - Das magische Schloss von Ryan Graudin
„Faye Fableheart: Das magische Schloss“ ist der erste Band einer neuen Fantasyreihe der in South Carolina lebenden Autorin Ryan Graudin.
Die Handlung beginnt mit dem Tod des Zauberers West. Diesen bemerkt er nicht sofort, aber nachdem es ihm bewußt wird, benötigt er einen Nachfolger für sein Schloß und das damit verbundene magische Erbe.
Diesen möchte er über ein Turnier finden. Eigentlich wäre Faye die ideale Besetzung. Sie ist in dem Schloß - mit Keksdrachen, singenden Orchideen und gesprächigen Wasserspeiern - aufgewachsen und liebt es sehr, aber Zaubern ist Männersache und damit kommt Faye nicht in Frage.
Der Schreibstil von Ryan Graudin ist lebendig und bildhaft. Mit ihren fantasievollen Einfällen und Beschreibungen malt sie beim Lesen Bilder vor den Augen ihrer Leser*innen.
Mit Faye hat sie eine ganz wunderbare Protagonistin erschaffen, die man einfach gern haben muss. Sie ist sehr mutig, nimmt nichts einfach hin und hat das Herz am rechten Fleck.
Das Buch enthält viele wichtige Botschaften, über die es sich zu sprechen lohnt.
In dem Buch befinden sich liebevoll gestaltete schwarz-weiß Zeichnungen der mexikanischen Illustratorin und Digitalkünstlerin Geraldine Rodríguez, die das Leseerlebnis gelungen abrunden.
Uns hat diese Mischung aus Humor, Spannung, Magie und ganz viel Fantasie ausgesprochen gut gefallen und wir sind schon sehr gespannt auf den zweiten Band, der im Herbst diesen Jahres erscheint.











