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Rezensionen von Harakiri:

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für mich ein eher schwächerer Band

BLUT von Yrsa Sigurdardóttir

Was haben ein Skelettfund im Müll, eine Köchin auf einem Fischtrawler und eine streitende Nachbarschaft gemeinsam?
Sie sind in einem Roman von Yrsa Sigurardottir verbunden. Ich schreibe bewusst Roman, weil ich in dem Buch keinen Thriller entdeckt habe. Normalerweise lese ich Sigurardottirs Bücher sehr gerne, dieses musste ich öfter aus der Hand legen.

Das lag nicht daran, dass Sigurdardottir nicht gut schreibt, es lag aber daran, dass bis Seite 250 fast nichts passiert, außer der Skelettfund und die Streitereien der Nachbarn. Auch Gunndis auf dem Fischtrawler war eher zäh beschrieben.
Dennoch lebt das Buch von einem raffiniert aufgebauten Plot, der sich für mich halt zu langsam aufbaut. Überraschende Wendungen und ein Täter, mit dem niemand gerechnet hat, machen das Buch dennoch relativ spannend. Anfangs werden zwei Handlungsstränge nebeneinander geführt, die sich dann nach dem zweiten Leichenfund treffen.
Begeistert hat mich allerdings der Epilog: erstens wird alles aufgeklärt, was in der Romanhandlung erst einmal noch offen bleibt und zweitens musste ich über eine Nebenhandlung schmunzeln.
Sigurdardottirs Charaktere haben alle etwas zu verbergen und dieses Misstrauen habe ich auch beim Lesen empfunden. Wem kann man trauen? Und wer hat Gründe für die Taten? Dadurch, dass das Motiv lange im Dunkeln bleibt, kann man sich gut auf die Handlung einlassen und dem Ende entgegenfiebern.
Fazit: „Blut“ ist ein Stand-alone, gehört keiner Reihe an. Leider hat mich der Roman nicht ganz so gefesselt wie andere Bücher der Autorin. Natürlich ist er immer noch sehr gut zu lesen, aber halt kein Highlight.

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für mich ein eher schwächerer Band
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„Alles ging so schnell, dass die Rose nicht einmal Zeit gehabt hatte, richtig zu verwelken“

Kaltes Fieber von Arne Dahl

„Alles ging so schnell, dass die Rose nicht einmal Zeit gehabt hatte, richtig zu verwelken“
Zwei Ermittlungen bringen in Stockholm die Teams an ihre Grenzen. Da ist zum einen der Kunstmörder und zum anderen die Fentanyl-Drogen-Schwemme. Beide Teams arbeiten bis zur Erschöpfung – und bald steht fest, dass es einen Zusammenhang geben muss.

Eva Nyman und Anika Stolt bündeln ihre Kräfte und kommen dem Täter näher. Doch der ist ihnen einige Schritte voraus.
Wie immer schont Dahl seine Leser beim Lesen nicht. Die Morde sind überaus bizarr und teilweise sehr grausam. Aber ich mag dieses gewisse „Kribbeln“ beim Lesen. Der Fall ist äußerst schwierig aufgebaut und da macht das Mitfiebern noch mehr Spaß. Ich habe mich von Anfang an gefragt, wie Dahl dies alles auflösen will. Ich bin aber sehr zufrieden, wie alles zusammenlief und verbunden wurde und auch am Ende waren alle Fragen geklärt. Ein Ende übrigens, das ich sehr gelungen fand. Vor allem die letzten beiden Seiten – Gänsehaut pur.
Mit meinem obigen Zitat beschreibe ich die Handlung in ein paar wenigen Worten. Es geht wirklich alles sehr schnell. Der Täter mordet täglich – und das macht die Handlung rasant, wenn auch teilweise die Story auf der Stelle tritt, weil halt die Ermittlungen nicht so recht vorankommen. Aber das sind nur wenige Seiten, kurz danach geht es wieder voll zur Sache. Und alles endet dann im großen Showdown, der allerdings etwas kurz ausfällt.
Der Schreibstil des Autors ist prägnant und aussagekräftig und man kann der Handlung sehr gut folgen und in sie eintauchen. Die vielen Namen in den beiden Teams und dass die Story in den Kapiteln hin- und herswitcht, sorgen allerdings dafür, dass man schon sehr konzentriert lesen muss, damit man immer weiß, wo man gerade steht.
Kaltes Fieber ist Band 2 der Reihe um Eva Nyman und ich hoffe, es kommen noch weitere Bände. Man kann diesen Band unabhängig von Band 1 lesen, da aber einige Verweise in die Vergangenheit beschrieben sind, macht es Sinn, „Stummer Schrei“ vorher zu lesen.
Fazit: eine schwierige Ermittlung und einen Täter, der äußerst schlau ist – mehr braucht es nicht für einen tollen Thriller

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etwas zahm

Die Blutbestie von Chris Meyer

5 tote Männer ohne Herzen – wer macht denn sowas? Genau das fragen sich Tom Bachmann und sein Team auch. Dieses Mal ermitteln sie sogar grenzüberschreitend an der Grenze zu Belgien. Ein schwieriger Fall, weil Anhaltspunkte fehlen. Erst als ein neues Opfer auftaucht, kommen Tom und sein Team dem Täter auf die Spur.

Doch bis zur Lösung ist es noch ein weiter Weg.
Bereits der Prolog hat es in sich. Der Leser darf hautnah bei der Entnahme des Herzens dabei sein – und dafür sollte man nicht gerade erst gegessen haben oder einen stabilen Magen besitzen. Meyer ist bekannt für seine brutalen Szenen, wobei diese im Prolog dieses Mal fast die einzige war. Der Rest ist Ermittlung und das hat mir auch sehr gut gefallen. In kurzen Kapiteln gibt es Einblicke in die Arbeit des Täters, was das teilweise wieder etwas shocking ist.
Die Handlung ist wendungsreich und durch die kurzen Einblicke hat mal als Leser den Ermittlern einen kleinen Wissensvorsprung. Dennoch überrascht Carter durch kleine Sätze und spielt mit den Nerven des Lesers.
Fazit: auch der 5. Fall ist überaus lesenswert, wenn auch etwas zahmer als Band 1-4.

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locker-flockig geschrieben

Welcome Home - Du liebst dein neues Zuhause. Hier bist du sicher. Oder? von Arno Strobel

Willkommen in deinem neuen Zuhause. Hier bist du sicher.
Jedenfalls vermeintlich. Denn gleich in ihrer ersten Nacht im neuen Heim wird in der Nähe eine Frau ermordet. Bei einem Mord bleibt es nicht und so beginnt eine fieberhafte Suche nach dem Mörder. Denn der scheint durch verschlossene Türen gehen zu können.

Der Thriller wird aus Sicht von Marco erzählt. Die polizeilichen Ermittlungen bleiben eher am Rande und im Hintergrund. Marco fühlt sich als Verdächtiger und will die Morde alleine aufklären. Dafür verdächtigt er die Nachbarn und begibt sich in Gefahr. Einschübe aus Sicht der Opfer in kursiver Schrift steigern die Spannung.
Strobel legt einige falsche Spuren und überrascht durch Wendungen, die dem Buch guttun. Denn die Handlung plätschert teilweise etwas vor sich hin. Seine Charaktere mochte ich aber fast alle. Sie sind gut ausgearbeitet und überzeugen.
Fazit: Strobel spielt mit der Angst der Menschen, entwirft ein düsteres Szenario und bringt alles überzeugend in einem Psychothriller unter.

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Suzannas Café

Ein ganz besonderer Ort von Jojo Moyes

Ein ganz besonderer Ort ist Suzannas Café in ihrer Heimatstadt in England. Aber nur wegen Jessie. Denn Suzanna ist mit ihrem Leben nicht zufrieden und fühlt sich von ihrer Familie ungerecht behandelt. Auch die Beziehung zu ihrem Mann ist kompliziert, die beiden haben sich auseinandergelebt. Erst als Alejandro in Suzannas Leben tritt, weiß sie, was ihr bisher gefehlt hat.

Aber kann es ein Happy End für die zwei geben?
Ein etwas holpriger Einstieg, wie ich finde. Erst kommt Alejandro, dann ein Sprung in die Vergangenheit. Mit dem Klappentext hatte das alles gar nichts zu tun und ich dachte erst, ich lese den falschen Inhalt im Buch. Erst der zweite Teil ist dann Suzanna gewidmet, aber auch hier erst sehr verwirrend mit den Familienverhältnissen und vielen Namen.
Ansonsten war der Schreibstil von Moyes gewohnt locker und mitreißend und spätestens nach dem Unfall konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Story ist realitätsnah und könnte sich genau so tatsächlich zugetragen haben. Schön fand ich auch, dass man Einblicke in die Psyche von Athene bekommt.
Die Story hat mir gut gefallen, man merkt, dass sich Moyes Zeit nimmt, ihre Charaktere zu entwickeln und aufzubauen.
Fazit: Somit vergebe ich für den Anfang 3 Sterne, für das Ende 5 – gibt eine solide 4.

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Suzannas Café
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Armakuni sagt

Die Sättigung von Elias Haller

Armakuni sagt…
Ein Mann verschwindet, ein anderer taucht tot auf, eine Frau wird entführt… Ganz schön viel zu tun für Kryptologe Arne Stiller. Mit viel Mühe löst er die Chiffre des vom Täter hinterlassenen Rätsels, aber selbst dann ist ihm dieser noch einen Schritt voraus. Gelingt Stiller der Wettlauf mit der Zeit?
Rache ist ein Gericht, das kalt verzehrt wird.

Auf diesem Gerüst baut Haller seinen neuen Krimi auf. Und der hat es in sich. Hier wimmelt es von Grausamkeiten, Maden und Fliegen. Ganz zartbesaitet darf man bei der Lektüre also nicht sein. Aber der Krimi bietet auch wieder jede Menge Spannung und ist flüssig geschrieben.
Stiller versucht ein Privatleben, doch das ist nicht einfach und – wie ich finde – macht die Handlung sehr authentisch. Der Fall ist spannend aufgebaut und hält bis zur letzten Seite in Atem.
Fazit: wieder ein gelungener Krimi, der zum Miträtseln einlädt.

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Armakuni sagt
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SUPER!!!

Erebos 3 von Ursula Poznanski

Und wieder schlägt das Spiel zu
Und wieder hat Nick keine Chance, sich dem Spiel zu entziehen.
Dieses Mal ist es sogar besonders schwierig, denn Nick weiß nicht, worum es wirklich geht. Das Spiel macht nur vage Andeutungen. Und da geht es um Leben und Tod.
Ich lese die Bücher von Poznanski immer wieder gerne und obwohl Erebos ja eher auf die Zielgruppe der Jugendlichen zugeschnitten ist, begeistert mich die Reihe sehr.

Auch Band 3 habe ich beinahe am Stück durchgesuchtet. Die vielen Rätsel und Andeutungen haben auch mich gepackt und ich habe begeistert mitgerätselt. Auf den Dreh wäre ich aber nie gekommen, wobei im Nachhinein natürlich alles logisch ist. Das Buch beginnt gleich spannend und zieht einen in seinen Bann. Und durch das Verschwinden einer Jugendlichen bekommt alles noch viel mehr Brisanz. Die Kämpfe sind anschaulich erzählt, aber zum Glück nicht überhandnehmend. Die Mischung aus Spielewelt und Realität begeistert mich immer wieder.
Poznanskis Schreibstil ist flüssig und anschaulich, die Charaktere toll ausgearbeitet und auch der Aufbau der Handlung ist super.
Fazit: gerne mehr davon.

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SUPER!!!
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spannend

Der Lehrer - Will er dir helfen oder will er deinen Tod? von Freida McFadden

Die Ehe von Eve und Nate steht nicht zum Besten. Beide sind Lehrer an der örtlichen High-School.
Adeline ist Schülerin und ihr wurde im letzten Schuljahr eine Affäre mit einem Lehrer angedichtet, was ihrer Stellung in der Schule nicht gerade zuträglich ist.
Aus diesen Zutaten mixt McFadden einen Cocktail, der schwindelig macht.

Das Buch startet mit einem Knaller-Prolog. So, dass man sich das ganze Buch über Gedanken macht, wer denn da jetzt erzählt. Da das ganze Buch in Ich-Schreibweise gehalten ist, muss man lange auf die Auflösung warten. Aber die hat es in sich. Und dann ist die Story ja noch nicht zu Ende.
Wer ein Buch von Freida McFadden liest, weiß, dass er sich auf jede Menge Spannung und überraschende Wendungen einlässt. Ihre Schreibweise ist locker und die Kapitel kurz. So rast man nur durch das Buch, weil man so gespannt auf die Lösung ist. Ihre Charaktere sind gut beschrieben und man hat beim Lesen Bilder im Kopf, kann sich alles gut vorstellen und nachvollziehen.
Natürlich gibt es gute und böse Charaktere – und dass man nie weiß, wer jetzt zu welcher Kategorie gehört, macht das Lesen noch vergnüglicher.
Natürlich gibt es auch kleinere Kritikpunkte, aber diese Dinge gestehe ich einem spannenden Lesefluss zu. So war für mich der Brief schon sehr verdächtig und die Mädelsclique fand ich auch etwas überzogen.
Fazit: McFadden zu lesen ist ein wenig wie ein Auto ohne Bremse zu fahren: anhalten geht nicht, bis das Buch durchgesuchtet ist.

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spannend
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ich fand Band 1 besser

Wer ins Licht treten will von Melanie Metzenthin

Ich hatte mich sehr auf die Fortsetzung und auf das Wiedersehen mit Renate und Matthias gefreut und war gespannt, wie es ihnen ergangen ist.
Renate wird auf die Frauenstation versetzt und muss nicht mehr unter ihrem alten Vorgesetzten leiden. Der neue lässt ihr mehr Spielraum. Matthias hingegen hat einen Fußballunfall und droht zu verbittern.

Rudi und Goldie kommen aus Amerika zu Besuch und vor allem Goldie wünscht sich eine Versöhnung mit Ella.
Soweit zur Handlung – und mehr passiert eigentlich auch nicht. Der Großteil der Handlung dreht sich um Goldie. Das fand ich teilweise etwas ermüdend. Stand im ersten Band noch Renate und ihre Ausbildung im Vordergrund, so geriet die fast ins Hintertreffen. Sicher, sie behält eine große Rolle, auch in Goldies Verwandlung, aber mir passierte in diesem Band einfach nicht genug Mitreißendes.
Das große Thema Umweltverschmutzung und Vergiftung der Gewässer, wird nur angerissen, hier hätte man viel mehr draus machen und die Story interessanter gestalten können.
Der Schreibstil von Metzenthin war aber wieder sehr flüssig und die Charaktere authentisch und lebendig.
Fazit: mir hat Band 1 besser gefallen

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Sehr gut

Nach dem Leben von Anna Johannsen

Ein neuer Fall für Hanna Will und Jan De Bruyn
Nachdem Hanna und Jan nun ein Paar geworden sind, verbringen sie viel Zeit in Hannas Wohnmobil. Das eignet sich auch perfekt für Observierungen und Verfolgungen. Und die gibt es in ihrem neuen Fall zuhauf: ein Rentner wird durch eine Insulininjektion ermordet und die Verdächtigen sind vielzählig, aber keinem ist etwas nachzuweisen.

Der neue Krimi von Anna Johannsen ist wieder sehr vergnüglich zu lesen. Zahlreiche Wendungen und Zwischenmenschliches sorgen für eine rasante Handlung. Es wird fieberhaft ermittelt und ganz langsam, Schritt für Schritt, Puzzleteil für Puzzleteil nähert sich der Fall der Aufklärung.
Johannsen hantiert mit vielen Fäden und jongliert mit einigen Bällen, aber am Ende führen alle perfekt zusammen. Man muss aber schon aufpassen, dass man den Faden nicht verliert – denn die vielen Namen und Verdächtigen sorgen teils für Verwirrung. Deshalb ist es gut, dass ich den Nachmittag Zeit hatte und das Buch nicht weglegen musste.
Fazit: toller neuer Krimi von Anna Johannsen.

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Sehr gut