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Rezensionen von Gavroche:

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Vier Frauen

Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid von Alena Schröder

Als erstes ist mir bei diesem Buch der Titel aufgefallen, der an die Beschreibung eines Gemäldes denken lässt, vermutlich vom Beginn des 20. Jahrhunderts. Mir gefiel der Titel gut und er hat sofort meine Neugierde geweckt. Das Cover wiederum passt nicht zum Titel, was ich erwartet hatte, aber macht nur umso neugieriger.

In dieser Familiengeschichte geht es um vier Frauen, die Geschichte erstreckt sich über ein ganzes Jahrhundert, eine Generationengeschichte und im Mittelpunkt steht jedoch ein Gemälde. Den chronologischen Anfang macht Senta, die mit ihrer Tochter Evelyn, zu der sie keine emotionale Bindung aufbauen kann, von einem Leben in Berlin träumt, in den wilden 20er Jahren. Evelyn wächst bei ihrer Tante auf und auch sie hat später kein einfaches Verhältnis zu ihrer Tochter, allerdings zu ihrer Enkelin Hanna. Evelyn erhält einen Brief, in dem es um ein verschollenes Gemälde geht, das dem jüdischen Vater von Sentas zweitem Ehemann gehörte. Vergangenheitsbewältigung, Familiengeschichte, Grauen des Krieges, jüdisches Leben, Mütter und Töchter - hier werden viele Themen angesprochen, doch das Buch ist nicht überfrachtet. Ein poetischer Schreibstil rundet das Ganze ab.

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Vier Frauen
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Beklemmend

Der Mädchenwald von Sam Lloyd

Elissa ist ganz aufgeregt, denn heute ist der Tag des Schachturniers und sie will unbedingt gewinnen. Es geht ihr mehr um die Ehre als um den Preis und der Vormittag verläuft auch wirklich gut. Doch dann geschieht etwas Unfassbares: Elissa wird entführt und wacht in einem dunklen Raum auf. Sie verletzt sich, ist natürlich verstört, aber versucht dennoch, den Raum und ihre Erinnerungen wie ein Schachbrett aufzubauen und alles logisch anzugehen.

Der Mann, der sie in der Gewalt hat, der "Ghul", verlangt absoluten Gehorsam von ihr, sonst wird sie bestraft bzw. im anderen Fall belohnt. Doch sie bekommt noch anderen Besuch, der zwölfjährige Elijah besucht sie. Doch er ist sehr weltfremd und lebt abgeschieden mit seiner Familie im Wald, ohne moderne Kommunikationsmittel. Bis zu einem gewissen Grad will er ihr helfen, doch einfach befreien kann er sie nicht.
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht dieser beiden und aus der Polizistin Mairéad, die mit der Aufklärung des Falls beauftragt ist. Kurze Kapitel und oft wechselnde Perspektiven erhöhen die Spannung. Das Buch ist in zwei Teile unterteilt und es gibt immer wieder überraschende Wendungen bzw. eher Einsichten. Der Titel des Buches erklärt sich im Laufe der Handlung gut. Düster und beklemmend und bis zum Schluss überraschend.

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Beklemmend
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Träume

Miss Bensons Reise von Rachel Joyce

Margery Benson hatte mal einen Lebenstraum: als ihr Vater ihr als Kind von dem goldenen Käfer in Neukaledonien ein Bild in einem Buch gezeigt hatte, wollte sie den Käfer unbedingt in der Realität sehen. Doch das Leben kam dazwischen und dieser Kindheitstraum geriet erstmal viele Jahre in Vergessenheit.

Bis er sich wieder in den Vordergrund drängt und Margery sich auf den Weg macht. Als Assistentin begleitet sie ausgerechnet Enid Pretty - auf den ersten Blick könnte kaum eine unpassender sein. So die Ausgangslage. Rachel Joyce konnte mich auch mit ihrem neuen Buch wieder einmal fesseln und auf eine abenteuerliche Reise mit starken Frauengestalten schicken. Das Gefühlsspektrum reichte von Trauer und Trauma hin zu Forscherdrang und Freundschaft und schickt uns auf eine tolle Reise ins Jahr 1950. Neben einer tollen Geschichte auch wieder ein wunderbarer Schreibstil.

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Unendlich

Miss Bensons Reise von Rachel Joyce

Amy Evans ist 17 Jahre alt und lebt seit dem Tod ihres Vaters mit ihrer Mutter und ihrer Tante in London. Da sie früher schon öfter bei der Tante war, kennt sie ihre beste Freundin Jill schon länger und nun gehen sie auch gemeinsam auf die Saint Michael Schule, eine Schule, die sich die Mutter eigentlich nicht leisten kann, aber die die Tante bezahlt.

Auf einem Schulausflug auf die Tower Bridge stößt sie mit dem geheimnisvollen Louis zusammen und dabei stieben wortwörtlich die Funken, zumindest Amy sieht diese. Doch der Junge reagiert eher abweisend und unfreundlich. Doch was Amy bei dieser Begegnung gesehen hat vor ihrem inneren Auge, das hat sie doch schon mal gezeichnet. Überhaupt scheinen ihre Zeichnungen, die sie wie aus einem inneren Drang heraus zeichnet, eine tiefere Bedeutung zu haben. Schon bald lernt sie in der Schule auch Nathan kennen, der größte Konkurrent von Louis. Das erste Drittel des Buches zog sich meiner Meinung nach zu sehr und alles wies auf eine klassische Dreierbeziehung hin. Doch das besserte sich später zum Glück und es gab ein paar Überraschungen.

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Emotional

Kinderklinik Weißensee - Zeit der Wunder von Antonia Blum

Ein sehr emotionaler Auftaktband, der sich mit einer Kinderklinik zu Beginn des 20. Jahrhunderts beschäftigt, eine aufregende und neue Zeit für Krankenhäuser. Der Beginn ist schon sehr traurig. Nachdem erst so schön der sechte Geburtstag von Marlene gefeiert wird, stirbt die Mutter bereits ein paar Stunden später und Marlene und ihre kleine Schwester Emma sind Waisen.

Sie fliehen in die Hauptstadt Berlin, um dem Waisenhaus zu entkommen, was jedoch nicht gelingt, wie wir aus der Rückschau erfahren. Dann gibt es einen großen Zeitsprung und die beiden Schwestern dürfen ihre Ausbildung zur Kinderkrankenschwestern in der Klinik Weißensee beginnen. Welch aufregende Zeiten! Nicht nur für Marlene und Emma, sondern auch für uns als Leser, die hier gute Einblicke in die Ausbildung und die Funktionsweise der Klinik erhalten. Aber auch über die Rolle der Frau und die allgemeine politische Situation erfährt man hier - gut eingebunden in das Romangeschehen - so einiges. Ich fand es gut, dass die beiden Schwestern so unterschiedlich sind und habe immer mitgefiebert, ein wenig mehr noch mit Marlene, die eindeutig im Mittelpunkt steht. Toller Schreibstil, tolle Geschichte - ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

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Dengler ermittelt

Kreuzberg Blues von Wolfgang Schorlau

Georg Dengler ermittelt nunmehr bereits in seinem zehnten Fall. Und nun muss er auch noch von Stuttgart nach Berlin. Und das alles auch noch in Zeiten der Corona-Pandemie - also ein topaktueller Fall. Dies zeigt sich nicht nur daran, dass die handelnde Zeit in das Jahr 2020 mit der alles beherrschenden Corona-Pandemie gelegt wird, sondern auch das Thema ist brisant und leider nur allzu bekannt: es geht um Gentrifizierung.

Ein Immobilienhai, der mit seinen fiesen Methoden nicht nur Mietshäuser, sondern auch eine Kindertagesstätte schließen möchte, um an der Stelle ein schickes neues Haus für zahlungskräfitge Kunden bauen möchte. Dabei schreckt die Kröger AG nicht vor Ratten zurück. Und so ruft Silke, eine Freundin von Olga, diese zur Hilfe. Wie immer sehr gut recherchiert und die Problematik wird sehr deutlich, doch tritt der Unterhaltungsaspekt dabei auch nicht in den Hintergrund. Dengler hat es einfach drauf - bzw. Wolfgang Schorlau natürlich.

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Beziehungen

Bären füttern verboten von Rachel Elliott

Sydney Smith steht im Mittelpunkt dieses Buches, denn alle anderen Charaktere, die hier vorkommen und deren Geschichte wir erfahren oder die wir gewissermaßen ein Stück weit ihres Lebensweges begleiten, treffen auf sie oder standen schon vorher in einer Beziehung zu ihr. Sydney ist Freerunnerin und zu ihrem 47.

Geburtstag traut sie sich endlich wieder nach St. Ives. Ihre Lebensgefährtin findet das außerordentlich befremdlich. Sydney wollte noch nie ihren Geburtstag feiern, doch nun verreist sie ganz alleine. Was steckt dahinter? Sehr viel, wie wir Leser im Laufe des Buches erfahren. Und auch, wie die Personen zusammenhängen. Eine gelungene Geschichte und ein toller Schreibstil. Eine Geschichte, die mich zum Nachdenken angeregt hat. Aber auch eine Geschichte mit so einigen skurrilen Charakteren und schon ein wenig britisch - im positiven Sinn.

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Beziehungen
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Asterix

Asterix - Der Goldene Hinkelstein von René Goscinny; Albert Uderzo

Bei diesem Asterix-Band handelt es sich um einen, der ursprünglich als Schallplatte erschienen ist und nun auch auf deutsch erhältlich ist. Die Konzeption als booklet ist natürlich eine andere als die eines DINA4formatigen Comic-Bandes und das merkt man auch bei der Aufteilung. Worum es geht? Um einen Barden-Wettstreit zu dem natürlich auch Troubadix möchte, in der festen Überzeugung, dort den Goldenen Hinkelstein zu gewinnen.

Um die Katastrophe abzumildern oder zu verhindern, bittet Asterix den Häuptling Majestix, den Barden zu begleiten. Und natürlich darf auch Obelix dann nicht fehlen. Soweit so gut. Die Zeichnungen sind genial wie immer. Doch die Dialoge und Texte, puh, das war einfach nichts für mich. Die Sprache war so ungeschliffen und "gewollt". Natürlich auch ungewohnt, da es keine Sprechblasen gab, aber dennoch war ich sehr enttäuscht davon.

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Asterix