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Rezensionen von Solstice:

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Besser geht's wirklich nicht

Skitouren in Osttirol und Oberkärnten von Thomas Mariacher

200 Schitouren in den Hohen Tauern, Villgrater Bergen, Lienzer Dolomiten und am Karnische Kamm Osttirols und Oberkärntens sind in diesem dicken, bilder- und informationsreichen Buch versammelt - und der Autor Thomas Mariacher ist sie alle gegangen. Kein Wunder, schließlich ist Mariacher seit mehr als 30 Jahren in den Bergen unterwegs - zuerst als Jugendlicher bei den Sektionstouren seiner Lienzer Alpenvereinsgruppe, später auch als Berg- und Schiführer im gesamten Alpenraum.

Jede einzelne Schitour wird zuerst mit einleitenden Worten über die Region, in der sie sich befindet, beschrieben. Dann folgen eine detaillierte Anfahrt samt Ausgangspunkt, bevor die Route an sich genau so beschrieben wird, wie man das Gelände dann mit denn angeschnallten Tourenschi auch vorfindet. Dazu immer wieder nützliche Hinweise über Sonnenexposition, Schneequalitäten und nicht zuletzt Lawinengefahr - zu Beginn des Buches wird samt erklärender Zeichnungen auch noch ausführlich über die grundlegenden Kriterien bezüglich der Gefahren von Schitouren informiert, damit ein sicheres Heimkommen immer gewährleistet ist. Autor Mariacher geizt dabei nicht mit Geheimtipps, Hintergrundwissen und auch Alternativroutenvorschlägen, falls Wetter und/oder Jahreszeit gerade nicht mitspielen. Garniert sind die mehr als 500 Seiten mit malerischen Bildern samt eingezeichneter Aufstiegsrouten, damit wirklich alles klar ist.
"Skitouren in Osttirol und Oberkärnten" ist ein wirklich gelungenes Werk, geschrieben von einem Profi und Naturliebhaber, das sich vom Anfänger bis zum Schitouren-Veteranen eignet und dazu auch noch kompakt genug ist, um im Rucksack gut Platz zu finden. Bestnote, unbedingte Empfehlung!

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Besser geht's wirklich nicht
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Unser Leben ist vergänglich, die Berge sind ewig - oder nicht?

BERG 2021 - Alpenvereinsjahrbuch von Deutscher Alpenverein; Österreichischer Alpenverein; Alpenverein Südtirol; Redaktion: Axel Klemmer

Auch an den Bergen zieht die Coronakrise nicht spurlos vorbei, im Falle des 145. Alpenvereinsjahrbuchs "Berg 2021" an den Alpen bzw. am Karnischen Kamm: "Die plötzliche Unverfügbarkeit der Berge, die wir zeitweise erfahren haben, kann sie uns tatsächlich näherbringen", wird ein Soziologe im Vorwort von Axel Klemmer zitiert.

Im Buch erledigen das dann Bergmenschen wie Andrea Eisenhut oder Hermann Huber bzw. Porträts dieser Urgesteine des Alpinismus: In gewohnt einfühlsamen Überblicken über das Leben dieser Berg- und Fels-Verliebten erkennen Alpinisten genauso wie Leute, die die Berge am liebsten von unten beobachten, was den ewigen Antrieb auslöst, sein Leben dem Bergsteigen in allen seinen Formen zu widmen. "Entweder du bringst die Leistung oder du bringst sie eben nicht. Da gibt es keine Ausreden. Auch vor dir selbst nicht" ist nur eine von vielen Möglichkeiten, Menschen immer wieder in die Berge zu bringen, hier im Falle Andrea Eisenhuts.
In dieser Ausgabe des Alpenvereinsjahrbuchs besonders interessant: Das Kapitel "Bergwissen - ich habe Recht" - ein Abriss über Rechte und Ansprüche jenseits der Baumgrenze - sowohl des Menschen, als auch der Natur. Was das in einem Buch übers Bergsteigen so wertvoll macht? Das Recht - und seine Verletzungen - ist Unterbau und Ursache allen Unrechts, das den Bergen in den vergangenen Jahrzehnten vielerorts und von vielen angetan wurde, und das neben der Klimakrise das Fortbestehen unserer stillen Zeugen aller Zeitalter so, wie wir sie bisher kannten, massiv gefährden. Für die Aufnahme dieses Kapitels und für das grundsätzliche Eintreten für den Schutz unserer Berge gebührt dem österreichischen Alpenverein und seinen Nachbarvereinen in Deutschland und Südtirol großer Dank!
Unterm Strich ist das Alpenvereinsjahrbuch "Berg 2021" wie jedes Jahr ein hochaktueller Spiegel des Zeitgeschehens, nicht nur in Höhen über 1.500 Meter. Unbedingte Empfehlung!

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Unser Leben ist vergänglich, die Berge sind ewig - oder nicht?
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Klettern, leben, lieben

Kurt Albert von Tom Dauer

"Frei denken, frei klettern, frei sein" ist in zehn Kapitel unterteilt, zu deren Beginn jeweils eine philosophische Weisheit steht. Ein Satz Ludwig Wittgensteins steht vor dem ersten Kapitel "Das Unvorstellbare": "Worüber man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.

" Mit dem Unvorstellbaren ist Kurt Alberts Tod gemeint - bei jener Tätigkeit, die er am meisten von allen liebte, beim Klettern. Wahrscheinlich wegen eines Flüchtigkeitsfehlers, genau wird man es nie klären können.
Im zweiten Kapitel beschreibt Biograph Tom Dauer schon wieder etwas Unvorstellbares, nämlich aus heutiger Sicht Kurt Alberts Weg von einem "ganz normalen" Schulkind zum Kletterer - in den 1970er-Jahren wahrlich etwas Besonderes, im Gegensatz zu heute, wo fast an jeder Ecke Kletterhallen zu sprießen scheinen.
Eltern, Freunde, Weggefährten, aber auch Briefe erzählen sehr anschaulich, wie Kurt Albert von ersten Kletterübungen auf Felsen und Mauern bald in seine ersten Wände einsteigt - und schließlich zu einem der ersten "Cracks" der erwachenden Klettererszene wird. Von den verschiedenen Kletterabenteuern auf den verschiedenen Kontinenten bis hin zu Kurt Alberts Beziehung zu (den) Frauen wird das Leben dieses Solitärs unter den Bergliebhabern mehr be- als durchleuchtet - stets hält sich Tom Dauer dort vornehm auf Distanz, wo die Fantasie des Lesers mehr ausrichten kann, als seine Worte, und beschreibt jede Einzelheit dort intensiv, wo es nötig ist: Am Fels, beim Klettern, in den Bergen - weil dort Kurt Alberts Sehnsucht nach, Leidenschaft für und innige Beziehung zu Bergen ihren Ursprung und ihre Erfüllung fand. Tom Dauer eignet sich übrigens ganz vorzüglich als Biograph dieses Ausnahme-Bergmenschen, weil er noch zu Lebzeiten Kurt Alberts ein Monat lang mit ihm eine Hütte im Basislager des Berges Fitz Roy geteilt hat - um schließlich sein Standardwerk "Cerro Torre - Mythos Patagonien" verfassen zu können.
Kletterer genauso wie Nicht-Kletterer werden beim Lesen dieses Buchs sicher große Freude haben, auch noch beim zweiten oder dritten Mal! Unbedingte Empfehlung.

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Ein Prachtband, der das Herz berührt.

Alpengletscher - eine Hommage von Andrea Fischer

Unsere Gletscher sind prächtig und mächtig, aber vergänglich. Dass die Eisriesen unserer Alpen unseren Enkeln wahrscheinlich nicht mehr für unvergessliche Bergerlebnisse zur Verfügung stehen werden, ist heute den meisten klar. Genau deshalb ist Andrea Fischers und Bernd Ritschels Prachtbildband über die Alpengletscher so verdienstvoll: Weil die große Anzahl an eindrucksvollen Fotografien die Faszination Gletscher lebensnah wiedergibt und so auch kommenden Generationen bewahrt, zumindest beim Durchblättern.

Die Bildreise durch die Alpen, von Ost nach West und vom Großglockner zum Mont Blanc wird mit Texten durchbrochen, die zwar betont sachlich, aber dennoch mit großer Ehrfurcht, die zwischen den Zeilen immer wieder merkbar ist, die einzelnen Gletscher und das Leben mit ihnen und rund um sie wortreich beschreiben. Dabei ist vom "Tagebuch eines Gletschervermessers" bis zur poetischen "Ehrerbietung an die Gletscher" viel unerwartetes, aber stets interessantes dabei. Bei der Lektüre nähert man sich dem eiskalten Naturphänomen mehr und mehr an, sodass beim Leser letztlich ein Bewusstsein für die Gletscher und vor allem für ihre Bedeutung innerhalb des Lebensraums Alpen entsteht: Als Indikatoren für den Zustand des bedeutendsten europäischen Gebirges, aber auch für den Zustand des ganzen Globus kommt ihnen größtmögliche Bedeutung zu. Den Anspruch, dem Leser Existenz, Schönheit und Vergänglichkeit unserer Gletscher ans Herz zu legen, erfüllt "Alpengletscher - Eine Hommage" in beeindruckender Perfektion.

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Der Autor war selbst dabei

Ehrensache Leben retten von Walter Spitzenstätter

Walter Spitzenstätter hat mit "Ehrensache Leben retten" nicht einfach eine Chronik der Tiroler Bergrettung geschrieben. Dieses Buch kann mehr, wovon schon das schiere Gewicht und Volumen eindrucksvoll zeugen. In unzähligen Erinnerungen, Zeitdokumenten und kurzen Erzählungen dokumentiert Spitzenstätter die Geschichte dieser für Österreichs alpinstes Bundesland ganz wesentlichen freiwilligen Rettungsorganisation.

Sowohl die technische Entwicklung, als auch die Veränderungen in der Organisation werden dabei ausführlich beleuchtet. So werden etwa anhand eines schweren Bergunfalls Neuerungen in der Seiltechnik leicht veständlich erklärt. Aber auch zwischenmenschliches kommt keineswegs zu kurz, etwa Unstimmigkeiten in der Führungsebene, die in weiterer Folge weitreichende Veränderungen in der Charakteristik der Tiroler Bergrettung auslösten.
Walter Spitzenstätter ist aber nicht nur ein Autor, der Informationen zusammengesammelt und aufgeschrieben hat - er war ganz persönlich über viele Jahrzehnte dabei, wenn Menschen in höchsten Tiroler Höhen aus steilen Wänden gerettet wurden. Als einer der besten Bergsteiger und Felskletterer seiner Zeit kennt Spitzenstätter die Abläufe und Zusammenhänge wie kein anderer. Unterm Strich ein großes Buch voller unterhaltsamer Information über die Tiroler Bergrettung, das einen viele Abend lang beschäftigen kann. Gratulation an den Autor!

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Umfassend. Aufrüttelnd. Bergverbunden.

Berg 2020 von Deutscher und Österreichischer Alpenverein

"Berg 2020" hat zwei Schwerpunkte: die "BergWelt Arlberg" und den "BergFokus Eis". Das Arlberg-Gefühl, der Wandel des Lechs und der Schilauf als Lebensstil prägen die "BergWelt Arlberg". Die Verbindung von Berg und Eis, Gletscher und Schnee als Lebensraum und was kommen wird, wenn das Eis geht, lassen beim Lesen manchmal frösteln - ist doch der Klimawandel mit seinen Konsequenzen wie Schneemangel, Felssturz und Wetterextremen nicht nur bereits als ständiger Begleiter in die Alltagsnachrichten eingezogen, sondern hiermit auch in die alpine Literatur.

Da passt der Schriftzug "Band 144" vorne auf der ersten Seite gut ins Bild - handelt es sich doch zugleich um die Notrufnummer der österreichischen Rettung. Die Alpen sind ein wunderschöner, wildromantischer und massiv bedrohter, uralter Kulturlebensraum, der in diesem Jahrbuch, das gleichzeitig ein Foto-Prachtband ist, notwendigerweise auch von seiner bedrohten Seite her betrachtet wird. Unbedingte Leseempfehlung für (Berg-)Ästheten, (Wildnis-)Liebhaber und (Heimat-)Bewahrer.

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Angela Eiter - eine kleine Lady klettert ganz nach oben

Alles Klettern ist Problemlösen von Angela Eiter

Aus dem Tiroler Pitztal kommt sie, aus einem kleinen Dorf. In der Schule kommt das zarte Mädchen das erste Mal mit einer Kletterwand in Berührung - und klettert bald allen davon. Dann die ersten Jugendwettbewerbe, plötzlich ist sie in den Alpen ein Star und gewinnt in Italien, Frankreich und der Schweiz.

Immer wieder machen ihr Verletzungen zu schaffen. Auch eine Konkurrentin, die um einiges jünger ist und schon viel früher professionell zu trainieren begann, rückt aufs Siegespodest auf. Doch Angi Eiter will es noch einmal wissen und trainiert härter und verbissener, als je zuvor – und schafft es! Wieder steht sie ganz oben, auf dem Siegerstockerl wie im Leben. Immer mit dabei ihr treuer Papa, der seine Familie als Holzfäller ernährt ist und sich das Training und die Zeit für die Unterstützung nur schwer leisten kann. Später auch Angis Freund, der zuletzt zum Ehemann und Stütze fürs Leben wird. Alles aufgeschrieben von Angi Eiter selber, „wie ihr der Schnabel gewachsen ist“ - ein lockerer, jugendlicher und immer hundertprozentig authentischer Erzählstil. Tolle Frau, tolles Buch!

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Der Reichtum des Wienerwalds

Wienerwald von Werner Gamerith

Ein Liebhaber, ein Naturliebhaber mit weitem Blick ist der Autor, Fotograf und Pionier der Umweltbewegung Werner Gamerith. Das merkt man diesem Buch sehr schnell an, das dem Reichtum der Landschaft zwischen der Großstadt Wien und den Alpen gewidmet ist. Viele prachtvolle Fotos veranschaulichen Werner Gameriths Begeisterung für die 1.

000 km² dieser Kulturlandschaft zwischen dem Wiener und dem Tullner Becken. Dem Wechsel der Jahreszeiten in einem der größten Laubwaldgebiete Mitteleuropas wird genauso viel Information in Text und Bild gewidmet, wie etwa Burgen und Ruinen. Werner Gameriths große Leidenschaft ist aber der naturnahe Wald mit seinen unzähligen Lebensformen und deren fruchtbaren Beziehungen untereinander, an denen auch der Mensch wesentlichen Anteil hat. Flora und Fauna mit ihren Rollen und Aufgaben im Gefüge der Natur, mit ihren Eigenheiten, Tricks und Geheimnissen werden kurzweilig und unterhaltend beschrieben, vom Wolf bis zur Rötelmaus weiß Werner Gamerith vieles zu berichten. Ganz besonderes Anliegen ist dem Autor die natürliche Erhaltung des Wienerwalds, daher wendet er sich entschieden gegen Verbauungen oder auch Begradigungen von Bachläufen. „Besinnliche Ruhe oder fordernde Abenteuer, überraschende Entdeckungen oder die Größe und Schönheit einer Welt voller Geheimnisse, die geworden und nicht von Menschen gemacht ist – all diese Naturerfahrungen stärken Körper, Geist und Gemüt“, schreibt Werner Gamerith über den Wienerwald. „Dieser Reichtum ist mehr wert als alles Geld. Ihn zu bewahren, schulden wir unseren Nachkommen.“

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Ein Buch, das lebensverändernd wirken kann

Botschaft der Natur von Werner Gamerith

„Wir können wohl manches kaufen, das Wesentliche für ein geglücktes Leben wird uns aber geschenkt“, schreibt Autor Werner Gamerith in seinem jüngsten Werk „Botschaft der Natur“. Auf über 160 Seiten nimmt er den Leser mit auf einen Streifzug quer durch die österreichische Flora und Fauna, auf dem er immer wieder auf die vielen verschiedenen Beziehungen innerhalb unserer Biosphäre hinweist.

Nicht zuletzt haben auch wir Menschen eine ganz wesentliche Verbindung zur Natur, ist sie doch nicht nur Spenderin von Atemluft und Nahrung, sondern hat auch einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf unser Seelenleben: „Als eindrucksvolle Gestalten, die uns überragen und überdauern, sind sie wunderbare Gleichnisse für Mühsal und Segen, für Stärke und Glück unseres Lebens“, steht da über Bäume geschrieben. „Im Schatten besonderer Bäume schöpfen viele Menschen Kraft oder treffen sich mit anderen zu Spiel und Gespräch.“ Werner Gamerith weiß, wovon er schreibt, ist er doch nicht nur seit Jahrzehnten einer der österreichischen Pioniere der Umweltbewegung, sondern auch Konrad-Lorenz-Preisträger für Umweltschutz für die Verbindung von Kunst und Ökologie. Besonders am Herzen liegen ihm Naturgärten, deren bunte Vielfalt des Lebens er auch mit vielen Fotos überzeugend beschreibt. Werner Gamerith hat einen weiten Blick auf die Natur mit ihren unendlich vielen Beziehungen – und auf uns, die wir auf die lebensspendende Verbindung zu einer intakten Umwelt angewiesen sind. Kritisch analysiert der 1939 Geborene die bedrohlichen Fehlentwicklungen unseres technisch-industriellen Zeitalters auf Natur und Klima: „Die Menschheit befindet sich in der Rolle des Zauberlehrlings, der die Geister, die er rief, nun nicht los wird.“ Werner Gamerith weist mehr als einmal auf unsere wesentliche Rolle im großen Ganzen unseres Planeten hin und betont den Wert von „Einigkeit, zum Wohl aller Bewohner unseres einzigen Heimatplaneten“. Ein großes, weites Buch für alle, die die Natur lieben – und für alle, die sie noch nicht gut kennen und daher noch nicht lieben. Darum Achtung, die Lektüre dieses liebevoll gestalteten Werks kann ihr Leben grundlegend verändern. Zum Positiven.

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Ein echtes Integrationsbuch!

BERG 2019 von Deutscher Alpenverein; Österreichischer Alpenverein; Alpenverein Südtirol; Axel Klemmer

Das Alpenvereins-Jahrbuch 2019 wird vom Deutschen Alpenverein, dem Österreichischen Alpenverein und dem Alpenverein Südtirol gemeinsam herausgegeben. Es vereint eine scheinbar willkürlich zusammengetragene Sammlung von Berg-, Natur- und Menschen-Geschichten mit Schwerpunkt Ankogel und Hochalmspitze.

Beim Lesen und Bewundern der unzähligen prächtig fotografierten Bilder fällt aber auf, dass die Reihenfolge der Texte einer wunderbaren Struktur gehorcht: Beginnend beim Kernthema Ankogel und Hochalmspitze zieht das Alpenvereinsjahrbuch einen weiten Crossover-Bogen über Berg-Motivation, Berg-Menschen, Berg-Wissen und Berg-Kultur. Lesetipp: Das Interview von Riki Daurer mit Stefan Winter, das sich - kritisch - mit der aktuellen Bergbegeisterung in der Gesellschaft auseinandersetzt.
Warum das Alpenvereinsjahrbuch 2019 aber ein e c h t e s Integrationsbuch ist, entpuppt sich ab Seite 108, wo es um Inklusion am Berg geht: Menschen mit Handicap gehen in die Berge, nein - führen sogar nicht gehandicapte Menschen dorthin, als Erlebnispädagogin, wie Andrea Szabadi Heine.
Langer Schreibe, kurzer Sinn: Dieses Buch unterhält locker einen langen, kalten Winter lang und macht dabei Lust auf unzählige Abenteuer in den Alpen, sei es in der Ankogelgruppe oder sonstwo. Unbedingte Empfehlung!

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