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Rezensionen von BarbaraM:
Eine wunderschöne Einladung Naturkosmetik selbst herzustellen
Du darfst auf meine Haut von Barbara Hoflacher
„Du darfst auf meine Haut – Naturkosmetik selber machen“ von Barbara Hoflacher ist 2019 im Verlag Löwenzahn erschienen und umfasst in der gebundenen Ausgabe 176 Seiten.
Dieses Buch lädt jeden förmlich dazu ein, seine Kosmetik selbst herzustellen. Die Rezepte sind einfach und prima nachzuvollziehen, die Zutatenliste jeweils überschaubar und der Erfolg quasi garantiert.
Es handelt sich hier um ein Buch, das absolut für Anfänger geeignet ist. Ich kann mir aber vorstellen, dass hier auch der ein oder andere Kniff für „Profis“ noch nachzulesen ist.
Ein besonderes Extra stellt das beigefügte Rezeptbüchlein dar, in das man seine Lieblingsrezepte eintragen kann, dar.
Der Autorin Barbara Hoflacher gelingt es mit ihrem persönlichen und dabei unglaublich informativen Schreibstil, dem Leser ihre Leidenschaft für das Herstellen von Naturkosmetik nahe zu bringen. Ihr gelingt dies auf sehr angenehme, lebendige, praxisnahe und anschauliche Art und Weise. Es ist toll, sich selbst einen Teil ihres unglaublichen Wissensschatzes anzueignen.
Besonders hervorzuheben sind auch die wunderschönen, natürlich gehaltenen, bunten Zeichnungen der Illustratorin Ruth Veres und die vielen Fotos. Die ganze Gestaltung und das Layout sind qualitativ hochwertig und gut durchdacht und es macht einfach Freude, sich auch optisch mit diesem Buch auseinanderzusetzen.
Fazit: Hier handelt es sich um einen Ratgeber zum Thema „Naturkosmetik selber machen“, der Anfängern einen Einblick gibt und Lust macht, das ein oder andere Produkt für sich selbst oder auch als Geschenk herzustellen.
Das Naturkosmetik-Abenteuer hat mich in den Bann gezogen und gefällt mir gut. Allerdings bin ich eine Anfängerin und kenne mich, was das Thema „Haltbarkeit“ anbelangt, nicht sehr gut aus. Die Autorin gibt jeweils an, wie lange die Produkte richtig gelagert haltbar sind. Es ist wichtig, sich gründlich mit dem Thema „Naturkosmetik, Hygienestandards und Haltbarkeit“ auseinanderzusetzen, denn geschadet soll hier niemandem werden!
Ein unglaublich berührender, feinfühliger und wortgewaltiger Roman
Auf deinem Mond ein Feigenbaum von Felix Söring
„Auf deinem Mond ein Feigenbaum“ von Felix Söring ist 2019 im Books on Demand-Verlag erschienen und umfasst 320 Seiten. Der Autor wurde 2019 mit seinem Roman für den Deutschen Selfpublishing Preis nominiert.
Carmela und Jan führen eine wunderbare Ehe und lieben ihre Tochter Matilda aus tiefstem Herzen.
Doch dann wird bei Carmela die Diagnose Krebs gestellt und sie verstirbt. Jan und Matilda stehen vor einem Trümmerhaufen und müssen sich nun mit dem Tod, der Trauer und den neuen Lebensbedingungen auseinandersetzen. Dies fällt den beiden unglaublich schwer und bevor sie sich wieder einander annähern und die Trauer gemeinsam angehen, bewegen sie sich auseinander…
Felix Söring gelingt es in seinem Roman den Leser durch seinen wortgewaltigen, intensiven Schreibstil in den Bann zu ziehen. Er bewegt sich dabei auf einem sprachlich hohen Niveau, was einen absoluten Lesegenuss für mich darstellt.
Ich als Leserin fühlte ab der ersten Seite sowohl was die Höhen als auch die Tiefen von Carmela, Matilda und Jan anbelangt, mit und konnte mich gut in die Personen hineinversetzen und deren Gefühle und Gedanken nachvollziehen. Felix Söring schafft es in seinem Roman das Thema des „Abschiednehmens“ und „Loslassens“ auf sehr intensive und tiefgründige Art und Weise darzustellen. Ich habe dies sehr genossen.
Fazit: Ein wunderschöner, feinfühliger und sehr lesenswerter Roman.
Es war für mich ein Erlebnis, dieses Buch zu lesen und in die Welt von Carmela, Matilda und Jan einzutauchen.
Es hat mich sehr berührt und bereichert und klingt ganz wunderbar in mir nach.
Ich empfinde es zudem als sprachlichen Schatz!
Anders als erwartet – abgedreht. Enttäuschend? Vielleicht?!
Mittwoch also von Lotta Elstad
„Mittwoch also“ - von Lotta Elstad verfasst - ist 2019 im Verlag Kiepenheuer und Witsch erschienen und umfasst in der gebundenen Ausgabe 292 Seiten.
Hedda ist eine Frau in den Mitdreißigern und stellt fest, dass sie ungewollt schwanger ist. Sie sucht einen Arzt für eine Schwangerschaftsabbruch auf und dieser erklärt ihr, dass sie vorher eine Bedenkzeit von drei Tagen einhalten muss.
Ich möchte hier vorweg schicken, dass meine Erwartungen an das Buch nach dem Lesen des Klappentextes nicht erfüllt wurden. Dieser versprach einen humorvollen Beitrag über das Recht auf Abtreibung inklusive klarer feministischer Agenda eingebunden in eine interessante Geschichte um die Protagonistin Hedda, die ungewollt schwanger wurde. In meinen Augen wurde das Buch diesem Anspruch nicht gerecht. Vielleicht verstehe ich aber unter anderem auch die Art des Humors nicht.
Tatsächlich habe ich eine Auseinandersetzung zum Thema „Abtreibung“ erwartet, Gedanken zu Pro- und Contra-Argumenten, Einblicke in das Gefühlsleben von Hedda, Entwicklungsprozesse in egal welche Richtung, eine gewisse Anteilnahme durch den Leser, Einblick in die Welt von Freunden und des Vielleicht-Vaters Im Hinblick auf eine mögliche Abtreibung.
Ich jedoch wurde mitgerissen in Heddas Welt und gleichzeitig abgestoßen ob ihrer Verdrängung, Planlosigkeit und gefühlten Chaoses. Enttäuscht von pseudointellektuellen, langatmigen Monologen ihrer Freunde und letztendlich von der mir persönlich zu wenigen Auseinandersetzung mit dem Thema „Abtreibung“ – von Humor für mich: keine Spur!
Lotta Elstads Sprachstil bewundere ich nach wie vor sehr und er passt absolut zu Hedda und bildet auch all die anderen Figuren gekonnt ab. Sie schreibt rasant, mit sehr viel Druck, fordert ihre Leser, stresst und hetzt. Sicherlich besonders und hervorstechend in dem oftmals vorherrschenden Einheitsbrei.
Ein unglaublich berührender, so wunderbar naturverbundener und feinfühliger Debütroman
Der Gesang der Flusskrebse von Delia Owens
„Der Gesang der Flusskrebse“ von Delia Owens ist 2019 im Verlag hanserblau erschienen. Der Roman umfasst in der gebundenen Ausgabe 464 Seiten.
Kya, das Marschmädchen, musste von frühester Kindheit an sehr selbstständig sein und sehen, wie sie im Leben zurechtkommt. Sie stellt eine Außenseiterin dar, die sich weit ab von der Stadt, im Marschland, auskennt wie kein zweiter Mensch.
Sie weiß um die Pflanzen, Tiere, das Wasser und die Zusammenhänge. Nun soll sie schuld sein, am Tod von Chase Andrews, da sind sich fast alle Stadtbewohner einig.
Delia Owens gelingt es in ihrem Roman den Leser durch ihren feinfühligen, ruhigen, fesselnden und sehr malerischen Schreibstil in den Bann zu ziehen. Ich als Leserin fühlte so ab der ersten Seite sowohl was die Höhen als auch die Tiefen von Kya anbelangt, mit und konnte mich gut in die Protagonistin hineinversetzen und ihre Gefühle und Gedanken nachvollziehen. Die Autorin erzählt die Geschichte in zwei verschiedenen Handlungssträngen. Der eine handelt in der Vergangenheit vom Heranwachsen des Mädchens Kya, der andere berichtet von dem Fund einer Leiche in der Gegenwart. Beide Handlungsstränge laufen letztendlich in einem permanent aufrechterhaltenen Spannungsbogen zusammen. Delia Owens schafft es in ihrem Roman gleichzeitig eine Kriminalgeschichte zu erzählen und die Lebensgeschichte von Kya und ihrer großen Liebe zum Marschland. Ich habe dies sehr genossen.
Fazit: Ein wunderschöner, feinfühliger und sehr lesenswerter Roman.
Es war für mich ein Erlebnis, dieses Buch zu lesen und in die Welt von Kya einzutauchen.
Ein rasanter Kinderweihnachtskrimi
Die fantastischen Abenteuer der Christmas Company von Delia Owens
Das Buch „Die fantastischen Abenteuer der Christmas Company“ von Corinna Gieseler umfasst 288 Seiten, ist in 22 Kapitel unterteilt und 2019 im Hummelburg Verlag erschienen.
Freda hat einen ganz besonderen Kater in ihrem Zuhause, denn am 6. Dezember wird telefonisch nach ihm verlangt und Freda erkennt, dass ihr Kater Mr.
Livingstone doch tatsächlich sprechen kann. Und schon beginnt eine turbulente Vorweihnachtszeit für Freda, denn sie folgt Mr. Livingstone zum Nordpol. Dort ist die Christmas Company ansässig und innerhalb der Firma läuft einiges schief, denn das Weihnachtsfest kann dieses Jahr wohl nicht mit Geschenken stattfinden: die Weihnachtsliste wurde nämlich gehackt. Freda, Mr. Livingstone, der Engel Serafin und der Kobold Junker machen sich auf den gefährlichen Weg und wollen Weihnachten retten…
Corinna Gieseler ist mit ihrem Buch eine schöne Geschichte zur Rettung des Weihnachtsfestes gelungen, die mir jedoch manchmal ein bisschen zu überfrachtet war mit den vielen Begegnungen mit Weihnachtsgestalten und – bräuchen aus allen möglichen Ländern. In meinen Augen hätte es gerne ein bisschen weniger turbulent sein dürfen. Da kam mir der Genuss des Buches dann einfach ein wenig zu kurz.
Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen und prima geeignet für junge Leser ab 9 Jahren.
Gut gefallen hat mir, dass am Ende des Buches die darin vorkommenden Winterfiguren und Weihnachtsbräuche nochmals erklärt werden.
Fazit: Kinder, die gerne spannende, actionreiche und auch lustige Geschichten lesen, dürfen hier gerne zugreifen und werden sicherlich ihren Lesespaß haben.
Für mich persönlich war es ein bisschen zu viel Action und die von mir erhoffte Weihnachtsstimmung ging dadurch etwas verloren.
Ein ganz besonders gelungenes Kinderbuch
Über die Grenze von Maja Lunde
Sarah und ihr großer Bruder sind zwei jüdische Kinder zur Zeit des zweiten Weltkrieges in Norwegen, die gerade auf der Flucht nach Schweden zu ihrem Vater sind. Gerdas und Ottos Eltern wollten den jüdischen Kindern helfen, wurden allerdings ganz plötzlich verhaftet und so übernehmen Gerda und Otto deren Aufgabe als Fluchthelfer.
So beginnt ein gefährliches Abenteuer.
Mit ihrem Buch „Über die Grenze“ ist Maja Lunde eine realitätsnahe und sehr lesenswerte Geschichte über die Flucht zweier jüdischer Kinder zur Zeit des Zweiten Weltkrieges gelungen, das im Verlag Urachhaus erschienen ist und 190 Seiten umfasst.
Das Buch ist in viele kleinere (meist 5-8 Seiten) Kapitel unterteilt und in einfacher, klarer, lebendiger Sprache zu lesen. Also prima für Kinder geeignet. Regina Kehn leitet jedes Kapitel mit einer passenden Illustration ein.
Die Handlung ist realitätsnah und lädt zum Mitfühlen und Nachdenken ein.
Wir haben die vier Protagonisten sofort ins Herz geschlossen und wurden während des Lesen immer wieder zum gemeinsamen Gespräch angeregt. Das hat uns (Mama und zwei Kinder) sehr gut gefallen.
Fazit: Wir sprechen eine absolute Leseempfehlung aus für Jungen und Mädchen ab 9 Jahren, die in die Welt der beiden jüdischen Kinder auf der Flucht eintauchen wollen, die erfahren wollen, wie wichtig Hilfsbereitschaft, Solidarität und Verbundenheit ist, was Menschlichkeit bedeutet und auch die sich in kindgerechter Art und Weise damit auseinandersetzen wollen, welch großes Leid mit dem zweiten Weltkrieg verbunden ist ohne zu sehr ins Detail zu gehen.
Man merkt der Geschichte an, dass sie mit sehr viel Herzblut geschrieben wurde und dass Maja Lunde die Auseinandersetzung mit dem Thema „Zweiter Weltkrieg und Kinder“ sehr ernst nimmt.
Trotz des ernsten Inhalts gelingt es Maja Lunde auch eine gewisse Leichtigkeit in ihre Geschichte zu bringen, indem sie ganz alltägliche Anliegen von Kindern wie beispielweise Streit unter Geschwisterkindern und Spielfreude geschickt in die Geschichte einbindet.
Eine Welt voller Runen und Magie
Die Runenmeisterin von Maja Lunde
Ich finde das Buch „Die Runenmeisterin“ von Torsten Fink richtig gut. Es gelingt ihm in seinem Roman eine ganz eigene herrliche, magische Welt zu erschaffen, aus der man sich als Leser nur schwer losreißen kann.
Das Buch ist im Thienemann-Esslinger Verlag 2019 erschienen und umfasst 448 Seiten.
Das Cover ist wunderschön in Blautönen und schimmernd gestaltet. Es zeigt die Runenmeisterin und wirkt sehr geheimnisvoll.
Ayrin Rabentochter und Baren Rabensohn wurden als Babys in einem kleinen Dorf abgegeben und sind dort bei einer älteren Dame und dem Wirt des Dorfes aufgewachsen. Als zwei Fremde in das Dorf kommen wird an der geheimnisvollen Vergangenheit der beiden mittlerweile fast Erwachsenen gerüttelt. Als die beiden sich dem umherziehenden Runenmeister anschließen, begeben sie sich hinein in eine spannende Welt voller weißer und schwarzer Hexen und Magier, Alben und geheimnisvoller Runen. Und vor allem Ayrin erkennt ihr Talent im Zeichnen und Umgang mit den Runen.
Torsten Fink ist ein toller Autor, dem es durch seinen Schreibstil gelingt durchgängig die Spannung aufrechtzuerhalten. Er schreibt anschaulich, spannend, atmosphärisch und lässt dem Leser dennoch genug Spielraum, sich seine eigenen Gedanken zu machen und diese in die Geschichte einfließen zu lassen.
Das Buch hat zwar ein Ende, aber einige Handlungsstränge schreien förmlich nach einer Fortsetzung und alles Geheimnisvolle ist auch noch nicht geklärt. Ich persönlich würde mich über einen zweiten, dritten… Teil sehr freuen.
Fazit: Dieses Buch wird jeder Fantasy-Fan richtig gerne kennen lernen wollen. Die Geschichte ist schön aufgebaut, in sich logisch und lässt sich flüssig lesen.
Ein schöner Auftakt eines spannenden Fantasy-Abenteuers!
Die Runenmeisterin von Maja Lunde
„Silberdrache“ von Angie Sage erscheint 2019 im Verlag arsEdition und umfasst in der gebundenen Ausgabe 320 Seiten.
Das Cover des Buches ist ein absoluter Eyecatcher und wirklich toll gelungen. Es stellt den Silberdrachen in Blautönen und natürlich schimmerndem Silber dar.
Um was geht es? (dem Klappentext entnommen)
Ein silbernes Drachenei! Joss traut seinen Augen kaum, als ihm das Ei einfach so vor die Füße fällt.
Wer sich mit einem silbernen Drachen verbündet, heißt es, erhält unermessliche Macht. Bald schlüpft Drache Lysander. Doch skrupellose Drachenjäger sind hinter ihm her ...
Sirin ist mit den Legenden über Drachenreiter aufgewachsen, die über Generationen weitergegeben wurden. Doch als ihre Mutter krank wird, hat Sirin Mühe, noch an Magie zu glauben ... bis sie einen geheimnisvollen Silberstreifen am Nachthimmel über London sieht.
Bald stehen Joss, Lysander und Sirin im Mittelpunkt eines Kampfes zwischen den Drachen, welche die Menschheit beschützen – und denjenigen, die sie zerstören wollen.
Angie Sage schreibt gekonnt und in einer absolut jugendgerechten, klar verständlichen Sprache ihre Geschichte. Sie ist in meinen Augen für Leser ab 12-12 Jahren ohne Limit nach oben geeignet.
Es gelingt Angie Sage, die zwei Welten von Joss und Sirin gekonnt zu vernetzen und die Spannung blieb meines Erachtens durchgängig erhalten. Ich konnte mich gut in die meisten Charaktere hineinversetzen, so zum Beispiel Sirin, Allie und Joss als Menschen und Lysander und Bellacrux als Drachengestalt.
Der einzige Kritikpunkt, den ich habe, ist, dass mir die Verbindung zwischen den Menschen und ihren Drachen zu wenig herausgearbeitet wurde, aber dies kann ja in Folgebänden noch erfolgen. Ich würde mir dies jedenfalls wünschen.
Dass noch weitere Bände folgen werden, lässt das Ende des ersten Bandes erahnen, das neugierig auf die nächsten Abenteuer macht mit neuen und bereits bekannten Drachen. Ich bin jedenfalls gespannt.
Insgesamt würde ich an das Buch „Silberdrache“ von Angie Sage 4 von 5 Sternen vergeben.
Die Geschichte einer starke Frau vor dem Hintergrund der Meißner Porzellanmanufaktur im Jahr 1750
Das Erbe der Porzellanmalerin von Birgit Jasmund
„Das Erbe der Porzellanmalerin“ von Birgit Jasmund ist 2019 im Aufbau Verlag erschienen und umfasst in der Taschenbuchausgabe 412 Seiten. Es handelt sich hierbei um den zweiten Teil des Meißen-Epos. Der erste Teil trägt den Titel „Das Geheimnis der Porzellanmalerin“.
Um was geht es? (dem Klappentext entnommen):
Meißen im Jahre 1750: Kurz nachdem Geraldine ihren leiblichen Vater kennengelernt hat, stirbt dieser.
Allerdings hat er vor seinem Tod sein Testament geändert – zugunsten der unehelichen Tochter. Sie allein soll sein Rittergut erben. Sehr zum Missfallen ihres Halbbruders, der mit allen Mitteln versucht, ihr das Erbe streitig zu machen. Dann taucht plötzlich ein Dokument auf, das vor Generationen verfasst wurde, und nach dem der Besitzer des Gutes nur ein Mann sein darf. Für Geraldine scheint es keine Handhabe zu geben, um dagegen vorzugehen, es sei denn, sie würde heiraten …
Die Autorin Birgit Jasmund hat hier einen tollen Schreibstil gefunden: flüssig, locker, leicht, unterhaltsam. Ich habe mitgefiebert, mitgelacht und mitgeweint und ich konnte mich wunderbar in all die Charaktere hineinversetzen. Besonders gut gefallen hat mir die Protagonistin Geraldine. Sie wird dargestellt als eine starke Frau, die Durchsetzungs- und gleichzeitig Einfühlungsvermögen zeigt. Sie weiß einerseits genau, was sie will, kann sich aber auch fallen lassen.
Birgit Jasmund hat ihr Buch mit historischen Tatsachen unterlegt und gleichzeitig auch eine fiktive Geschichte erzählt. Diese Mischung habe ich sehr genossen: ich habe vieles über die Zeit um 1750 und die Porzellanmalerei erfahren und mich gleichzeitig wunderbar unterhalten gefühlt.
Fazit: Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter. Es hat mich gut unterhalten, hat mich schmunzeln lassen, nachdenklich gestimmt und im Augenwinkel saß auch die ein oder andere Träne. Ein schöner Roman!
Ein informativer, kreativer, inspirierender Bauerngarten-Glücksgriff!
Bauerngartenglück von Walburga Schillinger; Charlotte Pohse
„Bauerngarten-Glück – Ernten und Genießen rund ums Jahr“ von Wallburga Schillinger und Charlotte Pohse ist 2019 im Ulmer Verlag erschienen und umfasst in der Taschenbuchausgabe 192 Seiten.
Dieses Buch macht so unglaublich viel Lust, sofort mit dem Anlegen, Gärtnern und Genießen in einem Bauerngarten anzufangen.
Ich habe so viele Informationen und tolle Ideen erhalten und ich bin mir sicher, dass ich dieses Buch noch unzählige Male in Händen halten werde.
Den sechs großen übergeordneten Kapiteln ist ein Vorwort und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Anlegen eines eigenen Bauerngarten voran- und ein Serviceteil mit Bezugsadresse etc. nachgestellt.
Die sechs großen Kapitel bgleiten den Leser rund um sJahr und hier sind immer zwei Folgemonate in einem Kapitel zusammengefasst. Sie sind immer nach der gleichen Art und Weise aufgebaut:
1. Gartenpraxis: Hier geht es um Planung und Vorbereitung der anfallenden Arbeiten.
2. Die eigene Kinderstube: Aussaat, Samen, Sorten sind hier im Blickpunkt.
3. Ab in den Boden: Arbeiten im Blumen-, Kräuter-, Gemüsebeet und im Obstgarten sind hier das Thema.
4. Charlottes Mischkulturbeet: Jetzt geht Charlotte mit ihrem Mischkulturbeet voran .
5. Do it yourself: Hier werden viele Anregungen zum Selbergestalten gegeben.
6. Die Guten ins Töpfchen: Leckere Rezepte, Tipps zum richtigen Erntezeitpunkt und zum Konservieren der Ernte warten hier auf den Leser.
7. Was die Oma schon wusste: Zum Abschluss warten die Autorinnen hier mit altem Gärtnerwissen auf.
Den Autorinnen gelingt es mit ihrem persönlichen und dabei unglaublich informativen Schreibstil, dem Leser ihre Leidenschaft für das Gärtnern in einem Bauerngarten nahe zu bringen. Ihnen gelingt dies auf sehr angenehme, lebendige, praxisnahe und anschauliche Art und Weise. Viele Tipps, Tricks und Rezept- und Kreativideen lassen das Buch zu einem absoluten Leseerlebnis werden.
Besonders hervorzuheben sind auch die wunderschönen, natürlich gehaltenen, bunten Zeichnungen und die vielen Fotos. Die ganze Gestaltung und das Layout sind qualitativ hochwertig und gut durchdacht und man merkt als Leserin, dass in der Umsetzung sehr viel Herzblut steckt und es sich vielerlei Gedanken darum gemacht wurden.
Fazit: Hier handelt es sich um einen umfassenden Ratgeber zum Thema „Praxiswissen aus dem Bauerngarten“, der Anfängern einen tollen Einblick gibt, aber auch erfahrenere Gärtner können von diesem Buch, den Tipps, Tricks und enormen weitergegebenen Wissen profitieren.
Dieses Bauerngarten-Glück-Abenteuer hat mich absolut überzeugt und gefällt mir außerordentlich gut.










