Kunden em pfehlungen
Rezensionen von tweedledee:
gelungene Fortsetzung
Tod in heller Sommernacht von Lisa Sarah Brandstäter
"Tod in heller Sommernacht" ist der zweite Teil um die Ermittlerin Leena Victor. Worum geht es? Lina ist in den Semesterferien wieder in ihrem Elternhaus in Porvoo, wo sie ihre alten Freunde trifft, die ebenfalls die Semesterferien in Porvoo verbringen. Nach einem gemeinsamen Abend ist Lina nachts ist mit dem Moped auf dem Weg nach Hause, sie stürzt und wird von einem Auto überfahren, und das mehrmals.
Die Ermittlungen bringen ein Geflecht aus Lügen ans Licht, eine weitere junge Frau wird vermisst. Werden es die Ermittler schaffen, sie rechtzeitig zu finden?
Nach dem gelungenen ersten Teil konnte mich auch die Fortsetzung überzeugen. Vor allem die Atmosphäre hat mir gefallen, ich hatte die Szenerie in dem kleinen Küstenort in Finnland gut vor Augen.
Leena kommt als Ermittlerin sympathisch rüber, die Figurenzeichnung der anderen wichtigen Protagonisten ist ebenfalls gut gelungen. Der eingängige Schreibstil lässt sich flüssig lesen, die Spannung ist durchweg vorhanden und zieht gegen Ende richtig an.
Fazit: Gelungene Fortsetzung mit viel Atmosphäre.
Gnadenopfer
Gnadenopfer von Viveca Sten
"Gnadenopfer" ist der inzwischen fünfte Fall für Hanna Ahlander, eine Reihe die ich von Anfang an verfolgt habe. In diesem neuesten Teil der Reihe packt die Autorin ein brisantes Thema an, Morde an hilflosen älteren Menschen, die nicht in der Lage sind, sich zur Wehr zu setzen. Es gibt einer ganze Reihe an verdächtigen Personen, die Ermittlungen sind schwierig, zumal das Verhältnis zwischen Hanna und ihrem Kollegen Daniel verfahren ist.
Wird es gelingen, den Täter zu finden, bevor er erneut zuschlägt?
Was soll ich sagen, "Gnadenopfer" ist für mich der bisher schwächste Teil der Reihe. Zum einen fehlte mir die Hochspannung, die ich bei einem Thriller erwarte. Zum anderen hat mich das Gezicke zwischen Hanna und Daniel nur genervt. Daniels abweisende Haltung ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar, ebenso, dass Hanna das ein Jahr aushält, ohne wirklich auf eine Aussprache zu drängen. Ich meine ein ganzes Jahr, ernsthaft? Unter (ehemaligen) guten Kollegen geht das gar nicht, selbst wenige Monate wären zu viel ohne einen triftigen Grund. Insofern konnte ich weder Hanna noch Daniels Agieren nachvollziehen.
Der Fall an sich ist brisant. Aus der Sicht einiger alter Menschen, die häusliche Pflege bekommen, erhält man einen Einblick in den Tagesablauf. Gewundert habe ich mich über für jedermann offene Türen, ist das tatsächlich realistisch?
Fazit: Kann man lesen, kommt aber an die ersten Teile überhaupt nicht ran. Ich hoffe, dass mich der nächste dann wieder abholt und mehr Spannung bietet. Denn eigentlich mag ich die Protagonisten und bin gespannt was sich zwischen Hanna und Daniel noch alles entwickelt.
düster und fesselnd
Der Prätorianer von Tobias Bukkehave
"Der Prätorianer" ist der Auftakt einer neuen Reihe um Kriminalkommissarin Sara Levin und ihren Partner Janus West. Sie ermitteln in mehreren Mordfällen, bei denen Männer grausam verstümmelt und inszeniert aufgebahrt werden. Auf den Augen finden sich jeweils antike römische Münzen.
Unterstützung erhält das Team von Saras Bruder Adam, der sich als Profiler einen Namen gemacht hat.
Wow, was für ein Auftakt. Ich hätte nicht erwartet, dass mich der Thriller so fesselt. Besonders speziell sind die Ermittler Sara und ihr Bruder Adam, die eine sehr spezielle Vergangenheit haben. Das machte sie für mich authentisch und lebendig.
Der Plot ist außergewöhnlich, gut durchdacht und bis zum Ende nicht zu durchschauen.
Gut gezeichnete Charaktere zum mitfiebern, ein lockerer und bildhafter Schreibstil und jede Menge Spannung machten das Buch für mich zum Pageturner. Einzig der Schluss machte einen etwas überhasteten Eindruck, hätte für meinen Geschmack noch etwas ausführlicher sein können.
Fazit: Genialer Auftakt mit interessanten Charakteren, ich bin gespannt auf die Fortsetzung
Fesselnder Psychothriller mit überraschenden Wendungen
Blut für Blut von Anna Schneider
Sophie Roth hat zu viele Jahre in einer toxischen Beziehung ausgeharrt. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion packt sie die nötigsten Sachen und verlässt Philip, der sie psychisch und physisch gequält hat. Nur ihre Kamera und einige Kleidungsstücke hat sie mitgenommen, sie will sich ein neues Leben aufbauen und endlich den Traum von einem eigenen Fotostudio verwirklichen.
Sie findet eine günstige Unterkunft, stellt ihre Webseite online und bekommt tatsächlich einen ersten lukrativen Auftrag. Sie soll Familienporträts einer betuchten Familie anfertigen. Sie bekommt die Ausrüstung gestellt, einzige Bedingung ist, dass alle Fotos analog gemacht werden. Als sie die ersten Aufnahmen entwickelt kann sie ihren Augen nicht trauen: Im Hintergrund hängt ein Bild, der Mann darauf sieht ihrem Bruder zum verwechseln ähnlich. Ihrem Bruder, der nach der Bluttat vor vielen Jahren spurlos verschwunden ist. Sophies Vergangenheit holt sie ein und bald wird klar, dass jemand ein Spiel mit ihr Spielt.
Ich habe die Grenzfall-Reihe von Anna Schneider mit Begeisterung gelesen und war auf ihren ersten Psychothriller schon sehr gespannt. Der Schreibstil ist gewohnt eingängig und bildhaft, schafft Atmosphäre. So lernt man Sophie nach und nach kennen, Stück für Stück wird ihre Vergangenheit enthüllt und dunkle Geheimnisse kommen ans Licht. Sophie ist gut gezeichnet, ich konnte mit ihr mitfühlen. Allerdings verhält sie sich manchmal leichtsinnig und bringt sich damit in Gefahr, ich konnte nur mit dem Kopf schütteln. Die Spannungskurve baut sich zum letzten Drittel auf als ihre Geheimnisse ans Licht kommen, die Auflösung hat mich dann kalt erwischt.
Fazit: Fesselnder Psychothriller mit überraschenden Wendungen.
dunkle Geheimnisse, Mystery und eine Prise Romance
Songs of the Void, Band 1 - Echo der Stille von Anne Lück
"Songs of the Void - Echo der Stille" ist mein erstes Buch von Anne Lück und hat mich total begeistert. Die Geschichte spielt in Montreal im Music Business, in das man tief eintaucht durch Alizes Erlebnisse. Alize musste sich in der Musikbranche hoch kämpfen und hat ihren Traumjob bei Nova Tone ergattert, doch ihr Zeitvertrag läuft bald ab und sie muss neue Talente finden, die bei Nova Tone unter Vertrag gehen.
Ihre Lieblingsband Silentbound ist für sie unerreichbar: Die Musiker tragen Masken, keiner kennt ihre wahre Identität, Tickets bekommt man nur bei einer Verlosung. Doch Alize ist ehrgeizig, durch ihr Cochlea-Implantat ist ihr Hörvermögen besonders und bei den Songs von Silentbound hört sie das gewisse Etwas. Als sie tatsächlich eine Einladung zu einem Konzert erhält wird ihr Traum jedoch zum Alptraum, etwas Mysteriöses und zutiefst Verstörendes nimmt seinen Lauf.
Wo soll ich anfangen? Bei den wundervoll gezeichneten Charakteren, die lebendig und authentisch wirken, unverwechselbar und vielschichtig sind. Alize, Leo und Malo sind mir ans Herz gewachsen, aber vor allem Alize. Durch die Erzählung aus der Ich-Perspektive ist man nah an ihr und ihren Gefühlen dran, eine Protagonistin zum mitfiebern. Besonders gelungen ist der Mix aus dunklen Geheimnissen, Mystery und einer Prise Romance. Die Story ist spannend, die Atmosphäre meist düster und geheimnisvoll. Und vor allem sehr emotional. Der Cliffhanger am Ende hat mich schockiert und war für mich nicht vorhersehbar. ich bin schon so auf die Fortsetzung gespannt.
Fazit: Sehr genial, verdiente 5*, ich bin schon so auf die Fortsetzung gespannt.
spannender Psychothriller
Alles ihre Schuld von Andrea Mara
Marissas heile Welt ändert sich schlagartig. Sie und ihr Mann sind beruflich erfolgreich, haben ein luxuriöses Haus, einen kleinen Sohn den sie über alles lieben, eine Nanny, die ihn betreut. Milo kommt auf einen neue Schule, muss Freunde finden. Was eignet sich besser, als ein Playdate? Marissa hat Jacobs Mutter Jenny nur kurz kennengelernt und für sympathisch befunden, den Zufall mit den identischen Kleidern hat sie perfekt überspielt.
Als die Einladung zum Playdate kommt stimmt sie zu. Doch als sie Milo abholen will, steht eine Unbekannt vor ihr, die weder Jenny noch Jacob kennt. Liegt eine Verwechslung vor? Schnell stellt sich heraus, dass es keine Verwechslung ist, Milo wurde einführt.
Der Alptraum jeder Mutter wird für Marissa wahr, die spannende Story war für mich ein Pageturner. Aus wechselnden Perspektiven legt die Handlung eine ganz eigene Dynamik vor. Geheimnisse kommen ans Licht und die Story ist bis zum Schluss fesselnd und absolut spannend. Dazu der lockere Schreibstil, der sich super flüssig lesen lässt. "Alles ihre Schuld" ist ein Thriller der Extraklasse mit Wendungen bis zum bitteren Ende. Verdiente 5 Sterne.
düsterer und brutaler Thriller
Totensee von Sophie Czerny
„Totensee“ von Sophie Czerny ist ein düsterer Thriller, ein gelungenes Thriller-Debüt. Im Mittelpunkt steht Ada Sabel vom LKA Wien, zur Zeit suspendiert. Adas 14jährige Tochter Mara ist seit Monaten verschwunden, dass Mara entführt wurde, glaubt ihr nur niemand. Angenommen wird, dass Mara von zu Haus ausgerissen ist.
Für Ada ist nichts wie es war, sie macht sich Vorwürfe, da sie mit Mara im Streit auseinander gegangen ist und ermittelt auf eigene Faust. Als am Ufer der Donau eine Leiche gefunden wird, in deren Haut Adas Namen geritzt ist verfolgt sie die Spur und muss tief in ihre eigene Vergangenheit eintauchen. Hilfe bekommt sie von ihrer Anwältin und ehemaligen Freundin Heidi Bauer.
Adas Zerrissenheit und Verzweiflung, ihre Selbstvorwürfe sind spürbar. Sie wirkt verletzlich und unnahbar, sie ist am Ende. Dadurch entsteht eine düstere und bedrückende Stimmung, die sich durch die gesamte Geschichte zieht.
Ada selbst ist die Antiheldin: kantig, irgendwie schwierig, kein Charakter der Sympathien erweckt. Doch sie kämpft mit allen Mitteln, um ihre Tochter zu finden.
Es läuft auf das Thema Missbrauch und Gewalt in katholischen Einrichtungen hinaus, was man durch immer wieder eingeschobene Rückblicke erfährt. Einige Kapitel sind aus der Sicht des Täters und der Opfer verfasst, es wird klar wie das Buch zu seinem Titel kommt.
Der Schreibstil ist knapp, direkt, lässt sich gut lesen. Erinnert mich tatsächlich an Bernhard Aichners Bücher.
Fazit: Harter, düsterer Thriller mit einer guten Portion Spannung.
Rache, Gerechtigkeit und viel Spannung
DAISY – Und all deine Geheimnisse werden mir gehören von Melanie Raabe
Melanie Raabes neuester Thriller "Daisy" ist wieder ein Volltreffer, ein Psychothriller den ich nicht aus der Hand legen wollte. Worum geht es diesmal?
Luca arbeitet tagsüber als Anwältin in einer Kanzlei, doch nachts geht sie einer ganz anderen Tätigkeit nach. Sie "bestraft" Menschen, die mit Verbrechen oder anderen schwerwiegenden Vergehen davongekommen sind.
Die sich unangreifbar fühlen, Gesetzeslücken nutzen oder deren Handeln nicht belangt werden kann.
Doch ihr letzter Coup geht schief, sie wird ertappt und kann gerade noch entkommen. Luca war maskiert, eigentlich kann sie keiner erkannt haben. Doch am nächsten Tag hängen Plakate in der Stadt, die sie betreffen. Eine anonyme Drohung - Luca ist sich sicher, dass sie gemeint ist. Nur wer ist ihr auf die Schliche gekommen? Luca versucht verzweifelt mit Hilfe ihres besten Freundes Walther zu retten was zu retten ist, ihre Karriere, ihr Leben ist in Gefahr wenn all ihre Geheimnisse ans Licht kommen. Sie muss denjenigen finden, der anscheinend alles über sie weiß.
Ich mag den Schreibstil der Autorin sehr, er ist flüssig und emotional, sie schafft es ihre Figuren authentisch erscheinen zu lassen. Luca ist eine starke Persönlichkeit, die aber auch Schwächen zeigt, ich war an ihren Gedanken und Emotionen nah dran, konnte mit ihr mitfiebern. Auch ihr älterer bester Freund Walther ist toll skizziert, die beiden sind ein super Team.
Lucas Suche ist spannend mit Höhen und Tiefen, nie kann sie sich sicher sein ob sie auf der richtigen Fährte ist. Besonders spannend sind die Rückblicke zu Lucas Kindheit, die Stück für Stück wichtige Infos bringen. Bei diesem Thriller gibt es Wendungen und Twists die mich sprachlos gemacht haben.
Fazit: Unblutiger, sehr genialer Psychothriller.
Villa Sturmmöve
Das Krähenzimmer von Carolin Frey
In ihrer Kindheit hat Lotta das Ferienhaus "Villa Sturmmöve" in Geelekow geliebt, dort war sie glücklich. Nach ihrer überstürzten Flucht aus Berlin ist die Villa jetzt ihr Zufluchtsort. Das Haus ist verändert, renoviert, umgebaut, aber die Krähen gibt es immer noch.
Ihr Eindringen bleibt nicht lange unbemerkt, Lotta macht einen Deal und mietet sich offiziell ein.
Doch das Gefühl der Sicherheit aus ihrer Kindheit stellt sich nicht ein, im Gegenteil, Lotta hat das Gefühl beobachtet zu werden und im Haus hört sie Geräusche, die sie sich nicht erklären kann. Lotta stellt Fragen und erfährt nach und nach, was in den letzten Jahren im Haus passiert ist.
Der Thriller ist fesselnd und bietet viel Atmosphäre. Die düstere Villa, das ungemütliche Wetter, geheimnisvolle Menschen, es bleibt lange ungewiss wem Lotta vertrauen kann, wer ihre Freunde sind und wer lügt. In einigen Kapiteln werden Regeln erklärt. Regeln, die ein Unbekannter für sich aufstellt. Wer ist die Person?
Die Figurenzeichnung ist ok, wobei ich einige Entscheidungen Lottas nicht nachvollziehen konnte. Ihr Smartphone ist kaputt, wieso kauf sie sich kein neues? Etwas zu schnell ging mir die Geschichte mit der Vernissage, ob sich das in so kurzer Zeit bewerkstelligen lässt?
Der Thriller bietet jedenfalls spannende Unterhaltung, auch wenn sich mein Verdacht letztlich bestätigt hat. 4 Sterne.
die Uhr tickt
Die Villa von Markus Heitz
Schauplatz Leipzig: Die alter leerstehende Villa, die Doreen schon seit Jahren bewundert, soll versteigert werden. Auch wenn sich Doreen keine Hoffnung macht, die Auktion will sie sich nicht entgehen lassen. Durch einen Zufall erhält sie den Zuschlag und ersteigert ihr Traumhaus für unglaubliche 100 Euro.
Mit ihrer Teenagertochter Marina zieht sie in die Villa, die Renovierung beginnt. Es könnte nicht besser laufen für die beiden, vor allem Marinas Musikkarriere nimmt an Fahrt auf. Bis zu dem Tag, als Doreen erkennt, dass mit der Villa etwas ganz und gar nicht stimmt.
Die Story hat mir sehr gut gefallen, ich konnte mir das alte renovierungsbedürftige Gemäuer gut vorstellen und die beklemmende Atmosphäre spüren.
In zeitgemäßem Schreibstil lesen sich die Seiten wie von selbst, die verschiedenen Sichtweisen sorgen für Abwechslung. Man lernt Doreen und Marina kennen, ihre Gefühle, Gedanken, Ängste. Es gibt Action, viele merkwürdige Unfälle, auch blutig. Wie es sich für einen Horrorroman gehört.
Fazit: Solider Horror mit Gänsehautfaktor.











