Kunden em pfehlungen
Rezensionen von begine:
Tolle Inszenierung
Rochade von Reinhard Tötschinger
Es hat Spaß gemacht des Wiener Schriftsteller Reinhard Tötschingers Roman „Rochade“ zu lesen. Der Roman ist wunder konstruiert. Die Personen werden mit tollen Dialogen geschildert. Die Emotionen und Eigenarten des Protagonisten sind gut eingebracht.
Jan Vermeers Gemälde Die Malkunst war Hitlers Lieblingsbild.
Nachdem es durch einen Anschlag beschädigt wurde, will der österreichische Kanzler das Bild in seinem Büro hängen haben.
Der Restaurator Clemens Hartmann soll das Gemälde in kürzester Zeit aufarbeiten.
Das ist nicht möglich.
So lässt der Autor eine tolle Inszenierung beginnen. Es gibt ein hin und her zwischen Original und Kopien. Es ist ein Gerangel zwischen Kunst und Politik.
Eine wahre Rocharde.
Die Hierarchie im Wiener Museum wird glaubhaft dargestellt.
Der Roman besticht durch seinen angenehmen Stil , er ist unterhaltend und ist sehr zu empfehlen.
Italienische Familiensaga
Der Kolibri von Sandro Veronesi
Der italienische Schriftsteller Sandro Veronesi hat den Roman „Der Kolibri“ mit philosophischem Einschlag geschrieben.
Das Cover ist sehr schön, allerdings dachte ich da an eine andere Geschichte.
Ich braucht erst etwas Zeit, um in die Geschichte eintauchen zu können.
Als ich erst mal merkte wie der Protagonist tickte war ich gefesselt.
Der Roman ist eine Familiensaga ab 1960 in Rom.
Der Augenarzt Marco Carrera erlebt eine
Achterbahn der Gefühle.
Es gibt eine unschöne Scheidung.
Marcos Dialogen mit dem Psychologen sind eindrucksvoll.
Seine Briefe an seine Jugendliebe Luisa zeigen seine Emotionen.
Der Autor lässt uns an Marcos Schicksal und seiner quirligen Art teilnehmen.
Seine Liebe zu bestimmter Musik unterstreicht alles. Mit großer Erzählkunst
erleben wir den italienischen Flair genau mit.
Der Roman ist eine gute Komposition.
Das 4. Reich
Heimatsterben von Sarah Höflich
„Heimatsterben“ ist der Debütroman von
Sarah Höflich. Dieser Roman beschreibt meine Ängste, seit es Parteien gibt, die gegen Exilanten wettern.
Tildi ist 1945 aus Schlesien geflüchtet. Auf der Flucht wird ihr Sohn Geboren. Sie verliert ihre Mutter und Schwester, nur sie und ihr Kind überleben und stranden an der Weser.
Jetzt ist sie fast 93 Jahre alt. Sie denkt über den Tod nach, aber eigentlich ist sie noch rüstig. Dann stürzt sie auf der Treppe und nach ein paar Tagen stirbt spe.
Ihre 3 Kinder sind sehr verschieden.
Die Autorin hat die Charaktere besonders gut gestaltet.
Tildis Enkeltochter Trixi hat den Adligen Felix geheiratet. Der wird von seiner nationalen Verein zum Bundeskanzler gewählt. Unter seinen Mitregierenden gibt
es einen radikalen Gruppe.
Man erlebt so richtig die einzelnen Figuren und ihre Ansichten.
Ich hoffe so eine Regierung wird es nicht schaffen. Dieser politischen und Familienroman ist lesenswert.
Island - Frauen
Das letzte Bild von Anja Jonuleit
Die Romane von der Schriftstellerin Anja Jonuleit lese ich sehr gerne.
Der neue Roman „Das letzte Bild“ ist wieder ein besonderes Thema. Aus der Vergangenheit.
2017 sieht Eva in der Zeitung ein Foto von einer Frau, die 1970 verbrannt aufgefunden wurde und die sieht aus wie Eva. Da erfährt sie von der Zwillingsschwester ihrer Mutter, die als Kind verschwand.
Eva versucht den Weg ihrer Tante und warum sie sterben musste, aufzudecken.
Abwechselnd können wir Evas Nachforschungen und Margaretes Suche nach der Mutter und der Schwester ,die 1970 so grausam endete,miterleben.
Dabei werden einige Geheimnisse ans Licht gezogen.
Die Autorin hat das wieder gekonnt gemacht. So zeigt sie uns einige Flecken der deutschen Geschichte, die mich immer wieder erschüttern. Sie schafft es immer wieder uns Leser mit ihrem Schreibstil zu fesseln.
Der Roman ist spannend und ich kann ihn gerne weiter empfehlen.
Tragikomisch
Der längste Tag im Leben des Pedro Fernández García von Moritz Rinke
Moritz Rinkes Debütroman , Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel, war schon ein Leseerlebnis. Deshalb wollte ich den neuen Roman „Der längste Tag im Leben des Pedro Fernandes Garcia“ auch unbedingt lesen.
Der Autor versteht es eine tragikomische Geschichte mit Sprachwitz zu einer guten Roman zu bringen.
Auf Lanzarote hat der Postbote Pedro in seinem Bezirk nicht mehr viel zu tun. Es gibt fast nur Werbeprospekte und Mahnungen.
Sein Lichtblick ist sein kleiner Sohn Miguel.
Dann verlässt ihn seine Partnerin mit dem Jungen, das ist für Pedro das schlimmste.
Mit seinem Freund Tenaro gibt es interessante Dialoge. Dem fallen immer wieder obskure Dinge ein. Er ist ein arbeitsloser Fischer, kommt aber mit aberwitzigen Ideen gut durch die Zeit.
Als plötzlich der Flüchtling Armoda in seiner Küche sitzt, ist das kuriose Team komplett.
Der Roman hat mich mit den vielen Wendungen und Aktionen total gut unterhalten.
Faszinierend
Finnische Tage von Herman Koch
Der niederländische Schriftsteller Herman Koch schreibt faszinierend und unterhaltend.
Der Roman „Finnische Tage“ ist der Zweite, den ich von dem Autor gelesen habe.Es ist ein Autofiktion über sein eigenes Leben.
Als Herman 17 Jahre alt ist stirbt seine Mutter. Er redet noch sein ganzes Leben in Gedanken mit ihr.
Nach dem Abitur fährt er nach Finnland um Bauer zu werden. Er erzählt interessant über seine Emotionen. Wenn er nur nicht so viel trinken würde, damit kann ich mich nicht anfreunden.
Sonst kann ich mich mit den Aktionen anfreunden.
Schon früh hat er angefangen sich Begebenheiten zu merken, um sie in seinem Roman zu erwähnen.
Herman Koch schreibt alles mit Gefühl.
Es ist nicht alles wirklich geschehen, aber so kommt das Ganze gut an.
Es war ein gutes Leseerlebnis.
Ortschronik
Dunkelblum von Eva Menasse
Die Schriftstellerin Eva Menasse hat den Roman „Dunkelblum“ kunstvoll gestaltet.
Dunkelblum ist eine österreichische Kleinstadt im Grenzgebiet. Die Einwohner werden über 60 Jahre lang begleitet.Zur Nazuzeit waren viele Personen aktiv und auch danach verstanden die Schlimmsten es sich zu verstellen und waren wieder obenauf.
Aber es gibt auch andere.
Aufgedeckt wird einiges, weil einer ein Ahnenforschung betreibt und weil sein Name oft vorkommt, kommt er auf die Idee eine Ortschronik zu schreiben.
Die Autorin schwingt ziemlich oft hin und her. Die Personen wechseln etwas viel, so das man mit den einzelnen Figuren nicht immer warm wird. Trotzdem ist es ein interessanter Roman, mit vielschichtigen Handlungen. Die Autorin verwebt menschliche und politische Katastrophen. Sie brilliert mit großer Erzählkunst. So ist gute Literatur.
Eifersucht und Liebe
Die Zeit der Kirschen von Nicolas Barreau
„Die Zeit der Kirschen“ ist der Nachfolgeroman von Das Lächeln der Frauen. Der Schriftsteller Nicolas Barreau hat den Roman aber so geschrieben, das man auch versteht um was es geht, wenn man den ersten Teil nicht gelesen hat.
Die beiden Protagonisten erzählen abwechselnd die Empfindungen und Geschehnisse, dadurch sieht man oft die Ansichten beider von einer Sache.
Das ist besonders interessant.
Der Lektor und Schriftsteller Andre und die Köchin Aurelie sind schon lange ein Paar.
Es ist interessant Andres Lesungen in Buchhandlungen mit zu erleben.
Aurelie hat für ihr Lokal versehentlich einen Stern bekommen. Dadurch lernt sie den anderen Koch kennen und Andre wird
Bildhaft
Flucht nach Patagonien von Revedin Jana
Die Schriftstellerin Jana Revedin lässt in ihrem Roman „Flucht nach Patagonien“ das Leben des Pariser Designer Jean-Michel Frank Revue passiern.
Die Kunstmäzenin Eugenia Errazuriz überedet Jean- Michel 1937 zur Reise nach Patagonien ein. Sie erkennt d Gefahr für ihn, er ist Jude und Homosexuell.
Dabei begibt er sich zu einem Rückblick seines bisherigen Lebens. Er ist der dritte Sohn eines Bankiers. Seine Brüder überleben den 1. Weltkrieg nicht. Sein jüngster Sohn ist durch eine Kinderlähmung ein Krüpel und zählt für ihn nicht.
Später wird er zu einem berühmten Desgner, der mit neuen verschiedenen Materialien spielt und so viele berühmte Personen beliefert. Er kennt Coco Chanell, Klaus Mann, Pablo Picasso und viele mehr.
Die Autorin schildert alles sehr bildreich.Sie behandelt die Zeit dramaturgisch geschickt.
Abschiedsbrief
Liebe Rock von Tom Zürcher
Der Schweizer Schriftsteller Tom Zürcher
berührt mit seinem neuen Roman
„Liebe Rock“
Es ist ein erst lustiger und dann doch ziemlich trauriger Roman.
Timm schreibt einen Abschiedsbrief an seine große Liebe Rock. Rock
Er schreibt ehrlich über seine Taten.
Mit 18 Jahren hat er die Schule geschmissen und will Schriftsteller sein.
Weil Schriftsteller all trinken, wie er sagt, trinkt er etwas viel. Er schreibt in einer Kneipe und zieht als Untermieter bei der Kellnerin Rock ein.
Sein Vater unterstützt ihn, um einen Verleger zu finden und das Buch zu verkaufen.
Timm ist ein eigenartiger Typ. Irgendwie hat er einen psychischen Schaden.
Eigentlich gefällt mir seine Art nicht, aber dann tut er mir wieder Leid.
Der Autor versteht es gut die Emotionen und Eigenarten Timms darzustellen. Der Stil ist ausgezeichnet. Die Personen sind alle gut getroffen.
Der Roman ist gut strukturiert und zu Empfehlen.











