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Rezensionen von begine:
Beeindruckendes Werk
Nach uns der Sturm von Vanessa Chan
Vanessa Chan ist eine malaiische Schriftstellerin.
Ihr Debütroman,Nach uns der Sturm, ist vielschichtig. Sie zeichnet lebendige Charaktere.
Man erfährt was die Bevölkerung Malaysias erst 1937 unter den Briten und 1940 bis 1945 unter den Japanern erleiden mussten. Von den Japanern hatten sie sich Freiheit erträumt, aber leider waren die erst recht grausam.
Der Roman schwingt zwischen den Jahren hin und her.
Die Zeit wird aus der Sicht der Mutter Cecily und ihrer drei Kinder erzählt. So erfahren wir vieles. Jujube ist die Älteste und versucht alles am Laufen zu lassen. Abel wird von den Japanern entführt. Jasmin, die Jüngste wird im Keller versteckt und in Jungeinkleider gesteckt. Trotzdem ist sie plötzlich verschwunden. Die Mutter verzweifelt.
Der Autorin gelingt es gut, dieses Stück Zeitgeschichte mit eindrücklicher, fesselnder Art zu erzählen.
Lesenswert.
Drei Großmütter und ihre Geschichten
Die Glücksfrauen - Die Kraft der Bücher von Anna Claire
Die Glücksfrauen – Die Kraft der Bücher ist der zweite Teil einer Trilogie von Anna Claire.
Der Roman spielt in zwei Zeitebenen,
einmal ab 1936 mit Marias Geschichte und dann 2023 ist ihrer Enkelin Sandra und aus den vorigen Teil mit June.
Sandra und June machen sich auf die Reise, um Marias Fluchtweg nach zu reisen.
Die Geschichte von Maria und ihrer Familie, die als Juden aus Berlin flüchten müssen, ist ziemlich hart.
Da freut man sich, wenn wieder die Zeit von 2023 kommt, dieser Teil ist spritzig und erholsam. Marias Enkelin Sandra, ist eine typische Südamerikanerin.
Die Autorin hat alles genau recherchiert über die Fluchtwege von Juden.
Sandra und June sind auf der Suche der dritten Frau. Denn nur wenn sie deren Nachkommen finden, können sie das Erbe von Junes Großmutter antreten.
Den ersten Teil der Trilogie habe ich gelesen, diesen hätte ich fast verpasst.
Jetzt freue ich mich auf das Ende der Trilogie. Hoffentlich dauert es nicht zu lange.
Stimmungsvolle Unterhaltung
Das Licht in den Birken von Romy Fölck
Die Schriftstellerin Romy Fölck
schreibt ihren Roman, Das Licht in den Birken stimmungsvoll.
Die Autorin versteht es gekonnt, die Stimmungen der Personen einzufangen.
Da ist der Eigenbrötler Benno , der auf seinem geerbten Moorhof ein Pension für abgehalfterte Tiere errichtet hat.
Leider haben sich seine Schulden angehäuft.
Er hat zwei Wohnungen ausgebaut um sie zu vermieten.
Thea hat viele Jahre in Portugal gelebt und als Ziegenhüterin gearbeitet. Jetzt Ende Fünfzig kommt sie mit zwei ihrer Ziegen, in die Heimat zuck.
Sie bezieht eine von Bennos Wohnungen.
Dann findet Benno im Wald die verletzte Julie, die zu Fuß nach Amsterdam gehen will.
Die Drei haben jede eine Belastung.
Sie raufen sich zusammen und machen alles um Benno zu helfen den Moorhof zu retten.
Es ist ein schönes Lesen, wie Benno mit seinen Tieren umgeht. Sie sind seine einzigen Freunde, bis die Frauen auftauchen. Romy Fölck konnte mich wieder überzeugen. Ihr Stil ist einfach toll.
Die Landschaft ist sehr gut getroffen.
Ich habe das Hörbuch gehört. Es wird von Tessa Mittelstaedt mit gekonnter Sprache gelesen.
Trauerarbeit
Windstärke 17 von Caroline Wahl
Die Schriftstellerin Caroline Wahl
webt in ihrem ersten Roman 22 Bahnen eine Geschichte um Thilda.
In dem Roman,Windstärke 17, geht es um Thildes Schwester Ida weiter.
Auch bei ihr ist Wasser ein Thema.
Nach dem Selbstmord ihrer Mutter ist Ida schwer geschädigt. Die Autorin hat ihre Empfindungen perfekt gestaltet.
Sie hat Ida zu einer liebenswerten Frau entwickelt. Idas Leben verläuft windig.
Jetzt ist sie auf Rügen gestrandet und sie wirft sich gleich in die stürmische Ostsee und gibt alles. Sie fängt bei dem alten Knut in der Bar an. Als sie krank wird, kümmert sich Knuts Frau Marianne um sie. Da wird sie gut umsorgt. Aber dann kommen auch traurige Themen ans Licht.
Sie lernt Leif kennen, was ich von dem halten soll, weiß ich noch nicht. Teils ist zuvorkommend, aber dann hat er es auch mit Drogen.
Der Roman zeigt die Emotionen der Trauer und der Verlustängste, die bei Idas Vergangenheit nachvollziehbar sind. Sie hat die Geschichte wunderbar gestaltet.
Der Roman hat mich total gefesselt.
Die Asse kommt
Das letzte Feuer von Maria Borrély
Die fast vergessene französische Schriftstellerin Maria Borrely hat den Roman, Das letzte Feuer, 1030 geschrieben. Sie wurde jetzt entdeckt und auf deutsch übersetzt.
Es ist der zweite von ihren vier Romanen.
Die Autorin versteht es gut die Natur mit seinen Katastrophen und der Schönheit zu erzählen.
Das Leben der Bevölkerung war damals ganz schön schwer.
Die Autorin zeichnet die Personen besonders passend. Sie kannte die Gegend in der der Roman spielt.
Der Roman liest sich gut und ist lesenswert.
Spannend
Der Wald von Eleanor Catton
Der Wald ist der dritte Roman der Autorin Eleanor Catton. Dieser Ökokrimi hat es in sich.
Es beginnt etwas schleppend, mit den verschiedenen Personen.
Mira und Shelly haben mit Freunden ein gediegenes Programm. Sie pflanzen heimlich Gemüse an und verkaufen es dann. Das kann ich mir nicht richtig vorstellen.
Der Multimillionär Robert ist mir von Anfang an suspekt.
Die Autorin lässt viele verschiedene Aktionen geschehen.
Bis es dann zu einem erschreckenden Unglück kommt, da werden Mira und Shelly doch ziemlich nachdenklich, aber wie sollen sie da herauskommen.Es geht um Umweltschutz und Umweltfrevel Dann ist da noch der Journalist Toni, der dem ganzen auf die Spur kommt. Es geht um Leben und Tod..
Dann kommt am Ende der große Knall.
Die Autorin hat ja schlimme Gewaltphantasien. Das ist mir eigentlich zu viel.
Es war aber doch spannend.
Bilder aus der Kindheit
Treibgut von Adrienne Brodeur
Die amerikanische Schriftstellerin Adrienne Brodeur schreibt in ihrem Roman,Treibgut , über eine Familie mit vielen verschiedenen Charakteren.
Wir erfahren von ihren H Hoffnungen und Träume.
Der Schauplatz ins Cape Cod.
Adam Gardner ist Meeresbiologe, er wird siebzig Jahre alt. Er leidet an reinem Gendefekt.
Seine Medikamente nimmt er nicht regelmäßig.
Seine Kinder Ken will Politiker werden und Abby ist Künstlerin.
Die Autorin versteht es perfekt eine besondere Stimmung zu erzeugen.
Besonders interessant ist das Ehepaar Ken mit seiner Frau Jenny und den Zwillingstöchter Tessa und Frani, die 13 Jahre alt sind, Ken bemerkt als Vater das die Jungen den Töchtern machgucken.
Dann kommt Steff dazu. Sie hat eine Frau Toni und einen kleinen Sohn Jona.
Adam s Frau ist nach Abbys Geburt gestorben, er war zwar ein großer Wissenschaftler, aber als Vater hat er versagt. Die beiden Kinder haben sich aneinander geklammert, das nicht so gesund war. Da kommen jetzt die Demütigungen und Ängste wieder hoch. Abby verarbeitet ihre Kindheit in ihren Bildern und Ken ist entsetzt.
Die Autorin hat alles nachvollziehbar geschildert. Sie lässt die Geschichte von verschiedenen Personen aus ihrer Sicht und Erinnerung erzählen.
Das Buch konnte mich erreichen.
Eigenbrötlerische Bretonen
Der Sommer, in dem alles begann von Claire Léost
Die französische Schriftstellerin Claire Léost besticht mit ihrem Roman, Der Sommer, in dem alles begann. Sie hat diese Geschichte wunderbar eingefangen.
Die Bretagne ist der Ort der Handlung.
Die Lehrerin Margerite hat erfahren, das die Mutter sie adoptiert hat. Als sie den Ort erfährt, in dem ihre leibliche Mutter lebt, der im äußersten Winkel der Bretagne liegen soll, übernimmt sie eine Stelle dort.
Ihr Mann ist Schriftsteller und mich ortsgebunden.
Sie weiß aber nicht einmal den Vornamen der Mutter. Im Haushalt ihres Vaters wurden die Dienstmädchen einfach Marie genannt.
In der Bretagne wird sie ziemlich angefeindet. Die Einwohner mochten keine Neuerungen und dann noch von einer Pariserin.
Leider kommt es dann zu einer Katastrophe.
Die Autorin hat alles spannend geschrieben und der Roman ist ordentlich fesselnd.
Total schön
Mühlensommer von Martina Bogdahn
Die Schriftsteller Martina Bagdahn
erzählt in ihrem Roman, Mühlensommer, humorvoll vom Werdegang einer Familie.
Die Autorin ist auf dem Land aufgewachsen und weiß wovon sie schreibt. Das gelingt ihr so richtig authentisch.
Ich bin von dieser Schreibweise begeistert.
Ihre Protagonistin Marie kommt mit ihren Töchtern auf den Mühlenhof, weil die Mutter Hilfe braucht und der Vater im Krankenhaus liegt.
So erfährt man von der Apfel schälenden dementen Großmutter und den Kindheitserinnerung Maries und ihres Bruders Tom. Ich konnte mich gut in die Geschichte und die Atmosphäre einfügen. Es gab besondere Geschehnisse im heutigen Teil und dann wieder auch in Maries Kindheit. Tom und Marie waren eine Einheit und dann gab es ein Detail, in dem sich die Beiden etwas entzweiten.
Doch die Familie hält zusammen.
Es hat Spaß gemacht dieses Buch zu lesen. Es war für mich ein Wohlfüllroman, den ich gerade brauchte.
Auftakt einer Trilogie
Meeresfriedhof von Aslak Nore
Der norwegische Schriftsteller Aslak Nore beginnt mit seinem Roman, Meeresfriedhof, eine vielschichtigen Anfang einer Trilogie.
Es geht um eine Familie, die eine Stiftung leitet, die aus einer Reederei erstand.
In der Familie Falk besteht aus verschiedenen Familienstrom
nge. Der Chef Olaf Falk herrscht despotisch.
Seine Tochter Sascha versucht einiges aus ihrer Großmutter herauszubekommen. Die Großmutter Vera nimmt sich dann aber das Leben und das Testament ist verschwunden.
Veras Versionen ihrer Überlebensgeschichte bei einem Untergang eines Schiffes im Zweiten Weltkrieg ist etwas nebulös.
Die Figur Hans Falk ist interessant, aber richtig einordnen konnte ich ihn nicht. Bestimmt kommt vieles erst in den folgenden Teilen ans Licht.
Es ist ein Familienroman, ein Krimi und ein Spionageroman.
Es wird interessant, was uns die Trilogie am Endet bietet.











