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Rezensionen von yellowdog:

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Jenseits aller Afrikaromantik

Der Sandmaler von Henning Mankell

Der Sandmaler ist die Geschichte von Elisabeth und Stefan, zwei junge Schweden, die für 2 Wochen nach Afrika fliegen. Geschildert wird aus Stefans und aus Elisabeths Sicht. Elizabeth empfindet die Reise ambivalent. Sie ist überempfindlich, wo Stefan gelassen bleibt, ihn ereicht so schnell nichts. Überhaupt sind die zwei sehr unterschiedlich, obwohl sie aus der gleichen Gegend kommen, sogar zusammen zur Schule gegangen sind.

Doch Stefan stammt aus reichen Haus, ist entsprechend gepampert und Elisabeth kommt aus einem kleinbürgerlichen Milieu. Detailliert wird in einem relativ flachen Stil geschildert. Henning Mankells Frühwerk hat noch nicht die sprachliche Qualität späterer Afrikaromane wie etwa "Erinnerung an einen schmutzigen Engel".
Aber das habe ich erwartet und meine Leseerwartung von Anfang an darauf eingestellt.
Henning Mankell war ein genauer Beobachter, das merkt man auch in dieser Novelle und kann sich deswegen bald einen Eindruck von Afrika nach Ende der Kolonisierung machen. Krasse Unterschiede zwischen Europa und Afrika werden deutlich, zum Beispiel anhand der Armut und fehlenden Perspektiven, sogar schon für Kinder.

Die Handlung bleibt unspektakulär, konzentriert sich darauf, wie die Protagonisten das Land wahrnehmen und von der Fremdheit irritiert sind.
Gerne möchte Stefan in Afrika eine Eroberung machen und mit einer schwarzen Frau schlafen. Elisabeth hingegen nimmt immerhin die Wirklichkeit jenseits der Reisebroschüren wahr und bemüht sich, die Menschen hier kennenzulernen.
Das zeigt, wie wichtig es ist, zu verstehen und sich weiter zu entwickeln.

Das Buch hat mich beeindruckt. Ich hatte nicht so viel erwartet und bin deswegen sehr zufrieden mit diesem klugen Roman.

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Jenseits aller Afrikaromantik
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Parallelen

Der Sandmaler von Henning Mankell

Das Schicksal der Sterne ist ein Jugendroman, indem sich die Wege eines Jungen und eines Alten kreuzen. Adhib aus Afghanistan erlebte die Ermordung seines Vaters durch die Taliban mit und musste flüchten. In Deutschland trifft er Karl, der einst als Kind den zweiten Weltkrieg miterlebte und aus Schlesien flüchten musste.

Neben dem zeitgenössischen Plot gibt es immer wieder ergreifende Rückblicke, die den Leser emotional anspricht. Der Roman profitiert von den Details der berichteten Widrigkeiten bei der Flucht die sowohl damals wie auch heute sehr hart und gefährlich waren. Der Autor zeigt überraschende Parallelen auf.

Eine ähnliche Konstellation mit Alt und Jung gab es in Peter Härtlings letzten Jugendroman Djadi, Flüchtlingsjunge.
Daniel Höra schreibt aber einen anderen Stil und lässt die beiden Parteien gleichberechtigt zu Wort kommen. Das ist überzeugend und führt zum gelingen des nicht einfachen Stoffes.
Das der Roman trotz so einiger geschildeter Härten nicht düster wird, liegt am Wortwitz, der sich z.B. in den Dialogen zwischen Karl und Mildred entwickelt und an Adhibs positiver Lebenseinstellung. Dabei gaben sie es auch nach ihrer Flucht in der neuen Heimat nicht leicht. Immerhin profitieren sie von ihrer Freundschaft zueinander.
Viele der Beschreibungen halte ich für sehr glaubhaft und nachvollziehbar.

Das Schicksal der Sterne ist ein Roman der bewegt und dem ich viele Leser wünsche.

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Sommerlektüre

Sommer unseres Lebens von Kirsten Wulf

Kirsten Wulf kenne ich durch den Roman ?Aller Anfang ist Apulien?, der mich damals nicht sehr überzeugte, obwohl der Roman erfolgreich und anerkannt war.
Ich kann jedoch vorausschicken, dass mir ?Sommer unseres Lebens? viel besser gefallen hat. Schauplatz ist diesmal Portugal, wo sich 3 Frauen nach 25 Jahren wiedertreffen, um gemeinsam ihren 50.

Geburtstag zu feiern. Vor 25 Jahren haben sie sich in Portugal kennengelernt und angefreundet. Erst im Handlungsverlauf erfährt man, dass es damals auch Geheimnisse gab, die bis in die Gegenwart ausstrahlen. Man kann sich denken, dass es da um Liebe geht und dass es schnell wieder zu Verwicklungen kommt. Außerdem schleppen alle drei auch noch ihre aktuellen Probleme mit sich herum. Das geht von Angst vor Erkrankung, familiären Streitigkeiten bis zu finanziellen Sorgen.
Natürlich ist der Roman dennoch relativ harmlos, insbesondere die vorgezeigte Frauenpower wirkt aufgesetzt, doch die Freundschaft der 3 Frauen wird intensiv gezeigt und das macht das Buch zu etwas besonderen. Wo ich bei anderen Romanen des Genres manches übertrieben oder nicht glaubhaft finde, leuchtet mir hier die Stärke der Freundschaft zwischen den eigentlich sehr unterschiedlichen Frauen ein.

Die Handlung wird temporeich vorangetrieben. Die Frauen befinden sich permanent zwischen den emotionalen Extremen, zwischen Krise und Feiern.

Ich finde es gut, dass sich die Handlung zu 90% wirklich in Portugal abspielt, doch da die Protagonistinnen überwiegend mit sich selbst beschäftigt sind, wirken echte Portugiesen nur wenig mit und kommt das Lokalkolorit oft nicht so richtig zur Geltung. Da wirkte der auch noch relativ neue Krimi ?Lost in Fuseta? stärker auf mich. Es gibt in dem Punkt also noch Potential. Vielleicht wird Kirsten Wulf ja noch einmal einen Roman verfassen, der sich in Portugal abspielt.

Sommer unseres Lebens taugt sehr gut als ideale Lektüre für den Sommerurlaub, der Roman ist unterhaltend, aber nicht oberflächlich.

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Sommerlektüre
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Interessante Themen

Swing Time von Kirsten Wulf

Swing Time ist ein sorgfältig durchgearbeiteter Roman, der mehr als 25 Jahre umfasst und von zwei Mädchen in London erzählt. Bei haben ein Elternteil, das weiß und eins, dass jamaikanischer Herkunft ist. Aufgrund ihrer gemeinsamen Hautfarbe schließen sich zusammen, sie teilen auch die Begeisterung für Tanz, z.

B. in alten Filmmusicals mit Fred Astaire und Ginger Rogers.
Die glaubhaft geschilderten Kindheitsszenen nehmen einen guten Anteil in der Handlung ein und sind für beide auch als Erwachsene noch bestimmend. Die Erzählweise einer Icherzählerin und ihrer Freundin Tracy, einer Protagonistin, die nur aus deren Perspektive geschildert wird, eingebettet in relativ schwierige Familienverhältnisse, erinnert mich stark an Elena Ferrante´s Neapel-Saga. Diese Erzählweise erweist sich auch hier als zwingend. Tracy ist ein Maßstab für die Icherzählerin.
Als Erwachsene trennen sich die Wege. Während die begabte Tracy sich als Tänzerin versucht, wird die Icherzählerin Assistentin von Amelie, einem Star (erinnert leicht an Madonna), die sie auch auf Reisen begleitet. Ihre Wege werden sich aber wieder kreuzen und ihre Entwicklung beeinflussen.
Der Roman ist einigermaßen lang, liest sich aber gut weg. Es gab aber auch ein paar Passagen, wo mich die zaudernde Protagonistin leicht nervt. Sie ist immer wieder mit ihrem eigenen Leben unzufrieden und hat starke Bindungsängste. Aber langsam versteht man als Leser, wie wichtig die Identitätssuche für sie ist.
Auch die Zerbrechlichkeit von Freundschaft wird deutlich im Zusammenhang mit der Herkunft gezeigt.
Zadie Smith hat hier ein wichtiges Buch vorgelegt, das an ihren großen Erfolg, den Debütroman White Teeth aus dem Jahr 2000 heranreicht, vielleicht sogar übertrifft. Ein lohnens-und lesenswertes Buch mit interessanten Themen wie Freundschaft, Erfolg, Familie und Herkunft.

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Interessante Themen
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Konzentrierter Psychothriller

Swing Time von Kirsten Wulf

Runaway ist ein im Selbstverlag erschienener Thriller. Ich war zunächst misstrauisch, da die meisten Selbstverlags-Autoren erschreckend schlecht schreiben. Möchtegerne, die es nicht wirklich können. Bei David Sedlacsek kann man das nicht sagen. Sein Stil ist zwar ein wenig gleichförmig, aber der Roman ist inhaltlich wie sprachlich sorgfältig durchgearbeitet.

Die sprachliche Zurückhaltung passt außerdem gut zur Handlung und der eigentümlichen Thrilleratmosphäre, die sich entwickelt.

Der Plot ist ein klassischer, man denkt an ?Auf der Flucht? und ähnliches.
Frederick ist ein Mann, der verdächtigt wurde, seine Frau umgebracht zu haben. Er wird verhaftet und macht die Hölle durch. Nach 18 Jahren Haft in der Psychiatrie, glaubt Frederick seine angeblich ermordete Frau im Fernsegen zu erkennen und macht sich auf die Suche nach ihr. Eine Art US-amerikanisches Roadmovie beginnt.
Noch spannender wird es, als der Verfolgte einerseits selbst zum Jäger wird, gleichzeitig aber auch von der Polizei verfolgt wird. So bleibt das Tempo durchgehend hoch.

Runaway zeichnet sich durch seine düstere Atmosphäre aus. Wer dafür etwas übrig hat, wird nicht enttäuscht.

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sorgfältig gestaltete, romanhafte Biografie

Swing Time von Kirsten Wulf


Karl Marx und Charles Darwin als Romanfiguren. Das funktioniert überraschend gut. Darwins Ehefrau teilt nicht in allen seine Einstellung, insbesondere über Gott und das ewige Leben. Doch Darwin ist durch und durch Wissenschaftler. Bei Marx ist es seine Haushälterin Lenchen, die eine enge Beziehung zu ihm hat.

Sowohl Darwin als auch Marx sind zum Zeitpunkt der Handlung gesundheitlich angeschlagen.
Die erste Gemeinsamkeit der beiden berühmten Persönlichkeiten ist somit ihr Hausarzt, Dr.Beckett, der gerne über politische und wissenschaftlichen Themen plaudert.
Ein wichtige Entscheidung der Autorin war, die Handlung zu einem Zeitpunkt einsetzen zu lassen, als Darwin und Marx ihre Hauptwerke bereits gesetzt habe.
Entsprechend bekannt sind sie. Ihr Erfolg ist aber nicht unumstritten. Neben Bewunderern gibt es auch viele Kritiker.
Marx und Darwin werden trotz ein paar Gemeinsamkeiten als sehr verschiedene Charaktere ausgeführt. Darwin ist ruhiger, Marx oft aufbrausend.
Ihre Thesen sind natürlich sehr gegensätzlich, dennoch gibt es anscheinend bis zu einem gewissen Grad gegenseitige Bewunderung zwischen ihnen.
Zur persönlichen Begegnung kommt es erst auf CD4.

Es gibt wenig Handlung, jedoch viele Dialoge über Theorien und Thesen, über Atheismus und über Gott und das Leben, das macht das Buch aus. Hinzu kommt eine Spur Melancholie! Das muss man als Zuhörer aber auch mögen, sonst langweilt man sich schnell.

Insgesamt haben mir die Darwin-Passagen besser gefallen als die mit Marx. Übermäßig spannend ist das ansonsten gut gemachte Hörbuch nicht, aber doch überwiegend interessant. Streckenweise gleicht es mehr einer Biografie als einem Roman.

Das Hörbuch ist ruhig gesprochen. Alles andere wäre auch unpassend. Ihm gelingt es, den Figuren eigene Persönlichkeiten zu geben.
Der Sprecher ist Peter Kaempfe, ein bekannter Schauspieler. Als Hörbuchsprecher kannte ich ihn bisher noch nicht.

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Fantastische Sprecherleistung bei einem herausragenden Histokrimi

Swing Time von Kirsten Wulf

Der historische Roman war ja einmal sehr beliebt, wurde dann gnadenlos überfrachtet und brach ein. Doch das Untergenre Histokrimi blieb unbeschadet und Oliver Pötzsch gehört zu den beständigen Autoren dieses Genres mit Niveau und Einfallsreichtum. Allerdings bleibt er auch beständig und Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf ist ein Teil der langlebigen Henkerstochterreihe.

Schon der siebte Band! Zentraler Schauplatz ist diesmal München, wo ein Scharfrichtertreffen stattfindet. Hier sind aber auch Morde passiert.

Im prachtvollen Roman dabei sind die bewährten Figuren: Magdalena, ihr Vater Kuisl und weitere Figuren der Familie. Immer noch sind die Figuren interessant genug, um einen Roman spannungsreich und interessant zu füllen.

Es gibt verschiedene Handlungsstränge. Während Magdalena alleine auf Ermittlung begibt nicht ohne Gefahr, ist ihr Mann Simon interessiert daran, sein Medizin-Traktat in München vorzustellen. Erst einmal wird er aber von der Kurfürstin beauftragt, ein verloren gegangenes Schoßhündchen wiederzufinden, während Magdalenas und Simons Sohn Peter sich mit dem adligen Söhnchen anfreundet. Auch Peter ist ein kleiner Detektiv, ihm ist zuzutrauen, das entführte Hündchen zu finden! Was für eine Familie! Man begleitet sie gerne durch das Hörbuch!
Die Vielzahl von originellen Ideen lassen den Zuhörer nah an der Handlung bleiben. Atmosphäre des alten Münchens gibt es im Übermaß. Das hat mir gut gefallen, da manche Schauplätze in historischen Romanen oft nur plakativ eingesetzt werden.

Ich habe das Hörbuch genossen. Sprecher ist Johannes Steck, der schon viele Hörbücher sprach, aber hier wirklich eine herausragende Meisterleistung bietet. Nicht nur ist seine raue Stimme passend zum Stoff und den Figuren, er ist auch abwechslungsreich. Manchmal ist seine Stimme reibeisenmäßig, z.B. wenn er die Dialoge des temperamentvollen Jakob Kuisls spricht. Eine Stimme wie ?altes Holz?. Aber es gibt auch Momente, wo seine Stimme höher ist. Er gibt vielen Figuren ganz eigenständige Stimmen, manchmal sogar in typisch bayrischen Dialekt. Dazu die allgemeine Erzählstimme in mittlerer Tonlage, die den aufgeheizten Stoff wieder erdet.

Weitere Teile der Reihe sind willkommen, gerne wieder von Johannes Steck gelesen!

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ungewöhnlich

Swing Time von Kirsten Wulf

Die konservative Krimileserschaft war anscheinend von dem Roman irritiert, im Sinne von zu wenig Krimi. Ich habe das Buch daher mehr aus literarischer Sicht gelesen.
Zunächst geht es ja tatsächlich um einen Mord an einen alten Mann. Vermutlich ermordet, offenbar gewaltsam mit Gift, das langsam und qualvoll wirkte.

Der Sohn des Toten, Karl Kroisleitner, nimmt es schwer, dennoch kommt der Verdacht gegen ihn auf, auch bei der Polizei.
Dann gibt es noch Polizisten Frassek aus Berlin, der offenbar Familienstress handelt und eine junge Frau, Emma, die nach einer missglückten Karriere unter dem Künstlernamen Amy in ihre Heimat zurückkehrte.
Diese verschiedenen Handlungsstränge wirken anfangs verwirrend, man muss sich erst einlesen.
Auch sind die Figuren alle nicht unbedingt sympathisch gehalten, und sie können auch nerven! Das macht es dem Leser nicht einfacher, aber es lohnt sich, denn interessant sind sie schon.
Überzeugend jedoch ab Kapitel 9, in dem Emma alte Briefe aus Kriegszeiten liest. Die Vergangenheit spielt eine Rolle. Das macht den Stoff schon interessanter. Doch es gibt noch mehr Überraschungen, die ich hier natürlich noch nicht verraten werde.

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Überaus gelungen

Sieh mich an von Kirsten Wulf


In dieser überaus gelungenen Familiengeschichte stehen die Gedanken der Mutter, die Icherzählerin ist, im Mittelpunkt. Ihr Mann ist aus beruflichen Gründen unter der Woche entfernt in Berlin und kommt immer nur zum Wochenende. Klar, dass das die Beziehung belastet. 

Sie arbeitet als Musikerzieherin im Kindergarten und hat zwei Kinder.

Die ca. 11jährige Tochter Helli, die ADHS hat und entsprechend schwierig sein kann und der 17jährige Alex, der ruhig und ausgeglichen wirkt. 
Dann gab es mit Berenike offenbar noch ein drittes Kind, das aber nicht anwesend ist. Das ist ein Geheimnis des Romans. 

Mir gefällt wie realistisch und lebhaft die Figuren wirken. 
Durch die Erzählart kommt man der Hauptfigur ziemlich nahe. Sie ist eigentlich eine normale Mutter mit den typischen Problemen und einem Hang zur Übertreibung, obwohl Hellis ständiges ?überdreht sein? natürlich wirklich Probleme macht. 
Zur Zeit steht die Protagonistin neben sich, da sie denkt, dass sie erkranken wird und hat ihre Eigenarten, zum Beispiel denkt sie viel über die Vergangenheit nach und führt diverse Listen, um sich über ihr Leben klar zu werden. 
Dann taucht mit Kilian ein Jugendfreund auf. 
Aber es widerstrebt mir, mehr über die Handlung zu verraten. Wobei es eigentlich nicht viel Handlung in dem kurzen Roman gibt. Trotzdem wird es nie langweilig. Das Buch strahlt eine eigenständige Atmosphäre aus. Ich halte Mareike Krügel für eine außerordentlich begabte Autorin, bei der es mich nicht wundern wird, wenn sie in Zukunft auf Listen zu deutschen Literaturpreisen auftauchen wird. Vielleicht ja schon mit diesem Buch! 

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Überaus gelungen
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Tod eines Golfers

Abgeschlagen von Katrin Schön

Abgeschlagen von Katrin Schön ist ein Roman des Genres Cozy crime, was mometan anscheinend angesagt ist. Nicht zu viel Spannung, obwohl es immerhin einen Mord an einen Golfer gibt, dazu ein wenig Humor, der sich vor allen durch Wortwitz und der Protagonistin Lizzie Sommer ergibt. es bahnt sich bei ihr eine Beziehung zu dem Kriminalkommissar Sebastian an.

Ganz niedlich! Der Mord trennt sie aber erst einmal.
Eigentlich ist Lizzie momentan die Wirtin des Grünen Kränzchens. Aber mehr fesselt sie der Mord und die Lösung.
Amüsant sind die Passagen mit Lizzie und ihren Eltern. Ihre Mutter spricht einen hessischen Dialekt, ihr Vater etwas starrsinnig. Das erinnert an Dora Heldt und ihre Papa-Romane.
Allzu tiefsinnig ist das nicht, gehört aber zum Cozy.
Der Fall selbst interessierte mich kaum, mehr sind es Lizzies Eskapaden, die den Roman am Leben halten.
Harmlos, aber manchmal kann auch der anspruchsvolle Leser das gebrauchen.
So zwingend fand ich den Roman nicht, aber im Zweifelsfall würde ich schon einen weiteren Teil lesen.

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Tod eines Golfers